DE884319C - Wasserfuehrung unterhalb der Stauwand bei Wasserkraftanlagen - Google Patents
Wasserfuehrung unterhalb der Stauwand bei WasserkraftanlagenInfo
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Description
- Wasserführung unterhalb der Stauwand bei Wasserkraftanlagen Die Erfindung bezweckt, bei gegebenen Wasserverhältnissen mittels hydraulisch günstigster Wasserfassung unterhalb von Stauanlagen durch Steigerung] der ausbaufähigen Wassermenge bei Wasserkraftanlagen eine Verbesserung des Ausbaugrades hervorzurufen.
- NacH dem Stand derTechnik wird bekanntlich unter Voraussetzunig einer Stauanlage mit verhältnismäßig dünner Stauwand die durch eine unter dem Unterwasserspzegel liegende Stauzvandöffnung abfließende Wassermenge nach der Formel: berechnet. In dieser Formel bezeichnet h? die abfließende Wassermenge j,e Sekunde, ,u ;eine dimensionslose Abfiußziffer, F den Querschnitt der Sta-utvandöffnung, g die Erüb.eschleunigung, h die Differenz zwischen Oberwasser- und Untenvasserspiegellage und !t die Geschwindigkeitshöhe im Oberwasser an der Stauwand. Es ist bekannt, da.ß die Abflußziffer im besonderen von,der Form, Lage und Beschaffenheit der Stauwandöffnung, vorn der Lage der Stauwandöffnung in bezug auf den: Oberwasser- bzw. Unterwasserspiegel und von der Differenz zwischen Oberwasser- bzw. Unterwasserspiegellage abhängig ist. Auf Grund experimentell durchgeführter Untersuchungen hat sich ergeben, daß die Abflußziffer@i außerdem eine Funktion von der Gestaltung und Beschaffenheit des Unterwasserbettes und der Materialbewegung im Unterwasserbett ist. Die oben erläuterte Formel ist bekanntlich für die Ermittlung der energiewirtschaftlich zu nutzenden Wassermenge bei Wasserkraftanlagen mit für die Formel zutreffenden Bedino-ungen maßgebend. Bei thesenexperimentell durchgeführten Untersuchungen wurde festgestellt, daß die größte Wassermenge regelmäßig bei gehaltenem Oberwasserspiegel und freiem Unterwasserspiegel durch die verhältnismäßig dünne, bis auf die Sohle der Stauanlage reichen=den Sta:uwand'öffnun:g abfließt, wenn das unmittelbar an die Stauanlageangrenzende Unterwasserbett das :entsprechend dem Abflußvorgang natürlich=e und befestigte Kalkprofil im Beharru=ngszustand, bestehend aus Kalkkessel und Kolkb,amk, aufweis=t. Die normalerweise herrschende Materialbewegung im Kalkkessel war mit der Befestigung des Kalkprofils bekanntlich unterbunden worden. Gegenüber den Abfllußverhältnissen bei gleichen hydra=ulischen Gegebenheiten in biezug auf Oberwasserspiegel, Stauwand und Stauwandöffnungergab sich bekanntlich bei diesen experimentell durchgeführten Untersuchungen unter Verwendung einer ebenen -und festen, in Sohlhöhe der Stauanlage liegenden Sohle nur ei=ne unbedeutende Unterwasserspiegelheb.ung.
- Mit :d=er Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die beschriebenen bekannten Erkenntnisse wasserbaut=echnisch für die Praxis so: auszuwerten, daß,d=urch hydraulisch günstigste Fassung des durch die Stauwandöffn;unig :einer Stauanlage tretenden Kolkstr,ahles,unter - Ausschaltung :der bei freiem Unt=erwasserspiegel entsprechend dem Abflußvorg,ang sich bildenden energieverzehrenden Wasser-"valzen und Quellenbildung, eine Steigerung gegenüber ;d=er bekannten, energiewirtschaftlich zu nutzenden: Wassermenge bei Wasserkraftanlagen erfolgt.
- Das durch eine Stau@vandöffnueg einer Stauanlage in das unbefestigte Unterwasserbett abfließende Wasser ruft bekanntlich bei freiem Unterwas:serspiegel mit der natürlichen Abwandlung s=einer kinetischen Energie eine Kolkbüdun.g, bestehend ;aus Kalkkessel und Kalkbank, hervor. Bei gleichbleibender Abflußwassermenge und gleichbleibender Stauwandöffnung erreicht die Kolkbildung den bekannten Beharrungszustand mit andauernder .Materialbewegung im Kalkkessel. Dieser jeweilige bekannte Beharrungszustand in der Kolkbildung unterhalb :ein=er Stauanlage, jedoch bei befestigter Sohle .und bei Unterbindung, der Material-'bewiegung im Kalkkessel, ist hautechnisch für die Sohlgestialtung der Kolksärählfassung maßgebend. Die, biei freiem Unterwasserspiegel mit natürlichem, befestigtem Kalkprofil im "Beharrungszus and sich entsprechend dem Abflußvorgang bildende energieverzehrende -Deckwalze und Quelle werden erfindungsgemäß durch lein=e Abdeckung ausgeschaltet. Diese Abdeckung beginnt unmittelbar an der Oberkante der Stauwandöffnung und führt das aus der Stauwiandöffnung tretende Wasser als Kalkstrahl durch :den, befestigten Kalkkessel über die befestigte Kelkbank nach Abmahlung durch eine Wasserkraftanlage, @die.im oberwasserseitigen Scheitelbereich der Kalkbank ;anzuordnen ist, in das Unterwasser ab. Miit der Abdeckung werden idie bei freiem Unterwasserspiegel sich üb=er dem Kalkkessel befindende eniergveverzehrende D=eckwalze und die sich zwischen .d=em Kolkleessel und der Kolkhank befindende
Quellenbildung in hydraulisch ;günstigster Weise ausgeschaltet. Die bei freiem Unterwasserspiegel und' mtürlichem befestigtem Kalkprofil im Behar- rungszustand sich entsprechend :dem Abflußvorgang unmittelbar an der Sroauwandöfnumg bild=ende kleine Grundwalze wird durch die Sohlgestaltung der KQlkstrahlfassung insof=ern ausgeschaltet, als die Sohle im Bereich ,dieser klein=en Grundwalze ge- mäß :der Erfindung bis an die Stauwandöffnung in hydraulisch günsti=gster Weise hochgezogen, wird. Die seitlichen Begrenzungen der Kolkstrahlfassung bestehen aus senkrechten Wänden, wob gei der Ab- stand der seitlichen Begrenzungswän=de nur so groß wie die Sttauwandöffn;ungs.breite sein darf. Diese Seitlichen Beigrenzungsw"ande beeinflussen :die hy- draulisch ;"günstigste Längsentwicklung :der Kolk- strahl£assiung insofern, als die beiden inneren Se- grenzungslinien zwischen der im befestigten Kalk- profil ,gestalteten S=ohle :un=d den seitlichen Begren- zungswÄeden i;n -einer Ebene liegen, und die beiden inneren Beggrenzungslinlen zwischen der Abdeckung und :den s=eitlichen Begrenzungswänden in einer Ebene liegen. Demzufolge besitzt jeder b=eliebig=e Öffnungsquerschnitt .der Kolkstrahlfassung Recht- eckform. Die Siohle, die Abdeckung und die sieit- lichein Begrenzungswände müssen :die Kolks,trahl- fassung luftdicht abschließen. Die jeweilig hydrau- lisch günstigste Längs- iund Breiteinentwicklung -e°mer Kolkstrahlfassurog läßt sich nach .den bekannten Regeln der Ähnlichkeitsmechanik @experimentell er- mitteln. Ein wesentlicher Fortschritt der Erfindung gegen- über .den bekannten Wasserfass ungen:für die Wasser- zufuhr b:-ei; Wasserkraftanlagen besteht darin, daß gemäß dein experimentell durchgeführten Unter- suchungen mit der Kolkstrahl£assung eine Steigerung der bekannten energiewirtschaftlich ausbaufähigen Wassermenge von: mehr Tals, ioo/o :erfolgt und somi=t ednie Verbesserung des bekannten Aushaugrades er- zielt wird. Der Wert der Abflußziffer ,Ac lag bei diesen, Untersuchun;gan über o,9. Die Steigerung der a!usbaufähi,"en Wassermenge erfolgte bei diesen Untersuchungen mit gehaltenem Oberwasserspiegel, wähnend der Untenvassersp7egel gegenüber dem der ursprünglichen Soll. Vfassermenge beim Abflußvor- bang mit befestigtem, natürlichem Kalkprofil ohne Materialbewegung im Kalkkessel :entsprechenden Unterwaisserspiegel nur etwa i % höher lag. Schwan- kungen der Wassermenge und des. Oberwass=er- oder Unterwasserspiegels wirken sich in der Leistungs- fähigkeit .der Kolkstrahlfassung insofern nicht aus, als mit ihrer luftdichten Abschließung eine gewisse Hebenvirkung wirksam wird. Eine Steigerung :der bekannten ausb=aufähigen Wassermeinige wirkt sich außerdem als wesentlicher Fortschritt auch a=uf die einer Wasserkraftanlage bekanntlich zugeordnete Stauanlage insofern aus, als die bekannten Stauwandabmessungen bei dem entsprechend der Ausbauwassermenge gehaltenem Oberwasserspiegel kleiner ausgeführt werden kön- nen. Schließlich wirkt sich eine Steiberung der be- kannten aushaufäbigein Wassermenge als uresent- licher Fortschritt insofern. ,aus, als bei Be-,beh_>l- tung der bekannten Stauwandabmessungen und Aus- baauwass;er:mer.;ge ;aus lzulturtechnischen Erwägungen der gehalten;,- Oberwasserspiegel niedriger ,gelegt werden kann. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. i zeigt hn Längs- schnitt den bekannten Abflußvorgang bei freiem Unterwasserspiegel durch eine bis auf die Sohle der Stauanlage reichende und unter dem Unterwass:er- spie,gel liegende Stau@vandöffnung mit befestigtem, natürlichem Kolkprofil ohne Ma.terüalbewegung im Kolkkessel. Fig.2 zeigt im Längsschnitt d<e Kolk- strahlfass,ung unterhalb einer Stauanlage gemäß der Erfindung. In Fig. i ist mit i i die Lage des Ob,-nvasser- spiegels über der Sohle der Stauanlage 12 und mit 13 die Lage, des Unterwasserspiegels über der un- verformten Sohle des Unterwasserbettes 14 bezeich- net. D.-.!e allgemeine Strömu:ngs,richtung durch die Stauwandöffnung 15 der Stauwand 16 wird durch den: Pfeil 17 gekennzeichnet. Der durch die Stau- wan:döffnung 15 tretende Kolkstrahl 18, auch Tauch- strahl :genannt, bewegt sich bekanntlich längs der Sohle des Kolkkessels i9, löst sich nvischen dem Kolkkess:el i9 und der Kolkbank2o von der Sohle des befestigten, natürlichen Kollzprofils 21 ab und fließt mit den bekannten T.urbulenzerscheimtiagen, in kleine Wirbelbildunge !n aufgelöst, über der so- genannten Wirbelstraße 22 der Kolkbank 2o in das Unterwässer ab. Bei diesem Abflußvorgang bildet sich bekanntlich auf der Sohle des Kolkprofils 21 unimittelbar an der StauGvandöffnung 15 eine kleine Grundwalze 23 und über dem Kolkkessel d e energie- verzehrende Deckwalze 24. ;aus.. Zwischen der Dreck- walze 2¢ und dem von der Sohle des, Koll"profils 21 sich ablösenden Kolkstrah118 zeigt sich bei die- sem Abfllußvorgang die bekannte Quellenbildung 25. In Fig. 2 ist mit i i die Lage des Oberwasser- spiegels über der Sohle der Stauanlage 12 und mit 13 d1° Lage des Unterwasserspiegels über der un- verform:ten Sohle des Unterwasserbettes 14. bez@eich- net. Der in allgemeiner Strömungsrichtung der Pfeile 17 durch die Stauwandöffnung 15 der Stauwand 16 tretende Kolkstrahl 18 wird in hydraulisch günstigster Weise von der Kolk- strahlfassung, bestehend aus der Sohle 26, der Abdeckung 27 und den hier nicht nähcr be- zeichneten seitlichen Begrenzungswänden, nach Abmahnung durch eine nicht näher gzkenm- ze.ichrrete Wasserkraftanlage in das Unterwasser ge- leitet. Bei der Sohle der Ii.ollzstrahlfassung 26, die entsprechend dem rin der Fig. 1 gekenm@ze @chnet@n Kolkprofi121 ,ausgebildet ist, wird zur Ausschaltung der kleinen Grundwalze 23 der Fig. i :die Sohle im Bereich dieser kleinen Grundwalze 23 !der Fig. i bis an die Unterkante der Sta@uwan@döffnung 15 in hydraulisch günstigster Weise hochgezog en. Die un- mittelbar an der Oberkante der Stauwandöffnung 15 beginnende Abdeckung 27 ist in. hydraulisch gün- stigster Weise 5o ausgebildet, :daß sie die energie- verzehrende D:eckw atze 2¢ der Fig. i und die Quellenbildung 25 der Fig. i ausschaltet. Der unter- waassersieitige Abschluß 28 :der Abdeckung 27 wird mittels :elliptischer Abrundung über die Lage des Unterwasserspiegels 13 hochgezogen. Diese Maß- nahme b gilnstigt die hydraulisch wirkungsvolle An- haftung des Unterwasserspiegels bei Schwankungen in der Lage des Unterwasserspiegels 13. Dieser Ab- schluß 28 Ader Abdeckung 27 .muß ,außerhalb, der nach Kolkprofil 21 der Fig. i ausgebildeten Sohle der Kolkstrahlfassung 26 über der unverformten Sohle liegen. Die in der Fig. 2 nicht näher bezemch- neten Innenflächen der seitlichen Begren2jungs- wände, deren Abstand gleich der Sta-u@vam:döffr.,ungs- breite sein :muß, ergeben mit der Sohle 26 und der Abdeckung 27 bei jedem beliebigen Querschnitt der Kolkstrahlfassung ein luftdicht abgeschlossenes Rechteck mit der Breite der Stauwan'döffnunfg 15. Die hydraulisch jeweils ;günstigste Längen- und BreitenentwickluAg der Kolkstrahlfassiung wird nach den. bekannten Regeln der Ahnlichkeitsmechanik experünentell ermittelt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:
i. Wasserführung unterhalb der Stanwand bei Wasserkraftanlagen, gekeanzei durch einen .unmittelbar an die St:auwandöffniu!ng (15) an- schließenden" ringsum dicht geschlossenen, Kanal, der seitlich durch senkrechte, 'mit .der Stauwand- -öffnurg!i5) bündige Wände begrenzt, dessen Sohle (26) entsprechend der bei der natürlichen K olkbildung entstehenden Sohle gekrümmt, je- doch an :die Unterkante der Stauwa:ndiöffnumg (15) hochgezogein ist und dessen bündig an die Stauwandöffnung (i5) anschließende Decke (27) über das Ende der Solde (26) hinausgeführt und nmttels elliptischer Abrundung (28) über den Untenvasserspi°gel (13) hochgezogen ist. 2. Wasserführung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, :daß der Kanal durchweg recht- t> Quers.chni:tt .mit einer der St:auwa@nd- öffnung (15) entsprechenden lichten Breite und mit einer mach dem Ende des Kanals hin etwas zunehmenden lichten Höhe aufweist.
Priority Applications (1)
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| DEL9481A DE884319C (de) | 1951-07-04 | 1951-07-04 | Wasserfuehrung unterhalb der Stauwand bei Wasserkraftanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEL9481A DE884319C (de) | 1951-07-04 | 1951-07-04 | Wasserfuehrung unterhalb der Stauwand bei Wasserkraftanlagen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE884319C true DE884319C (de) | 1953-07-27 |
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| DEL9481A Expired DE884319C (de) | 1951-07-04 | 1951-07-04 | Wasserfuehrung unterhalb der Stauwand bei Wasserkraftanlagen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE884319C (de) |
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1951
- 1951-07-04 DE DEL9481A patent/DE884319C/de not_active Expired
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