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DE884203C - Anordnung zur Gaszerlegung - Google Patents

Anordnung zur Gaszerlegung

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Publication number
DE884203C
DE884203C DEG407D DEG0000407D DE884203C DE 884203 C DE884203 C DE 884203C DE G407 D DEG407 D DE G407D DE G0000407 D DEG0000407 D DE G0000407D DE 884203 C DE884203 C DE 884203C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
cold
cold storage
arrangement according
pipe systems
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG407D
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dipl-Ing Becker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG filed Critical Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG
Priority to DEG407D priority Critical patent/DE884203C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE884203C publication Critical patent/DE884203C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25JLIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
    • F25J5/00Arrangements of cold exchangers or cold accumulators in separation or liquefaction plants

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)

Description

  • Anordnung zur Gaszerlegung Es ist bekannt, bei der Zerlegung von Gasen in mindestens zwei Fraktionen durch Tiefkühlung und Rektifikation einen Teildes abgekühlten Gases nach arbeitsleistender Entspannung in den Rektifizierapparat an geeigneter Stelle mit Sättigungstemperatur zwischen die Rektifikationsböden einzublasen, oliv; daß dieser Gasanteil total verflüssigt zu werden braucht (s. die deutsche Patentschrift 538 c920). Dieses Verfahren. hat den Vorteil einer verhältnismäßig günstigen Kälteerzeugung. Die Tiefkühlung dieses Gasanteiles vor der Entspannung erschien notwendig, um das Gas vor der Zerlegung von stärenden Verunreinigungen, insbesondere Feuchtigkeit und Kohlensäure, möglichst restlos zu befreien.
  • Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, auf hohen Druck verdichtetes Gas in Gegenstromwärmeaustauschern partiell abzukühlen und anschließend in. einer Expansionsmaschine zu entspannen und in den Zerlegungsapparat einzublasen. Ein weiterer Vorschlag ging dahin, für :die Kälteerzeugung Entspannungsturhinen zu verwenden, denen kaltes, aber vor dem Eintritt in .die Turbine um einen bestimmten Betrag angewärmtes Gas zugeführt wird.
  • Es hat sich gezeigt, daß man das Gaszerlegungsverfahren durch Rektifikation des in einer Kühlv orrichtung tiefgekühlten Gases in mindestens zwei Fraktionen (wobei ein Teil des Gases zu arbeitsleistender Entspannung und anschließender gasförmiger Einblasung in den Rektifizierapparat entweder nach vollständiger Abkühlung in der Kühlvorrichtung entnommen und im Gegenstrom mit Rohgas wieder um einen bestimmten Teilbetrag angewärmt oder an entsprechend warmer Stelle der Kühlvorrichtung abgezweigt wird) dadurch besonders wirtschaftlich und vorteilhaft gestalten kann, daß man in der Zerlegungsanordnung als Kühlvorrichtungen umschaltbare Kältespeicher verwendet.
  • Bekanntlich ist es energetisch günstiger, warmes statt kaltes Gas arbeitsleistend zu entspannen, weil die Kälteerzeugung im wärmeren Temperaturgebiet günstiger ist. Wenn: das Gas, z. B. Luft, auf etwa 5 ata verdichtet ist, und es wird bei iio° absoluter Eintrittstemperatur in einer Entspannungsturbine auf etwa i ata entspannt, so wird dabei eine Kälteleistung je Kilogramm Gas von etwa 5 kcal erzeugt bei einer Abkühlung auf etwa 83°! abs. Wenn dagegen die Entspannung im gleichen Druckgebiet bei einer Eintrittstemperatur von i30'°' abs. erfolgt, so %verden bereits etwa 6 kcal/kg gewonnen bei einer Abkühlung auf etwa ioo°ll abs., d. h. bei gleichem Energieaufwand wird die Kälteleistung um 20"/a höher. In der Praxis bedeutet dies; daß für eine bestimmte erforderliche Kälteleistung erheblich weniger Energie gebraucht wird als bei anderen Verfahren. Zwar wird diese Kälte nicht bei der tiefsten im System auftretenden Temperatur erzeugt, es ist dies aber auch nicht nötig, da ja nicht der gesamte Kältebedarf, insbesondere nicht die gesamten Kälteverluste allein bei der tiefsten Temperatur auftreten. Die Anwärmung des Gases vor der arbeitsleistenden Entspannung wird zweckmäßig im Wärmeaustausch mit dem eintretenden warmen Gas vorgenommen. ' Erfindungsgemäß und mit besonderem Vorteil erfolgt der Wärmeaustausch des arbeitsleistend zu entspannenden. Gases in Kältespeichern. Eine Anordnung dieser Art führt zu wesentlichen Einsparungen an Energie für den Zerlegungsvorgang, der dadurch ein Optimum an Wirtschaftlichkeit g°-währleistet. In einzelnen Fällen kann an Stelle der Anwärmung des einzublasenden Gases auch die Entnahme dieses Gases an einer entsprechend wärmeren Stelle des Kältespeichers treten. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Möglichkeiten ist der, daß im ersten Falle, bei der Anwärmung nach erfolgter vollständiger Tiefkühlung, das Gas praktisch restlos von den Verunreinigungen befreit ist. Im zweiten. Falle, bei der Entnahme des Gases an einer wärmeren Stelle, sind die Verunreinigungen noch nicht restlos ausgefroren. Jedoch kann dieser Nachteil in manchen Fällen tragbar sein, zumal es ja nur noch geringe Reste sind, die sich unter Umständen auch. noch während des nachfolgenden Verfahrens ausscheiden lassen. In, solchen Fällen stellt die Entnahme des Einblasegases an einer wärmeren Stelle -des Kältespeichers eine erhebliche Vereinfachung dar. In den weitaus meisten Fällen wird aber die Anwärmung des Einblasegases im Wärmeaustausch mit dem Rohgas erforderlich sein, wobei das Einblasegas in geeigneten Rohrsystemen dem Rohgas entgegengeführt werden muß.
  • Das Verfahren in der erfindungsgemäßen Anordnung kann z. B. dadurch durchgeführt werden, daß das Einblasegas dem Rohgas am kalten Ende der Kältespeicher entnommen, im unteren (kalten) Teil derselben dem Rohgas wieder entgegengeführt, dann aus den Kältespeichern heraus und der Entspan nungsturbine zugeführt wird.
  • In besonders vorteilhafter Weise läßt sich das Verfahren in der erfindungsgemäßen Anordnung bei Verwendung von wechselweise umschaltbaren Kältespeichern zur Abkühlung des Rohgases durchführen, indem die Rohre zur Anwärmung des Einblasegases, welches wiederum dem bereits abgekühlten Rohgas entnommen wird, in dem unteren (kalten) Teil der Speichermasse untergebracht und das Gas sodann wiederum der Entspannungsturbine zugeleitet wird. Es ist ersichtlich, daß die Unterbringung der Anwärmrohre in den Kältespeichern dann besonders einfach ist, wenn als Speichermasse .eine Schüttmasse, z. B. Kies, verwendet wird. Die Konstruktion läßt sich bei dieser Anordnung leicht durchführen, und die Speichermasse kann nachträglich einfach in den Kältespeicher eingeschüttet werden. Bei den. Gaszerlegungsanlagen mit Kältespeichern werden in der Regel zwei Paare von Kältespeichern angewendet, durch die das Rohgas, z. B. Luft, eintritt, während durch das eine Paar das eine Zerlegungsprodukt, z. B. Sauerstoff, und durch das andere Paar das andere Zerlegungsprodukt, z. B. Stickstoff, austritt. In beiden Kältespeicherpaaren herrschen dabei die gleichen Temperaturverhältnisse. Das Verfahren in der erfindungsgemäßen Anordnung wird zweckmäßigerweise so durchgeführt, daß die Rohrsysteme zum Anwärmen des einzublasenden Teiles des Rohgases auf beide Kältespeicherpaare verteilt werden. Es ist unter Umständen auch angebracht, die Rohrsysteme für die Anwärmung des Einblasegases nur in demjenigen der beiden Kältespeicherpaare unterzubriirgen, welches das mengenmäßig größere Zerlegungsprodukt aufzunehmen hat, z. B. dann, wenn durch das andere, Paar nur eine verhältnismäßig kleine Gasmenge als Zerlegungsprodukt herausgeführt wird. Andererseits ist es aber auch möglich, bei derartigen Gaszerlegungsanlagen überhaupt mit nur einem Kältespeicherpaar auszukommen. Das wertvollere Zerlegungsprodukt, z. B. Sauerstoff, das nicht beim Wärmeaustausch verunreinigt werden soll, wird dann durch in diesem Kältespeicherpaar untergebrachte Rohre herausgeführt. Auch diese Anordnung läßt sich mit der erfindungsgemäßen Anordnung vereinigen., indem die Rohrsysteme zum Anwärmen. des einzublasenden Teiles des Rohgases in demselben Kältespeicherpaar untergebracht werden.
  • Außerdem energetischen Vorteil der Kälteerzeugung bietet das Verfahren in der erfindungsgemäßen Anordnung noch weitere erhebliche Vorteile. Vor allem läßt sich die Gaszerlegung mit der erfindungsgemäßen Anordnung ohne Anwendung -eines Hochdruckkreislaufes zur Kälteerzeugung durchführen. Bei der einfachen Art, den «-eitaus größten: Teil der -erforderlichen Kälte durch die arbeitsleistende Entspannung der Turbinen in einem etwas über dem Sättigungsgebiet liegenden Temperaturbereich zu erzeugen, braucht nur noch eine geringe Kältemenge im Sättigungsbereich erzeugt zu werden, wozu die Drosselentspannung des nicht eingeschlossenen Teiles des Rohgases genügt. Als ein weiterer Vorteil erweist sich eine eigenartige Rückwirkung des Verfahrens in der erfindungsgemäßen Anordnung auf die Kältespeicher selbst. Natürlich wird der Temperaturverlauf in den Kältespeichern durch die Anwärmung des Einblasegases beeinflußt. Der Unterschied der Temperaturdifferenz zwischen ein- und austretendem Gas zwischen einem normalen Isältespeicher und einem Kältespeicher nach der Erfindung wird durch die Kurven a und b der Abb. i veranschaulicht. .'11s :@hszissen sind die Längen der Kältespeicher mit z. B. d. m eingetragen, wobei links das kalte Ende, rechts das -warme Ende des Kältespeichers angenommen ist; als Ordinaten sind die Temperaturdifferenzen zwischen dem eintretenden wärmeren Rohgas und dem austretenden kälteren Zerlegungsprodukt eingetragen. Die Kurve a entspricht einem normalen Kältespeicher und zeigt, daß am warmen Ende des Kältespeichers das austretende Zerlegungsprodukt 2,7y' kälter ist als das eintretende Rohgas. Diese Temperaturdifferenz, die auf dem nicht restlos möglichen Wärmneaustausch beruht, bedeutet einen ständigen Kälteverlust. Am halten Ende zeigt sich dagegen eine Temperaturdifferenz von .I°, d. h. das aus der Zerlegungsanlage austretende kalte Zerlegungsprodukt ist 4.° kälter als das in die Zerlegungsanlage eintretende abgekühlte Rohgas; dies hat zur Folge, daß die Sublimation der auf der Speichermasse als Reif ausgeschiedenen Verunreinigungen. z. B. Kohlensäure, nicht restlos erfolgt. Die Kurve b zeit den Temperaturverlauf bei einem Kältespeicher, hei dem das erfindungsgemäße Verfahren angewendet ist. Sowohl am warmen als auch am kalten Ende des Kältespeichers sind die Temperaturdifferenzen bei gleicher mittlerer Temperaturam differenz kleiner geworden und betragen etwa i C 'am -warmen bzw. 3.4' am kalten Ende. Das bedeutet, daß einerseits die Kälteverluste am warmen Ende der Kältespeicher erheblich kleiner ---erden, -wodurch fast o,51:cal/tns Rohgas (rund ein Viertel des gesamten Kältebedarfs) gespart ---erden können und daß andererseits die Sublimationsverhältnisse günstiger -werden. Es sei noch hinzugefügt, daß infolge der günstigen Kälteerzeugung auch die vor jeder Inbetriebnahme .erforderliche Abkühlung der Kältespeicher- und Zerlegungsapparatur weniger Zeit, etwa die Hälfte der bisherigen, erfordert.
  • Zwei Anwendungfälle des Verfahrens in der erfindungsgemäßen Anordnung -werden nachstehend an Hand der Abb. 2 und 3 beschrieben.
  • Durch Leitung i (Abb. 2) tritt das Rohgas, z. B. Luft, in die periodisch umschaltbaren Speicherpaare .@-A bzw. B-B mit einem Druck von etwa 5,5 ata ein, -während das -eine Zerlegungsprodukt, z. B. Stickstoff, durch das Kältespeicherpaar A-A und über Leitung 2, das andere Zerlegungsprodukt, z. B. Sauerstoff, durch das Kältespeicherpaar B;B und über Leitung 3 austritt. Das abgekühlte Rohgas tritt überLeitung d. in die z-v@eistufigeRel:tifiziersäule 5-6, mit Drucksäule 5 und Obersäule 6, ein. Eventuell mitgeführte Kohlensäure -wird in dem Sumpf 7 ausgewaschen und in dem Filter S vor Aufgabe der Flüssigkeit auf die Obersäule 6 ausgeschieden. Über Leitung o wird ein Teil des soeben eingeführten, noch nicht rektifizierten Rohgases, z. B. 20 bis 25°i0 desselben, unter dem bestehenden Druck entnommen und über die Leitungen 9°-9b auf die in den unteren Hälften der Kältespeicher untergebrachten Rohrsysteme io-io und i i-i i verteilt. Eine Umschaltun- dieser Rohrsysteme im Takt der Kältespeicherumschaltungen ist nicht unbedingt erforderlich. Die Rohrsystemne io-io und ii-ii sind so bemessen, daß das Rohgas in ihnen eine Anw ärmung um z. B. etwa 30° erfährt. Das angewärmte, immer noch nahezu unter Kompressordruck stehende Gas wird über die Leitungen 12d, 12b, 12' der Entspannungsturbine 13 zugeführt, in welcher es ungefähr auf den Druck der Obersäule 6 entspannt wird, wobei es eine Temperatursenkung von z. B. etwa 30° erfährt. Um die Eintrittstemperatur des Gases vor der Turbine genau einregulieren zu können, ist außerdem die, Umgangsleitung i.1 mit Ventil 15 vorgesehen, durch die ein. Teil des kalten Gases aus Leitung 9 direkt der Turbine 13 zugeleitet werden kann. Das entspannte, abgekühlte Gas wird über Leitung 16 in die Obersäule 6 in an sich bekannter `eise eingeblasen. Die Entnahme der Zerlegungsprodukte am Kopf und am Kondensator der Obersäule 6und die Weiterleitung derselben gehört nicht zum Gegenstand' der Erfindung, sondern erfolgt in bekannter Weise und wird daher nicht weiter beschrieben. Wichtig ist lediglich, daß ein Teil des kalten, kohlensäurefreien, unter Druck stehenden Rohgases im Wärmeaustausch mit den Zerlegungsprodukten verflüssigt und als Berieselungsflüssigkeit für die Rektifiziersäule verwendet -wird. Dieser Teil -wird im Falle des Beispiels über Leitung 17 der Drucksäule 5 entnommen und dem Verflüssiger 18 zugeführt, der mit den kalten Zerlegungsprodukten gekühlt -wird. Hierbei -wird die ständig neu erforderliche Flüssigkeit aus dem Rohgas ohne Zuhilfenahme eines Hochdruckkreislaufes erzeugt und über Leitung i9 dem Sumpf 7 zugeleitet.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Abb.3 stellt in zweifacher Beziehung eine Vereinfachung im Vergleich zu .dem Beispiel nach Abb. 2 dar. Erstens ist an Stelle der doppelten Rektifiziersäule 5-6 die einfache Rektifiziersäule 6 und zweitens an Stelle des zweiten Kältespeicherpaares B-B (Abb. 2) das doppelte auf das Kältespeicherpaar A-A verteilte Rohrsystem B'-B' (Abb. 3) getreten. Der Vorgang ist folgender: Das Rohgas tritt aus Leitung i über das Kältespeicherpaar A-A und. über Leitung .4 in den Kondensator i ä ein. Dieser Kondensator -wird durch das der Säule 6 flüssig entnommene Zerlegungsprodukt gekühlt, welches dabei gleichzeitig zum größten Teil verdampft -wird. In der Flüssigkeit 7 des Kondensators 18 -wird die restliche Kohlensäure aus dem Rohgas ausgewaschen, die vor Aufgabe der Flüssigkeit auf den Kopf der Säule 6 in den Filtern g-8 ausgeschieden wird. Von dem aus dem Kondensator 18 am Kopf abziehenden, nicht verflüssigten Anteil des Rohgases wird ,das Einblasegas über Leitung 9 entnommen, über die Leitungen 9a-9b dem Rohrsystem io-io zur Anwärmung zugeführt und gelangt dann über Leitung 12 zur Entspannun @gsturbine 13. Nach erfolgter Entspannung und Kühlung wird das Gas über Leitung 16 in die Säule 6 eingeblasen. Auch. hier ist die Umgangsleitung 14 mit Regulierventil 15 vorgesehen. Ein Teil des gereinigten, kalten Rohgases wird wiederum über Leitung 17 entnommen und nach Verflüssigung auf den Kopf der Säule 6 aufgegeben. Diese einfachereAusführungsformeinerZerlegungsanlage nach der Erfindung ermöglicht bei etwas geringerer Ausbeute die Gewinnung eines grundsätzlich ebenso reinen Zerlegungsproduktes wie die Ausführungsform nach Abb. 2. Es sind jedoch auch beliebige Kombinationen möglich, z. B. die Verbindung eines Zweisäulenapparates mit nur einem Kältespeicherpaar, in dem sowohl die Rohrsysteme für das reine Entspannungsprodukt als auch für das Einblasegas untergebracht sind, oder die Verbindung eines Einsäulenapparates mit zwei Kältespeicherpaaren. Ferner können an Stelle der Kältespeicherpaare sinngemäß auch Gegenströmer angewendet werden.
  • Abb. q. stellt eine ähnliche Anordnung wie A.bb. 2 dar, jedoch ist hier auf die Rohrsysteme io-io und i i-i i zur Anwärmung des Einblasegases verzichtet worden und statt dessen Idas Einblasegas .den Kältespeichern bei ioa und ija an einer verhältnismäßig warmen Stelle entnommen worden. Dafür fällt die Leitung 9 der Abb. 2 fort. Im übrigen bleibt die Anordnung die gleiche wie bei Abb. 2.
  • Abb. 5 zeigt einen schematischen Fall für die Anwendung der Erfindung, wenn es sich um die Gewinnung eines reinen, leichtsiedenden Produktes handelt. Kältespeicher sind schematisch durch die Zeichen AABB angedeutet. Das Rohgas tritt wiederum durch Leitung i in den Kältespeicher ein und wird durch Leitung q. in den, Rektifizierapparat eingeleitet. Das Einblasegas kann entweder durch Rohrsysteme angewärmt werden oder, wie in der Zeichnung dargestellt, dem Kältespeicher an geeigneter warmer Stelle entnommen werden. Es wird wiederum in der Turbine 13 entspannt, dagegen durch Leitung 16 nicht zwischen den Böden des Rektifizierapparates, sondern statt dessen über Leitung 2o in den, Kondensator 2i eingeblasen, in welchem das Schwersiedende unter gleichzeitiger Kondensation .des Leichtsiedenden verdampft. Bei dieser Anordnung läßt sich ein reines leichtsiedendes Gas gewinnen. Die Vorteile des Verfahrens mit der erfindungsgemäßen Anordnung werden auch in diesem Falle ausgenutzt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Gaszerlegung durch Rektifikation des in einer Kühlvorrichtung tiefgekühlten Gases in mindestens zwei Fraktionen, wobei ein Teil des Gases zu arbeitsleistender Entspannung und anschließender gasförmiger Einblasung in den Rektifikationsapparat entweder nach vollständiger Abkühlung in der Kühlvorrichtung entnommen und im Gegenstrom mit Rohgas wieder um einen bestimmten Teilbetrag angewärmt oder an entsprechend warmer Stelle der Kühlvorrichtung abgezweigt wind, gekennzeichnet durch die Verwendung von wechselweise umschaltbaren Kältespeichern als Kühlvorrichtung.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anwärmung innerhalb von Rohrsystemen erfolgt, welche sich im unteren (kalten) Teil der Kältespeicherbefinden.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrsysteme zum Anwärmendes einzublasenden Teiles des Rohgases auf beide Kältespeicherpaare (für die beiden Zerlegungsprodukte, z. B. Stickstoff und Sauerstoff) verteilt sind. q.. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrsysteme zum Anwärmen des einzublasenden Teiles des Rollgases nur in dem Kältespeicherpaar untergebracht sind, welches das mengenmäßig größere Zerlegungspradukt aufzunehmen hat. 5. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur für das eine Zerlegungsprodukt, z. B. Stickstoff, ein Kältespeicherpaar vorhanden ist und das andere Zerlegungsprodukt, z. B@. Sauerstoff, durch Rohrsysteme innerhalb dieses einen Kältespeicherpaares hinausgeführt wird, in dem ebenfalls die Rohrsysteme zum Anwärmen, des einzublasenden Teiles des Rohgases untergebracht sind. 6. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Anlage zur Gewinnung eines reinen, leichtsiedenden Produktes das Einblasegas in die Kondensatorleitung oder direkt in den, Kondensator eingeblasen wird. 7. Anordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Einrichtungen, in denen ein Teil des kalten, gereinigten und unter Druck stehenden Rohgases im Wärmeaustausch mit Zerlegungsprodukten verflüssigt und gegebenenfalls als Berieselungsflüssigkeit für die Rektifikationssäule verwendet wird. Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 762 175; USA.-Patentschriften Nr. 2 0891543, 2 122 238.
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