DE873979C - Verfahren zur Gruendung von Bauwerken mit Schwimmkaesten auf Pfaehlen - Google Patents
Verfahren zur Gruendung von Bauwerken mit Schwimmkaesten auf PfaehlenInfo
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Description
- Verfahren zur Gründung von Bauwerken mit Schwimmkästen auf Pfählen Die Erfindung bezieht sich auf ,die Herstellung von Bauteilen, .z. B. Kaianlagen, Molen, Wellenbrechern, Pieranlagen, Brückenpfeilern, mit Stahlbetonschwimmkästen, die zunächst zur Rammführung und alsArbeitsbühne für dieDurchführung der Rammun:g von Pfählen dienen und später selbst endgültige Bestandteile .des Baukörpers werden.
- Die Vereinigung von Senkkasten- und Pfahlrostgründung ist bekannt. Mit dieser zusammengesetzten Gründungsart kann man Dauwerkmassen einsparen und einewirtschaftlicheBaudurchführung erreichen.. Bei Anwendung des Gründungsverfahrens nach der Erfindung werden weitere Ersparnisse durch Vereinfachung der Bauweise erzielt. Die hierfür möglichen Bauvorgänge verlaufen dabei folgendermaßen: Wesentlich ist, daß die Schwimmkästen Durchbrüche besitzen, in welche die zu rammenden Pfähle eingefädelt werden, und zwar können dies die endgültig en Pfähle für den Pfahlrost sein. Diese werden nach .dem Einfädeln durch :den schwimmenden Senkkasten als Führung gerammt. Das Ausrichten und das Festlegen der Schwimmkästen in der planmäßig gewünschten Lage erfolgt in besonderen Verfahren derart, ,daß zunächst ein Teil der Pfähle, wie beschrieben, gerammt und der Kasten auf diese Pfähle abgesetzt wird, so daß er auf deren Kopf aufsitzt. Da während des Schwimmzustandes infolge von sich ändernden Wasserständen oder bei Sturm die Gefahr des Verkantens des Schwimmkastens besteht, soll dieser Bauzustand möglichst schnell .beendet werden. Die Gesamtlast der Kästen einschließlich Aufbauten und Nutzlasten beträgt ein Mehrfaches des Eigengewichtes. Es genügt daher ,zur vorläufigen Festlegung eines Schwimmkastens und zur Aufnahme von @dessen Eigengewicht nur ein entsprechender Teil der später erforderlichen Pfghlzahl. Nachdem der Kasten auf diesen wenigen Pfählen abgesetzt und in der endgültigen Lage festgelegt ist, werden anschließend die restlichen Pfähle .durch den Kasten als feste Führung gerammt und mit diesem verbunden.
- Die Variante der Gründung besteht darin, daß -der Schwimmkasten zunächst auf Hilfspfählen, die später wieder gezogen und durch endgültige Tragpfähle ersetzt werden, abgesetzt wird. Es werden z. B. nur vier Hilfspfähle eingefädelt und der Schwimmkasten durch eine besondere Vorrichtung an diesen angehoben und ausgerichtet. Erst dann werden .die endgültigenPfähle eingefädelt, gerammt und mit dem Sichwimmkasten fest verbunden. Die vier Hilfspfähle werden im Anschluß mit Hilfe der gleichen Vorrichtung gezogen und .durch endgültige Tragpfähle ersetzt.
- Durch diese Bauarten ergeben sich wesentliche Vorteile. Zunächst können die einzelnen Bauteile unbehindert durch Seegang- an Land hergestellt werden, so daß auf der Baustelle selbst ein schneller Baufortschritt erzielt werden kann. Die einzelnen Arbeitsvorgänge zurHerstellung der Bauteile sowie das Einschwimmen, Rammen und Absetzen derselben werden mechanisiert und so abgekürzt, daß sie in kurzen. Abschnitten günstiger Witterungs-und Tideverhältnisse durchgeführt werden können.
- Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, :daß kostspielige Arbeits- und Schalgerüste für die Ausführung der Ramm- und Betonierarbeiten fortfallen und eingespart werden. Gerade bei Bauwerken, die im Tidebetrieb hergestellt werden müssen, sind idie Schalungs- und Rüstarbeiten, erfahrungsgemäß besonders kostspielig *.und zeitraubend, und es ist stets mit Verlusten infolge plötzlicher Witterungsänderung zu rechnen.
- Aus den Zeichnungen sind die einzelnen Baustufen ersichtlich.
- Fig. i zeigt einen Schwimmkasten, der an Führungspfählen festgelegt ist, so daß er dem Tidehub folgen kann; Fig.2 zeigtdieAufsicht auf den Schwimmkasten; Fig. 3 zeigt die eingerammten Pfähle mit aufgesetztem Schwimmkasten; .
- Fig.-4, 4a und 4b zeige die Einrichtung zum Festlegen--des Schwimmkastens; Fig. 5 zeigt den durch Ausbetonieren der Durchbrüche im Schwimmkasten festgelegten Pfahlkopf. In den Schwimmkästen i (Fig. i) sind senkrechte Durchbrüche z angeordnet, in die die Pfähle 3 eingefädelt und dann später gerammt werden. Zunächst wind .befspielisweise an vier symmetrisch gelegenen Durchbrüchen des Schwimmkastens je ein Pfahl als Führungspfahl eingerammt, an dem ,der Schwimmkasten entsprechend dem wechselnden Wasserstand sich Theben und senken kann, also auch während des Rammens. Ist die erforderliche Anzahl von Pfählen zur Aufnahme des Kasteneigengewichtes gerammt, dann wird der Kasten wie folgt oder durch einen ähnlich wirkenden Arbeitsvorgang auf dieser ersten Pfahlgruppe abgefangen und ausgerichtet.
- An :der Oberseite der Schwimmkästen sind an zwei gegenüberliegenden Seiten der Durchbrüche für die Pfähle der vorläufigen Abstützung nach oben herausstehende Flacheisenanker 4 vorgesehen. An diesen Flacheisenankern 4 kann eine Traverse beispielsweise aus zwei senkrecht stehenden U-Eisen mittels Bolzen befestigt werden. Hierdurch werden die Durchbruchsöffnungen überbrückt, und der Schwimmkasten kann durch Einbau von hydraulischen Pressen 6 gegen diese Überbrückung abgestützt werden. Auf die Pfähle werden je nach Bedarf oben eine oder mehrere Unterlagen 5 aufgelegt, die zur Druckverteilung und zum Ausgleich von Hö!henuntenschieden sowie als Unterlage für die hydraulischen Pressen 6 dienen. Die Pressen werden zweckmäßig so gekuppelt, daß die Schwimmkästen an verschiedenen Seiten unterschiedlich hochgehoben oder gesenkt werden können. Wird etwa bei Flutwechsel :der Schwimmkasten :ungefähr auf .die endgültige Höhe gehoben, so werden, wie oben beschrieben, Pressen und Traversen eingebaut und unter Druck gesetzt. Je nach dem Absinken .des Wasserspiegels ruht jetzt der Schwimmkasten i ganz oder teilweise auf den Pfählen und läßt sich mit Hilfe der Pressen 6 auf die endgültige Höhe einstellen.
- Es werden dann die restlichen Pfähle gerammt und durch Ausbetonieren gegebenenfalls :unter Einbringung einer Rundstahlbewehrung 7 mit dem Kasten fest verbunden, wobei die Hohlräume zwischen .den Außenseiten der Pfähle und den Wandungen der Durchbrüche im Schwimmkasten sowie der über :den Pfählen liegende Teil der Durchbrüche mit Beton 8 ausgegossen werden, nachdem die Öffnungen an der Unterseite des Schwimmkastens gegebenenfallfs durch Taucher abgedichtet worden sind. Zur Erhöhung der Haftung .des eingepreßten Betons kann in bekannter Weise ,die Innenwand und die Außenseite der Pfähle mit Rillen oder ähnlichen die Haftung fördernden Einrichtungen versehen sein. Nach Erhärten des eingepreßten Betons werden an den zuerst gerammten Pfählen die Pressen 6- sowie die Traversen wieder ausgebaut, um bei anderen Bauteilen weiterverwendet ,zu werden. Die Verbindung dieser Pfähle mit dem Schwimmkasten erfolgt in der gleichen Weise wie zuvor beschrieben.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gründung von- Bauwerken mit Schwimmkästen auf Pfählen, dadurch gekennzeichnet, @daß zunächst einige lose, durch den Schwimmkasten laufende Pfähle eingerammt werden, .dann der Schwimmkasten auf diesen abgefangen und durch Richtmittel in die gewünschte Lage gebracht wird. Danach werden die restlichen Pfähle gerammt und durch Ausbetonieren, gegebenenfalls unter Verwendung von Stahleinlagen, fest mit dem Schwimmkasten verbunden. Nach Erhärten des Betons werden die Richtmittel auf den zuerst gerammten Pfählen ausgebaut und diese Pfähle ebenfalls durch Ausbetonieren fest mit dem Schwimmkasten verbunden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, :dadurch gekennzeichnet, daß die Rostpfähle in senkrechten, zylindrischen Durchbrüchen zunächst in den schwimmenden Kasten eingefädelt und bei durch die Gezeiten od.,dgl. bedingten Bewegungen desselben eingerammt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, :dadurch gekennzeichnet, .daß mit den. Pfahlköpfen durch auf ihnen angeordnete Hubmittel, wie hydraulische Pressen (6), die Lage des Schwimmkastens ausgerichtet werden kann.
- 4. Mittel zumAbstützen des Schwimmkastens auf den Pfählen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schwimmkasten Verankerungen, etwa Querträger (4), befestigt sind, die sich auf die Pfähle (3) aufsetzen.
- 5. Richtmittel zum Lagenausgleich des Schwimmkastens nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß auf den Pfählen (3) abnehmbare, hydraulische Pressen (6) angeordnet sind, die die Verankerungen (4) Untergreifen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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- 1951-07-22 DE DEH9185A patent/DE873979C/de not_active Expired
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