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Abstimmvorrichtung für Hochfrequenzempfänger Die Erfindung bezieht
sich auf Abstimmvorrichtungen für Hochfrequenzempfänger und betrifft insbesondere
Permeabilitätsabstimmvorrichtungen für Fernsehempfänger.
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Die im allgemeinen verwendeten Fernsehabstimmvorri.chtungen sind Superheterodyngeräte
und verwenden Frequenzdrehwähler, die Schalter zur Verbindung eins ersten und anderer
v orgestimmter Induktanzen in jedem Abstimmkreis betätigen. Solche Schaltvorrichtungen
s.i-nd nicht nur teuer, sondern ihre Kontaktflächen sind auch dem. Verschleiß und
der Korrosion ausgesetzt und damit Quellen von Geräusch und Fehlern. Andere Nachteile
der früheren Abstimmvorrichtungen lagen darin, daß ihre feinen Abstimmregel:ungen
gewöhnlich nur die Oszillatorstufen abgestimmt haben, so daß bei mehr als zwei abgestimmten
Kreisen eine gegenseitige Verstimmung nicht ausgeglichen werden kann.
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Nach der Erfindung wird eine Perme-abiil:itätsabstimmvorrichtung für
Fernsehempfänger v oirgeschlagen, die den Vorteil hat, daß -keine Schaltkontakte
für die zu wählenden Frequenzen Verwen!dung finden. Diese Vorrichtung ist ferner
billiger und wirkungsvoller als die früheren Abstimmvorrichtungen.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist ein Rahmen
mit zweiAbschlußplatten und einem waagerechten Chassis zwischen diesen Platten einen
Satz von vier Hülsen: mit darauf aufgewickelten Abstimmspulen für ein Niederfrequenzband,
die sich unter einer Seite des Chassis
befinden., und einen anderen
Satz von vier Hülsen mit Abstimmspulen für ein Hochfrequenzband auf, die sich unter
der anderen, Seite des Chassis befinden. Zwei flache Scheiben sind auf einer gemeinsamen
Welle befestigt, ,die zwischen den obere, Enden der Abschlußplatten verläuft, und
sind mit biegsamen Metallstreifen versehen. Die Enden der Streifen sind mit Abstimmkernhalterungsschienen
verbunden, wobei jeweils eine für jeden der beiden Sätze von Abstimrnspulen Verwendung
findet. Die Ab.stimmkerne sind an unter den Schienen vorstehenden Stangen in Flucht
mit dem Spuleninneren verbunden. Die Welle, .an der die Scheiben angebracht sind,
weist ein Kreissegment von verhältnismäßig großem Durchmesser auf; das an der Welle
befestigt ist iund sich nach unten erstreckt und dessen untere Kante zwischen einem
Paar Kreisscheiben auf .dem inneren Ende einer Abstimmwelle eingespannt ist, die
durch eine der Absch;l.ußplatten verläuft. Ein,. Schnur ist über eine Feder mit
den Enderi des Streifens auf dem Rad in der Nähe der Abschluß;platte befestigt,
durch die die AbstimmwelIe führt, -und ist um die Abstim-mwelle und um Laufrollen
gewickelt, die an den Abschlußplatten unter der Abs.timmwelle gelagert sind. Eine
andere Schnur dst über eine Feder mit den Enden des ,anderen Streifens verbunden
und um Laufrollen am unteren Ende der anderen AbschlußpIatte gewickelt.
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Eine BandschaltweIle erstreckt sich durch die Abstimmwal:le und .schaltet
die Schalter an einen oder den anderen der beiden. Abstimmspulensätze in den Kreis
zur Aufnahme im Hochfrequenz- oder Niederfrequenzband.
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Wird die Abstimmwelle in der einen Richtung gedreht, so werden. die
Kerne für einen Abstimmspulensatz im. ihre Spulen bewegt, während die Kerne für
den anderen Abstimmspulensatz aus ihren Spulen herausgezogen werden. Wird die Abstimmwelle
in der anderen Richtung .gedreht, 'so wird der Vorgang umgekehrt: Eine Eigenschaft
der Erfindung besteht darin, daß sich die Kerne' geradlinig und rechtwinklig zu
ihrer dazugehörigen Kernschiene und in Flucht mit den Achsen ihrer dazugehörenden
Abstimmspulen bewegen. Die Kernschienen bleiben an jeder Stelle ihrer Bahn parallel.
Deshalb bewegen sich die Kerne um die gleiche Strecke gegenüber ihren Spulen, so
daß die Kreise jedes Abstimmspulensatzes,durch den Einstellungsbereich der Ab.stimmwelle
ziehen.
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Die Erfindung hat außerdem den Vorteil, daß -die Kreiskomponenten
für jeden Spulens.atz auf der gleichen Seite des A-bstimmchassis wie die .dazugehörigen
Spulen angeordnet werden können, wodurch die Leitungslängen herabgesetzt .und die
Anordnung und Verdrahtung erleichtert wind. Außerdem .könnten alle Kreiskomponenten:
und ihre Verdrahtung fertiggestellt werden, bevor die Abschlußplatten und die Vorrichtung
zur Bewegung der Kerne .am Abstimmchassis angebracht werden. Dies erleichtert nicht
nur die Verdrahtung und den Zusammenbau, sondern die Vorrichtung zur Bewegung der
Kerne kann zur Wartung auch entfernt werden, ohne daß- der Gleichlauf der Abstimmkreise
gestört wird.
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Da sich bei der Drehung des Abstimmknopfes alle Kerne um die gleiche
Strecke bewegen, werden ,ihre Kreise automatisch mitgezogen. Da keine Zähne zum
Anhalten der Bewegung der Abstimmwelle bei. einer bestimmten Frequenz Verwendung
finden, kann .die Abstimmwel:Ie zur einen. oder der anderen Seite .der Markierungsscheibe
zur Feinabstimmung gedreht werden, ohne daß eine getrennte Feinabstimmung ,notwendig
ist.
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Somit werden nach der Erfindung der Aufbau vereinfacht, die Wirkungsweise
verbessert und die HersteIlungskostenvon Mehrfachbandhochfrequenzabstiunm'kreisen
'herabgesetzt.
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Ein, Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist in den Zeichnungen
dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine Draufsicht auf eine Fernsethabsti@mmvorrichtung
nach der Erfindung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Abstimmvorrichtung, Fig. 3 eine
Unbenansicht auf den Boden tder Abstimmvorrichtung, Fi.g. q. einen Schnitt längs
der Linie IV-IV der Fig. 2, Fi.g. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 6
und Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI der Fig. 2.
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Die Abstimmvorrichtung besteht aus einem waagerechten Chassis 9, an
dessen gegenüberliegenden: Seiten durch Schrauben io zwei senkrechte Platten i i
und 12 befestigt sind, die im wesentlichen oben und unten über das Chassisgleich
weit vorstehen. Eine Welle 13 sitzt in Aussparungen oben in den Platten ii und 12
und ist elektrisch an den Platten, durch Draihtfedern 1,4 und 15 geerdet, deren
Enden unter Ansätzen 16 rauf den Platten liegen. Sie sind über die Welle gespannt
und stehen mit ihr in Berührung. Zwei Scheiben 17 und 18 sind außerhalb der Platten
i i und 12 an der Welle 13.befestigt. Auf ihnen sind biegsame Metallstreifen 20
und 21 an Ösen i9 angebracht.
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Die Kernschienen 22 und 23 sind an den Enden der Streifen 2o bzw.
21 befestigt und weisen in der Nähe der Platten i i und 12 Hülsen 2q. aus elektrischem
Isolationsmaterial zur Isakerung der Schienen gegen die Platten auf. Das Chassis
weist iso@l.ierte Gummidurchführungen 26 auf, die in Abständen in Öffnungen auf
der einen Seite des Chassis unter der Schiene 22 sitzen. Ähnliche isolierte Durchfiihru.ngen
27 sitzen in Löchern auf der gegenüberliegenden Seite des Chassis unter der Schiene
23. Die oberen Enden der Hülsen 30, 30a, 3 ob und 30c aus Glas od. dgl. elektrischem
Isolationsmaterial sind in die Isolationsdurchführungen 26 streng eingepaßt, so
daß .die Hülsen von ihnen gehalten werden. Die oberen Enden ähnlicher Hülsen 31,
31a, 31b und 31c sind in Durchführungen 27 zur Halterung fest eingepaßt.
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Die Hülsen 30, 30a, 30b und 30' sind mit schraubenförmig aufgewickelten
Spulen 32, 3-2a,
32b und 32F versehen, die jeweils eine entsprechend
große Anzahl von Wicklungen zur Abstimmung des 54- bis 88-MHz-Fernsehbandes haben.
Auch die Hülsen 31, 3,a, 3,b und 3ic besitzen schraubenlinienförmig aufgewickelte
Spulen 33. 33a, 33b bzw. 33e mit einer entsprechend geringeren Anzahl von
Wicklungen für die Abstimmung des 17d.- bis 216-MHz-Bandes.
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Eine Metallabschirmplatte 38 ist mit ihrem oberen Ende am Chassis
befestigt und führt senkrecht nach unten zwischen die Hülsen 30 und 30a sowie
31 und 31a. Eine ähnliche Abschirmplatte 39 ist ebenfalls -an ihrem oberen Ende
mit dem Chassis verbunden und führt senkrecht nach unten zwischen die Hülsen 30b
und 30c sowie 31b und 31a.
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Getrennte Blöcke 34 aus Glas od. dgl. eIektrischem Isolationsmaterial
sind an der Schiene 22 über .den Hülsen 30, 30a und 30b bzw. 30c und ähnliche Blöcke
35 an der Schiene 23 in der Mitte über den Hülsen 31, 31a, 31b sind 31C befestigt.
-Die oberen; Enden der die Kerne tragenden Stäbe 36 sind in die Blöcke 34 eingeschraubt,
während die oberen Enden ähnlicher Stangen 37 in die B1bcke 35 eingeschraubt sind.
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Zylindrische, ferromagnetische Kerne 40, die aus verkittetem, pulverisiertem
Eisen bestehen können, sind an den unteren Enden der mit Gewinden versehenen Stangen
36 befestigt und weisen einen etwas geringeren Durchmesser als das Innere der Hülsen
30, 30a, 3 ob, und 30c auf, so @daß sie sich frei darin bewegen können. Ähnliche
Kerne 41 sind an den unteren Enden der mit Gewinde versehenen Stangen 37 befestigt
und weisen ebenfalls einen etwas geringeren Durchmesser als der Innendurchmesser
der Hülsen 31, 31a, 31b und Sie auf, so daß sie in diesen frei beweglich sind.
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Eine Abstimmwelle 44 ist an der Abschlußplatte i i verzapft und weist
.auf ihrem inneren Ende ein Paar eng benachbarter Scheiben 45 aus fe1derndem Metall
auf, zwischen die die untere Kante der Platte 46 greift, welche aus einem Kreissegment
besteht. Dieses Kreissegment ist an einer auf der Welle 13 befestigten Nabe 47 angebracht.
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Die Hallen 48 und 49 sind .an den Enden des Streifens 2o befestigt.
Eine Schnur 5.o ist mit einem Ende am Haken48 befestigt und läuft über eine Rolle
51 und einen an .der Abschlußplatte i i befestigten Stift 52, die Welle
44 und eine Rolle 53, welche ebenfalls an der Abschlußplatte .befestigt ist.
Mit ihrem anderen Ende ist die Schnur an, einer Schraubenfeder 54 befestigt, deren
anderes Ende am Haken 49 eingehakt ist.
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Der Streifen 21 weist an seinen Enden Haken 56 .auf, von denen einer
unmittelbar mit der Schnur 57 und der andere über eine Schraubenfeder 58 mit dieser
über die beulen Rollen 59 an der Abschlußplatte 12 laufenden Schnur verbunden ist.
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Wird die Abstimmwelle 44 durch den an ihrem äußeren Ende sitzenden
Knopf 6o ,gedreht, so dreht sie über die Scheiben 45 die Segmentplatte 46, welche
die Welle 13 in Drehung versetzt. Bei einer Drehung -der Welle 13 werden die Scheiben
17 und 18 gedreht, welche über die Streifen 2o und 21 die die Kerne tragenden Schienen
22 und 23 in Bewegung setzen, wobei die eine Schiene nach oben und die andere Schiene
nach unten, abhängig von der Drehrichtung der Absti.mmwelle läuft.
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Wird die Schiene 22 nach unten bewegt, so werden die Kerne 40 weiter
in die Hülsen 30, 30a, 30b und 3oc gesenkt, wodurch die wirksame Induktanz ihrer
Spulen 32 bis 32C wächst. Wird die Schiene 22 nach oben bewegt, so werden die Kerne
40 aus ihren Spulen 32, 32a, 32b und 32C herausgehoben und die wirksame Induktanz
dieser Spulen herabgesetzt.
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In gleicher Weise bewegen sich die Kerne 41 bei einer nach unten gerichteten
Bewegung der Schiene 23 weiter in die Hülsen 3i, 31a, 31b ,und 31C hinein, und die
wirksame Induktanz ihrer Spulen 33 bis 33C wächst. Wird die Schiene 23 nach oben
bewegt, so- werden die Kerne 41 aus ihren Spulen 33, 33 a, 33b und 33C herausgezogen,
und die wirksame Induktanz dieser Spulen sinkt ab.
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Die Scheibe 17 weist einen kreisförmigen Schlitz 62 auf, in den ein
von der Platte i i vorstehender Ansatz 61 hineinragt und die Bewegung der Scheibe
17 begrenzt, Befindet sich der Ansatz 61 an einem Ende des Schlitzes 62, so ist
eine der die Kerne tragenden Schienen. in ihre äußerste obere Stellung gehoben,
während die andere Schiene in ihre äußerste untere Stellung gesenkt ist. Befindet
sich der Ansatz 61 am anderen Ende des Schlitzes 62, so ist die andere Kernschiene
in ihre äußerste obere Stellung gehoben, während die zuerst genannte Schiene sich
in ihrer äußersten unteren Stellung befindet.
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Die Spulen 32, 32a, 32b und 32C können so in Resonanz bei verschiedenen
Frequenzen im 54- bis 88-MHz-Band .abhängig von der Stellung der Kerne 40 gegeneinander
gebracht werden. Beispielsweise kann die Spule 32e die Eingangäspu.le für
eine Hochfrequenzverstärkerröhre für .das Frequenzband 7 bis 13 sein, die Spule
33 kann die Oszillatorabstimmsp.ule für die gleichen Frequenzen sein, und die beiden
mittleren Spulen 33b und 33" können die Anodenabstim@mspule des Hochfrequenzverstärkers
und die Eingangsspule für den Modulator für die Frequenzen 7 bis 13 sein.
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Eine zylindrische Metallabschirmung 65 für eine Hochfrequenzverstärkerröhre
ist auf dem Chassis 9 über der Abschirmplatte 39 und eine ähnliche Abschirmung 64
für eine Röhre, die als kümbinierter Modulator und Oszillator .dient, auf dem Chassis
über der Abschirmplatte 38 montiert.
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Die unter Federspannung stehenden Schnüre 5o und 57, die an den Enden
der Streifen 2o bzw. 21 befestigt sind, sorgen dafür, daß die die Kerne tragenden
Schienen.22 und 23 sich immer parallel zueinander und zur Welle 13 bewegen, so daß
sich die Abstimmkerne 40 und 41 über ihren ganzen Einstellbereich bezüglich .ihrer
Spulen um die gleichen Strecken verschieben. Außerdem unterstützt die um die Abstimmwelle
44 gelegte Schnur 5o die Wirkung der Federscheiben 45 und des Segments 46 bei der
Bewegung der Streifen 20 und :?i, wenn die Abstimmwelle gedreht wird.
Die
Stangen 36 und 37, an denen die Abstimmkerne 4o und 41 befestigt sind, können in:
den Blöcken 34 und 35, in :denen sie durch ein Gewinde geführt sind, zum getrennten
Heben oder Senken der Kerne gedreht werden, damit ihre Abstimmkrei.se mitgenommen
werden.
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Um die Abstimmvorrichtung .abwechselnd auf die Frequenzbänder 2 bis
6 oder auf die Frequenzbänder 7 bis 13 abstimmen zu können, ist ein Schaltmechanismus
zum Anschalten der Spulen 32, 32a, 32b und 32c an ihre dazugehörenden Kreise und
zum Abschalten der Spulen 33, 33a, 33b und 33°-von den gleichen Kreisen:, wenn die
Frequenzbänder im 2- bis 6-Frequenzband ausgewählt werden sollen, und zum Abschalten
.der Spulen 32, 32a, 32b und 32c von ihren Kreisen und zum Anschalten der Spulen
33, 33 a, 33b und 33c an diese Kreise vorgesehen, wenn die Frequenzen im 7- bis
13-Frequenzband zu wählen sind. Diese Vorrichtung weist einen Knopf 7o auf, der
@am äußeren Ende einer Bandschaltwelle 71 befestigt ist. Diese Welle 71 sitzt in
,der Abstimmw@elle 44 ,un,d weist an ihrem inneren Ende einen oberen Schaltarm 72
mit einem gegabelten äußeren Ende auf, das über einen nach außen gebogenen Ansatz
73 am oberen Ende eines unteren Schaltarmes 74 greift. Dieser Arm 74 sitzt auf einer
drehbaren Schaltwelle 75 aus elektrischem Isolationsmaterial, die -durch die Abschlußplatte
11 und die Abschirmplatten 38 und 39 führt und darin drehbar gelagert ist.
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Eine Feder 78 ist mit ihrem einen Ende .um die Welle 71 :gewickelt
und mit ,ihrem anderen Ende um einen Ansatz 79 am unteren Schaltarm 74 gehakt. Sie
-dient dazu, die Bandschaltwelle 75 und die darauf sitzende Vorrichtung von der
2- bis 6-Frequenzbandstellun:g in die 7- bis 13-Frequenzbandstellung zu rücken,
wenn der Bandwählerknopf 6o nach Fi@g.4 gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, und
die Bandschaltwelle und die darauf sitzende Vorrichtung aus der 7- bis 13-Frequenzbandstellu:ng
in .die 2- bis 6-Frequenzibanidstellung ,zu rücken, wenn der Bandwählerknopf im
Uhrzeigersinn gedreht wird. Die beiden Anschläge 8o und 81, die .an der Abschlußplatte
11 :auf gegenüberliegenden Seiten des unteren Schaltarmes 74 vorstehen, begrenzen
die Bewegung des Armes 74 beim Schalten. von einem Bereich auf .den anderen.
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Ein Schaltblättchen 82 aus Isolationsmaterial. ist durch Abstandstücke
89 an :der Vorderseite der Abschirmplatte 39 befestigt und weisst Schleifkontakte
96 auf, die mit Metallsegmenten: 83 :auf einer kreisförmigen Scheibe 84 aus Isolationsmaterial
in Berührung stehen. Die Scheibe 84 ist in ihrer Mitte mit der Welle 75 verbunden
und dreht sich in einer kreisförmigen Öffnung in der -Mitte des Schaltblättchens
82. Das Metallsegment und die Schleifkontal-,te dienen zum Anschalten der Spule
32c auf ider Hülse 30c im Eingangskreis der dazugehörenden Hochfrequenzverstärkerröhren,
wenn der Bandschaltknopf 6o in die 2- bis 6-Frequenzbereichstellunggedreht wird,
wobei .zu gleicher Zeit die Spule 33c auf der Hülse 31c von :diesem Kreis abgeschaltet
wird. Sie dienen: außerdem dazu, die Spule 33e Im -Eingangskreis der Hochfrequenzver.stärkerröhre
anzuschalten, wenn der Bandschaltk :nopf in die 7- bis z3-Frequen.zbereichstellung
gedreht wird, wobei gleichzeitig die Spule 32a abgeschaltet wird.
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Es lassen sich zusätzlich weitere Schleifkontakte verwenden; zur Vereinfachung
:der Zeichnung wurden sie jedoch nicht weiter dargestellt. Dies trifft auch für
die Schalüblättchen für die anderen Abstimmkreise zu, die im folgenden beschrieben
werden sollen.
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Ein ähnliches Schaltblättchen 85 ist durch Abstandstücke 86 auf der
anderen Seite: der Abschirmplatte 39 befestigt .und weist Schleifkontakte 9611 (Fig.
3) auf, die mit Metallsegmenten 87 auf einer kreisförmigen Scheibe aus Isolationsmaterial
in Berührung stehen. Diese Scheibe ist in -der Mitte an :der Welle 75 befestigt
und dreht sich in einer kreisförmigen Öffnung in der Mitte des Blättchens 85. Das
Metallsegment und die Schleifkontakte dienen zur Ansch.altung .der Spule 32b im
Anodenkreis ider Hochfrequenzverstärkerröhre, wenn der Bandschaltknopf in die 2-
bis 6-Frequenzstellung , b Von ,edreht wird, wobei gleichzeitig- die
SPule 33
diesem Kreis abgeschaltet wird. Ferner dienen sie zum Anschalten
der Spule 33b im Anodenkreis der Hochfrequenzverstärkerröhre, wenn der Bandschaltknopf
.in die 7- bis 13-Frequenzbereichsteldunggedreht wird, wobei gleichzeitig die Spule
32b von diesem Kreis abgeschaltet wird.
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Ein ähnlIches Blättchen. go ist über Abstandstücke gi ,an der Abschirmplatte
38 befestigt und weist Schleifkontakte 96b auf, die mit den Metallsegmenten 92 auf
einer kreisförmigen Scheibe aus Isolationsmaterial in Berührung kommen, welche in
ihrer Mitte mit der Welle 75 verbunden ist und in einer kreisförmigen Öffnung in
der Mitte des Blättchens go gedreht wird. Die Metallsegmente und die Kontakte dienen
zum Anschalten der Spule 32a im Eingangskreis der Modttlatorröhre, wenn der Bandschaltknopf
70 in die 2- bis 6-Frequenzbereichstellung gedreht wird, wobei gleichzeitig
die Spule 33a von diesem Kreis ,abgeschaltet wind. Sie dienen ferner :dazu, die
Spule 33a im Eingangskreis an die Modulatorröhre anzuschalten, wenn der Bandwählerknopf
in .die 7- bis 13-Frequenzbereichstellung gedreht wird, wobei gleichzeitig die Spule
32a von diesem Kreis abgeschaltet wird.
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Ein ähnliches Schaltblättchen 94 ist durch Abstandstücke 95 an der
äußeren Seite der Abschirrnplatte 38 befestigt und weist Schleifkontakte 96c auf,
die in Berührung mit den Metallsegmenten 97 auf entgegengesetzten Seiten einer kreisförmigen
Scheibe aus Isolationsmaterial in Berährung steh-en, die in ihrer Mitte an der Welle
75 befestigt ist und in einer kreisförmigen Öffnung im Blättchen 94 gedreht wird.
Die Kontakte .und Segmente dienen zum Anschaltender Spule 32 im Oszi.llatorkreis,
wenn der Bandschaltknopf in die 2- bis 6-Frequenzbereichstellung gedreht wird, wobei
gleichzeitig die Spule 33 von diesem Kreis abgeschaltet wird, und dienen ferner
dazu, die Spule 33 im
Oszillatorkreis anzuschalten, wenn der Bandwählerschalter
in die 7- bis 13-Frequenzbereichstellung gedreht wird, wobei gleichzeitig die Spule
32 von diesem Kreis abgeschaltet wird. Beim Betrieb wird zuerst, wenn die Abstimmvorrichtung
auf eine Frequenz im 2- bis 6-Frequenzband abgestimmt werden soll, der Bandwählerschalter
70 im Uhrzeigersinngedreht, so daß die Spulen 32, 32a, 32b und
32c in den Eingangs-, Hochfrequenzröhrenanoden-, Modulator- und Oszillatorkreis
eingeschaltet und die Spulen 33, 33a, 33b und 33c von diesen Kreisen abgeschaltet
werden. Dann werden bei einer Drehung des Abstimmlcnopfes 6o die Frequenzen im 2-
bis 6-Frequenzband abgestimmt, wobei bei einer Drehung des Knopfes 6o im Uhrzeigersinn
sich die Abstimmkerne 40 -weiter in die Spulen 32, 32a, 32b und 32c senken und die
abgestimmten Kreise bei niedrigeren Frequenzen in Resonanz kommen und auf diese
Frequenzen abgestimmt werden. In gleicher Weise wird bei einer Drehung des Knopfes
6o gegen den Uhrzeigersinn bewirkt, daß sich die Kerne q.o aus den Spulen 32, 32a,
32b und 320 heraushewegen., so. daß die abgestimmten Kreise bei höheren Frequenzen
in Resonanz kommen und auf Stationen mit höheren Frequenzen abgestimmt werden.
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Will man auf eine Frequenz im 7- bis 13-Frequenzband abstimmen, so
wird der Bandwählerknopf gegen den Uhrzeigersinn gedreht, um die Spulen 33, 33a,
33' und 33c in die Abstimmkreise einzuschalten und die Spulen 32, 32a, 32b
und 32c von diesen Kreisen abzuschalten. Dann werden bei einer Drehung des Abstimmknopfes
6o die Frequenten im 7- bis 13-Frequenzband abgestimmt, wobei bei einer im Uhrzeigersinn
erfolgenden Drehung des Knopfes 6o die Abstimmkerne 41 aus den Spulen 33, 33a, 33b
und 33c herausgezogen werden, wodurch die Abstimmkreise bei höheren Frequenzen in
Resonanz kommen, so daß sie auf Frequenzen im 7- bis 13-Frequenzband abgestimmt
werden. Eine Drehur des Knopfes 6o gegen, den Uhrzeigersin.n verschiebt die Kerne
41 in die Spnzlen 33, 33a, 33' und 33c, wobei die Abstimmkreise bei niedrigeren
Frequenzen in Resonanz kommen und auf .die niedrigeren Frequenzen abgestimmt werden.
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Eine geeignete Ziffernscheibe kann zur Anzeige dienen, wenn verschiedene
Frequenzen gewählt werden. Da die Abstimmwelle nicht durch Zähne in den Frequenzstellungen
angehalten wird, wie es bei Fernsehgerätabstimmvorrichtungen der Fall ist, ergibt
sich durch die Drehung des Abstimmknopfes etwas hinter seiner Frequenzmarkierung
zuerst in der einen und dann in der anderen Richtung eine Feinstabstimmun.g aller
vier Abstimmkreise,was zu einem kräftigeren Zeichen führt als es durch Ferasehabstimmv
orrichtungen vorgesehen wird, bei denen die Feinabstimmung durch Konden:satoren
in den Oszillatorkreisen erfolgt und die so eingestellt werden können, daß der Oszillatorkreis
nur einen der anderen abgestimmten Kreise mitzieht.
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Da die beiden Abstimmspulensätze auf gegenüberliegenden Seiten des
Chassis so liegen, daß der Bandschalter dazwischen zu liegen kommt, können Komponenten,
wie die zu jedem Spulensatz gehörenden Kondensatoren und Widerstände, auf der gleichen
Seite des Chassis wie die dazu gehörenden Spulen angeordnet werden, wodurch -die
Drahtlängen vermindert werden. Die gesamte Verdrahtung kann vor dem Zusammenbau
der Abschlußplatten i i und 12 und der die Kerne bewegtuenden Vorrichtung fertiggestellt
werden, so daß ein leichter Aufbau und eine leichte Verdrahtung der elektrischen
Bestandteile vorgesehen wird. Außerdem kann die fertige Vorrichtung zur Bewegung
der Kerne leicht vom Chassis ab- und wieder anmontiert werden, ohne den Gleichlauf
der Abstimmkreise zu stören. Falls eine Wartung notwendig ist, erfolgt diese nach
Entfernen :der vier Schrauben io, dem Wegnehmen der Welle 44 und dem Abheben :der
gesamten Vorrichtung vom Chassis.
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Obwohl eine Abstimmvorrichtung mit die Spulen tragenden Hülsen beschrieben
wurde, bei der sich diese Hülsen unter dem Chassis befinden, ist die Erfindung nicht
auf diese Anordnung beschränkt, da die Abstim:mvorrichtung auch umgekehrt oder in
anderen Stellungen zufriedenstellend arbeitet.