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Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Kohle oder anderen Mineralien
Zur Gewinnung von Kohle hat man vorgeschlagen, :einem Strebförderer, z. B. Mitnehmerförderer,eine
sich :etwa ;auf die Streblänge er, streckende Schrämkette vorzuschalten oder die
Mitn:ehmer des Strebförderers selbst mit Schrämiverkzeugen auszurüsten. Dabei werden
diese Schrämwerkzeuge durch den Förderer in den Schram nachrückende Vorschubvorrichtungen
ran den Abbaustoß angedrückt. Kennzeichnend für derartige Abbauverfahren ist das
gleichzeitige Unterschräm@en des Abbaustoßes auf der ganzen Streblänge. Dierartige
Verfahren haben sich bislang in der Praxis nicht einführen. können. Trotzeines ;großen
erforderlichen Kraftaufwandes ist hierbei nur ein geringer Abbaufortschritt zu erzielen.
Außerdem 'besteht, z. B. bei unebener Flözsohle bzw. nicht geradlinig verlaufendem
Schrämschlitz, die Gefahr, daß die Schrämkette @o-der das Fördermittel festgeklemmt
werden. Dies weiteren können sich namentlich bei größerer- Flözrnächtigkeit durch
gleichzeitiges Hereinbrechen der Obierkohle auf die ganze Flözlänge :oder auf einen
größeren Teil :derselben starke Überlastungen des Förderers und seines Antriebes
hergeben.
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Bei Strebförderern mit niebeneinanderliegenden Trumen hat man bereits
vor Jahrzehnten vorgeschlagen,, die in seitlich offenen Rinnen bewegten Mitn@ehmer
an ihren äußeren Enden mit Schrämwerkzeugen zu verseben, um ,auf diese Weise durch
die Mitnehmer selbst :einen Schram in dier Kohle herzustellen, in welchem der Förderer
nachgerückt wird. Das Verlegen des Strebförderers sollte hierbei durch seinen von
:einer Versatzmaschine oder von :einem am Ende des Strebs aufgestellten Haspel gezogenen
Rückschlitten in einem in Streblängsrichtung fortschreitenden Zuge erfolgen, wobei
jeweils
nur in, einem kleinen Teilbereich der Streblänge die Schrärnwerkzeuge bzw. idie
Kanten der Mitnehmer zum Eingriff in clen Abbaustoß gebracht werden. Auch Förderer
dieser Art erfordern leinen sehr hohein. Kraftaufwand. Sie besitzen darüber hinaus
aber noch den- erheblichen Nachteil; daß der Abbiaufortschritt :sehr klein ist,
@dg. die, wenigen im Eingriff befindlichen Schrämw -erkzeuge nur mit einer ,.geringen
Geschwindigkeit bewegt werden können.
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Dille Erfindung hat sich die Aufgable gestellt,, diese Nachteile zu
beseitigen. Sie geht nun von dem Verfahren aus, bei welchem dem Strebförderer eine
indessen Längsrichtung geführte, sich @etwa auf die Streblänge erstneckende Schrämkette
vorgestChaltet ist, welche durch Iden Förderer in den Siehram nachrückende Vorschubvorrichtungen.
,an denn Stoß, jangedrückt wird. D0.e beschriebenen Nachteile der vorbekannten Einrichtungen
werden erfindungsgemäß dadurch in neinfacher Weise vermieden, @daß die Schrämwerkzeuge
der Schrämkette durch Verlegung des Strebförderers in einem in Streblängsrichtung
fortschreitenden Zuge jeweils nur in seinem kleinen Längenbereich zum Angriff an
den Abbaustoß ,gebracht werden. Dlurch die von der Erfindung vorgeschlagene Kombination
einer dem Förderer vorgesichalteten besonderen Schrämkette und der Beschränkung
des Arbeitsbereiches der Sichrämkette auf .einen kleinen Teilbereich der Streblänge
wird ein Gewinnungsverfahren ermöglieht, welches im Gegensatz zu den vorbeannten
Vorschlägen nur seinen geringen Kraftaufwand benötigt. Gerade idieses. Verfahren
ermöglicht durch entsprechende Vergrößerung der Schnittges.chwindigkeit der Sichrämwerkzeuge
einten großen Abbaufortsichritt. überlastungen des Förderers können im Regelfall
dabei nicht eintreten: Für das Verfiahroen nach der Erfindung können Förderier verscMedener
Bauart bienutzt werden. Voraussetzung isst: nur die, @daß sie eine kurvenartige
Verl?egumg zulassen. Diüese Möglichkeit ist bei den bekannten Mitnehmerförderern;
die :aus gelenkig miteinander verbundenen Schüssen bestehen, ohne weiteres geggeb
en.
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Eine besionders. vorteilhafte Vorrichtung großer Leistung wird erzielt
durch die Verwendung von Mitnehmerfördemenn .aus ;gelenkig miteinander verbunden
Schüssen rund übereinanderliieggenden Trumen, welchen erfindungsgemäß eine Schrämkette
mit iebenfalls über:cimanderliegenden Tr-tunen vorgeschaltet wird, ideren Führungsgehäuse
entsprechend dex Tieilung,de ,s Förderers aus mit dessen Schüssen verbundenen Teilstücken
besteht. Förderer und Schrärnvorrichtung erhalten zweckmäßig die, gleiche Bauhöhe,
die sehr gering gehalten werden kann. Die Sch .ämleette kann einen besonderen Antrieb
erhalten,: doch ist ies im Regelfall zweckmäßiger, dies. Antrieb von demjenigen
des Förderers iäbzüleitem;, wie dies ian sich bekannt ist.
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In dien .Zeichnung ist die Erfindung an seinem Aus,f üfühiungsbeispiieldargestellt.
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Fig. r und- z zeigen :das Verfahren -nach der Erfindung !unter Verwendung
eines Diopp-elkettenkratzerförderers ,mit i'tbereinanderliie#genden Trumen. Gemäß
dem dargestellten Ausführungsbeispiel beseht der etwa parallel zum Kohlenstoß, ;angcor!drneve
Förderer ainseiner größeren Anzahl gelenkig miteinander verbundener Schüsse r. Auf
der dem Abbaustoß-zugekehrten Längsseite dieser Schüsse sind übemeinandexliegenide
Führungen 2 für die gleichfalls übereinander . angeordneten Trum einer Schrämkette
g vorgesehen. Diie Platte 5 bildet idie obere Begrenzung der Schrärnkettenführung
und übergreift auch die Kette des Förderers. Der Antrieb der Schrämkette erfolgt
von den `Endstationen des Förderers aus; und zwar entweder von dem gleichen Antriebsmotor,
gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines üblersetzungsgetriebes und von Ausrückkupplungen,
ioderdurch einen gesonderten Antrieb. Auf der dem Kohlenstoß abgekehrten Sielte
des Förderers ist ein Rückschlitten q, keiliger Grundform geführt, welcher sich
rückseitig gegen im Streb verspannte Widerlager, z. B: gegen den Ausbau, abstützt.
Der Rückschlitten kann mittels einer nicht dargestellten, um Ende des Strebs aufgestellten
Windeloder durch .den Antrieb des Förderers in Längsrichtung des Strebs bewegt werden.
Dias Verlegen des Förderers kann auch _ durch auf die Länge ,des Förderers verteilt
angeordnete Drwckluftzylider oder hydraulisch arbeitende 7,ylinder erfolgen. Die
Zylinder können sich rückwärts ,gegen im Abbaustreb verspannte Widerlager, z. B.
Spneizsteinpel, abstützen, wobei diese Widerlaxer nach Entlastung von der Vors,chubvorrichtung
selbsttätig nachgeholt werden können. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, -befindet
sich jieweils nur der ider Andruckfläche des Rückschlittens gegenüberliegende Abschnitt
x der Schrämlkette im Eingriff mit der Kohle, so ,daß nur entsprechend,deim Fortschreiten
des Rückschlittensder Schrämischlitz hergestellt wird. Die Höhe des Schrämschlitzes
entspricht der Höhe des Förderers, so daß letzterer ;gleichzeitig mit dem Andrücken
der Schrämkette unter Iden unterschrämten Teil der Kohle geschoben wird.
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Zweckmäßig erfolgt der Antrieb der Schrämkette g bzw. seine getriebliche
Verbindung mit idem Antrieb des Förderers so, daß sowohl die Geschwindigkeit der
Schrämkette unabhängig von derjenigen des Fördervers :geändert ;als auch die Drehrichtung
umgekehrt werden kann. Blei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist es im allgemeinen
am zweckmäßigsten für die Abförderung des Schrämkleins, wenn die Schrämkette gegenläufig
zu :den Mitniehmerkettien des Förderers bewegt wird, so daß also der Untertrum der
Schrämkette in Förderriahtung bewegt wird.
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Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung sind besonders
gut für geringmächtige Flöze ;geeignet.