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DE879929C - Piezoelektrischer Schwinger - Google Patents

Piezoelektrischer Schwinger

Info

Publication number
DE879929C
DE879929C DES23139A DES0023139A DE879929C DE 879929 C DE879929 C DE 879929C DE S23139 A DES23139 A DE S23139A DE S0023139 A DES0023139 A DE S0023139A DE 879929 C DE879929 C DE 879929C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bodies
oscillating
vibrating
vibrating body
vibrator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES23139A
Other languages
English (en)
Inventor
Clemens Dipl-Ing Probst
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES23139A priority Critical patent/DE879929C/de
Priority to DES26147A priority patent/DE920103C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE879929C publication Critical patent/DE879929C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B06GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS IN GENERAL
    • B06BMETHODS OR APPARATUS FOR GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS OF INFRASONIC, SONIC, OR ULTRASONIC FREQUENCY, e.g. FOR PERFORMING MECHANICAL WORK IN GENERAL
    • B06B1/00Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency
    • B06B1/02Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy
    • B06B1/06Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction
    • B06B1/0607Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction using multiple elements
    • B06B1/0611Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction using multiple elements in a pile

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

  • Piezoelektrischer Schwinger Als piezoelektrischerSchwinger «-erden schwingfällige Körper bezeichnet, die beim Vorhandensein einer elektrischen Spannung zwischen gegenüberliegenden Flächen ihre äußere Form verändern. Abgesehen von Biegeschwingern, die meist stabförinig ausgeführt sind, sind solche Schwingkörper fast durchweg scheibenförmig und auf ihren Scheibenflächen mit Elektroden zum Zuführen der Spannung versehen. Bei scheibenförmigen Schwinern, die auch als Dickenschwinger bezeichnet werden, ergeben sich Dilatationen oder Kompressionen je nach dem Vorzeichen der elektrischen Spannung an den Elektroden bzw. an den Flächen der Schwingkörper. -Man unterscheidet natürliche Piezoschwinger, Kristalle, z. B. aus Quarz, und künstliche, z. B. aus Bariumtitanat. Wird an einen piezoelektrischen Schwingkörper eine Wechselspannung gelegt, deren Frequenz mit der elastischen Eigenfrequenz !V des Schwingers, die dieser auf Grund seines Elastizitätsmoduls c, seiner Dichte o und seiner Dicke d nach der Formel hat, so besteht Resonanz, und der Schwingkörper kann je nach Höhe der angelegten Spannung beträchtliche Amplituden erreichen.
  • Man nutzt die piezoelektrische Eigenschaft der Schwingkörper für verschiedene Anwendungszwecke aus, z. B. für die elektrisch-akustische Schallumwandlung, in der Nachrichtentechnik, zur Behandlung von Mensch oder Tier in der Medizin und zum Behandeln eines Gutes in der Technik. Besonders im letzten Fall werden die Schwingkörper zur Erzielung großer Leistungen zu großen Amplituden erregt.
  • Eine wichtige Frage, besonders bei großen Amplituden, ist die Halterung der Schwingkörper und die Befestigung der Elektroden nebst ihren Zuführungen an den Schwingkörperflächen. In der Regel wendet man eine Lagerung in Gummi oder auch in Blei an, jedenfalls in elastischem oder nachgiebigem Werkstoff, @ damit die Schwingkörper, die aus sprödem Werkstoff bestehen, nicht durch die Schwingungsbewegung zerspringen und zerstört werden.
  • Es ist auch bekannt, piezoelektrische Schwingkörper an solchen Stellen zu halten, an denen keine mechanischen Beanspruchungen auftreten, also in einem Schwingungsknoten der Schwingkörper. Diese Halterungsart genügt jedoch für technische Beschallungszwecke, namentlichbei großenLeistungen, nicht immer, und auch für nachrichtentechnische Zwecke ist dabei die Anbringung der Elektroden noch nicht gelöst.
  • Der Schwinger nach der Erfindung weist die geschilderten Nachteile nicht auf. Die Erfindung geht einen neuen Weg und ermöglicht eine starre Halterung von piezoelektrischen Schwingkörpern; sie löst gleichzeitig die Frage der Elektrodenanbr ingung auf einfache Weise. Durch die Schwingungsbewegung werden die Schwingkörper mechanisch nicht beansprucht; trotzdem schwingen diese praktrisch ohne äußere Dämpfung.
  • Erfindungsgemäß werden zwei piezoelektrische Schwingkörper gleicher Schwingungsamplitude und Eigenfrequenz mit einer zwischen den Schwingkörpern liegenden Mittelelektrode und zwei miteinander leitend verbundenen Gegenelektroden auf der Außenseite der Schwingkörper derartig aufeinander angeordnet, daß beim Anliegen einer Wechselspannung an den Elektroden die Schwingkörper um i8o° phasenverschoben schwingen, so daß die Gesamtdicke des Schwingers gleichbleibt.
  • Als Schwingkörper für die Schwinger nach der Erfindung eignen sich alle piezoelektrischen Schwingkörper, insbesondere jedoch solche keramischer Art, z. B. als Bariumtitanat, da diese mit verhältnismäßig niedriger Spannung betrieben werden, somit hinsichtlich der Isolation keine besonderen Anforderungen stellen -und ferner leicht in den verschiedensten Formen herstellbar sind.
  • Zur weiteren Erläuterung der Erfindung sei im folgenden auf die Ausführungsbeispiele der Zeichnung verwiesen.
  • In Fig. i sind zwei beispielsweise scheibenförmige .Schwingkörper i und 2 beiderseits einer ebenfalls scheibenförmigen Mittelelektrode 3 angebracht. Die Außenelektroden q und 5 sind zwei Metallplatten, die leitend miteinander verbunden sind und als Gegenelektrode zu der Mittelelektrode 3 dienen. Die Anschlüsse für die Elektroden sind mit 6 und 7 bezeichnet. Die Polarisationsrichtung der Schwinger i und 2 ist -durch zwei .Pfeile auf diesen angedeutet. Liegt an den Klemmen 6 und 7 eine Spannung, so erfährt der Schwingkörper i eine Dilatation, während gleichzeitig der Schwingkörper 2 eine Kompression erfährt. Bei Umkehr der angelegten Spannung verhalten sich die Schwingkörper entgegengesetzt. Da die beiden Schwingkörper gleiche Schwingungsamplituden und Eigenfrequenzen haben, bleibt also ihre Gesamtdicke D unabhängig von Höhe und Richtung der angelegten Spannung. Die beiden Schwingkörper dagegen verändern ihre Dicke d nach der oben angegebenen Formel, und die Mittelelektrode 3 schwingt frei relativ zu den Außenelektroden 4. und 5. Da die Gesamtdicke D unabhängig von der Größe der angelegten Spannung gleichbleibt, ist es möglich, die Schwingkörper bzw. den Schwinger in einer Halterung ohne elastisches Lagerungsmittel starr zu lagern, beispielsweise in einem Gehäuse aus dielektrisch hochwertigem Material. Eine weitere, besonders einfache Halterung kann auf die Weise erfolgen, daß die Schwingkörper sowie deren Außenelektroden mittels einer durch sie hindurchgehenden Schraube zusammengehalten werden. Die Schwingkörper erfahren erfindungsgemäß keine mechanische Dämpfung durch die Halterungsmittel, und zugleich ist die Frage der Elektrodenanbringung auf den Schwingkörperflächen auf eine einfache und stabile Art gelöst.
  • Soll eine Einrichtung nach der Erfindung für medizinische Behandlungszwecke oder zur Beschallung eines Gutes verwendet werden, so muß dafür gesorgt werden, daß die Schwingungsbewegung nach außen in Erscheinung tritt. Dies kann auf verschiedene Weise erreicht werden.
  • Die Fig. 2 und 3 zeigen eine hierfür geeignete Einrichtung im Schnitt und in Aufsicht. Der Schwingkörper 8 ist mit Durchbrechungen in Form von runden Löchern versehen, während der Schwingkörper 9 massiv ist. Die Elektroden und die Anschlüsse sind wie in Fig. i bezeichnet. Die Form der Durchbrechungen kann beliebig sein. Die Abstrahlung der Schwingungen erfolgt von der Mittelelektrode 3 aus durch die Durchbrechungen der Elektrode 8 hindurch auf das Gut.
  • In Fig. q. und 5 ist der Schwingkörper io als Ring ausgeführt, der die Mittelelektrode z i bzw. den anderen Schwingkörper i2 nur am Rand überdeckt. Der Schwingkörper 12 braucht nicht rund zu sein. Bei eckiger Ausführung kann man den Schwingkörper io auch rahmenförmig ausbilden. Die Abstrahlung der Schwingungen erfolgt sinngemäß wie bei Fig. 2.
  • In Fig. 6 überdeckt der Schwingkörper 13 nur den mittleren Teil der Mittelelektrode 14. bzw. des Schwingkörpers 15. Hier ist noch gezeigt, wie auf einfache Weise zwei Schwingkörper 13 und 15 mit ihren Elektroden 17, 18 und i9 mittels einer durch sie hindurchgehenden Schraube 2o zusammengehalten werden können. Die Schraube 2o kann gleichzeitig zur Halterung des ganzen Schwingers in einem Beschallungsbehälter dienen. Das Gehäuse 21 hat dazu eine Bohrung, in der eine Gummidichtung 22 sitzt. Durch sie hindurch geht die Schraube 2o. Zwei Unterlegscheiben sind mit 23, die Elektrodenzuführungen wieder mit 6 und 7 bezeichnet.
  • In Fig. 7 besteht der Schwinger aus zwei ringförmigen Schwingkörpern io und loa. Die Schwingungen werden von der gemeinsamen Mittelelektrode i i nach beiden Seiten hin abgestrahlt. Uin bei der Schwingungsbewegung Durchbiegungen der Mittelelektrode zu verhindern, kann diese mit Versteifungen, z. B. beiderseits mit radialen Rippen i i 11, versehen sein.
  • Will man eine möglichst große schwingungsabstrahlende Fläche bei einem Schwinger erzielen, so kann man die Einrichtung nach der Erfindung auch wie in Fig. 8 und g dargestellt ausführen. .In Stelle eines Schwingers sind mehrere kleine Schwingerstückchen 24, hier z. B. drei Stück, auf dem Schwinger 25 bzw. der Mittelelektrode 26 angeordnet. Als Halterung dienen drei U-förmige Klammern 27.
  • In Fig. io ist ein weiterer Schwinger nach der Erfindung dargestellt, bei dem die Mittelelektrode 31 über den Rand der Schwinger 3-2 und 33 hinausragt und zugleich als Halterung in einem Durchlaufgefäß 34. dient. Die Schraube 35 hält die Schwingkörper 32 und 33 zusammen. Es ist angenommen, daß der Schwinger zum Beschallen einer elektrisch leitenden Flüssigkeit dient, die selbst die Außenelektrode bildet; besondere mechanische Außenelektroden, wie sie in den vorhergehenden Figuren enthalten sind, erübrigen sich daher hier. Damit die Mittelelektrode 3i nicht von der zu beschallenden Flüssigkeit berührt werden kann, ist sie elektrisch isoliert, z. B. durch eine Schicht aus zähem, biege- und schlagfestem Isolierlack. Bei 36 ist die Zuführung der Mittelelektrode 31 aus dein Durchlaufrohr 3.I herausgeführt. Die Einrichtung nach Fig. io kann auch in der Weise ausgebildet sein, daß die illittelelektrode 31 verhältnismäßig stark und dick ist, oder auch so, daß sie gleichsam als Membran dient. Im ersten Fall wird die Schwingungsbewegung hauptsächlich von den Schwingkörpern 32 und 33, im zweiten Fall hauptsächlich von der Mittelelektrode 31 abgestrahlt.
  • Es ist vorteilhaft, wenn die Halterungsmittel, die die aus den Schwingkörpern und Elektroden bestehenden baulichen Einheiten zusammenhalten, zumindest annähernd den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten haben wie die baulichen Einheiten. Dies trifft bei den Ausführungsbeispielen der Zeichnung für die Klammern 27 (Fig. 7, 8) und für die Schrauben 20 und 35 (Fig. 6 bzw. io) zu. Auf diese Weise können mechanische Beanspruchungen infolge Erwärmung der Schwingkörper durch die piezoelektrischen Schwingungen nicht auftreten.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Piezoelektrischer Schwinger, insbesondere keramischer Art, vorzugsweise zum Beschallen eines Gutes, gekennzeichnet durch zwei derartig aufeinander angeordnete Schwingkörper gleicher Schwingungsamplitude und Eigenfrequenz mit einer zwischen den Schwingkörpern liegenden Mittelelektrode und zwei miteinander leitend verbundenen Gegenelektroden auf der Außenseite der Schwingkörper, daß beim Anliegen einer Wechselspannung an den Elektroden die Schwingkörper um i8o° phasenverschoben schwingen, so daß die Gesamtdicke des Schwingers gleichbleibt.
  2. 2. Schwinger nach Anspruch i, dadurch gelcennzeichnet, daß mindestens einer der Schwingkörper Durchbrechungen aufweist.
  3. 3. Schwinger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schwingkörper einen Ring oder Rahmen bildet, der nur teilweise den anderen Schwingkörper, beispielsweise nur dessen Rand, überdeckt.
  4. 4. Schwinger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Schwingkörper kleiner ist als der andere.
  5. 5. Schwinger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle eines der Schwingkörper mehrere kleinere Schwingkörper auf dem anderen Schwingkörper derart mit gegenseitigem Abstand verteilt angebracht sind, daß eine möglichst große schwingungsabstrahlende Fläche des letzteren frei bleibt.
  6. 6. Schwinger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelelektrode über den Rand der Schwingkörper hinausragt und daß der überstehende Teil als Halterung des Schwingers und/oder als Übertrager der Schwingungen auf ein zu beschallendes Gut dient.
  7. 7. Schwinger nach einem der Ansprüche bis.6 zur Beschallung elektrisch leitendorFlüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die -Mittelelektrode nach außen isoliert ist und eine isolierte Zuleitung hat und daß die leitende Flüssigkeit als Gegenelektrode dient. B. Schwinger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Isoliermittel ein zäher, biege- und schlagfester Isolierlack verwendet ist. g. Schwinger nach einem der Ansprüche i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungsmittel, z. B. Klammern (27), Schrauben (20, 35), die die aus den Schwingkörpern und den Elektroden bestehende bauliche Einheit zusammenhalten, zumindest annähernd den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten wie die bauliche Einheit haben.
DES23139A 1951-05-16 1951-05-16 Piezoelektrischer Schwinger Expired DE879929C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3094314A (en) * 1960-08-02 1963-06-18 Detrex Chem Ind Sandwich type transducer and coupling
FR2451692A1 (fr) * 1979-03-12 1980-10-10 Hewlett Packard Co Appareil et procede permettant de supprimer le mode masse/ressort dans un transducteur de formation d'image acoustique

Cited By (3)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3094314A (en) * 1960-08-02 1963-06-18 Detrex Chem Ind Sandwich type transducer and coupling
FR2451692A1 (fr) * 1979-03-12 1980-10-10 Hewlett Packard Co Appareil et procede permettant de supprimer le mode masse/ressort dans un transducteur de formation d'image acoustique
US4240003A (en) * 1979-03-12 1980-12-16 Hewlett-Packard Company Apparatus and method for suppressing mass/spring mode in acoustic imaging transducers

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