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DE879832C - Verfahren zum Faerben von Textilstoffen mit Kuepen- oder Schwefelfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Textilstoffen mit Kuepen- oder Schwefelfarbstoffen

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Publication number
DE879832C
DE879832C DEG6467A DEG0006467A DE879832C DE 879832 C DE879832 C DE 879832C DE G6467 A DEG6467 A DE G6467A DE G0006467 A DEG0006467 A DE G0006467A DE 879832 C DE879832 C DE 879832C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
dye
bath
aqueous
padded
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG6467A
Other languages
English (en)
Inventor
Sumner H Williams
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Dyestuff Corp
Original Assignee
General Dyestuff Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Dyestuff Corp filed Critical General Dyestuff Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE879832C publication Critical patent/DE879832C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

  • Verfahren zum Färben von Textilstoffen mit Küpen- oder Schwefelf arbstoffen Div Erfindunc betrifft ein verbessertes Verfahren züm Färben von Textilstoffen mit Küpen- oder Schwefelfarbstoffen. Insbesondere betrifft die Erfindung ein zweckmäßig kontinuierlich durchführbares Färbeverfahren, nach welchem der mit wäßrigen Küpen- oder Schwefelfarbstoffpräparationen imprägnierte Textilstoff (in denen der Farbstoff in Gegenwart von Alkali zur Leukoforrn zuvor reduziert ist, oder die die nicht reduzierten Farbstoffe zusammen mit wäßrigen alkalischen Reduktionsmitteln enthalten, durch die sie in die Leukoforrn umgewandelt werden können), einer Wärmebehandlung unterworfen wird, indem er in ein Ölbad, das auf so hohe Temperatur erhitzt worden ist, daß aus der Farbstoffpräparation unterhalb der Üloberfläche Dampf erzeugt wird, eingetaucht oder durch ein solches Bad hindurch-111eschickt wird. Nach der Beseitigung des mitgunomnienen Öls wird die Färbung durch übliche Oxydation, Neutralisation, Waschen und Spülen entwickelt.
  • In der amerikanischen Patentschrift 1536 151 ist bereits vorgeschlagen worden, Textilstoffe, die mit einem wäßrigen Farbbad imprägniert worden sind, durch heißes Öl bei einer Temperatur von So bis ioo' hindurchzuschicken, wobei die Tauchzeit etwa i Minute beträgt. Die hier angeführten Farbstoffe sind Direktfarbstoffe, Substantivfarbstoffe und basische Farbstoffe, insbesondere mit sauren Beizen, aber keine Küpenfarbstoffe. Die Nachbehandlung besteht im Entfernen des Öls durch Abquetschen, Trocknen und Verdampfen. Dieses Verfahren hat jedoch in der Technik keine praktische Anwendung gefunden.
  • Zum Färben mit Küpen- oder Schwefelfarbstoffen 'Yernäß vorliegender Erfindung wird das mit einer wäßrigen Küpen- oder Schwefelfarbstoffpräparation imprägnierte Textilmaterial kurze Zeit in ein Bad aus einem neutralen inerten, mit Wasser nicht mischbarem Öl, das gegenüber der Farbstoffpräparation kein wesentliches Lösungsvermögen besitzt, eingetaucht, und hierbei das Öl auf so hohe Temperatur erhitzt, daß aus der wäßrigen Farbstoffpräparation unter der Oberfläche des Öls Dampf erzeugt wird. Die. Öltemperatur und die Tauchzeit werden so einreguliert, daß eine völlige Verdampfung der FeucÜtigkeit aus dem Textilstoff sowie auch eine Beschädigung des Stoffes vermieden werden. Unter diesen Bedingungen bildet der aus der wäßrigen Farbstoffpräparation erzeugte Dampf mit dem Öl eine Emulsion oder einen Schaum, die den Textilstoff einhüllen und eine schnelle, durchgängige und gleichmäßige Durchdringung der Faser und Absorption des Faxbstoffes verursachen. Beim Heraustreten aus dem Ölbade haftet die Dampf-in-Öl-Emulsion an dem Textilstoff, und es wird nur sehr wenig Dampf in Freiheit gesetzt. Wird jedoch das diese Emulsion mitführende Material durch Drackwalzen hindurchgeschickt, so wird die Emulsion gebrochen und reichlich Dampf in Freiheit gesetzt. Nach dem Durchgang durch die Druckwalzen verbleiben nur verhältnismäßig kleine Mengen Öl, im allgemeinen nicht mehr als etwa 5 0/, des Materialgewichtes, auf dem behandelten Stoff. Dieses restliche Öl kann leicht entfernt werden, indem der Stoff durch ein wäßriges Bad hindurchgeschickt wird, das ein Dispergiermittel enthält. Die Färbung wird dann durch die übliche Behandlung entwickelt, zu welchem Zweck der Stoff, beispielsweise in ein Oxydationsbad getaucht, neutralisiert, gespült, geseift, wieder gespült und schließlich getrocknet wird.
  • Die Küpen- und Schwefelfarbstoffe werden erfindungsgemäß vorzugsweise für das kontinuierliche Färben von Stückgut, Ketten und anderen fortlaufenden Streifen aus Textilstoffen benutzt. Ob- gleich das neue Verfahren in der Hauptsache zum Färben von Textilstoffen aus Celluloseverbindungen, wie Baumwolle und Seide aus regenerierter Cellulose, Anwendung finden soll, so kann es doch auch zum Färben von anderen Faserstoffen mit geeigneten Präparationen aus Küpen- oder Schwefelfarbstoffen benutzt werden.
  • Die Küpen- oder Schwefelfarbstoffe können auf die Textilstoffe nach irgendeinem der üblicherweise benutzten Verfahren aufgetragen werden. So können die Farbstoffe als zuvor reduzierte wäßrige alkalische Lösung oder Küpe angesetzt und dann aufgetragen werden, indem der Stoff mit der Lösung, vorzugsweise durch Klotzen, imprägniert wird. Es ist jedoch insbesondere im Falle von Küpenfarbstoffen zweckmäßiger, den Faibstoff auf das Material in nicht reduzierter Form, beispielsweise durch Klotzen mit einer Dispersion des nicht reduzierten Farbstoffes aufzutragen und das Material dann getrennt mit einer wäßrigen Lösung des Reduzier- oder Verküpungsmittels zu klotzen, ehe es durch das heiße Ölbad hindurchgeschickt wird. In letzterem Falle erfolgt die Reduktion des Farbstoffes während des Durchganges durch das Ölbad.
  • Bei der Durchführung der Behandlung mit heißem Öl gemäß vorliegender Erfindung werden zweckmäßig Vorrichtungen verwendet, die mit Bezug auf die Länge des in das Öl einzutauchenden Materials nur eine verhältnismäßig kleine Menge Öl benötigen. So haben sich beispielsweise Vorrichtungen, in denen die Bahn des Textilstoffes auf und ab über eine Anzahl von mit Abstand angeordneten Walzen geführt und die Behandlungsflüssigkeit in Kontakt mit Wärmeaustauschflächen durch enge Kanäle oder Durchlässe in Umlauf versetzt wird, für die Heißölbehaildlung gemäß der Erfindung als besonders geeignet erwiesen. Durch die während dieser Behandlung gebildete Dampfemulsion wird das Volumen wesentlich vergrößert, so daß die Ölmenge, die tatsächlich gebraucht wird, geringer ist, als das Fassungsvermögen der Vorrichtung, und der Rest des Raumes wird durch die Dampf-in-Öl-Emulsion ausgefüllt.
  • Durch die Heißölbehandlung gemäß der Erfindung werden mit Küpen- und Schwefelfarbstoffen Ausfärbungen von außergewöhnlicher Tiefe, Durchdringung und Brillanz, verglichen mit den bisher bekannten Verfahren, bei überraschend großer Arbeitsgeschwindigkeit erhalten. Anscheinend wird durch die während des Durchgangs des Materials durch das Öl erzeugte und während dieses Durchgangs in innigen Kontakt mit dem Material aufrechterhaltene Dampfernulsion eine wirksamere und konzentriertere Speicherung an Wärmeenergie erzielt, als sie bisher zur Verfügung stand, wodurch eine schnellere, durchgängigere und gleichmäßigere Durchdringung der Faser durch den Farbstoff gefördert wird. Außerdem wird durch die an dem Material beim Austreten aus dem Behandlungsbade anhaftende Dampf-in-Öl-Emulsion das Material gegen vorzeitige Oxydation geschützt in Fällen, in denen eine derartige Oxydation die Färbung nachteilig beeinflussen würde. Durch die Anwesenheit des Dampfes in dem an dem Material anhaftenden Öl wird auch dessen Volumen vergrößert, wodurch aber dessen Entfernung, wenn das Material durch Druckwalzen geschickt wird, erleichtert und die Öhnenge, die auf dem Material zurückbleibt, auf ein Minimum verringert wird.
  • Bei der bisher bekannten, obenerwähnten Olbadbehandlung war die Temperatur nicht ausreichend, um unter der Öloberfläche Dampf zu erzeugen, und daher wurden auch die vorstehenden Vorteile, die sich aus der Bildung einer Dampf-in-Öl-Emulsion ergeben, nicht erhalten. Auch wurden verhältnismäßig große Mengen Öl von dem Material mitgenommen, was zwecks dessen Entfernung ein Trocknen und Verdampfen erforderlich machte.
  • Als Öle, die bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung benutzt werden können, kommen inerte, mit Wasser nicht mischbare organische Flüssigkeiten in Frage, die kein wesentliches Lösungsvermögen gegenüber den Farbstoffpräparationen oder deren Bestandteilen besitzen und genügend viskos sind, damit die Bildung der Dampf-in-Öl-Emulsion beim Eintauchen des feuchten Textilstoffes bei Dampf erzeugenden Temperaturen gefördert wird. Zu derartigen Ölen gehören insbesondere gesättigte, nicht aromatische Petroleurnöle, die zwischen i2o und 400' und vorzugsweise zwischen 22o und 400' sieden. Siliconöle, d. h. Kohlenwasserstoff-Siloxan-Polvmerisate, wie Polymetli#,1-phenyl-siloxan, und chlorierte oder fluorierte höhersiedende, nicht aromatische Kohlenwasserstoffe können auch benutzt werden. Aromatische und ungesättigte Kohlenwasserstoffe sowie deren Halogenverbindungen, organische Ester und chlorierte niedrigmolekulare Kohlenwasserstoffe sind im allgemeinen unbrauchbar, da sie auf die bei dem vorliegenden Verfahren benutzten Küpen- oder Schwefelfarbstoffe oder deren Leukoverbindungen lösend wirken. Außerdem neigen ungesättigte Kohlenwasserstoffe dazu, sich bei längerem Gebrauch zu verfärben und sind aus diesem Grunde unzweckmäßig. Fette Öle und Fettsäuren sind ungeeignet, da sie in Gegenwart von Alkalien, die beim Färben von Küpen-und Schwefelfarbstoffen benutzt werden, verseifen. Falls erwünscht, kann eine kleine Menge eines öllöslichen Emulgiermittels, wie Monooleyl-polyäthylenglykol dem Öl zugesetzt werden, um die Eigenschaft der Dampfemulgierung zu verbessern. Im allgemeinen ist jedoch vorzuziehen, auch von derartigen Zusätzen zum Ölbad abzusehen.
  • Die Temperatur des Ölbades muß oberhalb des Siedepunktes des Wassers in der wäßrigen Farbstoffpräparation, mit der der Textilstoff imprägniert ist, gehalten werden, und es können so Temperaturen oberhalb dieses Siedepunktes bis zum Siedepunkt des Öls angewendet werden.
  • Der Wassergehalt der vom Textilstoff beim Eintritt in das heiße Ölbad mitgeführten Farbstoffpräparation beträgt vorzugsweise 7o bis i5o 01, des Materialgewichtes. Eine geeignete Imprägnierung kann erzielt werden, indem das Material mit einer reduzierten Küpen- oder Schwefelfarbstofflösung geklotzt, oder indem das Material mit dem Farbstoff in Pigmentform und dann mit einer hierfür geeigneten reduzierenden Lösung (Blindküpe) geklotzt wird, wobei der Druck der Klotzwalzen entsprechend eingestellt wird. Beim Heraustreten aus dem Ölbad wird die Dampf-in-Öl-Emulsion aus dem Material ausgepreßt, indem dieses durch Druckrollen unter hohem Druck, der nur wenig unter dem liegt, bei welchem der Textilstoff beschädigt wird, hindurchgeführt wird. Die Temperatur des Ölbades und die Geschwindigkeit des Durchgangs des Materials durch das Bad werden so eingestellt, daß die in dem Material nach dem Durchlaufen der Druckrollen verbleibende restliche Feuchtigkeit i bis 25 Gewichtsprozent des Materials beträgt. Der Ölgelialt kann von i bis 15 0/, schwanken, doch beträgt er im allgemeinen etwa 5 Oi, des Materialgewichtes oder sogar weniger. Eine vollständige Veidampfung bis zur Trocknung der imprägnierten Farbstoffpräparation während des Durchgangs durch das Ölbad ist zu vermeiden, da durch die Verdampfung der gesamten Feuchtigkeit das 01 den Textilstoff benetzen und die von den Faserstoffen mitgenommene Öfinenge wesentlich erhöht werden würde.
  • Um das restliche Öl aus dem Material zu entfernen, nachdem es die letzten Druckwalzen verlassen hat, wird es zweckmäßig durch ein Bad eines wäßrigen Reinigungsmittels hindurchgeschickt. Durch diese Behandlung wird praktisch das gesamte restliche Öl aus dem Material entfernt. Die weitere Verarbeitung besteht dann in einer Behandlung in einem wäßrigen oxydierenden Bad, beispielsweise aus Wasserstoffperoxyd, wäßrigem Perborat, Persulfat, Bichromat od. dgl., um die Färbung zu entwickeln, worauf der Textilstoff, um überschüssige Säure oder Alkali zu neutralisieren, durch wäßriges Natriumcarbo-Dat oder Bicarbonat geschickt werden kann und dann gewaschen, gespült und getrocknet wird.
  • Nach einer typischen Ausführungsform des Verfahrens wird Stückgut aus Baumwolle, das mit einem Küpen- oder Schwefelfarbstoff in Pigmentform und mit einer wäßrigen Lösung eines Reduktionsmittels geklotzt worden ist, und wo der Wassergehalt der Imprägnierung 7o bis 130 % des Gewichtes des Gewebes beträgt, durch eine Vorrichtung mit einem Fassungsvermögen von etwa 340 1 und einer Tauchstrecke von etwa 13,5 m, die etwa 4o bis 300 1 einer auf ioi: bis 120' erhitzten Petroleum-Weißöl-Fraktion enthält, mit einer Geschwindigkeit von etwa 36 bis i8o m je Minute, je nach der Dichte der herzustellenden Färbung, hindurchgeschickt. Nach dem Austreten aus dem Bade und Hindurchschicken durch Druckrollen unter einem Druck von etwa io t enthielt der Stoff beispielsweise 13 Gi, Feuchtigkeit, 4 ('1, Öl und 4 Ili, der zum Färben bAutzten Stoffe.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert; in diesen bedeuten die Teile und Prozentsätze Gewichtsteile und Gewichtsprozente. Beispiel i Baumwollköper in Fischgrätenmuster (2,20) wurde in einer Dreiwalzenklotzvorrichtung mit einer Geschwindigkeit von etwa 55m je Minute mit einer wäßrigen Pigmentaufschlämmung geklotzt, die je Liter 36,9 g 3"3'-Dichlorindanthron-Einzelpaste (Couleur Index 1113), 15,5 g Küpenfarbstoff aus Di-c/-anthrachinonylaminobenzanthron durch kondensierende Behandlung (Paste), 7,5 g Anthrachinon-i,:2, 5, 6-bisbenzacridon Paste (Couleur Index 1164) enthielt. Das geklotzte Material wurde in einer Heißluft-Trockenvorrichtung getrocknet und dann durch ein Reduzierbadgeschickt, dasetwa7,5 1500,1.igerwäßrigerNatronlauge, etwa 4,5 kg Natriumhydrosulfit und etwa 3,75 kg der vorstehenden ' zum Klotzen benutzten Pigmentaufschlämmung enthielt und mit Wasser auf ein Volumen von etwa igo 1 verdünnt worden war. Die Zufuhr wurde so eingestellt, daß die Ausgangskonzentrationen erhalten blieben. Nach dem Klotzen enthielt das Material etwa ioo 0/, seines Gewichtes an Feuchtigkeit. Es wurde dann unmittelbar durch eine Vorrichtung mit einem Fassungsvermögen von etwa 285 1 hindurchgeschickt, die etwa 75 1 raffiniertes helles Mineralöl, d. h. flüssiges Petroleum mit einem Siedebereich von 33o bis 390', enthielt, das auf einer Temperatur von 107" gehalten wurde. Die Tauchstrecke betrug etwa 9,1 m. Der unter der Oberfläche des Öls erzeugte und mit dem Öl emulgierte Dampf und die erhaltene Emulsion füllten die Vorrichtung praktisch aus. Das aus dem Ölbade austretende und mit einer Dampf-in-Öl-Emulsion überzogene Material wurde durch die am Abzugsende der Maschine angeordneten Druckrollen, deren Druck etwa io t betrug, hindurchgeschickt. Auf diese Weise wurde die Emulsion gebrochen, und es entwickelte sich reichlich Dampf. Das aus- reßte Öl wurde nach dem Ölbade zurückgeleitet. bep Das Material enthielt etwa 14 bis 15 0/, seines Gewichtes an Wasser und 5 01, seines Gewichtes an Öl. Das zurückgebliebene Öl wurde entfernt, indem das Material durch eine Vorrichtung hindurchgeschickt wurde, die eine wäßrige Lösung von Isooctyl-phenolpolygly# koläther mit 8 bis io Glykolresten je Molekül von Zimmertemperatur in einer Konzentration von etwa iz g je Liter Lösung enthielt. Die Färbung wurde entwickelt, indem das Material durch zwei Vorrichtungen mit einem Fassungsvermögen von etwa 285 1 hindurchgeschickt wurde, von denen jede etwa 2,85 1 von ioo Volumen Wasserstoffsuperoxyd, etwa 5,7 1 8411/,iger Essigsäure und etwa o,9 kg des vorstehend genannten Isooctylphenolpolyglykoläthers enthielt und mit Wasser auf etwa 285 1 verdünnt und auf 65' gehalten wurden. Die Konzentration dieser Lösung wurde durch eine Zufuhr aufrechterhalten, die die doppelte Ausgangskonzentration besaß. Der Stoff wurde dann fertiggestellt, indem er nacheinander durch heißes Wasser, eine wäßrige Lösung von etwa 2,26 kg Ätznatron und etwa ->,26 kg des genannten Isooctylphenol-polyglykoläthers in etwa 285 1 Lösung, und wieder durch heißes Wasserhindurchgeschickt unddann durch Leiten über heiße Zylinder getrocknet wurde. Auf diese Weise wurden etwa 4500 m Material in einem gleichmäßigen, lebhaften, vollen graublauen Ton mit ausgezeichneter Abtönung und hohem Glanz gefärbt. Beispiel 2 Stückgut aus mercerisierter Baumwolle wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 67,5 m je Minute mit einer wäßrigen Klotzflüssigkeit, die je Liter go g 3, 3'-Dichlorindanthron-Doppelpaste (Colour Index 1113), 4,5 g Dimethoxy#dibenzanthron-Doppelpaste (Colour Index iioi) enthielt, geklotzt und dann getrocknet, indem es durch eine Heißl#fttrockenvorrichtung hindurchgeschickt wurde. Es wurde dann durch ein kaltes wäßriges Reduktionsbad (Blindküpe) geschickt, das je Liter So g Ätznatron und etwa 22,5 g Natriumhydrosulfit enthielt. Das Material, das etwa 8o 0/, seines Gewichtes an Feuchtigkeit enthielt, wurde durch eine Vorrichtung der im Beispiel i benutzten Art von einem Fassungsvermögen von etwa 285 1 hindurchgeschickt, die etwa igo 1 des hellen Mineralöls des vorausgehenden Beispiels enthielt, das auf einer Temperatur von io2' gehalten wurde. Wie in dem vorausgehenden Beispiel wurde unter der Oberfläche des Öls eine Dampf-in-Öl-Emulsion gebildet, die prali:-tisch die Vorrichtung ausfüllte. Beim Heraustreten aus dem Ölbade wurde das Material zwischen Druckwalzen unter einem. Druck von etwa io t hindurchgeschickt, wodurch der Ölgehalt auf etwa 411/, des Stoffgewichtes verringert wurde und die restliche Feuchtigkeit etwa 12 % betrug. Das Material wurde dann nacheinander durch Vorrichtungen eines Fassungsvermögens von etwa 285 1, die eine kalte Lösung von Isooctylphenol-polyglykoläther, bzw. zwei Entwicklungsbäder mit angesäuertem Wasserstoffsuperoxyd, ein Reinigungsbad aus Natriumcarbonat und ein heißes Spülbad, alle wie im Beispiel i beschrieben, enthielten, hindurchgeschickt und schließlich getrocknet, indem es über erhitzte Zylinder geleitet wurde. Das Material wurde in einem gleichmäßigen hellblauen Ton gefärbt, der wesentlich lebhafter war als der, der nach einem ähnlichen üblichen Färbeverfahren, jedoch unter Weglassen der heißen Ölbehandlung, erhalten wurde. Die in diesem Beispiel erforderliche Farbstoffmenge war 15 0/, geringer als die Menge, die für die Erzielung der gleichen Farbtiefe bei dem vorstehend genannten üblichen Färbeverfahren erforderlich war.
  • Ebenso hervorragende Resultate wurden erhalten, wenn das gleiche Material in einem königsblauen Ton gefärbt und hierzu je Liter etwa o,:i2 kg eines Gemisches aus 3, 3'-Dichlorindanthron (Colour Index 1113) und Monochlorindanthron (Colour Index iii2)-Doppelpasten in der Klotzflüssigkeit an Stelle der oben benutzten Farbstoffe verwendet wurden.
  • In gleicher Weise wurde dasselbe Material in einem vollen, dunklen marineblauen Ton gefärbt, indem in der Klotzflüssigkeit an Stelle der vorstehend erwähnten Farbstoffe je Liter etwa o,i2 kg Hydronblau (Colour Index 971) benutzt wurde. In diesem Falle war der erzielte Ton 15 bis 2o "/,) kräftiger als der, der mit der gleichen Menge Farbstoff bei einem ähnlichen bekannten Färbeverfahren unter Anwendung eines Klotzverfahrens, aber unter Weglassen der Behandlung im heißen Ölbad, erhalten wurde. Beispiel 3 Mercerisierter Baumwollköper (2,85) wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 73 m je Minute auf einer Dreiwalzenklotzvorrichtung geklotzt, die eine auf 82' gehaltene Klotzflüssigkeit enthielt, die je Liter 11,2 g i, 4-Bis-(p-amino-benzoylamino)-anthrachinon-Doppelpaste (Colour Index 1152), 1,3 g Küpenfarbstoff ausDi-a-anthrachinonylamino-benzanthron, i,5gDoppelpastengemisch aus Anthrachinon-:[, 2, 5, 6-bis-(C-phenyl-thiazol) und 5, 5'-Benzoylamino-dianthrimidcarbazol enthielt.
  • Das geklotzte Material wurde in einer Heißlufttrockenvorrichtung getrocknet und dann durch ein Reduzierbad (Badküpe) von 21' in einer Vorrichtung hindurchgeschickt, die etwa 22,7 1 330/,ige wäßrige Natronlauge, 9,1 kg Natriumhydrosulfit, 3,78 1 der genannten Klotzflüssigkeit und 170 9 Indanthrenbrann G-Doppelpaste enthielt und die mit Wasser auf etwa 285 1 verdünnt worden waren. Nach dem Verlassen des Bades wurde das Material,. das etwa 75 0/, seines Gewichtes an Feuchtigkeit enthielt, in eine Vorrichtung geschickt, die etwa 230 1 auf :ioi' gehaltenes Weißöl enthielt. Die Förderwalzen am Abzugsende arbeiteten unter einem Druck von i:o t, wodurch die Dampf-in-Öl-Emulsion entfernt wurde und etwa 13 010 Feuchtigkeit und 4 %. Öl in dem Material zurückblieben. Das Material wurde dann durch eine Lösung von Isooctylphenol-polyglykoläther in kaltem Wasser, wie im Beispiel i beschrieben, hindurchgeschickt, um das an dem Gut haftende restliche Öl zu entfernen. Es wurde dann durch ein Entwicklungsbad von 6o' hindurchgeschickt, das etwa 3,4 kg Natriumbichromat, etwa 6,75 kg 841/,ige Essigsäure und etwa o,9 kg Isooctylphenol-polyglykoläther enthielt und mit Wasser auf etwa 285 1 verdünnt worden war. Darauf wurde das Material durch ein Paar von Vorrichtungen hindurchgeschickt, von denen jede eine Lösung von etwa i,ji kg Isooctvipheiiol-pol#"##Ivizolätlier in 285 1 Wasser enthielt und äann getrockne-t. Der Ölverbrauch bei der vorstehenden Behandlung betrug etwa 3,8 1 je 130 M Stoff. Das Material wurde in einem gleichmäßigen vollen gelbbraunen Ton von ausgezeichnetem Aussehen gefärbt. Querschattierungen, die bei diesem Material nach den üblichen Färbeverfahren ein ernstes Problem darstellten, wurden durch die Heißölbehandlung beseitigt. Beispiel 4 Baumwollköper wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 55 m je Minute durch eine Zweiwalzenklotzvorrichtung hindurchgeschickt, die je Liter wäßriger Klotzflüssigkeit etwa 17,8 9 Katigengrün (Colour Index ioo6), 6,4 9 Schwefelschwarz (Colour Index 978), 1,8 g Immedialorange C (Colour Index 94(», 1,2 9 Immedialhimmelblau (Colour Index 957), 27,2 g Natriumsulfid, 13,6 g Natriumcarbonat enthielt. Die Klotzflüssigkeit wurde auf Siedetemperatur gehalten. Das Material, das etwa go 1)7, seines Gewichtes an Feuchtigkeit enthielt, wurde unmittelbar in eine Vorrichtung der im Beispiel i benutzten Art von einem Fassungsvermögen von etwa 285 1 geschickt, die etwa i5o-1 auf 107' erhitztes Weißöl enthielt. 'Wie in den vorausgehenden Beispielen, so füllte auch hier die in der Behandlungsvorrichtung gebildete Dampf-in-Öl-Emulsion die Vorrichtung vollkommen aus, und das aus dem Öl kommende und mit der Dampf-in-Öl-Emulsion überzogene -Material wurde durch Druckrollen unter einem Druck von io t hindurchgeschickt. Das Material, in welchem io bis 15 0,/" seines Gewichtes an Feuchtigkeit und etwa 5 0!, seines Gewichtes an Öl zurückgehalten wurden, wurde dann, wie in den vorausgehenden Beispielen beschrieben, durch eine kalte wäßrige Reinigungslösung geschickt, um das restliche Öl zu entfernen. Es wurde dann durch ein Spülbad aus kaltem Wasser und dann hintereinander durch zwei Entwicklungsbäder in Vorrichtungen eines Fassungsvermögens von 285 1 hindurchgeschickt, von denen jede etwa i,8kg Natriumbichromat, 7,51 840",iger Essigsäure und o,9 kg Isooctviphenol-polyglykoläther enthielt, die mit Wasser auf 285 1 verdünnt worden waren und durch ein Bad gespeist wurden, das in je etwa 756 1 io,8 kg Natriumbichromat, 37,8 1 8497.iger Essigsäure und 1,8 kg Isooctylphenol-polyglykoläther enthielt. Nach dem sorgfältigen Spülen mit heißem Wasser wurde das Material getrocknet. Der Stoff war in einem vollen, gleichmäßigen dunkelgrünen Ton von ausgezeichnetem Aussehen gefärbt und über die ganze Bahn gleichmäßig abgetönt. Die zur Herstellung dieses Farbtones erforderliche Farbkonzentration betrug nur 75 0"', der Konzentration, die benötigt wurde, um denselben Ton nach einem üblichen ähnlichen Färbeverfahren, aber unter Weglassen der Behandlung mit dem Ölbad, herzustellen.
  • In gleicher Weise wurde Baumwollnessel mit Schwefelschwarz (Colour Index 978) gefärbt, und es wurde ein klarer und viel vollerer pechschwarzer Ton ohne Bronzieiung erhalten, im Vergleich zu dem Ton, der nach einem ähnlichen üblichen Färbeverfahren, aber unter Weglassung der Behandlung mit heißem Öl, erzielt wurde. Außerdem betrug die zur Erzeugung dieses Tones erforderliche Farbstoffkonzentration nur etwa 65 0/,) der Menge, die nach dem vorstehend genannten üblichen Färbeverfahren erforderlich war. Auch die Spül- und Seifenbäder blieben bei dem Verfahren nach vorstehendem Beispiel viel sauberer.
  • Beispiel 5 Baumwollmanchestersamt wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 45 m je Minute mit einer wäßrigen, auf 94' gehaltenen Klotzflüssigkeit geklotzt, die je Liter etwa gog Immedialindon (Colour Index o59), etwa 679 Schwefelschwarz (Colour Index 978) enthielt und die Konzentration für die Neuauffüllung etwa 123,49 Immedialindon und i,og Schwefelschwarz je Liter betrug. Das geklotzte Material, das etwa ioo 0,1,r. seines Gewichtes an Feuchtigkeit enthielt, wurde unmittelbar in eine Vorrichtung, wie in dem vorstehenden Beispiel beschrieben, geschickt, die :225 1 Weißöl enthielt, das auf einer Temperatur von 107' gehalten wurde. Das aus dem heißen Öl kommende Material wurde durch Förderwalzen unter verhältnismäßig geringem Druck hindurchgeschickt, um eine Beschädigung des Materials zu verhindern, wodurch das restliche Öl, das auf dem Material zurückblieb, etwa 6 0/, von dessen Gewicht und die darin zurückgebliebene Feuchtigkeit etwa 15 0/, betrug. Nachdem das Material durch ein wie in den vorstehenden Beispielen benutztes kaltes Reinigungsbad hindurchgegangen war, wurde die Färbung entwickelt, indem das Material durch ein Oxvdationsbad in einer Vorrichtung eines Fassungsvermögens von etwa :285 1 hindurchgeschickt wurde, das etwa 2,25 kg Natriumbichromat, 13,5 kg 840;; Irige Essigsäure und o,9 kg Isooctylphenol-polyglykoläther enthielt, mit Wasser auf ein Volumen von 285 1 verdünnt war und auf 6o' gehalten wurde. Das Material wurde dann geseift, indem es nacheinander durch zwei Bäder in Vorrichtungen hindurchgeschickt wurde, von denen jede etwa 2,25 kg Isooctylphenol-polyglykoläther enthielten, die mit Wasser auf 285 1 verdünnt worden waren und auf 82' gehalten wurden. Der Manchestersamt wurde in einem .dunklen marineblauen Ton gefärbt, der vom Anfang bis zum Ende gleichmäßig war und keine Querschattieru ngen oder Bronzierungen zeigte. Trotz des dicken absorbierenden Materials belief sich der Ölverbrauch auf nur etwa 3,7 1 je etwa 45 m.
  • Die Temperaturen des Ölbades können zwischen etwas oberhalb des Siedepunktes der in dem Textilstoff enthaltenden Feuchtigkeit, d. h. ab ioio, und Temperaturen etwas unterhalb des Siedepunktes des Öls, beispielsweise bis etwa 400-, liegen, doch darf die Temperatur nicht so hoch sein, daß die Faserstoffe während des Tauchens beschädigt werden. Im allgemeinen sind Temperaturen von ioi bis 200' Zu bevorzugen. Die Dauer des Tauchens in das heiße Ölbad beträgt gewöhnlich etwa i bis 30 Sekunden.
  • Obgleich die Heißölbehandlung in einem Behälter mit einem verhältnismäßig großen Fassungsvermögen in bezug auf die Länge des eingetauchten Materials durchgeführt werden kann, so ist es aus wirtschaftlichen Gründen und zur Erleichterung der Kontrolle doch zweckmäßig, Vorrichtungen zu verwenden, deren Fassungsvermögen mit Bezug auf die untergetauchte Länge des Materials klein ist. So ist in den in den Beispielen benutzten Vorrichtungen ein Fassungsvermögen von etwa 285 1 zur Behandlung von Waren geeignet, von denen etwa 9 bis io in untergetaucht sind. Die benutzte Ölmenge wird vorzugsweise so bemessen, daß sie sich während der Behandlung unter Bildung einer Dampf-in-Öl-Emulsion auf das Fassungsvermögen der Behandlungsvorrichtung vergrößert. Zu diesem Zweck kann die Öhnenge im allgemeinen zwischen io und go 0/, des Fassungsvermögens schwanken. Kleinere Mengen sind erforderlich, wenn die Öltemperatur und der Feuklitigkeitsgehalt des Materials erhöht 'werden und umgekehrt. Die Druckwalzen am Abzugsende des Ölbades können zur Entfernung der an dem Textilstoff anhaftenden Dampfin-Öl-Emulsion auf den üblichen Drucken, beispielsweise 5 t, gehalten werden. Höhere Drucke, beispielsweise bis zu 15 t, und für die meisten Zwecke von etwa io t, sind am zweckmäßigsten. Das hierdurch aus der Ware entfernte Öl kann nach dem Ölbehandlungsbad zurückgeschickt werden, nachdem gegebenenfalls das etwa mitgeführte Wasser zuvor abgetrennt worden ist.
  • Die auf dem Textilstoff verbleibende Menge Öl hängt von der Art der behandelten Ware und deren Feuchtigkeitsgehalt ab, und sie beträgt etwa i bis 15 0/, des Gewichtes des Textilstoffes, aber im allgemeinen liegt sie bei etwa 5 0/, des Gewichtes oder auch darunter. Es wird leicht entfernt, indem das Material durch eine wäßrige Lösung eines wirksamen Dispergiermittels, wie des in den Beispielen benutzten Isooctylphenolpolyglykoläthers, geschickt wird, und zwar in Konzentrationen von etwa o',5 bis 2,o 0/(). Es können je- doch auch andere Dispergierinittel, wie höhere Alkylbenzolsulfonate, höhere Fettalkoholschwefelsäureestersalze oder Äthylenoxydkondensationsprodukte von höheren Fett- oder Harzalkoholen oder von höheren Fett- oder Harzcarbonsäuren oder höheren Fettsäureaminen benutzt werden. Das so entfernte Öl kann aus der erhaltenen Emulsion, falls erwünscht, zurückgewonnen und auch wieder nach dem Ölbehandlungsbad zurückgeschickt werden.
  • Zu den Farbstoffen, die erfindungsgemäß verarbeitet werden können, gehören Küpenfarbstoffe der indigoiden und chinoiden Reihe sowie auch Schwefelfarbstoffe. Als Beispiele können die folgenden Farbstoffe angeführt werden:
    Indigoide und thioindigoide Colour Index Nr.
    Farbstoffe
    Indigo ...................... 1177
    Dibromindigo ................ 1183
    Tetrabromindigo . ............. 1184
    Pentabromindigo ............. 1185
    Hexabromindigo .............. 1186
    Dichlor-dibromindigo .......... 1189
    Tetrachlorindigo ............. iigo
    Thioindigo .................. 1207
    Helindon Pink BN ........... 1211
    Indanthren-rotviolett RH ..... 1212
    Helindon-orange R ............ 1217
    Ciba-violett B ............... 1222
    Ciba-scharlach G ............. 1228
    Ciba-rot R .................. 1229
    Chinoide Farbstoffe Colour Index Nr.
    Indanthren-goldorange G ...... io96
    Indanthren-scharlach G ....... io98
    Indanthren-dunkelblau BO .... iogg
    Indanthren-violett Rt ......... 1100
    Caledon-iadegrün ............. iioi
    Anthren-grün B .............. 1102
    Indanthren-brillantviolett RR. . 1104
    Indanthren-violett B . ......... 1105
    Indanthren-blau RS .......... iio6
    Indanthren-blau 3 G .......... iiog
    Indanthren-blau CE .......... 1112
    Chinoide Farbstoffe Colour Index Nr.
    Indanthren-blau GCD ........ 1113
    Indanthren-blau BCS ......... 1114
    Indanthren-gelb G ............ 1118
    Indanthren-gelb GK .......... 1132
    Indanthren-brülantviolett RK. . 1135
    Indanthren-olive R ........... 1150
    Indanthren-braun R .......... 1151
    Indanthren-braun G .......... 1152
    Indanthren-rotviolett RRK .... 1161
    Indanthren-rot RK ........... 1162
    Indanthren-violett BN ........ 1163
    Indanthren-olive G ........... 1167
    Cibanon-gelb R .............. 1170
    Cibanon-blau 3 G ............. 1173
    Schwefelfarbstoffe Colour Index Nr.
    Cachou de Laval ............. 933
    Immedial-gelb D ............. 948
    Immedial-orange C ........... 949
    Eclipse-gelb ..... - ........... 951
    Kryogen-gelb G ....... ...... 952
    Kryogen-gelb R .............. 953
    Immedial-gelb GG ............ 955
    Pyrogen-direktblau ........... 956
    Immedial-himmelblan ......... 957
    Immedial-indon .............. 959
    Pyrogen-indigo ............... 961
    Hydron-blau R .............. 969
    Hydron-blau G . . . ........... 971
    Schwefelschwarz T ........... 978
    Pyrogen-grün ................ 1002
    Immedial-grün ............... ioo6
    Immedial-bordeaux G ......... 1012
    Das Verfahren der Erfindung eignet sich insbesondere zum Färben von Baumwolle und anderen Cellulosestoffen, wie regenerierten Cellulosestoffen. Es kann jedoch auch zum Färben von Textilstoffen aus anderen Faserstoffen, wie Wolle, Polyamidfasern, Seide, Celluloseacetatseide und anderen Stoffen unter Verwendung von Küpen- und Schwefelfarbstoffpräparationen, die für diese Faserfarbstoffe geeignet sind, benutzt werden.
  • Wie in den Beispielen veranschaulicht, wird das Aussehen der Färbung im Vergleich zu den nach den üblichen Küpen- und Schwefelfarbstoffärbeverfahren erhaltenen Färbungen ganz allgemein verbessert; der Glanz und das Reflektiervermögen der Farbstoffe auf dem Material wird ausgeglichen und wird lebhafter. Die hergestellten Färbungen sind somit kräftiger und erfordern ganz allgemein für einen gegebenen Farbton weniger Farbstoff als beim Färben nach den üblichen Verfahren.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRÜCHE-i. Verfahren zum Färben von Textilstoffen mit Küpen- oder Schwefelfarbstoffen, insbesondere in kontinuierlicher Arbeitsweise, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einer wäßrigen Präparation aus dem Farbstoff und dem dafür geeigneten Reduktionsmittel imprägnierte Material in ein Bad aus einem mit Wasser nicht mischbaren und die Farbstoffpräparation nicht angreifenden und nicht lösenden Öl, das auf einer über dem Siedepunkt des in der Farbstoffpräparation enthaltenen Wassers liegenden Temperatur gehalten wird, eingetaucht wird, wobei sich unter der Üloberfläche Dampf bildet, und daß das Material vor der vollständigen Verdampfung der in ihm enthaltenen Feuchtigkeit aus dem Öl entfernt, die an dem Material anhaftende Dampf-in-Öl-Emulsion abgepreßt, das zurückbleibende Öl gegebenenfalls durch Durchleiten des Materials durch eine wäßrige Lösung eines Dispergiermittels entfernt und die Färbung durch Oxvdation entwickelt wird. -. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der unreduzierte Farbstoff und die Reduktionsmittel für den Farbstoff auf das Material aufgeklotzt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Material mit dem Farbstoff als Pigment geklotzt, getrocknet und dann mit einer wäßrigen Lösung der Reduktionsmittel für die Umwandlung des Farbstoffes in die Leukoform geklotzt wird. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Material mit einer wäßrigen, den Farbstoff in reduzierter Form enthaltenden Farbstoffkomposition geklotzt wird. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Klotzen in der Weise durchgeführt wird, daß das geldotzte Material 7o bis iSo 0,.!. seines Gewichtes an Feuchtigkeit enthält. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ölbadtemperatur von wenigstens ioi' aufrechterhalten wird. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Ölbad austretende Material einem solchen Preßdruck ausgesetzt wird, daß die von ihm zurückgehaltene Feuchtigkeit i bis 25 01!o des Materialge,%Nichtes beträgt. 8. VerfIren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Dispergiermittel in einer Konzentration von o,5 bis 2 Gewichtsprozent benutzt wird. g. Verfahren nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß für das Ölbad nicht aromatische gesättigte Mineralöle mit einem Siedepunkt zwischen i2o und 400', vorzugsweise zwischen 28o und 4oo', benutzt werden und das Bad auf eine Temperatur oberhalb des Wassersiedepunktes, aber unterhalb des Ölsiedepunktes und vorzugsweise auf ioi bis 2oo' erhitzt wird. io. Verfahren nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tauchzeit im Ölbad je nach dem zu verarbeitenden Material auf i bis 30 Sekunden bemessen wird.
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