DE879004C - Verfahren zur Herstellung von Bitumenemulsionen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von BitumenemulsionenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L95/00—Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
- C08L95/005—Aqueous compositions, e.g. emulsions
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Bitumenemulsionen Es hat bisher nicht an Versuchen gefehlt, feste oder halbfeste bituminöse Stoffe in stabile, wäßrige Emulsionen überzuführen. Man hat zu diesem Zwecke die verschiedensten Stoffe zu Hilfe genommen, wie fettsaure und harzsaure Seifen, Gummi, Kohlehydrate, Gerbstoffe, Kieselsäure, Metallhydroxyde, kohlensauren Kalk, Magnesia, Ton und viele andere mehr. Ferner hat man auch vorgeschlagen, Huminstoffe als Emulgierungsmittel zu verwenden.; doch kommt allen diesen in bekannter Weise hergestellten Bitumenemulsionen nur eine beschränkte Haltbarkeit und Lagerbeständigkeit zu, und außerdem sind diese so unterschiedliche Emulgatoren enthaltenden Emulsionen nicht für alle Verwendungszwecke gleich gut geeignet. Es wurde nun gefunden, daß man zu außerordentlich haltbaren und über einen sehr langen Zeitraum hinaus lagerbeständigen, für alle bisher bekannten Verwendungszwecke- geeigneten Bitumenemulsionen kommen kann, wenn man die festen oder halbfesten. Bitumina in geschmolzenem Zustand in eine Mischung aus unvollständig verseiftem Montanwachs und Kondensationsprodukten, wie sie nach. dem Patent 721 003 aus Braunkohleextrakten und Sulfitablauge erhalten werden, einträgt.
- Die so erhaltenen Emulsionen können nach Belieben mit Wasser verdünnt werden, ohne daß Aufrahmungen und Absetzungen des Bitumens eintreten. Als besonders vorteilhaft haben sich diese Bitumenemulsionen bei der Herstellung von Bitumenpappen erwiesen, da die in dieser Emulsion enthaltenen Kondensationsprodukte nach Patent 7231003 die Leimung des Papiers im Stoff ihrer Bestimmung gemäß sehr günstig zu beeinflussen vermögen. Außerdem lassen sich die Celluloserückstände in den Abwässern: wesentlich leichter zurückgewinnen, als wenn. andere Bitumenemulsionen, die die obengenannten Kondensationsprodukte nicht enthalten, zur Leimung verwendet worden sind..
- Doch ebensogut können die erfindungsgemäß hergestellten Emulsionen auch für die Imprägnierung von Textilgut wie auch für Straßenbauzwecke verwendet werden.
- Die auffallende Emulgierwirkung der nach dem Patent 721003 gewonnenen Kondensationsprodukte ist um so überraschender, als u. a. auch die Meinung bestand, daß wasserlösliche Huminstöffe sich weniger gut als Emul.gatoren für die Bitumina eignen würden als die wasserunlöslichen Huminstoffe.
- Es war daher nicht vorauszusehen, daß die erfindungsgemäß verwendeten, an sich wasserlöslichen Kondensationsprodukte sich in der angegebenen Weise verwenden lassen und daß insbesondere für die Herstellung der B,itumenpappen wertvolle Erzeugnisse erhalten werden.
- Beispiel 771;g Montanwachs werden in einem mit Rührwerk versehenen Kessel geschmolzen und allmählich 182 kg Wasser von 6o bis 7o° hinzugefügt. Danach werden 5,5 kg Natronlauge vorn q.2° Be allmählich in die wäßrige Suspension eingerührt. Nachdem eine hellbraune, homogene Masse entstanden ist, werden 82,5 kg eines trockenen Kondensationsproduktes aus Braunkohlenextrakt und Sulfitablauge, wie es nach Patent 721003 gewonnen wurde, in kleinen Anteilen hinzugefügt. In, diese Masse werden 378,5 g geschmolzenes Bitumen langsam eingerührt und nach bendeter Zugabe die Masse mit etwa Zoo kg Wasser versetzt. Man kocht 2 bis 3 Stunden und stellt nach dieser Zeit durch Zugabe von Wasser von etwa 6o° die Emulsion auf etwa 5o % Bitumengehalt ein. Danach wird nochmals kurze Zeit kräftig aufgekocht, wobei der zunächst dickflüssige Brei dünnflüssig und gleichmäßig wird. Dieses Anzeichen stellt die Beendigung der Reaktion dar. Durch weitere Zugabe von Wasser kann die Emulsion auf jeden beliebigen. Gehalt eingestellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Bitumenemulsionen, dadurch gekennzeichnet, daß man zum Schmelzen erhitzte Bitumina in eine Mischung aus unvollständig verseiftem Montanwachs und Kondensationsprodukten aus Braunkohlenextrakten und Sulfitablauge, wie sie gemäß Patent 72100-3 erhalten werden,..einträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ715D DE879004C (de) | 1943-04-11 | 1943-04-11 | Verfahren zur Herstellung von Bitumenemulsionen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ715D DE879004C (de) | 1943-04-11 | 1943-04-11 | Verfahren zur Herstellung von Bitumenemulsionen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE879004C true DE879004C (de) | 1953-06-08 |
Family
ID=7617871
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ715D Expired DE879004C (de) | 1943-04-11 | 1943-04-11 | Verfahren zur Herstellung von Bitumenemulsionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE879004C (de) |
-
1943
- 1943-04-11 DE DEZ715D patent/DE879004C/de not_active Expired
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