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Halterung für ein Tintenfaß Gegenstand der Erfindung betrifft eine
Halterung für ein Tintenfaß für den Schreibtisch mit einem an seinem oberen Rand
angeordneten., in die Schreibfedereinstecköffnung auslaufenden Hals.
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Diese Tintenfässer haben alle den Nachteil, daß der Spiegel des Tinteninhalts
entweder zu hoch ist und die Feder zu tief eingetaucht wird, wenn man beim Eintauchen
nicht ganz vorsichtig ist, oder aber zu niedrig ist. Wenn der Spiegel infolge des
Verbrauchs zu niedrig ist und die Feder nicht genügend eingetaucht werdentkann,
muß das Tintenfaß entsprechend gekippt bzw. im Hinterteil gehoben werden, :und zwar
so, daß .die Tinte in den Halsgrund läuft. Diese Handhabung ist schwierig, weil
das Tinteniaß entweder mit der linken Hand in der richtigen Lage gehalten werden
muß oder man das Tintenfaß durch eineUnterlage notdürftig so hält, daß der Tintenspiegel
für das genügende Eintauchen der Feder hochgestellt wird:. Normalerweise sollte
eine Feder etwa 2o mm eingetaucht werden können, um genügend Tinte für eine. gewisse
Schreibdauer aufnehmen zu können. Dementsprechend müßte der Tintenspiegel vom Tauchgrund
immer 20 mm entfernt sein. Von dieser Möglichkeit ist bislang noch gar keine Rede.
Hinzu kommt, daß bei Benutzung .des gewöhnlichen Tintenfasses auf dem Schreibtisch
normalerweise kein genügend sicherer Stand gegeben: ist. Alle diese Mißstände werden,
durch die Erfindung beseitigt.
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Abh. z zeigt ein Tintenfaß gemäß der Erfindung von der Seite gesehen
mit einer .beispielsweisen Anordnung einer Stütze für das hinten hochgestellte Tintenfaß;
Abb. 2, zeigt einen Schnitt durch den vorderen, unteren Teil des Tintenfasses.
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a ist das eigentliche Tintenfaß als Behälter für die Tinte, b ist
der Hals, der am vorderen., oberen
Rand des Tintenfasses a sitzt.
Unter dem Hals, b bzw. an,dieser Stelle unter .dem. Boden :befindet sich eine Scharnieranordnung,
die das Tintenfaß a mit einem Sockel c verbindet.
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Abb. a zeigt die beispielsweise Ausführung des Scharniers. d und e
sind die Scharnieräugen, am Sockel c, welche das am Tintenfa'ßbo-den sitzende Scharnierauge
f zwischen sich aufnehmen. Diese drei Scharnieraugen d, e und f haben
als Achse einen Stift g, .der an einem Ende ein Gewinde mit einer Mutter h trägt.
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Durch die Anbringung des Scharniers am Vorderteil des Fasses unter
dem Hals kann das Tintenfaß je nach Verbrauch der Tinte hochgestellt und der Tintenspiegel
im Hals in immer gleichbleibender Tauchtiefe gehalten werden. Vorausgesetzt ist
natürlich, d'aß die Stellung des im Hinterteil gehobenen Tintenfasses in der jeweiligen
Stellung durch Bremsung oder durch -mechanische Einrichtungen festgehalten wird,
z. B. durch eine Stützeinrichtung o, wie aus Abb. i zu ersehen: ist.
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Abb. 2 zeigt das Scharnier in einer einfachen und praktischen Ausführung.
Der Sockel c ist in der Mitte zur Aufnahme des Tintedfaßscharnierauges
f ausgeklinkt. Wie Abb. a zeigt, wird der Scharnierstift g durch die drei
Augen d, e, f, wie bei jedem Scharnier, hindurchgeführt. Die an der einen
Seite der Achse angebrachte Mutter h wird beim Verstellen etwas gelockert und für
das Feststellen etwas angezogen, so daß das Tintenfaß a in. seiner jeweiligen Stellung
bremsartig gehalten wird. Zur Unterstützung der Bremsung kann zwischen den Scharnieraugen
ein. federndes- Teil, Federscheibe oder Druckfeder u..dgl., angeordnet sein. Das
Tintenfaß kann also ständig, je nach Verbrauch der Tinte, in einer Lage verbleiben,
in der die Tinte in dem Halsteil einen stets gleichmäßig hohen Spiegel habenr kann
bis zum fast völligen Verbrauch dies Tinteninhalts. Mit einer Stütze o (Abb. i)
am hinteren Teil des Tintenfasses a bildet das Ganze eine feste Einheit, was für
die Handhabung gut und richtig ist.
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Abb. 3 zeigt das Tintenfaß mit. einem zweiteiligen Sockel; k ist das
Unterteil, Z das Oberteil des Sockels. Ober- , und Unterteil sind am vorderen Ende,
wie bei dem Beispiel nach Abb, a, scharnierartig miteinander verbunden. Auf dem
Oberteil l ist das Tintenfaß entweder ortsfest oder abnehmbar befestigt, so daß
es vom. Oberteil getragen schräg gestellt werden kann, etwa in der Weise, d'aß das
Tintenfaß durch einen Federzug Q festgehalten wird. Wenn die Zugfedern p am Unterteil
k des Sockels angeordnet sind, so stellt auf diese Weise das Ganze, nämlich
das Tintenfaß a des Oberteils l des Sockels und des Unterteils k des Sockels, eine
Einheit dar.
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Dies ist gut für den festen Stand und die sichere Handhabung des Tintenfasses.
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Das, Tintenfaß selbst kann aus beliebigem Material, wie Glas, Porzellan
ad. :dgl., hergestellt sein. Soweit das Material des Fasses nicht durchsichtig ist
und man wünscht, den InhaIt niicht nur vom Flo,schenhals, sondern auch im Hinterteil
zu beobachten, kann das Tinten.faß entweder seitlich durch einen entsprechenden
Einsatz- durchsichtig gemacht werden,, oder aber das Tinten;faß hat auf dem hinteren
Teil einen Verschlußdeckel, um: nach Abheben dieses Deckels den Faßinlhalt Überprüfen
zu können. Die Form des Tintenfasses kann rund oder eckig sein, in jedem Fall ist
es aber von flacher Art. Ist das Tintenfaß im Grun:driß eckig, so muß das. Halsende
trichterartig, nämlich konisch zum, Tintenhals verlaufen, damit beim Hochkippen
auch der letzte Rest Tinte in den Halsgrund läuft.
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Ganz besondere Vorteile bieten das Tintenfaß für das Füllen von Füllfederhaltern.
Es ist immer eine Schwierigkeit, den Füllfederhalter in einem normalen Tintenfaß
so zu halten, daß die Feder genügend tief in d.ie Tinte taucht und während: der
Handhabung des Füllens. d!ie richtige Stellung zu halten, denn mit der einen Hand
muß das Tintenfaß richtig gelhaltenwerden, mit einer zweiten. Hand ,das Federteil
des Halters, und eine dritte Hand muß den Sauger durch Drehen des Halterscbaftes
betätigen. Die dritte Hand. ist eben: nicht da, infolgedessen ,ist die .ganze Handhahung
des Füllens von Füllfederhaltern in Frage gestellt. Dieser Mißstand wird, durch
das, neue Tintenfaß ohne weiteres ibehahen, indem das richtig eingestellte Tintenfaß
ohne weitere Hilfe so stehenbleibt, wie es für das Füllen des Füllfederhalters geeignet
ist.
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Die Stütze für das hochgestellte Hinterteil des Tintenfasses. kann;
aus einer Stellschraube m be= stehen, die mit einem Gewinde im Oberteil L des Sockels
sitzt und sich mit seinem Ende auf dem Unterteil k .des Sockels abstützt, oder es
kann eine federnde Stütze sein, wie Abb. i zeigt. Die Stütze ist dabei an. dem Unterteil
ortsfest angeordnet. Gegenrasten, wie Stifte, Kerben u. dgl., befinden sich am Hinterteil
des Tintenfasses a. Das Tintenfaß mit Sockel kann in, ein Schreibzeug beliebiger
Art eingeordnet sein. Diese Einordnung kann eainfach, angenommen für schwarze Tinte,
oder mehrfach, z. B. auch für rote Tinte, sein. In. weiterer Ausbildung der Erfindung
kann das Unterteil des zweiteiligen Sockels auf der Oberseite eine Aushöhlung R
haben, die als. Federschale dienen kann.