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Gezäheringschloß Die Erfindung bezieht sich auf ein Gezäheringschloß.
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Gezäheringschlösser dienen dazu, das auf einen Drahtring aufgezogene
Werkzeug, das Gezähe des Bergmannes, das diesem anvertraut ist, gegen Ent-Svendung
oder Verlust zu schützen.
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Bisher wurden im allgemeinen die Gezäheringe mit Hilfe von einfachen
Vorhängeschlössern zusammengeschlossen. Diese Vorhängeschlösser können aber den
Diebstahl. von Werkzeug von dem abgeschlossenen Gezähering nicht verhindern, da
schon durch einen einfachen Hammerschlag diese Schlösser aufspringen. Es entstehen
dadurch, daß sich derartige Schlösser ohne weiteres öffnen lassen, verhältnismäßig
große Verluste an Werkzeugen und unliebsame Auseinandersetzungen mit dem betroffenen
Bergmann, der für sein Werkzeug verantwortlich ist. Die Aufgabe, ein Gezäheringschloß
zu schaffen, das in seiner Gestaltung einfach und dabei doch diebstahlsicher ist,
es genügt dabei schon, wenn das Schloß nicht mit allzu einfachen Mitteln und Werkzeugen
geöffnet werden kann, ist nicht neu. Die bisher bekanntgewordenen Lösungen entsprechen
aber alle nicht den an ein Gezäheringschloß gestellten Anforderungen an Diebstahlsicherheit
und gleichzeitiger Einfachheit.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein sowohl in der Gestaltung
wie in der Handhabung einfaches Gezäheringschloß zu schaffen, das diebstahlsicher
ist.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß als Verschlußein in einem kräftigen
Gehäuse eingelassenes Vorhängesprungschloß dient, wobei ein auf dem Bügel des Vorhängeschlosges
angeordnetes Formstück
mit Führungen zur Führung im-Gehäuse, mit
einer Handhabe zum Schließen des Schlosses und " mit einer Verriegelungnase zum
Verriegeln: des Gezäheringes, der einerseits fest mit- dem -Gehäuse verbunden ist
und andererseits mit seinem zurr Aufschub des Gezähes dienenden freien Ende, das
eine .für die Verregelungsnase passende Öse besitzt, in das Gehäuse zur Verriegelung
einschiebbar ist, ausgestattet ist.
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Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist
dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück ein kreuzförmig gestaltetes starkes Flacheisenstück
ist, dessen vertikale Teile oben durch das Gehäuse tretend die Handhabe zum Verschließen,
des Schlosses und unten die Verriegelungsnas-e bilden, die durch die Öse des freien.
Endes des Gezäheringes und- in eine passende Ausnehmung einer Brücke, die die Lage
des Vorhängeschlosses im Gehäuse sichert und gleichzeitig als Quersicherung der
Verriegelungsnase dient, faßt, und dessen horizontale Teile mit ihren. Enden als
Führungen an der inneren Gehäusewand dienen.
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Ein Gezäheringschloß, erfindungsgemäß; -ausgeführt, ist mit normalerweise
zur Verfügung stehendem Werkzeug in kurzer Zeit nicht zu öffnen. Es kann deshalb
als diebstahlsicher im Umfang der Anforderungen, bezeichnetwerden. Durch das starke
Gehäuse, von dem das eigentliche Vorhängesprungschloß umschlossen ist, ist- eine
unmittelbare Einwirkung auf das Vorhängeschloß ausgeschlossen. Die Konstruktion
der Vorhängesprungschlösser an sich ist allgemein bekannt, bedarf keiner..besonderen
Erwähnung und kann je nach Anforderung mit beliebig vielen Sicherungsmöglicbke iten
ausgerüstet werden, so daß zu jedem Schloß nur- eine ganz bestimmte Anzahl von Schlüsseln
paßt. Auf der Vorderseite des, Gehäuses ist eine Schlüssellochöffnung vorgesehen,
die zweckmäßig, um ein Eindringen von Schmutz zu verhindern, mit einem üblichen
Schlüssellochverdeck abgedeckt wird. Um das Sehloß bedienen zu können, ragt das
Formstück mit dem als Handhabe dienenden Teil aus dem Gehäuse heraus. Durch Eindrücken
dieses herausragenden Teiles des Formstückes wird das Schloß geschlossen, wobei
die Verriegelungsnase durch die entsprechende Öffnung am freien Ende des Gezäheringes
und. in die Führung des auf dem Schloß liegenden Führungsstückes eingreift. Mit-Hilfe
von, Werkzeugen kann durch Schläge us-%v. auf das Formstück, das auf dem Bügel des
Vorbängeschlosses sitzt, das Vörhängeschloß im Gehäuse wohlbeschädigt werden, aber
der Gezähering wird nicht geöffnet. Es ist dann wohl der Ersatz eines Gezäheringschlosses
erforderlich, aber es kann kein Werkzeug entwendet werden. Darüber hinaus wird der
fruchtlose Versuch, ein solches Ge7äheringschloß zu öffnen, die für die Entwendung
eines Werkzeuges in Frage kommenden Personen abhalten, weitere Versuche zu unternehmen,
solche Gezäheringschlösser zu öffnen.
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Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß die Verbindung des einen Endes
des Gezäher inges mit dem Schloßgehäuse belieb ig.g°staltet werden kann. Auch kann
das Formstück jede geeignete Form annehmen, die den vorgesehenen Zweck erfüllt.
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Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel dies Erfindungsgegenstandes "
ist -dadurch gekennzeichnet, daß- das Gehäuse, in dem das normale Vorhängeschloß
eingelassen ist, aus einer Grundplatte, mit -der das eine Ende des Gezäheringes
fest verbunden ist, und einem kappenartigen Deckel besteht, wobei der Deckel mit
kräftigen Ansätzen durch die Grundplatte durchgreift und mit der Grundplatte verschweißt
oder vernietet ist.
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Dieses bevorzugte Ausführungsbeispiel zeichnet sich durch besondere
Einfachheit, Stabilität und Sicherheit aus. Im ganzen. gesehen ist ein solches Gezäheringschloß
nach der Erfindung in seinem Aufbau und in seiner Handhabung sehr einfach und gegen-
ein gewaltsames Öffnen außerordentlich -sta:rk gesichert. " In der Zeichnung ist
der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt Abb.
i ein Gezäheringschloß im Längsmittelschnitt in geschlossener Stellung; Abb. a "das
gleiche Gezäheringschloß in geöffneter Stellung, Abb. 3 einen Schnitt durch ein
Gezäheringschloß nach der Linie A-B - der- Abb. -i.
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Ein Gezähering a besitzt in der einfachsten Ausführung an seinem einen
Ende eine Öse b, mit der der Gezähering a in eine Öse c .einer Grundplatte d eines
Gezäheringschlosses eingehängt ist. Durch eine kastenartige Kappe e aus starkem
Stahlblech wird mit-der.Grundplatte_d ein Gehäuse geschaffen,. in das ein normales
Vorhängeschloß f einsgelassen ist. In dem Kastendeckel e ist gegenüber dem Schlüsselloch
des Vorhängeschlosses f eine Schlüsisellochöffnung ä vorgesehen, die zweckmäßigerwese
von einem Schlüssellochverdeck verdeckt werden kann. Auf dem Bügel h des Vorhängeschlosses
f ist ein Formstück i aufgeschoben, das vorzugsweise, wie dargestellt, ein in, Kreuzform
gestaltetes Führungsstück aus starkem Flacheisen ist. Die Seitenflächen des Formstückes
i bilden Führungsflächen, die das Formstück i an dder Innenwand des Deckels
e und der Grundplatte d
entlang führen. Ein Teil des Formstückes i
greift durch eine Öffnung im Gehäuse nach außen und dient als Handhabe zum Verschließen
des Schlosses. Das Formstück i bildet nach der entgegengesetzten Seite eine Verriegelungsnase
k, die durch eine passende Öffnung im freien Ende des Gezäheringes ca, der mit diesem
freien Ende von Hinten durch die Grundplatte d des Gezäheringschlosses in das Schloß
eingeführt wird, durchgreift und sich in dem Führungsstück m, das gleichzeitig das
Vor-:hän,geschloß in seine Lage im Gehäuse sichert, abstützt und somit den Gezähering
schließt und verriegelt. Soll nun das Schloß geöffnet werden, dann schließt man
mit dem normalen Schlüssel das Vo.rhängeschloß auf, das in bekannter Weise den Bügel
h aus seiner Verschlußlage herausspringen läßt, der dann das Forrnstiick i mitnimmt,
wodurch die -Verrivegelungsnase k sich aus dem Führungsstück m und aus dem freien
Ende des G.e7äh:-ring
es a heraushebt und so das Ende des Gezäherinaes
zur Abnahme von Werkzeug freigibt. Das Gezähe kann nunmehr entnommen werden. Soll
der Gezähering wieder geschlossen werden, dann wird das freie Ende wieder durch
die Öffnung auf der Rückseite der Grundplatte d in das Schloß eingeschoben und das
Formstück i mit dem aus dem Gehäuse herausragenden Teil in seine Verschlußlage in
das Schloß eingeschoben. In geschlossenem Zustand schließt zweckmäßig das Formstück
i mit der Kastenwandung des Gehäuses ab.