DE877393C - Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium - Google Patents
Verfahren zur anodischen Oxydation von AluminiumInfo
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- DE877393C DE877393C DEC724D DEC0000724D DE877393C DE 877393 C DE877393 C DE 877393C DE C724 D DEC724 D DE C724D DE C0000724 D DEC0000724 D DE C0000724D DE 877393 C DE877393 C DE 877393C
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D11/00—Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
- C25D11/02—Anodisation
- C25D11/04—Anodisation of aluminium or alloys based thereon
- C25D11/06—Anodisation of aluminium or alloys based thereon characterised by the electrolytes used
- C25D11/08—Anodisation of aluminium or alloys based thereon characterised by the electrolytes used containing inorganic acids
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die oberflächliche Oxydation von Aluminium und seinen Legierungen
unter Bildung einer Überzugsschicht, die hauptsächlich aus Oxyd besteht und deshalb im folgenden kurz
als Oxydschicht bezeichnet werden soll.
Die allgemeinen Eigenschaften solcher Schichten sind bekannt; wie man weiß, dienen sie insbesondere
zum Schutz gegen korrodierende, auflösende, erodierende Mittel und zur elektrischen oder thermischen
Isolation od. dgl.
Es ist bekannt, Schichten von Aluminiumoxyd zu erzeugen, indem man das Metall in einer elektrolytischen
Zelle mit einem Bade von Schwefelsäure oder schwefelsauren Salzen oder von beiden behandelt.
Grundsätzlich soll im folgenden der Ausdruck schwefelsaures Bad für Bäder, die Schwefelsäure oder
schwefelsaure Salze oder beides enthalten, gebraucht werden.
Bis jetzt war anerkannt, daß der Zusatz von Spuren von Halogeniden zu schwefelsauren Bädern dahin
wirkt, die Bildung von Oxydationsschichten zu verhindern. Diese werden nämlich durch das Bad in
dem Maße, wie sie sich bilden, aufgelöst, so daß man selbst nach ausgedehnter Behandlung, je nach dem
gemachten Zusatz von Halogeniden oder Halogenwasserstoffsäuren entweder gar keine Oxydschicht
oder Schichten erhält, die zu dünn sind, um brauchbar zu sein. Der Zusatz von Halogeniden zu den Bädern
bewirkt also nicht eine Oxydation, sondern eine Art von Beizung, unter Umständen eine Blankbeizung.
(Vgl. schweizerische Patentschrift 136 611 und die britische Patentschrift 290 903.)
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß wenn man den zur elektrolytischen Oxydation verwendeten
sauren Bädern Halogenwasserstoffsäuren oder Halogenide mit Ausnahme der Fluorwasserstoffsäure
und Fluoriden in erheblichen Mengen zusetzt . und die elektrolytische Behandlung mittels Wechselstrom
durchführt, starke Oxydschichten gebildet werden, wobei weiter in vorteilhafter Weise mit sehr
starken Stromdichten gearbeitet werden kann, so daß
ίο Oxydschichten von gegebener Dicke schon nach sehr kurzer Behandlung der Werkstücke in dem Bade
erzeugt werden.
Die Halogenwasserstoffsäuren können dem Bade als solche oder in Form von Metallhalogeniden zugesetzt
werden. Man kann auch die Halogenwasserstoffsäuren teils als solche, teils im Zustande von
Metallhalogeniden zusetzen. "
Bädern mit bis zu 70 Gewichtsprozent Schwefelsäure von 66° Be kann man bis zu 20 Gewichtsprozent
Halogenwasserstoffsäuren zusetzen, wobei die entsprechenden Mengen von Halogensalzen, die dieselben
Konzentrationen an Halogeniden ergeben, oder Mischungen von Halogenwasserstoffsäuren und Halogeniden,
die denselben Bedingungen entsprechen, anzuwenden sind.
Die Halogenide, die die besten Ergebnisse liefern, sind die Alkali- und Erdalkalisalze. Man könnte auch
Halogensalze der schwereren Metalle anwenden.
Wie jeder Oberflächenbehandlung, die zum Zweck hat, die Dicke einer natürlichen Oxydschicht künstlich
zu vergrößern oder auf Gegenständen von Aluminium oder Aluminiumlegierungen eine künstliche
Oxydschicht zu schaffen, geht auch dem neuen Verfahren eine Vorbehandlung der Oberfläche voraus,
um dieser z. B. ein künstlerisches Aussehen oder besondere Eigenschaften zu verleihen, wie z. B. sie spiegelnd
zu machen. Zu diesem Zweck werden die Stücke z. B. poliert, ziseliert, mit dem Sandstrahlgebläse
behandelt oder tief gebeizt. Die Stücke werden sodann sorgfältig gereinigt, um den Polierstaub
usw. zu entfernen, der durch die Vorbehandlung ihnen anhaftet oder aus vorhergegangener Behandlung
oder Aufbewahrung stammt. Sodann werden sie nach irgendeinem geeigneten Verfahren sorgfältig entfettet,
z. B. durch Elektrolyse oder durch einfaches Hindurchführen durch ein alkalisches Bad (Alkalilauge,
Sodalösung od. dgl., kalt oder warm). Hierauf werden die Stücke unter Anwendung von Wechselstrom der
elektrolytischen Behandlung in den angegebenen Bädern unterworfen.
Um die Bedeutung des Verfahrens erkennen zu lassen, werden im folgenden Vergleichsversuche über
den Gang der Elektrolyse beschrieben, bei denen einmal ein gewöhnliches schwefelsaures Bad, also ohne
Zusatz, und das andere Mal ein gemäß der Erfindung zusammengesetztes Bad verwendet wird, um beide
Male Schichten von gleicher Güte zu erhalten.
Schwefelsaures Bad
Zusammensetzung: 20 .Volumprozente Schwefelsäure von 66° Be, Temperatur des Bades 230. Um
eine Schicht von 8 μ Dicke zu erhalten, ist es zweckmäßig,
einen Wechselstrom von 1 bis 1,5 Ampere auf ι dm2 und einer Spannung von 12 Volt zu verwenden.
Dauer des Vorganges 30 Minuten.
Bad gemäß der Erfindung
Zusammensetzung: 20 Volumprozent Schwefelsäure
von 66° Be, mit einem Zusatz von
Kochsalz 20 g 1
Chlorkalium 7,5 g > je Liter.
Chlormagnesium 0,5 g J
Badtemperatur: 23°. Wechselstromspannung 12VoIt1
Stromdichte 14 bis 16 Ampere/dm2. Dauer des Vorganges
2 Minuten, Dicke der Schicht 8 μ.
Bei gleicher Dicke der Schichten sind die gemäß der Erfindung erhaltenen bedeutend geschmeidiger
als diejenigen, die mit einem nur aus Schwefelsäure bestehenden Bade erhalten werden. Diese größere
Geschmeidigkeit kann besonders für die elektrische Isolation von Drähten aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen
von Bedeutung werden. Die nach der Erfindung erhaltenen Schichten lassen sich auch
besser färben. Dabei sind die anderen physikalischen und chemischen Eigenschaften der mit dem verbesserten
Bad erhaltenen Schichten sämtlich mindestens gleich denen der in einem einfach schwefelsauren Bad
erhaltenen. Als Anhalt kann dienen, daß die Durchschlagspannungen,
die an den in beiden Bädern unter den in den Beispielen angegebenen Bedingungen behandelten
Drähten festgestellt wurden, betrugen
für das nur schwefelsaure Bad 90 bis 100 Volt,
für das Bad gemäß der Erfindung 150 bis 200 Volt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung läßt sich nicht allein auf alle Aluminiumlegierungen anwenden, die
mit anodischer Oxydation nach einem der üblichen Verfahren behandelt werden können, sondern auch
auf Legierungen, die bisher wegen ihres hohen Gehaltes an zusätzlichen Elementen, diesen Verfahren
nicht unterworfen werden konnten.
Claims (2)
1. Verfahren zur elektrolytischen Oxydation der Oberflächen von Werkstücken auf Aluminium- u°
grundlage in schwefelsauren Bädern mit Zusatz von Halogenwasserstoffsäuren oder Halogeniden
außer Fluorwasserstoffsäure und Fluoriden, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrolytische
Behandlung mittels Wechselstrom bewirkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zugesetzte Menge an Halogenwasserstoffsäuren oder Halogeniden bis zu 20 Gewichtsprozent
für ein schwefelsaures Bad mit bis zu 70 Gewichtsprozent Schwefelsäure von 66° Be beträgt.
1 5014 5.53
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR877393X | 1942-02-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE877393C true DE877393C (de) | 1953-05-21 |
Family
ID=9360985
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC724D Expired DE877393C (de) | 1942-02-19 | 1943-01-07 | Verfahren zur anodischen Oxydation von Aluminium |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH240808A (de) |
| DE (1) | DE877393C (de) |
| FR (1) | FR975553A (de) |
| GB (1) | GB597049A (de) |
-
1942
- 1942-02-19 FR FR975553D patent/FR975553A/fr not_active Expired
-
1943
- 1943-01-07 DE DEC724D patent/DE877393C/de not_active Expired
- 1943-01-20 CH CH240808D patent/CH240808A/fr unknown
-
1945
- 1945-04-19 GB GB9824/45A patent/GB597049A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH240808A (fr) | 1946-01-31 |
| FR975553A (fr) | 1951-03-07 |
| GB597049A (en) | 1948-01-16 |
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