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Matrizenauslösevorrichtung für Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen
Die Erfindung betrifft ein Tastenwerk, insbesondere für Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen,
bei denen Matrizen aus einem Magazin in der Reihenfolge der beim Druck wiederzugebenden
Schriftzeichen ausgelöst und in einem Sammler zur Zeile zusammengesetzt sowie dann
geschlossen vor eine Gießform gebracht und nach deren Füllung mit geschmolzenem
Metall zur Erzeugung einer Gußzeile benutzt werden, worauf sie durch eine Ablegevorrichtung
zum Ausgangsmagazin zurückgeleitet werden.
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Bei den bisherigen Ausführungsformen der Tastenwerke derartiger Matrizensetz-
und Zeilengießmaschinen ist jeder Taste ein in einem Bügel drehbar gelagerter Nocken
zugeordnet, der durch das Niederdrücken der Taste in Berührung mit einer darunter
angeordneten dauernd umlaufenden gummibelegten Rolle gebracht und durch diese dann
zur Ausführung einer Umdrehung veranlaßt wird, um die zugehörige Matrizenauslösevorrichtung
für die Freigabe der gewünschten Matrize in Tätigkeit zu setzen. Bei diesen Tastenwerken
müssen die gummibekleideten Rollen ziemlich oft ausgewechselt werden, da sie infolge
ihrer häufigen Inanspruchnahme eine verhältnismäßig geringe Nutzungsdauer haben,
was auch eine unliebsame Störung für das Arbeiten der Maschine bedeutet. Auch kann
eine einen fehlerhaften Letternsatz ergebende Umstellung der einzelnen Matrizen
in der gesetzten Zeile durch die Schlüpfung herbeigeführt werden, die zwischen den
Nocken und den gummibereiften Rollen beim Reibungs- und Antriebseingriff entstehen
-kann, insbesondere wenn Abnutzung des Gummibelages der Rollen erfolgt ist oder
das - häufig vorkommende Vordringen von Öl nach der Oberfläche der Rollen stattgefunden
hat.
Der Erfindung liegt --nun - die-Aufgabe- -zugrunde,
unter Vermeidung dieser Übelstände ein für Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen
und ähnliche Maschinen geeignetes Tastenwerk zu schaffen, bei dem -die zur Steuerung
mechanischer Stellglieder bestimmte Tastatur mit den die Tastensenkung zur entsprechenden
auswählenden . Einwirkung auf die Stellglieder" bringenden Antriebs- und Bewegungsübertragungsmitteln
zu einer in sich geschlossenen, gegenüber den Stellgliedern ein gesondertes Ganzes
bildenden, baulichen Einheit vereinigt ist, das höchste Betriebssicherheit und rasche
Schaltwirkung mit längstmöglicher Lebensdauer bei einfacher Bauart und Arbeitsweise
verbindet. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Tastenwerk eine drehbare
Triebwelle, die durch Einwirkung auf eine Taste mit einem frei auf ihr angeordneten
getriebenen Teil kuppelbar ist, aufweist und außerdem eine Kupplung enthält, die
aus mehreren auf - der Triebwelle sitzenden scheibenförmigen Teilen besteht, von
denen einer längs der Triebwelle zur Herstellung der - Verbindung von Welle und
getriebenem Teil durch die Tastenbedienung verschiebbar ist. Der getriebene Teil
ist vorzugsweise mittels eines Hemmgliedes für gewöhnlich festgehalten, das durch
Niederdrücken der Taste abschaltbar ist. Auch können zum Festhalten des getriebenen
Teiles Zwischenglieder an diesem und an einem Joch vorgesehen sein, das an dem verschiebbaren
Kupplungsteil angreifen und ihn längs der Triebwelle verstellen kann, während die
Zwischenglieder durch Zug bei der Auslösung des Hemmgliedes frei werden. .
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Das Tastenwerk nach der Erfindung weist somit als wesentliche Bestandteile
eine Kupplung, die den Anschluß einer treibenden Welle an einen auf dieser frei
beweglichen, getriebenen Teil mittels eines längs der Triebwelle verschiebbaren
Teiles herbeiführt, und damit -zusammenarbeitende Zwischenglieder auf, die den getriebenen
Teil durch ihre Wirkung in Verbindung mit einem durch das Niederdrücken einer Taste
auslös_ baren Hemmglied für gewöhnlich festhalten und durch einen zwischen getriebenem
Teil und Kupplungsteilen ausgeübten Zug- frei werden. Der verschiebbare Teil der
Kupplung führt seine Längsbewegung an der Triebwelle vorzugsweise unter dem Einfluß
einer Feder aus, und die treibende Welle kann dauernd umlaufen. Vorzugsweise wird
die Anordnung so getroffen, daß die Kupplung nach einer Umdrehung der Welle gelöst
und hierzu die Zwischenglieder und das Hemmglied wieder zur Wirkung gebracht werden.
Der zwischen getriebenem Teil und Kupplungsteilen auszuübende Zug kann zweckmäßig
durch einen Ölfilm hervorgerufen werden, der zwischen diesen Teilen durch Zufuhr
von Öl geeigneter Viskosität zum Entstehen gebracht wird.
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Gemäß einer bevorzugt - anzuwendenden Ausführungsform des Tastenwerks
nach der Erfindung ist der getriebene Teil durch einen Nocken mit kantigem Rand
gegeben, der auf einer dauernd angetriebenen Welle zwischen zwei Scheiben sitzt,
und der bewegliche Kupplungsteil neben der, einen dieser beiden Scheiben angeordnet
und dem Angriff eines federbelasteten, auf ihn einen Druck- in der Längsrichtung
der Welle ausübenden Joches ausgesetzt sowie samt den Scheiben, im Gegensatz zu
dem von der Welle freien - getriebenen Teil, für gewöhnlich mit der Welle drehbar.
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Bei einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine kann das Tastenwerk
erfindungsgemäß so ausgebildet sein, daß es in der Längsrichtung von einer Normallege
in eine vordere Lage, in der es vor den Barüberliegenden .von ihm gesteuerten Vorrichtungen
steht, mit Hilfe eines Trag- und Führungsrahmens verschiebbar ist, der ihm außerdem
eine senkrechte Bewegung zur Trennung von diesen Vorrichtungen während seiner Längsverschiebung
auszuführen gestattet. Der Tragrahmen ist zu diesem Zweck vorzugsweise drehbar gelagert,
so daß er ein Abschwenken des Tastenwerks von den Barüberliegenden Vorrichtungen
bei der Längsverschiebung ermöglicht. Das Tastenwerk kann mit sich nach rückwärts
erstreckenden Schienen versehen sein, auf denen obere und untere aus Tragrahmen
gelagerte Rollen laufen und die in der vorderen Lage des Tastenwerks mit einer darünterliegenden
und in dessen hinterer Lage mit einer Barüberliegenden Rolle in Berührungseingriff
sind, und der Tragrahmen kann an veränderlichen Nockenumflächen zum Aufruhen kommen,
die so ausgebildet sind, daß das Tastenwerk von den Barüberliegenden Vorrichtungen
unmittelbar beim Beginn seiner Vorwärtsverschiebung abgeschwenkt wird und praktisch
bis zum Schluß seiner Rückwärtsverschiebung abgeschwenkt bleibt. Vorzugsweise sind
diese Nocken derart geformt, daß das auf ihnen lastende Gewicht des Tastenwerks
sie in jeder jeweils eingestellten Lage festzuhalten -sucht, und ihre Verstellung
kann von Hand erfolgen. Für das Tastenwerk wird vorteilhafterweise ein motorischer
Antrieb vorgesehen, und in seiner Normallage kann es durch ein Sperrglied gehalten
sein, bei dessen Auslösung der motorische Antrieb abgekuppelt ist, um nach der neuerlichen
Verriegelung des Tastenwerks in der Normallage wieder angekuppelt zu werden. Der
motorische Antrieb kann eine am Tastenwerk gelagerte, angetriebene Riemenscheibe
und ein neben dieser auf einem feststehenden Teil der Maschine gelagerte Leerlaufscheibe
enthalten und der Treibriemen von der getriebenen auf die andere Scheibe und zurück
bei Ab- und Einschaltung des Sperrgliedes umlegbar sein.
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Die Zeichnung veranschaulicht eine vorzugsweise in Betracht kommende
Ausführungsform des Tastenwerks nach der Erfindung in einem Beispiel in Anwendung
bei einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine der eingangs gekennzeichneten Art.
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Fig. r ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Tastenwerks
und der Magazinauslösevorrichtung; in Fig. a und 3 ist in Seitenansicht eine Einzelheit
der Anordnung nach Fig. z wiedergegeben, welche die Verbindungen umfaßt, die zwischen
der Tastatur und der Magazinauslösevorrichtung über die vordere bzw. die hintere
Gruppe von Auslösestangen bestehen; Fig. q. läßt teils im Längsschnitt und teils
in Seitenansicht den rückwärtigen Teil des Tastenwerks erkennen;
Fig.
5 zeigt schaubildlich die zu einer der einzelnen Nockengruppen des Tastenwerks gehörigen
Nocken in getrennter Lage; Fig. 6 ist ein Querschnitt durch eine der Antriebswellen
des Tastenwerks samt zugehörigen Nocken; Fig. 7 ist eine Seitenansicht zu Fig. 6,
die von der durch die Geraden 7-7 der Fig. 6 senkrecht zu dieser gelegten Ebene
aus in der Richtung der bei dieser Geraden angegebenen Pfeile gesehen ist und die
dargestellten Teile in ihrer Normallage zeigt, und Fig.8 ist eine zu Fig.7 ähnliche
Seitenansicht, welche die Teile in der nach Herstellung einer Verbindung zwischen
einem Nocken und der Treibwelle eingenommenen Lage wiedergibt; Fig. 9 ist ein Querschnitt
durch eine der Antriebswellen des Tastenwerks und läßt einige Einzelheiten einer
Nockengruppe erkennen; Fig. io ist ein Querschnitt nach der Geraden io-io der Fig.
6 und Fig. ii ein Querschnitt nach der Geraden ii-ii der Fig. 7; Fig. 12 ist ein
Querschnitt nach der Geraden 12-z2 der Fig. q. mit Darstellung nur einer der einzelnen
Nockengruppen; Fig. 13 ist eine Ansicht des Tastenwerks und seines Tragrahmens mit
der Offenlegung der Bauart einzelner Teile teilweise gebrochener Darstellung des
Tastenwerks; Fig. 14 und 15 sind Querschnitte nach den Geraden 14-14 und 15-15 der
Fig. 13; aus Fig. 16 ist das Tastenwerk und sein Tragrahmen in der Normallage in
Seitenansicht erkennbar; Fig. 17 ist ein Schnitt nach der Geraden 17-17 der Fig.
16, und Fig. 18 ist eine der Fig. 17 ähnliche Seitenansicht, bei der die Teile in
der nach dem Vorschieben des Tastenwerks in die unwirksame Lage eingenommenen Stellung
veranschaulicht sind.
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In der Zeichnung ist das Tastenwerk nach der Erfindung als Bestandteil
einer Matrizensetz- und Zeilengießmaschine der in dem amerikanischen Patent 2 383158
beschriebenen Art veranschaulicht, die mit mehreren, mindestens zwei verschieden
angeordneten Magazinen zur Anpassung an Matrizen verschiedener Schriftgattung und
mit Auslösungen für diese Magazine sowie mit einem gemeinsamen Tastenwerk und mit
Zwischenvorrichtungen zur Wirkungsverbindung des Tastenwerks mit der Vorrichtung
zur Auslösung der Matrizen aus den verschiedenen Magazinen versehen ist und bei
der diese Zwischenvorrichtungen eine Reihe von quer angeordneten allen Magazinen
gemeinsamen Teilen enthalten, die in so viele verschiedene Stellungen, als Magazine
mit unterschiedlich gelegenen Kanälen vorlianden sind, überführbar und j e einer
Taste des Tastenwerks zur Auslösung der gleichen Matrize unabhängig von dem sie
abgebenden Magazin dauernd zugeordnet sind.
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Nach Fig. i bis 3 weist die Maschine z. B. vier übereinander angeordnete,
für zwei Arten von Schriftzeichensätzen bestimmte Hauptmagazine A 1 bis A 4 auf,
von denen zwei, z. B. die Magazine A 1 und A3, für den einen Schriftzeichensatz,
z. B. einen Neunzigzeichensatz mit dementsprechend einundneunzig Rinnen oder Kanälen,
und die beiden anderen Magazine A = und A4 für den anderen Zeichensatz, z. B. einen
Zweiundsiebzigzeichensatz mit demgemäß dreiundsiebzig Rinnen oder Kanälen, ausgebildet
sind. Die Magazine ruhen auf getrennten Grundrahmen, die einen Teil eines gemeinsamen
Schaltrahmens A ' bilden, der zur Überführung irgendeines ausgewählten Magazins
in die wirksame Lage heb-und senkbar ist. Die Maschine kann ferner eine Reihe von
übereinanderliegenden Hilfsmagazinen enthalten, die in der Zeichnung nicht dargestellt
sind und ähnlich wie die Hauptmagazine gelagert sowie vorzugsweise an deren Seite
angeordnet sein können.
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Wenn ein Magazin sich in seiner wirksamen Lage befindet, ist es an
seinem vorderen Ende mit einem Einlaß C in Deckung, durch den die Matrizen in üblicher
Weise zu einem Sammlereintritt D geleitet werden, von dem sie nach einem nicht veranschaulichten
Sammler gehen, in dem sie zur Zeile zusammengesetzt werden. Da der Einlaß für ein
Magazin mit einem Neunzigzeichensatz verschieden von dem Einlaß für ein Magazin
mit einem Zweiundsiebzigzeichensatz ist, ist ein zusätzlicher Einlaß C1 Rücken an
Rücken mit dem Einlaß C vorgesehen, und die beiden Einlässe Cl und C sind an einem
drehbaren Rahmen angebracht, durch dessen Verschwenkung je nach dem in Benutzung
befindlichen Magazin der eine oder der andere Einlaß in die wirksame Lage gebracht
wird.
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Die Magazine sind je mit einer Gruppe von Auslösevorrichtungen Dl
versehen, welche die Matrizen auswählen und von den entsprechenden Magazinkanälen
auslösen. Die Auslösevorrichtungen, die von normaler Bauart sind und deshalb nicht
im einzelnen erläutert werden, befinden sich, wenn ein Magazin in die wirksame Lage
gebracht ist, in einer Stellung, in der sie durch eine Reihe von Auslösehebeln DZ
zur Wirkung gebracht werden können, die schwenkbar auf einer an ihren Enden im Maschinenrahmen
befestigten Querstange D3 gelagert sind.
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Die einzelnen Auslösehebel D2 haben (vgl. Fig. i) V-Form und umgreifen
mit dem Ende des einen Schenkels lose die Stange D3, und das Ende des anderen Schenkels
ist als Arbeits- oder Auslösefläche ausgebildet. An der Schnittstelle der beiden
Schenkel weisen die Auslösehebel D= Nasen D4 auf, die nach vorn in eine Nut D5 hineinragen,
die längs einer waagerechten und quer liegenden Schwenkwelle D6 verläuft, die an
ihren Enden im Maschinenrahmen gelagert ist und eine sich über sämtliche Auslösehebel
sowohl bei den Haupt- wie bei den Hilfsmagazinen erstreckende Länge hat. Wenn die
Schwenkwelle sich in ihrer normalen Lage befindet, können die Auslösehebel D 2 frei
arbeiten, indem die Nut D5 eine genügende Breite oder ein hinreichendes entsprechendes
Spiel hierfür aufweist. Wenn jedoch die Welle D6 im Uhrzeigerdrehsinn von der in
Fig. i wiedergegebenen Lage aus verschwenkt wird, kommt die obere Fläche ihrer Nut
in Berührung mit den Nasen D4 der Auslösehebel D2 und sperrt diese gegen
Drehung.
Die Vorrichtungen zur Verstellung der Schwenkwelle D8 sind im einzelnen in dem amerikanischen
Patent a 383 158 beschrieben.
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Die Auslösehebel Dz werden (vgl. Fig. z bis 3) durch lange im wesentlichen
aufrecht stehende Auslösestangen F gesteuert, die quer über die Maschine hin in
Reihen angeordnet sind, die den Reihen der Auslösehebel DZ entsprechen. Die Stangen
F sind an ihren oberen und unteren Enden mit begrenzter senkrechter Bewegungsmöglichkeit
in zwei geschlitzten Querplatten f und f 1 geführt, die an ihren Enden
an feststehenden Rahmenteilen der Maschine befestigt sind. Die Auslösestangen F,
die in Zahl den Auslösehebeln D2 gleichkommen, liegen unmittelbar unter diesen und
gehen an ihren oberen Enden in Finger F1 über, die so gerichtet sind,- daß sie die
unteren Kanten der Hebel D2 etwas vor der Querstange D3 berühren, um welche die
Hebel drehbar gelagert sind. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß die Hebel
D2 beim Anheben der Stangen F eine Verschwenkung im Uhrzeigerdrehsinn, gesehen von
der rechten Seite der Maschine, in ihre Arbeitslage erfahren und infolgedessen die
entsprechenden Auslösevorrichtungen des Magazins zur Wirkung- bringen, während beim
Senken der Stangen F die Hebel D2 unter dem Einfluß der Schwerkraft in ihre normale
oder untere Lage zurückgeführt werden, in der sie auf einer flachen darunterliegenden
Querleiste D7 (vgl. Fig. z) aufruhen. Die normalen oder untersten Lagen der Auslösestangen
F anderseits sind durch. Vorsprünge f 2 bestimmt, die von den vorderen. Kanten der
Stangen F abstehen und bei gesenkter Stange an der oberen Fläche der kammartig ausgesparten
Platte f 1 aufliegen.
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Die den Hauptmagazinen zugeordneten. Auslösestangen F werden durch
die Vermittlung von zwei Gruppen von waagerechten schwenkbaren Querleisten. F2 gehoben
und gesenkt, von denen die eine Gruppe vor den Auslösestangen F1 und die andere
Gruppe hinter diesen liegt. Jede Gruppe von Schwenkleisten F2 ist ihrerseits durch
eine Gruppe von durch Motorkraft verschiebbaren Stangen F3 verstellbar, von denen
(vgl. Fig. z bis 3) die auf die vorderen Schwenkleisten F2 wirkende Gruppe vor diesen
und die an den hinteren Schwenkleisten angreifende Gruppe hinter diesen angeordnet
ist.
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Das eigentliche Tastenwerk E kann von normaler Ausführung mit neunzig
geeignet beschrifteten Tasten El sein, die an den vorderen Enden von Tastenhebeln
E2 sitzen, die in der Mitte mit an beiden Enden in dem Tastenwerkrahmen gelagerten
Querwellen E3 versehen sind. Die Wirkungsweise dieser Tasten und 'Tastenhebel ist
in der Hauptsache die gleiche wie bei den bekannten Ausführungen von Matrizensetz-.
und Zeilengießmaschinen der eingangs gekennzeichneten Art, d. h. nach dem Niederdrücken
einer Taste El hebt ein motorischer Zwischenantrieb, der für einen einzigen Arbeitszyklus
auf die geeignete Stellstange F3 wirkt, die entsprechende Auslösestange F an und
löst dadurch die Matrize aus. Der motorische Zwischenantrieb ist jedoch nach der
Erfindung wesentlich anders und vorteilhafter als bisher ausgebildet. Wie aus Fig.
z, 2 und q. ersichtlich, sind die Stehstangen F3 der vorderen Gruppe an ihren unteren
Enden mit Nuten F14 versehen, in welche die rückwärtigen Enden einer Reihe von in
der Längsrichtung der Maschine liegenden Schwenkhebeln F15 eingreifen, die in der
Mitte an einer Querstange Fls gelagert sind, die an ihren Enden in Ansätzen befestigt
ist, die von einer winklig profilierten, einen Teil des festen Rahmens der Stangen
F3 bildenden Querstrebe F17 nach unten ragen. Für jede Stellstange F3 der Gruppe.
ist ein solcher Schwenkhebel F15 vorgesehen, der in seiner normalen Stellung durch
eine Druckfeder F18 gehalten wird, die mit einer nach abwärts gerichteten Kraft
an der oberen Kante des Schwenkhebels gerade vor seinem Drehpunkt angreift und in
einerAussparungFl9der darüberliegenden winklig profilierten Querstrebe F17 sitzt
sowie einen kleinen sie in Lage haltenden Ansatz F29 an der Oberseite des Schwenkhebels
F15 umschließt. Die Federn F18 suchen die Schwenkhebel F15 entgegengesetzt dem Uhrzeigerdrehsinn,
gesehen von rechts auf die Maschine, aus ihren normalen Lagen auszuschwingen, die
durch obere Anschlagflächen F21 der Schwenkhebel F15 bestimmt sind, die sich gegen
die untere Fläche der winklig profilierten Querstrebe F17 legen. Wenn die Schwenkhebel
F15 in ihren normalen Lagen sind, werden die damit im Eingriff stehenden Stellstangen
F3 in ihren Hochlagen gehalten. Da die Verbindungen zwischen den Stangen F3 und
den Schwenkhebeln F15 gelenkiger Art sind, ist eine wirksame Bewegungsübertragung
und eine zuverlässige Kupplung zwischen diesen Teilen jederzeit gesichert.
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Die Stehstangen F3 der hinteren Gruppe (vgl. Fig. r, 3 und q.) werden
durch eine Reihe von Schwenkhebeln F15 verschoben, die in jeder Hinsicht mit den
an den Stangen F3 der vorderen Gruppe angreifenden Hebeln F15 in Ausführung, Lagerung
und Wirkungsweise übereinstimmen, jedoch sich davon bezüglich der Drehrichtung insofern
unterscheiden, als die Nuten F14 in den hinteren Stellstangen F3 nicht nach vorn,
sondern nach rückwärts gerichtet sind und nicht die Hinter-, sondern die Stirnenden
der Schwenkhebel F15 aufnehmen und auf diese die Federn Fla im Uhrzeigerdrehsinn
und nicht in der Gegenrichtung einwirken. Infolge dieser spiegelbildlichen Anordnung
der vorderen und der hinteren Schwenkhebel F15 werden zur Auslösung von Matrizen
die Schwenkhebel in der vorderen Gruppe im Uhrzeigerdrehsinn und in der hinteren
Gruppe entgegen der Umlaufrichtung des Uhrzeigers unter Überwindung der Gegenkraft
der zugehörigen Rückholfedern F18 ausgeschwungen, um die entsprechenden Stellstangen
F3 nach abwärts zu ziehen und die Auslösestangen F durch die Schwenkleisten F2 anzuheben.
Nach einer jeden derartigen Arbeitsleistung werden die Schwenkhebel F15 in ihre
normalen Lagen durch ihre Federn F18 zurückgeführt und bringen ihrerseits sowohl
die Stellstangen F3 als auch durch die Schwenkleisten F2 die Auslösestangen F in
die Normalstellung zurück.
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Für die Verstellung einer jeden Reihe von Schwenkhebeln F15 ist eine
motorische Antriebsgruppe vorgesehen, und diese Antriebe sind, außer hinsichtlich
der
Durchführung der Rückdrehung der Schwenkhebel, einander gleich. Jede Antriebsgruppe
enthält (vgl. Fig. q.) als Bestandteil einen U-förmig profilierten Träger H, der
an einem Querrahmen HI angebracht ist, der unter der vorderen bzw. der hinteren
Gruppe von Schwenkhebeln F15 angeordnet ist. Die Schenkel H2, H3 der U-förmig profilierten
Träger H erstrecken sich nach vorn bei der vorderen und nach hinten bei der rückwärtigen
Antriebsgruppe und halten und führen in jeder Antriebsgruppe je eine Reihe von senkrechten
Stoßübertragungsgliedern H4, von denen je eines jedem Schwenkhebel F15 zugeordnet
ist und bei der vorderen Gruppe unmittelbar unter dem Stirnende und bei der rückwärtigen
Gruppe unmittelbar unter dem Hinterende des betreffenden Schwenkhebels F15 liegt.
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Jedes Stoßübertragungsglied H4 besteht aus einem senkrecht angeordneten
Zylinder, der an seinem unteren Ende in seiner Normalstellung an dem unteren Schenkel
H3 des vorderen bzw. des hinteren U-förmig profilierten Trägers H abgestützt ist.
Dieses Zylinderende ist durch einen Stopfen H7 abgeschlossen, der in den Zylinder
mit einer scheibenförmigen Verbreiterung eingepaßt ist, die mit einer Ringnut versehen
ist, in welche die Zylinderwandung zur Sicherung einer dauernden Verbindung bei
dem zusammengesetzten Stoßübertragungsmittel hineingepreßt ist. Der Stopfen H' geht
unten durch Einschnürung in einen Bolzen H1°, der den unteren Schenkel H3 des U-förmig
profilierten, die Zylinder H4 abstützenden Trägers H
durchquert, und oben
in einen zweiten, ebenfalls durch Einschnürung gebildeten Bolzen über, der zur Zentrierung
einer im Zylinder H4 vorgesehenen Schraubenfeder H8 dient. Die auf dem Stopfen H'
aufruhende Druckfeder H$ drückt mit ihrem oberen Ende einen im Zylinder H4 verschiebbaren
Kolben H6 gegen die obere Zylinderquerwand. In einer Bohrung des Zylinderkopfes
ist eine vom Kolben ausgehende und gegenüber diesem eingeschnürte KolbenstangeH9
geführt, die sich nach oben über den Zylinder hinaus und durch den oberen Schenkel
H2 des U-förmig profilierten Trägers H erstreckt.
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Die beiden Schenkel H2 und H3 des U-förmig profilierten Trägers H
der Stoßübertragungsglieder dienen diesen zur Führung für eine begrenzte senkrechte
Bewegung, deren Ausmaß durch den Abstand zwischen dem oberen Schenkel H2 und dem
Kopf des auf dem unteren Schenkel H3 aufruhenden Zylinders H4 bestimmt ist. Dieser
Abstand ist hinreichend bemessen, um dem ganzen Stoßübertragungsglied H4, H9, His
eine Aufwärtsbewegung zu ermöglichen, die genügt, um den darüberliegenden Hebel
F15 um den für die Auslösung einer Matrize erforderlichen Winkel zu verschwenken.
Die zwischen dem Kolben HI und dem Stopfen H' eingefügte Feder Hg ist stark genug,
um die Gegenkraft der auf dem Schwenkhebel F15 drückenden Feder F18 und auch jeden
der Bewegung der zu verschiebenden Teile z. B. durch Reibung oder Klemmen entgegenwirkenden
mechanischen Widerstand zu überwinden, so daß das Stoßübertragungsglied
H4, H9, H1° sich wie ein starrer Zwischenteil von gleichbleibender Länge
verhält. In den Fällen dagegen, wo ein durch die Feder H8 nicht beseitigbares Hindernis
sich der Verstellung der beweglichen Teile widersetzt, und insbesondere, wenn die
Schwenkhebel F15 gegen eine sie zur Wirkung bringende Drehung gesperrt werden, führt
das Anheben des Stoßübertragungsgliedes lediglich zu einem Zusammendrücken der Feder
H$ ohne jede Beschädigung von Teilen.
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Unter jeder Gruppe vonStoßübertragungsgliedernH4 ist (vgl. Fig. q.)
eine entsprechende Gruppe von Hebeln H11 angeordnet, die um eine sie in der Mitte
durchquerende, festliegende Stange H12 drehbar sind, die sich von der einen nach
der anderen Seite des Tastenwerks erstreckt und längs welcher die Hebe1H durch eine
kammartig ausgesparte Platte A in gleichem Abstand gehalten sind. Für jede
Gruppe von Hebeln H11 ist eine Stange H12 vorgesehen und je ein Hebel in einer Gruppe
einem Stoßübertragungsglied H4 zugeordnet. Jeder Hebel H11 ist mit einem Arm H13
versehen, der sich nach vorwärts oder rückwärts, je nachdem der Hebel H11 unter
der vorderen oder der hinteren Gruppe von Stoßübertragungsgliedern H4 liegt, bis
unter das zugehörige Stoßübertragungsglied H4 erstreckt. Ein zweiter ArmH14 der
Hebel H11 ist entgegengesetzt und dabei auch nach abwärts gerichtet und legt sich
mit seinem zur Erzielung einer günstigen Berührungsfläche abgerundeten Ende gegen
die Umfläche eines Nockens H15. Die Nocken H15 sind in der gleichen Anzahl wie die
Hebel H11 vorgesehen und in zwei hintereinanderliegenden Gruppen angeordnet, und
jedem Nocken ist eine Taste Ei zugeteilt. Für jede Gruppe von Nocken H15 ist (vgl.
Fig. 2 bis q) eine quer liegende Antriebswelle His vorhanden, die sich von der einen
nach der anderen Seite des Tastenwerks erstreckt und auf der die Nocken lose oder
frei drehbar sitzen. Die Wellen His sind zueinander parallel und werden in entgegengesetzter
Richtung durch eine dauernd wirkende Kraftquelle in Umdrehung versetzt. Im Gegensatz
zu dieser ständigen Drehung der Wellen His werden die Nocken H15 für gewöhnlich
im Stillstand gehalten, bis die Taste Ei, die zu dem jeweils anzutreibenden Nocken
gehört, niedergedrückt wird, worauf eine bewegungsübertragende Verbindung zwischen
dem ausgewählten Nocken und der sie tragenden Welle hergestellt wird. Die Verbindung
zwischen dem Nocken und der Welle wird aufrechterhalten, bis die Welle einen Umlaufzyklus
vollendet hat, und erst dann wird die Antriebskupplung unterbrochen und der Nocken
zur Ruhe gebracht. Die Gestaltung des Nockenumrisses ist derart gewählt, daß das
darüberliegende Stoßübertragungsglied H4 während eines Drehzyklus durch den zugehörigen
von seinem Nocken H15 verschwenkten Hebel H11 angehoben wird und den darüberliegenden
Schwenkarm F15 verstellt. Der jeweils wirksame Schwenkhebel F15 dreht seinerseits
durch die mit ihm verbundene Stellstange F3 die entsprechende Schwenkleiste F2,
um die Auslösestange F zu verstellen, welche gerade zur Zeit mit der Schwenkleiste
F2 verbunden ist.
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Um die Antriebsverbindung zwischen den Nokken H15 und den Treibwellen
His herzustellen, ist jedem Nocken eine Kupplungseinheit zugeordnet, die beim Niederdrücken
der entsprechenden Taste Ei. zur
Wirkung gebracht wird und den Nocken
mit der Welle auf Drehung kuppelt.. Nach der Vollendung des Nockenzyklus wird die
Kupplung abgeschaltet und der Nocken in seiner normalen Stellung zum Stillstand
gebracht. Wie aus der die auseinandergenommenen Teile einer Gesamtheit von Nocken
und Kupplung wiedergebenden Fig. 5 ersichtlich ist, umfaßt eine derartige Einheit
außer dem eigentlichen Nocken H15 zwei beiderseits des Nockens liegende ringförmige
Scheiben H18 und H19 und eine Doppelscheibe H2°, die aus zwei mit Abstand miteinander
verbundenen Flachringen besteht und am Umfang des einen Ringes Zähne 21 aufweist,
sowie einen Stift H22 und einen jochartigen Bügel H23, dessen Schenkel an den einander
gegenüberliegenden Enden mit nach einwärts gerichteten, zwischen die beiden Flachringe
der Doppelscheibe H26 einführbaren Nasen Heb versehen sind. An der Welle H16 sind
vier Längsnuten H26, die gleichmäßig -über die sonst zylindrische Wellenoberfläche
verteilt sind, und in der Mitte zwischen zweien dieser Nuten H26 ein zusätzlicher
schmalerer Längskanal H27 sowie ferner (vgl. Fig.12) in regelmäßigen, den erforderlichen
Abständen der Nocken H15 entsprechenden Zwischenräumen längs der Wellenachse und
in dazu senkrechten Ebenen je zwei parallele Ringnuten H28 ausgespart, deren gegenseitige
Entfernung sich nach der Summe der Dicken des Nockens H16 und der Scheiben H18,
H19 bestimmt und die bis auf die Unterbrechungen durch die Längsnuten H26, H27 kontinuierlich
verlaufen. Die Ringscheiben H18 und H19 sind an ihrem Innenkreis mit vier gleichmäßig
über diesen verteilten, radial nach einwärts gerichteten Ansätzen H29 versehen,
die in ihrem Winkelabstand mit den Längsnuten H26 der Welle H16 übereinstimmen.
Die Ansätze H29 weisen AusnehmungenH3° auf, von denen jeweils eine beim Zusammenbau
von Nocken und Kupplung wirksam wird.
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Um die in Fig. 5 dargestellten Einzelteile zu der Kupplung nach Fig.6
bis- 12 zusammenzusetzen, wird zuerst die eine der beiden Ringscheiben H18, H19,
z. B. die Scheibe H18, auf die Welle H16 unter Einführung ihrer Ansätze H29 in die
WellennutenH26 aufgeschoben, bis sie die Ringnut H28 erreicht hat, die für sie auf
Grund der von der zusammengebauten Kupplung auf der Welle einzunehmenden Lage in
Betracht kommt, worauf sie gegenüber der Welle um einen Winkel von q.5° oder bis
zur Deckung der Ausnehmung H3° eines ihrer Ansätze H29 mit der schmaleren Längsnut
H27 der Welle Hl- verdreht wird. -Nach der Scheibe H18 wird der Nocken H15
und nach dieser die zweite, mit inneren Ansätzen versehene Ringscheibe H19 auf -
die Welle H16 bis zum Auftreffen auf die Scheibe H18 aufgeschoben. Dann kommt .die
gezahnte Doppelscheibe H2° an die Reihe, deren Flachringe in der richtigen gegenseitigen
Entfernung durch vier gleichmäßig über ihren Innenkreis verteilte, jochartig geformte
AbstandsstückeH31 gehalten sind, von denen jedes mit axial in Abständen ausgesparten
Löchern oder Schlitzen zur Aufnahme von in entsprechenden gegenseitigen Entfernungen
liegenden Ansätzen H32 des Innenrandes der zwei Flachringe der Doppelscheibe H2°
versehen ist. Die Ansätze H32 sind unter Drück in die Öffnungen der Abstandsstücke
H31 eingepaßt, um diese in Lage zu halten. Wenn die Doppelscheibe H2° auf der WelleHl6
in Stellung gebracht wird, fügen sich die jochartigen Stücke H31 in die Längsnuten
H26 der Welle ein, an deren Wandung sie dabei entlang gleiten, was durch glattflächige
Bearbeitung ihrer Seitenkanten erleichtert ist. Zuletzt wird in die schmale Längsnut
H27 der Welle His der Stift H22 eingeschoben, bis er die Ausnehmungen H3° in den
mit dieser Längsnut H27 zur Wirkung gebrachten Ansätzen H29 der beiden gleichen
Ringscheiben H18 und H19 durchsetzt und diese dadurch mit der Welle H16 kuppelt.
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.Wird die Welle H16 gedreht, so nimmt sie die Doppelscheibe H26 auf
Grund des Eingriffes der jochartigen Stücke H31 in die Längsnuten H26 und die Ringscheiben
H18, H19 infolge der durch den StiftH22 in Verbindung mit der Längsnut H27 und den
Ansätzen H29 erreichten Bewegungsübertragung mit. Gegen eine Längsverschiebung auf
der Welle H16 sind die beiden Ringscheiben H18 und H19 durch den Eingriff ihrer
Ansätze 1121 in die Ringnut H28 gesichert und, da der Nocken H15 mit Flächenberührung
zwischen ihnen liegt, ist auch sie an einer Bewegung in der Richtung der Wellenachse
verhindert, während eine Drehung des Nockens um die Welle durch die dem Zylinderdurchmesser
der Welle entsprechende Nockenbohrung möglich ist. Die gezahnte Doppelscheibe H26
kann eine begrenzte Bewegung längs der Welle H16 ausführen, ist aber für gewöhnlich
in einem bestimmten Abstand von den Nocken durch den Bügel H23 gehalten, der an
einer darüberliegenden Stange H33 gehalten ist, die (vgl. Fig. q., 7, 8 und 12)
quer zur Achse der Welle H16 gerichtet und mit ihrem einen Ende an der Querstrebe
Hl des Tastenwerkrahmens befestigt ist. Der Bügel H23 geht an seinem oberen Ende
in zwei durch einen Zwischenraum getrennte Haken H34 über, welche auf der .Stange
H33 aufliegen und dem Bügel eine Drehung gegenüber der Stange gestatten.
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Wie aus Fig.5 und x2 ersichtlich, weist jeder Bügel H23 an seiner
oberen Kante, zwischen seinen Haken H34 eine kleine flanschartige Zunge H35 auf,
die sich nach oben in einer von den Nocken der betreffenden Kupplungseinheit abgekehrten
Schrägrichtung erstreckt. Die Zungen H35 aller Bügel H23 der beiden Gruppen von
Kupplungseinheiten werden (vgl. Fig. 12) an ihren oberen Enden durch die Zähne einer
kammartig ausgesparten Blattfeder H36 erfaßt, die an der feststehenden Rahmenstrebe
Hl befestigt ist. Die Blattfeder H36 sucht den Bügel H23 längs der Welle nach den
zugehörigen Nocken H15 hin zu drehen, aber diese Bewegung wird für gewöhnlich durch
einen Ansatz- H37 verhindert, der an der einen Seite des Nockens vorsteht und sich
(vgl. Fig. 7 und 11) gegen einen Vorsprung oder Buckel H38 an der benachbarten Seite
des Bügels legt.
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Der Nocken His bleibt so lange der einzige für gewöhnlich nicht an
der Drehung der Welle H16 teilnehmende Teil in jeder Kupphingseinheit, als sie in
ihrer normalen Lage, bei der ihr Ansatz H37 mit dem Buckel H38 des Bügels H23 zusammenwirkt,
durch einen darüberliegenden Schwenkhebel H39 gehalten
wird, der
an seiner unteren Kante (vgl. Fig. 7 und 12) mit einem Ansatz H49 versehen ist,
der in die Bahn des Ansatzes H3' des Nockens ragt und als ein diese in ihrer Normallage
festlegender und sichernder Anschlag dient. Jedem Nocken ist ein solcher Hebel His
zugeordnet, und die bei der vorderen Nockengruppe vorhandenen Hebel sind nahe ihren
vorderen Enden (vgl. Fig. q.) an einer Querstange H41 drehbar gelagert, die an ihren
Enden in nach unten ragenden Ansätzen der vorderen Rahmenstrebe Hl abgestützt ist,
die eine kammartige, die Hebel längs der Stange H41 im richtigen gegenseitigen Abstand
haltende untere Verlängerung aufweist. Die mit der hinteren Nockengruppe in Verbindung
stehenden Hebel H39 sind baulich den vorderen Hebeln vollständig gleich und von
diesen nur durch ihre umgekehrte Lagerung verschieden, d. h. sie sind an ihren rückwärtigen
Enden im erforderlichen gegenseitigen Abstand an einer Querstange H41 schwenkbar
gehalten, die an ihren Enden in von der rückwärtigen Rahmenstrebe Hl abstehenden
Ansätzen sitzt. Die normalen Lagen der Hebel His sind durch Anschlagflächen lt'
bestimmt, welche an ihren oberen Kanten ausgebildet sind und sich gegen die unteren
Flächen der entsprechenden sie tragenden Rahmenstreben Hl legen.
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Die Hebel H39 liegen mit ihren freien Enden, d. h. bei der vorderen
Nockengruppe mit den hinteren und bei der hinteren Nockengruppe mit den vorderen
Enden, über je einer senkrecht angeordneten Tastenstange E4, und alle diese Tastenstangen
haben mit beschränkter senkrechter Bewegungsmöglichkeit am oberen Ende in Schlitzen
einer kammartig ausgesparten, an dem Tastenwerkrahmen befestigten oberen Platte
E5 und am unteren Ende in einer unteren nicht dargestellten Platte von ebenfalls
kammartiger Form ihre Führung. Die ganze Stangengruppe umfaßt einundneunzig Tastenstangen
E4, von denen, abgesehen von der für die Spatien bestimmten Stange, jede zweite
mit einem Hebel H39 der vorderen Nockengruppe und jede der übrigen mit einem Hebel
H39 in der hinteren Nockengruppe zusammenarbeitet. Jede Tastenstange E4 ist mit
einer Nut e zur Aufnahme des verjüngten rückwärtigen Endes eines der Tastenhebel
E2 versehen, wie sie bei der normalen Ausführung der Tastatur für Matrizensetz-
und Zeilengießmaschinen der eingangs gekennzeichneten Art mit neunzig Tasten Verwendung
finden.
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Das Tastenwerk nach den Fig. t bis 12 arbeitet wie folgt: Wenn der
Setzer eine Taste drückt, wird die entsprechende Tastenstange E4 angehoben und bringt
den darüberliegenden Hebel H39 bei einer vorderen Nockengruppe von der in Fig. 6
in gestrichelten Linien angedeuteten Lage in die in vollen Linien wiedergegebene
Stellung, und beim Drücken einer auf einen Nocken der hinteren Gruppe von Kupplungseinheiten
wirkenden Taste treten in gleicher Weise eine dieser Gruppe zugeordnete Tastenstange
E5 und der entsprechende Schwenkhebel H39 (vgl. die rechte Seite von Fig. q.) in
Tätigkeit. Wenn der Hebel H39 nach oben gekippt ist, verläßt sein Hemmansatz H4°
den Ansatz H3' des zugehörigen Nockens H15, wodurch dieser für die Drehung frei
wird. Von den mit der Welle Hls sich drehenden Ringscheiben Hls und H19 wird ein
genügender Zug auf den lose auf der Welle sitzenden Nocken His ausgeübt, um diesen
zu drehen, bis sein Ansatz H3' von dem Buckel H38 abgerückt, mit dem der zugehörige
Bügel F123 versehen ist. Nunmehr dreht die darüberliegende Blattfeder H38 den Bügel
H23 nach dem Nocken hin, und dieser verschiebt dabei die zugehörige gezahnte Doppelscheibe
H29 längs der Welle ebenfalls nach dem Nocken hin, d. h. von seiner unwirksamen
Lage nach Fig.7 in die Arbeits- oder Kupplungslage nach Fig. 8, indem er auf die
Doppelscheibe H2° mittels seiner Nasen H25 wirkt, für die der zwischen den beiden
Teilen der Doppelscheibe vorhandene Zwischenraum eine Eingriffsbahn bildet, die
eine Axialverschiebung des Nockens durch den Bügel ohne Störung der Drehbewegung
des Nockens ermöglicht. Da ferner die Nasen H25 des Bügels H23 an entgegengesetzten
Durchmesserenden sitzen, kann auch keine Neigung des Kupplungsgliedes H29 zum Schrägstellen
oder sonstigen Verlassen der richtigen Lage oder zum Festklemmen auf der Welle während
der Verschiebung auftreten.
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In der Kupplungsstellung der Doppelscheibe H29 befinden sich deren
Zähne H21 in einer und derselben Ebene mit zwei Vorsprüngen H42 des Nockens H15,
die in dieser durch Ausbeulen oder Hochbiegen von Teilen des Scheibenkörpers an
den Enden eines Durchmessers gebildet sind. Daher wird beim Weiterdrehen der Welle
die damit verkeilte Doppelscheibe H2° als Kupplungsglied durch den Eingriff ihrer
Zähne H21 mit den Vorsprüngen H42 des Nockens diesen mitnehmen und für eine Umdrehung
antreiben, bis der Ansatz H3' des Nockens wieder den Buckel H an dem Bügel H23 erreicht
und diesen dadurch in die Ausgangs-oder Normallage zurückschwenkt. Der Bügel H23
rückt hierbei mittels seiner Nasen H25 die Doppelscheibe H29 längs der Welle von
dem Nocken H15 ab und unterbricht damit die Kupplung des Nockens H15 mit der Antriebswelle
H16. Die weitere Drehung des Nockens wird nunmehr durch die Mitnehmerwirkung der
Ringscheiben H18, H19 hervorgerufen, die wiederum einen hierfür genügenden Zug auf
den Nocken ausüben und selbst dauernd mit der Welle H16 gekuppelt sind. Inzwischen
ist jedoch der über dem Nocken liegende Hebel H36 beim Freigeben der gedrückten
Taste durch den Setzer in seine Normallage zurückgefallen und hat seinen Ansatz
H4° in die Bahn des Ansatzes H37 des Nockens H15 gebracht, so daß dieser unter Überwindung
der Zugwirkung der Ringscheiben H18, H19 in seiner durch den Hebelansatz H4o bestimmten
Normallage an- und festgehalten wird. Während seiner Drehung hat der Nocken den
an seiner Kante anliegenden Hebel Hll von der in Fig. 6 gestrichelt angedeuteten
in die mit vollen Linien wiedergegebene Stellung verschwenkt und dadurch das darüberliegende
Stoßübertragungsglied H4 angehoben sowie weiterhin durch den Schwenkhebel F1-' und
die zugehörige Stellstange F3 die mit dieser zur Zeit verbundene Auslösestange F
aufwärts verschoben und so aus dem geeigneten Magazin die der gedrückten Taste entsprechende
Matrize ausgelöst.
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Der auf den Nocken H15 von den Ringscheiben 11111, H19- ausgeübte
Zug, de; zuerst eine Drehung des
Nockens um einen für die Einschaltung
der Kupplung genügenden Winkel und später am Ende des Matrizenauslösevorgangs die
Überführung des Nockens in seine Normallage nach der Abschaltung der Kupplung hervorruft,
kann mit Hilfe von Öl erzeugt oder unterstützt werden, das in die Gehäuse H43 eingefüllt
ist, in denen die- Nockengruppen untergebracht sind und dauernd arbeiten. Dieses
Ölbad. gewährleistet nicht nur eine verringerte Abnützung der Teile und außerdem
ihr Freibleiben von Staub und Schmutz infolge des durch das Öl veranlaßten Sichabsetzens
des etwa in den Gehäusen angesammelten Staubes. und durch seine dann beim Ölersatz
leicht mögliche Entfernung, sondern bietet auch den gerade erfindungsgemäß wertvollen
Vorteil, daß stets zwischen den Nocken und den benachbarten Scheiben ein Ölfilm
vorhanden ist, wodurch zwischen- diesen Teilen eine Zugwirkung entsteht, die einen
die beabsichtigte Bewegungsübertragung von den Ringscheiben auf den Nocken ermöglichenden
Wert annimmt, wenn ein Öl von bestimmter Viskosität verwendet und diese bei der
Ausbildung der Teile berücksichtigt wird. Durch die Wahl eines Öls von der richtigen
Viskosität läßt sich die von diesem entwickelte Zugwirkung, d. h. die durch dieses
weiterleitbare Kraft, so genau festlegen, daß die Bewegungsübertragung von den Ringscheiben
Hls, HI-1 auf den Nocken H16 praktisch wie durch eine im engeren Sinne mechanische,
starre Verbindung erfolgt.
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Die Tastenwerkeinheit E ist längs verschiebbar gelagert, so daß sie
als Ganzes von ihrer normalen Stellung aus, beider die Stoßübermittlungsglieder
H4 (vgl. Fig. 16) unmittelbar unter den von. ihnen verschwenkten Hebeln F15 liegen,
in eine vordere Stellung überführbar ist, bei der (vgl. Fig. 18) die rückwärtige
Gruppe der Stoßübermittlungsglieder H4 von der vorderen Gruppe der Hebel. F15 abgerückt
und das ganze Tastenwerk zur Ausbesserung oder Nachprüfung zugänglich ist. Um diese
Bewegung des gesamten Tastenwerks zu erleichtern, ist (vgl. Fig.13) ein hinterer
Teil E6 seines. Rahmens mit zwei seitlich mit Abstand angeordneten und nach rückwärts
ragenden Armen E7 versehen, die je mit einer nach hinten sich erstreckenden Leiste
E8 verbunden sind, die längs verschiebbar auf drehbaren Antifriktionsrollen E9 abgestützt
und geführt ist, deren Achszapfen E1° an zwei mit Abstand parallelen Seitenteilen
E11 eines Tragrahmens E12 gehalten sind. Außer diesen Seitenteilen.Ell, die in der
Nähe und außerhalb der LeistenE8 liegen, weist der. Rahmen E12 vordere. und hintere
Querteile Els und E14, die mit den Seitenteilen zur Verstärkung und Versteifung
des Rahmens verbunden sind, und weiterhin an seinem hinteren Ende zwei aufwärts
gerichtete Arme E15 auf, die (vgl. Fig. 16 und 18) an ihren oberen Enden an Gelenkzapfen
EI',
drehbar angeschlossen sind, die in Ansätzen eines feststehenden Rahmenteiles
El' der Maschine. sitzen.
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Die Antifriktionsrollen E9 sind an beiden Seiten mit Flanschen versehen,
welche die Seitenflächen der Leisten E8 umfassen, um ein seitliches Verrücken der
Tastenwerkeinheit bei deren Längsverschiebung zu verhindern. Für jede Leiste E8
sind drei Rollen vorgesehen,, von denen eine nahe der Stirnseite des Tragrahmens
Eil=unter der Leiste und die beiden anderen über der Leiste angeordnet sind, und
der Abstand der beiden oberen Rollen ist so bemessen, daß, -wenn die Tastenwerkeinheit
sich in ihrer normalen Lage befindet, die hintere Rolle und, wenn das Tastenwerk
seine vordere Lage einnimmt, die vordere Rolle mit der Stirnseite der Leiste nahe
ihrem rückwärtigen Ende (vgl. Fig. 16 und 18) in Berührungseingriff ist. Eine Schiene
E18, die (vgl. Fig. 13, 15 und 16) mit dem rechten Seitenteil E11 des Rahmens
E12 an seiner Innenfläche unter der Leiste E8 dieser Seite verbunden ist, verhindert
ein versehentliches Hochkippen der Tastenwerkeinheit, Auch das überhängende Gewicht
des Tastenwerks wird bei dieser Anordnung unabhängig von seiner Lage entsprechend
abgestützt.
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Die Vorwärtsbewegung der Tastenwerkeinheit ist (vgl. Fig. 13, 15 und
17) durch eine Scheibe E19 beschränkt, die am hinteren Ende der rechten Leiste E$
angebracht ist und über deren linke Seitenfläche hinausragt, so daß sie einen mit
der Schiene EI." verbundenen Anschlag E2° bei der Vorwärtsbewegung des Tastenwerks
erfaßt. Die Lage des Ansatzes E2° an der Schiene E18 ist so gewählt, daß, wenn er
in Eingriff mit der Scheibe E19 ist, die Tastenwerkeinheit ihre volle Vorwärtsbewegung
ausgeführt hat und daher frei von den Hebeln F16 ist. Die Scheibe E19 ist leicht
lösbar, z. B. durch Verschrauben an der Leiste E8, befestigt, so daß sie, wenn die
vollständige Abnahme der ganzen Tastenwerkeinheit von der Maschine gewünscht wird,
entfernt werden kann, um ungehindert die Leisten E8 und damit das Tastenwerk E nach
vorwärts ziehen und von den Antifriktionsrollen El freilegen zu können.
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Die Tastenwerkeinheit E ist in ihrer normalen Lage und gegen eine
Längsbewegung durch einen Sperrbolzen E21 gesichert, der (vgl. Fig. 13 und 17) verschiebbar
in einem rechtsseitigen Ausleger E22 des Tragrahmens Eil gehalten ist. Der im Querschnitt
ungefähr quadratische Bolzen E21 ist mit beschränkter Verschiebungsmöglichkeit in
einer quer zur Maschine verlaufenden Richtung durch eine L-förmige Platte E 23 geführt,
deren einer Schenkel an dem Ausleger E22 am oberen. Ende befestigt und deren anderer
Schenkel am unteren Ende für die Aufnahme des Bolzens E21 ausgespart ist. Der Vierkantbolzen
geht an seinem inneren Ende in einen zylindrischen Zapfen E24 von kleinerem Querschnitt
über, der in eine Bohrung E26 eines kleinen Ansatzes E28 greift, der an einer hinteren
Strebe des Rahmens des Tastenwerks nahe dem Boden vorgesehen ist. Für gewöhnlich
ist der runde Endzapfen E24 des Vierkantbolzens E21 im Eingriff mit der Bohrung
E25 des Ansatzes E26 und legt das Tastenwerk in seiner richtigen Stellung in der
Längsrichtung mit Bezug auf den Tragrahmen E12 fest, während er, wenn die Vorwärtsverschiebung
des Tastenwerks erfolgen soll, nach rechts herausgezogen wird, bis sein Ende das
Bohrloch verlassen hat, worauf das Tastenwerkfrei bewegt werden kann.
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Die Tastenwerkeinheit E wird, bevor sie nach vorn bewegt wird, etwas
gesenkt, um einen reichlichen freien Raum zwischen den S.toßübertragungsgliedernH4
und. den durch diese verstellbaren Hebeln FU unabhängig von ihren Lagen zu schaffen.
Zu diesem Zweck ist (vgl. Fig. r3, 16 und i8@ unter dem Tragrahmen E12
des
Tastenwerks und nahe seinem vorderen Ende ein Handgriff E27 vorgesehen, der mit
einer quer gerichteten Schwenkwelle E28 fest verbunden ist, die waagerecht unter
dem Tastenwerk liegt und nahe ihren Enden in den gabelförmigen oberen Enden E28
zweier an dem feststehenden Maschinenrahmen angebrachter Halter E3° gelagert ist.
Auf der Schwenkwelle E28 sitzen zwei Nocken E31, von denen sich der eine am rechten
und der andere am linken Wellenende befindet und der rechtsseitige ein Stück mit
dem Handgriff E27 bildet. Die Nocken E31 sind so angeordnet, daß jeder mit einer
darüberliegenden senkrechten Anschlagschraube E32 zusammenarbeitet, die in den Tragrahmen
El= nahe seinem vorderen Ende eingeschraubt und zur Erzielung und Sicherung der
richtigen Lage der Teile einstellbar ist. Der Umriß der Nocken E31 ist so geformt,
daß bei Einstellung des Handgriffs E27 in die aus Fig. 16 ersichtliche Tieflage
der Tragrahmen El= in eine die Stoßübertragungsglieder H4 in Berührung mit den Hebeln
F15 haltende Lage eingestellt ist, während bei Überführung des Handgriffs in die
in Fig. 18 wiedergegebene Hochlage der drehbar gelagerte Tragrahmen E12 nach unten
um eine genügende Strecke schwingen oder fallen kann, um die Stoßübertragungsglieder
H4 von den Hebeln F15 für die Vorwärtsbewegung der Tastenwerkeinheit abzurücken.
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Der ein Stück mit dem Handgriff E27 bildende rechte Nocken E31 weist
zwei seitlich vorspringende Stifte E33 auf, von denen der eine zum Anliegen an das
obere Ende des benachbarten Halters E36 und der andere zum Auftreffen auf die Stirnseite
dieses Halters gebracht werden kann, wodurch die zwei Endlagen des Handgriffs E27
festgelegt werden. Die Stifte E33 an dem Nocken E31 sind in bezug auf die Schwenkwelle
E28 so angeordnet, daß das Gewicht der Tastenwerkeinheit stets den Handgriff E27
in der Endlage zu halten sucht, in die er durch den Setzer gedreht worden ist.
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Der für das Tastenwerk vorgesehene motorische Antrieb wird erfindungsgemäß
selbsttätig von dem Tastenwerk abgekuppelt, wenn dieses entriegelt wird, um seine
Vorwärtsbewegung zu ermöglichen, und selbsttätig wieder an das Tastenwerk angekuppelt,
wenn dieses nach rückwärts bewegt und in seine Normallage gebracht wird. Die beiden
dauernd wirksamen Wellen H16, mit denen die Steuernocken H15 für die Stellstangen
F3 und die Auslösestangen F auf Drehung gekuppelt werden, tragen an ihren rechten
Enden, wie Fig. 13 und 1q. zeigen, Zahnräder E34, die mit zwei darüber angeordneten
Ritzeln E35 kämmen, die auf Wellenstümpfe E36 aufgekeilt sind, die in an dem Tastenwerkrahmen
befestigten Haltern E37 drehbar gelagert sind. An ihren rechten, über die Halter
E37 hinausragenden Enden sind die beiden Wellenstümpfe E36 mit je einer von zwei
Scheiben E38 versehen, die durch einen endlosen Riemen E39 angetrieben werden, der
um sie (vgl. Fig. 16 und 18) in entgegengesetzten Richtungen und außerdem um zwei
weitere Scheiben E4° und E41 herumgelegt ist, die (vgl. auch Fig. 17) an Wellenstümpfen
E42 und E43 sitzen, von denen der eine etwas oberhalb und hinter den Scheiben E38
und der andere unterhalb dieser Scheiben nahe dem Boden des Tastenwerkrahmens an
diesem gelagert ist. Der Riementrieb setzt die beiden Wellen E16 in entgegengesetzten
Richtungen in Umdrehungen, wie dies infolge der Zuordnung der einen Welle zur vorderen
und der anderen Welle zur hinteren Gruppe von Kupplungseinheiten erforderlich ist.
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Der Wellenstumpf E43 ist (vgl. Fig. 17) am einen Ende in den Tastenwerkrahmen
eingeschraubt und am äußeren Ende mit einem die Scheibe E41 in Lage haltenden Bund
E44 versehen, der so weit in die Scheibe versenkt ist, daß seine äußere Fläche in
einer Ebene mit der benachbarten Seitenfläche der Scheibe liegt. Die Scheibe E41
weist zwei Ringnuten E45 und E46 auf, von denen die eine für den die Scheiben E38
antreibenden Riemen E39 und die andere für einen endlosen Riemen E47 bestimmt ist,
der (vgl. Fig. 16) außerdem eine Scheibe E48 umfaßt, die an einer dauernd umlaufenden
Gegenwelle E49 sitzt. Solange der Riemen E47 in der äußeren Ringnut E46 der Scheibe
E41 läuft, wird das Tastenwerk dauernd in der erforderlichen Weise angetrieben.
Wenn jedoch das ganze Tastenwerk E nach vorwärts aus seiner normalen Stellung heraus
bewegt werden soll, wird der Treibriemen E47 von der Nut E46 der Scheibe E41 nach
rechts in eine Ringnut E59 einer Leerscheibe E51 von gleichem Durchmesser verschoben,
die (vgl. Fig. z7) unmittelbar neben der Scheibe E41 liegt.
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Die Scheibe E51 sitzt drehbar auf einem Wellenstumpf E52, der in den
die L-förmige Platte E23 tragenden Ausleger E22 des Rahmens E12 eingeschraubt und
gleichachsig mit dem Wellenstumpf E43 ausgerichtet ist, um den die doppelt genutete
Scheibe E41 drehbar ist. Der Wellenstumpf E52 ist ferner mit einem Bund E53 versehen,
der in eine Aussparung der Scheibe E51 paßt und dabei über diese mit seiner Kopffläche
nicht hinausragt, so daß die beiden Scheiben E41 und E51 ganz nahe beieinanderliegen
können.
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Ein Riemenumleger E54, der mit dem in der L-förmigen Platte E23 verschiebbaren
Bolzen E22 verbunden ist und (vgl. Fig. 16) sich nach vorn und nach oben erstreckt,
ist an seinem oberen Ende doppelzinkig gegabelt, so daß er den Treibriemen E47 umfaßt.
Wenn der verschiebbare Bolzen E21 nach auswärts gezogen wird, um das Tastenwerk
vor dessen Vorwärtsbewegung vom Antrieb zu lösen, nimmt der Umleger E54 den Riemen
E47 von der Doppelscheibe E41 ab und setzt ihn auf die Leerscheibe E51 auf, wodurch
die Trennung des motorischen Antriebs von dem Tastenwerk selbsttätig und ohne jede
Störung der Lage des Treibriemens an der Haupttriebscheibe E48 vollzogen ist. Das
Tastenwerk E ist nunmehr frei für die Vorwärtsbewegung in die aus Fig. 18 ersichtliche
vordere, von den Hebeln F15 abgerückte Lage. Wenn es wieder in seine normale Lage
zurückgebracht ist, wird der verschiebbare Bolzen E21 nach einwärts geschoben, um
das Tastenwerk dieser Stellung festzulegen und zu verriegeln, und dabei bringt der
Umleger E54 selbsttätig den Riemen E47 von der Leerscheibe E51 nach der entsprechenden
Nut E46 der Scheibe E41 zurück und stellt hierdurch die Kupplung des Tastenwerks
mit dem motorischen Antrieb wieder
her. Um die Verschiebung des
verstellbaren Bolzens E21 zu erleichtern, kann dieser-an seinem äußeren oder rechten
Ende mit einem Querstift E56 als Handgriff versehen sein.