DE877275C - Vorrichtung zum Packen von Sprengpatronen in Bohrloechern - Google Patents
Vorrichtung zum Packen von Sprengpatronen in BohrloechernInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42D—BLASTING
- F42D1/00—Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
- F42D1/08—Tamping methods; Methods for loading boreholes with explosives; Apparatus therefor
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Packen von Patronen von Sprengstoff in Form
einer plastischen Masse oder eines Pulvers in Bohrlöchern, die in Fels und ähnlichem Gestein abgesenkt
worden sind.
Hierfür sind» in der Praxis gewöhnlich Stöcke gebräuchlich, mit denen man die Patronen in das
Loch einführt und sie an dessen Boden zusammendrückt oder -ballt. Dieses Verfahren ist verhältnismäßig
zeitraubend und gibt keine voll zufriedenstellenden Ergebnisse. Die Patronen sind von einer
kräftigen Hülle aus Papier umgeben, welche nur mit Mühe eine Verformung der Patrone zuläßt, so
daß diese den größeren Bohrlochdurchmesser nicht ganz ausfüllt. Man hat auch Rohre verwendet, durch
welche die Patronen mittels Druckluft in das Bohrloch eingebracht werden, ohne jedoch zugleich die
für die Sprengwirkung so bedeutungsvolle Packung der Patronen erzielen zu können.
Die Erfindung schlägt nun einen neuen Weg zur Durchführung des Packens der Patronen in wirksamer,
einfacher und zeitersparender Weise ein. Sie erzielt dies im wesentlichen dadurch, daß ein
in das Bohrloch einschiebbares Rohr an seinem zu dem Bohrlochboden offenen Endteil einen ganz oder
teilweise um den Umkreis herum verminderten Innendurchmesser aufweist, derart, daß es ein Zusammenpacken
der Patronen in der Längsrichtung des Bohrloches gestattet, sobald diese z.B. mit Hilfe
eines Druckmittels ausgestoßen worden sind.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens.
Fig. i zeigt im »diametralem Längsschnitt Teile
eines Bohrloches, in welches ein gemäß der Erfindung
ausgeführtes Rohr eingesetzt ist, und
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie H-II der Fig. i.
In der Zeichnung bezeichnet io ein in Felsen
abgesenktes Bohrloch und 12 ein Rohr mit kleinerem Durchmesser als das Bohrloch. Das Rohr
kann aus mehreren Rohrstücken zusammengesetzt bzw. zu der gewünschten Länge durch Ansatzstücke
verlängert sein. Das Rohr 12 hat an seinem inneren,
d. in. dem Boden des Bohrloches zugewendeten Ende
geringeren Innendurchmesser als an seinen übrigen Teilen. Zu diesem Zweck ist das Rohr zweckmäßig
mit einer Einsatzhülse 14 versehen, die abnehmbar sein kann und eine Art Mundstück bildet. Der
engste Querschnitt der Einsatzhülse 14 ist ungefähr gleich groß, oder etwas kleiner als der Querschnitt
der als zylinderförmige Stäbe 16 od. dgl. geformten
ao Sprengpatronen. Eine Anzahl, zweckmäßig drei, über den Umkreis gleichmäßig verteilte Messer
oder Schneiden 18 erstrecken sich von der Innenwand der Hülse 14 nach innen, und zwar zweckmäßig
von deren engstem Teil aus. An seinem äußeren Ende hat das Rohr eine nicht abgebildete
Kupplungs vor richtung zwecks Anschlusses an ein Druckluftsystem, welches vorzugsweise dasselbe
ist, welches für die Bohrmaschinen' benutzt wird.
Gegebenenfalls kann ein Druckminderungsventil an
das Rohr 12 oder an einen mit ihm verbundenen Teil angeschlossen sein, so daß das Rohr mit Luft
von geringerem Druck gespeist wird als die Bohrmaschinen.
Beim Packen der Patronen 16 im Bohrloch werden
diese nacheinander in das Rohr 12 eingeführt, welches sie leicht bis zur Einsatzhülse 14 hin passieren.
Danach wird dem Rohr 12 ein Druckmittel zugeführt, und dieses preßt die Patronen aus dem
Rohr heraus. Hierbei erzeugen die Messer 18 längs verlaufende Aufschlitzungen in der Papierhülle der
Patronen, so daß diese dem Zusammenpacken keinen Widerstand mehr entgegensetzt. Der Ausstoß druck
kann so groß sein, daß. die Patronen 16 allein unter
seiner Einwirkung den Bohrlochquerschnitt " ausfüllen, wie bei 20 angedeutet ist. Hierbei wird das
Rohr aus dem Loch 10 in demselben Ausmaß, wie
die Patronen aufeinander gepackt werden, herausgezogen oder läuft selbsttätig zurück. Der Druck
braucht jedoch nur so groß zu sein, daß er die Patronen aus dem Rohr hinauspreßt. Dieses wird
dann in gleichmäßigen Zeitabständen nach unten gedrückt, um nacheinander die ausgestoßenen Patronen
zusammenzupacken, wobei es gleichzeitig nach und nach rückwärts aus dem Bohrloch herausgeführt
wird. In diesem Fall verhindert der verengte innere Endteil des Rohres 12, daß eine Patrone
nicht mehr in dieses zurückgleiten kann, nachdem sie ganz oder teilweise ausgestoßen worden ist.
Erfindungsgemäß! können Patronen verschiedener
Art beliebig nacheinander gepackt werden, und es können auch Zwischenlagen nicht explosiven Materials
in an sich bekannter Weise zwischen Gruppen von Patronen angebracht werden. In gewissen
Fällen ist es denkbar, die Innenwand des Rohres insbesondere an dem Endteil, der dem Boden des
Bohrloches zugewendet ist, Widerhaken, Zacken, Borsten od. dgl. vorzusehen, derart, daß die Bewegung
der Patronen in Richtung zum Boden des Bohrloches möglich ist, nicht aber in entgegengesetzter
Richtung. Hierbei kann die Verminderung des Innendurchmessers des Rohres an seinem dem
Bohrlochende zugewendeten Teil durch die Messer allein dargestellt werden. Das Ausstoßen der Patronen
kann dann auch ohne Druckluft erfolgen, z. B. mit Hilfe eines Stockes oder eines vorzugsweise
mit Druckluft angetriebenen Vibrators. Das Rohr 12 kann auch biegsam sein oder die Form
eines Schlauches haben.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Packen von Patronen von Sprengstoff in Form einer plastischen Masse
oder eines Pulvers in Bohrlöchern, dadurch gekennzeichnet, daß ein in das Bohrloch einschiebbares
Rohr (12) an seinem dem Boden des Bohrloches zugewendeten Endteil einen ganz oder
teilweise um den Umkreis herum verminderten Innendurchmesser aufweist, derart, daß es ein
Zusammenpacken der Patronen (16) in der Längsrichtung des Bohrloches gestattet, sobald
diese, z. B. mit Hilfe eines Druckmittels, ausgestoßen worden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Innenwand des Endteils ein oder mehrere Messer, Sehneiden (18)
od. dgl. vorgesehen sind, welche während des Vorbeigangs der Patronen1 eine den Sprengstoff
umschließende Hülle aufschlitzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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| SE295061X | 1950-03-13 |
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| DE877275C true DE877275C (de) | 1953-05-21 |
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Also Published As
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| FR1033871A (fr) | 1953-07-16 |
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| US2824483A (en) | 1958-02-25 |
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