DE875632C - Verfahren zur Herstellung von schalen- oder polyederfoermigen Gegenstaenden, insbesondere Lampenschirmen oder Beleuchtungs-armaturen, durch Spiralwickeln eines draht- oder stangenfoermigen Materials - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von schalen- oder polyederfoermigen Gegenstaenden, insbesondere Lampenschirmen oder Beleuchtungs-armaturen, durch Spiralwickeln eines draht- oder stangenfoermigen MaterialsInfo
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- DE875632C DE875632C DER4285A DER0004285A DE875632C DE 875632 C DE875632 C DE 875632C DE R4285 A DER4285 A DE R4285A DE R0004285 A DER0004285 A DE R0004285A DE 875632 C DE875632 C DE 875632C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
- Verfahren zur Herstellung von schalen- oder polyederförmigen Gegenständen, insbesondere Lampenschirmen oder Beleuchtungsarmaturen, durch Spiralwickeln eines draht- oder stangenförmigen Materials Es ist bekannt, Beleuchtungsarmaturen durch spiralförmiges Aufwickeln eines Glasstabes herzustellen, wodurch ein Umdrehungskörper gebildet wird, dessen Oberfläche einem Linsenraster ähnlich ist. Man hat dabei beabsichtigt, eine günstige optische Wirkung durch die Brechung des Lichtes in dem von der Armatur gebildeten Linsenraster zu erreichen, welche Wirkung aber bisher nur auf Kosten erheblicher Nachteile in Verbindung mit der Herstellung derartiger Armaturen hat erreicht werden können. Der wesentlichste dieser Nachteile ist auf den Umstand zurückzuführen, daß ein Glasstab, um spiralförmig aufgewickelt zu werden, bis auf eine Temperatur in der Nähe des Schmelzpunktes des Glases erhitzt werden muß, und daß große Vorsicht während des Aufwickelns gezeigt werden muß, um zu vermeiden, daß der Glasstab zerbricht, oder daß Unregelmäßigkeiten oder Fehler in dem fertigen Gegenstand vorkommen, z. B. durch die während des Kühlens des Materials entstehenden Spannungen. Die Herstellung derartiger Glasarmaturen wird. daher äußerst umständlich, zeitraubend und kostspielig.
- Im Gegensatz hierzu bezweckt die vorliegende Erfindung eine schnelle, billige und rationelle Fabrikation von schalen- öder pölyederförmigen Gegenständen., insbesondere Lampenschirmen oder Beleuchtungsarmaturen, durch Spiralwickeln eines draht- oder stangenförmigen Materials zu ermögliche-, und erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Gegenstand durch Aufwickeln eines oder mehrerer Drähte aus in kaltem Zustand biegsamem Material auf eine dem fertigen Gegenstand angepaßte, Schablone hergestellt wird, wobei während oder nach dem Aufwickeln in an sich bekannter Weise ein Bindemittel für -das Zusammenhalten der Drahtwindungen aufgetragen wird, z. B. ein Klebemittel oder ein Lösungsmittel für das Drahtmaterial.
- Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird u. a. erreicht, daß die Form der hergestellten Gegenstände innerhalb sehr weiter Grenzen durch Verwendung von geeigneten Schablonen beliebig variiert werden kann. Weiter wird erreicht, daß die Herstellung vereinfacht und verbilligt wird, indem das Aufwickeln z. B. in der Weise erfolgen kann, daß die Schablone in eine Drehbank oder eine Spulmaschine eingespannt wird. Ein derartiges Aufwickeln läß.t sich von ungeschickten Leuten durchführen.
- Außer den sehr erheblichen fabrikationsmäßigen Vorteilen, die durch das Verfahren nach der Erfindung erreicht werden, ermöglicht das Verfahren, daß man durch Verwendung von ganz oder teilweise durchscheinendem Drahtmaterial Lampenschirme ähnlicher Linsenrasterstruktur wie bei den vorher bekannten Glasarmaturen unmittelbar herstellen kann, wobei bei dem Lichtdurchgang durch das Schirmmaterial eine Diffusion entsteht, die Blenden verhindert.
- Die zum Aufwickeln verwendeten, Drähte können erfindungsgemäß aus einem homogenen Material, z. B. Celluloid, Zellstoffacetat odereinemAkry1säurederivat der zur Herstellung von plastischen oder elastischen Formstoffen verwendeten Art, bestehen.
- Um zu vermeiden, daß das Bindemittel durch das auf der Schablone aufgewickelte Material hindurchdringen und an der Oberfläche der Schablone anhaften soll, läßt sich erfindungsgemäß ein Draht solchen Querschnitts verwenden, daß die Berührungs- oder Verbindungsstellen der Drahtwindungen außerhalb der Oberfläche der Schablone zu liegen kommen.
- Der Querschnitt kann erfindungsgemäß kreisförmig oder elliptisch sein.
- Der Draht oder die Drähte können erfindungsgemäß in zwei oder mehreren Schichten aufgewickelt werden, die mittels eines Bindemittels zusammengefügt werden.
- Erfindungsgemäß können zweckmäßig Drähte verschiedener Farben .für die verschiedenen Schichten derart verwendet werden, daß mindestens eine der erwähnten Windungsschichten eine von den übrigen Schichten abweichende Farbe aufweist. Um eine möglich große Steifheit und Widerstandsfähigkeit des fertigen Körpers im Verhältnis zum Gewicht zu erzielen, kann der Querschnittdes Drahtes oder Bandes, welcher zum Aufwickeln des Körpers verwendet wird, erfindungsgemäß eine derartige Querschnittform haben, daß der kleinste Trägheitshalbmesser des Querschnitts größer ist oder gleich o,3mal der Höhe eines lotrechten Querschnitts mit derselben Breite und Fläche wie der Draht hat, gemessen in Ebene einer Windung des aufgewickelten Drahtes. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, erhält der Körper die angestrebten Eigenschaften bezüglich großer Widerstandsfähigkeit und kleinen Gewichts. Gemäß der Erfindung kann die Querschnittform des Drahtes wellen- oder M-förmig sein.
- Bei einer anderen Ausführungsform, wobei dieselbe Bedingung erfüllt ist, ist der Querschnitt des Drahtes rohrförmig. Bei einer derartigen Ausführungsform kann wenigstens ein Teil der Rohrwand eine veränderliche Dicke haben. Um eine möglich große Kontaktfläche zwischen zwei zusammenstoßenden Windungen des Körpers zu erzielen, kann erfindungsgemäß die Form und das Material des aufgewickelten Drahtes derart gewählt werden, daß die Kontaktfläche der benachbarten Windungen mindestens 2o% des größten Querschnitts einer Windung beträgt.
- So kann z. B. gemäß der Erfindung der Draht eine derartige Querschnittform haben, daß zwei zusammenstoßende Windungen entweder mit planen Flächen oder mit krummen Flächen mit im wesentlichen dem gleichen Krümmungsradius gegeneinander anliegen.
- Die Erhöhung der Kontaktfläche kann erfindungsgemäß dadurch erzielt werden, daß der Draht aus Zellstoffacetat besteht und mit einem Lösungsmittel, z. B. Aceton, behandelt wird.
- Diese Behandlung kann erfindungsgemäß dadurch erfolgen, daß der fertige Gegenstand in dem betreffenden Lösungsmittel eingetaucht wird. Dabei entsteht ein Aufquellen des Materials, wodurch ein Zusammenfließen zweier benachbarter Windungen vor sich geht.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. z eine Schnittansicht einer schalenförmigen Schablone mit einer einzigen Windungsschicht, Fig. 2 ein Schaubild einer polyederförmigen Schablone mit einer Windungsschicht, Fig. 3 ein Teilbild einer Schablone mit zwei Windungsschichten, Fig. q. eine Ansicht eines durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellten Lampenschirms; Fig. 5 ist eine Ansicht eines erfindungsgemäß hergestellten Hohlkörpers, welcher durch Aufwickeln eines Hohldrahtes mit quadratischem Querschnitt hergestellt ist; Fig. 6 ist ein Querschnitt eines Hohldrahtes mit quadratischer Querschnittform; Fig. 7 ist ein Querschnitt durch zwei benachbarte Windungen mit der in Fig. 6 angegebenem Querschnittform; Fig. 8 und 9 zeigen verschiedene Ausführungsformen der Querschnittform der erfindungsgemäß angewendeten Hohldrähte, und Fig. io zeigt einen Querschnitt zweier benachbarter Windungen mit M-förmiger Querschnitt-form.
- i ist eine Schablone, die zweckmäßig aus einem Körper aus Holz oder einem anderen geeigneten Material bestehen kann, und welche bei der Ausführungsform nach Fig. i als ein schalenförmiger Umdrehungskörper ausgebildet ist, während die Schablone bei der Ausführungsform nach Fig. 2 die Form eines Polyeders hat. Bei der Herstellung eines Schirmes aus drahtförmigem Material wird die Schablone z. B. in eine Drehbank eingespannt, und das eine Ende eines Drahtes wird an der Oberfläche der Schablone befestigt, worauf der Draht auf die Schablone während, deren Drehung in an sich bekannter Weise aufgewickelt wird, so wie es z. B. von dem Spulen eines Drahtes auf einen Wickel -oder einen Spulrahmen bekannt ist. Der Draht ist in der Zeichnung mit 2 bezeichnet, und wie aus Fig. 3 ersichtlich, wird durch Verwendung eines kreisförmigen Drahtquerschnitts erreicht, daß die Berührungs- oder Verbindungsstellen der Drahtwindungen auf einer Fläche 3 außerhalb der Oberfläche der Schablone i zu liegen kommen. In Fig. 3 sind die beiden Windungsschichten mit 2a bzw. 2b bezeichnet.
- Die in Fig. 5 bis 9 veranschaulichten Ausführungsformen sind durch die Anwendung eines Ilolildrahtes mit verschiedenen Querschnittformen gekennzeichnet. So zeigen. z. B.v'Fig. 5 bis 7 die _\nwendung eines quadratischen Hohldrahtes. dessen Wand, wie in Fig. 7 veranschaulicht, mit inneren Rippen 3 versehen werden kann, wodurch die obenerwähnte Linsenrasterwirkung erzielt wird. Durch die in Fig. 8 und .9 veranschaulichte Ausführungsform wird eine möglichst große Kontaktfläche zwischen den benachbarten Windungen des Hohldrahtes erzielt, und durch das in Fig. io dargestellte M-förmige Profil des Drahtes wird zugleich eine große effektive Kontaktfläche und eine weitgehende Erhöhung der Steifheit des hergestellten Körpers erreicht.
- Die Erhöhung der Kontaktfläche kann auch bei massiven, im Querschnitt kreisförmigen Drähten, wie z. B. in Fig. i veranschaulicht, dadurch erzielt «-erden, daß der Draht, der z. B. aus Zellstoffacetat besteht, mit einem entsprechenden Lösungsmittel, z. B. Aceton, behandelt wird, wodurch eine teilweise Lösung des Materials eintritt. Dabei wird das Zusammenfließen der benachbarten Drähte begiinstigt und somit eine große Kontaktfläche gebildet, die mindestens 2o% des Querschnitts des Drahtes beträgt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von schalen-oder polyederförmigen Gegenständen, insbesondere Lampenschirmen oder Beleuchtungsarmaturen, durch Spiralwickeln eines draht- oder stangenförmigen Materials, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand durch Aufwickeln mindestens eines Drahtes aus in kaltem Zustand biegsamen Material in mindestens einer Schicht auf eine dem fertigen Gegenstand. angepaßte Schablone hergestellt wird, wobei während oder nach dem Aufwickeln in an sich bekannter Weise ein Bindemittel für das Zusammenhalten der Drahtwindungen aufgetragen wird, z. B. ein Klebemittel oder ein Lösungsmittel für das Drahtmaterial.
- 2. Die Verwendung von mindestens einem Draht aus einem homogenen Material, z. B. Celluloid, Zellstoffacetat oder einem Akrylsäurederivat, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i.
- 3. Die Verwendung von mindestens einem Draht aus einem ganz oder teilweise lichtdurchscheinenden Material zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. Die Verwendung eines Drahtes mit einem derartigen Querschnitt, daß die Berührungs-oder Verbindungsstellen der Drahtwindungen außerhalb der Oberfläche der Schablone zu liegen kommen, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. 5. Die Verwendung eines Drahtes mit kreisförmigem oder elliptischem Querschnitt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der erwähn.-ten Wind.ungsschichten aus Draht einer von den übrigen Windungsschichten abweichenden Farbe aufgewickelt wird. 7. Die Verwendung eines Drahtes mit einer solchen Form, daß der kleinste. Trägheitshalbmesser des Querschnitts größer ist oder gleich 0,3 mal der Höhe eines lotrechten Querschnitts mit derselben. Breite und. Fläche wie der Draht, gemessen in der Ebene einer Windung des aufgewickelten Drahtes, zurDurchführung des Verfahrens nach Anspruch i. 8. Die Verwendung eines Drahtes, der im Querschnitt wellen- oder M-förmig ist, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. 9. Die Verwendung eines Drahtes mit rohrförmigem Querschnitt zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. io. Die Verwendung eines rohrförmigen Drahtes, dessen Dicke der Rohrwand veränderlich ist, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. ii. Die Verwendung eines Drahtes, dessen Querschnitt derart ausgebildet ist, daß zwei benachbarte Drähte entweder mit ebenen Flächen oder krummen Flächen mit im wesentlichen dem gleichen Krümmungsradius zusammenstoßen, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. 12. Die Verwendung eines Drahtes, dessen Form und Material derart gewählt ist, daß die Kontaktfläche der benachbarten Windungen mindestens 2o% des größten Querschnitts einer Windung beträgt, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. 13. Die Verwendung eines Drahtes aus Zellstoffacetat, der zwecks Erhöhung der Kontaktfläche durch Aufquellen des Materials mit einem Lösungsmittel, z. B. Aceton, behandelt wird, zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i. 1q.. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit Aceton oder einem ähnlichen Lösungsmittel durch Eintauchen des fertigen Gegenstandes in dem Lösungsmittel erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DK875632X | 1946-09-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE875632C true DE875632C (de) | 1953-05-04 |
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ID=8153463
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|---|---|---|---|
| DER4285A Expired DE875632C (de) | 1946-09-03 | 1950-10-03 | Verfahren zur Herstellung von schalen- oder polyederfoermigen Gegenstaenden, insbesondere Lampenschirmen oder Beleuchtungs-armaturen, durch Spiralwickeln eines draht- oder stangenfoermigen Materials |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE875632C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1181145B (de) * | 1961-03-14 | 1964-11-12 | Zimmermann & Co | Lampenschirm aus vornehmlich spiralig auf-gewickelten Borten, Baendern oder Kordeln |
| DE1232728B (de) * | 1965-03-06 | 1967-01-19 | Harriet Ragnhild Hojberg Peder | Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern durch schraubenlinienfoermiges Aufwickeln eines oder mehrerer Kunststoffaeden |
| DE4323588A1 (de) * | 1993-07-14 | 1995-01-19 | Eckard Dipl Ing Schlenker | Rotationssymmetrischer Hohlkörper und dessen Verwendung sowie Verfahren zu dessen Herstellung |
-
1950
- 1950-10-03 DE DER4285A patent/DE875632C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1181145B (de) * | 1961-03-14 | 1964-11-12 | Zimmermann & Co | Lampenschirm aus vornehmlich spiralig auf-gewickelten Borten, Baendern oder Kordeln |
| DE1232728B (de) * | 1965-03-06 | 1967-01-19 | Harriet Ragnhild Hojberg Peder | Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern durch schraubenlinienfoermiges Aufwickeln eines oder mehrerer Kunststoffaeden |
| DE4323588A1 (de) * | 1993-07-14 | 1995-01-19 | Eckard Dipl Ing Schlenker | Rotationssymmetrischer Hohlkörper und dessen Verwendung sowie Verfahren zu dessen Herstellung |
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