DE875135C - Verfahren und Vorrichtung zum Bilden einer Roehre aus einer Bahn - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bilden einer Roehre aus einer BahnInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Bilden einer Röhre aus einer Bahn Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von röhrenartigem Material aus flachen Materialbahnen. Im allgemeinen werden die Ziele der Erfindung dadurch erreicht, daß man .die Kanten einer flachen Materialbahn überlappt, während man gleichzeitig ein Klebemittel zwischen die überlappenden Kanten bringt, hierauf die überlappenden Kanten zusa.mmenpreßt, um ein wirksames Zusammenkleben zwischen :den Kanten zu erreichen, und, daraufhin das so gebildete Rohr aufwärts geneigt bewegt, während man einen Gegenstand, z. B. eine flache Scheibe, innerhalb des Rohres schweben läßt und dadurch das Verkleben zwischen der überlappten Verklebungsstelle der Kanten und der gegenüberliegenden Wand des Rohres verhindert oder, wenn sie stattgefunden hat, aufreißt. Fig. i zeigt eine Perspektivansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht einer vorzugsweisen Anordnung gemäß der Erfindung.
- Wie in der Zeichnung gezeigt ist, wird eine Materialbahn 2, wie z. B. Papier, Glaspapier, biegsamer Kunststoff usw., von einer Vorratsrolle 3 getragen, die eine Achse .4 drehbar in Lagern 5 besitzt und getragen wird durch die Stützkonstruktion 6, die auf einer Basis, z. B. Fußboden, Tischplatte oder Platte der Arbeitsbank 7, ruht. Wie gezeigt, bewegt sich,. die Bahn abwärts hinter zwei Stäben8, die nach abwärts und entlang der oberen Hälfte ihrer Längen gegeneinander geneigt sind und in einem U-förmigen Teil enden, der ungefähr senkrecht geneigte Längen 9 und eine sich horizontal erstreckende Länge io besitzt. Wenn sich die Bahn unter den horizontalen Teil io bewegt, wird sie horizontal abgelenkt, und die Seitenstreifen i i der Bahn werden nach innen gegeneinander unter den Teilen 8 und um die Teile 9 -herum"gebogen. Die Seitenstreifen haben genügende Breite, so daß die Kanten am Punkt ihres vollkommenen Zusammentreffens überlappen können, und ,diese Überlappung wird geregelt durch die Führungsstäbe 12 b,z.w. 13. Wie gezeigt, bewegt sich derjenige Seitenstreifen i i, der am weitesten entfernt vom Beobachter der Fig. z liegt, unter beiden Fü hrungsstäben, 12 und 13, wohingegen oder andere Seitenstreifen r i, der dem Beobachter von Fig. i näherliegt, sich über das äußerste Ende von Stab i2 und, Unter Stab 13 bewegt. Diese Schlauchbildung, die cLie Stäbe 8, 12 und 13 umfaßt, ist allgemein Üblich und kann durch .irgendwelche andere gleichwertig-, Fa.ltungsmittel ersetzt werden.
- Wie Fig. I zeigt, wird damit ein plattgedrücktes Rohr hergestellt, bei dem die Saitenkanten der Bahn 2 entlang einer Znv ischenfläche oberhalb der Bodenwand, der Röhre überlappt sind, also im Mittelstreifen der ursprünglichen Bahn.
- Diese flache Röhre bewegt sieh weiter über einen Übergangsblock 14 unter zwei überhängende Führungsplatten 15, die benachbart zu den Kanten der= gefalteten Röhre befestigt sind. Die Röhre bewegt sich dann unter die Rolle 16, jedoch # wird vorher ein Klebmittel zwischen die überlappenden Kanten des Blattes gebracht. Wie besonders -gezeigt wird, kann :das Klebematerial in diese Gegend 7--%vischen die überlappenden Kanten durch die Röhre 17 gebracht werden. Diese Röhre 17 ist von gebogener Form, ihr oberer Bogen ist bei 18 auf einen Querstab i9 der Grundkonstruktion gelagert, ihr unterer Arm hat eine Auslauföffnung 2o, die- zwischen den überlappendem Kanten angebracht ist und, die sich ungefähr ausgerichtet mit ,der Bewegun:gsricJhtung der überlappenden Kanten entleert. Irgendwelches Klebematerial in flüssiger oder pulveriger fester Forrri kann am oberen Mundstück von RQ'hre 17 zugeführt werden, oder dass kann als thermoplastischer Faden in nichtklebrigem Zustand eingeführt werden. Wie gezeigt, wird ein solcher kontinuierlicher Faden 21, der auf einer Spule 22, die drehbar auf einer Querwelle 23, die durch die Grundkonstruktion getragen wird, gelagert ist, in die Röhre 17 eingeführt und kontinuierlich aus der Ausführungsöffnung 2o. durch die Bewegung der überlappten Bahn :2 herausgezogen. Von Walze 16 bewegt sich die flache Röhre, nachdem das Klebemittel zwischen den überlappenden Kanten aufgetragen ist, zu einer Heizvorrichtung 24, die aus einem Satz von .drei drdh@baren Walgien 25, 2.6 und 27 bestehen kann, die vorzugsweise lose auf Wellen sitzen, die in Lagern, in .den Blocken 28 ruhen. Irgendeine oder alle - der Mralzjen 25, 26 und 27 können von innen beheizt sein, z. B. mit Hilfe eines elektrischen Heizelements oder .durch eine Infrarotlampe 29, die durch die Zuleitung 29a, die durch eine Bohrung im Rollenschaft zugeführt wird, mit elektrischem Strom versorgt wird. Ein Regler _ogh irgendeiner gebräuchlichen Type kann in der Leitung 2911 angerhracht sein, um kon.@tante Temperaturbedingungen zu erreichen. Die Achsen der \-erschiedenen Walz-ett 25, 26 und 27 können nügend, eng beieinandenstehen, um so enge Spalten zu bilden, daß die gefaltete Röhre unter Druck durch .diese Spalten gezogen wird. Vorzugsweise jedoch soll der Spalt ziemlich weit sein, so daß die Röhre ohne Druck durch die Spalte geht und Druck nur dadurch erzeugt wird, daß die Röhre durch den umgekehrt gebogenen kreisförmigen Weg um die verschiedenen Walzen gezogen wird. Der Druck kann .durch Regelung der relativen Stellung und Größe der Walzen eingestellt werden, um die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, daß: für jedes besondere Klebemittel die richtige Klebung erreicht wird. Im allgemeinen ist ein Spaltdruck nicht erforderlich, die ziehende Wirkung und die geringe Reibwirkung :durch den Schlupf der geheizten Walze oder der Walzen gegen eine oder mehrere Flächen- der flachen Röhre genügen. Von der He izvorric'htung 24 .aus wird die flache Röhre über einen nach aufwärts geneigten Weg gezogen wie bei 25a. Die Bewegung durch einen so geneigten Weg kann durch eine Führungsrolle vor den Zugrollen geregelt werden, die oberhalb der Heizvorrichtung 24 angebracht ist, aber eine Zugvorrichtung, bestehend aus einem Paar zusammenwirkender Rollen 3o und 31 ist für diesen Zweck gezeigt. Zuletzt kann das flache Rohr, das die Zugvorrichtung verläßt, einer Vorrichtung zugeführt werden, die es kontinuierlich aufwickelt, oder es kann einer Schneidvorrichtung zugeführt werden, wo es in kurze Stücke getrennt wird, worauf die getrennten Stücke gestapelt werden können oder zu weiteren Verarbeitungsstufen oder zum Gebrauch weitergeschickt werden können.
- Beim Durchgang des flachen Rohres durch den geneigten Weg 25a schwebt darin frei ein flacher Gegenstand 32, der dazu dient, irgendwelche Verkleb@ungen zwischen dem Saum oder der Verbindungsstelle und der entgegengesetzten Röhrenwand zu trennen; dieser schwebende Gegenstand hat vorzugsweise Scheibenform und einen glatten abgerundeten Umfang. Der Neigungswinkel des Weges 25" ist nicht kritisch, da er veränderlich sein kann, abhängig von der Zähigkeit des vertvendeten Klebemittels unter den Bedingungen, die unmittelbar hinter der Heizvorrichtung 24 herrschen. Es ist vorzuziehen, den geneigten Weg sich unmittelbar über der Heizvorrichtung erstrecken zu lassen, so daß die Verklebungen, die man zu zerstören wünscht, nicht zu fest sind. Wenn ein thermoplastischer Faden verwendet wird, -sollte berücksichtigt werden, daß irgendwelche Verklebungen zwischen dem Saum und der entgegengesetzten Röhrenwand sich noch in thermoplastischem Zustand befinden, während sie sich in d.ie Nähe der Scheibe 32 bewegen, .da in ,d r gezeigten Anordnung ungenügende Kühlung verfügbar ist.
- Es kann jegliches Klebematerial in flüssiger Form der Röhre 17 zugeführt werden, wie z. B. gewöhnlicher Leim, der entweder beim Erhitzen fest wird oder ohne Erhitzen trocknet, klebrige, harzirre Klebemittel, die nach Erhitzen 'oder Stehenlassen zur Entfernung von Lösung::niitt.eln eraärteii, oder Dispersionen von therrnoplastisrhen Materialien, die Plastifizierung und Lösungsmittelentfernung durch Erhitzen erfordern. An Stelle einer flüssigen Suspension c:der Dispersion können gepulverte thermoplastische Materialien angewendet werden. Die Verteilung aus der Röhre 17 kann erleichtert werden, wenn man -die Röhre 17 vibrieren läßt. Wenn ein Faden, wie z. B. Faden 21, verwendet wird, kann der Faden aus jedem thermoplastischen oder thermisch erhärtendem Material in thermoplastischem Zustand geformt sein, z. B. kann ein N'inylliarz, z. B. Polyäthylen, Pclvv inylchlorid oder ein teilweise 'Kondensiertes Harnstoff-Formaldehyd-oder Phenol-Formaldehyd-Harz in der Form eines Fadens, Garns, gedrehtem Faden und ähnlichem verwendet werden.
- Die Einführung :des Klebematerials in der Form eines kontinuierlichen Fadens hat den Vorteil, die kontinuierliche Anwendung einer gleichmäßigen Menge zu erleichtern, ohne besondere Regelinethoden und Einrichtungen zu erfordern und ohne Auftreten von Verdickungen in den Aufträgen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Bildung einer Röhre aus einer sich vorwärts bewegenden Bahn, dadurch gekennzeichnet, daß ;die Kanten der Bahn überlappt, ein Klebemittel zwischen die überlappten Kanten .eingeführt und die so gebildete flache Röhre Hitze und Druck unterworfen wird, um die Kanten zu verkleben, und hierauf die flache Röhre aufwärts geireigt bewegt wird, bevor das Klebemittel erhärtet ist, während sich- ein fr°i schwebender Gegenstand innerhalb der Röhre befindet, wodurch die zusammengeklebte Wand von der gegenüberliegenden Wand der Röhre getrennt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet dadurch, da;ß das Klebemittel ein Faden ist, der durch Hitze klebrig gemacht werden kann und der kontinuierlich zwischen die zu verklehenden Kanten gebracht wird.
- 3. Vorrichtung, um das Verfahren nach Anspruch i oder 2 .durchzuführen, gekennzeichnet durch edne Vorratsrolle für die Einführung einer kontinuierlichen Bahn, eine Vorric'litung, um die Bahn zur Rähre zu falten, eine Vorrichtung zur Einführung des Klebemittels zm-ischen die überlappten Kanten, eine -Mehrzahl von Heizrollen, um welch; die flache Röhre herumgeführt wird. .eine Zugvorrichtung, die schräg oberhalb der Heizrollen angebracht ist, um die flache Röhre von den Rollen nach oben zu ziehen, und einen Gegenstand, z. B. eine flache Scheibe, der innerhalb der flach-en Röhre zwischen den Heizrollen und der Zugvorrichtung frei gelagert schwebt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US875135XA | 1946-08-28 | 1946-08-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE875135C true DE875135C (de) | 1953-04-30 |
Family
ID=22205637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA3919A Expired DE875135C (de) | 1946-08-28 | 1950-09-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Bilden einer Roehre aus einer Bahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE875135C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097250B (de) * | 1959-12-14 | 1961-01-12 | Forschungszentrum Der Luftfahr | Verfahren zum Verbinden von Bahnen, Bogen oder Abschnitten aus flexiblen Materialienbeim Herstellen von Wabenkernen |
| DE1144097B (de) * | 1961-06-16 | 1963-02-21 | Pfaff Plastic Ges Fuer Ind Tec | Verfahren zum Herstellen einer nahtartigen Verbindung zwischen einzelnen Bahnen oder Zuschnitten aus duennem Papier, Faservlies od. dgl. sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
-
1950
- 1950-09-30 DE DEA3919A patent/DE875135C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097250B (de) * | 1959-12-14 | 1961-01-12 | Forschungszentrum Der Luftfahr | Verfahren zum Verbinden von Bahnen, Bogen oder Abschnitten aus flexiblen Materialienbeim Herstellen von Wabenkernen |
| DE1144097B (de) * | 1961-06-16 | 1963-02-21 | Pfaff Plastic Ges Fuer Ind Tec | Verfahren zum Herstellen einer nahtartigen Verbindung zwischen einzelnen Bahnen oder Zuschnitten aus duennem Papier, Faservlies od. dgl. sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
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