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DE874125C - Hydraulischer Druckerzeuger - Google Patents

Hydraulischer Druckerzeuger

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Publication number
DE874125C
DE874125C DEF1919D DEF0001919D DE874125C DE 874125 C DE874125 C DE 874125C DE F1919 D DEF1919 D DE F1919D DE F0001919 D DEF0001919 D DE F0001919D DE 874125 C DE874125 C DE 874125C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
pressure generator
container
metal container
generator according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF1919D
Other languages
English (en)
Inventor
Eugene Freyssinet
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE874125C publication Critical patent/DE874125C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B3/00Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
    • E02B3/04Structures or apparatus for, or methods of, protecting banks, coasts, or harbours
    • E02B3/06Moles; Piers; Quays; Quay walls; Groynes; Breakwaters ; Wave dissipating walls; Quay equipment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • On-Site Construction Work That Accompanies The Preparation And Application Of Concrete (AREA)

Description

  • Hydraulischer Druckerzeuger Die Erfindung betrifft einen hydraulischen, aus einem flachen Behälter aus Metallblech bestehenden Druckerzeuger, der insbesondere in der Bautechnik anwendbar ist und in Bauwerke bleibend oder vorübergehend eingebaut werden und zur Beeinflussung der Lagerungsverhältnisse und der Spannungen in Bauwerken, z. B. Betonsperren und Betonwehren sowie anderen Betonkonstruktionen, dienen kann.
  • Ein derartiges, zur Verwendung im Baubetrieb bestimmtes hydraulisches Druckgerät erhält erfindungsgemäß eine vorteilhafte Ausbildung dadurch, daß die druckausübenden Teile des Behälters an ihren Rändern durch einen wulstförmigen Teil verbunden sind, dessen Querschnitt nach einem Kreisbogen oder einer ähnlichen Kurve mit einem den Abstand der Druckteile des Behälters stets überschreitenden Durchmesser gestaltet ist und mittels an diese Kurve sich anschließender Übergangsteile in die druckausübenden Teile übergeht. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Druckflächen des Gerätes sich verschieben und voneinander entfernen können, ohne dabei ihre Form zu verändern, so daß sie selbst bei großen Abmessungen in ihrer ganzen Ausdehnung in Berührung mit den zu pressenden Körpern sind und bleiben und so auf diese ganz erhebliche Kräfte übertragen können. Wenn der die Druckflächen verbindende Behälterteil nicht als Wulst nach der Erfindung ausgestaltet ist, werden diese Flächen beim Aufblähen des Druckerzeugers unweigerlich eine Formveränderung erfahren, so daß sich z. B. ursprünglich ebene Druckflächen ausbiegen und daher an den zu beeinflussenden Körpern nur mehr in Punkten oder Linien anliegen und druckübertragend wirken werden. Diese ungünstige Formänderung der Druckflächen und die damit verbundene weitgehende Verschlechterung der Druckübertragung ist mit einfachen Mitteln bei dem hydraulischen Druckerzeuger nach der Erfindung vermieden, der sich der Form der zu 'beeinflussenden Körper ohne weiteres anpaßt und die gleiche Oberfläche wie diese aufweisen kann.
  • Die Zeichnung veranschaulicht den hydraulischen Druckerzeuger nach der Erfindung beispielsweise in mehreren Ausführungsformen.
  • Abb. i zeigt schematisch im Schnitt einen erfindungsgemäß ausgebildeten Druckerzeuger, bevor er unter Druck gesetzt ist; ' Abb. 2 läßt diesen Druckerzeuger verkleinert in Draufsicht erkennen, und Abb.3 zeigt ihn im Schnitt, nachdem er unter Druckgesetzt ist, während ' Abb. ¢ im Schnitt und im vergrößerten- Maßstab eine schematische Teilansicht des Umfangswulstes des Druckerzeugers wiedergibt; Abb.5 zeigt eine Anwendungsform des Druckerzeugers nach der Erfindung und Abb. 6 eine Einzelheit der Abb. 5 in einem parallel zur Ebene der Abb. 5 ausgeführten, maßstäblich vergrößerten Schnitt; Abb. 7 ist ein Schnitt nach der Linie VII-VII der Abb. 6; Abb. 8 bringt einen vergrößerten Querschnitt eines, aus mehreren Druckerzeugern und einer Betonumhüllung gebildeten Blockes; Abb. g zeigt in teilweise geschnittener Draufsicht einen Druckerzeuger mit zwei Rohrstutzen, und Abb. io ist ein waagerechter Schnitt durch eine andere Ausführungsform mit zwei Rohrstutzen; Abb. ii veranschaulicht die Anordnung von zwei übereinandergesetzten Druckerzeugern und Abb. 12 eine mit Hilfe eines Druckerzeugers nach der Erfindung zwischen zwei Teilen eines Bauwerks hergestellte dichte Verbindung.
  • Bei der in Abb. i bis 3 dargestellten Ausführungsform besteht der Druckerzeuger aus zwei parallelen Platten i, 2, beispielsweise aus sehr gut schmiedbarem oder formbarem Stahlblech oder irgendeinem anderen diese Eigenschaft besitzenden Metall, die an ihrem Rand durch Umdrehungsflächen oder zylindrische Flächen 3 verbunden sind. Bei Verbindung der Platten i, s und - der Umdrehungs- oder Zylinderflächen durch autogenes Schweißen oder durch irgendein anderes gleichwertiges Mittel wird eine vollkommene Abdichtung bewirkt. Ein am Umfangswulst oder an irgendeiner anderen geeigneten Stelle angeschweißtes Rohr q. erlaubt die Einführung einer unter Druck stehenden Flüssigkeit, welche die Bleche i, 2 voneinander entfernt, indem sie durch bildsame Verformung die Gestalt der z. B. zylindrischen Wulstränder ändert, deren Radius zunimmt.
  • Infolge der Gegenwart dieses Wulstrandes, der sich unter der- Einwirkung des übertragenen Druckes verformt, können die Platten i, 2 sich ohne Verformung verschieben. Abb. 3 zeigt annähernd die Gestalt des aufgeblasenen Metallbehälters i, 2, 3. Bevor diese Gestalt erreicht wird, nimmt der Behälter i, 2, 3 eine Reihe von Zwischenformen zwischen den in Abb. i und 3 gezeigten Formen an. Der Hub des Druckerzeugers ist gleich der Änderung hl h des die beiden Blechplatten =, 2 trennenden Abstandes.
  • Wie Abb. 4 erkennen läßt, umfaßt der Querschnitt des Endwulstes des Druckerzeugers einen Kreisbogen a-m-b und zwei Teile a-e und b- f, die tangential zu diesem Kreisbogen bei a und b verlaufen und mit Krümmungsbögen an die Platten i, 2 anschließen. Die zusammenzupressenden Körper o und P weisen Oberflächen auf, die sich der Form der Platten i, 2 anpassen, so daß die Abstützfläche -des Druckerzeugers auf diesen Körpern auf jeder Seite durch die Kurve bestimmt ist, welche der geometrische Ort der Punktea und b auf jeder dieser Flächen ist. Wenn die Körper nicht derart ausgebildet sind, daß sie sich der Form dieser Abstützflächen anpassen, so wird man die Druckerzeuger vor dem Einsetzen mit Beton einhüllen können,- wobei man.. den zur Einhüllung dienenden Beton durch Flächen begrenzt, die sich den Flächen der Körper, Blöcke od. dgl. anpassen.
  • Bei Spreizung der Platten i, 2 nimmt der Radius der Entwicklung des Bogens a-in-b auf Kosten der Teile a-e und b- f zu, die zuerst gegen den zu pressenden Körper gelegt sind und sich von ihm ablösen, um auf den Längen a-g und b-1 eine kreisförmige Gestalt anzunehmen; der Bogen a-m-b wird auf diese Weise der Bogen g'-m'-l', wobei die Körper sich mit einer translatorischen -Bewegung, d. h. einer geradlinigen Verschiebung, voneinander entfernen, um nach e' und f' zu gelangen. Wenn man die Form und Neigung der Teile a-e und b- f ändert, kann man die Verschiebung m-m' ändern, entweder um m' nach außen in bezug auf m zu verschieben, oder um in' innen in bezug auf nt zu führen, oder um diese Verschiebung ganz aufzuheben, wobei dann m' mit m zusammenfällt; oder man kann dieser Bewegung auch ein Gesetz geben, das eine bestimmte Funktion, der Verschiebung ist. Wenn man beispielsweise a-e und b- f geradlinig macht und diese beiden Teile um etwa q.5° in bezug auf die Platten i, 2 neigt, so wird der Punkt m keine merkliche Verlagerung erfahren.
  • Die Erfahrung zeigt, daß 'bei Verwendung von Blechen aus weichem Stahl, die eine Dicke von 2 mm haben, der Druck in solchen Metallbehältern auf mehrere hundert Kilogramm pro Quadratzentimeter gebracht werden kann. Da man die Behälter aus Blechen von beliebig großen Abmessungen, d. h. mit einer beliebig großen Abstützfläche, herstellen kann, ist der Druckerzeuger nach der Erfindung ein Mittel, um mit geringen Kosten und ohne irgendeine umständliche mechanische Einrichtung außerordentlich große Kräfte zu erzeugen, die Millionen von Tonnen erreichen können.
  • Der erfindungsgemäß ausgebildete Druckerzeuger bietet auch den Vorteil, daß seine Stützflächen nicht parallel zu bleiben und noch nicht einmal eben zu sein brauchen. Denn es ist ersichtlich, daß man die Platten i, 2 des. Ausführungsbeispiels nach Abb. i bis 3 auch durch leche ersetzen kann, die irgendeine beliebige Querschnittsform aufweisen, so daß komplexe Kräfte erzeugt werden können, die nicht eine einzige Resultierende zulassen. Um eine beliebig große Hublänge zu erzielen, wird man mehrere gleichzeitig wirkende Druckerzeuger nach der Erfindung übereinander anordnen können, indem man sie durch einen Teil von geeigneter Form trennt, um ihre gegenseitige Abstützung auf den Platten r, a und auf den oben gekennzeichneten Teilen a-e, b- f der Wülste zu bewirken.
  • Abb.5 zeigt die Anwendung des Druckerzeugers nach der Erfindung für eine schematisch dargestellte Sperre, ein Wehr, Schütz oder einen ähnlichen Baukörper 6 mit mehreren Wölbungen. Man kann beispielsweise zur Aufhöhung dieses Baukörpers eine zusätzliche Abstützung 7 des nicht genügend stabil gewordenen Strebepfeilers 8 vorsehen. Wenn man abwartet, bis die elastischen Verformungen des Baukörpers 6 und des Strebepfeilers 8 im Augenblick der Aufhöhung die wirkliche Abstützung in der Ebene A -A bewirken, können aus diesem Grunde Verlagerungen des Massivs auftreten, die die Lösung seines Zusammenhangs unter Zerstörung der Abdichtung des Baukörpers zur Folge haben. Der zusätzliche, durch die Abstützung 7 erzeugte Widerstand wird erst nach dem Entstehen der Lockerung des Gefüges wirksam werden, die gerade durch diesen Widerstand hätte vermieden werden sollen. Dagegen werden die Dinge in ganz anderer Weise verlaufen, wenn man künstlich vor dem Unterwassersetzen des z. B. als Wehr dienenden Baukörpers 6 oder fortschreitend während dieses Unterwassersetzens eine Kraft auf den Strebepfeiler 8 zur Wirkung bringt, die gleich der Rückwirkung ist, welche man zweckmäßigerweise von dem Fundament 7 glaubt fordern zu können. Die Verformung des Massivs wird dann auf einen Wert vermindert werden können, der mit den Möglichkeiten der bildsamen Verformung des Geländes vereinbar ist.
  • Lm die gewünschte Kraft in der Ebene A-A hervorzurufen, ist es zweckmäßig, über Druckerzeuger 9 von sehr großer Stärke zu verfügen, die einen möglichst kleinen Platzbedarf haben. Die erfindungsgemäß ausgeführten Metallbehälter eignen sich hierfür besonders und kosten sehr wenig. Es können auch mehrere derartige Metallbehälter nebeneinander angeordnet werden und gleichzeitig zur Wirkung kommen, um die gewünschten Kräfte zu erzeugen.
  • Bei Druckerzeugern, die an ortsfester Stelle derart unter Druck gehalten werden, däß dauernd Kräfte auf die Mauerwerke übertragen werden, ist es angebracht, Einrichtungen vorzusehen, die es gestatten, die Druckerzeuger, bei denen Abdichtungsmängel zu befürchten sind oder auftreten, herauszunehmen und zu ersetzen. Man kann zu diesem Zweck zwischen den Druckerzeugern und ihrer Abstützung Keile einsetzen. Eine Anordnung dieser Art ist in Abb. 6 bis 8 gezeigt.
  • Zu beiden Seiten der Ebene A-A , an der gemäß Abb. 5 die Abstützung des Strebepfeilers 8 und der zusätzlichen Fundamentierung erfolgen soll, werden Blöcke 7a, 8a aus reichem, stark bewehrtem Beton gegossen, damit diese die zu übertragenden Kräfte aushalten können, die besonders groß in der Nähe der Ebene A-A sind, wo die Druckerzeuger angeordnet werden sollen. Diese Blöcke sind dem Fundament 7 bzw. dem Strebepfeiler 8 benachbart. Sie stützen sich aufeinander (vgl. Abb. 6 bis 8) durch eine Reihe von Trockenfugen 7b ab, welche in der Ebene A-A (vgl. Abb. 7) eine Art Verzahnung bilden. DieHohlräume 7rzwischen diesen Verzahnungen oder Zacken dienen zur Unterbringung der Druckerzeuger. Auf der linken Seite der Abb. 7 sieht man zwei solche Hohlräume, die noch nicht mit Druckerzeugern versehen sind. Die Druckerzeuger werden in besonders bequemer Weise in der Form eines von Beton umhüllten Blocks eingesetzt, der beispielsweise, wie aus Abb. 8 erkennbar ist, zwei übereinanderliegende, in Beton ga eingebettete Metallbehälter 9 enthält. Vor dem Gießen dieses Betons ga wird man den Umfangsteil der Druckerzeuger mit angeschweißten Laschen gb versehen, um ihre Verankerung im Beton zu bewirken. Der Beton wird über und unter den Metallbehältern 9 sowie zwischen diesen stark bewehrt, was beispielsweise durch ein Gitterwerk zo geschehen kann.
  • In ein und demselben Hohlraum 7c werden, wie man aus Abb. 6 sieht, ein in dieser Weise ausgebildeter Block aus Druckerzeugern und Beton und ein Keil zoa angeordnet, der beispielsweise aus einem Eisenbetonstück bestehen kann, das mit zwei Blechplatten iob abgedeckt ist. Die Zwischenräume xor zwischen Massiv 7a und Druckerzeugerblock sowie zwischen Block und Keil und zwischen Keil und Massiv 8a sind mit gestampftem Beton ausgefüllt.
  • Wenn man die Metallbehälter 9 unter Druck setzt, so blähen sie sich auf und übertragen ihre Kraft auf den Strebepfeiler 8 der Abb. 5 und das Fundament 7 durch den sie einhüllenden Beton und die verschiedenen Zwischenteile, insbesondere die Keile zoa. Die Trockenfugen 71 atmen gewissermaßen bei der Hubbewegung der Metallbehälter 9, d. h. geben dem Hub der Druckerzeuger nach.
  • Wenn eine Undichtigkeit in einem Druckerzeugerblock auftritt, so wird man den entsprechenden Keil zoa heraustreiben oder ihn unter Zerpulverung des ihn bildenden Betons zerstören. Dann kann man den Druckerzeuger herausnehmen und ihn durch einen neuen Block ersetzen.
  • Es ist besonders empfehlenswert, sich des folgenden Verfahrens zur Aufrechterhaltung des Druckes, unabhängig von der Dichtigkeit des Druckerzeugers, zu bedienen: Man treibt die Druckerzeuger mit einem Stoff auf, der zunächst, um die Drücke vollständig zu übertragen und die richtige Wirkung der Druckerzeuger zu gewährleisten, vollkommen flüssig ist, sich aber darauf verfestigen und allen Zerstörungsursachen standhalten kann, selbst wenn durch Korrosion die die Druckerzeuger bildenden Metallbehälter verschwinden.
  • Als Werkstoffe dieser Art kann man Zemente oder Stoffe nennen, die bei gewöhnlicher Temperatur fest sind, aber einen ziemlich niedrigen Schmelzpunkt haben. Man muß dann eine elektrisch oder mit Dampf arbeitende Einrichtung zum inneren oder äußeren Vorwärmen der Druckerzeuger vorsehen.
  • Es eignen sich hierfür besonders Kunstharze, die durch eine ziemlich geringe Temperaturänderung oder durch die einfache Wirkung der Zeit, d. h. durch Alterung bei konstanter Temperatur aus dem flüssigen Zustand in den festen übergehen und in letzterem sehr große Festigkeiten aufweisen. Die Anwendung eines Formaldehydphenolkunstharzes, das bei niedriger Temperatur oder selbst in der Kälte erhärtet, wie das im Handel unter der Bezeichnung Brauthite verkaufte Harz, hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Es- wird in die Metallbehälter in flüssiger Form bei dem gewünschten Druck eingespritzt, und man läßt es darauf selbsttätig abbinden oder man unterstützt diese Abbindung durch eine Erhitzung der Metallbehälter entsprechend der Einstellung der Bestandteile der anfänglichen Flüssigkeit.
  • Es kann notwendig werden, daß im Laufe der Zeit die von den Druckerzeugern in dem Bauwerk, dem sie einverleibt sind, erzeugten Kräfte geändert oder daß auch die Hubbewegung der Druckerzeuger geändert wird, um die von ihnen erzeugte Kraft trotz der langsamen Änderungen der elastischen Bedingungen ihrer Abstützpunkte konstant zu halten. Dies wird namentlich der Fall sein, wenn das Bauwerk aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton besteht und wenn rnan konstante Verdichtungskräfte in dem Beton trotz seiner Schwindung und seiner langsamen Verformung unter der Belastung erhalten will.
  • Wenn die Druckerzeuger mit einem flüssig bleibenden Körper gefüllt sind, so braucht man sie nur durch Leitungen mit- Pumpen oder hydraulischen Sammlern zu verbinden, durch die man ihren Druck steuern und verändern oder konstant halten kann.
  • Sind -die Metallbehälter mit einem Körper gefüllt, der zuerst flüssig ist und sich dann verfestigt, aber bei einer praktisch herstellbaren Temperatur schmelzbar ist, so kann man ein Schmelzen vornehmen und in die Metallbehälter eine neue Menge geschmolzenen Stoffes einführen oder im Gegenteil aus ihnen einen Teil des in ihnen eingeschmolzenen Stoffes entfernen.
  • Diese Lösung bietet eine Gefahr, wenn die Druckerzeuger ihre Dichtigkeit verloren haben; denn der von ihnen erzeugte elastische Zustand wird dann insgesamt zerstört `verden können, sobald der Füllstoff der Druckerzeuger wieder flüssig geworden ist. Diese Gefahr kann durch die gemeinsame Verwendung eines Werkstoffes, der sich verfestigen kann, und eines flüssig bleibenden oder sehr leicht verfiüssigbaren Werkstoffes vermieden werden. Man spritzt in den oberen Teil des Metallbehälters unmittelbar nach der Einspritzung des verfestigbaren Werkstoffes, z. B. eines Kunstharzes, eine kleine Menge einer mit diesem Harz nicht mischbaren Flüssigkeit, z. B. von gewöhnlichem Erdöl, ein. Diese Flüssigkeit nimmt die dem Einfüllmundstück benachbarten Teile des Metallbehälters ein und gestattet es, eine neue Menge Harz einzuführen, um periodisch den Druck in dem Druckerzeuger wiederherzustellen.
  • Zu diesem Zweck wird es zweckmäßig sein, sich. eines Metallbehälters mit zwei Rohrstutzen zu bedienen, die beide mit der Zone verbünden sind, in der das Öl sich sammelt, so daß die Zone, die unter niedrigem Druck steht, geleert werden kann, bevor eine zusätzliche Menge Harz eingeführt wird.
  • Abb. 9 zeigt einen Druckerzeuger dieser Art, der lotrecht- stehend gedacht ist. Der Metallbehälter 1, 3 wird zunächst mit Harz ii gefüllt, das flüssig unter dem gewünschten Druck eingebracht wird, und nach dieser Einfüllung wird durch die beiden an den oberen Teil des Metallbehälters 1, 3 angeschlossenen und mit Hähnen 4c versehenen Rohre 4a und 4b eine Menge von Erdöl eingeführt, die ausreicht, damit dieses Öl unter Vortreiben des noch nicht verfestigten Harzes ein kleines Volumen 12 im Behälter 1, 3 ausfüllt, das mit den beiden Röhren 4a, 4b in Verbindung steht.
  • Wenn man nach der Verfestigung des Harzes den Hub des Druckerzeugers verzögern will, so spritzt man. Harz in flüssiger Form durch das eine Rohr 4a ein, wobei man sich des anderen Rohres 4b als Leitung zum Entleeren des bei 12 enthaltenen Öls bedient, welches durch das eingespritzte Harz herausgetrieben wird.
  • Wenn das gesamte Volumen 12 mit Harz gefüllt ist, so schließt man das Rohr 4' und spritzt durch das Rohr 4a weiter flüssiges Harz unter gewünschtem Druck ein, damit 'dieses Harz die Wandungen des Metallbehälters 1, 3 von dem bereits hart gewordenen Stoff ii löst und zwischen diesen Wandungen und diesem gehärteten Stoff eine Schicht von gewünschter Dicke bildet, die in der Folge erhärten wird. Vor dieser Härtung aber wird man eine neue Öleinspritzung unter Druck durch die Rohre 4a, 4b vornehmen, um von neuem das obere Ölvolumen 12 zu bilden, das spätere Harzeinspritzungen ermöglicht, falls sich dies als notwendig erweisen sollte.
  • Es ist zweckmäßig, das Ablösen des bereits erhärteten Füllstoffes von den Wandungen des Metallbehälters 1, 3 nicht unmittelbar durch das flüssige Harz, sondern mittels einer Einspritzung von unter genügendem Druck stehendem Öl zu bewirken, wobei diese Öleinspritzung vor der Einführung des flüssigen Harzes erfolgt. Diese Ablösung ist verhältnismäßig leicht bei Verwendung von Brauthite, denn dieses Harz haftet nicht am Blech fest.
  • Nach diesem Ablösen durch unter Druck stehendes Öl, das gleichzeitig eine Überprüfung der Dichtigkeit des Druckerzeugers gestattet, läßt man den Druck sinken und treibt das Öl durch das flüssige Harz in der angegebenen Weise aus.
  • Falls die Druckerzeuger in horizontaler Lage benutzt werden, kann man in ihrer Mitte gemäß Abb. io eine Art Glocke 13 vorsehen, die an die beiden Rohrleitungen 4a, 41 angeschlossen ist und zur Aufnahme des kleinen Ölvolumens i2 dient. Auch kann die eine der zwei Rohrleitungen aus einer dünnen, innerhalb der anderen Rohrleitung verlaufenden Röhre bestehen. Es kann auch eine der Rohrleitungen so weit in -den Metallbehälter 1, 2, 3 eintauchen, daß sie ein unteres Ölniveau einzustellen gestattet, welches eine Gewähr für die unvollständige Füllung mit Harz bietet.
  • Eine besonders vorteilhafte Druckerzeugeranordnung ergibt sich dadurch, daß zwei Metallbehälter 14 und 15 (vgl. Abb. ii) zwischen den zusammenzupressenden Stützen 16 übereinander angeordnet werden, wobei der eine Metallbehälter, beispielsweise der Behälter 14, mit Öl aufgetrieben und der andere Behälter 15 mit einem Stoff, wie Harz, aufgebläht wird, der sich verfestigen kann. Wenn der Druck des Behälters 14 auf Null herabgesetzt ist, so wird der Behälter 15 zunächst allein unter Druck stehen, und nach Einspritzung des Harzes wird dann ein wenig Öl in sein Mundstück in der beschriebenen Weise eingeleitet. Dann wird man den Metallbehälter 14 mit einem unter konstantem Druck stehenden hydraulischen Sammler in Verbindung setzen. Nach Maßgabe des Sackens der Massive i6 wird der Hub des Druckerzeugers 14 unter Aufrechterhaltung einer konstanten Kraft zunehmen.
  • Wenn der Hub des Druckerzeugers 14 so groß geworden ist, daß eine Undichtigkeit, welche den Druck in ihm zum Verschwinden bringen kann, gefährlich zu werden beginnt, so wird man flüssiges Harz in den Metallbehälter 15 unter einem etwas stärkeren Druck, als er in dem Behälter 14 herrscht, einführen, indem man gegebenenfalls eine Doppelleitung in der angegebenen Weise verwendet. Dieses Harz wird eine dünne Schicht auf der Oberfläche des bereits -erhärteten Harzes bilden und dann selbst erhärten. Man wird nach der Harzeinspritzung in den Druckerzeuger 15 eine Oleinspritzung vornehmen. Der Hub des Druckerzeugers 14 wird auf diese Weise auf Null herabgesetzt werden. Wenn bei einem späteren Sacken der Massive oder Baublöcke der Hub zunehmen wird, so wird man eine neue Menge Harz in den Metallbehälter 15 einführen, und so fort. Die beiden Druckerzeuger 14, 15 können im Innern eines um sie herum gegossenen Betonblocks angeordnet werden und diese an sich bereits an Hand der Abb. 8 näher erläuterte Maßnahmen auch für nur einen oder auch für mehr als zwei Druckerzeuger verwirklicht werden.
  • Die erfindungsgemäß ausgebildeten Druckerzeuger eignen sich ferner für zahlreiche Anwendungen. Wie oben erwähnt, kann man mit ihnen ständige Druckbeanspruchungen in Bauten oder Teilen von Bauten aus Eisenbeton aufrechterhalten, so daß sie sich der Entstehung schädlicher Zugbeanspruchungen in diesem Baumaterial widersetzen. Dabei können die Druckerzeuger unabhängig von dem vorherigen Unterspannungsetzen der Bewehrungen des Betons oder in Verbindung mit diesem Unterspannungsetzen, das mit ihrer Hilfe bewirkt wird, benutzt werden.
  • Es können mit diesen Druckerzeugern auch waagerechte Kräfte zwischen Fugen von Bauten, beispielsweise zwischen den Fugen von großen Talsperren, Wehren oder Schützen, erzeugt werden, um die durch ein Rutschen des Geländes auf den Talflanken hervorgerufenen Beanspruchungen zu neutralisieren. Man wird das Einsetzen der Druckerzeuger in diese Fugen dazu ausnutzen können, um deren Abdichtung zu gewährleisten.
  • Eine hierfür geeignete Anordnung zeigt Abb. 12, die im waagerechten Schnitt zwei Blöcke 17, z. B. eines Wehrs, wiedergibt, die durch die Fuge 18 voneinander getrennt sind. In diese Fugen ist eine Reihe von erfindungsgemäß ausgebildeten Druckerzeugern 9 eingesetzt, die ihren Druck auf die Blöcke 17 durch Keile i9 und Polster 2o aus bildsamen Stoff, wie Gummi, Bitumen, Asbest, übertragen, während ein gebogenes Blech 2i, das zwischen den Keilen i9 und den Blöcken 17 eingespannt ist, die Abdichtung bewirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hydraulischer, aus einem -Metallbehälter bestehender Druckerzeuger, der insbesondere in der Bautechnik anwendbar ist und in Bauwerke bleibend oder vorübergehend eingebaut werden und zur Beeinflussung der Lagerungsverhältnisse und der Spannungen in Bauwerken, z. B. Sperren und Wehren, aus Beton sowie anderen Betonkonstruktionen dienen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckflächen (i, 2) des Metallbehälters an ihren Rändern durch je einen wulstförmigen Teil (3) verbunden sind, dessen Querschnitt nach einem Kreisbogen oder einer ähnlichen Kurve (a-m-b) mit einem den Abstand der Druckflächen (i, 2) überschreitenden Durchmesser gestaltet ist und durch an diese Kurve sich anschließende Flächenteile (a-e und b- f) in die Druckflächen übergeht (Abb. i und 4). Druckerzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der druckausübende Metallbehälter (9) mit keilförmigen Zwischenstücken (ioa, ioe) in das Bauwerk eingesetzt ist, die ein Ersetzen des Druckerzeugers im Falle seines Schadhaftwerdens ermöglichen (Abb. 6). 3. Druckerzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere lagenweise angeordnete Metallbehälter (9) in einem stark bewehrten und hochfesten Betonblock (9a) eingehüllt sind (Abb.6 und 8). 4. Druckerzeuger nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der druckausübende Metallbehälter zur Herstellung dichter Fugen (i8) zwischen Bauteilen (i7, i7), beispielsweise Teilen von Wehren oder Schützen, unter Ausnutzung des von ihm (9) zwischen jenen Bauteilen (i7, 17) erzeugten Druckes dazu verwendet ist, ein Dichtungsmittel, wie z. B. Blech (2i) oder ein bildsames oder elastisches Polster (2o), festgeklemmt zu halten (Abb. i2). 5. Druckerzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallbehälter (i, 2, 3) in an sich bekannter Weise mit einem Stoff gefüllt ist, der in flüssigem Zustand unter Druck eingeführt wird, sich aber darauf verfestigen kann und unter den normalen Anwendungsbedingungen des Druckerzeugers fest bleibt, wie beispielsweise ein Zement, ein schmelzbarer Stoff oder ein Kunstharz (Abb. io). 6. Druckerzeuger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den Metallbehälter (i, 2, 3) nach Einspritzung des verfestigbaren Füllstoffes eine kleine Menge (i2) eines flüssig bleibenden oder leicht verflüssigbaren Stoffes, wie beispielsweise eines Erdöls, eingeführt wird, der sich im Behälter (i, 2, 3) in der Nähe seines Einfüllmundstückes (4, 4a, 4b) sammelt und die spätere Einführung neuer Mengen von verfestigbarem Stoff (i i) zwecks Änderung des Druckes oder des Hubs des Druckerzeugers gestattet (Abb. io und ii). 7. Druckerzeuger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an den Metallbehälter (i, 2, 3) für die Nachfüllung neuer Mengen verfestigbaren Stoffes zwei Rohrstützen (4 a, 4b) an der Stelle (i2), an der sich der im Behälter (i, 2, 3) flüssig bleibende oder leicht verflüssigbare Stoff, wie 01, zu sammeln sucht, derart angeschlossen sind, daß der eine (4 a) die Entleerung des flüssig bleibenden oder leicht verflüssigbaren Stoffes bei durch den anderen (q. b) erfolgender Einführung von verfestigbarem Stoff ermöglicht (Abb. io). B. Druckerzeuger nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei übereinander angeordneten Metallbehältern (1.¢,.15) der eine (14) mit einer Flüssigkeit unter einem zwischen gewissen Grenzen veränderbaren. oder auf konstantem Wert gehaltenen Druck gefüllt ist, während der andere (15) einen verfestigbaren Stoff und eine nach dessen Einführung eingebrachte kleine Menge einer mit dem verfestigbaren Stoff nicht mischbaren Flüssigkeit enthält, so daß durch zusätzliche Einspritzungen von verfestigbarem Stoff in den Behälter (15) der Druck oder Hub des anderen Behälters (1¢) sich unter dem bei Vorhandensein einer Undichtigkeit gefährlichen Wert halten läßt (Abb. ii). Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 390 33o, 62 490; britische Patentschrift Nr. 21359 vom Jahre igoo; »Der Bauingenieunc, Heft 6, 1930, S. 93; »Die Betonstraße«, Heft 1, 1936, S. ii bis 15.
DEF1919D 1938-08-01 1939-02-28 Hydraulischer Druckerzeuger Expired DE874125C (de)

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