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Hydraulischer Druckerzeuger Die Erfindung betrifft einen hydraulischen,
aus einem flachen Behälter aus Metallblech bestehenden Druckerzeuger, der insbesondere
in der Bautechnik anwendbar ist und in Bauwerke bleibend oder vorübergehend eingebaut
werden und zur Beeinflussung der Lagerungsverhältnisse und der Spannungen in Bauwerken,
z. B. Betonsperren und Betonwehren sowie anderen Betonkonstruktionen, dienen kann.
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Ein derartiges, zur Verwendung im Baubetrieb bestimmtes hydraulisches
Druckgerät erhält erfindungsgemäß eine vorteilhafte Ausbildung dadurch, daß die
druckausübenden Teile des Behälters an ihren Rändern durch einen wulstförmigen Teil
verbunden sind, dessen Querschnitt nach einem Kreisbogen oder einer ähnlichen Kurve
mit einem den Abstand der Druckteile des Behälters stets überschreitenden Durchmesser
gestaltet ist und mittels an diese Kurve sich anschließender Übergangsteile in die
druckausübenden Teile übergeht. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Druckflächen
des Gerätes sich verschieben und voneinander entfernen können, ohne dabei ihre Form
zu verändern, so daß sie selbst bei großen Abmessungen in ihrer ganzen Ausdehnung
in Berührung mit den zu pressenden Körpern sind und bleiben und so auf diese ganz
erhebliche Kräfte übertragen können. Wenn der die Druckflächen verbindende Behälterteil
nicht als Wulst nach der Erfindung ausgestaltet ist, werden diese Flächen beim Aufblähen
des Druckerzeugers unweigerlich eine Formveränderung erfahren, so daß sich z. B.
ursprünglich ebene Druckflächen ausbiegen und daher an den zu beeinflussenden Körpern
nur mehr in Punkten oder Linien anliegen und druckübertragend
wirken
werden. Diese ungünstige Formänderung der Druckflächen und die damit verbundene
weitgehende Verschlechterung der Druckübertragung ist mit einfachen Mitteln bei
dem hydraulischen Druckerzeuger nach der Erfindung vermieden, der sich der Form
der zu 'beeinflussenden Körper ohne weiteres anpaßt und die gleiche Oberfläche wie
diese aufweisen kann.
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Die Zeichnung veranschaulicht den hydraulischen Druckerzeuger nach
der Erfindung beispielsweise in mehreren Ausführungsformen.
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Abb. i zeigt schematisch im Schnitt einen erfindungsgemäß ausgebildeten
Druckerzeuger, bevor er unter Druck gesetzt ist; ' Abb. 2 läßt diesen Druckerzeuger
verkleinert in Draufsicht erkennen, und Abb.3 zeigt ihn im Schnitt, nachdem er unter
Druckgesetzt ist, während ' Abb. ¢ im Schnitt und im vergrößerten- Maßstab eine
schematische Teilansicht des Umfangswulstes des Druckerzeugers wiedergibt; Abb.5
zeigt eine Anwendungsform des Druckerzeugers nach der Erfindung und Abb. 6 eine
Einzelheit der Abb. 5 in einem parallel zur Ebene der Abb. 5 ausgeführten, maßstäblich
vergrößerten Schnitt; Abb. 7 ist ein Schnitt nach der Linie VII-VII der Abb. 6;
Abb. 8 bringt einen vergrößerten Querschnitt eines, aus mehreren Druckerzeugern
und einer Betonumhüllung gebildeten Blockes; Abb. g zeigt in teilweise geschnittener
Draufsicht einen Druckerzeuger mit zwei Rohrstutzen, und Abb. io ist ein waagerechter
Schnitt durch eine andere Ausführungsform mit zwei Rohrstutzen; Abb. ii veranschaulicht
die Anordnung von zwei übereinandergesetzten Druckerzeugern und Abb. 12 eine mit
Hilfe eines Druckerzeugers nach der Erfindung zwischen zwei Teilen eines Bauwerks
hergestellte dichte Verbindung.
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Bei der in Abb. i bis 3 dargestellten Ausführungsform besteht der
Druckerzeuger aus zwei parallelen Platten i, 2, beispielsweise aus sehr gut schmiedbarem
oder formbarem Stahlblech oder irgendeinem anderen diese Eigenschaft besitzenden
Metall, die an ihrem Rand durch Umdrehungsflächen oder zylindrische Flächen 3 verbunden
sind. Bei Verbindung der Platten i, s und - der Umdrehungs- oder Zylinderflächen
durch autogenes Schweißen oder durch irgendein anderes gleichwertiges Mittel wird
eine vollkommene Abdichtung bewirkt. Ein am Umfangswulst oder an irgendeiner anderen
geeigneten Stelle angeschweißtes Rohr q. erlaubt die Einführung einer unter Druck
stehenden Flüssigkeit, welche die Bleche i, 2 voneinander entfernt, indem sie durch
bildsame Verformung die Gestalt der z. B. zylindrischen Wulstränder ändert, deren
Radius zunimmt.
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Infolge der Gegenwart dieses Wulstrandes, der sich unter der- Einwirkung
des übertragenen Druckes verformt, können die Platten i, 2 sich ohne Verformung
verschieben. Abb. 3 zeigt annähernd die Gestalt des aufgeblasenen Metallbehälters
i, 2, 3. Bevor diese Gestalt erreicht wird, nimmt der Behälter i, 2, 3 eine Reihe
von Zwischenformen zwischen den in Abb. i und 3 gezeigten Formen an. Der Hub des
Druckerzeugers ist gleich der Änderung hl h des die beiden Blechplatten =,
2 trennenden Abstandes.
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Wie Abb. 4 erkennen läßt, umfaßt der Querschnitt des Endwulstes des
Druckerzeugers einen Kreisbogen a-m-b und zwei Teile a-e und b- f, die tangential
zu diesem Kreisbogen bei a und b verlaufen und mit Krümmungsbögen
an die Platten i, 2 anschließen. Die zusammenzupressenden Körper o und P weisen
Oberflächen auf, die sich der Form der Platten i, 2 anpassen, so daß die Abstützfläche
-des Druckerzeugers auf diesen Körpern auf jeder Seite durch die Kurve bestimmt
ist, welche der geometrische Ort der Punktea und b auf jeder dieser Flächen ist.
Wenn die Körper nicht derart ausgebildet sind, daß sie sich der Form dieser Abstützflächen
anpassen, so wird man die Druckerzeuger vor dem Einsetzen mit Beton einhüllen können,-
wobei man.. den zur Einhüllung dienenden Beton durch Flächen begrenzt, die sich
den Flächen der Körper, Blöcke od. dgl. anpassen.
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Bei Spreizung der Platten i, 2 nimmt der Radius der Entwicklung des
Bogens a-in-b auf Kosten der Teile a-e und b- f zu, die zuerst gegen
den zu pressenden Körper gelegt sind und sich von ihm ablösen, um auf den Längen
a-g und b-1 eine kreisförmige Gestalt anzunehmen; der Bogen a-m-b wird auf diese
Weise der Bogen g'-m'-l', wobei die Körper sich mit einer translatorischen -Bewegung,
d. h. einer geradlinigen Verschiebung, voneinander entfernen, um nach e' und f'
zu gelangen. Wenn man die Form und Neigung der Teile a-e und b- f ändert,
kann man die Verschiebung m-m' ändern, entweder um m' nach außen in bezug
auf m zu verschieben, oder um in' innen in bezug auf nt zu führen, oder um
diese Verschiebung ganz aufzuheben, wobei dann m' mit m zusammenfällt; oder
man kann dieser Bewegung auch ein Gesetz geben, das eine bestimmte Funktion, der
Verschiebung ist. Wenn man beispielsweise a-e und b- f geradlinig macht und
diese beiden Teile um etwa q.5° in bezug auf die Platten i, 2 neigt, so wird der
Punkt m keine merkliche Verlagerung erfahren.
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Die Erfahrung zeigt, daß 'bei Verwendung von Blechen aus weichem Stahl,
die eine Dicke von 2 mm haben, der Druck in solchen Metallbehältern auf mehrere
hundert Kilogramm pro Quadratzentimeter gebracht werden kann. Da man die Behälter
aus Blechen von beliebig großen Abmessungen, d. h. mit einer beliebig großen Abstützfläche,
herstellen kann, ist der Druckerzeuger nach der Erfindung ein Mittel, um mit geringen
Kosten und ohne irgendeine umständliche mechanische Einrichtung außerordentlich
große Kräfte zu erzeugen, die Millionen von Tonnen erreichen können.
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Der erfindungsgemäß ausgebildete Druckerzeuger bietet auch den Vorteil,
daß seine Stützflächen nicht parallel zu bleiben und noch nicht einmal eben zu sein
brauchen. Denn es ist ersichtlich, daß man die Platten i, 2 des. Ausführungsbeispiels
nach Abb. i bis 3 auch durch leche ersetzen kann, die irgendeine beliebige Querschnittsform
aufweisen, so daß komplexe Kräfte erzeugt werden können, die nicht eine einzige
Resultierende zulassen.
Um eine beliebig große Hublänge zu erzielen,
wird man mehrere gleichzeitig wirkende Druckerzeuger nach der Erfindung übereinander
anordnen können, indem man sie durch einen Teil von geeigneter Form trennt, um ihre
gegenseitige Abstützung auf den Platten r, a und auf den oben gekennzeichneten Teilen
a-e, b- f der Wülste zu bewirken.
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Abb.5 zeigt die Anwendung des Druckerzeugers nach der Erfindung für
eine schematisch dargestellte Sperre, ein Wehr, Schütz oder einen ähnlichen Baukörper
6 mit mehreren Wölbungen. Man kann beispielsweise zur Aufhöhung dieses Baukörpers
eine zusätzliche Abstützung 7 des nicht genügend stabil gewordenen Strebepfeilers
8 vorsehen. Wenn man abwartet, bis die elastischen Verformungen des Baukörpers 6
und des Strebepfeilers 8 im Augenblick der Aufhöhung die wirkliche Abstützung in
der Ebene A -A
bewirken, können aus diesem Grunde Verlagerungen des Massivs
auftreten, die die Lösung seines Zusammenhangs unter Zerstörung der Abdichtung des
Baukörpers zur Folge haben. Der zusätzliche, durch die Abstützung 7 erzeugte Widerstand
wird erst nach dem Entstehen der Lockerung des Gefüges wirksam werden, die gerade
durch diesen Widerstand hätte vermieden werden sollen. Dagegen werden die Dinge
in ganz anderer Weise verlaufen, wenn man künstlich vor dem Unterwassersetzen des
z. B. als Wehr dienenden Baukörpers 6 oder fortschreitend während dieses Unterwassersetzens
eine Kraft auf den Strebepfeiler 8 zur Wirkung bringt, die gleich der Rückwirkung
ist, welche man zweckmäßigerweise von dem Fundament 7 glaubt fordern zu können.
Die Verformung des Massivs wird dann auf einen Wert vermindert werden können, der
mit den Möglichkeiten der bildsamen Verformung des Geländes vereinbar ist.
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Lm die gewünschte Kraft in der Ebene A-A hervorzurufen, ist es zweckmäßig,
über Druckerzeuger 9 von sehr großer Stärke zu verfügen, die einen möglichst kleinen
Platzbedarf haben. Die erfindungsgemäß ausgeführten Metallbehälter eignen sich hierfür
besonders und kosten sehr wenig. Es können auch mehrere derartige Metallbehälter
nebeneinander angeordnet werden und gleichzeitig zur Wirkung kommen, um die gewünschten
Kräfte zu erzeugen.
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Bei Druckerzeugern, die an ortsfester Stelle derart unter Druck gehalten
werden, däß dauernd Kräfte auf die Mauerwerke übertragen werden, ist es angebracht,
Einrichtungen vorzusehen, die es gestatten, die Druckerzeuger, bei denen Abdichtungsmängel
zu befürchten sind oder auftreten, herauszunehmen und zu ersetzen. Man kann zu diesem
Zweck zwischen den Druckerzeugern und ihrer Abstützung Keile einsetzen. Eine Anordnung
dieser Art ist in Abb. 6 bis 8 gezeigt.
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Zu beiden Seiten der Ebene A-A , an der gemäß Abb. 5 die Abstützung
des Strebepfeilers 8 und der zusätzlichen Fundamentierung erfolgen soll, werden
Blöcke 7a, 8a aus reichem, stark bewehrtem Beton gegossen, damit diese die zu übertragenden
Kräfte aushalten können, die besonders groß in der Nähe der Ebene A-A sind, wo die
Druckerzeuger angeordnet werden sollen. Diese Blöcke sind dem Fundament 7 bzw. dem
Strebepfeiler 8 benachbart. Sie stützen sich aufeinander (vgl. Abb. 6 bis 8) durch
eine Reihe von Trockenfugen 7b ab, welche in der Ebene A-A (vgl. Abb. 7) eine Art
Verzahnung bilden. DieHohlräume 7rzwischen diesen Verzahnungen oder Zacken dienen
zur Unterbringung der Druckerzeuger. Auf der linken Seite der Abb. 7 sieht man zwei
solche Hohlräume, die noch nicht mit Druckerzeugern versehen sind. Die Druckerzeuger
werden in besonders bequemer Weise in der Form eines von Beton umhüllten Blocks
eingesetzt, der beispielsweise, wie aus Abb. 8 erkennbar ist, zwei übereinanderliegende,
in Beton ga eingebettete Metallbehälter 9 enthält. Vor dem Gießen dieses Betons
ga wird man den Umfangsteil der Druckerzeuger mit angeschweißten Laschen gb versehen,
um ihre Verankerung im Beton zu bewirken. Der Beton wird über und unter den Metallbehältern
9 sowie zwischen diesen stark bewehrt, was beispielsweise durch ein Gitterwerk zo
geschehen kann.
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In ein und demselben Hohlraum 7c werden, wie man aus Abb. 6 sieht,
ein in dieser Weise ausgebildeter Block aus Druckerzeugern und Beton und ein Keil
zoa angeordnet, der beispielsweise aus einem Eisenbetonstück bestehen kann, das
mit zwei Blechplatten iob abgedeckt ist. Die Zwischenräume xor zwischen Massiv 7a
und Druckerzeugerblock sowie zwischen Block und Keil und zwischen Keil und Massiv
8a sind mit gestampftem Beton ausgefüllt.
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Wenn man die Metallbehälter 9 unter Druck setzt, so blähen sie sich
auf und übertragen ihre Kraft auf den Strebepfeiler 8 der Abb. 5 und das Fundament
7 durch den sie einhüllenden Beton und die verschiedenen Zwischenteile, insbesondere
die Keile zoa. Die Trockenfugen 71 atmen gewissermaßen bei der Hubbewegung
der Metallbehälter 9, d. h. geben dem Hub der Druckerzeuger nach.
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Wenn eine Undichtigkeit in einem Druckerzeugerblock auftritt, so wird
man den entsprechenden Keil zoa heraustreiben oder ihn unter Zerpulverung des ihn
bildenden Betons zerstören. Dann kann man den Druckerzeuger herausnehmen und ihn
durch einen neuen Block ersetzen.
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Es ist besonders empfehlenswert, sich des folgenden Verfahrens zur
Aufrechterhaltung des Druckes, unabhängig von der Dichtigkeit des Druckerzeugers,
zu bedienen: Man treibt die Druckerzeuger mit einem Stoff auf, der zunächst, um
die Drücke vollständig zu übertragen und die richtige Wirkung der Druckerzeuger
zu gewährleisten, vollkommen flüssig ist, sich aber darauf verfestigen und allen
Zerstörungsursachen standhalten kann, selbst wenn durch Korrosion die die Druckerzeuger
bildenden Metallbehälter verschwinden.
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Als Werkstoffe dieser Art kann man Zemente oder Stoffe nennen, die
bei gewöhnlicher Temperatur fest sind, aber einen ziemlich niedrigen Schmelzpunkt
haben. Man muß dann eine elektrisch oder mit Dampf arbeitende Einrichtung zum inneren
oder äußeren Vorwärmen der Druckerzeuger vorsehen.
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Es eignen sich hierfür besonders Kunstharze, die durch eine ziemlich
geringe Temperaturänderung oder durch die einfache Wirkung der Zeit, d. h. durch
Alterung bei konstanter Temperatur aus dem flüssigen Zustand in den festen übergehen
und in letzterem sehr große Festigkeiten aufweisen. Die Anwendung eines Formaldehydphenolkunstharzes,
das bei niedriger
Temperatur oder selbst in der Kälte erhärtet,
wie das im Handel unter der Bezeichnung Brauthite verkaufte Harz, hat sich als besonders
vorteilhaft erwiesen. Es- wird in die Metallbehälter in flüssiger Form bei dem gewünschten
Druck eingespritzt, und man läßt es darauf selbsttätig abbinden oder man unterstützt
diese Abbindung durch eine Erhitzung der Metallbehälter entsprechend der Einstellung
der Bestandteile der anfänglichen Flüssigkeit.
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Es kann notwendig werden, daß im Laufe der Zeit die von den Druckerzeugern
in dem Bauwerk, dem sie einverleibt sind, erzeugten Kräfte geändert oder daß auch
die Hubbewegung der Druckerzeuger geändert wird, um die von ihnen erzeugte Kraft
trotz der langsamen Änderungen der elastischen Bedingungen ihrer Abstützpunkte konstant
zu halten. Dies wird namentlich der Fall sein, wenn das Bauwerk aus bewehrtem oder
unbewehrtem Beton besteht und wenn rnan konstante Verdichtungskräfte in dem Beton
trotz seiner Schwindung und seiner langsamen Verformung unter der Belastung erhalten
will.
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Wenn die Druckerzeuger mit einem flüssig bleibenden Körper gefüllt
sind, so braucht man sie nur durch Leitungen mit- Pumpen oder hydraulischen Sammlern
zu verbinden, durch die man ihren Druck steuern und verändern oder konstant halten
kann.
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Sind -die Metallbehälter mit einem Körper gefüllt, der zuerst flüssig
ist und sich dann verfestigt, aber bei einer praktisch herstellbaren Temperatur
schmelzbar ist, so kann man ein Schmelzen vornehmen und in die Metallbehälter eine
neue Menge geschmolzenen Stoffes einführen oder im Gegenteil aus ihnen einen Teil
des in ihnen eingeschmolzenen Stoffes entfernen.
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Diese Lösung bietet eine Gefahr, wenn die Druckerzeuger ihre Dichtigkeit
verloren haben; denn der von ihnen erzeugte elastische Zustand wird dann insgesamt
zerstört `verden können, sobald der Füllstoff der Druckerzeuger wieder flüssig geworden
ist. Diese Gefahr kann durch die gemeinsame Verwendung eines Werkstoffes, der sich
verfestigen kann, und eines flüssig bleibenden oder sehr leicht verfiüssigbaren
Werkstoffes vermieden werden. Man spritzt in den oberen Teil des Metallbehälters
unmittelbar nach der Einspritzung des verfestigbaren Werkstoffes, z. B. eines Kunstharzes,
eine kleine Menge einer mit diesem Harz nicht mischbaren Flüssigkeit, z. B. von
gewöhnlichem Erdöl, ein. Diese Flüssigkeit nimmt die dem Einfüllmundstück benachbarten
Teile des Metallbehälters ein und gestattet es, eine neue Menge Harz einzuführen,
um periodisch den Druck in dem Druckerzeuger wiederherzustellen.
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Zu diesem Zweck wird es zweckmäßig sein, sich. eines Metallbehälters
mit zwei Rohrstutzen zu bedienen, die beide mit der Zone verbünden sind, in der
das Öl sich sammelt, so daß die Zone, die unter niedrigem Druck steht, geleert werden
kann, bevor eine zusätzliche Menge Harz eingeführt wird.
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Abb. 9 zeigt einen Druckerzeuger dieser Art, der lotrecht- stehend
gedacht ist. Der Metallbehälter 1, 3 wird zunächst mit Harz ii gefüllt, das flüssig
unter dem gewünschten Druck eingebracht wird, und nach dieser Einfüllung wird durch
die beiden an den oberen Teil des Metallbehälters 1, 3 angeschlossenen und mit Hähnen
4c versehenen Rohre 4a und 4b eine Menge von Erdöl eingeführt, die ausreicht, damit
dieses Öl unter Vortreiben des noch nicht verfestigten Harzes ein kleines Volumen
12 im Behälter 1, 3 ausfüllt, das mit den beiden Röhren 4a, 4b in Verbindung steht.
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Wenn man nach der Verfestigung des Harzes den Hub des Druckerzeugers
verzögern will, so spritzt man. Harz in flüssiger Form durch das eine Rohr 4a ein,
wobei man sich des anderen Rohres 4b als Leitung zum Entleeren des bei 12 enthaltenen
Öls bedient, welches durch das eingespritzte Harz herausgetrieben wird.
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Wenn das gesamte Volumen 12 mit Harz gefüllt ist, so schließt man
das Rohr 4' und spritzt durch das Rohr 4a weiter flüssiges Harz unter gewünschtem
Druck ein, damit 'dieses Harz die Wandungen des Metallbehälters 1, 3 von dem bereits
hart gewordenen Stoff ii löst und zwischen diesen Wandungen und diesem gehärteten
Stoff eine Schicht von gewünschter Dicke bildet, die in der Folge erhärten wird.
Vor dieser Härtung aber wird man eine neue Öleinspritzung unter Druck durch die
Rohre 4a, 4b vornehmen, um von neuem das obere Ölvolumen 12 zu bilden, das spätere
Harzeinspritzungen ermöglicht, falls sich dies als notwendig erweisen sollte.
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Es ist zweckmäßig, das Ablösen des bereits erhärteten Füllstoffes
von den Wandungen des Metallbehälters 1, 3 nicht unmittelbar durch das flüssige
Harz, sondern mittels einer Einspritzung von unter genügendem Druck stehendem Öl
zu bewirken, wobei diese Öleinspritzung vor der Einführung des flüssigen Harzes
erfolgt. Diese Ablösung ist verhältnismäßig leicht bei Verwendung von Brauthite,
denn dieses Harz haftet nicht am Blech fest.
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Nach diesem Ablösen durch unter Druck stehendes Öl, das gleichzeitig
eine Überprüfung der Dichtigkeit des Druckerzeugers gestattet, läßt man den Druck
sinken und treibt das Öl durch das flüssige Harz in der angegebenen Weise aus.
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Falls die Druckerzeuger in horizontaler Lage benutzt werden, kann
man in ihrer Mitte gemäß Abb. io eine Art Glocke 13 vorsehen, die an die beiden
Rohrleitungen 4a, 41 angeschlossen ist und zur Aufnahme des kleinen Ölvolumens i2
dient. Auch kann die eine der zwei Rohrleitungen aus einer dünnen, innerhalb der
anderen Rohrleitung verlaufenden Röhre bestehen. Es kann auch eine der Rohrleitungen
so weit in -den Metallbehälter 1, 2, 3 eintauchen, daß sie ein unteres Ölniveau
einzustellen gestattet, welches eine Gewähr für die unvollständige Füllung mit Harz
bietet.
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Eine besonders vorteilhafte Druckerzeugeranordnung ergibt sich dadurch,
daß zwei Metallbehälter 14 und 15 (vgl. Abb. ii) zwischen den zusammenzupressenden
Stützen 16 übereinander angeordnet werden, wobei der eine Metallbehälter, beispielsweise
der Behälter 14, mit Öl aufgetrieben und der andere Behälter 15 mit einem Stoff,
wie Harz, aufgebläht wird, der sich verfestigen kann. Wenn der Druck des Behälters
14 auf Null herabgesetzt ist, so wird der Behälter 15 zunächst allein unter Druck
stehen, und nach Einspritzung des Harzes wird dann ein wenig Öl in sein Mundstück
in der beschriebenen Weise eingeleitet.
Dann wird man den Metallbehälter
14 mit einem unter konstantem Druck stehenden hydraulischen Sammler in Verbindung
setzen. Nach Maßgabe des Sackens der Massive i6 wird der Hub des Druckerzeugers
14 unter Aufrechterhaltung einer konstanten Kraft zunehmen.
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Wenn der Hub des Druckerzeugers 14 so groß geworden ist, daß eine
Undichtigkeit, welche den Druck in ihm zum Verschwinden bringen kann, gefährlich
zu werden beginnt, so wird man flüssiges Harz in den Metallbehälter 15 unter einem
etwas stärkeren Druck, als er in dem Behälter 14 herrscht, einführen, indem man
gegebenenfalls eine Doppelleitung in der angegebenen Weise verwendet. Dieses Harz
wird eine dünne Schicht auf der Oberfläche des bereits -erhärteten Harzes bilden
und dann selbst erhärten. Man wird nach der Harzeinspritzung in den Druckerzeuger
15 eine Oleinspritzung vornehmen. Der Hub des Druckerzeugers 14 wird auf diese Weise
auf Null herabgesetzt werden. Wenn bei einem späteren Sacken der Massive oder Baublöcke
der Hub zunehmen wird, so wird man eine neue Menge Harz in den Metallbehälter
15 einführen, und so fort. Die beiden Druckerzeuger 14, 15 können im Innern
eines um sie herum gegossenen Betonblocks angeordnet werden und diese an sich bereits
an Hand der Abb. 8 näher erläuterte Maßnahmen auch für nur einen oder auch für mehr
als zwei Druckerzeuger verwirklicht werden.
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Die erfindungsgemäß ausgebildeten Druckerzeuger eignen sich ferner
für zahlreiche Anwendungen. Wie oben erwähnt, kann man mit ihnen ständige Druckbeanspruchungen
in Bauten oder Teilen von Bauten aus Eisenbeton aufrechterhalten, so daß sie sich
der Entstehung schädlicher Zugbeanspruchungen in diesem Baumaterial widersetzen.
Dabei können die Druckerzeuger unabhängig von dem vorherigen Unterspannungsetzen
der Bewehrungen des Betons oder in Verbindung mit diesem Unterspannungsetzen, das
mit ihrer Hilfe bewirkt wird, benutzt werden.
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Es können mit diesen Druckerzeugern auch waagerechte Kräfte zwischen
Fugen von Bauten, beispielsweise zwischen den Fugen von großen Talsperren, Wehren
oder Schützen, erzeugt werden, um die durch ein Rutschen des Geländes auf den Talflanken
hervorgerufenen Beanspruchungen zu neutralisieren. Man wird das Einsetzen der Druckerzeuger
in diese Fugen dazu ausnutzen können, um deren Abdichtung zu gewährleisten.
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Eine hierfür geeignete Anordnung zeigt Abb. 12, die im waagerechten
Schnitt zwei Blöcke 17, z. B. eines Wehrs, wiedergibt, die durch die Fuge 18 voneinander
getrennt sind. In diese Fugen ist eine Reihe von erfindungsgemäß ausgebildeten Druckerzeugern
9 eingesetzt, die ihren Druck auf die Blöcke 17 durch Keile i9 und Polster 2o aus
bildsamen Stoff, wie Gummi, Bitumen, Asbest, übertragen, während ein gebogenes Blech
2i, das zwischen den Keilen i9 und den Blöcken 17 eingespannt ist, die Abdichtung
bewirkt.