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DE874029C - Einrichtung zur Erzeugung frequenzmodulierter Schwingungen - Google Patents

Einrichtung zur Erzeugung frequenzmodulierter Schwingungen

Info

Publication number
DE874029C
DE874029C DES11556D DES0011556D DE874029C DE 874029 C DE874029 C DE 874029C DE S11556 D DES11556 D DE S11556D DE S0011556 D DES0011556 D DE S0011556D DE 874029 C DE874029 C DE 874029C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
circuit
capacitance
parallel
series
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES11556D
Other languages
English (en)
Inventor
Andreas Dipl-Ing Dr Jaumann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES11556D priority Critical patent/DE874029C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE874029C publication Critical patent/DE874029C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03CMODULATION
    • H03C3/00Angle modulation
    • H03C3/10Angle modulation by means of variable impedance
    • H03C3/12Angle modulation by means of variable impedance by means of a variable reactive element
    • H03C3/14Angle modulation by means of variable impedance by means of a variable reactive element simulated by circuit comprising active element with at least three electrodes, e.g. reactance-tube circuit

Landscapes

  • Inductance-Capacitance Distribution Constants And Capacitance-Resistance Oscillators (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Erzeugung frequenzmodulierter Schwingungen Zur Erzeugung frequenzmodulierter Schwingungen, insbesondere für kurze und ultrakurze Wellen, verwendet man mit Vorteil Sender; die eine steuerbare Kapazität enthalten. Als steuerbare Kapazität wird insbesondere eine durch eine steilheitsgesteuerte Röhrenschaltung gebildete Kapazität, im folgenden Kapazitätsröhre genannt, benutzt. Das Schema einer gebräuchlichen Form eines frequenzmodulierten Senders zeigt Fig. i. Der Schwingkreis LCR wird durch eine Röhre V1 erregt, seine Frequenz durch eine zweite als veränderbare Kapazität wirkende Röhre V2 gesteuert. Die Schwingkreisfrequenz sei mit üoa, die gesamte Frequenzänderung mit d «) bezeichnet. Nimmt man an, daß der relative Frequenzhub klein gegen i bleibt, was praktisch immer der Fall ist, so kann gesetzt werden Die Kapazitätsröhre liefert bei voller Aussteuerung und Einstellung der Gittervorspannung auf größte Steilheit nur einen begrenzten (Wechsel-) Strom, der für eine bestimmte Röhrentype (EF 1q.) z. B. io mAejf beträgt. Dieser Strom kann durch Veränderung der Gittervorspannung und entsprechende Änderung der Steilheit nur bis zu etwa 2 mA heruntergeregelt werden, wenn die Regelung noch halbwegs linear mit der Vorspannung gehen soll. Der ausnutzbare Strom ist demnach noch geringer und beträgt beispielsweise ä, = 8 mA. Er bestimmt die Größe der möglichen Kapazitätsänderung, wenn die Schwingkreisspannung U gegeben ist; dabei gilt Es sei beispielsweise angenommen, die Trägerfrequenz sei 50' MHz und die Schwingkreiskapazität C betrage 50 PF. Wenn für die gesamte Frequenzänderung nun 2 MHz (-#- z MHz) gefordert wird, d C also q. pF sein soll, erhält man als größtzulässigen Wert der Schwingkreisspannung: Umaa = 6,4 V. Dieser Wert ist aber sehr niedrig. Er hängt nicht von der Trägerfrequenz, sondern nur vom Frequenzhub ab und ist nicht -wie bei einfachen Sendern durch die Leistungsfähigkeit der Schwingröhre, sondern nur durch jene der Kapazitätsröhre begrenzt. Bei so niedrigen Schwingkreisspannungen ist es schwierig oder unter Umständen gar nicht möglich, die nötigen Steuerspannungen für die Schwingröhre und für die Kapazitätsröhre herzustellen. Man muß sich dann mit kleineren Frequenzhüben begnügen.
  • Durch die Erfindung wird es nun möglich, bei gegebener Kapazitätsröhre und gleichem Frequenzhub die Schwingkreisspannung erheblich zu erhöhen bzw. bei für die Rückkopplung noch ausreichender Schwingkreisspannung den Frequenzhub stark zu vergrößern. Dies wird dadurch erreicht, daß der resultierende Blindleitwert der Schwingschaltung Y (co) durch Einschalten weiterer Elemente in der -Umgebung der Resonanzfrequenz ä)o klein gehalten wird, so daß sich eine kleinere Steilheit des Blindleitwertes (Phasensteilheit) ergibt als beim ursprünglichen Schwingkreis. .
  • Für.den Blindleitwert des Zweipols in der Nähe Senderfrequenz coo gilt: Y (0) = Y' (@o) ' d Co.
  • Der veränderliche Blindleitwert der gesteuerten Kapazität ist co, 4 C.
  • Die Frequenz co = coo + d co stellt sich so ein, daß die Summe der Blindleitwerte verschwindet. Es gilt also (0ö d C = Y' (a),) d w. (3) Diese Formel ist die Verallgemeinerung von Gleichung (2). Für den einfachen Schwingkreis ist nämlich Y' (ooo) = 2 C, so daß Gleichung (3) in Gleichung (2) übergeht.
  • Um mit kleinen Kapazitätsänderungen große Fre= qüenzänderungen zu erhalten, wird gemäß der Erfindung an Stelle des Schwingkreises ein Zweipol mit geringer Steilheit des Blindleitwertes, also geringer Phasensteilheit oder kleiner Laufzeit gesetzt. Da die Röhrenkapazität gegeben ist, muß der Zweipol auf alle Fälle eirrie die Klemmen überbrückende Kapazität enthalten. Es genügt, geeignete Zweipole für die Trägerfrequenz Null (sogenannte Ausgangsschaltungen) anzugeben, da man aus diesen durch eine einfache Frequenztransformation entsprechende, für die Trägerfrequenz co, geeignete Netzwerke ableiten kann. Dabei werden die Spulen L des Aüsgangszweipols durch Reihenkreise (1, K) mit der Resonanzfrequenz r)o, die Kondensatoren C durch Parallelkreise (L, C) mit derselben Resonanzfrequenz ersetzt: Der Frequenz D des Ausgangszweipols entspricht die Frequenz im transformierten Zweipol, wenn wir setzen: dann geht nämlich der Scheinwiderstand einer Spule: richtig in den Scheinwiderstand eines Reihenkreises über, und entsprechendes gilt für den Kondensator und den abgeleiteten Parallelkreis.
  • Für relativ kleine Frequenzabweichüngen d o), wie bei der vorliegenden Aufgäbe, gilt einfach ,S2 = 2d0) (,d Co = ü) -(0o).
  • Wie im vorhergehenden erörtert, brauchen wir als Ausgangsschaltung einen Zweipol, dessen Klemmen von einer gegebenen Kapazität überbrückt sind, mit möglichst geringer Steilheit des Blindleitwertes bei der Frequenz Null. Anders ausgedrückt heißt dies, die gegebene Kapazität soll teilweise oder ganz kompensiert werden. Im einfachsten Falle kann man hierzu bekanntlich eine Entzerrungsspule verwenden, die in Reihe mit dem Abschlußwiderstand R geschaltet wird, wie dies Fig. 2 a zeigt.
  • Wir setzen dann L - n CR2' wobei n ein frei wählbarer Faktor ist, der .den Grad der Kompensation bestimmt (0 <,n < z).
  • Fig.2b zeigt den aus Fig.2a hervorgegangenen transformierten Zweipol, dabei gilt die Bemessung: Zur Berechnung des Scheinleitwertes von Fig. 2 a bzw. 2b führen wir die normierte Frequenz ein: ii _ OCR.
  • Man erhält dann für den Scheinletwert G -f- jY die folgende normierte Form Führt man eine normierte Steuerkapazität @ = R(radC ein, so ergibt sich der einer bestimmten Frequenzabweichung zugehörige Wert aus der B edingung s = R l' zu wobei k = i - n gesetzt ist.
  • Der reelle Anteil des Scheinleitwertes des Zweipols hat die Form Für den einfachen Schwingungskreis (ia L = 0, L = 0, h = x) gilt Wählt man n > 0, so wird die für eine bestimmte Frequenzabweichung rj nötige Kapazitätsänderung nach Form i (5) kleiner, und zwar für kleine i im Verhältnis 7z = i - n.
  • In Fig. 3 ist in Kurve i (gestrichelt) die Formel (5) für den praktisch günstigen Fall k = ausgewertet. Man erkennt, daß die Kurve bis zu Verstimmungen von etwa rj = ± o,25 bzw. Kapazitätsänderungen von @ = ± o,o5 gegenüber dem einfachen Schwingungskreis (strichpunktiert) im Verhältnis i : 5 versteilert ist. Das heißt, man kann mit fünfmal kleineren Kapizitätsänderungen dieselben Frequenzänderungen erzielen wie beim einfachen Schwingkreis.
  • Als ein geringer Nachteil der Schaltung ist zu betrachten, daß der Wirkanteil des Scheinleitwertes nicht konstant bleibt, sondern, wie Formel (6) und Kurve 3 zeigen, ebenfalls von 17 abhängt. Hierdurch ist eine geringe Amplitudenmodulation bedingt (im Takte der doppelten Modulationsfrequenz), deren Größe im übrigen -noch vom Aufbau der Schwingschaltung abhängt. Um in einem möglichst weiten Gebiet von rj einen linearen Gang des Imaginärteils Y und damit der Steuerkapazität @ zu erzielen, sei gefordert, daß das Verhältnis von den ersten beiden Gliedern von Zähler und Nenner des Imaginärteiles gleich ist, also Ferner sei das Versteilerungsverhältnis k = i -f- q - ra eingeführt. Dann erhält man für die Faktoren n und q die Werte Wenn sich n dem Werte i nähert, wird die Kurve immer steiler, für n = i im Nullpunkt unendlich steil, d. h. in diesem Falle erzielt man in unmittelbarer Umgebung der Trägerfrequenz endliche Frequenzänderungen mit unendlich kleinen Kapazitätsänderungen. Es ist dies aber der Grenzfall eines labilen Zustandes. Für n > i wird die Steilheit in einem gewissen Bereich von rj negativ. In diesem Bereich ist: eine stabile Schwingung nicht möglich, die Frequenz des Senders überspringt dieses Gebiet. Solche Frequenzsprünge sind natürlich unerwünscht. Deshalb soll man an den labilen Zustand n = i nicht zu nahe herangehen. Der gezeichnete Fall (k = 0,2, n = o,8) ist aber noch ganz sicher.
  • Wie gezeigt, ist die einfache Schaltung (Fig. 2) nur für relative Verstimmungen bis @ = -# o,25 brauchbar. Fig. 4. zeigt demgegenüber eine Schaltung, die mehr leistet. Die Ausgangsschaltung (Fig. q.a) ist wieder eine bekannte Entzerrungsschaltung, die eine Kompensation der Kapazität eines Widerstandes in höherem Grade gestattet. In dieser Schaltung ist parallel zum Kondensator eine Reihenschaltung von Induktivität L und Kapazität I1 angeordnet, wobei parallel zu 1i der Abschlußwiderstand R liegt. Durch Frequenztransformation erhält man hieraus die Schaltung nach Fig. q.b, die aus den beiden durch den Reihenkreis 1i1, h gekoppelten Parallelkreisen L, C und Ii2, 1, besteht. Für die Bemessung der Elemente gelten folgende Beziehungen Die normierte Form des Scheinleitwertes dieser Schaltung lautet, wenn i = S2 CR wieder die normierte Frequenz und n, q zwei frei wählbare Faktoren sind Aus der Bedingung @ = R Y ergibt sich die reduzierte Steuerkapazität als Funktion der Frequenzabweichung e während der reelle Anteil des Scheinleitwertes des Zweipols die Form hat In Fig. 3 sind die entsprechenden Kurven wieder für den Fall gezeichnet. Kurve 2 zeigt die reduzierte Steuerkapazität @ als Funktion der Frequenzäbweichung il. Die Kurve bleibt bis etwa 77 _ J: 0,5 bzw. @ = -# o,i praktisch geradlinig. Man hat also gegenüber dem einfachen Fall einen Faktor 2 an Frequenzbereich gewonnen. Eine geringe Verbesserung erzielt man auch im Verlauf des Wirkanteils G des Seheinleitwertes, wie Kurve q: zeigt.
  • Die Spüle h läßt sich häufig nicht mit einer Eigenkapazität klein gegen KI ausführen. Es ist dann zweckmäßig; den Reihenkreis an eine Anzapfung der Spule L und gegebenenfalls 1, zu legen, so daß die Spule h dann entsprechend niederohmiger dimensioniert werden kann. Das sich ergebende Schema zeigt die Fig. 5.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Einrichtung zur Erzeugung freqüenzmodulierter Schwingungen unter Verwendung eines steuerbare Blindwiderstände enthaltenden Senders, insbesondere für kurze und ultrakurze Wellen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einschaltung weiterer Elemente in den Schwingkreis des Senders der resultierende Blindleitwert in der Umgebung der Resonanzfrequenz so klein gehalten ist, daß sich eine: kleinere Phasensteilheit ergibt, als der ursprüngliche Schwingkreis .aufweist:
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch =, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Zweipols, der aus der Parallelschaltung eines Reihen- und eines Parallelresonanzkreises besteht, die beide auf die Träger-Frequenz abgestimmt sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch a; dadurch gekennzeichnet, daß die Indüktivität (l) des Reihenkreises mit der Kapazität (c) des Parallelkreises (Schwingkreiskapazität) durch die Beziehung l = n - G . R2 verknüpft ist,. wobei n ein frei wählbarer Faktor und R der Resonanzwiderstand ist. q..
  4. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Faktor n größer als Null jedoch höchstens gleich i gewählt ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Zweipols, der aus zwei durch einen Reihenkreis (Kih) gekoppelten Parallelkreisen (LC und K2, Q besteht, die sämtlich auf die Trägerfrequenz abgestimmt sind.
DES11556D 1943-09-03 1943-09-03 Einrichtung zur Erzeugung frequenzmodulierter Schwingungen Expired DE874029C (de)

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