DE8634788U1 - Künstlicher gelenkloser Fuß - Google Patents
Künstlicher gelenkloser FußInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Die Erfindung betrifft einen künstlichen gelenklosen Fuß mit einem inkompressiblen Kern, dessen Unterseite von vorn nach
hinten schräg ansteigend verläuft und der im Knöchelbereich eine obere Anschlußfl£che bildet und sich mit einem nach vorn in der
Höhe abnehmenden Ansatz bis in den Spannbereich des Fußes erstreckt, einem an die Unterseite des Kerns angeschlossenen
Fersenkeils aus einem weichen Kunststoffschaum und einer die Anordnung aus Kern und Fersenkeil mit Ausnahme einer oberen
Anschlußfläche vollständig umgebenden hautbildenden Schicht aus einem Kunststoffschaum.
Ein derartiger künstlicher gelenkloser Fuß ist durch die DE-PS 33 09 777 bekannt. Er weist den wesentlichen Vorteil auf,
daß die hautbildende Schicht den Innenaufbau vor Eindringen von Feuchtigkeit und aggressiven Materialien schützt. Der inkompressible,
vorzugsweise aus Holz bestehende Kern erstreckt sich sehr weit in den Spannbereich hinein und endet etwa im Knöchelbereich
des künstlichen Fußes. An seiner Vorderseite
Theodor-Heuss-Straße 2
0,3300 Braunschweia
0,3300 Braunschweia
Bundesrepublik Deutschland
Telephon 0531-80079 Telex 0-9 52620 grammd
Telelax 05 31-812 97 iCCITT 2+31
schließt sich lediglich die hautbildende Schicht an, die
■ die Flexibilität des Fußes im Zehen- und Knöchelbereich zu-
&PSgr; samme&eegr; mit einer an der Unterseite der Vorderkante des Kerns
- befestigten flächigen Gewebeeinlage bestimmt, die sich bis
in die Zehen erstreckt. Die Gewebeeinlage dient zur Stabilisierung
des Fußes vor Verwindungen im Knöchelbereich. Der im Fersenbereich unter dem Kern angesetzte weiche Fersenkeil
wird ebenfalls von der hautbildenden Schicht umschlossen.
Diese darf aufgrund ihrer relativ großen Härte
10(spezifischeMassedes Kunststoffschaums ca.0,6g/cm3) im Bereich
des Fersenkeils nur eine geringe Wandstärke von ca. 2 mm aufweisen, um die elastischen Eigenschaften des sehr weichen
Fersenkeils nicht zu stark zu beeinträchtigen. Der Abrollvorgang mit diesem Fuß wird zunächst durch den weichen,
von einer relativ harten &tgr;-Jand umgebenen Fersenkeil und anschließend
durch die Biegung der hautbildenden Schicht im
Knöchel- und Zehenbereich des Fußes bestimmt. Durch den bis in den Knöchelbereich erstreckten inkompressiblen Kern ergibt
sich eine relative Starrheit des Fußes.
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Durch einen Produktkatalog der Campbell Childs, Inc., Phoenix, Oregon, USA, ist ein als S.A.F.E. Foot bezeichneter
Fußaufbau bekannt, bei dem ein inkompressibler Kern nur im Knöchelbereich vorgesehen ist. An die Vorderseite dieses
Kerns schließt sich ein langgestreckter Innenfuß an, der sich bis in den Zehenbereich erstreckt. Etwa im Bereich der
Fußmitte ist der Innenfuß an seiner Unterseite ausgehöhlt, so daß an dieser Stelle eine merkliche Materialverdünnung
existiert, die einen Biegebereich für den Innenfuß festlegt. Der Innenfuß und der Kern sind - mit Ausnahme der
oberen Anschlußfläche - von einem relativ steifen Schaum umgeben, der zugleich den Fersenkeil bildet. Elastische
Bandstreifen erstrecken sich vom Kern unter den Innenfuß und sind an der Spitze des Innenfußes irit diesem verankert.
Ein weiterer elastischer Dandstreifen erstreckt sich von
der Vorderseite des Kerns direkt in das Material des Innen-
fußes hinein. Dieser Fuß bietet gegenüber dem eingangs erwähnten Fuß den Vorteil einer Flexibilität auch im Spannbereich,
ist jedoch aufgrund seiner Stabilisierungsmaßnahmen durch die Bandstreifen außerordentlich aufwendig.
Darüber hinaus ist der Innenaufbau des Fußes nicht gegen das Eindringen von Wasser und aggressiven Agenzien gesichert.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen künstlichen gelenklosen Fuß der eingangs erwähnten Art
so auszubilden, daß er mit einem einfachen Aufbau ohne Verstärkungsbänder o. ä. einen einwandfreien Abrollvorgang gewährleistet
und dabei eine Flexibilität auch im Spannbereich aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich
der Kern von seiner Vorderkante auf der Anschlußfläche aus um weniger als die Hälfte seiner Länge auf der Anschlußfläche
in den Spannbereich erstreckt, daß sich an die Vorderfläche des Kerns und an die Vorderseite des Fersenkeils
ein sich bis in den Zehenbereich erstreckender flexibler Innenfuß aus Kunststoffschaum mit einer spezifischen Masse
von 0,6 - 1,0 g/cm1 anschließt, der ebenfalls von der hautbildenden
Schicht eingeschlossen ist und daß die hautbildende Schicht eine weiche, leicht verformbare Kunststoffschaumschicht
mit einer spezifischen Masse von etwa 0,4 g/cm3 ist, deren Rückstellkräfte klein gegenüber den
Rückstellkräften des Innenfußes sind.
Der erfindungsgemäße Fuß weist einen bisher schon bekannten
weichen Fersenkeil auf. Die diesen Fersenteil sowie den erfindungsgemäß vorgesehenen Innenfuß umgebende hautbildende
Schicht ist sehr weich ausgebildet und beeinträchtigt die elastischen Eigenschaften des Fersenkeils sowie des Innenfußes
praktisch nicht. Demgemäß werden die Laufeigenschäften
in der zweiten Phase der Abrollbewegung (beim Anheben der Ferse) praktisch ausschließlich von den flexiblen
Eigenschaften des Innenfußes bestimmt. Die hautbildende Schicht Vat nur noch die Aufgabe des Schutzes vor eindringendem Wasser
und vor eindringenden aggressiven Agenzien sowie der kosmetischen Ausbildung der Fußoberflache. Im Gegensatz zu der bisher
bekannten hautbildenden Schicht werden die Laufeigenschaften des Fußes praktisch nicht mehr durch die hautbildende Schicht beeinflußt.
Der Innenfuß des erfindungsgemäßen künstlichen Fußes ist kürzer ausgebildet als der bekannte Innenfuß der Firma Campbell Childs.
Er ist - mit Ausnahme des Zehenbereichs - von der als flächige Umhüllungsschicht ausgebildeten hautbildenden Schicht umgeben,
weist also keine Unregelmäßigkeiten in seiner Kontur auf. Seine Form entspricht im wesentlichen der Form des Vorderfußes im
Spann- und Knöchelbereich.
Der erfindungsgemäße Fuß hat den wesentlichen Vorteil, völlig ohne zusätzliche Versteifungsmittel, wie elastische Metallbänder
o. ä., auszukommen. Daher gestaltet sich sein Aufbau einfach und seine Herstellung preiswert. Er weist bereits im Spannbereich
eine ausreichende Flexibilität auf und gestattet daher die Anpassung an engeie Schuhe usw.
Vorzugsweise weist der Fersenkeil eine spezifische Masse von 0,2-0,4 g/cm3 auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich der Kern von
seiner Vorderkante auf der Anschlußfläche aus um weniger als ein Drittel seiner Länge auf der Anschlußfläche in den Spannbereich
hinein.
Da die hautbildende Schicht die elastischen Eigenschaften des Fußes praktisch nicht beeinflußt, wird sie vorzugsweise an allen
Teilen des Fußes mit Ausnahme der Zehen im wesentlichen als gleichmäßig starke flächige Umhüllungsschicht ausgebildet.
Um beim Aufsetzen des Fußes eine Federung über einen sehr weiten
Bereich des Abrollvorganges zu erzielte, ist es vorteilhaft,
wenn sich der Fersenkeil so weit in den Fuß erstreckt, daß seine Vorderseite etwa mit der Vorderfläche des Kerns abschließt
Die Erfindung soll im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden. Es zeigen:
Figur 1 - einen Längsschnitt durch einen künstlichen
Fuß entlang der Linie I-I in Figur 2
Figur 2 - eine Draufsicht auf den Fuß gemäß Figur 1
Figur 3 - einen Querschnitt durch den Fuß gemäß Figur 1
entlang der Linie III in Figur 1.
Der in der Zeichnung dargestellte künstliche Fuß besteht im wesentlichen aus einem Kern 1 aus Holz, einem Fersenkeil 2,
einem Innenfuß 3 sowie einer hautbildenden Schicht 4, die
den gesamten Fuß - mit Ausnahme einer oberen Anschlußfläche
5 des Kerns 1 - umschließt.
Der Kern 1 ist in an sich bekannter Weise mit einer von vorn
nach hinten schräg ansteigenden Unterseite 6 versehen, die den Platz für den im Längsschnitt im wesentlichen dreieckigen
Fersenkeil 2 schafft. Der Fersenkeil 2 besteht aus einem weichenKunststoff-Schaum mit einer spezifischen Masse von
ca. 0,3 g/cm3 .
Der Kern 1 ragt von seiner Vorderkante 7 der Anschlußfläche
5 aus mit einem schräg nach.unten zeigenden, sich abgerundet verjüngenden Ansatz 8 in den Spann-Bereich des Fußes. Der
Abstand von der vorderen Kante 9 des Ansatzes 8 zur Vorderkante 7 der Anschlußfläche 5 beträgt in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel etwa ein Fünftel der maximalen Länge des Kerns 1 auf der Anschlußfläche 5. Der sich an die Kontur
des Ansatzes 8 anschließende Innenfuß 3 erstreckt sich gleichförmig bis in den Zehenbereich des Fußes. Seine Form
entspricht etwa der Form des Fußes, da die hautbildende Schicht 4 den Innenfuß allseitig als flächige Dmgebungs-
schicht umgibt, wobei Wandstärkenvariationen, wie sie beispielsweise
in Figur 3 erkennbar sind, im wesentlichen aus kosmetischen Gründen vorkommen. Die Schicht
umfaßt den gesamten Fuß praktisch als flächige Umgebungsschicht, wenn man von der Ausbildung der Zehen 10 absieht.
Kern 1 und Fersenkeil 2 durchzieht eine Bohrung 11, die sich am unteren Rand des Kerns 1 stufenförmig erweitert und zur
Aufnahme einer Befestigungsschraube mit Schraubenkopf zur Anbringung an ein künstliches Bein dient. Im Bereich des
größeren Durchmessers ist die Bohrung 11 ebenfalls mit einer
dünnen Wand der hautbildenden Schicht 4 versehen, so
daß auch von der Bohrung 11 her in den Innenaufbau des
Fußes keine Feuchtigkeit oder aggressive Agenzien eindringen können. Die Abdichtung zum Holzkern 1 erfolgt durch eine
einlegbare Dichtscheibe aus Kunststoff.
Auf der Anschlußfläche 5 weist der Kern eine Aushöhlung 12 auf, die mit einem gefüllten Gießharz 13 ausgefüllt ist. Die
Ausnehmung 12 befindet sich an der Stelle, die von einem Anschlußteil beim Abrollen des Fußes regelmäßig beaufschlagt
wird, so daß an dieser Stelle normalerweise ein erhöhter Verschleiß des Kerns 1 zu beobachten ist. Diesem Verschleiß
wird durch die Einbringung des gefüllten Gießharzes entgegengewirkt.
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Li/bk
Claims (5)
- einem inkompressiblen Kern (1), dessen Unterseite (6) von vorn nach hinten schräg ansteigend verläuft und der im Knöchelbereich eine obere Anschlußfläche (5) bildet und sich mit einem nach vorn in der Höhe abnehmenden Ansatz (8) bis in den Spannbereich des Fußes erstreckt,einem an die Unterseite (6) des Kerns angeschlossenen Fersenkeils (2) aus einem weichen Kunststoffschaum undeiner die Anordnung aus Kern (1) und Fersenkeil (2) mit Ausnahme einer oberen Anschlußfläche (5) vollständig umgebenden hautbildenden Schicht (4) aus einem Kunststoffschäum,dadurch gekennzeichnet,daß sich der Kern (1) von seiner Vorderkante (7) auf der Anschlußfläche (5) aus um wenige;- ;-. Le die Hälfte seiner Länge auf der Anschlußfläche (5) in den Spannbereich erstreckt,Theodor-Heuss-Straße 2Rroiinerhu/oinRi inHoororw ihlile &Pgr;&ogr;&igr; itcrhlonHTelephon 0531-80079 Telex 0-9 52620 grarnm d·· >*tldaß sich an die Vorderfläche (9) des Kerns (1) und an die Vorderseite des Fersenkeils (2) ein sich bis in den Zehenbereich erstreckender Innenfuß (3) aus Kunststoffschaum mit einer spezifischen Masse von 0,6 - 1,0 g/cm anschließt, der ebenfalls von der hautbildenden Schicht (4) eingeschlossen ist unddaß die hautbildende Schicht (4) eine weiche, leicht verformbare Kunststoffschaumschicht mit einer spezifischen Masse von etwa 0,4 g/cm ist, deren Rückstellkräfte kleir gegenüber den Rückstellkräften des Innenfußes (3) sind.
- 2. Künstlicher Fuß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fersenkeil (2) eine spezifische Masse von 0,2 - 0,4 g/cm aufweist.
- 3. Künstlicher Fuß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Kern (1) von seiner Vorderkante (7) auf der Anschlußfläche (5) aus um weniger als ein Drittel seiner Länge auf der Anschlußfläche (5) in den Spannbereich erstreckt.
- 4. Künstlicher Fuß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht (4) an allen Teilen des Fußes mit Ausnahme der Zehen (10) im wesentlichen als gleichmäßig starke flächige Umhüllung^schicht ausgebildet ist.
- 5. Künstlicher Fuß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderseite des Fersenkeils (2) etwa mit der Vorderfläche (9) des Kerns (1) absehließt.Patentanwälte
Gramm + Lins
Li/bk
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19868634788 DE8634788U1 (de) | 1986-12-29 | 1986-12-29 | Künstlicher gelenkloser Fuß |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19868634788 DE8634788U1 (de) | 1986-12-29 | 1986-12-29 | Künstlicher gelenkloser Fuß |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8634788U1 true DE8634788U1 (de) | 1989-06-15 |
Family
ID=6801477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19868634788 Expired DE8634788U1 (de) | 1986-12-29 | 1986-12-29 | Künstlicher gelenkloser Fuß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8634788U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4038063A1 (de) * | 1990-11-29 | 1992-06-04 | Bock Orthopaed Ind | Gelenkloser prothesenfuss |
-
1986
- 1986-12-29 DE DE19868634788 patent/DE8634788U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4038063A1 (de) * | 1990-11-29 | 1992-06-04 | Bock Orthopaed Ind | Gelenkloser prothesenfuss |
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