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DE863424C - Verfahren zum Anzeigen des Unterschiedes im Reifendruck, der Bodenhaftung und der Bremswirkung von Fahrzeugraedern waehrend der Fahrt - Google Patents

Verfahren zum Anzeigen des Unterschiedes im Reifendruck, der Bodenhaftung und der Bremswirkung von Fahrzeugraedern waehrend der Fahrt

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Publication number
DE863424C
DE863424C DER934A DER0000934A DE863424C DE 863424 C DE863424 C DE 863424C DE R934 A DER934 A DE R934A DE R0000934 A DER0000934 A DE R0000934A DE 863424 C DE863424 C DE 863424C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wheels
speeds
wheel
speed
driving
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER934A
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Dipl-Ing Ruehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DER934A priority Critical patent/DE863424C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE863424C publication Critical patent/DE863424C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/54Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration by mechanical means
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L5/00Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes
    • G01L5/28Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes for testing brakes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Verfahren zum Anzeigen des Unterschiedes im Reifendruck, der Bodenhaftung und der Bremswirkung von Fahrzeugrädern während der Fahrt Die Sicherheit des Kraftwagenfahrers sowie die Kosten des Fahrbetriebs hängen in sehr starkem Maße von der Einhaltung des gleichen Luftdrucks in dien Reifen, der. schnellen Unterrichtung des Fahrers darüber, ob bei der vorliegenden Straßenoberfläche eine genügende Reibung zwischen den Reifen und der Fahrbahn vorliegt, und der gleichnnäßigen Einstellung der Bremsen ab.
  • Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren gestattet es, in ganz neuartiger Weise diese .drei voneinander völlig verschiedenen Aufgaben gleichzeitig zu lösen. Es sind zwar Geräte bekannt, die es gestatten, den Reifendruck der Fahrzeuge zu messen und dem Fahrer auf elektrische Weise anzuzeigen. Die Geräte sind jedoch sehr kompliziert, schwer einzubauen und können nur den Reifendruck selbst überwachen, ohne zur Lösung der anderen Aufgaben irgendwie geeignet zu sein. Auch ist es vielleicht denkbar, .die Glätte der Straßenoberfläche in irgendeiner Form zu messen, jedoch ist es mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren möglich, festzustellen., ob die zum Antrieb dienenden Räder des Fahrzeugs gleichmäßig und sicher eine so zuverlässige Bodenhaftung aufweisen, daß ein vorzeitiges Gleiten eines der zum Antrieb dienenden Räder nicht. eintritt.
  • Das: erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren besteht darin, die Drehbewegungen vorn zwei oder mehr Rädern eines Fahrzeugs auf eine Meßeinrichtung wirken zu lassen, welche die Drehbewegungen dieser Räder miteinander vergleicht und das Ergebnis in geeigneter Form anzeigt. Eine solch:z-Meßeinrichtung kannbeispielsweise in einem Ausgleichgetriebe besteben. Ein solches Ausgleichgetriebe kann beispielsweise so dimensioniert werden, d.aß bei Verbindung von zwei. Gliedern dieses Ausgleichgetriebes mit zwei Fahrzeugrädern und gleicher Drehzahl dieser Fahrzeugräder das dritte :'Glie(1des Ausgleichgetriel)es keinerlei Drehbewegungen macht. Ist daher der wirksame Durchmesser der beiden Räder gleich und fährt .das Fahrzeug @geradeaus, so wird bei diesem normalen Betriebsz;ustand des Fahrzeugs das dritte Glied des Ausgleichgetriebes ruhigstehen. Diese Einrichtung kann auch verwendet werden, wenn Reifen oder Räder verschiedenen RolIdurchmessers oder ein stark abgenutzter Reifen @an einem Rad .zusammen .mit -einem neüen Reifen am and:eiren Rad verwendet werden. In.di@es:zm Fall istschon,bei normaler Geradeausfahrtd ie Winkel@ge=,chwdndigkeit des RäWes mit' dem kleinemn wirksamen Durchmesser. größer. In diesem Fall muß nur zwischen das Ausgleichgetriebe und eines der Räder eine Übersetzung" derart eingefügt werden, daß das dritte Glied des Äusgleichgetriebes bei den voneinääd"er ' äb@.eichenden Winkelgeschwindigkeiten der beiden, An--triebsräder im normalen Geradeausfahrzustand @im _Ruh@ezustand bleibt. Um_ in der Praxis das Gerät -den während 'der 'Lebensdauer des Fahrzeugs unterschiedlich wirksamen Rolldurchmessern der Räder anzupassen, ist es zweckmäßig, in den Antrieb eines Rades zum Ausgleichgetriebe eine kleine, stufenlos regelbare Übersetzung einzubauen. Diese wird dann _ jeweils so eingestellt, daß bei normaler Geradeaüsfahrt und normalen Verhältnissen an den Rädern in bezug auf ,den Luftdruck das dritte Glied des Ausgleichgetriebes im Ruhezustand ist. Die Wirkungsweise einer nach .dem vorgeschlagenen Verfahren-.ausgeführten Einrichtung ist nun, folgende: Bei normaler Geradeausfahrt und normal aufgepumpten Reifen bewirken die von .den beiden Rädern her übertragenen Drehgeschwindigkeiten, daß das dritte Glied sich im Ruhezustand befindet. Die Anzeigeeinrichtung wird zweckmäßig-,rweise im Blickfeld des Fahrers angebracht und das dritte Glicd als ein Zeiger oder eine Sichtscheibe äusgeführt. Der Fahrer kann also beobachten, ob dieser Zeiger oder die Sichtscheibe ruhigsteht oder sich dreht. -Der Antrieb kann von den beiden Hinterrädern oder von den Vorderrädern aus erfolgen. Fährt das- Fährzeug nun einen Kurve, so dreht sich .das außenliegende Rad etwas schrnEller, und,der Zeiger oder die Sichtscheibe fängt an sich zu drehen.
  • Die mit dem Anzeigegerät möglichen Prüfungen können daher nur bei Geradeausfahrt des Fahrzeugs,- -die -ja auch als Normalzustand anzusehen ist, erfolgen.- Tritt eine Verminderung des Luftdirucks an --einem- der Räder. ein, so verringert sich der wirksame Rolldurchmesser, und dieses Rad dreht sich schneller als das andere. Die Antriebsverhältnisse können so gewählt werden, daß der Zeiger -oder die Sichtscheibe sich rechtsherum dreht, wenn sich- das rechte Rad schneller dreht, . entsprechend: linksherum, wenn das linke Rad eine schnellere Drehbewegung aufweist. Der Zeiger wird also, wenn das rechte Rad Luft verliert, sich -im redhten Drehsinn, und wenn ,das linke Rad Luft verhirt, sich im sinken Drehsinn drehen. Da es praktisch ausgeschlossen ist, daß beide Räder gleichzeitig in gleichem Maß Luft verlieren, ist das Pendeln des Zeigers ein außerordentlich empfindliches Merkzeichen. dafür, daß eines der Räder beginnt, Luft zu verlieren oder einen geringeren Luftdruck aufweist.
  • Diese Einrichtung gestattet es weiterhin, festzustellen, ob beide Räder auf der Straße noch eine gute Haftreihung aufweisen. Ist der Reibungskoeffizient zwischen den, Rädern und der Straßenoberfläche nicht mehr so groß, daß er in jedem Fall bei- Beschleunigung oder Verzögerung des Fahrzeugs ein Gleiten der Räder verhindert, so kann bei Beschleunigung des Fährzeugs sofort abgelesen werden, ob und welches der Räder zuerst zu gleiten beginnt, und Abbremsen des Fahrzeugs., welches Rad zuerst festgebremst wird, Will" Tran die Einrichtung also verwendInn, ,um die Glätte der Straßenoberfläche festzustellen, so verringert man seine Geschwindigkeit so weit, daß ein kurzzeitiges Gleiten der Räder auf der Straße bei Beschleunigung keine Gefahr mehr bildet. Beschleunigt man nun bei dieser geringeren Geschwindigkeit das Fährzeug, so tritt, je nach der Glätte der Straßenoberfläche und je nach dem Drehmoment, das man durch mehr oder weniger starkes Gasgehen auf die Hinterräder wirken läßt, ein Gleiten eirn,- s der Hinterräder ein. Das Gleiten kann, ohne daß der Wagen sich hierbei aus der normalen Fahrtrichtung entfernt, auch wenn es nur ganz kurzzeitig und in geringem Umfang eintritt, sofort an der dann eintretenden Drehung des Zeigers oder der Sichtscheibe abgelesen werden.
  • Will man andererseits feststellen,- ob die Bremsen gleichmäßig eingestellt sind., was vr allen Dingen auch bei nicht ganz einwandfreier Haftreibung zw ischün den Rädern und der Straßenoberfläche wichfig ist, so verringert man ebenfalls die Fahrgeschwindigkeit soweit, daß auch bei kurzzeitigem Festbremsen: eines Rades noch keim gefährliches Schleudern, eintreten kann. Tritt man dann auf die Bremse, so wird das Rad, dessen Bremse am schärfsten eingestellt ist, zuerst festgebremst werden. Da sich das andere Rad entsprechend schneller ,dreht, :dreht sich @dicr Zeiger sofort in der Richtung desjenigen Rades, das nicht festgebremst ist. Man kann also sofort ablesen, welches Rad bei stärkerer Betätigung der Bremse zuerst festgehalten wird. Die Stärke der Bremsbetätigung, die ein Gleiten der Räder bewirkt, ist gleichzeitig ein subjektives Maß für die noch vorhandene Haftreiburng der Räder.
  • Die Einrichtung kann sinngemäß auch an den Vorder- bzw. Hinterrädern eines Anhängefahrzeugs angebracht werden. Bei Anbringung an 'die Vorderräder eines Motorwagens wird einfach ein zweites Zeigerinstrument im Blickfeld des Fahrers angebracht, und er kann an den Bewegungen des Zeigers sofort sichtbar in der gleichen Weise den Reifendruck der Vorde-räder oder das Greifen der Bremsen an beiden Vorderrädern überwachen.
  • gei der Anbringung des Geräts an nicht anget-iel>e.neti Rädern kann, wie aus vorstehendem hervorgeht, immer die Gleichheit des Reifendrucks dieser Räder sowie die Gleiclim*-?ßigl:eit der Breni-.,ung der beiden überwachten Räder mit dem Gerät festgestellt werden.
  • Eine einfache Einrichtung für die Überwachung der Räder an, Anhängefahrzeugen kann dadurch erfolgen, daß das dritte Glied, dessen Drehbewegungen den Zustand der zwei überwachten Räder ei-eii, auf zwei Kontaktscheiben einwirkt, wo-, zinz bei eine dieser Kontaktscheiben bei Rechtsdrehung und die andere bei Linksdrehung von dem dritten Glied mitgenommen wird. Jede dieser beiden Isontaktscheiben wird dann auf ein entsprechendes Lichtzeichen übertragen, das im Blickfeld des Fahrers angeordnet wird. Beginnt nun eines dieser I.iclitzeicl12n zu blinken, so ist das ein Zeichen dafür, daß das zugehörige Rad keinen genügenden Luftdruck aufweist. Hierbei ist die Geschwind.igheit des Blinkens bei einer gegebenen Fahreschwindigkeit gleichzeitig ein Maß dafür, wie stark der Luftdruck abgesunken ist.
  • Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Gerät bietet bei äußerst zuverlässiger Wirkungsweise und einfachstem Aufbau für die einzelnen Räder des Fahrzeugs die Möglichkeit einer Überwachung der Gleichheit des Reifendrucks, die Feststellung eines etwa vorhandenen Unterschieds in der Haftreibung zwischen angetriebenen Rädern und Fahrbahnoberfläche und einer Überwachung der Gleichmäßigkeit der Bremswirkung. Darüber hinaus kann bei Befahren schlechter Straßen auch noch festgestellt werden, ob die erforderliche Haftung der Räder bzw. die Berührung der Rädr mit der Fahrbahnoberfläche mehr oder weniger stark vorhanden ist. Beim Befahren schlechter Straßen bei höheren Geschwindi:gkeiten fangen die Räder an zu springen, und hierbei beschleunigen sich die angetriebenen Räder kurzzeitig. Beim Wiederauftreffen auf die Fahrbalinoberfläclie werden sie dann wieder abgehr,-inst. Hierdurch tritt ein erhöhter Reifenverschleiß ein. Das Springen der Räder wird außerdem begünstigt, wenn die Stoßdämpfer nicht in Ordnung sind. Das kurzzeitige Lösen der Räder von der Fahrbahnoberfläche mit der während dieser Zeitspanne auftretenden Beschleunigung ist nun wied:rum an dem kurzzeitig entsprechenden Weiterspringen des Zeigers nach rechts oder links abzulesen. Bei den guten Federungseigenschaften moderner Wagen ist dieses Springen vom Fahrer ohne weiteres gar nicht festzustellen. Auch hierin hilft ilim .das Gerät durch Anzeigen .dieses Fahrzustandes, zu erkennen, ob die Federung noch in Ordnung ist und ob die Geschwindigkeit zur Schonung des Fahrzeugs und d@-zr Reifen zweckmäßigerweise herabgesetzt «-erden sollte.
  • Eine andere, noch zweckmäßigere Anordnung, die das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren verwirklicht, besteht in einer Meßeinrichtung, die unmittelbar kontinuierlich das Verhältnis der Drehbewegungen zueinander ermittelt und anzeigt. Alle Meßeinrichtungen, die es gestatten, das Verhältnis zweier Drehzahlen sowie die Änderung dieses Verhältnisses laufend anzuzeigen, sind hierfür geeignet. Eine besonders einfache Ausführung besteht darin, von einem Rad aus einen Kegel und von einem andern Rad aus eine Gewindespindel anzutreiben, wobei sich auf der Gewindespindel eine Reibrolle befindet, die als Mutter auf die Spindel aufgeschraubt ist und gleichzeitig reibungsschlüssig auf dem vom andern: Rad angetriebenen Kegel läuft. Di,2 Drehrichtungen von Gewindespindel und Kegel sowie die Steigungsrichtung der Gewindespindel sind hierbei so zu wählen, daß sich bei Vorwärtsfahrt die Reibrolle von selbst jeweils auf einen solchen wirksamen Durchmesser des Kegels einstellt, daß die Drehzahl der Reibrolle der Drehzahl der Gewindespindel entspricht. Die Wirkungsweise ist hierbei so, daß bei angenommen schnellerer Drehzahl des Rades, das den Ziegel antreibt, ;als des Rades, das die Spindel antreibt, der Kegel die Reibrolle schneller dreht als die Gewindespindel, auf der die Reibrolle sitzt. Hierbei wird die Reibrolle, die ja als Mutter auf der Gewindespindel befestigt ist, gegenüber der Gewindespindel in der Richtung verschoben, daß die Reibrolle mit kleineren Durchmessern des Kegels zusammenarbei.tet. Hierdurch verringert sich al.lmähiich die Drehzahl der Reibrolle .so lange, bis die Drehzahl der Reibrolle mit der Drehzahl der Gew imdespindel übereinstimmt. Läuft umgekehrt die Gewindespindel schneller, so verschiebt sich die Reibrolle auf größere Durchmesser des Kegels und beschleunigt hierdurch ihre Drehzahl, bis sie wieder derjenigen der Spindel entspricht. Die axiale Verschiebung der Reibrolle auf der Gewindespindel ist daher ein direktes Maß für das Verhältnis der Drehzahlen, mit denen der Kegel und die Gewindespindel angetrieben werden.
  • Nachstehend sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben: Auf den zum Antrieb des Fahrzeugs dienenden Hinterachsen i und 2, die über ein im einzelnen nicht dargestelltes Differential angetrieben werden, das in einem Gehäuse 3 sitzt, sind zwei Antriebsräder 4 und 5 angeordnet. Diese treiben zwei Räder 6 und 7 an. Von den Rädern 6 und 7 gehen zwei biegsame Antriebswellen 8 und 9 zum Anzeigegerät io. Die biegsame Welle 9 treibt eine im Gerät io gelagerte Welle ii an, die mit einem Stegrad 12 fest verbunden ist. In dem sich drehenden Stegrad 12 ist eine Welle 13 mit den zwei Zahnrädern 14 und. 15 gelagert. Die biegsame Welle 8 treibt eine im Gerät io gelagerte Welle 16, auf welcher sich ein Zahnrad 17 befindet. Das Zahnrad 17 treibt ein auf .der Welle,i i frei drehbar gelagertes Zahnrad i8 an. Das Zahnrad 18 steht gleichzeitig im Eingriff mit dem Zahnrad 1.4. Das Zahnrad 15 steht im Eingriff mit einem Zahnrad i9, das auf einer Welle 20 fest angeordnet ist. Die «'eile 2o trägt gleichzeitig den Zeiger 21. Das Anzeig,-gerät selbst ist in üblicher Weise nach vornhin durch eine Scheibe 22 abgedeckt. Die Zähnezahlen der Zahnräder 14 und 17 sind gleich und betragen die Hälfte derjenigen des Zahnrads 18. Die Zähnezahl, der Zahnräder 15 und i9@ ist gleich. Die Zähnezahl der Räder 4 und 5 sowie der Räder 6 und 7 ist jeweils gleich, so daß sieh die biegsamem Wellen 8 und 9 mit gleicher Drehgeschwindigkeit, aber entgegengesetztem Drehsinn drehen, wenn sich das Fahrzeug in Geradeausfahrt befindet und die Wellen i und -2 gleichmäßige Dreh geschwindigkeiten aufweisen. Aus .dem Übersetzungen des Ausgleichgetriebes, bestehend aus den Rädern 17, 18, 14, 15, 19 und dem Stegrad 12, ergibt sich dann, daß das -Zahnrad 19 und .damit der Zeiger 21 keinerlei Drehbewegung aufweist, wenn die biegsamen Wellen 8 und 9 mit gleichen Drehgeschwindigkeiten, aber entgegengesetztem Drehsinn gedreht werden. Dreht sieh beispielsweise nun die Welle i schneller, weil der Druck des linken Hinterrades nachgelassen hat, so hat diese schnellere Bewegung zur Folge, daß sich der Zeiger 2 i, von vorn her betrachtet, entgegen dem Uhrzeiger, also linksherum dreht. Aus ,der Bewegung des Zeigers kann also abgelesen werden, daß .sich das linke Rad schneller dreht und entsprechend einen geringeren Luftdruck aufweist. Analog ergeben sich die Bewegungen des Zeigers durch Gleiten eines der Räder bei Beschleunigung oder Abbremsung.
  • Soll die Einrichtung an einem Anhänger angebracht werden, so werden auf der Welle 2o, wie auf Fig. z- dargestellt, statt eines Zeigers 21 zwei Klinkenträger 2;4 und 25 fest an'geord'net. Auf den Klinkenträgern 24 und 25 sind zwei Klinken 26 und 27 angebracht. Die Klinke 26 nimmt das Kontaktrad 28 mit, wenn sich die Welle 2o im Rechtssinn,dreht, und die Klinke 27 nimmt das Kontaktrad 29 mit, wenn sich die Welle 2o im Linkssinn dreht. Auf Aden Kontakträdern 28 und 29 .befinden sich Kontaktringe, 30 und 31, idie über Schleifringe mitden zu einer Batterie führ@endenLeitungen32 und 33 in Verbindung stehen. Die Umfanigfläche auf den Kontakträdern 28 und 29 ist dort, wo die Schleifkontakte 34. und: 35 auf -den- Kontakträdern aufliegen, abwechselnd mit isolierten und leitenden Stellen versehen. Dreht sich: nun ein Konfia;ktrad, so wird der Strom regelmäßig unterbrochen, und an denLampen 36 und 37, die im Blickfeld des Fahrers angeordnet werden, kann abgelesen werden, welches Kontaktrad sich dreht. Daraus weiß der Fahrer, welches Rad sich schneller dreht und' entsprechend weniger Luft hat.
  • Eine besonders vorteilhafte erfindungsgemäße Einsrichtung ist in Fig. 3 dargestellt. Dort ist das Reifendruck- und Schleuderwarngerät mit dem -Geschwindigkeitsmesser des Fahrzeugs gekuppelt. Auf einem der Hinterräder ist ein Rad 38 befestigt, das mit einem Rad 39 im Eingriff steht, dessen Drehung über die biegsame Welle 40 zum Tachom,eter 41 geleitet wird. Der Antrieb des- Tachometers wird in bekannter Weise von dem am Getriebe 4'2 angebrachten Getriebestutzen 43 abgenommen und durch die biegsame Welle 44 zum Tachometer übertragen. Die biegsame Welle treibt die Tachometerhauptwelle 45, auf welcher das Magnetsystem 46 angebracht ist. Das Magnetsystem 46 wirkt auf eine Wirbelstromtrommel 47, die an der Achse 48 befestigt ist. An der Achse 48 ist ferner die Rückstellfeder 49 angebracht. Die Achse 48 ist in der Zwischenwand So gelagert, an welcher auch das andere Ende der Rückstellfeder 49 befestigt ist. Entsprechend der Umdrehungsgeschwindigkeit des Magnetsystems 46 wird die Wirbelstromtromme147 entgegen der Wirkung der Feder 49 und damit die Welle 48 und der Geschwindigkeitsanzeiger 5 i verdreht. Das Magnetsystem 46 enthält gleichzeitig die Lagerung für Umlaufwelle 52 mit den Umlaufrädern 53 und 54.
  • Der Antrieb der biegsamen Welle 40 geht auf die Welle 55, auf der längs verschieblich das Reibrad 56 befestigt ist. Das Reibrad 56 ist mit Hilfe der Mutter 57 und der Spindel: 58, die mit dem Einstelldrehgriff 59 verdreht werden kann, auf der Welle 55 längs verstellbar. Das Reibrad 56 treibt ein Reibrad 6o, das auf der Welle 45 gelagert ist und- gleichzeitig ein: Zahnrad 61 trägt. Das Zahnrad 61 steht im Eingriff mit dem Zahnrad 53. Im vorderen Abdeckblech 62 des Tachometers ist ein Rohr 63 gelagert, das vorn die Sichtscheibe 64 trägt. Innern ist auf dem Rohr 63 das Zahnrad 65 befestigt, das mit dem Rad 54 im Eingriff steht.
  • Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist nun folgende: DieDrehrichtung @derbfegsamenWellen44 und 4o sowie die Übersetzung der Räder 38 und 39 sind so aufeinander abzustimmen, daß bei normaler Geradeausfahrt des Fahrzeugs und gleichen wirksamem Rolldurchmessern der beiden Hinterräder das dritte Glied des Differentialgetriebes, nämlich das Zahnrad 65 und die damit festgekuppelte Sichtscheibe 64, keine Drehbewegung ausführen. Der Ausgleich dieser Drehbewegungen erfolgt, wie schon bei Beschreibung auf Fig. i dargestellt, mittels des Differentialgetriebes, bestehend aus den Zahnrädern 61, 53, 54, 65 und dem die Umlaufachse tragenden, als Teil des Differentialgetriebes dienenden Magnetsysttm 46. Solange beide Hinterräder gleiche Drehbewegungen ausführen, besteht ein konstantes Verhältnis zwischen den Drehzahlen der biegsamen Welle 40 und der Welle 44. Treten ungleiche Drehbewegungen durch Verringerung der wirksamen; Reifendurchmesser oder Gleiten eines der beiden Räder ein, so tritt .gleichzeitig auch eine entsprechende Änderung :der Drehgeschwindigkeiten zwischen der Kardanwelle 66 und dem Zahnrad 38 ein, die sich als eine entsprechende Drehung der Sichtscheibe 64 auswirkt. Der Vorteil dieser Einrichtung liegt -also darin, daß man zu dem ohnehin vorhandenen Antrieb des Tachometers vom Getriebestutzen bzw. von der Kardanwelle aus nur noch eine biegsame Welle als Antrieb an einem Hinterrad benötigt.
  • Eine Einstellungsmöglichkeit mittels des stufenlosen Getriebes, bestehend: aus der Reibscheibe 56 und dem Reibrad 6o, wurde hierbei geschaffen, um die ganze Anzeigeeinrichtung Abweichungen anzupassen die sich aus der Verwendung verschiedener Hinterräder, ungleicher Reifengrößen oder verschieden stark abgenutzter Reifen ergeben können. Im normalen Fahrbetrieb erfolgt die Einstellung derart, daß beide Hinterräder auf .den normalen Druck gebracht werden und d'aß man dann, während der Geradeausfahrt, mittels des Einstellrades 59 die Lebersetzung so einstellt, daß die Sichtscheibe 64 ruhig stehenbleibt.
  • In den nachstehendenAusführungsbeispielenwird gezeigt, wie das erfindungsgemäße Verfahren mit einer das Verhältnis zweier Drehzahlen messenden Einrichtung noch vorteilhafter verwirklicht werden kann.
  • An Hand der in Fig. 4 schematisch dargestellten Anordnung sei die Wirkungsweise näher erläutert. In einem Gehäuse 67 ist die Gewindespindel: 68 gelagert, wobei sie axial nicht verschieblich, jedoch federnd in Richtung zum Reibkegel 69 befestigt ist. Die Gewindespindel 68 wird über ,die biegsame Welle 7o, beispielsweise vom rechten, Hinterrad, und der Kegel 69 über die biegsame Welle 71, beispielsweise vom linken Hinterrad, angetrieben. Hierbei wird der Einfachheit halber angenommen, daß die Übersetzungen vom linken Hinterrad zur Welle 71 und vom rechten Hinterrad zur Welle 70 gleich sind. Auf der Gewindespindel 68 befindet sich die Mutter 72, auf der das Reibrad 73 fest angeordnet ist. Das Reibrad 73 läuft auf dem Kegel 69. Der Kegel 69 wird durch zwei Federn 74 axial :in einer Mittellage gehalten. Diebeiden Federn stützen sich außen gegen das Gehäuse 67 ab. Der Kegel 69 kann sich also axial bei Einwirkung von leichteren Verstellkräften um ein gewisses Maß verschieben. An den Stirnseiten des Kegels 69 sind zwei Kontaktringe 75 und 76 isoliert angeordnet, denen durch einen Schleifkontakt 77 die Spannung des einen Pols einer Batterie 78 zugeführt wird. Bei Verschieben des Kegels 69 nach rechts kommt der Schleifring 75 mit dem Federkontakt 79 und bei Verschiebung nach links der Schleifring 76 mit dem Federkontakt 8o in Berührung. Vom Federkonta@t 79 führt eine Leitung über eine Anzeigelampe 8i, zum Summer 82 und vom Schleifring 8o eine andere Leitung über die Birne 83 zum Summer 82. Vom Summer 8z führt eine gemeinsame Leitung zurück zur Batterie 78. Der Durchmesser der Reibrolte 73 entspreche dem Durchmesser, den der Kegef69 in: der Mitte aufweise.
  • Die gleiche, auf Fig.4dargestellte Anordnung kann zusätzlich für die Überwachung der Vorderräder noch einmal in dem Gehäuse 67 untergebracht werden. Hierbei erübrigt sich die Darstellung der einzelnen Elemente, da sie genau derjenigen; entsprechen, die in, Fig. 4 schon dargestellt sind.
  • Fig. 5 zeigt nun die Vorderansicht mit der Ablesung des Gerätes. Hierbei ist angenommen, daß unten das von :den Hinterrädern angetriebene Meßsystem, das jeweils aus Kegel, Gewindespindel, Mutter und Reibrolle besteht, :angeordnet äst.
  • Auf derFrontplatte84 sind dieAnzeigelampern8i und 83 für das rechte bzw. linke Hinterrad sowie 85 und 86 für das rechte bzw. linke Vorderrad sichtbar. Ferner ist in den Schlitzen 87 und 88 die Reibrolle 73 bzw. 89 sichtbar. Die gesamte Meßeinrichtung arbeitet nun wie folgt: Bei gleicher Drehzahl beider Hinterräder drehen sich Spindel 68 und Kegel 69 gleich schnell. Die Reibrolle 73 stellt sich daher genau auf die Mitte des Kegels 69 ein, da bei dieser Stellung die Drehzahl der Reibrolle 73 derjenigen des Reibkegels 69 entspricht. Verliert nun beispielsweise das rechte Hinterrad Luft, so dreht sich die Welle 70 schneller. Die Steigung der Gewindespindel 68 wird nun derartig gewählt, daß bei schnellerer Drehzahl der Gewindespindel 68 gegenüber derDrehzahl derReibroll@e73 dieReibrolle73, die sich ja auf der Gewindespindel 68 befindet, nach rechts verschoben wird. Hierdurch rollt sich die Reibrolle 73 auf immer größeren Durchmessern des Kegels 69 ab und erhält hierdurch entsprechend höh ereDrehzahlen. Sobald dieDrehzabl derRolle73 diejenige der Gewindespindel 68 erreicht hat, tritt keine weitere Verschiebung der Rolle 73 ein. Die Verschiebung der Rolle 73 nach, rechts oder links ist in ihrem Maß .direkt verhältnisgleich dem Verhältnis der Drehzahl der Wellen 70 und 7i.
  • Sind beide Vorderräder und beide Hinterräder mit dem vorschriftsmäßigen Luftdruck gleich stark aufgepumpt und belastet, so befinden sich die Reibräder 73 und 89 genau in der Mitte der Ableseschlitze 87 und 88. Verliert das rechte Hinterrad beispielsweise etwas Luft, so -wandert das Reibrad 73, wie auf Fig. 5 :dargestellt, etwas nach rechts; entsprechend: wandert das Reibrad 89 etwas nach links, wenn das linke Vorderrad, wie ebenfalls in Fig. 5 beispielsweise dargestellt, etwas Luft verloren hat und sich dementsprechend etwas schneller dreht. Je stärker der Luftverlust ist, um so stärker wandert das Reibrad entsprechend aus. Auf den Schlitzen 87 und 88 können daher Marken angebracht werden, die direkt angeben, wie groß der Druckverlust oder der Druckunterschied zwischen den beiden Rädern ist; auch können Marken angebracht werden, die angeben, wie weit die Reibräder 73 und 89 nach rechts und links ohne Gefährdung der Reifen abwandern dürfen.
  • Zu beachten ist es, daß beide Marken bei Durchfahren einer Linkskurve etwas mach rechts auswandern, da sich dann die außenliegenden Räder etwas schneller drehen als die innenliegendenRäder. Dies !hat jedoch für die praktische Anwendbarkeit des Gerätes keinerlei Bedeutung, da der Normalzustand die Geradeausfahrt ist und hierbei eine einwandfreie Ablesung gewährleistet ist.
  • Um zu vermeiden, daß bei Rückwärtsfahrt des Fahrzeugs eine unerwünschte Verstellung der Anzeigewerte stattfindet, kann in den Antrieb des Geräts zwischen der biegsamen Welle 7 1 und denn Kegel 69 sowie zwischen der Welle 70 und der Gewindespindel 68 eine nur in einseitigem Drehsinn wirksame Mitnahmevorrichtung, beispielsweise bestehend. aus einem Rollengesperre oder einem Klinkengesperre, eingebaut werden. Es ist nämlich zu beachten, daß bei Rückwärtsfahrt die Drehrichtung von Kegel und Gewindespindel umgekehrt werden muß und daß bei dieser umgekehrten Drehrichtung keime Selbsteinstellung der Reibrolle auf einen-"Gleichgewichtszustand mehr stattfindet. Die Reibrolle wäre hierbei vielmehr bestrebt, je nachdem; -w@ekhes Rad sich bei der Rückwärtsfahrt schneller .dreht, ganz nach der linken oder rechten, Stirnseite-des Kegels 69 zu wandern.
  • Um auch bei Geradeausfahrt zu verhindern, daß . sich die Reibrolle 73 nach rechts oder links über den Kegel, 69 hinaus verstellt, können auf der Gewindespindel 68 Anschläge 9o angebracht werden. " Ferner kann in den Antrieb zwischen der Welle 70. und der Ge'wihidespindel 68 auch noch eine Rutschkupplung angeordnet werden, um eine Überlastung bei Auflaufen der Reiibrolde 73 auf .die Anschläge 9o zu vermeiden.
  • Bei einer langsamen Änderung des Drehzahlverhältnisses zwischen! den, Wellen 70 und 71 kann die Rolle "73 sich langsam in die neue Lage gegenüber dem Kegel 69 einstellen. Hierbei treten keine größeren- seitlichen Reibungskräfte zwischen der Reibrolle 73 und dem Kegel 69 auf. Tritt dagegen beispielsweise der Fall ein, daß plötzlich das rechte Hinterrad festgebremst wird, während das linke Hinterrad sich noch frei bewegt, so tritt plötzlich ein großer Drehzahlunterschied auf. Diekeibrolle73 ist in diesem Fall bestrebt, sich so rasch als möglich nach links auf der -Gewindespindel 68 zu verschieben. Bei dieser Bewegung sucht sie den Kegel 69: nach links mit zu verschieben. Hierbei wird der Schleifring- 76 an den Federkontakt 8o anigedrückt.= Hierdurch wird der Stromkreis, bestehend äus - dar Batterie 78, dem Schleifkontakt 77, den Schleifringen 75 und 76, dem Federkontakt 8o, der Anzeigelampe 83 und dem 82, geschlossen. Die Lampe 83 feuchtet auf, und der ertönt: Der Fahrer wird durch das Ertönen des Summners sofort darauf aufmerksam gemacht, daß er "ein Rad festgebremst bat. An dem Aufleuchten der Anzeigelampe 83 kann er sehen, daß es sich um das-.rechte Hinterrad handelt.
  • Fährt der Fahrer beispielsweise auf .einer verhältnismäßig glatten Straße und versucht, das Fahrzeug zu beschleunigen, so ist es möglich, daß eines der Hinterräder nicht mehr greift und durchdreht. Nehmen wir an, daß es sich hierbei wieder um das rechte -Hinterrad handeln- soll.- In diesem Fall dreht .sich also. das rechte Hinterrad sehr viel schneller als das- linke, und die Reibrolle 73 "ist -bestrebt, sich -in diesem Fall- sehr schnell nach rechts- zu bewegen. Der Kegel 69- wird dann nach rechts mitgenommen und damit. der Stromkreis von der Batterie 78 über Schleifkontakt 77, Schleifring 75; Federkontakt 79, Anzeigelampe 81 und Summer 82 geschlossen,. Der Fahrer wirrt wiederum sofort durch dien Summer darauf aufmerksam gemacht, däß eines .seiner Räder -rutscht. Auerdings -leuchtet nun-, wenn er . Gas gibt und. das: rechte Hinterrad rutscht durch, die .linke" Lampe 81 auf.
  • Ein besonderes GefArenmoment liegt.immer dann vor; wenn durch zu große. Brems- oder Beschlleunigungskräfte- .die Haftreibung-eines Rades übert-unden, wird und dieses Rad sich dann plötzlich langsamer oder schneller dreht als d'ie anderen. In diesen Augenbliclc:wird dieses Rad; verglichen mit den anderen, stärker verzögert oder beschleunigt als diese. Meßeinrichtungen oder Zusatzanordnungen, die solche Verzögerungs- oder Beschleunigungsunterschiede anzeigen, sind .daher für die Verwirklio'hung dies - Verfahrens besonders zweckmäßig. Die seitliche Verschiebung,des Kegels 69 mit den 'dabei wirksam werdenden Kontaktringen 75 .bzw. 76 und Federkontakten 79 bzw. 8o stellt eine !go#lche Meßanordnung dar. Eine andere, ähnliche Anordnung arbeitet beispielsweise wie folgt Der Kegel z28 (Fig. 7), dessen Funktion derjenigen des Kegels 69 in Fig. 4 entsprechen soll, ist gegenüber einer Achse 129 drehbar befestigt. Seine Mitnahme erfolgt durch den Mitnehmer 130, der fest mit dar Achse 129 verbunden -ist und der die Drehung über zwei Federn rar und r32 überträgt, die sich gegen zwei Lappen-133 und 13q., die fest am Kegel 128 angeordnet sind, abstützen. Der Kegel kann also unter der Einwirkung eines auf ihn wirkenden Drehmoments um einen gewissen Winkel gegenüber seiner Achse verdreht werden. Hierbei kommt .der gleichzeitig als Kontakt ausgebildete Mitnehmer 130 je nach der Drehrichtung in Kontakt mit einem der auch als Gegenkontakt ausgebildeten Lappen 133 bzw. 134, die mit je einem Schleifrinigs135 bzw. 136 leitend verbunden sind. Von diesen, wird durch Schleifkontakte 137 bzw. 138 der Strom, ebenso wie in Fi:g. 4 !dargestellt, zu zwei Anzeigelampen 8.1 bzw. 83 und einem Summer 82 geleitet.
  • Tritt bei dieser Anordnung eine plötzliche Beschleunigung oder Verzögerung eines Rades ein, so muß eine entsprechende Verschiebung der mit dem Kegel zusammenarbeitenden Reibrolle und Mutter auf der Gewindespindel erfolgen. Von! der -Achse-12'9 muß dazu auf den Kegel 128 ein Drehmoment übertragen werden, durch das der Kegel gegenüber der Achse verdreht wird und wodurch dann der entsprechende Kontakt 133 bzw. 134 geschlossen wird. Diese Einrichtung erfüllt also die Aufgabe, sowohl plötzliches Festbremsen eines Rades als auch Durchgehen bei zu rascher Beschl.ennigu.ng und mangelnder Bodenhaftung sofort anzuzeigen.
  • Die vorstehend geschilderte grundsätzliche -An- -ordnung bat -den großen - Vorteil, daß sie unabhängig von -der Fahrgeschwindigkeit .dem Fahrer die Feststellung eines etwaigen Reifendruckuntersc@iedes gestattet, ferner daß sie den Fahrer durch Licht- oder Summerzeichen sofort auf Gefahrenzustände, wie Festbremsen eines Rades oder Gleiten eines Rades, aufmerksam macht.
  • Der- Aufbau der Meßeinrichtung; bestehend aus Kegel, Gewindespindel, Mutter und Reibrolle, ist auch.- sehr gut zur Fernanzeige geeignet, da man mit Hilfe-der Reibrolle beispielsweise auch einen Widerstand! in einen' Stromkreis verstellen oder die Stromrichtung in einem Stromkreis umkehren kann, um so elektrisch .an einem Anzeigegerät den Reifendruck sichtbar zu machen. Diese Einrichtung ist `also .ebenfalls sehr gut verwendbar, um beim Einhau- in_Anhängern d-em,Fahrer den Luftdruck anzuzeigen: Eine noch verfeinerte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Meßsystems ist auf Fig.6 dar; gestellt. Während die Anordnung nach Fig. 4 nur dien Drehzahlunterschied zweier Räder gegeneinander abzulesen gestattet, was allerdings für die praktischen Bedürfnisse in den meisten Fällen vollauf genügt, kann mit der Anordnung nach Fig. 6 dieAbweichung derDrehzahl jedes einzelnenRades gegenüber dem Mittelwert der Drehzahl aller vier Räder gemessen werden. Das Meßsystem ist in einem Gehäuse 9i angeordnet. Die Antriebe erfolgen von :den vier Rädern des Fahrzeugs aus auf die Wellen 92, 93, 94, 95. In dem Umlaufrädertrieb, bestehend aus den Zahnrädern 96, 97, 98, 99. ioo, ioi, der Umlaufwelle io2 und dem mit der Welle 93 in Verbindung stehenden Stegrad 103 werden die Drehzahlen der auf die Wellen 92 und 93 wirkenden, zwei Fahrzeugräder summiert. Die Drehzahl des Zahnrades ioi entspricht daher der Summe der Drehzahl der Wellen 92 und 93. In entsprechender Weise wirken die beiden andern Räder über die Wellen 94 und 95 auf das Umlaufrädergetriebe, bestehende aus den Rädern 104, 105, 1o6, 107, io8, iog und der Umlaufwelle iio sowie dem Stegrad i i i. Die Drehzahl des Rades 1o9 ist hierbei wieder die Summe der Drehzahlern der Wellen 94 und 95. Das Zahnrad iog überträgt dann seine Drehbewegung über die Welle 112 auf das Kegelrad 113, das Zahnrad ioi seine Drehbewegung über die Welle 114 auf das Kegelrad 1T5. Auf den Wellen i 14 und i 15 ist der Kegel i 16 drehbar gelagert. Im Kegel 116 sind die mit den Zahnrädern i 13 und i 15 im Eingriff stehenden Kegelräder 117 und 118 gelagert. Bei gleicher Drehzahl der Wellen 112 und 114 hat daher dier Kegel 116 ebenfalls diese Drehzahl. Bei unterschiedlichen Winkelgeschwindigkeiten der beiden: Wellen i,i'2 und 114 macht der Kegel 116 jeweils gerade eine Drehzahl, die dem arithmetischen Mittel dieser beiden Drehzahlen entspricht. Bei dieser Gesamtanordnung entspricht also die Drehzahl des Kegels 116 einem Mittelwert der Drehzahlen aller Antriebsräder.
  • Das Stegrad 111, das unmittelbarvon der\Velle95 angetrieben wird, steht imEingriff mit einemZahnrad i i9, das seinerseits fest mit der Gezvindespindel i2o verbunden ist. Auf der Gewindespindel 120 ist die Mutt°r 121 und auf dieser wiederum die Reibrolle 122 befestigt. Mit den beiden Zahnrädern. io5 und. io6 fest verbunden ist das Zahnrad 123, das im Eingriff mit dem Zahnrad 124 steht, das seinerseits wiederum fest auf -der Gewindespindel 125 befestigt ist. Auf der Gewindespindel 125 sitzt die Mutter 126, auf welcher das Reibrad i27 angebracht ist. Die Reibräder i22 und 127 rollen reibungsschlüssig auf dem Reibkegel 116.
  • Auf Fig. 6 ist der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt, wie von. den Wellen 92 und 93 aus zwei weitere Gewindespindeln angetrieben werden, auf denen sich ebenfalls wieder Muttern mit zugehörigen Reibrollen befinden.
  • Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist nun grundsätzlich genau wie diejenige, die auf Fi.g.4 dargestellt ist. Der Unterschied: hierbei ist jedoch der, daß für jedes Rad ein einzelner Anzeigeschlitz in der Meßvorrichtung angeordnet wird. Normalerweise müssen bei gleichem Luftdruck die die Stellung der einzelnen Reibrollen angebenden Ablesemarken bei waagerecht liegenden Schlitzen genau untereinander, bei senkrecht angeordneten. Schlitzen genau nebeneinander liegen. Weist ein Rad einen etwas niedrigeren Luftdruck auf, so stellt sich die diesem Rad zugehörige Marke entsprechend abweichend ein. Diese Anordnung arbeitet auch dann noch zuverlässig, wenn zwei Räder gleichzeitig und im gleichen Verhältnis Luft verlieren. In diesem Fallweichen eben- diese beiden Marken entsprechend von der Stellung der beiden anderen Marken ab. Der Vorteil dieser allerdings erheblich komplizierteren Anordnung liegt @d@arin"daß die Messung jed:s Rades eben gegen den Mittelwert aller vier Räder erfolgt.
  • Grundsätzlich sind noch andere, recht verschiedenartige Meßgeräte denkbar, die nach dem vorgeschlagenen Verfahren eine Anzeige des Drehzahlunterschiedes zwischen den Rädern ermöglichen. Meßgeräte oderMeßanordnungen dieserArt können z. B. sein: Läufer und Stator eines Stromerzeugers, wobei der Läufer von dem einen. Rad und der Stator von dem andern Rad angetrieben wird. In diesem Fall wird ein zur Messung dienender Strom nur erzeugt, wenn entsprechende Drehzahlunterschiede auftreten. Eine andere Anordnung könnte in, einer kleinen Rotationspumpe bestehen, bei welcher der Rotor von dem einen undi das Gehäuse von dem andern Rad angetrieben wird. Bei gleichen Drehzahlen wird keine Pumparbeit geleistet; bei ungleichen Drehzahlen wird dagegen eine Pumparbeit entsprechend dem Drehzahlunterschied geleistet, die gemessen werden kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zumAnzeigen desUnterschiedes im Reifendruck, der Bodenhaftung und der Bremswirkung von Fahrzeugrädern während der Fahrt, dadurch gekennzeichnet, daß der dadurch entstehende Unterschied in den Drehzahlen der Räder angezeigt oder gemessen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegungen von zwei Rädern auf ein Meßsystem (68, 72, 73, 69) geleitet werden, welches das Verhältnis dieser Drehzahlen zueinander laufend anzeigt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbewegungen zweier Räder auf ein beispielsweise in Form eines Ausgleichgetriebes (16, 17, 18, 11, 12, 13, 14, v5, i9, 2o) ausgebildetes Meßsystem mit einem Anzeigeglied (20, 21) einwirken, das sich bei Normalfahrzustand der Räder im Ruhezustand befindet und dessen Bewegungsrichtung anzeigt, welches der überwachten Räder eine schnellere Drehbewegung aufweist als das andere.
  4. 4. Meßeinrichtungen zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei miteinander zu vergleichenden Drehzahlen, auf ,ein. stufenloses Getriebe (68, 69, 72, 73) einwirken, dessen Übersetzungsverhältnis sich hierbei selbsttätig auf das Drehzahlverhältnis der antreibenden Räder einstellt und dessen Übersetzungsverhältnis als Maß für das Drehzahlverhältnis der beiden Räder dient.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, .diaß in die Übertragung der Drehbewegung von einem Fährzewgradzum Meßsystem ein stufenlos regelbares Getriebe (55, 56. 57, 58, 59, 60) eingeschaltet wird,um denRuhe-oderNormalzustand !des Ergebnis- oder Anzelgegliedes (63, 64) bzw. (73, 89) bei unterschiedlichem Drehzahlverhältnis der antreibenden Fahrzeugrüdfer einstellen zu können.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß. -die Übertragung der Drehbewegung eines Rades auf das Meßsystem ersetzt wird 4urch den Antrieb von der Kardanwelle (66) oder von einem durch dieKardanwelle angetriebenen'Geschwind:igkeitsmeßatutzen (43).
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem mit einem Geschwind'igkeitsmeßgerät (4 i) baulich vereinigt wird, wobei der zur Messung der Fahrgeschwindigkeit ddenendcAntrieb (45) gleichzeitig ein Meßsystem für die Radüberwachung antreibt. B. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlen aller Räder eines Fahrzeugs auf ein Meß,system einwirken, innerhalb dessen ein einemMittelWert derDrehzahlen verhältnisgleicher Drehzahlwert erzeugt wird, und,daß die Drehzahlen oder Beschleunigungen der einzelnen Räder gegenüber diesem Mittelwert der Drehzahlen bzw. Beschleunigungen aller Räder gemessen werden. 9. Verfahren, nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine geeignete Getriebeanordnung, z. B. Umlaufrädertriebe (96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 1a5, io6, 107, IOS, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117), eine einm Mittelwert der einzelnen Antriebsdrehzahlen verhältnisgleiche Drehzahl erzeugt -wird und @däß die Einzeldrehzahlen der Räder durch geeignete Meßainrichtrungen (i2o, 121, 122, 125, i26, 127) mit -diesem Mittelwert der Drehzahlen verglichen werden. io. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden, Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, d'aß die bei unterschiedlichen Beschleunigungen oder Verzögerungen eines Rades gegenüber einem oder mehreren anderen Rädern im Meßsystem auftretendem Kräfte auf zusätzliche oder besondere Meß-, Anzeige- oder Kontakteinrichtungen (74, 75, 76, 77> 78, 80, 81, 82, 83) bzw. (130, 131, 132, 133,_ 134, 135, 136, 137, 138) einwirken. i i. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet -daß ein Ergebnisglied- (20, 73, 89) auf eine debereinrichtung (24,:26, 28, 30, 33 und 25, 27, 29, 31,32) einwirkt, die Bewegungsrichtung oder Bewegungsgeschwindigkeit des Ergebnisgliedes fernanzeigt. n2. Meß-, Anzeige- oder Warneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von dem das Verhältnis der Drehzahlen anzeigenden Meß- Oder Anzeigeglied, (72, 73, 126, 127, 121, 122) ein Geber bekannter Bauart (z. B. ein elektrischer Widerstand oder elektrische Kontakte) beeinflußt wird, um eine Fernanzeige des Dre'hzahlverhältnisses der überwachten Räder vorzunehmen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE940210C (de) * 1950-04-25 1956-03-15 Hermann Dipl-Ing Ruehl Vorrichtung zur Verbesserung der Bodenhaftung von Kraftfahrzeugen bei Brems- und Beschleunigungsvorgaengen
DE964292C (de) * 1950-11-22 1957-05-23 Hermann Ruehl Dipl Ing Vorrichtung zur Verbesserung der Bodenhaftung von Kraftfahrzeugen beim Bremsen und Beschleunigen
DE1124375B (de) * 1956-03-21 1962-02-22 Voith Gmbh J M Auspuff-Motorbremse fuer eine Antriebsanlage mit einer Brennkraftmaschine und einem dieser nachgeschalteten hydromechanischen Mehrganggetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

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