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DE863162C - Verfahren zum Haltbar- und Geniessbarmachen von Walfleisch - Google Patents

Verfahren zum Haltbar- und Geniessbarmachen von Walfleisch

Info

Publication number
DE863162C
DE863162C DEP51120A DEP0051120A DE863162C DE 863162 C DE863162 C DE 863162C DE P51120 A DEP51120 A DE P51120A DE P0051120 A DEP0051120 A DE P0051120A DE 863162 C DE863162 C DE 863162C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
meat
whale meat
water
whale
edible
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP51120A
Other languages
English (en)
Inventor
Reidar Gording
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
THOR DAHL AS
Original Assignee
THOR DAHL AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by THOR DAHL AS filed Critical THOR DAHL AS
Application granted granted Critical
Publication of DE863162C publication Critical patent/DE863162C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/03Drying; Subsequent reconstitution
    • A23B4/033Drying; Subsequent reconstitution with addition of chemicals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Haltbar- und Genießbarmachen von Walfleisch Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren, Walfleisch in. der Weise zu behandeln, daß von Walfleisch ein Produkt erhalten wird, das sich nicht in seiner Beschaffenheit ändert und das bei gewöhnlicher Temperatur gelagert und transportiert werden kann und das nach der Lagerung unter Erhaltung der ursprünglichen wertvollen Fleischproteine für den menschlichen Genuß geeignet ist.
  • Walfleisch wird in sehr großen Mengen beim Fang auf offener See, b::son:ders in den südlichen Gebieten weit ab von den Verteilungsmärkten gewonnen, und die Verwendung des Fleisches für den menschlichen Genuß ist daher. ein Problem, deren wirtschaftliche und technisch befriedigende Lösung bisher noch nicht gelungen ist. Einer der Gründe für diesen zustand ist, daß die Produkte zu den Verbrauchsplätzen notwendigerweise über große Entfernungen transportiert werden müssen, die teils tropische Gebiete einschließen, so daß das Produkt nicht nur leicht während der Verschickung verdirbt, sondern auch die hohen Frachtkosten sind ein Hindernis. -Dies liegt teils daran, daß das Fleisch beträchtliche Mengen ZNjasser enthält, ungefähr 7.5 1/o de!: Fleischgewichtes, das ebenfalls verschifft werden muß, wenn nicht das Fleisch getrocknet wird. Durch Kühlen des Fleisches könnte man es zu dem Verbraucher bringen, aber dieses Verfahren ist sehr kostspielig und erfordert eine Spezialausrüstung, und die Ladungsfähigkeit wird durch die großen Mengen Wasser, die auch in gefrorenem Zustand transportiert werden müssen, verringert.
  • Ein weiterer Grund ist, daß das Walfleisch als Rohstoff so sehr in seiner Beschaffenheit schwankt, daß man durch Kühlen von großen Filets immer ein Gemisch von guten und schlechten Produkten erhält. Die schlechten Anteile haben nachweislich die Möglichkeiten des Walfleischverkaufs zerstört.
  • Wenn man das Walfleisch gemäß der Erfindung trocknet, wird zunächst die Beschwerlichkeit, große Mengen Wasser zu transportieren, vermieden. Ferner ist es gemäß der Erfindung möglich, ein Produkt zu erhalten, das sich in seiner Beschaffenheit nicht ändert.
  • Früher wurde eine Reihe von Vorschlägen zum Trocknen von Walfleisch gemacht. Was diese anbetrifft, so besteht die Tatsache, daß jedoch bisher niemals ein genießbares Produkt erhalten wurde und es auch niemals das Ziel war, ein genießbares Produkt herzustellen.
  • Es gibt zwei entscheidende Gründe, warum die getrockneten Produkte, . die bisher hergestellt wurden, nicht für den menschlichen Genuß geeignet sind: r. Erstens wird das Walfleisch im Wasser oder unter direkter Einwirkung von hochgespanntem Dampf gekocht. Zu gleicher Zeit, wie das Öl hierdurch abgetrennt wird, werden jedoch auch die wasserlöslichen Geschmacksstoffe in dem Wasser oder in dem Kondensat des Wassers extrahiert. Die Lösung der wasserlöslichen Geschmacksstoffe wird Leimwasser genannt und wird gewöhnlich in Schraubenpressen entfernt, bevor die nicht gelösten Reste des Fleisches zu Futtermehl getrocknet werden können. Durch Entfernen dieses Leimwassers wird jedoch das Material zum Teil für den menschlichen Genuß ungeeignet, da ein Teil dieser Geschmacksstoffe, die für diesen Verwendungs= zweck eine Bedingung sind, entfernt wird.
  • 2. Ferner verbleiben immer kleine Mengen Öl in dem Material, das getrocknet werden muß. Diese kleinen Mengen Fischöl öder Fettverbindungen in den Trockenprodukten geben nach kurzer Einlagerung einen tranigen Geschmack und riechen, was die Produkte ungenießbar macht. Diese Erscheinung wird durch den Gehalt des Walfleisches an ungesättigten Ölen hervorgerufen, die leicht oxydiert werden, wobei der typische Geschmack und Geruch nach Tran entsteht. Es. ist nachgewiesen worden, daß verhältnismäßig sehr kleine Mengen dieser Öle imstande sind, die Trockenprodukte für den menschlichen Genuß vollständig unbrauchbar zu machen.
  • Der Erfinder vorliegender Erfindung hat sich unter besonderer Berücksichtigung der obenerwähnten Punkte die Aufgabe gestellt, ein Trockenprodukt -von Walfleisch herzustellen, das genießbar ist. Er hat sich ferner die Aufgabe gestellt, dieses Verfahren auf solche Weise durchzuführen, daß die großen Mengen von zur Verfügung stehendem Rohstoff in technischem Maßstab, wie der Walfang heute zur See betrieben wird, leicht zu diesem Zweck verarbeitet werden können. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß das Ausgangsfleisch ohne Kochen unter Zugabe von Wasser oder Dampf getrocknet wird. Hierdurch werden die wasserlöslichen Eiweißverbindungen in dem festen Material erhalten. Dies kann technisch leicht mit einem sehr einfachen Apparat durchgeführt werden, falls man richtige Arbeitsbedingungen einhält.
  • Wenri das Trockenverfahren gemäß der Erfindung durchgeführt wird, hat es sich gezeigt, daß das auf diese Weise hergestellte Produkt transportiert und gelagert werden kann, bevor es von seinem Ölgehalt befreit wird. Bei dem Walfang zur See ist dies von entscheidender Bedeutung, da dadurch vermieden wird, eine Extraktion mit organischen Fettlösungsmitteln sogleich an Bord der schwimmenden Fabriken durchzuführen. Eine derartige Extraktion an Bord eines Schiffes würde mit Rücksicht auf den Raum, die Arbeitsbedingungen und die Feuersgefahr in großem Maßstab nicht praktisch durchführbar sein. Während des Transportes und der Lagerung des Trockenproduktes oxydieren sich die vorhandenen Öle und machen das Produkt ungenießbar; aber es ist nachgewiesen worden, daß diese ranzigen Walöle lange Zeit nach Herstellung der Trockenprodukte vollständig durch Extraktion entfernt werden können, ohne selbst den geringsten Geschmack an Tranöl in dem hergestellten Material zu hinterlassen. Das ist an Trockenmaterial, das mehr als :2o "/o Walöl enthielt, durchgeführt worden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht d@!mnachdarin, das Walfleisch sogleich an Bord der schwimmenden Verarbeitungsstätte zu trocknen und das Trockenmaterial an Land zu transportieren, wo es extrahiert und von seinem Ölgehalt mittels Fettextraktionsmittel, z. B.Benzin, Trichloräthylen usw., befreit wird.
  • Es hat sich ferner gezeigt, daß bei einer solchen Extraktion keine der obenerwähnten Geschmacksstoffe, die zu erhalten besonders wünschenswert sind, entfernt werden. Die Erfindung beruht ferner auf oder Erkenntnis, @daß eine wesentliche Bedingung, genießbare Trockenwalfleischprodukte zu erhalten, die ist, daß sich die Proteine des Walfleisches nach der- Trocknung ihre Fähigkeit bewahrt haben, Wasser wiederaufzunehmen, so daß das Produkt durch Zugabe von Wasser und unter langsamem Kochen wieder anschwillt (rehydratisiert) und eine Masse bildet, die physikalisch und chemisch dem ursprünglichen Fleischprodukt ähnelt. Diese Fähigkeit, sich zu rehydratisieren, ist ein entscheidendes Kriterium dafür, daß ein entwässertes Produkt oder ein Trockenprodukt sich die Merkmale des Ausgangsstoffes soweit wie möglich bewahrt hat. Daher wird diese Fähigkeit der Wiederwasseraufnahme allgemein als Maßstab der Qualität des entwässerten Produktes benutzt.
  • Besagtes Trockenverfahren kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. Aber als allgemeine Regel kann gesagt werden, daß, je schneller die Trocknung durchgeführt werden kann und je niedriger die Temperatur ist, desto besser die Qualität des Endproduktes ist, die ihren Ausdruck in der Fähigkeit der Wiederaufnahme von Wasser findet.
  • Beispiel Walfleisch wird feingeschnitten und in einen horizontal gelagerten Zylinder gebracht, der mit Dampfmantel und Rührer versehen ist. Das Fleisch wird auf i oo° C während i Stunde unter beständigem Rühren erwärmt, und gleichzeitig wird Wasser, das sich bei der Koagulation abscheidet, in solcher Weise entfernt, daß der Wassergehalt des Produktes nach i Stunde ungefähr 55% beträgt. Dieses halbtrockene Produkt wird hierauf bis auf ungefähr 6% Wassergehalt in einem Trockenapparat, der nach bekannten Prinzipien konstruiert ist, wie z. B. ein Tunneltrockner, Kammertrockner, Fördertrockner u. dgl., getrocknet. Die getrockneten Produkte, die in Säcke verpackt und als solches transportiert werden können, werden hierauf z. B. mit Benzin derart extrahiert, daß auf i kg des Pulvers 75o ccm reines Benzin unter Umrühren zugegeben werden. Nachdem io Minuten bei Raumtemperatur gerührt worden ist, wird das Gemisch im Vakuum filtriert (norwegisch abgenutscht), und zu dem filtrierten Produkt werden weitere 500 ccm reines Benzin zugegeben, worauf das Filtrieren und Rühren auf dieselbe Weise wiederholt wird. Das Pulver wird in einer Vakuumapparatur bei q.5° C getrocknet, und mit einem Kühler werden die letzten Reste Benzin zurückgewonnen.
  • Aus dem Filtrat, das die extrahierten öle enthält, können diese durch einfaches Verdampfen des Benzins gewonnen werden. Das so hergestellte Öl ist jedoch infolge der extrahierten Farbstoffe von geringerer Qualität, aber es kann für technische Zwecke benutzt werden. Die Eigenschaften des Walfleisches vor und nach der Extraktion sind dieselben.
  • Wie aus dem Vorhergehenden hervorgeht, werden die Schwankungen in der Beschaffenheit des Rohstoffes durch Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung ausgeschaltet, da alles Fleisch vor dem Trocknen fein zerteilt und auf diese Weise gemischt wird, worauf es immer vollständig extrahiert wird. Diese Extraktion ist von besonderer Bedeutung bei einem Produkt, das für den menschlichen Genuß vorgesehen ist, da es der Ölgehalt oder richtiger die Schwankungen des Ölgehalts sind, die idie Hauptursache für die Oual,itätsschwankungen sind. Wenn das Öl entfernt ist, ist eine Gewähr für eine gleichmäßige Qualität gegeben.

Claims (2)

  1. PATE NTÄNSPRÜCHE: i. Verfahren zum Haltbar- und Genießbarmachen von Walfleisch, dadurch gekennzeichnet, daß das Walfleisch ohne Kochen unter Zugabe von Wasser oder Dampf getrocknet wird, so daß alle wasserlöslichen Geschmacksstoffe in dem Trockenprodukt verbleiben, und daß das Trockenprodukt durch Extraktion mit organischen, wasserfreien Extraktionsmitteln, wie Benzin oder Trichloräthylen, von seinem Fettgehalt befreit wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Walfleisch sogleich an Bord der schwimmenden Verarbeitungsstätten getrocknet und das getrocknete Material an Land von seinem Ölgehalt durch Fettextraktionsmittel, beispielsweise Benzin, Trichloräthylen usw., befreit wird.
DEP51120A 1948-08-06 1949-08-06 Verfahren zum Haltbar- und Geniessbarmachen von Walfleisch Expired DE863162C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO863162X 1948-08-06

Publications (1)

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DE863162C true DE863162C (de) 1953-01-15

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ID=19907414

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP51120A Expired DE863162C (de) 1948-08-06 1949-08-06 Verfahren zum Haltbar- und Geniessbarmachen von Walfleisch

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DE (1) DE863162C (de)

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