DE8628114U1 - Anschlußrohr zum pneumatischen Fördern von feinkörnigen Feststoffen in den Feuerraum eines Kessels - Google Patents
Anschlußrohr zum pneumatischen Fördern von feinkörnigen Feststoffen in den Feuerraum eines KesselsInfo
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Po.l8chedC!Hamburg 2509 60^207
meine Akte: 6092/86 (blz2mim2oj
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Anschlußrohr zum pneumatischen Fördern von
feinkörnigen Feststoffen in den Feuerraum
eines Kessels
Die Neuerung betrifft ein Anschlußrohr zum pneumatischen Fördern von feiffl'örnigen Feststoffen,
wie Additiven für eine Entschwefelung Von Rauchgasen, in den Feuerraum eines Kessels.
Um Rauchgase einer Feuerungsanlage zu entschwefeln, ist es notwendig, die Anlage mit einer
Einrichtung zu versehen, die das Einblasen Von Additiven in die Feuerungsräume ermöglicht.
Bei derartigen Additiven handelt es sich um feinkörnige Stoffe, insbesondere auf Kalk- und
Magnesiumbasis wie Calziumoxyd, Calziumhydxoxyd, Magnesiumoxyd und dergleichen. Die pneumatische
Förderung derartiger feinkörniger Stoffe ist jedoch problematisch, da
sie in hohem Maße zur Ausbildung von Ansätzen
Bzw* zu einem Anbacken in den FÖiderleitUngen
führen/ so daß diese verhältnismäßig schnell verstopfen. Um dem abzuhelfen, ist man dazu
übergegangen, Fürderleitüngen zu verwenden, die aus einem Förderrohr bestehen; in dem
eine elastische, schlauchförmige Förderleitung angeordnet ist (DT-PS 12 65 041 und 26 00
546). Bei diesen Leitungen ist es möglich, durch Einführung eines Druckmediums in den
Zwischenraum zwischen Rohr und Schlauch oder durch Veränderung des Innendruckes in dem
Schlauch seinen Querschnitt zu verändern und dadurch haftende Gutansätze abzulösen. Derartige
bekannte Forderleitungen sind jedoch nicht geeignet für den Anschluß an den Kessel
eines Feuerraumes zum Zwecke der Zufuhr von Additiven, da die für einen elastischen
Schlauch zu verwendenden Werkstoffe den hohen Temperatüren im Bereich der Kesselwand nicht
standhalten. Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, die Forderleitungen im Bereich
der Kesselwand auf ihrer Innenseite mit einer polierten Oberfläche zu versehen, um dadurch
das Anhaften von feinkörnigen Feststoffen zu verhindern. Die Praxis hat jedoch gezeigt,
— 3 —
daß sich auch auf sehr glatten Oberflächen
bei verschiedenen Additiven Haftschichten aufbauen, die bei fortschreitendem Betrieb den
Förderquerschnitt soweit verengen, daß die Anlage nicht funktionsfähig bleibt. Dies ist
insbesondere dann der Fall, wenn eine hohe Austrittsgeschwindigkeit des Gemisches aus
Additiven und Luft aus der Förderleitung in den Feuerraum vorgegeben wird, um dadurch
dan Ablauf des Verfahrens der Entschwefelung der Rauchgase zu unterstützen. Für hohe Fördergeschwindigkeiten
sind aber auch Förderleitungen mit einem innenliegenden flexiblen Schlauch oder einer andersartigen elastischen Auskleidung
wenig geeignet, weil sie einer hohen Beanspruchung ausgesetzt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zu schaffen, durch die einerseits die Fördergeschwindigkeit
des Fördergutes im Bereich des Austritts aus der Förderleitung gesteigert
wird und andererseits die Gefähr· der Bildung
von Ansätzen von Festgutteilchen in der Förderleitung und damit deren Verstopfung
vermindert wird. Gemäß der Erfindung
ist dafür vorgesehen, daß im Bereich der KesSelwand Luft durch eine poröse bzw, luftdurchlässige
Förderrohrwandung dem Fördergutstrom zugeführt wird. Da durch eine derartige
zusätzliche Zuführung von Luft in den Fördergutström bzw. das Gemisch aus Additiven und
FÖrderluft die gesamte ffördergutmenge vergrößert
wird, ergibt sich eine Steigerung der Fördergeschwindigkeit des Fördergutes im Bereich der Kesselwand. Andererseits wird
durch die zusätzlich eingeleitete Luft durch die Förderrohrwandung ein Anhaften von Festgutteilchen
an derselben verhindert*
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist dafür die Förderleitung mit der Kesselwand
durch ein Doppelmantelrohr verbunden, dessen Innenrohr luftdurchlässig ausgebildet ist
und dessen Außenrohr mit einem Anschluß für eine Luftzufuhr versehen ist, so daß zusätzliche
Luft durch das Innenrohr eingeblasen werden kann. Wird ein derartiges Doppelmantelrohr
unmittelbar an die Kesselwand angeschlossen, so besteht die Möglichkeit, unmittelbar an
das Doppelmantelrohr eine Förderleitung der vorbekannten Art mit einer elastischen,
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schlauchförmigen Innenleitung anzuschließen, wobei es sich als vorteilhaft auswirkt, daß
durch das Doppelmantelrohr eine Überhitzung ~ der Schlauchleitung verhindert wird und die
I Fördergeschwindigkeit der Festgutteilchen j nach ihrem Austritt aus der schlauchförmigen
Leitung wesentlich gesteigert wird, so daß auch insoweit keine über, beanspruchung der
Leitung stattfindet, deren Anwendung zum Zwecke der Verhinderung von Verstopfungen für die
Förderung der Additive besonders^ geeignet ist.
Die vorbeschriebenen Vorteile werden noch gesteigert, wenn der Fördergutstrom durch
die Einleitung zusätzlicher Luft in axialer Richtung im Bereich der Kesselwand beschleunigt
wird, was insbesondere dadurch ermöglicht wird, daß vor dem Innenrohr des Doppelmantelrohres
eine mit einer Luftzufuhr versehene Vorkammer angeordnet wird, welch« die Mündung
der angeschlossenen Förderleitung mit einem Ringspalt umgibt, aus dem die zusätzlich eingeleitete
Luft wie au« einer Ringdüse in den Pördergutstrom im Sinne einer Beschleunigung
desselben eingeleitet wird. Weiterhin kann
— 6 —
eine Beschleunigung des Fördergutstromes hervorgerufen
werden durch eine düsenartige Ausbildung des Innenrohres vom Doppelmantelrohr, in dem dieses an der Austrittseite des Fördergutstromes
sich konisch verjüngend ausgebildet wird.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie der nachstehenden
Beschreibung von drei Ausführungsbeispielen der Erfindung, in der auf eine Zeichnung bezug
genommen wird. In dieser Zeichnung zeigen:
Figur 1: den Anschluß einer Förderleitung an eine Kesselwand mit einem zylindrischen Innenrohr
als Düse;
Figur 2: den Anschluß mit einem konisch geformten Innenrohr und unterteilten Luftkammern
und
Figur 3: einen Anschluß mit einer Vorkammer vor dem düsenartigen Innenrohr.
In Figur 1 ist der Anschluß einer Förderleitung 1 an eine Kesselwand 4 unter Verwendung eines
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Doppelmantelrohres 5 dargestellt, dessen Innenrohr 6 wie auch Außenrohr 7 durchgehend zylindrisch
ausgebildet sind.
Die Förderleitung 1 besteht - wie auch bei den beiden weiteren Ausführungsbeispielen
aus einem Rohr 2, in dem ein flexibler Schlauch 3 liegt. Die Förderleitung 1 ist über einen
Flansch 10 mit dem Doppelmantelrohr verbunden.
Das Doppelmantelrohr 5 weist ein ^ Innenrohr 6 auf. das aus einem luftdurchlässigen bzw.
poröser Material besteht, wie beispielsweise aus Streckmetall oder einem gelochten Edelstahlblech,
Innen- und Außenrohr 6 und 7 erstrecken sich durch die Kesselwand 4 hindurch
in den Feuerraum 11 hinein. Der Zwischenraum zwischen dem Innen- und Außenrohr 6 bzw. 7
ist über einen Anschlußstutzen 9 mit einer Druckluftquelle verbunden.
Für die Zuführung von Additiven in den Feuerraum 11 zum Zwecke einer Entschwefelung von
Rauchgasen wird ein Gemisch aus diesen Additiven mit Luft oder einem anderen Gas aus
Förderleitung 1 bzw. dem Schlauch 3 unter
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einer Geschwindigkeit in das Innenrohr 6 geleitet, die nicht die Gefahr einer überbeanspruchung
des Schlauches 3 mit sich bringt. Diese Fördergeschwindigkeit wird gesteigert durch die von außen über den Stutzen 9 und
die Kammer 8 durch das Innenrohr 6 hindurchgeleitete Luft, welche vom Fördergutstiw-in entsprechend
dem Pfeil 19 abgelenkt wird. Durch die Zuleitung dieser Zusatzluft durch das
f Innenrohr 6 wirkt dieses im Sinne einer die
Fördergeschwindigkeit steigernden Düse. Daneben bringt jedoch der Luftdurchtritt durch
das Innenrohr 6 den Vorteil, daß sich auf seiner Innenseite kein Niederschlag an Feststoffteilchen
bilden kann bzw. ein "Anbacken" vermieden wird.
Bei der Ausführung nach Figur 2 wird die Einblasgeschwindigkeit der Additive in den Feuerraum
11 hinter der Kesselwand 4 noch dadurch gesteigert, daß das Innenrohr 6 an seinem
Austrittsende in der Art einer Düse sich konisch verjüngend ausgebildet ist. Bei dieser
Ausführungsform ist der Zwischenraum zwischen dem Außenrohr1 7 und dem Innenrohr 6 dusch
eine Trennwand 12 in zwei Kammern 8 und 81
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unterteilt, die jeweils mit einem Anschluß 9 bzw. 9' für eine gesonderte Luftzuführung
versehen sind. Dadurch lassen sich den einzelnen Abschnitten des Döppelmantelrohres unterschiedliche
Luftmengen zuführen, um dem ünter^ schiedlichsn "erhalten verschiedener Aäaicive
Rechnung tragen zu können.
Das Ausführungsbeispiel nach Figur 3 unterscheidet sich von den bezieh vorbeschriebenen
durch die Anordnung einer Luft-Vorkammer 14
vor dem innenrohr 6. Diese Vorkammer 14 ist mit einer Luftzufuhr 16 versehen und umgibt
das schlauchförmige Ende der Leitung 3 mit einem Ringspalt 17, durch den zusätzliche
Förderlufty entsprechend den Pfeilen 20 wie aus einer Ringdüse austrete™} den Fördergutstrom
entsprechend dem Pfeil 18 im Innenrohr
6 zusätzlich beschleunigt zu der Wirkung, welche die durch das Innenrohr 6 entsprechend
den Pfeilen 19 austretende Luft hervorruft. Die Vorkammer 14 ist dafür mit dem Doppelmantelrohr
5 durch einen Flansch 15 verbunden. Gegenüber der Ausführung von Figur 2 hat diejenige
von Figur 3 den Vorteil, daß für die Verwirbelung der zusätzlich zugeführten Luft
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mit dem Fördergutstrom ein verhältnismäßig langer Weg zur Verfugung steht^ wobei zu be=
rücksichtigen ist, daß eine zusatzliche Beschleunigung an der Austrittseite des FÖrdergutstromes
noch erreicht werden kann durch eine düsenförmige Gestaltung des Innenrehres
entsprechend der Figur 2.
Claims (7)
1. Anachlußrrohr zum pneumatischen Fördern von feinkörnigen
Feststoffen mit einer Forderleitung, die an den Feuerraum eines Kessels angeschlossen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Förderleitung (1) mit der Kesselwand
(4) durcii ein Doppelmantelrohr (5) verbunden ist, dessen Innenrohr (6) luftdurchlässig ausgebildet
ist und dessen Außenrohr (7) mit einem Abschluß (9) für eine Luftzufuhr versehen ist.
2. Anschlußrrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum (8) zwischen Innen und Außenrohr
(6, 7) durch Trennwände (12) in zwei oder mehrere Kammern (8, 8') unterteilt ist, die jeweils mit
einem Anschluß (9, S') für eine Luftzufuhr versehen ist.
3. ÄnsitthltfßJiOhr· nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich-
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net, daß das Innenrohr (6) an der Austrittsseite des Fördergutstromes sich konisch verjüngend (13) ausgebildet
ist.
4. Anschlußrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Innenrohr (6) eine mit einer Luftzufuhr
(16) versehene Vorkammer (14) angeordnet ist, welche die Kündung der Förderleitung (1, 3} mit einem
Ringspalt (17) umgibt.
5. Anschlußrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderleitung (1) aus einem Rohr (2) besteht,
in dein ein elastischer Schlauch (3) angeordnet ist.
6. Anschlußrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ende des elastischen Schlauches (3) an der Eingangsseite des Doppelmantelrohres (5) verankert
ist.
7. Anschlußrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Innen und Außenrohr (6, 7) des Doppelmantelrohres (5) zylindrisch ausgebildet ist (Figur 3).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19868628114 DE8628114U1 (de) | 1986-10-22 | 1986-10-22 | Anschlußrohr zum pneumatischen Fördern von feinkörnigen Feststoffen in den Feuerraum eines Kessels |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19868628114 DE8628114U1 (de) | 1986-10-22 | 1986-10-22 | Anschlußrohr zum pneumatischen Fördern von feinkörnigen Feststoffen in den Feuerraum eines Kessels |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8628114U1 true DE8628114U1 (de) | 1988-01-07 |
Family
ID=6799451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19868628114 Expired DE8628114U1 (de) | 1986-10-22 | 1986-10-22 | Anschlußrohr zum pneumatischen Fördern von feinkörnigen Feststoffen in den Feuerraum eines Kessels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8628114U1 (de) |
-
1986
- 1986-10-22 DE DE19868628114 patent/DE8628114U1/de not_active Expired
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