DE862046C - Vorrichtung zum Verteilen fluessiger Schmelzen beim gleichzeitigen Giessen mehrerer Gussstuecke, insbesondere nach dem Stranggiessverfahren - Google Patents
Vorrichtung zum Verteilen fluessiger Schmelzen beim gleichzeitigen Giessen mehrerer Gussstuecke, insbesondere nach dem StranggiessverfahrenInfo
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- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/16—Controlling or regulating processes or operations
- B22D11/18—Controlling or regulating processes or operations for pouring
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Description
- Vorrichtung zum Verteilen flüssiger Schmelzen beim gleichzeitigen Gießen mehrerer Gußstücke, insbesondere nach dem Stranggießverfahren Die wirtschaftliche Ausnutzung der Schmelzöfen, erfordert beim, Gießen von Walz- und Preßbarren geringeren Querschnitts die gleichzeitige Verwendung mehrerer Kokillen bzw. Gießräume. Hierbei .muß. die Schmelze unbedingt gleichmäßig auf die Kokillen verteilt werden.
- Bisher wurde der Metallstrom durch, entsprechendes Neigen des. Verteilers oder durch Betätigung kleiner Schieber u. dgl. von Hand gesteuert. Dieser Vorgang stellt aber hohe Anforderungen an, die Geschicklichkeit des Gießers und ist auch bei größter Aufmerksamkeit immer eine Quelle vieler Störungen, die sich, qualitativ und quantitativ unangenehm,, z. B. als Überlaufen, Durchlaufen oder in der Bildung von Kaltläufen, auswirken. Es. ist auch eine Vorrichtung bekannt, die mit Hilfe eines Schwimmers eine Regelung des Zuflusses des. flüssigen Metalls in eine Gießform bewirken soll. Diese Anordnung ist jedoch zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe, der gleichmäßigen: Füllung mehrerer Gießräume gleichzeitig, nicht geeignet und ist überdies für diesen Zweck zu umständlich und. schon bei Leichtmetallen. nicht genügend haltbar und betriebssicher, da sie aus einem Drehschieber besteht, der über Gestänge un(d Gelenke von einem Schwimmer gesteuert wird.
- Ferner ist auch eine Vorrichtung zum Eingießen des .Metalls bei Gießanlagen mit endloser Formenkette bekanntgeworden, die mit einem. drehbaren, mit seitlichen Ausflußkanälen versehenen Gießkopf ausgestattei@is:t; welcher'däs Metall in beständigem Strom empfängt und, den beiden Formenketten zuführt. Diese Einrichtung arbeitet jedoch nicht selbsttätig, sondern muß mittels eines Handrades nach Wunsch eingestellt w.ei-den,.
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum "Verteilern flüssiger Schmelzen beim gleichzeitigen Gießen mehrerer Gußstücke unter Verwendung eines.. beweglich gelagerten Verteilergefäßes mit mehreren Verteilerrinnen und besteht darin, daß deren Enden in idie einzelnen Gießköpfe eintauchen. Diese Enden: sind derart ausgebildet, daß sie auf das Steigen und Sinken der Metallspiegel ansprechen und durch Ändern des Zuflusses selbsttätig die Höhenlage der Metallspiegel zueinander einregem. Steigt also in einer Kokille der Metallspiegel höher als in der übrigen, so erhält das dort eintauchende Gießrinnenende einen zusätzlichen Auftrieb, wodurch di.e Neigung der Rinne verringert wird. Durch diese verringerte Neigung wird auch der Metallzufluß; verringert oder gegebenenfalls ganz unterbrochen, während durch die gleichzeitig vergrößerte Neigung der übrigen Rinnen dort der Metallzufluß,' unter Beibehaltung eines konstanten: Metallzuflusses zum Verteilergefäß, vermehrt wird, so daß sehr bald ein Ausgleich der Spiegelhöhen der verschiedenen Gießköpfe untereinander eintritt. Das Verteilergefäß stellt sich ,also unter dem Einfuße .der einzelnen Auftriebskräfte immer wieder so ein, daß im Endzustand bei Kokillen gleichen nuerschn.itts der Metallzufluß in allen 'Rinnen und damit die Spiegelhöhen gleich werden. Auch bei geringen OQuerschnittsunterschieden der Kokillen untereinander bewirkt dieser selbsttätige Verteiler, daß sich, zwar unter Eintritt einer geringen konstanten Höhendifferenz zwischen Metallspiegeln verschiedenen Querschnitts, eine zeitlich unveränderte Füllung der Kokillen ergibt.
- Die Auftriebskräfte an den Rinnenenden könnten durch dort angebrachte Schwimmer, .aus Hohlkörpern! öder Stöffen geringer Wichte, z. B. porösen keramischen Massen, bestehend, leicht vergrößert werden. Hohle Schwimmer werden zweckmäßig mit einem Entlüftungsröhrchen versehen, um temperaturbedingte Druckschwankungen zu verhindern. Die Schwimmer sollen dagegen nicht das Gesamtgewicht der -Verteileranordnung tragen; denn das Hauptgewicht soll zweckmäßig von dem Auflager des Verteilers aufgenommen werden. Das Gewicht des. Verteilers hat also auf seine Arbeitsweise nur ganz untergeordnete Bedeutung und kann vollkommen den Festigkeitsbedingungen und sonstigen betrieblichen Anforderungen angepaßt werden.
- Ein Verteilergefäß .mit zwei Rinnen lagert man zweckmäßig auf einer Schneideoder einem Zylinderabschnitt, so daß es nur nach zwei Seiten hin kippbar ist. Besitzt das Gefäß aber drei- oder mehr Rinnen, so wird es allseitig kippbar auf einer Spitze oder Kugelkalotte gelagert.
- Die Verteilung des Metalls 'kann dadurch beeinflußt werden, daß die Oberfläche der Schwimmer durch. Rinnen oder Furchen gegJiede-rt ist. -Es gelingt auf diese Weise z. B., das Metäll gl-eichmäßi;g über den Gießquerschnitt zu verteilen. Durch Anpassen des Durchmessers der Schwimmer an den Gußstückquerschnitt kann, man erreichen, daß der Zufluß des Metalls am, Rande des Gießkopfes erfolgt. Das Prinzip .des erfindungsgemäßen. Verteilers kann sinngemäß auch auf das Gießen von Hohlbarren angewendet werden. Dabei ist es vorteilhaft, den Schwimmer als Ring auszubilden., der auf eine der abenbeschriebenen Arten aufgehängt sein kann.
- Die Erfindung sei an Hand der Abbildung an einigen Ausführungsbeispielen beschrieben..
- Die Abb. 3 und 4 stellen, einen. Zweifachverteiler irn Betrieb dar. Das Verteilergefäß i ruht auf einem Zylinderabschnitt 2 auf einer ebenen Unterlage 6. An .dem Verteilergefäß sind die Verteilerrinnen 3 befestigt" so daß, die Schwimmer 4 bis zur Hälfte in das: noch flüssige Metall 7 der Kokillen 8 eintauchen.. Steigt durch ungleichen Metallzufluß 9 der Metallspiegel io in den einzelnen Kokillen 8 verschieden hoch, so stellt sich durch Ausgleich der Auftriebskräfte an, den Schwimmern 4 der Verteiler so` ein, daß zu den zu niedrigen Metallspiegeln entsprechend mehr bzw. zu den hohen Metallspiegeln entsprechend weniger Schmelze fließt. ' Die Abb, i und 2 stellen: ein Ausführungsbeispiel eines Dreifachverteilers dar: Dieser besteht aus einem. Verteilergefäß i, das auf einer Kugelkalotte 2 ruht. Mit 3 sind die Verteilerrinnen und mit 4 die Schwimmer mit den Entlüftungsrohren 15 bezeichnet.
- Will man mehr als drei Verteilerarme regeln, so kann dies beispielsweise mit der in den Abb. 5 bis 7 dargrestellten Vorrichtung erfolgen.. Vom Verteilergefäß i, das um 2r beweglich gelagert ist, gehen bei dieser Ausführungsform nur zwei Arme 3 aus, an: denen nach dem Prinzip der Waage zwei weitere Verteilerarme angebracht sind;. Wenn erforderlich, können an diesen nochmals nach dem gleichen. Prinzip Verteilungen vorgenommen werden..
- Statt bei einem zweiteiligen Verteiler kann man auch bei einem .dreiteiligen Verteiler nach dem Prinzip der Waage weitere Verteilerrinnen anschließen. Durch Einfügen einfacher Gelenke, wie z. B. Lager @i,i und Lagerarm 1i2 in den Abb. 5 und 7, kann: auf diesem Wege ein selbstregelnder Verteiler zum Gießen in vier, sechs und neun Kokillen aufgebaut werden.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Verteilen flüssiger Schmelzen. beim gleichzeitigen Gießen mehrerer Gußstücke, insbesondere nach denn Stranggießverfahren, unter Verwendung eines beweglich gelagerten, Verteilergefäßes mit mehreren Verteilerrinnen, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (4) der Verteilerrinnen (3) in den flüssigen Gießkopf (7) eintauchen und- derart ausgebildet sind, daß sie auf das Steigen. und Sinken der Metallspiegel (io) ansprechen und durch Ändern. des Zuflusses selbsttätig die Höhenlage der Metallspiegel (io) zueinander einregeln.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilergefäß (i) mit einem Zylinderabschnitt (2) oder einer Schneide auf einer ebenen Unterlage (6) in der Waage ruht und die Verteilerrinnen (3) mit SchWimmern (d) versehen sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch -gekennzeichnet, daß das Verteilergefäß (i) mit einer Kugelkalotte (2) oder Spitze auf einer ebenen Unterlage im Gleichgewicht ruht und die Verteilerrinnen (3) mit Schwimmern (d.) versehen sind. q..
- Vorrichtung nach. den Ansprüchen 2 bis 3, dadurch: gekennzeichnet, daß die Schwimmer an ihrer Oberfläche mit Rillen. versehen sind.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis ,4. dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Schwimmers im. Verhältnis zum. Gußstückquerschnitt so gewählt ist, daß der Zufluß des Metalls in der bähe des Kokillenrande: erfolgt.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerrinnen an ihren Enden weitere in der Waage aufgehängte Verteilerrinnen tragen.
Priority Applications (1)
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| DE862046C true DE862046C (de) | 1953-01-08 |
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Family Applications (1)
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| DEP6200D Expired DE862046C (de) | 1942-03-06 | 1942-03-06 | Vorrichtung zum Verteilen fluessiger Schmelzen beim gleichzeitigen Giessen mehrerer Gussstuecke, insbesondere nach dem Stranggiessverfahren |
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1942
- 1942-03-06 DE DEP6200D patent/DE862046C/de not_active Expired
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