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DE862032C - Magnetkern fuer elektrische Induktionsgeraete, wie Transformatoren - Google Patents

Magnetkern fuer elektrische Induktionsgeraete, wie Transformatoren

Info

Publication number
DE862032C
DE862032C DEW5479A DEW0005479A DE862032C DE 862032 C DE862032 C DE 862032C DE W5479 A DEW5479 A DE W5479A DE W0005479 A DEW0005479 A DE W0005479A DE 862032 C DE862032 C DE 862032C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
legs
longitudinal
transverse
magnetic core
yoke
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW5479A
Other languages
English (en)
Inventor
Jacob E Goldman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE862032C publication Critical patent/DE862032C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F27/00Details of transformers or inductances, in general
    • H01F27/24Magnetic cores
    • H01F27/245Magnetic cores made from sheets, e.g. grain-oriented

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manufacturing Cores, Coils, And Magnets (AREA)

Description

  • Magnetkern für elektrische Induktionsgeräte, wie Transformatoren Bei der Konstruktion vorn elektrischen Induktionsgeräten, wie Transformatoren, muß angestrebt werden, die Magnetostriktion des Stahles auf ein Minimum zu bringen, um den Transformator geräuscharm zu machen. Es wurden schon verschiedene Versuche zur Behandlung der den Magnetkern bildenden lamellierten Bleche unternommen, um günstige Eigenschaften bezüglich der 'Ma gnetostriktion zu erhalten. Die Konstruktion und Anordnung der Lamellierung wurde zu diesem Zweck mehrfach geändert. Unabhängig von diesen bekannten Maßnahmen zurKontrolle und Steuerung der Magnetostriktion blieb für den Konstrukteur das Problem des Geräusches der Transformatoren während des Betriebes.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kern für elektrische Induktionsgeräte zu entwickeln, der eine niedrige Geräuschcharakteristik besitzt. Erfindungsgemäß sind die aus lamellierten Blechpaketen bestehenden Längs- und Querschenkel eines vorzugsweise rechteckigen Magnetkernes zur Halterung der lamellierten Pakete je nur zwischen ihren Enden zusammengespannt, so daß sich die vom Klemmdruck freien Enden unter festgesetzten Betriebsbedingungen gegeneinander bewegen können, und sich bei Dehnung der Schenkel nicht gegenseitig stören.
  • Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Es stellt dar Fig. i die Ansicht eines rechteckigen Kernes, Fig. 2 das Schaubild eines der .aus lamellierten Blechen gebildeten Schenkel, Fig. 3 die Ansicht zweier erfindungsgemäß vereinigter Längsschenkel mit auf ihnen angeordneten Spulen oder Wicklungen, Fig. 4 die Ansicht eines durch Querschenkel oder Joche vervollständigten Kernes der Fig. 3, Fig. 5 einen Kern bisher üblicher Ausführung in schaubildlicher Darstellung, Fig. 6 den Grundriß eines Kernes der Art, wie in Fig. 5 gezeigt, jedoch in erfindungsgemäßer Ausführung, Fig. 7 den Aufriß zu Fig. 6, Fig. 8 den Grundriß eines dreischenkelig_ en Kernes erfindungsgemäßer Bauart, Fig. 9 den Aufriß zu Fig. 8, Fig. io den Aufriß eines ebenfalls dreischenkeligen Kernes mit besonders zweckmäßiger Ausbildung der Stöße zwischen den Enden der lamellierten Schenkel.
  • Nach Fig. i besteht der Kern io aus Längsschenkeln 12 und 14 und Querschenkeln oder Jochen 16 und 18; die Enden der verschiedenen Schenkel sind in Winkeln von 45'°' zur Richtung der die einzelnen Elemente bildenden Lagen von Lamellen, also in Gehrung, zugeschnitten, so daß,die Schenkel und Joche in rechten Winkeln zueinander stehen und einen' recJhteckigen Kern .bilden. Bisher wurden Schenkel und Joche an den Stößen ihrer Enden fest zusammengespannt, um eine gute Verbindung zwischen den Enden der lamellierten Pakete Zu erhalten.
  • Werden die von einem derartigen Kern getragenen Wicklungen oder Spulen mit Strom beaufschlagt, so entwickelt sich bekanntlich ein unerwünschtes und störendes- Geräusch. Dieses Geräusch ist, mindestens teilweise, auf die-Magnetostriktion der Silicium-Eisen-Legierunig zurückzuführen, aus welcher die Lamellen des Kernpaketes bestehen. Die Magnetostriktion eines derartig magnetischen Materials wird hervorgerufen durch Dehnung und Zusammenziehung dieses Materials bei Magnetisierung,desselben; sie läßt sich messen durch die Änderung der Länge einer Längeneinheit in Richtung der Magnetisierung.
  • Aus Fig. z ist ersichtlich,. daß die magnetostriktive, durch gestrichelte Pfeile angedeutete Dehnung der Jochschenkel 16 und 18 die Länsschenkel 12 und 14, die mit ersteren Schenkeln- zusammengespannt sind, veranlaßt, seitlich mit der gleichen Frequenz zu vibrieren, welche der Magnetostriktion eigen ist. Die gestrichelten Linien 17 und 19 deuten starb übertrieben. die Bewegung der Längsschenkel 12 und' 14 !in Abhängigkeit von` der Dehnung der Jochschenkel 16 und 18 an. Ist die mechanische Ausführung des Kernes io so, daß die Resonanzfrequenz nahe bei einer der Harmonischen der Magnetostriktion liegt, so werden .der Kern oder Teile desselben in Resonanz versetzt; als resultierende Bewegung tritt an Stelle der seitlichen, durch -die Linien 17 und 49 angedeuteten Vibration ein Biegen, wodurch das Geräusch des Induktionsgerätes noch weiter gesteigert wird: Die Erfindung verwendet Schenkel- und Jochglieder des Kernes, die beispielsweise in der aus Fig.2 ersichtlichen Art ausgeführt sind. Gemäß dieser -Figur besteht der Längsschenkel 12 aus einem Paket von Schichten oder Lamellen 2o aus magnetischem Blechmaterial, wie Silicium-Eisen-Legierung, bei welchem die Kristallstruktur vorzugsweise in der Walzrichtung der Bleche bzw. in der Lariiellenrichtung orientiert ist. Die Enden 21 des lamellierten Schenkels sind in Gehrung, zweckmäßig unter einem Winkel von 45°' zur Richtung der Lamellen zugeschnitten.
  • Die in der beschriebenen Weise ausgeführten Längsschenkel 12 und 14 und ebenso die joch-@sc'henkel 16 und 18 sind zwischen den Enden zusammengespannt oder zusammengeklemmt, um .die Lamellen, aus welchen die Schenkel bestehen, in der richtigen Lage zueinander zu halten.
  • Gemäß Fig. 3 sind die Lamellenpakete der Längsschenkel 12 und 14 durch Querverbindungen 22 züzsammengespannt, die zugleich die gegenseitige Lage dieser Schenkel bestimmen. Die erwähnten Ouerverbindungen22 bestehen beispielsweise aus Paaren von Bändern oder Riegeln 24, die auf den gegenüberliegenden Seiten der Schenkel 12 und 14 angeordnet und unter Ausübung eines Preßdruckes auf die Lamellenpakete durch Schrauben 26 und 28 zusammengespannt sind. Die Bänder oder Riegel umfassen die Schenkel 12 und 14 zwischen ihren Enden, vorzugsweise in der Mitte zwischen den Enden derart, daß nur an diesen Stellen ein Klemmdruck auf die Lamellenpakete ausgeübt wird. Wie in Fig. 3 dargestellt, werden auf die freien Enden der Schenkel 12 und 14 vorbereitete Spulen oder Wicklungen 30, 32 und 34, 36 aufgeschoben.
  • Die Joch- oder Querschenkel 16 und 18 sind in ähnlicher Weise zusammengespannt und gehalten, wie in Fig.4 gezeigt. In dieser Figur sind aus Gründen der Übersichtlichkeit die Wicklungen weggelassen. Die Schenkel 16 und-1-8 werden durch einen Verband 38 zusammengehalten, der ähnlich den Ouerverbindungen 22 für .die Längsschenkel 12 und 14 ist. Der Verband 38 besteht aus einem Paar von Bändern oder Riegeln 4o, die sich auf beiden Seiten der Joch- oder Querschenkel 1.6 und 18 befinden und diese Querschenkel zwischen deren Emden, vorzugsweise in der Mitte, mittels Schrauben 42 und 44 zusammenspannen, so daß ein Preß- oder Klemmdruck auf die Joch- oder Querschenlcel(I6,-'i8 nur in der Mitte derselben zwischen den Enden ausgeübt wird. Die Bänder oder Riegel und die Spannschrauben sind durchweg vorzugsweise aus unmagnetischem Werkstoff oder gegenüber dem Kernmaterial isoliert.
  • Wie aus Fig.4 ersichtlich, erleichtert die Verbandkonstruktion 22, 38 den Aufbau der die Längsschenkel 12 und 14 sowie die Joch- oder Querschenkel 16 und 18 bildenden Lamellenpakete zu einem rechteckigen Kern mit in Gehrung geschnittenen Stoßflächen 46 an den Ecken. Die Enden der die Schenkel bildenden Lamellenpakete sind frei von Klemmdruck; die Enden aneinanderstoßender Schenkel können sich frei gegeneinander bewegen.
  • In der Praxis werden die Längs- und Querschenkel nicht so angeordnet, daß die Enden der Lamellen eine dichte_ Stoßfuge ergeben; d. h. es wird dafür gesorgt, aß an den Stoßfugen Luftspalte vorhanden sind. Dieser Luftspalt kann durch entsprechende Einstellung der die Schenkel verbindenden Konstruktionselemente 22 und 38 gebildet werden. Je nach der Größe des Transformators beträgt die lichte Weite des Luftspaltes o,oo2 bis o,oo35 mm. Der Luftspalt kann mit einem dünnen Streifen 48 von federndem, als Polster wirkenden Material, wie Resorcinharz oder einem Film aus einer Resorcin-Vinyl-Verbindung, ausgefüllt sein, so daß die Stoßflächen nicht durch magnetische Anziehung gegeneinanderge.drückt werden und die durch Magnetostriktion hervorgerufene Dehnung der Längs- oder Querschenkel nicht behindert wird. Gleichgültig aber, ob eine Einlage 48 vorgesehen wird oder nicht, in jedem Fall wird die durch Magnetostriktion erzeugte Dehnung der die Jochschenkel 16 und i8 bildenden lamellierten Pakete nicht in eine seitliche Vibration der Längsschenkel 12 und 14 umgesetzt, da diese gegenüber den Querschenkeln an den Stoßflächen einen schmalen Luftspalt aufweisen.
  • In Fig. 5 ist ein rechteckiger Kern 5o bisher üblicher Ausführung gezeigt. Dieser Kern besteht aus die Spulen oder Wicklungen aufnehmenden Längsschenkeln 52 und 54 -von kreuzförmigem Querschnitt und aus Joch- oder Querschenkeln 56 und 58. Die Stoßstellen zwischen den Längsschenkeln und den Jochschenkeln befinden sich an den Ecken des Kernes und sind durch Rahmenschienen (o, 62 und 64, 66, die längs des oberen und unteren Jochschenkels zu beiden Seiten verlaufen, verdeckt. Entsprechend der bisher üblichen Ausführung sind die Lamellen der Längsschenkel 52 und 54 durch eine Vielzahl von Schrauben 68 und 70 zusammengespannt; die Rahmenschienen 6o, 62 und 64, 66 sind an dem Kern befestigt und halten die Längsschenkel und Jochschenkel durch an den Ecken des Kernes angeordnete Spannschrauben 72, 74, 76, 78 zusammen. Es werden daher die Enden der die Längsschenkel und Jochschenkel bildenden Lamellenpakete unter Klemmdruck gehalten; eine freie Dehnung der Schenkel unter dem Einfluß der Magnetostriktion ist nicht möglich. Die während des Betriebes erzeugte Vibration des Transformators verursacht ein starkes Geräusch.
  • Gemäß den Fig. 6 und 7 findet ein Kern 8o Verwendung, der ähnlich dein in Fig.5 gezeigten, jedoch nach dem Erfindungsvorschlag, ausgeführt ist. Der Kern 8o umfaßt Längsschenkel 82 und 84 von kreuzförmigem Querschnitt und Ouer- oder Jochschenkel 86 und 88. Die Längs- und Querschenkel sind aus lamellierten magnetischen Blechen zusammengesetzt; die Längsschenkel 82 und 84 sind an ihren gegenüberliegenden flachen Außenseiten mit Schichten oder Lagen go und g2 aus Isoliermaterial versehen sowie mit Deckplatten 94 und 96, die längs der Seiten der Schenkel 8:2 und 84 auf den Außenseiten der Isolierschichten gp und 92 verlaufen. Erfindungsgemäß ist jeder der Längsschenkel zwischen seinen Enden in der Mitte durch Schrauben 98 und ioo zusammengespannt; die Schrauben durchgreifen in vorbereiteten, nicht gezeichnetenLöchern dieLamellenpakete derSchenkel 8z und 8,4. Diese Lamellenpakete werden somit durch die Spannschrauben 98 und ioo in ihrer richtigen Läge gehalten, die Schenkelenden aber sind frei von Klemm- oder Spanndruck.
  • Zum Aufbau der Joch- oder Querschenkel 86 und 88 werden zunächst ein oberer und unterer Rahmen 1o2 bzw. io4 zusammengestellt, wie am besten aus Fig. 6 ersichtlich, und zwar mit Hilfe von Distanzbolzen io6 und io8 an gegenüberliegenden Enden jedes dieser Rahmen. Der Zwischenraum zwischen den Paaren von U-Schienen; aus welchen jeder dieser Rahmen gebildet - wird, wird durch Stellschrauben i io und 11:2 -auf den Gewindebolzen festgelegt.DerAbstand dereinandergegenüberliegenden U _s chienen eines jeden Schienenpaares ist abhängig von der Stärke der die Längs- und Querschenkel bildenden lamellierten Pakete, zusätzlich der Stärke der Isolationsschicht go und der Stärke der Deckplatte,g4 an gegenüberliegenden Seiten der Längsschenkel 82 und 84. Wenn die Rahmen io2 und 1o4 in der beschriebenen Weise zusammengestellt sind, werden sie über die den oberen bzw. unteren Querschenkel. 86 bzw. 88 bildenden Blechpakete gesetzt; hierauf werden auf den gegenüberliegenden Seiten jedes lamellierten Paketes Isolierblöcke 114 angesetzt, und zwar in Deckung mit vorbereiteten, der Aufnahme von Spannbolzen 116 und 118 dienenden Öffnungen oder Bohrungen (nicht gezeichnet) in den lamellierten Paketen. Jeder der beiden Querschenkel wird durch die erwähnten Klemmschrauben ii6,bzw. 118 in der Mitte zwischen den Enden der Halterahmen 102 und io4 eingespannt; die Enden dieser Schenkel sind frei von Spanndruck.
  • Nachdem die Längsschenkel 82 und 84 und die Jochschenkel 86-und 88 in der beschriebenen Weise je für sich hergestellt worden waren, werden die Teile, wie aus Fig.7 ersichtlich, vereinigt; die Deckrahmen io2 und 104 können auf geeignete Weise miteinander verbunden werden, beispielsweise durch nicht gezeichnete verbindende Spannbolzen oder durch Verschweißen der Enden der Deckplatten 94 und 96 mit gegenüberliegenden U- Schienen, aus welchen die Rahmen io2 und 104 bestehen. Die Schweißstellen sind in Fig. 6 mit i2o bezeichnet. Nach dieser Vereinigung der Längst' Querschenkel kann der Kern als Einheit transportiert werden; dieLängs-undQuerschenkel dieses Kernes unterliegen lediglich in der Mitte zwischen den Enden dem Klemm- oder Spanndruck; die Enden der Längsschenkel und der Jochschenkel sind frei für seitliche, unter der Einwirkung der Magnetostriktion stattfindende Dehnung.
  • Eine ähnliche Ausführung zeigen @die Fig. 8 und g für einen dreischenkeligen Kern 122. Wie bei der Ausführungsform der Fig. 6 und 7 umfaßt der Kern i:22 lamellierte Schenkel i2.1., 126 und 128, die durch Spannschrauben 130. 1322 und 134 verbunden und in Betriebsstellung gehalten sind; die genannten Klemmbolzen durchgreifen Deckplatten 136, 138, i4o und Isolierplatten 142, 144 und 146. Der Klemmdruck auf die lamellierten Pakete wird nur in der Mitte zwischen den Enden eines jeden der genannten Schenkel ausgeübt. In ähnlicher Weise sind die Jochschenkel 148 und i5o zwischen aus durch U-Eisen r52 und 154 gebildeten Rahmen 156 gefaßt und zwischen ihren Enden durch Spannbolzen 158 und i6o@ zusammengespannt. An den gegenüberliegenden Seiten der lamellierten Schenkel 14.8 und i5o befinden sich Isolierblöcke 162 und 16¢ zum Ausgleich der Isolierplatte 142 und der Deckplatte 136. des Längsschenkels 124..
  • Wie bei der Ausführungsform der Fig. 6 und 7 sind die einen oberen und einen unteren Rahmen 156 bzw. 166 bildenden U-Eisen 152 und 154. durch Stiftschrauben 168 und 170 im Abstand voneinander gehalten; diese Schrauben befinden sich außerhalb der den Kern bildenden lamellierten Pakete derart, daß sie die freie, durch Magnetostriktion eintretende Dehnung der Enden der lamellierten Schenkel nicht beeinträchtigen.
  • Die Stöße der zu dem Kern zusammengesetzten Längs- und Querschenkel können von beliebiger Form sein; als zweckmäßig hat-es sich erwiesen, die Lamellen schräg, vorzugsweise unter einem Winkel von 45'° zur Lamellenrichtung zuzuschneiden, so daß die Stoßflächen der Längs- und Jochschenkel .nach deren Vereinigung in ( den Ecken der Wicklungsfenster in Gehrung verlaufen. Ein praktisches Beispiel zeigt der in Fig. io wiedergegebene Kern, der aus einer Vielzahl von zugeschnittenen Blechen unterschiedlicher Länge zusammengesetzt ist.
  • Gemäß dieser Figur sind die die Längs- und Querschenkel bildenden Lamellen so zugeschnitten und geformt, daß in den äußeren Längsschenkeln und in den Quer- oder Jochschenkeln wie auch in den inneren Schenkeln die zwischen :den Lamellen jeder Lage gebildeten Stoßstellen gestreckte, im schrägen Winkel zur Richtung der Bleche verlaufende Linien bilden, so daß im wesentlichen der ganze Fluß in jedem der Bleche oder Lamellen zwischen den Verbindungen an gegenüberliegenden Enden jedes Bleches in einer ununterbrochenen, gestreckten Linie längs der Walzrichtung oder der Lamellenrichtung durchgeht, und daß die Verbindungslinien in den benachbarten Lamellenlagen an irgendeinem Eck des Kernes sich in paralleler Richtung erstrecken, um eine Überlappung von im wesentlichen konstanter Größe zwischen den die Stoßstellen benachbarter Lagen bildenden Verbindungslinien zu erhalten.
  • Selbstverständlich können die Stoßstellen auch anders. beschaffen sein. Hervorzuheben ist, daß auch im Fall des Ausführungsbeispieles der Fig. io die lamellierten Pakete der Längs- und 'der Jochschenkel mit Öffnungen oder Durchbrechungen 176 und 178 versehen sind, welche der Aufnahme von Spannbolzen dienen, wie an Hand der Fig. 9 erläutert. Auch hier wird der Preßdruck auf die verschiedenen Längsschenkel und Jochschenkel, aus denen sich der Kern der Fig. io zusammensetzt, nur zwischen den Enden dieser Schenkel ausgeübt, so daß die Schenkelenden frei für seitliche,. durch Magnetostriktion hervorgerufene Dehnung sind. In jedem Fall ist es zweckmäßig; die Öffnungen oder Durchbrechungen für die Aufnahme der Spannbolzen schon beim Zuschneiden der Lamellen auf ihre Länge und Form anzubringen, und zwar vor dem Tempern der Bleche, so daß beim Einschlagen der Öffnungen erzeugte Spannungen während des Temperns beseitigt werden.
  • Um den durch die Erfindung gewonnenen Fortschritt festzustellen, wurden vergleichende Versuche an zwei im übrigen vollkommen übereinstimmenden Kernen vorgenommen, von denen der eine nach dem Erfindungsvorschlag, der andere in der bisher üblichen Weise ausgeführt war. Es wurde gefunden, daß der erfindungsgemäß ausgebildete Kern um mehr als 50'/o weniger Geräusch verursachte als der Kern der bisher bekannten Bauart. Zusätzlich zur Geräuschminderung des Transformators zeigte der erfindungsgemäße Kern den weiteren Vorteil, daß die .Induktion um etwa 15 % gesteigert werden konnte und daß der Kern trotzdem noch unter der Geräuschgrenze eines Kernes der üblichen Ausführung blieb.
  • Schon oben- wurde angedeutet, daß die in Fig. 4. gezeigte Streifeneinlage 4.8, bestehend aus elastischem Material, zwischen den Enden oder Stoßflächen derLängsschenkel und der Jochschenkel in Wegfall kommen kann. In diesem Fall schließen die Längs- und Querschenkel an den Stößen schmale Luftspalte ein, die freie seitliche Dehnung der lamellierten Pakete der verschiedenen Schenkel unter dem Einfluß der Magnetostriktion ermöglichen: Wird beim Fehlen von.Einlagen 4.& der Kern, wie üblich, in ein Dielektrikum getaucht, so füllt das Dielektrikum die Spalte und übernimmt gewissermaßen die Funktion eines elastischen Polsters zwischen den Stoßstirnflächen der lamellierten Pakete.
  • Die erfindungsgemäße Kernausführung weicht grundsätzlich von der bisher üblichen Herstellung von magnetischen Kernen ab und gewährleistet gegenüber diesen für elektrische Induktionsgeräte, wie beispielsweise Transformatoren, erhebliche Vorteile. Indessen ist die erfindungsgemäße Abweichung der Bauart gegenüber den bekannten Konstruktionen außerordentlich einfach; sie kann von einem Fachmann des einschlägigen Gebietes ohne Schwierigkeit verwirklicht werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE- i. Vorzugsweise rechteckiger Magnetkern für elektrische Induktionsgeräte, wie Transformatoren, dessen aus lamellierten Blechpaketen bestehende Längs- und Querschenkel an den Ecken zusammenstoßen, dadurch gekennzeichnet, daß die Längs- und Querschenkel zur Halterung der sie bildenden lamellierten Pakete je nur an Stellen zwischen ihren Enden zusammengespannt und in solcher Lage zueinander gehalten sind, daß die vom Klemmdruck freien Enden aneinanderstoßender Schenkel unter den Arbeitsbedingungen sich relativ zueinander bewegen können.
  2. 2. Magnetkern nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmorgane so angebracht sind, daß die Enden eines jeden Längs-und eines jeden Quer- oder Jochschenkels sich in der Längsrichtung des betreffenden Schenkels relativ zu den mit ihm vereinigten Klemmorganen bewegen können.
  3. 3. :Magnetkern nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen der die Längs- und Quer- oder Jochschenkel bildenden Blechpakete im schrägen Winkel zur Richtung der Lamellierung zugeschnitten sind, so daß in Gehrung verlaufende Ecken entstehen und die diese Ecken bildenden Stoßflächen sich relativ zueinander bewegen können.
  4. 4. Magnetkern nach Anspruch 1, 2 oder 3. bei welchem die Quer- oder Jochschenkel in Deckrahmen festgehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß die diese Schenkel zwischen deren Enden zusammenspannenden Klemmorgane (i16) zugleich zur Halterung der Deckrahmen in ihrer Stellung längs den Seiten der Quer-oder Jochschenkel dienen.
  5. 5. Magnetkern nach Anspruch q., gekennzeichnet durch zur Verbindung der freien Enden der Deckrahmen (1o2, 104) außerhalb der die Längs- und Querschenkel bildenden, lamellierten Pakete angeordnete Distanzbolzen (io6 bis 112, Fig. 6 bis 9).
DEW5479A 1950-04-07 1951-04-03 Magnetkern fuer elektrische Induktionsgeraete, wie Transformatoren Expired DE862032C (de)

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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1008817B (de) * 1954-02-05 1957-05-23 Siemens Ag Rechteckiger, aus Blechlamellen geschichteter Magnetkern fuer elektrische Induktionsgeraete, insbesondere Transformatoren
US2910663A (en) * 1954-12-29 1959-10-27 Gen Electric Transformer core clamp connector
DE1105512B (de) * 1959-04-21 1961-04-27 Licentia Gmbh Geraeuscharmer Drehstromtransformator
DE1208810B (de) * 1960-11-29 1966-01-13 Licentia Gmbh Vorrichtung zur gemeinsamen Pressung der Kerne und Wicklungen von grossen Transformatoren
DE1217491B (de) * 1961-04-25 1966-05-26 Liebknecht Transformat Anordnung zur Aufnahme der Spulenpresskraefte bei Transformatoren und Drosselspulen
DE2444797A1 (de) * 1974-09-19 1976-04-08 Transformatoren Union Ag Gestell zum halten und pressen von wicklungen in transformatoren

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