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Aus Platten zusammengesetzter Trommelmantel
Die Erfindung betrifft
einen aus Platten zusammengesetzten Trommelmantel für zur Behandlung von Gut aller
Art dienende Trommeln, so für solche zur chemischen und Wärmebehandlung, wie zum
Reinigen staubhaltiger Gase, das Auffangen von Mehl und für andere Zwecke. Zwecks
dichter, aber gelenkiger Ausbildung der Mantelfläche sowie zur Verbilligung der
Fertigung erhalten nach der Erfindung die Platten zur Trommelachse parallele Krempelränder,
über welche Streifen mit in radial entgegengesetzter Richtung umgekrempelten Rändern
greifen.
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Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung dar und zeigt
in Abb. I eine Staubfangtrommel, teilweise im Schnitt, Abb. 2 und 3 Einzelheiten
davon in größerem Xlaßstabe, teilweise schaubildlich.
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Abb. 4 ein anderes Ausführungsbeispiel.
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Auf der im Gehäuse IO (Abb. I) stehend gelagerten, durch nicht dargestellte
Mittel drehbaren Welle II sitzen die beiden Armsterne I2, an denen nach dem Trommelinnern
hin gekehrte Zapfen vorgesehen sind. Die innersten Zapfen 13 sitzen fest, alle anderen
Zapfen 14 sin,dherausnehmbar in Durchbrüche 15 der Armsterne I2 eingelassen und
haben radial größere Abmessungen als die Zapfen I3. Auf sie sind aus federndem Bandstahl
gefertigte Bügel in aufgesteckt, und sie tragen die gleichachsig zur Welle I I angeordneten
Trommelmäntel, die aus Platten 17 und Streifen 18 und 19 bestehen, deren letztere
etwas breiter sind als jene. Die Platten I7
sind entsprechend dem
Mantel durchmesser gebogen.
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An ihren Längsrändern sinld sie nach außen umgekrempel, die Streifen
18 und 19 hingegen nach innen, und alle sind immer paarweise ineinandergefügt, wie
es Abb. 2 und schaubildlich Abb. 3 zeigen. Infolge der geringeren Breite der Streifen
18 können diese nur längs in die Krempelungen der Platten 17 eingeschoben werden,
was außerhalb der Armsternpaare I2 geschehen muß, indes die breiteren Streifen 19
sich in diese Krempelungen der Platten I7 einhaken lassen, was sich zwischen den
Armsternen 12 ausführen läßt. In Abb. 2' ist solches Einhaken bei der Platte t7at"
veranschaulicht.
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Zum Zusammenbau. des Trommelmantels werden zunächst zwei Platten
I7' mittels eines Streifens I8 gekuppelt. Acht solche Mantelabschnitte werden zwischen
die Armsterne 12 gebracht und mit breiten Streifen 19 zusammengehalft und so derart
auf die Zapfen I3 gesetzt, daß diese zwischen die auseinandergespreizten Platten
I7' greifend die Streifen I9 tragen. Sodann werden Bügel 16' auf die Zapfen I4"
gesteckt, die hierzu in die Durchbrüche der Armsterne 12 eingesetzt worden sind.
Diese Bügel I drücken mit ihnen Enden auf die Streifen I8 und pressen hierdurch
die Mantelabschnitte stellenweise auf einen etwas kleineren Umfang zusammen.
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Um die weiter außen liegenden Mäntel dieser mehrmanteligen Trommel
zusammenzusetzen, werden wieder je zwei Platten I7" und Streifen I8 ineinandergeschoben,
zwischen die Armsterne 12 -gebracht, mittels Streifen 19 zusammengehakt und nach
Auseinanderspreizen auf die Zapfen 14' gesetzt, worauf die Zapfen 14" eingebracht
und mit Bügeln I6" besteckt werden, welche auf die Streifen I8 des zweiten Mantels
drücken, der von ihnen stellenweise nach innen gepreßt wird. Hierauf wird der äußerste
Mantel ebenso eingebaut. Gemäß Abb. 2 wird er aus den Platten 17"' und Streifen
18-und 19 gebildet. In Abb. 2. wird die Platte 17"' eben eingehakt, die Zapfen für
das Aufstecken der Bügel 16"' sind noch nicht in die für sie bestimmten Durchbrüche
I5t eingesetzt, um das Einbringen der Abschnitte des äußersten Mantels nicht zu
behindern.
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Solche Mäntel haben nach innen sehr glatte Flächen, besonldens wenn
die Platten 7 wie hier entsprechend dem Manteldurchmesser gebogen sind.
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Die Zapfen 14 dienen als Abstandsglieder zwischen den verschiedenen
Trommelmänteln.
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Die Federkraft der Bügel 16 wird so bemessen, daß, die Fliehkraft
die Trommelmäntel bei einer bestimmten Drehzahl auf volle Rundung spannt, während
sie bei langsamerem Umlauf durch die Bügel stellenweise nach innen hin zusammengepreßt
werden. Eine solche Bewegung der Mäntel kann beispielsweise dazu benutzt werden,
auf den Mantelflächen abgesetzten Staub abzulösen. Wird hierauf kein Wert gelegt,
so können statt der federnden Bügel r6 auch starre Bügel eingesetzt werden, die
durch die nach Einbau der Mäntel offen bleibenden Zwickel zwischen den Armen der
Armsterne I2 hindurch innerhalb der Mäntel eingesetzt werden, um deren Bestandteile
I7 und IS nach außen gespreizt zu halten.
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Bei dem in Abb. - 4 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der
spiralige Trommelmantel aus immer je vier mittels je drei schmaler Streifen 20 gekuppelten
Platten 2I und je einem breiten Streifen 22. Er wird an jeder Trommelstirnseite
von Schlaufen 23 eines Stahlbandes 24 getragen, die auf Zapfen 25 an den Stirnwänden
26 der Trommel aufgesteckt sind.
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Zum Zusammenbau dieser Trommel wird zunächst eines der beiden Stahlbänder
24 mit seiner Endschlaufe 27 auf den innersten Zapfen 28 der Stirnwand 26 aufgesetzt.
Dann wird der erste Mantelabschnitt eingebracht. Er enthält das Sonderglied 29,
das auf eine in beiden Stirnwänlden 26 befestigte Stange 30 aufgeschoben wird. Nun
wird das Band 24 unter Aufstecken einer Schlaufe 23 nach der anderen auf die Zapfen
25 zwischen die Stirnwände eingewunden und laufend zugleich damit der außerhalb
der Trommel abschnittsweise zusammengesetzte Mantel eingefügt und mittels der Streifen
19 zusammengehakt, wobei die Streifen 19 immer auf die Bandschlaufen 23 aufgelegt
werden.
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-Sie dienen auch hier wieder als Abstandsglieder zwischen den Trommelwindungen.
Ist so die Trommel fertiggewickelt, so wlirdldas Scblußglied 3I des Mantels mittels
der durch die beiden Stirnwände 26 gesteckten Stange 34 gesichert. Da die Welle
35 dieser Trommel waagerecht liegt, fallen die beim schnellen Umlauf durch die Fliehkraft
gespannten Mantelabschnitte bei sinkender Drehzahl auf einen kleineren Durchmesser
zusammen, sobald sie den oberen Teil ihrer Bahn durchlaufen, und zwar zuerst in
den inneren Windungen, weil hier die Fliehkraft stets am kleinsten ist. In Abb.
4 ist dies bei den Plattens.I' bereits eingetreten. Beim Durchgang durch die Trommelsohle
spannt das Eigengewicht der Mantelabschnitte diese wieder auf ihren größeren Durchmesser,
der durch die Bänder 24 begrenzt ist.
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Die Erfindung ermöglicht eine billige Fertigung der Trommeln, da
die Platten 21 und Streifen 20, 22 einheitlich für verschiedene Trommeldurchmesser
in Serie gefertigt werden können, wie auch eine leichte Ausbesserung schadhafter
Stellen an den Mänteln durch Ersatz der einzelnen Glieder.
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Da die Mantelabschnitte unmittelbar von den Zapfen 23 getragen werden,
erleiden die frei tragenden Teile der Bänder 24 keine nennenswerte Belastung.