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Garnkontrollvorrichtung für Rundstrickmaschinen Die Erfindung betrifft
eine neue nützliche Verbesserung an Garnkontrollvorrichtungen und insbesondere an
Vorrichtungen zur Kontrolle der Garne an einem gewissen Punkte des Strickens, wenn
man sogenannte Musterware mit solidern Farbton mit selbsttätigen Maschinen mit Vielfachzuführung
strickt, wie sie in der amerikanischen Patentschrift 2 217 022 behandelt sind, zu
der ein selbsttätig erzeugter rundgestrickter eingelegter odereingestrickter elastischerRand
hinzugefügt ist.
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Wie in der angezogenen Patentschrift beschrieben, werden die gemusterten
Teile der Ware im Hinundhergang aus einer Mehrzahl Garne gestrickt. Alle davon werden
während eines jeden Hubes des Zylinders gestrickt, jedoch unabhängig und jedes in
einem Bruchteil des Urafanges der Ware. Die mehreren Bruchteilz werden mit benachbarten
Teilendurch richtige Nähte verbunden. Während dieses Strickens neigen clie mehreren
Garne dazu, sich umeinanderzuwickeln, wie es beispielsweise in den Fig. 114 und
T24 der obengenannten Patentschrift gezeigt ist. Da jedoch das Stricken im Hinunidhergang
stattfindet, löst sich die Verwindung während jedes Strickhubes auf, inidem eine
ähnliche Windung in entgegengesetzter Richtung folgt. Diese Verwindung erzeugt keine
Schwierigkeit mit Hinsicht auf ordentliche Zuführung der verschiedenen .Garne, und
infolgedes#>sen ist keine besondere Kontroille in dieser Hinsicht erforderlich.
Wenn jedoch der Strumpf mit dem Stricken eines einwärts gestrickten
oder
eingelegten elastischen Randes im Runüstricken -begonnen wird"wobei alle die anderen
Garne mit Ausnahme des Grundgarnes außer Tätigkeit sind, so winden sich diese anderen
Garne fortlaufend während des Strickens des Strumpfrandes umeinander. Infolgedessen
kommt es vor, daß, wenn man eines dieser anderen Garne einzuführen sucht, das Gaxn,
mit dem es verwunden ist und das noch außer Tätigkeit ist, es verhindert, daß es
dem Garnhebel genügend abwärts folgt, so daß es von dien Nadeln ergriffen werden
kann. Insbesondere ist das beim Beginn des Strumpfbeines möglich, gleich nachdem
die Zuführung des elastischen Garnes zurückgezogen ist, weil sich dann die Windung
der obenerwähnten Garne zu zdern Aufwärtszug des elastischen Teiles hinzufügt.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt ein Mittel vorzusehen, um die verwundenen
Leergarne nach unten inden Zylinder auf ein ausreichendes Stück hineinzustoßen,
so daß die Verwindung neben den Garnhebeln ausgemerzt oder so vermindert wird, daß
jeder Garnhebel sein Garn in die Nadeln fallen lassen kann, und zwar ohne Störung
von einem anderen Garn.
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Gemäß der Erfindung wird eine Strickmaschine mit einem Zvlinder mit
Nadeln und mit Garnhebeln geschaffen, in der die Garneaus einer Mehrzahl von Garnhebeln
zusammen neben der Mitte- der Zylinder verwunden werden, so daß es verhindert wird,
daß einzelne Garne von Nadeln aufgenommen werden, wenn die entsprechen-den Garnhebel
in Tätigkeit gesetzt werden. Dazu gehört eine Einrichtung, um derart verwundene
Garne abwärts in den Zylinder zu stoßen, so daß zusätzliches Garn durch jeden Garnhebel
gezogen wird und die VeTwindung neben den Garnhebeln entsprechend gemindert wird.
Da-,durch wird jedes Garn, wenn sein Hebel in Arbeitsstellung bewegt wird, ihm zu
seiner im wesentlichen normalen Stellung folgen, in der es dann durch die Nadeln
aufgenommen wird. Dazu gehärt eine Einrichtung, um eine solche Stoßeinrichtung zu
einer vorher bestimmten Zeit im Verhältnis zum Strickvorgang der Maschine zu betätigen.
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Die Stoßeinrichtung kann einen Stößer enrthalten, den die Betätigungsmittel
in Berührung mit den Garnen bringen, so daßer Garn in den Zylinder senkt. Diese
Betätigungsmittel können Einrichtungen umfassen, um den Stößer in dieser Stellung
zu erhalten, und Einrichtungen, um ihn freizugeben, so daß er in seine ursprüngliche
Stellung z#urückkehren kann.
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Die Einrichtung, die die verwundenen Garne nach unten in den Zylinder
stößt, kann mit einer Mehrzahl von Garnrufuhrstellen verbunden sein, wobei
j ede mit einer Mehrzaihl von Garnhebeln ausgestattet ist, von denen die
Garne miteinander neben der Mitte des Zylinders verwunden werden.
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Die Zeichnung Btellt ein Ausführungsbei spiel dar. Hierbei ist Fig.u
eine allgemeine'Ansicht, zum Teil im Schnitt, und zeigt die Erfindung in Tätigkeit,
um die Leergarne in den Zylinder zu bringen, wie oben beschrieben ist, so daß eines
von ihnen sich in einer Stellung befindet, um von den Nadeln ergriffen zu werden,
wenn sein Hebel in Tätigkeit gesetzt wird; Fig. 2 'ist Ansicht eines Teil-es des
Mechanismus, durch den diese Einrichtung bewegt wird, und Fig. 3 zeigt einen
anderen Teil dieses Wirk-Mechanismus.
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Wie ausden Fig. i und :2 ersichtlich, besteht die Einrichtung aus
einem flachen, fingerähnlichen Stößer #i, dessen unteres Ende:2 so gestaltet und
gestellt i-st"daß es mitden Leergarnen 3 innerhalb des Zylinders in Berührung
kommt, wenn sie, wie oben beschrieben, miteinander verbunden sind. Seine Arbeitsstellung
ist in Fig.,i voll ausgezogen dargestellt. Seine Ruhestellung ist strichpunktiert
angegeben.
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Der Stößer i sitzt an einem Schlitten 4, der in passenden Führungen
wie 5 und 6 in einem Halter 7
senkrecht gleitbar ist. Der Stößer
i ist mit einem Zapfen 8 versehen und steht idadurch in gelenkiger und gleitbarer
Berührung mit einem bei ilo am Halter 7 angelenkten Arm 9, idessen
anderes Ende in ähnlicher Verbindung mitdem einen Ende eines Armes i i steht. Der
Arm vi ist am Halter 7 bei #i:2 angelenkt, und sein anderes Ende 13 ist gelenkigmit
einer senkrecht beweglichen Stange 14 verbunden. An der Stange 14 befindet sich
nahe ihrem unteren Ende fest ein Bund 15, und über dliesem Bund 15 ist auf
der Stange 14 gleitbar ein Block ,5a angebracht, der starr mit der Stan-g-e#16 verbunden
ist. Die Stange 16 ist mit dem einen Ende eines Schwingers 17 gelenkig verbunden,
dessen anderes Ende auf eine Mustertrommel 18 greift.
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Die Haupfaufgabe der Stange 16 besteht darin, die Zuführung ig für
das - elastische Garn in und außer Garnzuführungestellung zu bring-en. Bei
der dargestellten Anordnung ist angenommen worden, daß, wenn das Ende der Schwingstange
17 auf der Oberfläche der Trommel 18 ruht, die Zuführung für das elastische Garn
sich in ihrer Niederstellung. der Garnzuführungsstellüng zur Erzeugung des elastischen
Strumpfoberteiles befindet. Wenn dieser vollendet ist und das elastische Garn herauszunehmen
ist, wird der Schwinger u7 von dem Daumen 2o auf der Trommel 18 angehoben. Indessen
ist die Bewegung der Trommel an diesem Punkte von eolcher Länge, daß der Schwinger17
nicht nur auf den Daumen 2o gehoben wird, sondern noch höher auf den Daumen 21 gebracht
wird', und er fällt dann vondiesem in die voll ausgezogene Stellung nach Fig.
3, hinab. #Diese zusätzliche Anhebung des Schwingers 17 hebt die Speisung
für das elastische Garn noch höher. Das ist jedoch bedeutungslos, da das elastische
Garn außer Tätigkeit ist. Das ergibt auch die nötige Bewegung für die Stange-14
durch die Stange 16, den Block 15 a, 4en Bund (15 und (das beschriebene
Hebelwerk, um den Stößer!i aus seiner unwirksamen, strichpunktiert in Fig.:i dargestellten
Lage in seine in dieser Figur voll ausgezogene Stellung zu bringen. Die Teile des
wirkenden Mechanismus befinden sich -dann in der in Fig. 3 voll ausgezogen
dargestellten Lage,
siche auch die voll ausgezogene Stellung nach
Tig.:2. Da der Schwinger 17 von einer Stellung auf der Oberfläche -der Trommel 18
auf die Höhe der Daumen 20 und :21 bewegt ist und wieder zurück auf die Höhe Von
20 (voll ausgezogen in-Fig. 3 dargestellt), und zwar durch eine einfache
Bewegung der Trommel 18, so würde seine Wirkungsperiode zeitlich nicht ordentlich
bestimmt sein, wenn die Tätigkeit des Stößers i einzig und allein von dem Schwinger
abhinge.'Um diese Schwierigkeit zu beheben, ist an einem geeigneten Teil der Maschine
eine Klinke 2:2 antgelenkt, die mit einem Stift 23 an der Stange v6 in Berührung.kommen
kann.
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Wird die Stange-i6 durch Anheben des Schwingers 17 durch iden Daumen
21 gesenkt, so ergreift die Klinke:22 den Stift 23 und hält darauf die Stange
#i 6 in ihr-er Tief stellung, obwohl der Schwinger 17 nicht länger mehr auf
dem Daumen 21 läuft. So kann der Stößer i so lange wie gewünscht in seiner Wirkstellung
erhalten werden. Für gewöhn-1-ich braucht das nur für einen Bruchteil eines Hinundherganges
der Maschine der Fall zu sein. Das Mittel, durch das die Klinke 22 so verschwenkt
wird, daß die Stange 16 und dementsprechend die Stange 14, das Hebelwerk i-i und
9 und der Stößeni in ihre wirkungslosen Stellungen (strichpunktiert in den
Fig.,i und 2 dargestellt) bewegt werden, besteht aus einer kleinen Trommel 24, die
mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit wie der Zylinder umläuft. Die Trommel 24
besitzt eine Rolle 25, die den Schwanzteil26 -der Klinke22, ergreift und
niederschwingt, so daß die Klinke die Stange 16 freigibt und die punktiert inFig.
2 dargestellteLagee einnimmt.
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Wenn der Stößer i sich in seiner imwirksamen (strichpunktierten) Stellung
befindet, so nehmen die Garne eine erheblich h6here Stellung zur Mitte des Zylinders
ein, -als in Fig. i dargestellt ist. Um Verwirrung zu vermeiden, ist das nicht angegeben.
Es ist auch selbstverständlich, daß die gestrickte Ware auf d-en Platinen ruht und
sich nach unten in der üblichen Weise -in den Zylinder hinein erstreckt. Ebenfalls
der Deutlichkeit halber ist diese Ware nicht dargestellt. Währepd die Erfindung
in Verbindung mit der bestimmten Maschine dargestellt ist, die in dem oben angezogenen
Patent beschrieben und beansprucht ist, so ist es selbstverständlich, daß der Bereich
der Erfindung durch die'se Beziehung nicht beschränkt wird, sondern sich auf jede
andere Lage -erstreckt, heider sie mit Vorteil angewendet werden kann. I