DE860324C - Elektrischer Zuender - Google Patents
Elektrischer ZuenderInfo
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- DE860324C DE860324C DEI3892A DEI0003892A DE860324C DE 860324 C DE860324 C DE 860324C DE I3892 A DEI3892 A DE I3892A DE I0003892 A DEI0003892 A DE I0003892A DE 860324 C DE860324 C DE 860324C
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- detonators
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B3/00—Blasting cartridges, i.e. case and explosive
- F42B3/10—Initiators therefor
- F42B3/18—Safety initiators resistant to premature firing by static electricity or stray currents
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Elimination Of Static Electricity (AREA)
- Air Bags (AREA)
- Coupling Device And Connection With Printed Circuit (AREA)
Description
Die Erfindung 'bezieht sich auf Verbesserungen
an elektrischen Zündern, und zwar wird hierbei eine Anordnung vorgesehen, wodurch die Möglichkeit
verringert wird, daß der Zündkopf zufällig durch eine elektrische Ladung oder ein hohes Potential,
das sich in den Leitungsdrähten aufbaut oder induziert, gezündet wird. Die Erfindung bezieht
sich auch auf elektrische Sprengladungen, welche mit diesen verbesserten elektrischen Zündern au'sgestattet
sind.
Es ist bekannt, daß sich unter ungünstigen Bedingungen
in dem Zündkopf eines elektrischen Zünders beträchtliche elektrostatische Ladungen
auf bauen können, und es ist bekannt, eine elektrische Ableitung von den metallischen Polstücken des
Zündkopfes zu dem Zündergehäuse vorzusehen, wodurch derartige Ladungen abgeleitet werden
können, ohne daß eine Zündung der Zünidmasse erfolgen
kann, die den Zündkopf darstellt. So wurde schon vorgeschlagen, in einem Sprengzünder einen
Zündkopf vorzusehen, dessen Körper an einem Ende nahezu ebenso breit ist wie der Durchmesser des
metallischen Sprengzündergehäiuses und der sich nach dem entgegengesetzten Ende zu verjüngt und
dort den eigentlichen Zündkopf trägt, so daß eine Entladung von dem breiten Ende des Zündkopfkörpers
quer über den engen Luftzwischennaum zwischen diesem Ende und dem Sprengzünder-'
gehäuse erfolgen konnte, wobei zu hoffen war, daß die Entladung nicht in dem engen Teil des Zünders
erfolgte, welcher den Zündkopf trug. Ein Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß es schwierig
ist, sicherzustellen, daß der Zündkopfkörper an sich
tatsächlich nicht das Sprengzündergehäuse berührt, wodurch ein Kurzschluß eintritt, der überhaupt die
Zündung des Zündkopfes in üblicher Weise verhindert.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, zwischen einem Teil des Zündkopfes oder einem der Leitungsdrähte
innerhalb des Sprengzündergehäuses eine Ableitung vorzusehen, welche aus einer Verbindung
ίο zu der Zünderwandung von bemerkenswert größerer
Wirksamkeit bei hohen als bei geringen Potentialdifferenzen besteht, insbesondere solche der Frittertype.
Elektrische Zünder 'dieser Art sind jedoch hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit beschränkt, insbesondere
im Hinblick auf das Serienschießen, denn der Widerstand der elektrostatischen Ableitung
darf nicht zu hoch sein, wenn sie als elektrische Ableitung dienen soll, und beim Serienschießen befinden
sich sämtliche Zünder für gewöhnlich bei ao oder in der Nähe des Erdpotentials, so diaß, da die
Anzahl der Zünder in dem Stromkreis anwächst, die Tendenz für eine zu starke Ableitung des Stromes,
der für die Zündzwecke angewandt wird, wächst und infolgedessen auch die Möglichkeit des Eintretens
von Fehlzündungen gegeben ist.
Beim elektrischen Sprengzünder gemäß der Erfindung ist nunmehr das Metallgehäuse desselben
durch einen elektrischen Leiter mit einem Polstück verbunden, und die ganze äußere Oberfläche dieses
Gehäuses ist mit einer Hülse aus isolierendem Material versehen.
Diese Hülse aus isolierendem Material besteht beispielsweise aus einer Gummimasse, und sie ist
vorzugsweise in Form eines haftenden Belages aus einem Gummimaterial ausgebildet. Der elektrische
Leiter besteht vorzugsweise aus einem Metallstreifen oder einem Metalldraht.
Bei den verbesserten Zündern gemäß der Erfindung kann, wenn diese in Serien angeordnet
werden, der isolierte Leitungsdraht, welcher mit der Seite der Polstücke verbunden ist, welche den
erwähnten Leiter tragen, den eigentlichen Leitungsdraht !darstellen oder auch nicht und so mit dem
nächsten Zünder der Reihe verbunden sein, und es ist notwendig, daß die Kabel und Leitungsdrähte
außerhalb des Zünders durchgehend gegenüber Ende isoliert sind.
Eine verbesserte Zünderanordnumg gemäß der Erfindung besteht also aus einer Mehrzahl von
elektrischen Sprengzündern, welche, wie erwähnt, mit einer elektrischen Stromquelle in Reihe geschaltet sind, wobei die Kabel und Leitungsdrähte
außerhalb des Zünders gegenüber Erde isoliert sind. In der Zeichnung ist schematisch ein Zünderaufbau,
bestehend aus einer Mehrzahl von elektrischen Sprengzündern, gemäß der Erfindung dargestellt,
wobei die elektrischen Zünder im axialen Längsschnitt gezeichnet sind.
Der elektrische Sprengzünder besteht jeweils aus einem Metallgehäuse Ί, in dessen öffnung ein axial
gebohrter Stopfen 2 aus gummiartigem Material eingesetzt ist, um den herum das Ende des Zündergehäuses'
eingezogen und verjüngt ist, und zwar durch eine Anzahl von sich überlagernden Eindrückungen,
welche den Erfolg haben, daß der äußere Durchmesser des Sprengzünderrohres an diesem Ende verkleinert wurde. Das Sprengzünderrö'hr
enthält die sekundären und primären Zündladungen 3 und 4 und Zündköpfe 5 der elektrischen
Zünder. Diese Zündköpfe 5 besitzen metallische Polstücke 6, welche durch eine Isolationsschicht 7
voneinander getrennt sind. Bei 8 ist an 'das von der
Isolationsschicht 12' befreite Ende des Leitungsdrahtes
11' eine Verbindung an dem linken in der Zeichnung dargestellten elektrischen Sprengzümder
angelötet und beim rechten Zünder an dem von der Isolierung 12 befreiten Etnde des Leitungsdrahtes 11
des rechten Polstückes 6 eines jeden Zünders. Von dieser Lötstelle 8 erstreckt sich ein Kupferdrahtstreifen
110 seitlich zwischen den Stopfen 2 und die
innere metallische Sprengzünderrohrwandung a des entsprechenden Zünders. Zwischen dem anderen von
der Isolierung 12 befreiten Leitungsdrahtende 1M
bei dem linken elektrischen Sprengzünder der Zeichnung und dem Ende des von der Isolierung 12'
befreiten Leitungsdrahtes an' des rechten Zünders und den jeweiligen Polstücken befindet sich eine
Lotverbindung 9. 14 und 15 sind isolierte Endstücke,
welche mit Hilfe von Kabeln 16 und xtj mit eimer Zündvorrichtung 1,8 verbunden sind. Die go
Leitungsdrähte ί ι' mit ihren Isolierungen 12' sind
in der Zeichnung unterbrochen dargestellt, da diese Anordnung nicht auf die Anwendung von ziwei
elektrischen Sprengzündern beschränkt ist, und die Kabel 16 und
<iy besitzen eine solche Länge, als für die jeweilige Anzahl der Zünder in dem Stromkreis
und dem Abstand der beiden entferntesten Zünder in der Reihe erforderlich ist.
Wenn der Stromkreis in der Zündvorrichtung 18
geschlossen wind, fließt der Strom durch das Kabel 16, den Leitungsdraht iir, den Zündkopf 5 des
linken Sprengzünders und dann durch den Leitungsdraht 11' und den Leitungsdraht ι·ι des rechten
Sprengzünders zurück durch das Kabel 117. Das
metallische Sprengzündergehäuse α wird mit Hilfe der guten elektrischen Verbindungao auf das gleiche
Potential gebracht wie das rechte Polstück eines jeden der elektrischen Zünder, jedoch infolge des
Belages aus gummiartigem Material auf der äußeren Oberfläche eines jeden Sprengzünderrohres kann
durch das Zündergehäuse kein Kurzschluß gegenüber Erde auftreten.
Sollte sich beispielsweise in den Leitungsdrähten Ii und tfi' eine elektrostatische Ladung aufbauen,
und zwar aus irgendeinem Grund durch atmosphärische Einflüsse, oder sollte durch Blitzschlag beeinflußt sich plötzlich eine hohe Spannung einstellen,
so wird hierdurch naturgemäß das Polstück 6 auf ein hohes Potential gebracht, jedoch wird durch die
gute elektrische Verbindung 10 diese Laidung wirkungsvoll auf das metallische Spreragzündergehäuse
1 übertragen, und eine Ableitung dieser Spannung gegenüber der Erde wird durch den Belag
aus gummiartigem Material erfolgen; der dann an diesem Punkt des Übertrittes der Ladung beschädigt
wird, jedoch wird wirkungsvoll verhindert,
daß eine direkte Entladung von dem Zündkopf 5 durch den Luftzwischenraum innerhalb des Zünderrohres
erfolgt, so daß also der Zündkopf 5 auf keinen Fall infolge atmosphärischer Spannungen gezündet
werden kann.
Claims (6)
- Patentansprüche:■1. Elektrischer Zünder bzw. Sp'rengzünder, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallgehäuse desselben 'durch einen elektrischen Leiter mit einem Polstück des Zündkopfes verbunden ist und die ganze äußere Oberfläche des Gehäuses mit einer Hülle aus isolierendem Material versehen ist.
- 2. Elektrischer Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle aus isolierendem Material au's einer Gummimasse besteht.
- 3. Zünder nach Anspruch« und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle aus isolierendem Material aus einem haftenden Belag aus Gummimaterial besteht.
- 4. Zünder nach Anspruch -i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Leiter aus einem Metallstreifen besteht.
- 5. Zünder nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Leiter aus einem Metalldraht besteht.
- 6. Zünderauf'bau, bestehend aus einer Mehrzahl von elektrischen Zündern nach Anspruch ϊ bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zünder mit einer Stromquelle in Serie geschaltet sind, wobei die Kabel und Leitungsdrähte außerhalb der Zünder gegenüber Ende isoliert sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5578 12.52
Applications Claiming Priority (1)
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| GB290587X | 1950-03-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI3892A Expired DE860324C (de) | 1950-03-14 | 1951-03-15 | Elektrischer Zuender |
Country Status (7)
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