DE860081C - Gegentaktverstaerkerschaltung mit als B-oder C-Verstaerker geschalteten Verstaerkerroehren, bei der die Anodenspannung einem mit einem Speise-transformator versehenen Anodenspannungsgeraet entnommen wird - Google Patents
Gegentaktverstaerkerschaltung mit als B-oder C-Verstaerker geschalteten Verstaerkerroehren, bei der die Anodenspannung einem mit einem Speise-transformator versehenen Anodenspannungsgeraet entnommen wirdInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gegentaktverstärkerschaltung,
bei der den Steuergittern der Verstärkerröhren eine solche negative Vorspannung zugeführt wird, 'daß im ungesteuerten Zustand der
Anodenstrom der Vers tanker röhren nahezu unterdrückt ist (B-Verstärker) oder bei der eine größere
al® die zum Unterdrücken des Anodenstroms erforderliche Gittervorspannung verwendet wird (C-Verstärker)
.
Es ist bekannt, bei solchen Verstärkern, bei denen die Anodlenspanniung einem mit einem Speisetransformator
versehenem Anodenspannungsgerät entnommen- wird, eine vom inneren Widerstand des
Anodenspannungsgeräts herbeigeführte Verzerrung der verstärkten Schwingungen, dadurch herabzusetzen
bzw. zu verhüten, daß den Steuergittern der Verstärkerröhren, neben einer feisten negativen
Vorspannung, eine letzterer entgegenwirkende veränderliche Vorspannung zugeführt wird, die von
der Belastung des Verstärkers abhängig ist.
Bei bekannten Gegentaktverstärkerschaltungen wird dazu die erforderliche, mit der Aussteuerung
.des Verstärkers zunehmende Gittervorspannung dadurch erhalten, daß ϊη den Auegangskreis des
Verstärkers eine Impedanz eingeschaltet, der von ihr abgegriffene Teil der Ausgangsenergie gleich-
gerichtet und die auf diese Weise erhaltene belastungsabhängige Gleichspannung nacbAbflachung
den Steuergittern! zugeführt wird.
Ferner ist es bekannt, eine veränderliche, die feste Gitterspannung unterstützende Gitterspannung
von der Anodenspannung selbst abzuleiten. Es wird dabei die Gittervorspannung durch Gleichrichtung
und Abflachung der Schwingungen eines Hilfsaszillators
erhalten, dessen Anodenspannung durch
ίο diejenige der Verstärkerröhren gebildet wird.
Obwohl die letztgenannte Erzeugungsart der veränderlichen Gittervorspannung den Vorteil hat, daß
die dazu erforderliche Energie nunmehr im'Gegensatz zur erstgenannten Art unmittelbar dem
Anodenspannungsgerät entnommen wird, weist diese Art den Nachteil auf, verhältnismäßig verwickelt
und kostspielig zu sein.
Weiterhin ist es bei B-Verstäfkern bekannt, als
veränderliche Gittervorspannung eine durch Gleichao richten und Abflachen einer 'dem Anodenstrom proportionale
Spannung erzielte Gleichspannung zu verwenden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine besonders vorteilhafte Erzeugungsweise der veränderliehen
Gittervorspannung in einer Anordnung der letzterwähnten Art.
Nach der Erfindung wird die veränderliche Gittervorspannung der Sekundärwicklung eines
Transformators entnommen, dessen Primärwicklung in Reihe mit der Anodenspannungswicklung
des Speisetransformators geschaltet ist, wobei das Übersetzungsverhältnis des Transformators, um
den im Anodenspannungsgleichrichterkreis verursachten Spannungsabfall möglichst herabzusetzen,
derart gewählt ist, daß der an dessen Primärwicklung·
auftretende Spannungsabfall klein in bezug auf die Ausgangsspannung ist.
An Hand der Zeichnung, in der eine besonders günstige Ausführungsform einer Gegentaktverstärkerschaltung
nach der Erfindung dargestellt ist, wird die Erfindung näher erläutert.
Bei der dargestellten Verstärkerschaltung werden die zu verstärkenden Schwingungen, z. B. Niederfrequenzschwingungen',
den Eingangsklemmen 1 eines Verstärkers 2 zugeführt, in dessen Ausgangskreis
ein Transformator 3 liegt. Dieser Transformator besitzt eine Sekundärwicklung 4, die in zwei
gleiche Teile geteilt ist, die je in die Steuergitterkreise
zweier in Gegentakt und als B-Verstärker geschalteter Verstärkerröhren 5 und 6 geschaltet
sind. Die verstärkten Schwingungen werden mittels eines Ausgangstransformators 7 der z. B. durch
einen Lautsprecher 8 gebildeten Belastungsimpedanz zugeführt.
Die Anodenspannung der Verstärkerröhren 5, 6 wird einem Anodenspannungsgerät entnommen, das
einen an ein Wechselstromnetz anzuschließenden Speisetransformator 9, ,eine zweiphasige Gleichrichterröhre
10 und ein aus Kondensatoren'11 und einer Drossel 12 bestehendes Abflachfilter enthält.
Die negative und positive Ausgangsklemme 13 bzw. 14 des Anodenspannungsgeräts sind beziehungsweise
mit den geerdeten Kathoden der Verstärkerröhren 5,6 und mit der Mittelanzapfung der
Primärwicklung des Ausgangstransformators 7 verbunden.
Die für die als B-Verstärker geschalteten Röhren 5, 6 erforderliche, unveränderliche negative Gittervorspannung
wird mittels eines besonderen Speisetransformators 15 dem Wechselstromnetz entnommen
und nach Gleichrichtung mittels einer zweiphasigen Gleichrichterröhre 16 und Abflachung
mittels eines Filters 17 durch Vermittlung- der
Sekundärwicklungs'hälften 4 des Eingangstransformators
3 den Steuergittern der Verstärkerröhren zugeführt.
Um eine Verzerrung der verstärkten Schwingungen infolge einer Zunahme des inneren Spannungsverlustes
des Anodenspannungsgeräts und infolgedessen ein Absinken der Anodenspannung bei einer
Zunahme der Aussteuerung der Verstärkerröhren 5, 6 zu verhüten·, wird den Steuergittern neben der
dem Transformator 15 entnommenen festen negativen Vorspannung eine letzterer entgegenwirkende,
veränderliche Vorspannung zugeführt, die mit der Belastung des Anodenspannungsgeräts und demnach
mit der Aussteuerung des Gegentaktverstärkers zunimmt.
Diese veränderliche Vorspannung wird gemäß der Erfindung 'der Sekundärwicklung eines Trans- go
formators 18 entnommen, dessen Primärwicklung
19 zwischen die im Hinblick auf den doppelphasigen
Gleichrichter 10 in zwei Hälften'20, 21 geteilte
Sekundärwicklung des Speisetransformators 9 geschaltet ist, wobei die Mittelanzapfung der Primärwicklung
19 die negative Ausgangsklemme des Anodenspannungsgeräts bildet. In der Primärwicklung
19 fließt infolgedessen der Anodenstrom
der Gleichrichterröhre 10, der bei zunehmender Belastung des Anodenspannungsgeräts zunimmt.
Es wird folglich in der Sekundärwicklung 22 des Transformators 18, 'dessen Sekundärwicklungshälften entgegengesetzt in Reihe mit den Sekundärwicklungshälften
23, 24 des Transformators 15 geschaltet sind, eine Wechselspannung· induziert,
deren Amplitude mit der Belastung des Anodenspannungsgeräts zunimmt.
Weil die Sekundärwicklungen der Transformatoren
15 und 18 entgegengesetzt in Reihe geschaltet
sind und auf diese Weise die Ausgangsspannungen· der beiden Transformatoren einander entgegenwirken,
besitzt die an den Gleichrichterröhren 16 auftretende resultierende Wechselspannung einen
maximalen Augenblickswert, der bei zunehmender Belastung des Anodenspannungsgeräts abnimmt.
Hierdurch wird auch die dem ersten Abflachkondensator 25 des Filters 17 und also* die den
Steuergittern der Röhren 5, 6 zugeführte negative Gittervorspannung bei zunehmender Belastung des
Anodenspannungsgeräts infolge der zunehmenden Aussteuerung des Gegentaktverstärkers kleiner als
beabsichtigt. Um die Gittervorspannung in jeder der Röhren 5 und 6 genau auf den gewünschten
Wert einstellen zu können, wird die Ausgangsspannung des Filters' 17 durch Vermittlung eines
Spannungsteilers 28 bzw. 29 und nach weiterer
Abflachung mittels eines Kondensators 30 bzw. 31 dem betreffenden Steuergitter zugeführt.
Der an der Primärwicklung· 19 auftretende
Spannungsverlust ist, damit ein möglichst geringer innerer Spannungsverlust .des Anodenspannungsgeräts
bei zunehmender Belastung· erzielt wird, möglichst gering gemacht. Dementsprechend ist das
Übersetzungsverhältnis des Transformators 18 hoch, ζ. Β. ι : 20, zu wählen.
ίο Ferner ist es günstig, zur Beschränkung des
Spannungsverlustes in der Primärwicklung des Transformators 18 dafür Sorge zu tragen, daß die
Ausgangsspanniungen der Transformatoren 15 und 18 genau gegenphasig sind, wodurch der Einfluß
der dem Transformator 18 entnommenen Wechselspannung auf die Gittervorspannung der Röhren
möglichst groß sein wird.
Da, wie an sich bekannt ist, der Strom im Anodenstromgleiohrichterkreis· nicht genau inPhase
ao mit der Spannung an der Sekundärwicklung des Transformators 9 ist, werden auch 'die Ausgangsspanniungen
der Transformatoren' 15 und' 18 nicht ohne weiteres genau gegenphasig sein. Um die erwähnten
Ausgangsspannungen genau gegenphasig zu machen, ist in der dargestellten Schaltung parallel
zu jeder der Sekundärwicklungshälften 23, .24 ein mit einem Widerstand 27 in Reihe geschalteter
Kondensator 26 geschaltet, und es wird dem Widerstand 27 eine in bezug auf die Wechselspannung an
den Wicklungshälften 23, 24 phasenverschobene Spannung entnommen, die mit der Ausgangsspannung
des Transformators 18 genau in Gegenphase ist.
Weiter ist zu beachten, daß die Belastung des Gitterspannungsgleichrichterkreises nicht zu hoch
ist, so daß die Spannungsteilerwiderständle 28, 29 verhältnismäßig groß gewählt werden sollen·, wobei
in Betracht gezogen werden muß, daß die Zeitkonstante für das Aufladen und Entladen, der Kondensatoren
25, 30, 31 etwa 0,1 Sekunde betragen soll, um schnellen- Belastungsänderungen des Verstärkers
folgen zu können.
Es sei bemerkt, daß es auch im Hinblick auf vom Gitterstrom der Röhren 5, 6 herbeigeführte Verzerrungen
günstig ist, die Widerstände 28, 29 verhältnismäßig groß zu wählen. Beim Auftreten eines
t geringen Güterstroms werden damn die Kondensatoren
30, 31 bis zu einer Spannung aufgeladen, die nahezu mit dem maximalen Augenblickewert
der Gittersteuerspannung übereinstimmt, wobei die zum Aufladen der Kondensatoren erforderliche
Energie, die der letzten oder der Energieverstärkerstufe des Vorverstärkers 2 entnommen wird, dann
nur gering ist.
Ein zusätzlicher Vorteil der vorerwähnten Steuerung der negativen Gittervorspannung beim Auftreten
von Gitterstrom besteht darin, daß dadurch dem Auftreten eines unzulässig hohen Anodenstroms
in den Röhren 5 und 6 entgegengewirkt wird.
Zur Verhütung einer Überlastung der Röhren 5,6 hat es sich weiter als günstig erwiesen, den Transformator
18, dem der sich mit der Belastung ändernde Teil der Gesamtgittervorspannung entnommen
wird, derart zu bemessen, daß bei der maximal zulässigen Belastung- der Verstärkerröhre«)
5, 6 das Kerneisen) des Transformators 18 gerade gesättigt ist. Bei einer Zunahme der Belastung
oberhalb der maximal zulässigen Belastung der Verstärkerröhren 5,: 6 verringert sich dann; der
absolute Wert der Gittervorspannung nicht weiter,' und es wird also· ein weiteres Ansteigen dies Anodenstroms der Röhren 5, 6 nicht unterstützt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltung sind 'die Röhren 5 und 6
als Dreielektrodenröhren dargestellt. Es kann aber die Erfindung natürlich auch bei Röhren mit mehr
als drei Elektroden. Anwendung finden, und es kann die beabsichtigte Wirkung ebemf alte erzielt werden,
wenn die veränderliche Gittervorspannung anHilfsgitter anstatt an 'die Steuergitter gelegt wird.
Schließlich sei bemerkt, daß die Verwendung zweiphasiger Gleichrichterschaltungen zur. Erzeugung
der Anoden- und Gittervorspannungen für die Erfindung nicht wesentlich ist, obwohl dies im
Hinblick auf die Abflachung dler gleichgerichteten Wechselspannungeni der Verwendung einphasiger
Gleichrichterschaltungen vorzuziehen ist.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Gegentaktverstärkerschaltung mit als B- oder C-Verstärker geschaltetenVerstärkerröhren, bei der die Anodenspannung einem mit einem Speisetransformator versehenen Anodenspannungsgerät entnommen und zur Verringerung einer vom inneren Widerstand des Anodenspannungsgeräts herbeigeführten Verzerrung der verstärkten Schwingungen den Röhren eine mit der Aussteuerung des Verstärkers zunehmende Gittervorspannung zugeführt wird, die durch Gleichrichten und Abflachen· einer dlem Anodenstrom proportionalen Spannung erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die veränderliche Gittervorspannung der Sekundärwicklung eines (zweiten) Transformators entnommen wird,;, dessen Primärwicklung in Reihe mit der Anodenspannungswicklung des Speisetransformators geschaltet ist, wobei das Übersetzungsverhältnis von diesem zweiten Transformator derart gerwählt ist, daß der an der Primär- no wicklung auftretende Spannungsabfall wesentlich geringer als dessen Ausgangs spannung ist.
- 2. Gegentaktverstärkerschaltung nach Anspruch i, bei der das Anodenspanoiungsgerät mit einem zweiphasigeni Gleichrichter versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung des zweiten' Transformators zwischen die beiden Sekundärwicklungshälften des Speisetransformators geschaltet ist und die Mittelanzapfung der Primärwicklung 'des zweiten Transformators eine der Ausgangsklemmen ides Anodenspannungsgeräts bildet.
- 3. Gegentaktveretärkerschaltung nach Anspruchs, bei der einem besonderen dritten Speisetransformator eine feste Gittervorspannung für die Röhren entnommen wird, dadurchgekennzeichnet, daß die Sekundärwicklungen (-wicklungshälften) des zweiten und dritten Transformators entgegengesetzt in Reihe geschaltet sind und daß die Ausgangsspannung der erwähnten Reihenschaltung nach Gleichrichtung (zweiphasiger Gleichrichtung) und ■ Abflachung den Gittern der Röhren zugeführt wird.
- 4. Gegentaktverstärkerschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind", zum Zweck, die Phase derAusgangsspannung des zweiten Transformators in 'bezug auf jene der Ausgangsspannung des besonderen Speisetransformators derart zu verschieben, daß die erwähnten Ausgangsspanoiungen gegenphasig sind.
- 5. Gegentaktverstärkerschaltung nach Anspruch i, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Transformator derart bemessen ist, daß bei Vollast des Verstärkers gerade Sättigung des Kerneisens dieses Transformators auftritt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungenι 5S78 12.52
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