DE869892C - Spannvorrichtung - Google Patents
SpannvorrichtungInfo
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- B23B—TURNING; BORING
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- B23B31/02—Chucks
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Description
- Spannvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine verstellbare Spannvorrichtung, welche zum Spannen von Werkstücken mit kreisrunden oder nicht kreisrunden Bohrungen oder Innengewinden und ebenso für Werkstücke mit kreisrunden oder nicht kreisrunden Außenflächen oder Außengewinden geeignet ist. Es ist bekannt, rundlaufende Körper mit zylindrischen Bohrungen, deren Außendurchmesser und Stirnflächen schlagfrei zu .den Bohrungen laufen müssen, durch Aufspanndorne in der Bohrung aufzunehmen und zu bearbeiten. Da die Rundlaufgenauigkeit hierbei von der zentrischen und achsparallelen Ausrichtung derWerkstückbohrung zurDornachse abhängt. ist es notwendig, daß schon der Aufspanndorn diese Ausrichtung während der Spannung herbeiführt. Der Dorn soll das Werkstück spielfrei zentrieren. Er muß also in jedem Fall das zugehörige Abmaß der Bohrung überbrücken. Dient der Dorn auch als Mitnehmer, so muß der Preßsitz so sein, daß keine Anfreßgefahr besteht. Eine Verformung der Werkstücke durch das Aufspannen muß verhindert werden. Die Spannvorrichtung muß ferner gegen Schleifstaub und Kühlflüssigkeit gut abgedichtet sein und leicht und schnell bedient werden können.
- Bei den bekannten Spannvorrichtungen mit Mutterdorn ist ,die Rundlaufgenauigkeit im ungünstigsten Fall so groß wie das doppelte Sitzspiel zwischen Dorn und Werkstückbohrung. Bei Anwendung von spitzen Spannd@arnen sitzt das Werkstück mit seiner Bohrung nur längs einer Kante fest und kann deshalb gegenüber dem Dorn eine taumelnde Bewegung ausführen. Ein wesentlicher Nachteil der bekannten Vorrichtungen .besteht auch darin, daß beim Einpressen des leicht kegeligen Dorns auch die zylindrische Bohrung des Werkstücks leicht kegelig geformt wird. Werden Spitzenspanndorne verwendet,-so müssen diese sehr lang sein, auf denen aber, :da in der Herstellung der Werkstückbohrungen unvermeidlich Toleranzschwankungen auftreten, einArbeiten nach Anschlag in der Längsrichtung -nicht möglich ist.
- Eine Verbesserung dieser Spannwerkzeuge bedeuten die gleichfalls bekannten Dehndorne, bei denen beispielsweise die Klemmfläche .durch Rollen geweitet und so einen lösbaren Preßsitz auf mechanischem Wege herstellen und ein weiterer bekanter Spanndorn, .der einen lösbaren Preßsitz auf hydraulischem Weg erzielt. Bei einer anderen bekannten Spannvorrichtung .wird. ein elastisches Glied, z. B: aus Gummi, durch eine axiale Kraft radial gegen den zu spannenden Körper gedrückt. Mit Hilfe dieser Dehndorne wird eine genaue Aufspannung und ein Arbeiten mit Anschlägen in der Längsrichtung ermöglicht; . sie haben aber den Nachteil, daß für jeden Bohrungsdurchmesser ein besonderer vollständiger Dorn nötig ist. Das bedeutet einen erheblichen Werkstoff- und Arbeitsaufwand.
- Die gleichen Mängel, welche die bekannten Vorrichtungen -aufweisen, bei welchen das Werkstück mit Hilfe eines in eine Bohrung eingeführten Dorns aufgespannt wird, gelten auch für Spannvorrichtungen, bei welchen die Werkstücke längs ihrer Außenfläche aufgenommen und gespannt werden.
- Gegenstand.der Erfindung ist eine Spannvorrichtun-, bei der - ein elastisches Glied durch eine axiale Kraft radial gegen den zu spannenden Teil gedrückt wird, die aber die genannten Mängel vollständig vermeidet, außerordentlich einfach im Aufbau und in der Bedienung ist und sich für die verschiedensten Anwendungszwecke gleich gut eignet. Erfindungsgemäß ist bei dieser Spannvorrichtung das elastische Glied tellerfederartig verformbar. Hierbei wird durch Anziehen einer Mutter im Sinne einer Zusammenpressung oder Dehnung der Büchse die Spannwirkung geregelt. Diese Anordnung ist absolut spielfrei, weil nie Ausdehnung gleichzeitig nach innen und außen vollständig gleichmäßig erfolgt. Sie gewährleistet einen sehr wirksamen, aber leicht lösbaren Preßsitz und gestattet eine Rundlaufgenauigkeit bis zu 2100o mm zu erreichen. Dabei wird dieses Ergebnis mit nur einem einzigen Dorn erzielt, auf welchen nach Bedarf verschiedene Büchsen mit verschiedenen Durchmessern aufgebracht werden können.
- Im einzelnen besteht die Lösung der Aufgabe vorzugsweise darin, daß als elastisches Glied eine Spannbüchse dient, die längs ihres inneren und äußeren Umfangs mit gegeneinander versetzten radialen Aussparungen, versehen ist, durch welche Gelenkstellen gebildet werden, die zur Folge haben daß: sich,die Büchse unter Einwirkung einer axialen Kraft in radialer Richtung nach außen erweitert und -nach innen verengt. Die axiale Kraftwirkung kann entweder als Druck- oder als Zugkraft angreifen. Die einzelnen Gelenkstellen können gleich stark und mit gleichen Abständen ausgeführt sein, in welchem Fall die Verengung bzw. Er-Weiterung an allen Gelenkstellen gleichmäßig und genau parallel zur Achse der Bohrung erfolgt. Statt dessen können aber auch die Gelenke verschieden starke bemessen oder bzw. und in verschiedenem Abstand voneinander angeordnet sein. Auch dadurch ist eine weitgehende Anpassung der Spannvorrichtung an .den jeweiligen besonderen Verwendungszweck möglich.
- Wenn die Spannvorrichtung einen Spanndorn enthält; so kann dieser selbst mit einer Tellerfeder versehen sein..
- Das Wesen der Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung noch näher erläutert (Fig. i bis 2g), welche eine Auswahl aus der sehr großen Zahl der mögl.ichenAnwendüngs- undAusführungsformen jeweils in Gestalt axialer Langschnitte zergt.
- In Fig. i ist die Spannvorrichtung oben in entspanntem, unten in gespanntem Zustand gezeigt. Mit i ist der Spanndorn bezeichnet, mit 2 die Spannbüchse, die in diesem Fall eine zylindrische Bohrung und .einen zylindrischen Außendurchmessec besitzt: Die Spannbüchse weist radial von außen nach innen verlaufende ringförmige Aussparungen 2o und gegenüber diesen versetzte, von innen nach außen verlaufende Aussparungen 2i auf, durch welche Gelenkstellen 22 und 23 gebildet werden. Die Zahl und Form dieser Ausnehmungen kann verschieden sein. An den beiden Enden besitzt die Büchse zwei ringförmige Ansätze 24, und 25. Mit :dem linken Ansatz 2..'. stützt sie sich gegen einen Dornansatz 26 ab, während der rechte Ansatz 25 an der auf einem Gewinde des Dorns verschraubbaren Spannmutter 3 anliegt. Wird nun über die Spannbüchse ein Werkstück 4. mit zylindrischer Bohrung geschoben und die Mutter 3 angezogen, so pflanzt sich .die durch die Mutter 3 eingeleitete Kraft über die Gelenkstellen 22 und 23 fort. Da diese Gelenkstellen um -das Maß a gegeneinander versetzt sind, so entsteht zwischen ihnen eine Kniehebelwrkung, welche ein Auseinanderpressen der Büchse zur Folge hat. Die Büchse verkürzt sich infolgedessen beim Anziehen der Mutter 3 so lange, bis die kreisringförmigen Büchsenteile an den Gelenken gleichzeitig am Dorn bzw. dem Werkstück zur Anlage kommen, wodurch schließlich das Werkstück im Preßsitz festgehalten wird. Bei einer Lockerung der Mutter 3 gibt die Spannhülse das ZVerkstück infolge der ihr eigenen Federkraft sofort wieder frei.
- Etwaige Toleranzschwankungen zwischen dem Dorn und der Spannbüchse oder zwischen dem Werkstück und der Spannbüchse sowie alle üblichen Bohrungspassungen lassen sich dank der großen Verstellmöglichkeit dieser Spannvorrichtung mühelos beherrschen. Durch einen Stift 12 kann die; Spannbüchse mit dem Dorn gegen Verdrehung gesichert werden.
- Nach Abschrauben der Mutter 3 können auf den Dorn i Spannbüchsen mit beliebigen verschiedenen Durchin,'.s#,erii at?f,,-s'11racllt Dadurch ist neben der grolaeii I@iiifaciilieit der Spannbüchse, di,: mir eilfeil eiilzigeil durch Drehen herzustellerd;ii "feil erfordert, einweiterer @-Orteil :e;.alüi:er 211:°n bekannten Spanndornen grol;l,er .Genauä.l;@:it erzi:l,. jede Spainiliüelis@e kamt sowohl für Innen- als auch für Außenspannung verwendet werden. Durch 1\'.cV,cltnig der Rin;llächen längs einzelner d"r Gel,-nl;#telleil kann der Anpressungsdruck an das @i: erhstüch an den einzelnen Gelenkstellen gleich c,ci@cr verschieden groß gemacht werden.
- Fig. 2 zeigt --in v:citeres Ausführungsbeispiel, Lei welchem zwischen Büchse unvl Dornansatz 26 ein Tellerfed erring 5 gelegt ist, an dessen Stelle auch gcgebeileliialis eine Spiralfeder tret-Ini kann. Zum Zweck der Spailnungsbegrenzu:ig icaim bei diesem Ausfülirui.-,slleispiel die Spailiiiiiiitt; r 3 mit einer geeigneten I` eiiiizeiclinulig, beispielsweise einem 2,Iarkierüngsstrich, versehen seih, nach dein eiltsp@rechend einem eingestellten Sl;aleliwert auf @l-in Skalenring 6 gespannt wird. Zum Feststellen des Sl;alrnringes dielet die Mutter ; .
- Die Spaililungsbegrenzuilg kann auch mit 1lilfe eines am -Umfang angebrachten Anschlags 8 er-]-en.
- Soll der _7iipressttngs,drticl; nach der WerIcstück-:pallilung auf eine größere Fläche heim Dorn und beim Merkstück verteilt sein, s0 1_a1111 dies durch eine l;egelförlilige Gestaltung der Aliia;efläcli:ll dces Dorns () Lind der @1)ail`il>u f l.' 10 geilläiig. 3 erreicht u-er!eil. fix: ird in dics@in Fall die Spannin mit hilf.- L.:r Muttei-3 axial auf dein Ke-e1113ai,te1 des Dorlis 28 aufgeschobeai und ähnlich i% ie eine zvlindrische Spannbüchse unter Spanneiig verkürzt, so Wir.:- die kugelige Büchse au den hniegelenlcf=il gleichmäßig uii:i gleichzeitig mit dein ZusaniihJudrüeken erweitert, so daß die rolle Zylinflerrin,zfläclie in der Z@'°rhaücl;hfai:ung und auf sVin Durn zumnli-:I1 ko:nint. i`s':illlt man jcii:cll d1-11 I@@gel und die --#us-,i arungen der Spannbüchse so, daß die zur raci@ln Ausweitung an den Kniegelenken notwendige Kraft kleiner ist als die axiale Spannkraft, so verkürzt sich die Sllannhiichse nicht. 1111d es kommen die vollen Zvlinderringflächeil zum Anliegen. Durch Wahl i--rschi@1dener Wandstärken an den Gelenksteilen 27 kann man den Anpressungsdruck längs der Kreisringflächeii gleich oder verschieden groß machen.
- Fig.4 zeigt eine Reihe verschiedener Beispiele i di rschnittsgestaltung der Spannbüchsen, ür ## Que g -,v(--#l-atis ilie außerordentlich vielseitigen Anwendungs- und Anpassungsmöglichkeiten des Erfindungsgedankens ersichtlich sind. Die einzelnenAusnehmungen längs der Innen- und Außenfläche der Spannbüchse können sowohl zylindrisch sein als auch nach Art von SchraubenivillidungZln --erlaufen.
- Die Fig. 5 und 6 zeigen Ouerschnitte durch Dorn und Spannbuchse, aus wachen ersichtlich ist, daß die Anwendung des Erfindungsgedankens nicht nur bei kreisrunden Werkstückbohrungen, sondern auch bei nicht kreisrundem Außendurchmesser ohne weiteres möglich ist. I11 de!, Fig. 7 und 8 ist die Anwendung des Erfindungsgedankens bei Spannvorrichtungen gezeigt, bei i.-elüren das Werkstück von außen erfaßt-und festg°_spalnit wird. In Fig. ; ist mit 28 ein fliegender Spanndoril beceichnet, mit 2 die Tellerfederspannbüchse, mit 29 eine Spannmutter in GestaiL einer Überwurflnutter, illit 30 eine Einstellinutter, die als Anschlag für die Einstellung der Spannkraft dient, mit 31 eine Stellmutter zur Einstellung der Mutter 3o, welche zugleich zur Lösung des Spanndorns von dein 3-Iaschinenkörper 32 dient. 33 ist das aufzuspannende `Verkstück.
- 111 F ig. 8 stellt 3d. -den hohl.: l Spanndoril, der finit -;egelförmiger Aussparung versehen ist, dar, 35 eine Spannbüchse finit innen- und Außenkegel, 36 im unteren Teil der Figur eine Spannbüchse mit .@ul-@eni;cgel und zylindrischer Bohrung, 37 einen verstellbaren Allschlagring, 38 ein zylindrisches und 39 ein k@gelföriniges Werkstuck.
- In Fig. 9 ist mit d.o ein Sparlnr fing bezeichnet, der so gestaltet ist, daß die Spannkraft in der Mitte der Isreisringfläche angreift, derart, daß sich der äußere und innere Zylindermantel dieser Spannbüchse gleichmäßig nach innen und außen erweitern bzw. verengen.
- Bei Gien bisherigen Ausführungsbeispielen war die Anordnung so getroffen, daß die Tellerfederspannbüclise durch Zusammendrücken gespannt wird. Die Fig. io und i i zeigen demgegenüber Bei-41iif=ie `:üli :`panni"Orrlchtungen, bei Welchem das V"erkstück durch Auseinanderziehen der Spannbüchse festgespannt wird. Mit .L1 ist beispielsweise ein zylindrischer Dorn mit zwei Absätzen bezeichnet, an ,dessen linkem Absatz die Spannbüchse 4.2 finit einem ringiö:rmigeii Anschlag .I3 anliegt. Durch einen Stift s@. ist sie gegen Zierdrehung auf deal Dorn gesichert. Die Spannmutter 4.5 stutzt sich ggen den rechten Dornabsatz ab und greift mit ihrem inn.eiigewinde all dein Gewindeteil d.6 der Spannbüchse an, derart, daß diese durch die Mutter axial auseinandergezogen werden kann, wobei das Werkstück festgespannt Wird. In Fig. io ist die Anordnung oben in entspanntem, unten in gespanntem Zustand gezeigt. Auch in diesem Fall erfolgt die Erweiterung der Spannbüchse infolge der durch das Anziehen der Mutter verursachten Kniehebelwirkung. Grundsätzlich in gleicher Weise wirkt das Ausführungsbeispiel nach Fig. ii.
- Bei dem Ausführungsbeispiel, welches in der oberenHälite dieser Figur wiedergegeben ist, ist die Spannbüchse 63 an einer Stirnseite mit einem Ansatz 6.1 versehen, der als Längsanschlag für das Werkstück 65 dient. Die Spannglieder sind dabei so ausgebildet, daß die Spannkraft über den Schraubansatz 66 in unmittelbarer Nähe ;des Dorns 67 eingeleitet wird, zu welchem Zweck sich die Eindrehung 68 ;der Spannbüchse auf deren Innenseite befindet.
- Im Gegensatz dazu zeigt die untere Hälfte der Feg'. ii eine andere Ausbildung der Spannglieder, bei welcher die Spannkraft in unmittelbarer Nähe der Werkstückbohrung eingeleitet wird, zu welchem Zweck die Schraubhülse 69 nach dem äußeren Umfang der Büchse gerückt und die Eindrehung 70 außen angebracht ist.
- Diese verschiedenartige Einleitung der Spannkraft ist auch jeweils in den beiden Hälften der Fig. 7, 16, 22, 23, 26 und 27 zu erkennen.
- Während bei,den bisher beschriebenen Beispielen als Spannglieder besondere Spannbüchsen dienen, sind in Fig. 12 und 13 Verwirklichungsformen des Erfindungsgedankens gezeigt, bei welchen der Auf -spanndorn als Tellerfederspanndorn ausgebildet ist und zu diesem Zweck mit den Tellerfederringen aus einem Stück besteht. Im einzelnen zeigt k ig. 12 einen .derartigen Tellerfederspanndorn 47, auf dessen beiden Enden je eine Spannmutter 48 sitzt. Durch Anziehen (der beiden Muttern im Sinne der Ausübung des Druckes auf den Dorn wird das Werkstück 49 festgespannt.
- Fig. 13 zeigt demgegenüber einen Tellerfederspanndorn So, bei welchem sich die beiden Spannmuttern 5 r am Werkstück 52 abstützen. Die mit dem Dorn aus einem Stück bestehenden Federteller werden in diesem Fall idurch Zug erweitert und spanaien so. das Werkstück.
- In beiden Fällen stimmt die Wirkung -im wesentlichen mit jener der Spannbüchse überein. Bei axialer Druck- oder Zugbelastung kippen die mit dem Dorn aus einem Stück bestehenden Tellerfederringe um ihre Wurzel, d. h. um die Verbindungsstelle mit dem Dorn, hoch, erweitern sich dadurch und ergeben so die Spannwirkung.
- Die weiteren Figuren lassen die unbeschränkte Anwendungsmöglichkeit des Erfindungsgedankens erkennen. Beispielsweise können gemäß Fig. 1d. mehrere Werkstücke- 53 gleichzeitig aufgespannt und bearbeitet werden. Die Spannbüchse kann hierbei entweder, wie im oberen Teil der Figur gezeigt, aus einem Stück 54 oder, wie im unteren Teil angedeutet, aus: drei voneinander unabhängigen Teilen 55 bestehen.
- Fig. 15 und 16 zeigen -Stufenspannbüchsen zur Aufnahme des Werkstücks mit Stufenbohrung, wobei die Anordnung nach Fig. 15 durch Druck die Spannung bewirkt, während bei der Anordnung nach Fig. 16 eine Zugkraft "eingeleitet wird, und zwar bei der im oberen Teil dieser Figur dargestellten Ausführungsform von außen, bei der Ausführungsform im unteren Teil der Fig. i von innen.
- Fig. 17 zeigt in zwei Ausführungsbeispielen die Anwendung ,des Erfindungsgedankens zur Befestigung von Kugellagern auf glatten Wellen, was bisher nur dadurch möglich war, daß :der Kugellagerinnenring mit einem Innenkegel versehen und auf einer geschlitzten Kegelbüchse angeordnet wurde. Die Figur läßt erkennen, daß jedes normale Kugellager mit zylindrischer Bohrung ohne weiteres auf einer glatten Welle befestigt werden kann.
- Die folgenden Figuren zeigen beispielsweise die Befestigung von Riemenscheiben, Zahnrädern u..dgl. auf Wellen, wobei die bisher übliche Paßfeder vollständig in Wegfall kommen kann. Auch das Verbohren und Abbohren von Maschinenteilen jeglicher Art kann wegfallen. Dadurch wird der Zusammenbau außerordentlich erleichtert und die Einzelteilfertigung, insbesondere bei harten Maschinenteilen, wesentlich vereinfacht. Auch das Aufsägen von Klemmaugen ist hierbei nicht mehr nötig.
- Im .einzelnen zeigt Fig. r8 die Anwendung einer Spannbüchse 56 zur Verbindung einer Riemenscheibe 57 mit einer Welle 58 mit Ansatz 59, Fig. i9 die Verbindung einer Riemenscheibe 6o mit einer glatten Weile 61 mittels Spannbüchse 62.
- Die Fig: 2o und 21 zeigen die Verbindung einer Welle mit einer breiten Scheibe großen bzw. kleinen Durchmessers.
- Die Fig. 22 bis 25 und 28 zeigen die Anwendung des Erfindungsgedankens in der Weise, daß die Tellerfederanordnung unmittelbar in die Büchse der aufzuspannenden Scheibe verlegt ist, die zu diesem Zweck selbst mit entsprechenden Ausnehmungen versehen ist.
- Auch,die Ausbildung von Gleitlagern ks,nn durch Anwendung des Erfindungsgedankens irrvollständig neuartiger Weise erfolgen. Ein derartiges Gleitlager ist A beispielsweise in Fig. -azg gezeigt. Das Lager läßt sich sehr leicht nachstellen, gut kühlen und schmieren. Bei -entsprechend großer Ausdehnung durch Erwärmung kann, es sich elastisch dieser Ausdehnung anpassen, wodurch die Gefahr eines Pressens wesentlich verringert wird. Auch findet hierbei keine Unterbrechung des Ölfilms statt.
- Auch für metallische Dichtungen jeglicher Art und ebenso für lötlose Rohrverschraubung u. dgl. läßt sich .der Erfindungsgedanke sinngemäß anwenden, beispielsweise hat die Rohrverschraubung gemäß der Erfindung allen bekannten Verschraubungen gegenüber Iden Vorteil, daß der Ring beim Anzug das Rohr festhält und abdichtet und nach Lösung der Spannung wieder zurückfedert und das Rohr freigibt.
- In ähnlicher Weise läßt sich der Erfindungsgedanke auch bei Stellringen, Führungsbüchsen, Werkzeugen, Werkstücken mit Innen- oder Außengewinden usw. zweckentsprechend verwenden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Spannvorrichtung, bei der ein zudem einzuspannenden Teil gleichachsiges, elastisches Glied .durch eine axiale Kraft radial gegen den zu spannenden Teil gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Glied tellerfederartig verformbar ist.
- 2. Spannvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine ,als elastisches Glied dienende Büchse längs ihres inneren und äußeren Umfangs mit gegeneinander versetzten. radialen Aussparungen (2o, 21) versehen ist, durch welche Gelenkstellen (22, 23) gebildet werden, die die Büchse (2) unter einer axial wirkenden Kraft in radialer Richtung erweitern und verengen.
- 3. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse durch axiales Zusammendrücken gespannt wird. 4. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse durch axiale Dehnung unter Einwirkung einer Zugkraft gespannt wird. ,3. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis d., dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse eine zylindrische Bohrung und einen zyliildrischen Außendurchmesser besitzt und sämtliche Gelenkstellen gleich stark und mit gleichen Abständen ausgeführt sind. (. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis d., dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkstellen der Büchse verschieden stark bemessen sind. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkstellen der Büchse verschiedenen Abstand voneinander besitzen. B. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß :die Innenbohrung und bzw. oder der Außenmantel der Spannbüchse kegelförmig verlaufen. 9. Spannvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Spanndorn (47, 50-), aus dem als Spannmittel dienende Tellerfedern leerausgearbeitet sind. io. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis S, dadurch gekennzeichnet, :daß sich die Spannbüchse mit einer Stirnfläche gegen einen Tellerfederring abstützt, dessen. axialer Widerstand größer ist als jener der Spannbüchse (Fig.29 unten). i i. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 8 und io, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbüchse so eingebaut ist, daß sie zugleich als Wellendichtung dient. 12. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 8 und io und i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbüchse nach Art einer Stufenscheibe mit verschieden großen Durchmessern gestaltet ist. i,. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 8 und io bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbüchse aus mehreren axial hntereinandergeschalteten Einzelbüchsen zusammengesetzt ist. 1-.. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 13, .dadurch gekennzeichnet, d.aß die Gelenkstellen durch kreisringförmig verlaufende Einschnitte bzw. Aussparungen gebildet sind. 15. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gelenkstellen bildenden Aussparungen bzw. Einschnitte nach Art von Schraubenwindungen verlaufen. 16. Spannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 15, .dadurch gekennzeichnet, daß .die die axiale Kraft erzeugende Spannmutter mit einer Vorrichtung zur genauen Einstellung der Spannung versehen ist. 17. Spannvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gelcenii eichnet, daß die Spannung durch einen Anschlag der Spannmutter begrenzt wird, welcher sich gegen einen Anschlag an einem Skalenring legt. 18. Anwendung von Spannvorrichtungen gemäß den i-orhergehenden Ansprüchen zur Aufspannung von Riemenscheiben, Zahnrädern. Lagerringen u. dgl. i9. Ausbildung der Anlageflächen von auf Wellen aufzuspannenden Werkstücken, wie Riemenscheiben, Rädern u. dgl., nach Art von Tellerfederspannbüchsen gemäß den vorhergehenden Ansprüchen. 2o. Spannvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als elastisches Glied doppeltellerfederartige, mit ihren Stirnseiten spiegelbildlich gegeneinandergelegte Spannringe (4o) mit äußerer und innerer zylindrischer Begrenzung vorgesehen sind, an denen die Spannkraft auf der kreisförmigen Mittellinie der Ringflächen angreift. Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift iNr. d.89 2-to.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES1556D DE869892C (de) | 1943-06-22 | 1943-06-22 | Spannvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES1556D DE869892C (de) | 1943-06-22 | 1943-06-22 | Spannvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE869892C true DE869892C (de) | 1953-03-09 |
Family
ID=7469226
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DES1556D Expired DE869892C (de) | 1943-06-22 | 1943-06-22 | Spannvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE869892C (de) |
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