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Synchronisiereinrichtung an Schaltwerken Im schweizerischen Patent
:2oo 495 wird eine Synchronisiereinrichtung für Schaltwerke zur optischen Anzeige
von ein- und mehrstelligen Zahlen oder Zeichen mit Gleichrichtern Gz, Ge und Kontakten
- ' e beschrieben. Bei dieser Anordnung ist der Aufwand für die Synchronisiereinrichtung
mit einem Gleichrichter und einem Kontakt pro. Schaltwerk bedeutend. Als Vorteil
gegenüber bisherigen Anordnungen können die geringe Leitungsanzahl und die vereinfachte
Weiterschaltung betrachtet werden, indem vor oder nach einem Einstellvorgang keine
Rückstellung auf Null oder eine andere Synchronisierstellung notwendig ist, Das
Schaltwerk läuft von der zuletzt eingenommenen Position direkt in die neue Position,
welche der neuen Einstellung entspricht.
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Eine weitere Synchronisiereinrichtung für Geräte zur optischen oder
direkten Anzeige von ein- und mehrstelligen Zahlen oder Zeichen ist im schweizerischen
Patent 231 8o6 dargestellt. An Stelle von Gleichrichter und Kontakt ist hier
eine mechanische Vorrichtung vorgesehen. Bei mehreren Schaltwerken, welche von einem
gemeinsamen Arretier-und Entriegelungsrelais R betätigt werden (Fig. 3
und
4, schweizerisches Patent 231 8o6), ist es ohne sehr komplizierte Schaltungsanordnung
in der Zentrale unumgänglich, diese Schaltwerke nach dem Einstellvorgang in eine
neutrale Position zurückzustellen. Es wäre auch möglich, mehrere Einzelaggregate
nach Fig. i, schweizerisches Patent 231 8o6, welche aus je einem Schaltwerk
mit dazugehörigem Arretier- und Entriegelungsrelais bestehen, zu verwenden. Bei
einer solchen Anordnung könnte die Rückstellung vermieden werden, wobei jedoch der
Leitungsaufwand je nach Anzahl der Aggregate beträchtlich sein wird.
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Die Erfindung bezweckt, die beschriebenen Nachteile aufzuheben, unter
gleichzeitiger Beibehaltung der Vorteile. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß jedem Schaltwerk ein Sperrmagnet mit
einem in- Serie. mit dem
Magnet geschalteten Konclensafor zugeordnet ist, wobei Sperrmag-net und Schaltwerk
an die gleiche Leitung angeschlossen sind und durch verschiedene- Stromarten betätigt
werden.
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Ein Beispiel der erfindungsgemäßen Synchronisiereinrichtung für ein
Gerät zur optischen Anzeige einer zweistelligen Zahl ist in Fig. i schematisch und
in Fig. 2, in der Ansicht dargestellt. Für die Beschreibung nehmen wir an,
daß beispielsweise zuletzt die Zahl 18 angezeigt wurde und nunmehr die Zahl
26 eingestellt werden soll.
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Des weitern wird in unserem Beispiel angenommen, daß jeweils bei d,#r
Drehung der Zahlenscheibe Pz, Pe durch die Nullage die Synchronisierung stattfinden-
soll. Diese Synchronisierung kann prinzipiell in jeder Stellung der Zahlenscheibe
Pz, Pe erfolgen.
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Auf dem Schema nach Fig. i sind alle Schaltmittel, d. h. Zehnerschaltwerk
Z, Einerschaltwerk E
und Sperrmagnete Sz, So sowie die zusätzlichen
Teile, Summer W, Lampenrelais L, in #tromlosem Zustand gezeichnet. Die Kontakte
Ke, Kz, Ee, Ez, Kil Kzu in der Zentrale A werden von Schaltmitteln betätigt,
welche in dieser Zentrale A angeordnet sind. Diese Schaltmittel sind in Schema
Fig. i nicht eingezeichnet, da sie für die Erfindung von untergeordneter Bedeutung
sind.
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Bei Beginn des Einstellverganges erhält das Einerschaltwerk
E und das-Zehnerschaltwerk Z über die Kontakte Ke, Kz in der Zentrale
A über die Leitungen Li, L,3 und die Rückleitung L, Gleichstromfortschaltimpulse.
Dabei wirken-die in Serie -mit den Sperrmagneten Sz, So geschalteten Kondensatoren
Cz und Ce als Sperre, ' 44mit nicht durch die Gleichstromimpulse die
Sperrmagnete Sz, So anziehen.
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Das Zehnerschaltwerk Z erhält nur einen Impuls, da. die Zahlenscheibe.Pz
nach diesem Impuls in der neuen Anzeigestellung angelangt ist. Bei dem beispielsweisen
Einstellvorgang muß daher das Zehnerschaltwerk Z die Synchronisierung nicht durch-,
laufen.
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Das Einerschaltwerk E erhält zwei Impulse bis zu'r:#S y,nc-hronisier,s,tellur#g,
In dieser Stellung wird die - Zahlenschei#e F.e#'.d- urch den auf der Welle
Wo
angebrachten Nocken Ne und Anker Ae des Sperrmagnetes
So festgehalten. Es werden noch zusätzliche Impulse auf das Schaltwerk
E abgegeben,-damit bei -einer eventuellen Verstellung das betreffende Schaltwerkebenfalls
in-die Synchronisierstellung gebracht wird. Anschließend wird der Sperrmagnet Se-
zur Entri#gelung über den Kontakt Ee, die Leitung L3 und den Kondensator
Ce durch einen kurzen * Wechselstromimpuls erregt.
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Die- Schaltwerke weiserriwecks- Fortschaltung der Zeichenscheibe einen
Anker-gang auf, dessen Schalthebel und Schaltstern in der Weise zusaminenwirken,
-daß die Fortschaltung beim Ankeranzug wie beim Ankerabfall - stattfindet.
Die Verriegelung findet- in unserem Beispiel- vor dem letzten Halbschritt der Nullage
statt.
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, Der.Anker- Ae wird durch die Erregung des Sperrmagnetes So
angezogen und gibt den Nocken frei. Da die Verriegelung nach dem Ankeranzug #tattfand,
kann die Zahienscheibe Fe durch Feder oder Schwerkraft, welche dein Ankeranzug entgegenwirkt,
um den letzten Halbschritt bis zur Nulllagt weiterdrehen. Nach dem beschriebenen
Synehronisiervorgang erhält das Schaltwerk E über den Kontakt Ke, die Leitung
L, die weiteren sechs Fortschaltimpulse.
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Die Schaltwerke Z, E sind so gebaut, daß sie auf die Wechselstromimpulse
nicht ansprechen.
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Das Lampenrelais L wird nun über die Leitung L4 und den Kontakt
Ki erregt. Die Lampen Lz, Le, werden damit über den Kontakt 1, eingeschaltet.
Uin, eine scharfe Abbildung der Ziffern zu erhalten, ist. es günstig, hierzu eine
einfache Optik zu verwenden. Da diese Optik das Bild dreht, stehen die Ziffern in
der Anzeigeposition auf dem Kopf. Das Lampenrelais L kann für alle Schaltwerke
z. B. einer Etage oder eines größer-en Raumes gemeinsam angeordnet werden. Auf der
Leitung L4, auf welcher das Relais L mit Gleichstrom erregt wird, kann durch kurzseitiges
Schließen des Kontaktes Kw in 'der Zentrale Z ein.Wechselstrom überlagert werden.
Dieser Wechselstrom wird zur Betätigung eines Aufmerksamkeitszeichens, in unserm
Beispiel eines Summ-ers W, benötigt. An Stelle eines Summers W kann auch ein Relais
zur Einschaltung einer Hupe od. dgl. betätigt werden. Nach erfolgter Signalisierung
werden alle Kontakte. in der Zentrale wieder in die Ruhelage gebracht, wodurch alle
Relais entregt urid die Lampen ausgeschaltet werden.
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Die Widerstände Rz, Re parallel zu den Schaltwerken Z,
E werden für den Ausgleich der beim Öffnen der Kontakte Kz, Ke in den Spulen
Z, E entstehenden Induktionsspannungen benötigt. -
Die an Hand der
Fig. i und 2 beschriebene Synchronisiereinrichtung weist für die Verriegelung und
Entriegelung der Zahlenscheiben für die Schaltwerke eine sehr einfache kontaktlose
Bauart auf, und die Einrichtung benötigt ein Minimum anLeitungen, indem die Impulsleitung
L" L, und die Relaisleitung L4 durch Änderung der Stromart für andere Schaltvorgänge
verwendet werden.