DE867817C - Verschluss fuer automatische Waffen - Google Patents
Verschluss fuer automatische WaffenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A3/00—Breech mechanisms, e.g. locks
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-
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- F41A3/36—Semi-rigid bolt locks, i.e. having locking elements movably mounted on the bolt or on the barrel or breech housing
- F41A3/38—Semi-rigid bolt locks, i.e. having locking elements movably mounted on the bolt or on the barrel or breech housing having rocking locking elements, e.g. pivoting levers or vanes
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 19. FEBRUAR 1953
B 2686 XI j 72h
Die Erfindung bezieht sich auf das Verhüten oder wenigstens Dämpfen des zur Unzeit erfolgenden Rückpralls
der Teile, die vorübergehend die Verriegelung eines Verschlusses einer selbsttätigen Feuerwaffe in
ihrer Verriegelungsstellung halten sollen. Die Erfindung stellt es sich zur Aufgabe, diese Mittel den praktischen
Anforderungen besser anzupassen, als dies bisher der Fall war.
Erfindungsgemäß sind das Gleitgewicht und seine elastische Belastung in einer Sicherungsvorrichtung
angeordnet, welche die Verriegelung des Verschlusses in Schießstellung sichert.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielshalber näher erläutert.
Fig. ι zeigt in Ansicht, teilweise im Schnitt, den
Verschlußmechanismus eines selbsttätigen Geschützes ;
Fig. 2 und 3 zeigen einen Querschnitt nach der Linie H-II bzw. einen waagerechten Schnitt nach der
Linie HI-III der Fig. ι ;
Fig. 4 zeigt in Ansicht, teilweise im Schnitt, ähnlich
Fig. ι den Verschlußmechanismus in der verriegelten Stellung, während er auf den vorhergehenden Figuren
in entriegelter Lage dargestellt ist.
Die automatische Waffe ist in der Weise ausgebildet, daß bei verriegelter Stellung ihres Verschlusses ein
starres, einen Schlagbolzen und Sicherheitsführungsflächen enthaltendes System seine Vorwärtsbewegung
unter der Einwirkung einer Kraftspeicherfeder und der Trägheit fortsetzt und auf diese Weise die Perkussion
bewirkt. Die Sicherheitsführungsflächen haiten während der gesamten Zeitdauer, in der sie sich
in bezug auf den Verschlußblock in vorgeschobener Lage befinden, den Riegel des Blockes zwangsläufig in
seiner verriegelten Stellung.
Gemäß der Erfindung wird in den Sicherheitsführungsflächen wenigstens eine Lagerung oder Ausnehmung
L vorgesehen, in die ein Gleitgewicht M eingesetzt ist, das unter dem Einfluß seiner Trägheit
und entgegen der Wirkung eines elastischen Mittels 5 (Fig. i, 3 und 4) im Augenblick des am Hubende erfolgenden
Anschlages des Systems gegen einen feststehenden Teil der Waffe in Bewegung versetzt werden
kann, die zu einem Stoß gegen das vordere Ende der Lagerung L Anlaß gibt.
Wenn bei einem solchen Mechanismus der Schuß aus irgendeinem Grunde, z. B. nach einem Feuern von
längerer Dauer, nicht losgeht, nachdem das den Schlagbolzenträger bildende System-an seinem Hubende
angelangt ist, so prallt jenes System zurück und beginnt zurückzulaufen. Nun würde aber ein solcher
Rücklauf, wenn er sich frei fortsetzen könnte, zur Folge haben, daß der Riegel des Verschlusses der Wirkung
der Sicherheitsführungsflächen entzogen wird, und wenn der Schuß dann losgehen würde, so würde
die Gefahr bestehen, daß der Verschluß sich, entriegelt und heftig gegen den Boden des Verschlußgehäuses
geschleudert wird.
Bevor aber der Rücklauf des den Schlagbolzen tragenden Systems einen Hub erreicht, bei welchem die Sicherheitsführungsflächen zu wirken aufhören, ruft die Masse M beim Anschlagen gegen das vordere Ende ihrer Lagerung L einen Stoß hervor, bei dem sie ihre eigene lebendige Kraft abgibt, die in entgegengesetztem Sinne wie die Rückprallenergie des Schlagbolzenträgersystems gerichtet ist.
Bevor aber der Rücklauf des den Schlagbolzen tragenden Systems einen Hub erreicht, bei welchem die Sicherheitsführungsflächen zu wirken aufhören, ruft die Masse M beim Anschlagen gegen das vordere Ende ihrer Lagerung L einen Stoß hervor, bei dem sie ihre eigene lebendige Kraft abgibt, die in entgegengesetztem Sinne wie die Rückprallenergie des Schlagbolzenträgersystems gerichtet ist.
Vorzugsweise werden die Massen der Sicherungsvorrichtung und des Gleitstücks M dabei in der Weise
gewählt, daß die lebendige Kraft des Teils M im Augenblick, wo jener Stoß auftritt, annähernd die
störende oder schädliche Rückprallenergie ausgleicht. Auf diese Weise wird infolge des Stoßes des Gleitstücks
M gegen das vordere Ende seiner Lagerung die Rücklaufbewegung des Schlagbolzenträgers völlig
zum Stillstand gebracht; dies hat zur Folge, daß die Bewegung des Schlagbolzenträgers auf eine kleine
Strecke beschränkt bleibt, bei welcher die Sicherheitsführungsflächen den Riegel des Verschlusses dauernd
in seiner wirksamen Lage halten.
Hinter einem Rohr 1, das in beliebiger Weise ausgebildet
ist, wird ein Verschlußgehäuse 2 befestigt, in welchem sich ein Verschlußblock hin und her verschieben
kann. Dieses Gehäuse 2 enthält einerseits einen zum Zuführen der Patronen oder Geschosse
dienenden Schlitz 3 sowie anderseits eine Öffnung 4,
die dem Schlitz 3 diametral gegenüberliegen kann und zum Auswurf der Hülsen der abgeschossenen Patronen
oder Geschosse vorgesehen ist.
In dem Gehäuse 2 ist ein Verschlußblock gleitend angeordnet. Dieser Block wird durch eine Kraftspeicherfeder
5 in seine Schließlage vorgedrückt und besteht im wesentlichen aus zwei Teilen, die zueinander
eine Gleitbewegung in einer parallel zur Bewegungsrichtung des Verschlusses verlaufenden Richtung
ausführen können. Einer dieser Teile wird derart ausgebildet, daß er als eigentlicher Verschluß 6 wirkt,
d. h. daß er mit seiner vorderen Kante die Patronen oder Geschosse in die Geschoßkammer des Rohres
schieben kann, bis sie vollständig in die Schußstellung gebracht sind. ·
An dem Verschlußteü 6 wird ein Riegel 7 vorgesehen,
der je nachdem, ob er gehoben oder gesenkt ist, folgende Wirkungen ausübt: Solange der Verschlußteü
6 sich in einer hinter der Schießstellung liegenden Stellung befindet, wird er durch den Riegel 7
mit dem anderen Teil des Verschlußblockes durch Abstützung auf einer Schrägfläche 8 dieses Teils festgelegt;
dieser Verschlußteü kann dabei vorteilhaft von zwei zu beiden Seiten des Verschlußteüs 6 angeordneten
Schienen 9 gebüdet werden, die vorzugsweise an ihrem vorderen Teü durch eine Querstrebe 10 verbunden
sind, die als Träger für einen Schlagbolzen 11 dient (vgl. die auf Fig. 1 dargestellte Lage). Wenn
dagegen der Verschlußteü 6 seine Schießstellung erreicht, so bewirkt der Riegel 7 die Verriegelung des
Verschlußteüs 6 mit dem Gehäuse 2. In diesem Faüe kann der Schlagbolzenträger eine zusätzliche Hubbewegung
ausführen, die durch eine im Verschlußteü 6 für den Durchlaß der Querstrebe 10 vorgesehene
längliche Durchbrechung 6' ermöglicht wird und dazu dient, unter dem Einfluß der Kraftspeicherfeder 5,
die sich an jener Querstrebe 10 abstützt, die Perkussion des von dem Verschlußteü 6 in seiner Schießlage
gehaltenen Geschosses zu bewirken. Ein an den Schieneng vorgesehener Absatz 9" wirkt dabei als
Sicherheitsführurig, durch die der Riegel 7 zwangsläufig in seiner gesenkten Stellung gehalten wird
(Fig. 4).
Es sind ferner ein Zylinder 12 und Kolben 13 vorgesehen,
dessen beweglicher Teü an einem Stößel 14 fest sitzt, um unter der Einwirkung des Druckes, der
durch Entnahme von Verbrennungsgasen geliefert wird, den Rücklauf der Schienen 9 zu gewährleisten,
bis die Absätze 9" dieser Schienen nicht mehr auf den Riegel 7 wirken und bis die Schienen gegen den
Verschlußteü 6 anschlagen, der dabei von dem Gehäuse 2 entriegelt wird dank der Schrägfläche 15, auf
der sich der Verschlußteü 6 abstützt. Danach wird der Teü 6 gleichzeitig mit den Schienen 9, mit denen
er durch den Riegel 7 fest verbunden ist, nach hinten zurückgestoßen.
Vorteilhaft wird zwischen den beiden Hauptteüen
des Verschlußblockes, und zwar dem Verschlußteü 6 und dem von den durch den Quersteg IO verbundenen
Schienen 9 gebüdeten Schlagbolzenträger ein elastisches Mittel eingeschaltet, das den Scnlagbolzenträger
vorzustoßen sucht,' wenn der Verschlußteü 6 als feststehend gedacht ist. Zu diesem Zweck werden
z. B. in den Schienen 9 Ausnehmungen 9' vorgesehen, in denen sich beim Auftreten der Bewegungen
zwischen den Schienen 9 und dem Verschlußteü 6 Anschläge 16 an dem Verschlußteü verschieben
können. Außerdem werden in diese Ausnehmungen 9' Federn 17 eingesetzt, die sich mit ihrem vorderen
Ende an der Schiene 9 und mit ihrem hinteren Ende an dem entsprechenden Anschlag 16 abstützen; auf
diese Weise suchen sich die Federn ständig dem Rücklauf der Schienen 9 gegen den Verschlußteü 6
:u widersetzen.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist in jeder Schiene 9 eine Ausnehmung L
vorgesehen, in der ein Gleitstück M angeordnet ist, das durch einen Kolben φ geführt wird, der in eine
in dem Gleitstück ausgesparte Bohrung eingreift. Ferner ist im Innern dieser Bohrung eine Feder 5
vorgesehen, welche das Gleitstück M nach hinten zurückzudrücken sucht (vgl. die in Fig. ι und 3
gezeigte Ruhelage).
Die Kraft der Federn 5 wird dabei in der Weise gewählt, daß die Gleitstücke M gegen das vordere
Ende ihrer Ausnehmung L anstoßen, wenn die Schienen 9 zum Stillstand kommen (vgl. die in Fig. 4
gezeigte Stellung), und daß die lebendige Kraft der Gleitstücke ausreicht, um einen Ausgleich der Rückprallenergie
zu gewährleisten.
Die Sicherheitsfedern 17 widersetzen sich ebenfalls in einem gewissen Ausmaß einem zu unrechter Zeit
erfolgenden Rückprall der Schienen 9; dabei üben aber diese Federn 17 eine rein statische Wirkung aus
und dienen eher dazu, einen unerwarteten Rücklauf der Schienen unter dem Einfluß der Schwerkraft zu
verhindern, beispielsweise im Falle, wo annähernd senkrecht oder steil in die Höhe geschossen wird, oder
bei einem Bruch der Kraftspeicherfeder.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Verschluß für automatische Waffen mit einem unter der Wirkung einer elastischen Kraft stehenden Gleitgewicht, welches durch seine Massenträgheit zur unrechten Zeit erfolgende Rückpralle unterdrücken soll, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitgewicht (M) und seine elastische Belastung (S) in einer Sicherungsvorrichtung (9) angeordnet sind, welche die Verriegelung des Verschlusses (6) in Schießstellung sichert.
- 2. Verschluß nach Anspruch 1, der aus zwei gegeneinander gleitend beweglichen Hauptteilen besteht, von denen der eine den eigentlichen Verschlußblock bildet, während der andere, der den Schlagbolzen trägt, die Verriegelung zwischen dem· Verschlußblock und der Buchse vorübergehend aufrechterhält, wenn sich der Verschlußblock in der Schießstellung befindet und der Schlagbolzenträger eine zusätzliche Vorwärtsbewegung ausgeführt hat, um mit Sicherheit das Durchschlagen der Patronen zu erreichen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitgewicht (M) im Schlagbolzenträger untergebracht ist.
- 3. Verschluß nach den Ansprüchen 1 und 2, bei dem der Schlagbolzenträger von zwei seitlich des Verschlußstückes angeordneten und durch einen Quersteg miteinander verbundenen Schienen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb jeder der Schienen (9) ein Gleitgewicht (M) und eine Feder (S) angeordnet sind, um den Rückprall des Schlagbolzenträgers zu unterdrücken.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenI 5712 2.53
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