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Packung für loses Briefpapier
Briefpapier und Briefumschläge werden
in Behältern verschiedener Art, z. B. Schachteln, Falttaschen oder Mappen, in der
Weise abgepackt, daß die Briefbogen, Briefblätter oder Briefkarten lose in den Behälter
eingelegt werden und die zugehörigen Briefumschläge getrennt davon darüber oder
darunter liegen. Dabei sind die Briefbogen im allgemeinen zu je fünf Stück ineinandergesteckt.
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Diese bekannte Art der Verpackung hat den Nachteil, daß bei der Entnahme
eines einzelnen Bogens und Umschlages eine größere Zahl von diesen in die Hand genommen
werden muß, um ihn aus dem Packen von je fünf Stück herauszunehmen.
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Auch wird der Vorrat in dem Behälter leicht in Unordnung gebracht.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Packung, die diese Nachteile vermeidet
und dem Benutzer jeweils einen Briefbogen bzw. eine Briefkarte mit zugehörigem Umschlag
darbietet. Gemäß der Erfindung sind in einem Behälter, der in seiner Decke einen
mittleren Ausschnitt von einer der Kante des Bogens entsprechenden Länge besitzt,
die einzelnen gefalzten Bogen mit abwechselnd entgegengesetzt liegendem Falz ineinandergesteckt
übereinander angeordnet. Vorzugsweise ist zwischen je zwei gefalzten Briefbogen
ein Briefumschlag eingelegt, und zwar zweckmäßig in aufgeklapptem Zustand.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Höhe des aufgeklappten
Briefumschlages annähernd gleich der Breite des gefalzten Briefbogens. Dies
hat
den Vorteil, daß die Umschläge zwischen den Briefbogen während des Transportes oder
der Be nutzung nicht nach einer Seite rutschen können, wodurch die Herausnahme erschwert
würde.
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Die Erfindung kann in der Weise ausgeführt werden, daß in dem Behälter
einzelne Briefumschläge mit abwechselnd entgegengesetzt gerichteter Falzkante übereinanderliegen,
deren KIappe und Tasche jeweils unter die Klappen bzw. Tasche des darunterliegenden
und über die des darüberliegenden greifen. Hier treten also die zickzackförmig ineinandergreifenden
Umschläge an die Stelle der gefalzten Briefbogen bei der ersterwähnten Ausführungsform.
Dabei können zwischen die einzelnen Briefumschläge Briefkarten oder Briefblätter
lose eingelegt sein, die beim Herausziehen eines Umschlages aus der Declçelöffnung
jeweils freigelegt werden.
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Für Papiererzeugnisse anderer Art, nämlich Zigarettenpapier und Klosettpapier
ist es bereits seit langem bekannt, die einzelnen Blätter zu falzen und mit abwechselnd
entgegengesetzt liegendem Falz ineinandergesteckt in einem Behälter anzuordnen,
der einen mittleren Längsschlitz besitzt.
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Briefpapier hat jedoch eine ganz andere und vor allem steifere Beschaffenheit,
so daß zu befürchten war, daß bei einer ähnlichen Anordnung in einer Ziehpackung
die Briefbogen beim Herausziehen sperren würden und Kniffe oder ähnliche Beschädigungen
auftreten könnten. Auch fehlten bei den bekannten Packungen für andersartiges Papier
die entsprechenden Einlagen zwischen den einzelnen Bogen. Überraschenderweise hat
sich herausgestellt, daß gerade die zwischen die gefalzten Briefbogen eingelegten
Briefumschläge die ganze Anordnung sehr elastisch gestalten, so. daß sich die einzelnen
Bogen bequem herausziehen lassen und die Falzkante gleichsam federnd aus der Offnung
herausspringt. Um die Entnahme noch zu erleichtern, ist es zweckmäßig, daß der Behälter
parallel zum Falz der eingelegten Bogen einen Spielraum aufweist.
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Da mitunter mehrere Briefbogen in einem Umschlag versandt werden,
bleiben in diesen Fällen Briefumschläge übrig. Bei der bevorzugten Ausführungsform
ist deshalb in dem Behälter unter dem Stapel von ineinandergesteckten Bogen eine
seitlich offene Tasche angeordnet.
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Index Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise erläutert.
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Fig. I ist eine perspektivische Ansicht; Fig. 2 zeigt den flachen
Kartonzuschnitt für die Packung; Fig. 3 ist eine teilweise geschnittene Ansicht
der gefüllten Packung; Fig. 4 zeigt eine Einzelheit.
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Die Packung besteht aus dem Boden I mit angeschnittenen Seiterrwänden
2 und 3, Oberteil 4 und Deckel 5. Der Oberteil 4 trägt noch einen Seitenwandteil
6 mit einer Lasche 7. Ferner besitzt der Oberteil einen mittleren Ausschnitt 8,
der ungefähr l/s bis 1/2 der Breite der Packung einnimmt. Durch Falzen um die Kanten
9, IO, II, 12, I3, I4, 15, I6, I7 und I8 wird der aus Fig. 2 ersichtliche Zuschnitt
in die Form des; Behälters nach Fig. I gebracht. Die Lappen 19 und 20 bzw. 21 und
22 werden hierbei miteinander verklebt.
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In den so gebildeten Behälter werden die Bogen 23 und Umschläge 24
in der aus Fig. 3 und 4 ersichtlichen Weise eingelegt. Der Falz 25 der einzelnen
Bogen ist abwechselnd nach links und nach rechts gerichtet, und die Bogenblätter
sind ineinandergesteckt, wobei jeweils zwischen zwei Blättern aufeinanderfolgender
Bogen ein Umschlag 24 liegt.
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Wie aus Fig. 3 ersichtlich, haben die Umschläge in aufgeklapptem Zustand
eine Höhe, die annähernd gleich der Breite des gefalzten Bogens 24 ist. Diese Breite
ist einige Millimeter geringer als die Breite des Behälters, so daß neben dem Stapel
aus Bogen und Umschlägen der Hohlraum 26 verbleibt.
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Bei Erfassen des aus dem Ausschnitt 8 herausragenden Blattes 23 kann
der Bogen herausgezogen werden. Es legt dabei gleichzeitig den nächsten Umschlag
24 frei und hebt das eine Blatt des nächsten Bogens aus dem Ausschnitt heraus. Um
die Entnahme des Bogens zu verbessern bzw. seine Führung zu erleichtern, sind an
die Seitenteile des Oberteils 4 die gegen den Ausschnitt 8 gerichteten bogenförmigen
Laschen 27 angeschnitten, die die federnde Wirkung beim Entnehmen eines Bogens noch
verbessern.
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Die an dem Seitenteil 6 befindliche Lasche 7 greift, wie aus Fig.
I ersiichtlich, unter den Briefbogenstapel und gestattet so, überzähligeUmschläge
für spätere Benutzung unter den Stapel einzulegen.
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Falls es jedoch erwünscht erscheint, den Stapel selbst als Ganzes
zu entnehmen, kann durch Ziehen an der Zunge 28 der Seitenwandteil 6 aufgeklappt
werden, wie in Fig. 1 in gestrichelten Linien dargestellt ist.
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Der Inhalt der Packung ist dann von dieser Seite aus zugänglich.
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Der Deckel 5 besitzt noch eine Zunge 29, die zum Verschließen der
ganzen; Packung in den Schlitz 30 eingeschoben werden kann. Auf der Innenseite des
Deckels 5 kann ein Löschblatt aufgebracht sein.
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PATENTANSPRCHE: I. Packung für loses Briefpapier, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Behälter, der in seiner Decke einen mittleren Ausschnitt von einer
der Kante des Bogens entsprechenden Länge besitzt, die einzelnen gefalzten Bogen
mit abwechselnd entgegengesetzt liegendem Falz ineinandergesteckt übereinander angeordnet
sind.