DE864949C - Verfahren zur Behandlung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier, fuer die Herstellung von gehaerteten Kunststoff-Formkoerpern - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier, fuer die Herstellung von gehaerteten Kunststoff-FormkoerpernInfo
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- DE864949C DE864949C DEZ490D DEZ0000490D DE864949C DE 864949 C DE864949 C DE 864949C DE Z490 D DEZ490 D DE Z490D DE Z0000490 D DEZ0000490 D DE Z0000490D DE 864949 C DE864949 C DE 864949C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
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- D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
- Verfahren zur Behandlung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier, für die Herstellung von gehärteten Kunststoff-Formkörpern Es ist bekannt, Formkörper dadurch herzustellen, daß man gekreppte Faserstoffbahnen, - insbesondere Papier, in Preßwerkzeugen unter Ausnutzung ihrer Dehnfähigkeit verformt. Insoweit man dabei eine Mehrzahl von Einzellagen verwendet, ist es bekannt, dieselben durch geeignete Bindemittel zu einem Ganzen zu vereinigen. Als solche kommen z. B. trocknende Leime, abbindende Kitte, durch Hitze verflüssigte und bei Abkühlung erhärtende Bitumina in Betracht. Besonders widerstandsfähige Formkörper werden erzielt, wenn man als Bindemittel härtende Kunststoffe, z. B. Kunstharze, verwendet. Man hat dierselben beispielsweise in alkoholischer Lösung oder in wäßriger Emulsion dem gekreppten Papier zugersetzt und das so gewonnene Zwischenprodukt der Verformung in geheizten Preßwerkzeugen zugeführt.
- Vorliegende Erfindung :stellt eine wesentliche Verbesserung dieses an sich brauchbaren Verfahrens dar. Sie beruht rauf der Erwägung, daß es kaum gelingen kann, gekreppte Fasersboffbahnen mit einem ganz gleichmäßigen Kunstharzüberzug zu versehen, denn die trocknende Lösung bzw. Emulsion muß dazu neigen, in der Tiefe der Kreppfalten Anreicherungen vom. Harz zu hinterlassen. Diese aber bilden. bekanntlich im fertigen Preßling Stellen erhöhter Sprödigkeit und damit vexmin_ derter Widersüandsfähigkeit gegen miechnische Beanspruchungen jeder Art. Auch erhöhen sie die Steifheit rder y g?elneppten Bahn, wodurch die durch die Kreppung bezweckte Formbarkeit des Preßstoffs herabgesetzt wird. "Hinzu: kommt Beine weitere Unvollkommenheit des bisherigen Verfahrens, die darin besteht, daß jedes gekreppte Fasererzeugnis bei Zuführung wäßriger und biss zu einem gewissen Grad auch älkaholischer Feuchtigkeit mehr oder weniger aufquillt und dabei einen Teil seiner Kreppung verliert. Hiermit aber sind Schwierigkeiten bei der- Führung der feuchten Fasersüoffbahn durch die oder Trocknung und Weiterverarbeitung dienenden , Vorrichtungen verbunden.
- Allre angeführten Mängel "werden . durch die Erfindung beseitigt. Dieselbe besteht darin, daß die Faserstoffbahn zuerst mit der Lösung bzw. Emulsion des Bindemätbels behandelt und erst danach der Kreppung unterworfen wird.
- Fas ist leicht, auf der noch glatten Papierfläche reit Hilfe der bekannten Tauch-, Spritz-, Streich-bzw. Laickiermaschinenoder ähnlichen Vorrichtungen einen ganz gleichmäßigen Auftrag der Lösung bzw. Emulsion des Bindemittels zur erzielen, so @daß örtliche Anreicherungen vermieden werden. Auch kann seine Vierformung des noch ungekreppten Faserstoffs durch Aufquellen eventueller Kreppfalten nicht vorkommen. Dias Papier gelangt vielmehr mit genau ,demjenigen Kreppungsgra,d zur Verpressung, der ihn bei der Kreppung verliehen wird. Dias nach der Imprägnierung gekreppte Papier ist :endlich biegsamer und weicher als eine zuerst gekreppte und dann getränkte und dadurch versteifte Farsersüoffbahn. Beim Verpressen geht daher die Anpassung des Werkstoffs an die gewünschte Form erheblich leichter vonstatten als bisher. Dadurch werden auch vorzeitige Brüche des Faserverbandes vermieden.
- Wesentlich für das Gelingen des erfindungsgem:äßen Verfahrens ist die durch eingehende Untersuchungen verwiesene Tatsache, daß sich ;auch eine bereits mit Bindemittel behandelte Fäserstoffb:ahn gut kreppjen läßt, und zwar nicht nur in.. einer, siondern auch in mehreren Richtungen. Bekanntlich fallen die Kreppfalten um so feiner und gleichmäßiger ,aus, je feuchter die zu kreppende Bahn ist. Versuche haben nun rerwiesen, daß nichts im Wiege steht, eine Bereits mit Kunstharz vers@ehenie Papierbahn entweder in noch feuchtem Zustand zu kreppen oder, falls die alkoholische oder wäßrige Feuchtigkeit des Bindemittels bereits aufgetDo,cknet ist, vor der Kreppung eine den Werkstoff erweichende Befeuchtung vorzunehmen. Bei dieser Befeuchtung tritt kein. merkbarer bzw. das. Verfahren verteuernder Verlust von Bindemitteln, insbesondere Kunstharz rein.
- Durch das Verfahren der Erfindung wird ein Werkstoff -gewonnen, der sich vorzüglich zur Herstellung von -gehärteten Formkörpern mit den in der Kunststofftechnik bekannten Mitteln eignet, 'z. B: mit helzbaren, in Künststoffpnessen eingesetzten Formwerkzeugen Dias Verfahren kann auch so ;ausgeführt werden, daß, beispielsweise bei größeren Bindemittelzusätzen, ein @erstier Teil derselben der Faserstoffbahn vor dem Kreppsem, ein zweiter Teil dagegen erst nach dem Kreppen einverleibt wird. Diabei können die Bindemitüelzusätze auch verschiedener Art sein, beispielsweise können dem nachträglich zugeführten Teil Schmiermittel zur Reinhaltung der Preßformen zugefügt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier, für die Herstellung von gehärteten Kunststoff-Formkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß das Papier rod. dgl. . zuerst mit seiner Lösung roder Emulsion reines härtb;aren Bindemittels,, z. B. Kunstharz, versehen und danach durch Kreppung formbar gemacht wind.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreppwng :erfolgt, bevor das der Fasersüoffbahn zugefügte Bindemittel aufgetrocknet ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch ., dadurch gekennzeichnet, daß nach Auftrocknung des -der Faserstoffbahn zugefügten Bindemittels eine die Kreppung @erleichternde Befeuchtung vorgenomm,en wird. "
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ490D DE864949C (de) | 1944-06-11 | 1944-06-11 | Verfahren zur Behandlung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier, fuer die Herstellung von gehaerteten Kunststoff-Formkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ490D DE864949C (de) | 1944-06-11 | 1944-06-11 | Verfahren zur Behandlung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier, fuer die Herstellung von gehaerteten Kunststoff-Formkoerpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE864949C true DE864949C (de) | 1953-01-29 |
Family
ID=7617748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEZ490D Expired DE864949C (de) | 1944-06-11 | 1944-06-11 | Verfahren zur Behandlung von Faserstoffbahnen, insbesondere Papier, fuer die Herstellung von gehaerteten Kunststoff-Formkoerpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE864949C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1237657B (de) * | 1957-03-30 | 1967-03-30 | Moser Glaser & Co A G | Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern oder Umhuellungen fuer elektrische Isolationszwecke |
-
1944
- 1944-06-11 DE DEZ490D patent/DE864949C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1237657B (de) * | 1957-03-30 | 1967-03-30 | Moser Glaser & Co A G | Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern oder Umhuellungen fuer elektrische Isolationszwecke |
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