DE864138C - Verfahren zum elektrischen Erhitzen von Gegenstaenden aus Glas oder einem anderen glasartigen Werkstoff - Google Patents
Verfahren zum elektrischen Erhitzen von Gegenstaenden aus Glas oder einem anderen glasartigen WerkstoffInfo
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- DE864138C DE864138C DEC4152A DEC0004152A DE864138C DE 864138 C DE864138 C DE 864138C DE C4152 A DEC4152 A DE C4152A DE C0004152 A DEC0004152 A DE C0004152A DE 864138 C DE864138 C DE 864138C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B23/00—Re-forming shaped glass
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- C03B23/207—Uniting glass rods, glass tubes, or hollow glassware
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Description
- Verfahren zum elektrischen Erhitzen von Gegenständen aus Glas oder einem anderen glasartigen Werkstoff Das Patent 858 866 bezieht sich auf ein Verfahren zur örtlichen Erhitzung von Gegenständen aus Glas oder einem anderen glasartigen Werkstoff, gegebenenfalls zum Schneiden durch örtlich begrenzte Vorwärmung und anschließende Erhitzung durch Dielelctrizitätsverluste, die auf die Vorwärmungsstelle konzentriert werden. Bei diesem Verfahren wird die Vorwärmung durch einen drahtförmigen Heizkörper bewirkt, der an die zu erwärmende, gegebenenfalls zu schneidende Stelle angelegt wird.
- Diese Anordnung konzentriert die Erhitzung durch Diel:ektrizitätsverluste mit Genauigkeit. Sie hat aber den Nachteil, daß im Glas große Spannungen entstehen, welche die Anwendungsmöglichkeiten für das Verfahren begrenzen.
- Der Zweck der Erfindung besteht darin, diese Nachteile zu beseitigen. Dies geschieht dadurch, daß die @zu verformenden Körper in einem durch ,ein bekanntes Verfahren erhitzten Raum derart angeordnet sind, daß diese Körper auf eine möglichst gleichmäßige Temperatur gebracht werden, die etwas höher liegt als die Nacherhitzungstemperatur des benutzten Glases.
- Bei dieser Temperatur verliert das Glas seine Empfindlichkeit gegen Wärmestöße und besitzt eine genügende Dielektrizitätsverlustziffer, durch die in einem hochfrequenten Feld :eine sofortige Überhitzung bewirkt wird. Da der Körper auf eine gleichmäßige Temperatur erhitzt ist, wird die örtliche Begrenzung der Überhitzung, die zur Verformung notwendig ist, durch die Konzentration des Feldes bewirkt.
- Zu diesem Zweck werden in der Nähe der zu erhitzenden Stelle Metallkörper angeordnet, an welche die Hochfrequenzspannung angelegt wird und deren Gestalt und Abmessungen derart gewählt sind, daß das Feld zwischen diesen Körpern und in der Glasmasse die für den beabsichtigten Vorgang geeignete Gestalt und den geeigneten Wert besitzt.
- Dieses Verfahren gestattet die Durchführung fortlaufender Vorgänge für das Verformen und Verschmelzen längs einer bestimmten Linie, wozu der Glaskörper gegenüber den Elektroden nach einem bestimmten Gesetz verschoben wird.
- In der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt.
- Fig. i und 2 zeigen die Schweißung von zwei Halbzylindern an einer Mantellinie entlang in perspektivischer Darstellung und im Schnitt; Fig.3, 4 und 5 zeigen die Schweißung zweier kreisförmiger Scheiben an einer Kreislinie entlang. In den Fig. i und 2 sind zwei Halbzylinder ioi und io2 dargestellt, die längs einer Erzeugungslinie miteinander verschmolzen werden sollen. Sie werden durch eine nicht dargestellte Feder miteinander in Berührung gehalten. Die beiden Körper befinden sich zwischen zwei Elektroden 103 und 104, zwischen denen einhochfrequenter Spannungsunterschied herrscht. Die beiden Elektroden sind durch Stromleiter io5 und io6 mit einem nicht dargestellten Hochfrequenzerzeuger verbunden. Die beiden Leiter sind ebenfalls als Halter ausgebildet. Sie sind mit schräg gerichteten Zungen 107, 1o7', io8, io8' versehen. Der ganze Spannungsunterschied ist zwischen die beiden Zungen 107, i08 einerseits und die beiden Zungln 1o7', ip8' andererseits angelegt. Deren Neigung und deren Abstand vom Glas ist zur Erzielung der größten Wirksamkeit .berechnet.
- Die rahmenartige Ausbildung der Elektroden dient zur Versteifung. Nur die Zungen, deren Gestalt; deren Abstand und deren Richtung bestimmen die Überhitzung des Glases und die zu überhitzende Stelle.
- In den Fig. 3, 4 und 5 sind zwei aufeinanderliegende Scheiben iio dargestellt, die gemäß einer Kreislinie i i i miteinander verbunden werden sollen. Diese auf einer Platte 112 ruhender. Scheiben werden durch ein Getriebe 113 und einen Motor 114 in Drehung versetzt. Der Scheibenrand geht zwischen den Elektroden 115 und 116 hindurch, die durch Stromleiter 117 und 118 mit dem Hochfrequenzerzeuger verbunden sind. Die Stromleiter treten in den Ofen durch Isolierplatten 120 ein.
- Die Fig. 4 und 5 zeigen in größerem Maßstab die Anordnung der Elektroden 115, 116 gegenüber den beiden aufeinanderliegenden Scheiben iio. Das im Glase in Richtung der Verbindungslinien der Zungen i 15, 116 und 115', 116' konzentrierte Fehl bewirkt an dieser Stelle eine Überhitzung bis zum Schmelzen der Berührungsstelle der beiden Scheiben. Werden die beiden Scheiben, die sich in einem auf die geeignete Temperatur gebrachten Ofen hefinden, im Feld der Elektroden in Drehung versetzt, so erzielt man dadurch -das Verschmelzen der beiden Glasscheiben längs einer kreisförmigen Linie i i i. Selbstverständlich kann man auch auf diese Weise ein Verschmelzen längs einer beliebig geformten Linie erzielen. Nach Beendigung des Vorganges kann das Nachwärmen des Glases in dem Raume erfolgen, der zur Vorwärmung und zum eigentlichen Verformen gedient hat. Für eine kontinuierliche Herstellung wird man das Vorwärmen in einer Kammer, das Verformen beim Austritt aus dieser Kammer und dann das Nachwärmen in einer anderen Kammer durchführen, wobei eine selbsttätige Vorrichtung die Verschiebung zwischen diesen Vorgängen besorgt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur örtlichen Erhitzung von Gegenständen aus Glas oder einem anderen glasartigen Werkstoff nach Patent 858 866, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Dielektrizitätsverluste zu verformenden :Glaskörper in einem Ofen angeordnet werden, der in bekannter Weise derart erhitzt wird, daß die Glaskörper auf eine möglichst gleichmäßige Temperatur gebracht werden, die etwas höher liegt als die Nacherhitzungstemperatur des benutzten Glases.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die örtliche Begrenzung der Überhitzung, die zur Verformung des auf die gleichmäßige Temperatur gebrachten Glaskörpers erforderlich ist, durch eine Konzentration des elektrischen Feldes bewirkt wird.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch in der Nähe des zu erhitzenden Glaskörpers angeordnete Metallkörper, deren Gestalt und Abmessungen derart gewählt sind, daß ein zur Erzeugung dieser Überhitzung geeignetes, durch das Glas hindurchtretendes elektrisches Feld erzielt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR864138X | 1948-07-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE864138C true DE864138C (de) | 1953-01-22 |
Family
ID=9343648
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC4152A Expired DE864138C (de) | 1948-07-27 | 1948-12-31 | Verfahren zum elektrischen Erhitzen von Gegenstaenden aus Glas oder einem anderen glasartigen Werkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE864138C (de) |
-
1948
- 1948-12-31 DE DEC4152A patent/DE864138C/de not_active Expired
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