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DE852988C - Verfahren zur Herstellung von Kobaltcarbonylwasserstoff und gegebenenfalls Kobaltcarbonyl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kobaltcarbonylwasserstoff und gegebenenfalls Kobaltcarbonyl

Info

Publication number
DE852988C
DE852988C DEH5536D DEH0005536D DE852988C DE 852988 C DE852988 C DE 852988C DE H5536 D DEH5536 D DE H5536D DE H0005536 D DEH0005536 D DE H0005536D DE 852988 C DE852988 C DE 852988C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cobalt
hydrogen
cobalt carbonyl
carbonyl
production
Prior art date
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Expired
Application number
DEH5536D
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr Hieber
Hans Dr-Ing Habil Schulten
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH5536D priority Critical patent/DE852988C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE852988C publication Critical patent/DE852988C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G51/00Compounds of cobalt
    • C01G51/02Carbonyls

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kobaltcarbonylwasserstoff und gegebenenfalls Kobaltcarbonyl Es wurde gefunden, daß man aus metallischem Kobalt oder Kobaltverbindungen,wie Kobaltsulfid oder Kobalthalogeniden, durch Einwirkung von Kohlenoxyd das Kobalt in Form einer sehr leicht flüchtigen Verbindung gewinnen kann, wenn man gleichzeitig mit dem Kohlenoxyd auch Wasserstoff einwirken läßt. Bekanntlich bildet sich aus Kobalt und Kohlenoxyd Kobaltcarbonyl als orangeroter kristalliner Stoff. Läßt man nun neben dem Kohlenoxyd auch Wasserstoff, und zwar bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck, auf den kobalthaltigen Ausgangsstoff einwirken, so bildet sich eine als Kobaltcarbonylwasserstoff zu bezeichnende flüchtige Verbindung.
  • Entlastet man unter Abkühlung das Umsetzungsgasgemisch von seinem Druck, so zerfällt der Kobaltcarbonylwasserstoff in das erwähnte feste Kobaltcarbonvl und Wasserstoff. Der Wasserstoff kann wiederum für die Bildung weiterer Mengen Kobaltcarbonvlwasserstoff verwendet werden. Das bekannte Verfahren der unmittelbaren Erzeugung von Kobaltcarbonyl aus kobalthaltigem Ausgangsstoff und Kohlenoxyd bietet in manchen ,Fällen die Schwierigkeit, daß eine weitgehende Abtreibung des Carbonyls verhältnismäßig lange Zeiten erfordert. Diese Schwierigkeit wird durch den Zusatz von Wasserstoff und die dadurch bewirkte Erzeugung der leicht flüchtigen Carbonylwasserstoffverbindung beseitigt.
  • Verwendet man als Ausgangsstoff nicht metallisches, feinverteiltes Kobalt, sondern dessen Verbindungen, so empfiehlt es sich, ein Metall, wie Kupfer oder Silber, zuzusetzen; insbesondere ist dies im Falle der Verwendung der Kobalthalogenide vorteilhaft. Auch aus sulfidischen, kobalthaltigen Erzen kann das Kobalt unmittelbar als Carbonylwasserstoff abgetrennt und dann als Carbonyl gewonnen werden. Man kann sich die Umsetzung des Sulfids oder des Halogenids im Sinne der folgenden Gleichungen vorstellen:
    COS + g Co + 1/2H2 > (C0)4 CoH + COS
    Co Hah -1- 4 C O + 1,,'' Ha + 2 Cu --@
    (C O)4 Co H -f-2 Cu Hal .
    Es ist bekannt, daß sich durch Einwirkung von Basen auf Kobaltcarbonyl unter Luftabschluß Kobaltcarbonylwasserstoff bildet, der sehr leicht in Kobaltcarbonyl und Wasserstoff zerfällt. Diese Umsetzung ist jedoch von geringer technischer Bedeutung, da sie Kobaltcarbonyl als Ausgangsstoff voraussetzt.
  • Beispiel Auf feinverteiltes Kobaltmetall läßt man in einem Druckgefäß in der Weise Kohlenoxyd und Wasserstoff einwirken, daß man das Druckgefäß zunächst mit einem unter etwa 5o at stehenden Wasserstoffbehälter und dann mit einem unter etwa Zoo at stehenden Kohlenoxydbehälter verbindet. Das Umsetzungsgefäß wird 24 Stunden lang auf 18o° erhitzt. Das Kobaltmetall wird in dieser Zeit so gut wie vollständig in Carbonylverbindungen umgewandelt. Das aus dem Druckgefäß entnommene Gasgemisch enthält reichliche Mengen Kobaltcarbonylwasserstoff.
  • Gleich gute Ergebnisse erzielt man mit wasserfreiem Kobaltjodid unter Zusatz von Kupfermetall während 15 Stunden bei einer Temperatur von i6o° oder mit Kobaltsulfid, das aus einer Kobaltnitratlösung mit Ammonsulfid gefällt ist, während 12 Stunden bei 17o° oder mit Kobaltsulfid, das durch Zusammenschmelzen äquivalenter Mengen Kobalt und Schwefel erhalten ist, während 15 Stunden bei i8o°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kobaltcarbonylwasserstoff und gegebenenfalls Kobaltcarbomyl durch Einwirkung von Kohlenoxyd auf Kobalt oder kobalthaltige Stoffe bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß man gleichzeitig mit dem Kohlenoxyd auch Wasserstoff zur Einwirkung bringt und gegebenenfalls die gebildete flüchtige Kobaltcarbonylwasserstoffverbindung in Kobaltcarbonyl überführt.
DEH5536D 1938-12-15 1938-12-15 Verfahren zur Herstellung von Kobaltcarbonylwasserstoff und gegebenenfalls Kobaltcarbonyl Expired DE852988C (de)

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DE852988C true DE852988C (de) 1952-10-20

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922707C (de) * 1952-11-12 1955-01-24 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Kobaltcarbonylwasserstoff und seinen Verbindungen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922707C (de) * 1952-11-12 1955-01-24 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Kobaltcarbonylwasserstoff und seinen Verbindungen

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