DE851536C - Schuheinlage - Google Patents
SchuheinlageInfo
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Classifications
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Landscapes
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Description
- Schuheinlage Die Erfindung betrifft Einlegesohlen, insbesondere orthopädische Schuheinlagen.
- Die normalen Einlegesohlen, die aus Filz, Kork. Pappe od. dgl. hergestellt sein können, haben alle den wesentlichen Fehler, daß sie den Raum im Schuh, besonders in der Vorderzehenpartie, stark einengen und dadurch den Preßdruck des Schaftes auf die Zehen verstärken. Damit ergibt sich nicht nur ein Kältegefühl, das gerade durch die Einlegesohlen bekämpft werden soll, sondern auch eine Behinderung der Blutzirkulation. Außerdem wird die Hühneraugenbildung geradezu gefördert. Orthopädisch-plastische Schuheinlagen bestehen im allgemeinen aus Stützkörpern, die lediglich den Mittelteil des Fußes unterstützen. Derartige Einlagen sind aber wegen der Stärke des Materials und des dadurch gegebenen plötzlichen Übergangs von der Einlage zur einlagefreien Stelle sehr unbequem im Tragen und werden beim Aus- und Anziehen leicht verschoben. In .der Praxis hat es sich darum herausgestellt, daß die Einlagen sehr häufig überhaupt nicht benutzt, sondern nach einer kurzen Probezeit beiseite gelegt werden.
- Demgegenüber betrifft die Erfindung eine neuartige Kombination einer Einlegesohle mit einer orthopädischen Einlage, die sowohl angenehm im Tragen ist als auch die Wirkung der orthopädischen Einlage durch die Formgebung der Sohle noch unterstützt und sich innerhalb des Schuhs nicht mehr verschieben kann.
- Erfindungsgemäß werden diese Forderungen dadurch in bester Weise erfüllt, daß ein an sich bekannter Stützkörper mit einer Einlegesohle sowie einer unter dem Vorderfuß angeordneten Sohlen, verstärkung mit seitlichen Ausschnitten unmittelbar vor dem Stützkörper zu einer einheitlichen Schuheinlage fest vereinigt ist. Hierbei kann die Einlegesohle aus einem sehr dünnen abwaschbaren Material, aber auch aus Filz, Kork oder Pappe bestehen. Die Sohlenverstärkung ist hierbei zweckmäßigerweise aus Schuhkork und greift mit einer zungenartigen Lasche über das Vorderende des Stützkörpers hinaus, wodurch sich eine zusätzliche Metatarsalstütze ergibt und die Möglichkeit gegeben ist, die Einzelteile durch einen Niet, der durch die zungenartige Lasche und den Stützkörper und; evtl. auch durch die Einlegesohle hindurchgreift, zu einer festen Einheit zu verbinden. Im übrigen sind; die Einzelteile in üblicher Weise miteinander verklebt.
- Besonders wesentlich ist die Anordnung eines Ausschnitts am vorderen Ende der Einlegesohle und gegebenenfalls auch der Sohlenverstärkung, um dadurch die Einpassung in jeden. Schuh zu erleichtern und; in der Zehenpartie den. nötigen Raum freizulassen, somit die Beweglichkeit der Zeihen zu fördern und deren Greifertätigkeit zu unterstütze.n. Dadurch wird eine besonders günstige Durchblutung des ganzen Fußes und insbesondere der Zehenpartie ermöglicht und die Annehmlichkeit der Fußstütze wesentlich erhöht.
- Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung seien an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, in der Abb. i die erfindungsgemäße Schuheinlage, von der Unterseite her gesehen, zeigt; Abb.2 ist eine gleichartige Ansicht mit Ausschnitten am Vorderfuß.
- Mit i ist ein Stützkörper an sich bekannter Art bezeichnet, auf den an der Oberseite eine Einlegesohle aus Filz, Kork, Pappe oder einem abwaschbaren dünnen Material aufgeklebt ist, die in den Abbildungen lediglich an den seitlichen Ausschnitten 2a und 2b sichtbar wird. Der Fersenausschnitt 2C kann entweder ebenfalls die Einlegesohle unmittelbar sichtbar werden lasse,, oder auch mit einem entsprechend geformten Läppchen aus weichem Material, wie Kork oder Filz, das mit der Einlegesohle verklebt ist, ausgefüllt sein. Auf die Einlegesohle ist an der Unterseite, und zwar nur am Vorderteil, eine dünne Platte 3 aus Schuhkork od. dgl. aufgeklebt, die sich nach hinten verjüngt und damit die Einschnitte 2° und 2b bildet, mit einer pelottenartigen Lasche über den Stützkörper herübergreift und an diesem mit einem Niet 4 befestigt sein kann. Der Stützkörper i kann hierbei in an. sich bekannter Weise mit Erhabenheiten 5, die entweder aus dem Material herausgearbeitet oder angepreßt sind, versehen sein, um die orthopädische Wirkung der Einlage zu verbessern.
- Gemäß Abb. 2 isst die Sohle und die Sohlenverstärkung am Vorderteil entlang einer Kurvenlinie ausgeschnitten, deren Form sich aus praktischen Versuchen ergeben und als! besonders günstig und zweckmäßig herausgestellt hat. Die Schnittlinie 6 ergibt hierbei eine für die Wirkung der Einlage besonders günstige tiefe Lagerung des. Ballens der großen Zehe. Die Ballender kleinen Zehen bilden gegenüber dem selbständigen Großzehballen eine gewisse Einheit, was in der Form der Kurvenlinie 7 in besonders günstiger Weise berücksichtigt ist. Die Sohle ist dementsprechend mit einer vorderen Spitze 8 versehen, die ungefähr unter,den Ballen der zweiten Zehe oder zwiedhen den Ballen der zweiten und dritten Zeihe zu liegen kommt. Ist in einem Schuh, wie dies im allgemeinen der Fall ist, durch die Arbeit der Zehen die Ausballmasse nach vorn weggedrückt, so ersetzt diese Spitze die an. dieser Stelle fehlende Ausballmasse und verbessert dadurch den Schuh und seine Annehmlichkeit beim Tragen. Diese Spitze ergibt aber auch insofern eine günstige Wirkung, als sie .die Zehenausrichtung entsprechend der natürlichen Fußform begünstigt und somit ein gegenseitiges Überlagern und Überschneiden der Zehen verhindert bzw. weitgehend rückgängig macht.
- Man kann die frei liegenden Unterseiten der Einlegesohle an dien Stellen, wo sie nach unten frei liegt,. d. h. an den Ausschnitten 2a und 2b und! gegebenenfalls auch am Ausschnitt 2°, mit einem Klebemittel versehen, das normalerweise fest ist und unter der Einwirkung der Fußwärme aktiv wird und die Einlegesohle im Schuh festlegt.
- Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, daß die Einzelteile zusammengeklebt sind und somit die Möglichkeit gegeben ist, die Sohle und die Sohlenverstärkung nachträglich noch auf eine besondere Schuh- oder Fußform zuzuschneiden und damit an verschiedene Größen. und Formen von Schuhen bzw. Füßen in gewissem Umfange anzupassen, ohne daß hierbei die Form dies, Stützkörpers geändert wird.
Claims (7)
- PATEN TANSPRi', CHE: i. Schuheinlage, insbesondere orthopädische Schuheinlage, gekennzeichnet durch die Vereinigung eines an sich bekannten Stützkörpers und einer mit diesem fest verbundenen Einlegesohle sowie eine unter dem Vorderfuß angeordnete Sohlenverstärkung mit seitlichen Ausschnitten bzw. Einbuchtungen unmittelbar vordern Stützkörper.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sohlenverstärkung mit einer zungenartigen Lasche über das vordere Ende des Stützkörpers herübergreift, an der Befestigungsmittel, beispielsweise in Form eines Niets od. dgl., vorgesehen sein können.
- 3. Anordnung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützkörper mit einem an sich bekannten Ausschnitt für die Lagerung. der Ferse versehen ist..
- 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschnitt mit einer Lage aus weichmn Material, beispielsweise Kork oder Filz, ausgefüllt ist.
- 5. Anordnung nach dien Ansprüchen; i bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Einlegesohle und die Sohlenverstärkung an ihrem vorderen Ende mit Ausschnitten versehen sind.
- 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschnitt am vorderen Ende entlang einer Kurvenlinie vorgenommen ist, die den anatomischen `'erhältn@is@sen des Fußes optimal angepaßt ist, so daß die Schuheinlage in eine Spitze ausläuft, die etwa unter den Ballen der zweiten Zehe bzw. zwischen den Ballen der zweiten und dritten Zehe zu liegen kommt.
- 7. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlegesohae an den seitlichen Ausschnitten (2° und 2b) und gegebenenfalls auch am Fersenaus-schnitt (2c) mit einem normalerweise abgebundenen Klebstoff versehen ist, der unter der Einwirkung der Fußwärme die Einlage im Schuh festklebt.
Priority Applications (1)
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| DE851536C true DE851536C (de) | 1952-10-06 |
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Family Applications (1)
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1951
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