DE859724C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken aus Beton und aehnlichen Massen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken aus Beton und aehnlichen MassenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formstücken aus Beton und ähnlichen Zulassen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Beton oder ähnlichen Massen und zeigt gleichzeitig eine das Verfahren durchführende Vorrichtung. Insbesondere soll das neue Verfahren Anwendung finden zur Herstellung von Trägern-, Balken Schwellen, Profilen, Steinen, Rohren usw. Mit den bisher bekannten Arbeitsmethoden bzw. den bekannten Rüttel- und Stampfvorrichtungen ist dies nur bedingt möglich gewesen. 'Diese Verfahren waren zeitraubend und kostspielig.
- Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Verfahren behoben, indem die Herstellung der Formstücke (Werkstücke) in fließender Fertigung erfolgt.
- Es ist bereits bekannt, die zu bearbeitenden Massen in eine aus starren Schalungsteilen gebildete Form einzubringen und darin zu verdichten. Während gemäß der Erfindung ein Weiterrücken der Form bzw. Formteile noch während der Vibration und gleichzeitig mit dem Vibrationsvorgang erfolgt, findet bei den bekannten Verfahren: ein Weiterrücken der Formen und damit ein, Entlanggleiten an den Massen nicht gleichzeitig während der Vibration statt. Vielmehr befinden sich bisher die Formteile gegenüber der zu verformenden Masse wähnend des Vibrationsvorganges in Ruhe. Eine Ortsveränderung der Formteile fand erst nach vollzogener Vibration statt.
- Demgegenüber werden bei der Erfindung, wie ausgeführt, die Formteile'noch während der Einwirkung der Vibration von. dem Formling abgezogen. Daher kann. mit dem neuen Verfahren kontinuierlich gearbeitet werden. Dies ist einte Folge der Vibratio>nseirnvirkung auf den Formling. Die Formen lösen sich gut von der Masse. Schließlich wird die Masse während des-Abstreifens der Formen noch geglättet. Insbesondere bei der Herstellung von langen Körpern ist die kontinuierliche Arbeitsweise von Vorteil. Aber auch bei der Herstellung von kürzeren Körpern, wie Steinen usw., ermöglicht die während: des Abziehens vorhandene Rüttelbewegung ein vollkommen glattes Austreten der Steine aus den Formen nach unten. Es ist dabei die. Möglichkeit gegeben, daß die Schalungsteile kontinuierlich oder absatzweise weiterrücken.
- Die nach dem Verfahren arbeitende-Vorrichtung kennzeichnet sich darin, daß die von denn Vibrationsgeräten beeinflußten Formen; wenigstens an einem Ende offen und mit einem Antrieb ausgestattet sind, der die Formen während der Vibration der Massen an diesem entlangzieht. Zwecks gleiehzeitiger Bildung mehrerer Formstücke können die Formen durch Zwischenwände unterteilt sein. Außerdem können zwischen. die Formteile zusätzlich noch weitere Trennstücke zur Teilung der Werkstücke während des Entlanggleitens der Formen eingebracht werden. Einzelne Teile der Form, die ganze Form oder die Zwischen- und Trennwände können gleichzeitig Teile der Vibrationseinrichtung bilden. Sie können auch als Träger für die Vibrationseinrichtung ausgebildet sein.
- Die während der Vibration mit weiterrückenden Vibrationseinrichtungen sind als an sich bekannte elektrisch, mechanisch oder hydraulisch angetriebene Rüttler, Stampfer, Saugeinrichtungen oder als deren Kombinationen ausgebildet.
- Der Erfindungsgedanke ist in der Zeichnung beispielsweisedargestellt. Es zeigt Fig. i eine Seitenansicht einer das Verfahren durchführenden Vorrichtung, Fig. 2 und 3 Querschnitte durch nach dem Verfahren hergestellten Balkenformen und FRg.4 eine schematische Darstellung der Vorrichtung zur gleichzeitigen Herstellung mehrerer Formstücke.
- Bei der Ausführung gemäß Fig. i gelangt eine Grundplatte i zur Anwendung, auf der die Bildung eines Trägers erfolgen soll. Die Platte i kann auch durch einen glatten Boden der Montagehalle ersetzt sein. Auf der Platte i ruht die aus den SchaJungswänden 2 und 3 gebildete Form, welche oben offen ist. Die beiden Schulungswände 2 und 3 sind durch einen starren Kopf 4 bzw. durch eine Brücke 5 fest miteinander verbunden, so daß die Form in sich starr ist und mit Hilfe eines Seiles oder einer anderen Transporteinrichtung in der in Fig. i glezeigten Pfeilrichtung weitergerückt werden kann.
- Oberhalb der Form ist ein; Schütttrichter 7 vorgesehen, durch den die Massen 8 von oben her in die Form eingeschüttet werden. Der Trichter kann gegebenenfalls mit der Form beweglich sein.
- An den Formteilen 2, 3 sind weiterhin Halterungen 9 für den Ansatz nicht besonders dargestellter Vibrationseinrichtungen vorgesehen. Diese verdichten die Betonmassen, in der Form. Sie können 'beispielsweise als Innen- oder Außenrüttler, als Stampfer, Saugeinrichtungen od. dgl. ausgebildet sein. Noch vor dem Abbinden der Massen erfolgt ein kontinuierlicher oder absatzweiser Weitertransport der Form, wobei das hintere Ende derselben allmählich das gebildete Formstück io, beispiels-`veise als Träger, Balken, Stein, Rohr od. dgl., freiläßt..
- Bei der Darstellung nach Fng. 2 wird ein Träger von rechteckigem Querschnitt erzeugt, wobei als Grundplatte eine Platte. i' zur Anwendung gelangt, die noch seitliche Führungsleisten z i zur Führung der Formwände 2 und 3 aufweist.
- Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 gelangt eine Grundplatte i" zur Anwendung, die in ihrer Längsachse noch eine weitere Führung 12 zum Einsetzen und Weiterschieben einer Trennwand 13 aufweist. Diese Wand gestattet die gleichzeitige Herstellung zweier Werkstücke 14 und 15 unter Benutzung der seitlichen Schulungswände 16 und 17. Die Trennwand 13 mit der Brücke 5 ist an die übrigen Formteile angeschlossen und macht deren Bewegung mit. Zusätzlich können noch in die Masse Trennstücke eingesetzt werden, die die Formstücke in einzelne kleinere Werkstücke unterteilen.
- Bei der Darstellung gemäß Fig. 4 werden in der in Fig. 3 erläuterten Weise gleichzeitig mehrere Balken 18 hergestellt. - Es -gelangt eine Form i9, 2o zur Anwendung, die mit Hilfe einer Zugvorrichtung in der eingezeichneten Pfeilrichtung weitertransportiert wird.
- Im Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren verbleibt die Schalung je nach Art der herzustellenden Werkstücke nur bis zur völligen Verdichtung einer jeweiligen Arbeitslänge am Formstück und wird laufend oder absatzweise unter Vibration in bestimmter Geschwindigkeit fortbewegt, so. daß,die Formlinge im kontinuierlichen Arbeitsverfahren am Ende der sich in einer beliebigen Richtung (horizontal, vertikal) bewegenden, Schalung in noch urabgebundenem Zustand diese verlassen.
- Die die Schalung bildenden Formteile können aus den verschiedensten Materialien gefertigt werden, wobei je nach Art und Größe des zu fertigenden Formlings die jeweils ,Sur das gewählte Vibrationsverfahren. geeignete Materialart argewendet werden kann. Nach dem neuen Verfahren kann jeder beliebige Querschnitt einfies Formlings in Beton oder ähnlichen Massen hergestellt werden. Die Verdichtung der den Formling bildenden Massen kann erfindungsgemäß sowohl durch Außenals auch Innenrüttler, wie auch mittels entsprechender Saug- oder ähnlichen Einrichtungen sowie deren Kombinationen erfolgen.
- Um ein rasches Abbinden der Formlinge zu verhindern, kann am Ende der: starren Schalung eine entsprechende profilierte Abdeckeinnichtung aus schwachem Blech, Ölpapier, Cellophan od. dgl. derart vorgesehen sein, daß der Formling auf eine bestimmte Zeit allseitig vom Luftzutritt nach Verlassen der sich fortbewegenden Schalungswände abgeschlossen wird.
- Die besondere Eigenart der Erfindung ermöglichK nicht nur, jeweils eine Bahn für fließender Fertigung herzustellen, sondern es können auch gleichzeitig mehrere Bahnen beliebiger Profile und in beliebiger Lage zueinander hergestellt werden. Um hierbei mit geringstem Platzbedarf arbeiten zu können, ist es zweckmäßig, die einzelnen parallel arbeitenden Formen; in der Längsrichtung versetzt zueinander anzuordnen, so daß bei einer seitlichen An@bringung entsprechender Vibrationsvorrichtungen an dien Formteilen. eine bestmögliche Raumausnutzung gesichert wird. ` Die Fortbewegung der gesamten Vorrichtung sowohl für einzelne als auch für mehrere Bahnen kann entweder in einem besonderen, eventuell fahrbaren Gestell 21 erfolgen, so daß sich die gesamte Konstruktion als ein kompletter Wagen in Arbeitsrichtung bewegt. Die Vorrichtung kann aber auch durch Winden oder durch andere Einrichtungen bewegt werden. Vorteilhaftei-weise wird zugleich mit der sich während der Arbeit fortbewegenden Vorrichtung eine Zusatzeinrichtung gekoppelt, die für eine zwangsweise, möglichst automatische Zuführung des erforderlichen Materials, wieBeton od. dgl., sorgt. Die Materialzuführung kann hierbei entweder von Hand oder durch eine über die Arbeitsbahn laufende Transporteinrichtung, wie Förderband, erfolgen. Dabei können Transportsilos oder Bunkerwagen vorgeschaltet sein.
- Die vorliegende Erfindung ermöglicht neben der Herstellung beliebiger Einzelprofile auch die gleichzeitige Herstellung mehrerer Werkstücke gleicher oder verschiedener Profile.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Formstücken aus Beton oder ähnlichen Massen, bei welchem die Massen in eine aus starren Schalungsteilen gebildete Form eingebracht und verdichtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß währenddes Verdichters gleichzeitig ein Weiterrücken der Form bzw. Formteile unter Vibration erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Form bildenden Schalungsteile kontinuierlich weiterrücken.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Form bildenden Schalungsteile absatzweise weiterrücken. q.. Vorrichtung zur Herstellung von Formstücken aus Beton oder ähnlichen Massen, bei welcher die Massen zum Zwecke des Verdichtens in an sich starre Formen eingebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Vibrationsgeräten beeinflußten Formen wenigstens an einem Ende offen und mit einem Antrieb ausgestattet sind, der die Formen während des Ver.dichtens. der Massen unter Vibration absatzweise oder kontinuierlich an; den zu verdichtenden Massen: entlangzieht. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Formen zwecks gleichzeitiger Bildung mehrerer Formstücke durch Zwischenwände (i3) unterteilt .sind (Fig. 3). 6. Vorrichtung nach Anspruch ¢ und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Formteile zusätzlich noch weitere Trennstücke zur Teilung der Werkstücke während des Entlanggleitens der Formen eingebracht werden (Fig. ¢). 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Teile der Form, die ganze Form. oder die Zwischen- und Trennwände gleichzeitig Teile der Vibrationseinrichtungen bilden. B. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Form oder Teile der Form als Träger für die Vibrationsein:richtung ausgebildet sind. g. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die während des Verdichters mit weiterrückenden Vibrationseinrichtungenals!ansichbe'kanntselektrisch, mechanisch oder hydraulisch angetriebene Rüttler, Stampfer, Saugeinrichtungen oder .deren Kombinationen ausgebildet sind. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 655 556. Das latent 859 724 ist durch reahtskräf tige Entscheidung deo -Deutschen 2atentamts vom 2101201954 dadurch teilweise fÜr ,nichtig erklärt g daß die Ansprüche 1 bis 59 -8 und 9 gestrichen worden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW707D DE859724C (de) | 1944-02-29 | 1944-02-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken aus Beton und aehnlichen Massen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW707D DE859724C (de) | 1944-02-29 | 1944-02-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken aus Beton und aehnlichen Massen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE859724C true DE859724C (de) | 1952-12-15 |
Family
ID=7590917
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW707D Expired DE859724C (de) | 1944-02-29 | 1944-02-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formstuecken aus Beton und aehnlichen Massen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE859724C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008180B (de) * | 1953-03-19 | 1957-05-09 | Max Gessner Dipl Ing Dipl Ing | Verdichtungsgeraet zum Herstellen von vorgespannten Traegern oder Bauelementen aus Stahlbeton |
| DE1084186B (de) * | 1957-04-11 | 1960-06-23 | Weiler G M B H Maschf | Gleitschalung zum Herstellen von Betontraegern mit vorgespannten Stahldraehten |
| DE1095185B (de) * | 1958-01-31 | 1960-12-15 | Matti Aapeli Janhunen Dipl Ing | Gussform zur Herstellung von plattenfoermigen Formkoerpern |
| DE1143140B (de) * | 1961-01-13 | 1963-01-31 | Max Roth K G | Gleitschalung zum Herstellen von vorgespannten Traegern oder Bauelementen aus Stahlbeton |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE655556C (de) * | 1934-08-20 | 1938-01-18 | Int De Mise En Valeur Et De De | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohrleitungen |
-
1944
- 1944-02-29 DE DEW707D patent/DE859724C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE655556C (de) * | 1934-08-20 | 1938-01-18 | Int De Mise En Valeur Et De De | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohrleitungen |
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| DE1143140B (de) * | 1961-01-13 | 1963-01-31 | Max Roth K G | Gleitschalung zum Herstellen von vorgespannten Traegern oder Bauelementen aus Stahlbeton |
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