-
Zellenradschleuse, insbesondere für Blasversatz Es sind Blasversatzmaschinen
mit kegc ligem Zellenrad bekannt, welches bei Verschleiß axial nachgestellt werden
kann. Bei solchen. Maschinen hat sich der Übelstand gezeigt, daß das Zellenrad und
auch das Gehäuse bzw. eine einzusetzende Büchse gerade in dem mittleren Teil, der
rn it den zu fördernden Bergen: in Berührung kommt, wesentlich stärker verschleißt
als an den Paßs.tellen der Zellenradstirnwände. Es ist der Vorschlag gemacht worden,
diesen Nachteil dadurch zu beseitigen, daß dem Gehäuse der Breite des Einlaufs entsprechend
starke und den Einpaßstellen der Stirnabschlüsse dieses Zellenrades entsprechend
schwächere Kegelwinkel verliehen werden. Auf diese Weise soll verhindert werden,
daß sich im Gehäuse ein Grat anschleift, gegen den das Zellenrad anläuft und welcher
dessen axiale Nachstellung verhindert.
-
Abgesehen davon, daß eine völlige Beseitigung der geschilderten Übelstände
auch auf diese Weise nicht möglich ist, hat dieser bekannte Vorschlag den Nachteil,
daß es schwierig, wenn nicht unmöglich ist, die drei verschiedenen Kegel des Zellenrades
mit den entsprechenden Kegeln des Gehäuses in genaue Übereinstimmung zu bringen.
-
Demgegenüber geht die Erfindung von dem Leitgedanken aus, von vornherein
einen annähernd gleichmäßigen Verschleiß auf der ganzen Länge des Zellenrades und
des Gehäuses herbeizuführen und damit die Ursache der beschriebenen Übelstände in
Fortfall zu bringen. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Außenkanten der
Zellenradtrennwände und der mittlere, d. h. zwischen. den Zellenradstirnwänden liegende
Teil der Innenfläche des Gehäuses bzw. einer Einsatzbüchse aus hartem bzw. gehärtetem
Werkstoff bestehen, während die kreisförmigen Kanten der Zellenradstirnwände undfoder
die mit diesen zusammenwirkenden Innenflächen des Gehäuses oder der Einsatzbüchse
aus Werkstoff geringerer Verschleißfestigkeit gebildet sind. Je nach den Arbeitsbedingungen
der
Blasversatzmaschine, also insbesondere je nach der Art des zu verblasenden Gutes,
kann der Unterschied in der Härte bzw. Verschleißfestigkeit zwischen dem mittleren
Teil und den Seitenteilen verschieden gewählt werden. Am günstigsten ist es, wenn
nur die kreisförmigen Kanten der Zellenradstirnwände aus weichem bzw. urigehärtetem
Werkstoff bestehen, während die Innenbohrung des Gehäuses bzw. der Einsatzbüchse
in ihrer gesamten Innenfläche gleichmäßig gehärtet ist. Auf diese Weise ist der
Erfindungsgedanke am einfachsten zu verwirklichen.
-
Die Unterschiede in der Härte bzw. der Verschleißfestigkeit können
auch. dadurch erzielt werden, daß man in an sich bekannter Weise auswechselbare
Einlagen aus hartem Werkstoff verwendet.
-
Bei kegeligen Zellenradschleusen bringt die Erfindung den Vorteil
mit sich, daß sowohl das Zellenrad selbst als auch das Gehäuse bzw. die Einsatzbüchse
eine gleichbleibende Steigung erhalten können.
-
Der Erfindungsgedanke ist aber auch bei zylindrischen Zellenradschleusen
anwendbar. Ferner kann sowohl bei zylindrischen als auch bei kegeligen Maschinen
ein umlaufendes oder ein pendelndes Zellenrad Anwendung finden, wobei die Zahl der
gebildeten Kammern beliebig sein kann. Es sind Blasversatzmaschinen mit kegeligeni
Zellenrad bekannt, bei welchen die in der Mantelfläche liegenden Kanten der Rippen
des Zellenrades sowie dessen kreisförmige Kanten aus hartem Werkstoff bestehen,
während das umschließende Gehäuse aus einem Werkstoff geringerer Härte gebildet
ist. Abgesehen davon, daß bei diesem Vorschlag eine unterschiedliche Ausbildung
des mittleren Teiles einerseits und der Einpaßstelleti andererseits nicht vorgesehen
ist, liegt auch die Erfindungsaufgabe nicht vor, indem es sich bei der bekannten
Maschine nur darum handelt, bei dein achsigen Verschieben des Zellenrades und infolge
der Umdrehungen desselben während des Blasbetriebes ein selbsttätiges dichtendes
Einschleifen zwecks Fortfall besonderer Dichtungspackungen zu erzielen.
-
Bei einer zylindrischen Blasversatzmaschine ist es bekannt, die das
Zellenrad teilweise umschließenden segmentförmigen Backen aus einem weicheren Werkstoff
als das Zellenrad herzustellen. um den Verschleiß nach ivlöglichkeit von. dem Zellenrad
fernzuhalten. Auch diese Bauart ist sowohl hinsichtlich der Aufgabenstellung als
auch der Lösungsmittel von der Erfindung verschieden.
-
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel
einer kegeligen Zellenradschleuse dargestellt.
-
Fig. i ist ein Längsschnitt Fig.2 ist ein Querschnitt. Das mit dem
Einlauf i versehene Gehäuse 2 besitzt eine konische Bohrung, in welcher eine konische
Einsatzbüchse 3 angeordnet ist. In dieser läuft das Zellenrad um, welches. die Trennwände
.1 und die seitlichen Stirnwände 5 und 6 besitzt. Das Zellenrad ist durch nicht
dargestellte Mittel axial in Richtung des Pfeiles x nachstellbar, um einen eintretenden
Verschleiß auszugleichen. Zur Abdichtung können auf der Außenseite der Stirnwände
5 und 6 Dichtungspackungen in bekannter Weise angebracht werden.
-
Die Außenkanten - der Zellenradtrennwände .I werden. gehärtet, was
in der Zeichnung durch kleine Kreuzchen angedeutet ist. Die kreisförmigen Kanten
7 des Zellenrades. bestehen aus urigehärtetem Werkstoff, besitzen also eine geringere
Verschleißfestigkeit als die Kanten der Trennwände 4.
-
Die Innenfläche der Büchse 3 wird zweckmäßig auf ihrer ganzen Länge
gleichmäßig gehärtet. Die Innenfläche der Büchse 3 kann aber auch im mittleren.
Bereich, d. h. in dem Raum zwischen den kreisförmigen Kanten 7 des Zellenrades,
mit einer gehärteten Metallschicht versehen sein, während die mit den Kanten 7 des
Zellenrades zusammenarbeitenden Innenflächenteile weicher gehalten sind. Der Unterschied
in der Oberflächenhärte kann durch auswechselbare Einlagen herbeigeführt sein.