[go: up one dir, main page]

DE859468C - Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei hoehermolekulare Reste im Molekuel enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei hoehermolekulare Reste im Molekuel enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen

Info

Publication number
DE859468C
DE859468C DED4294D DED0004294D DE859468C DE 859468 C DE859468 C DE 859468C DE D4294 D DED4294 D DE D4294D DE D0004294 D DED0004294 D DE D0004294D DE 859468 C DE859468 C DE 859468C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molecular weight
higher molecular
compounds
molecule
active
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED4294D
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Dr Goette
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Hydrierwerke AG
Original Assignee
Deutsche Hydrierwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Hydrierwerke AG filed Critical Deutsche Hydrierwerke AG
Priority to DED4294D priority Critical patent/DE859468C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE859468C publication Critical patent/DE859468C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C305/00Esters of sulfuric acids
    • C07C305/02Esters of sulfuric acids having oxygen atoms of sulfate groups bound to acyclic carbon atoms of a carbon skeleton
    • C07C305/04Esters of sulfuric acids having oxygen atoms of sulfate groups bound to acyclic carbon atoms of a carbon skeleton being acyclic and saturated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Colloid Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei höhermolekulare Reste im Molekül enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen Es ist bekannt, daB man aus kationaktiven und anionaktiven organischen Verbindungen Salze bilden kann, die wasserunlöslich sind. Es wurde gefunden, daB man zu technisch besonders wertvollen Salzen dieser Art gelangt, wenn man von kationaktiven Verbindungen ausgeht, die wenigstens zwei höhermolekulare vorzugsweise wachsartige Reste enthalten und diese mit anionaktiven Verbindungen umsetzt, die einen lipophilen Rest mit wenigstens 6 Kohlenstoffatomen enthalten, so daB Salze entstehen, die im Gesamtmolekül wenigstens drei höhermolekulare Reste enthalten. Die bei diesen Verfahren verwendeten anionaktiven Verbindungen sind kapillaraktive Stoffe, die neben einem lipophilen Rest eine saure, zur Salzbildung befähigte Gruppe enthalten bzw. die aus diesen Verbindungen mit anorganischen oder organischen Basen, vorzugsweise Alkalimetalle, Ammoniak u. dgl., gebildeten wasserlöslichen Salze. Unter einem lipophilen Rest wird ein höhermolekularer, wenigstens 6 Kohlenstoffatome enthaltender Kohlenwasserstoffrest der aliphatischen, aliphatischcycloaliphatischen oder fettaromatischen Reihe verstanden, der auch Heteroatome oder Heteroatomgruppen, wie Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff, Sulfon-, Carbonyl-, Ester-, Säureamidgruppen u. dgl., oder auch Halogen enthalten kann. Unter einer sauren, zur Salzbildung befähigten Gruppe werden organische oder anorganische saure Gruppen verstanden, z. B. Carboxylgruppen, Säureimidgruppen, Schwefelsäureestergruppen, Thioschwefelsäureestergruppen, Sulfonsäuregruppen, Phosphorsäureestergruppen u. dgl.
  • Anionaktive Verbindungen mit einem lipophilen Rest sind z. B. höhermolekulare Fettsäuren mit wenigstens 6 Kohlenstoffatomen, Wachssäuren, Naphthensäuren, Harzsäuren, Octyloxyessigsäure, Hexadecylmercaptoessigsäure, C-Allzylkresoxyessigsäuren, anorganische Säuregruppen enthaltende Verbindungen, wie Dodecylschwefelsäureester, das Schwefelsäureestergemisch eines aus Kokosöl durch katalytische Reduktion gewonnenen Fettallioholgemisches, der Oleylschwefelsäureester, der Phosphorsäureester des Decandiolmonoacetates, die N-Oleyl-'-\'-methylaminoäthan ß-sulfosäure u. dgl. bzw. die wasserlöslichen Salze dieser Verbindungen mit Allkalimetallen, Ammoniak, organischen Basen u. dgl.
  • Die bei dem vorliegenden Verfahren verwendeten kationaktiven Verbindungen sind höhermolekulare Verbindungen, die Stickstoff, Phosphor oder Schwefel in quaternärer bzw. ternärer Bindung enthalten und die außerdem wenigstens zwei höhermolekulare aliphatische Kohlenwasserstoffreste von vorzugsweise wachsartigem Charakter besitzen. Die höhermolekularen Kohlenwasserstoffreste können auch Heteroatome, wie Halogen, Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff, oder Heteroatomgruppen, wie Ester- oder Säureamidgruppen, enthalten. Die kationaktiven Verbindungen können auch mehrere quaternäre Gruppen enthalten. Kationaktive Verbindungen, die als Ausgangsstoffe in Betracht kommen, sind beispielsweise Ammonium-, Pyridinium-, Piperidinium-, Chinolinium- u. dgl., Phosphonium- und Sulfoniumverbindungen.
  • Verbindungen dieser Art, welche wenigstens zwei höhermolekulare Reste enthalten, sind beispielsweise das N-Dimethyl-N-Didodecylammoniumchlorid, das N-Dimethyl-N-dioctadecylammoniumchlorid, das N-Dodecyl-N hexadecylpiperidiniumbromid, das Dimethyldimontanylammoniumchlorid, ferner das Kondensationsprodukt aus Dimethylaminoessigsäureoctadecylamid und Chloressigsäureoctadecylester oder das Kondensationsprodukt aus 3 Mol Chloressigsäureoctadecylamid, i Mol Diäthylentriamin und 3 Mol Chloressigsäuremethylester,wie sie in der britischen Patentschrift 467:244 beschrieben sind. Weiterhin sind zu nennen das Dimethyldioctylphosphoniumchlorid und das Methyldihexylsulfoniumcblorid.
  • Die Umsetzung zwischen den kationaktiven und anionaktiven Verbindungen erfolgt in an sich bekannter Weise, indem man wäßrige Lösungen der kationaktiven und anionaktiven Komponenten in äquivalenten Mengen zusammengibt und das sich bildende Salz von anorganischen Bestandteilen beispielsweise durch Auswaschen oder Dialyse befreit. Man kann die Umsetzung auch in Gegenwart von Lösungsmitteln, z. B. Alkohol, vornehmen. Ferner kann man die Ausgangskomponenten auch direkt zusammenschmelzen. An Stelle der Salze der ternären oder quaternären Verbindungen können in geeigneten Fällen auch die freien Basen bzw. an Stelle der Salze der anionaktiven Verbindungen die freien Säuren angewendet werden.
  • Als Beispiele für die erfindungsgemäß hergestellten organischen Salze seien genannt: das N-Dimethyl-N-dihexadecylammoniumoleat, das N-Dioctadecylpiperidiniumdodecylsulfat, das N-Dimethyl-N-Dihexadecylammoniumoctylsulfat, das Methyldihexadecylphosphoniumoctylsulfat u. dgl.
  • Die erfindungsgemäß erhaltenen Salze haben wachsartigen Charakter, so daß sie als Wachsersatzstoffe verwendet werden können. Da sie gleichzeitig sehr gut emulgierfähig sind, können sie mit Vorteil zur Herstellung von Wachsemulsionen auch zusammen mit bekannten Natur- und Kunstwachsen verwendet werden. Insbesondere sind sie leicht durch Kationseifen in Emulsionen überzuführen, wodurch sie sich vorteilhaft von anderen bekannten Wachsen unterscheiden. Beispiel i 7o Gewichtsteile des Kondensationsproduktes aus Dimethylaminoessigsäureoctadecylester und Chloressigsäureoctadecylester werden in Wasser gelöst. Desgleichen wird eine wäßrige Lösung von 37 Gewichtsteilen octadecylschwefelsaurem Natrium hergestellt. Beide Lösungen werden bis nahe zum Kochen erhitzt und unter Rühren zusammengegeben. Das gebildete Salz der Formel scheidet sich ölig ab. Man trennt von dem kochsalzhaltigen Wasser und wäscht die Verbindung mit heißem Wasser aus. Das Produkt hat wachsartigen Charakter. Es läßt sich aus Alkohol umkristallisieren und schmilzt dann unter Erweichen bei etwa 8o°. Beispiel 2 Man bringt wie im Beispiel i äquimolekulare Mengen von Di-(octadecyloxycarbomethyl)-dimethylammoniumchlorid und Natriumoleat zur Umsetzung. Das gebildete Salz besitzt die Formel Es hat wachsartigen Charakter und den Schmelzpunkt 5o bis 53°.
  • Beispiel 3 Wäßrige Lösungen äquimolekularer Mengen von Di - (octadecyloxycarbomethyl) - dimethylammoniumchlorid und montansaurem Ammonium werden wie im Beispiel x zusammengegeben und zur Umsetzung gebracht. Man erhält nach der Aufarbeitung einen Wachskörper vom Schmelzpunkt 63 bis 65°. Beispiel 4 Durch Umsetzung äquimolekularer Mengen von Di - (octadecyloxycarbomethyl) - dimethylammoniumchlorid und einem Gemisch der Natriumsalze aus Alkoxyessigsäuren, das Alkoxyreste von C? C3 enthält, erhält man einen Wachskörper vom Schmelzpunkt 61 bis 63°. Beispiel 5 WäBrige Lösungen, äquimolekulare Mengen von Dihexadecyldimethylammoniumchlorid und octadecylsulfonsaurem Natrium werden wie im Beispiel x zusammengegeben und zur Umsetzung gebracht. Man erhält nach der Aufarbeitung einen Wachskörper, der unter Erweichen bei 64 bis 66° schmilzt. Beispiel 6 Man bringt äquimolekulare Mengen von Trimethylsek.-pentatriacontylammoniurnchlorid und stearinsaurem Natrium zur Umsetzung. Das gebildete Salz hat Wachscharakter und schmilzt unter Erweichen bei 63 bis 64°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei höhermolekulare Reste im Molekül enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daB man kationaktive Verbindungen mit wenigstens zwei höhermolekularen aliphatischen Kohlenwasserstoffresten von vorzugsweise wachsartigem Charakter, die auch Heteroatome oder Heteroatomgruppen enthalten können, mit anionaktiven Verbindungen mit wenigstens einem lipophilen, mindestens 6 Kohlenstoffatome enthaltenden Rest umsetzt.
DED4294D 1938-12-15 1938-12-15 Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei hoehermolekulare Reste im Molekuel enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen Expired DE859468C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED4294D DE859468C (de) 1938-12-15 1938-12-15 Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei hoehermolekulare Reste im Molekuel enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED4294D DE859468C (de) 1938-12-15 1938-12-15 Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei hoehermolekulare Reste im Molekuel enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE859468C true DE859468C (de) 1952-12-15

Family

ID=7030938

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED4294D Expired DE859468C (de) 1938-12-15 1938-12-15 Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei hoehermolekulare Reste im Molekuel enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE859468C (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR792589A (fr) * 1934-07-21 1936-01-06 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour préparer des substances céroïdes
AT146832B (de) * 1934-06-06 1936-08-25 Deutsche Hydrierwerke Ag Kunstwachs.
FR811808A (fr) * 1935-10-31 1937-04-23 Ig Farbenindustrie Ag Procédé d'apprêtage des matières textiles

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT146832B (de) * 1934-06-06 1936-08-25 Deutsche Hydrierwerke Ag Kunstwachs.
FR792589A (fr) * 1934-07-21 1936-01-06 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour préparer des substances céroïdes
FR811808A (fr) * 1935-10-31 1937-04-23 Ig Farbenindustrie Ag Procédé d'apprêtage des matières textiles

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2736408C3 (de) Verfahren zur Herstellung von N-acylierten Aminosulfobetainen, abgeleitet von Naphthensäuren
EP0075065B2 (de) Verfahren zur Herstellung von quartären Ammoniumverbindungen
DE859468C (de) Verfahren zur Herstellung von wenigstens drei hoehermolekulare Reste im Molekuel enthaltenden organischen Salzen aus kationaktiven und anionaktiven Verbindungen
DE2530244C2 (de) Extraktion von Schwermetallsalzen aus verdünnten wäßrigen Lösungen
EP0229340B1 (de) Verfahren zur Herstellung von flüssigen, hochkonzentrierten Aminoxiden
DE689247C (de) Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Carbonsaeureamiden
DE510432C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminopyridinverbindungen
DE2048913B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1 -Aminoalkan-1,1 -diphosphonsäuren
DE897565C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen
DE2503049C3 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Brom-N'-chlor-53-dimethylhydantoin
AT130222B (de) Verfahren zur Darstellung von Furfurylmercaptan.
DE662538C (de) Verfahren zur Herstellung neuer quartaerer Salze
AT241697B (de) Verfahren zur Darstellung des neuen N-Allylnormorphin-6-nicotinsäureesters
AT137306B (de) Herstellung und Trennung von Natronsalpeter und Ammonchlorid.
DE212206C (de)
AT163167B (de) Verfahren zur Darstellung von basischen Estern und Amiden von 1-Aryl-cycloalkyl-1-carbonsäuren
DE965407C (de) Verfahren zur Herstellung monomerer organischer Schwefelverbindungen
DE919468C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthern des (+)-3-Oxy-N-methylmorphinans
DE883904C (de) Verfahren zur Herstellung von quaternaeren Ammoniumverbindungen
AT221278B (de) Verfahren zur Herstellung von oberflächenaktiven Mitteln auf Basis von Derivaten von Polyalkylenglykolen
DE187822C (de)
DE2118493B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Aminostilbenen
DE2053735A1 (de) Quaternäre Pyridiniumsalze
DE2458191A1 (de) Verfahren zur herstellung von s-trialkoxybenzolverbindungen
DE1152696B (de) Verfahren zur Herstellung von Aldehyden oder Ketonen