DE854842C - Aus Einzelelementen zusammengesetztes Mehrfachwerkzeug zum Pressen von Kunststoff-Pressteilen - Google Patents
Aus Einzelelementen zusammengesetztes Mehrfachwerkzeug zum Pressen von Kunststoff-PressteilenInfo
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Classifications
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- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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- B29C43/00—Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
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Description
- Aus Einzelelementen zusammengesetztes Mehrfachwerkzeug zum Pressen von Kunststoff-Preßteilen Um Teile aus Kunststoff in größeren Mengen herstellen zu können, henutzt man neben einfachen Werkzeugen auch Mehrfachwerkzeuge, mit denen gleichzeitig eine größere Anzahl Teile hergestellt werden können. Für jeden herzustellenden Gegenstand werden sowohl die einfachen Werkzeuge als auch die Mehrfachwerkzeuge von Fall zu Fall entwickelt, so daß die Werkzeuganfertigung ausschließlich im Wege einer Einzel fabrikation vor sich geht.
- Um lei N.fehrfachwerkzeugen eine Erleichterung in ihrer l-lerstellung zu erreichen, setzt man die. selen aus Einzelwerkzeugen in derArt von Formeneinsätzen auf einer gemeinsamen Grundplatte zusammen, die mit der Heizeinrichtung versehen ist.
- Die Grundplatte eines solchen Werkzeuges bildet infolgedessen ein Teil, das, wenn nicht bei allen, so aher doch lei vielen Mehrfachwerkzeugen immer dasselbe ist. Auch die Formeneinsätze bilden bei einem Ntehrfachwerkzeug Wiederholungsteile, die in Serienfabrikationen hergestellt werden können.
- Durch den Aufbau dieser Art Werkzeuge war es bisher nicht möglich, mit denselben auch solche Teile zu pressen, die seitliche Öffnungen oder Gewindelöcher besitzen; denn die zum Formen der Öffnungen dienenden Seitenschiel)er und Gewindebolzell saßen entweder auf der einen oder der anderen Seite oder auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Mehrfachwerkzeuges.
- Erfindungsgemäß werden bei einem aus Einzelelementen zusammengesetzten Werkzeug Seitenschieber und Gewindebolzen, die zum Formen der seitlichen Öffnungen dienen, in Zwischenräumen zwischen den einzelnen Formeneinsätzen angeordnet, wobei sich die Antriebsorgane für die Seitenschieher und Gewindebolzen wenigstens teilweise ebenfalls in diesen Zwischenräumen befinden.
- Ein weiteres Merkmal der Erfindung, durch das ebenfalls eine wesentliche Vereinfachung in der Herstellung der Mehrfachwerkzeuge erreicht wird, besteht darin, daß die zum Formen der seitlichen Öffnungen und Gewinde erforderlichen Schieber und Gewindebolzen mit den Formeneinsätzen ein gemeinsames Bauteil bilden und die Antriebsorgane dieser Teile mit der Grundplatte zu einem zweiten Bauteil vereinigt sind, in welches die erstgenannten 13abteile auswechselbar eingesetzt werden können.
- Sofern zur Formung der Öffnungen Schieber benutzt werden, befinden sich dieselben auf der Oberseite der Grundplatte und sind mit den Seitenschiebern durch lose Kupplung verbunden. Bei der Anwendung von Gewindebolzen zum Formen von Gewindelöchern in den Preßteilen werden die Antriebsorgane auf der Unterseite der Grundplatte angeordnet und sind mit den Gewindebolzen durch lose Kupplung verbunden, deren Glieder durch Ausnehmungen in der Grundplatte hindurchtreten.
- Sowohl die Antriebsorgane der Seitenschieber als auch diejenigen der Gewindebolzen können in zwei Etagen kreuzweise übereinander sich befinden, damit auch um go0 zueinander versetzte seitliche Öffnungen an den Preßteilenerzeugt werden können.
- Die zum Formen von Gewindelöchern dienenden Gewindebolzen stehen unter dem Druck von Federn, durch den sie heim Einschrauben mit Gewinden in den Formeneinsätzen in Eingriff gebracht werden.
- Auf der Grundplatte I (Abb. I und 2 bzw. 3 und 4), welche durch besondere Einrichtungen geheizt werden kann, sitzen auf der Oberfläche die Formeneinsätze 2 (Abb. I und 2 bzw. 3 und 4). Zwischen den einzelnen Formeneinsätzen sind Zwischenräume vorhanden, in denen Seitenschieber 4 bzw.
- Gewindebolzen 5 zum Formen von seitlichen Offnungen bzw. Gewindelöchern angebracht werden können. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Formeneinsätzen sind so bemessen, daß auch die Antriebsorgane der Seitenschieber bzw. der Gewindebolzen in diesen untergebracht werden können. So z. B. erfolgt der Antrieb der Gewindebolzen 5 durch die Zahnräder 6 und 7 bzw. die Welle 8 und der Antrieb der Seitenschieber 4 durch die Stangen 9 bzw. 10. Die einzelnen Formeneinsätze 2 sind mit den Seitenschiebern 4 bzw. den Gewindebolzen 5 zu einem Bauteil miteinander vereinigt, so daß beim Aufsetzen oder Abnehmen der Formeneinsätze auf die Grundplatte 1 diese Teile nicht besonders angebracht oder entfernt werden müssen. Wenn z. B. ein einzelner Formeneinsatz 2 mit den Gewindebolzen (Abb. 2) von der Grundplatte I abgenommen wird, so bleibt auch das Zahnrad6 fest mit ihm verbunden, so daß dieser Formeneinsatz nur mit wenigen Handgriffen durch einen anderen Formeneinsatz ersetzt werden kann. Dies hat den Vorteil, daß nicht allein stets die gleiche Art von Teilen gepreßt werden kann, sondern es ist auch möglich, das Werkzeug zum Pressen verschiedener Teile zusammenzusetzen. Ebenso kann auch im Falle einer notwendig werdenden Reparatur jeder einzelne Formeneinsatz von dem Werkzeug abgenommen werden, ohne daß dadurch die weitere Pressung behindert wird. Die Antriebsorgane, d. h. die Welle 8 mit den Zahnrädern 7 und die Schienen 9 und IO (Abb. 3) des Gestänges zum Antrieb der Seitenschieber 4 sind fest mit der Grundplatte 1 verbunden und bilden mit dieser ein geschlossenes Bauteil. Die Kupplung zwischen den Antriebsorganen für die Gewindebolzen erfolgt durch die Zahnräder 6 und 7. Die Kupplung zwischen den Antriebsorganen der Seitenschieber4 geschieht durch Ausnehmungen II (Abb. 5) in den Schienen g des Gestänges, in welche die Köpfe 12 (Abb. 6) der Seitenschieber 4 eingreifen.
- Die Gewindebolzen 5 stehen unter dem Druck von Federn 13, die dazu dienen, beim Einschraubvorgang der Gewindebolzen 5 diese mit dem Gewinde in den Formeneinsätzen 2 in Eingriff zu bringen.
- Es kommt vor, daß in den herzustellenden Preßteilen seitliche Öffnungen vorhanden sein müssen, die in einem Winkel von go" zueinander liegen. Um dieses zu erreichen, werden die Antriebsorgane, d. h. die Welle 8 und die Schienen 9 und IO der Gestänge, in zwei Etagen kreuzweise übereinander angeordnet. Auf diese Weise können seitliche t)ffnungen nicht nur nach einer Seite, sondern auch nach mehreren Seiten gleichzeitig angeformt werden.
- Durch diese Einrichtung ist es möglich, auch bei aus Einzelelementen zusammengesetzten Mehrfachwerkzeugen Kunstharzformteile mit seitlichen t)ffnungen zu pressen, ohne daß dadurch die Einheitlichkeit des Aufbaues der Werkzeuge gestört wird.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Aus Einzelelementen zusammengesetztes Mehrfachwerkzeug zum Pressen von Kunstharzpreßteilen, bei dem die einzelnen Formeneinsätze auf eine runde heizbare Grundplatte aufgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß Seitenschieber oder Gewindebolzen, die zum Formen seitlicher Offnungen dienen, in Zwischenräumen zwischen den einzelnen Formeneinsätzen angeordnet sind und die Antriebsorgane für dieselben in diesen Zwischenräumen wenigstens teilweise sich befinden.
- 2. Werkzeug nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Formen von seitlichen Oeffnungen oder Gewinden vorgesehenen Schieber bzw. Gewindebolzen mit den Formeneinsätzen ein gemeinsames Bauteil bilden und die Antriebsorgane dieser Teile mit der Grundplatte zu einem zweiten Bauteil vereinigt sind, in welches die erstgenannten Bauteile auswechselbar eingesetzt werden können.
- 3. Werkzeug nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsorgane der Seitenschieber auf der Oberseite der Grundplatte angeordnet und mit den Seitenschiebern durch lose Kupplung verbunden sind.
- 4. Werkzeug nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsorgane der Gewindebolzen auf der Unterseite der Grundplatte angeordnet und mit den Gewindebolzen durch lose Kupplung verbunden sind, wobei die Kupplungsglieder durch Ausnehmungen in der Grundplatte treten.
- 5. Werkzeug nach Anspruch 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsorgane der Seitenschieber oder Gewindebolzen in zwei Ebenen übereinander sich überkreuzen.
- 6. Werkzeug nach Anspruch I, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebolzen unter dem Druck von Federn stehen, durch den sie beim Einschrauben mit den Gewinden in den Formeneinsätzen in Eingriff gebracht werden.
- 7. Werkzeug nach Anspruch I, 2, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenschieber mit Köpfen versehen sind, welche in nach oben offenen Ausnehmungen der antreibenden Gestänge eingreifen.
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1943
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