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Kettenfräs- und Bohr-, insbesondere Astlochbohrmaschine Die Erfindung
bezieht sich auf eine Kettenfräs-und Bohr-, insbesondere Astlochbohrmaschine mit
um eine waagerechte 'Achse schwenkbarem Antriebsmotor.
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Es sind Ständerketten- und Wandkettenfräsm@aschinen sowie auch tragbare
Kettenfräsmaschinen in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. Ferner sind
stationäre und tragbare Astlochbohrmaschinen bekannt, bei denen mehrere Bohrspindeln
fest unter einem schwenkbaren Antriebsmotor zwecks wahlweiser Kupplung mit der Antriebswelle
angeordnet sind. Zur Vermeidung der Verschwenkung des Antriebsmotors wurden auch
schon die Bohrspindeln schwenkbar angebracht. Um nun den holzverarbeitenden Betrieben
die Anschaffung zweier getrennter Maschinen zu ersparen und die wirtschaftliche
Ausnutzung dieser Maschinen zu erhöhen sowie zum Zweck der Platzersparnis hat man
schon Kettenfräs- und Astloch'bohrmaschinen kombiniert. Bei diesen Kombinationsmaschinen
ist der Antriebsmotor durch Anbringung eines Scharniergelenks an dem vorderen Motorlagerschil:d
um eine Waagerechte schwenkbar angeordnet. Der Motor treibt in der einen waagerechten
Lage eine aufgesetzte Kettenfräsvorrichtung, bei welcher die Fräskette senkrecht
zu der Antriebswelle verläuft, an und dient nach Abnahme dieser Fräsvorrichturig
in der dazu um 9o° verschwenkten senkrechtenLage mitdemselben Wellenende
nach
Anflanschen eines besonderen, die Bohrspindeln tragenden Stativs wahlweise zum Antrieb
einer der Bohrspindeln.
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Bei diesen Ausführungsformen sind somit bei der Umstellung von der
Kettenfräse zur Astlochbohrmaschine bzw. umgekehrt umfangreiche Montagearbeiten
erforderlich, die zeitraubend sind, zumal sie zur Erreichung der erforderlichen
Betriebssicherheit sehr gewissenhaft durchgeführt werden müssen. Ferner ist bei
diesen bekannten Kombinationsmaschinen das am Lagerschild angebrachte Scharniergelenkverhältnismäßignahe
an derMotorwelle, so daß bei Verschwenkung des Motors von der waagerechten, dem
Antrieb der Fräsvorrichtung dienenden in die senkrechte, dem .Antrieb der Bohrspindeln
dienenden Stellung keine genügend große Ausladung erzielt wird, wodurch die Bearbeitung
größerer Holzstücke, Schwierigkeiten bereitet.
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Demgegenüber kennzeichnet sich die erfindungsgemäße Maschine dadurch,
daß der Schwenkaohsenteil vorzugsweise mit einem der Motorlagerschilde aus einem
(Guß) Stück besteht und bei waagerechter Lage des Motors das eine Wellenende zum
Antrieb der Kettenfräse und bei dazu um 9o° geschwenkter senkrechter Motorlage das
andere Wellenende zum Antrieb der Bohrspindeln dient, die zweckmäßigerweise zum
wahlweisen Ineingriffbringen mit dem Motor am Motorträger zu einem Satz zusammengefaßt
schwenkbar angebracht sind.
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Der Antriebsmotor kann außer um eine waagerechte auch noch um eine
senkrechte Achse verstellbar sein, auch kann zum Einstellen für eine odermehrere
Fräs- oder Bohrtiefen zweckmäßigerweise eine an sich bekannte verstellbare Doppelbegrenzung
gemeinsam dienen.
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Des weiteren kann der zum Vorschub des Fräsers bzw. Bohrers dienernde
Hebel schwenkbar über dem Motor gelagert sein und zweckmäßigerweise an seinem Griff
die elektrische Einschaltvorrichtung zur Betätigung des Antriebsmotors tragen.
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Die Verstellvorrichtung für den verschwenkbaren Antriebsmotor kann
sich durch die Anordnung eines längs verschieblichen, vorzugsweise vorn konischen
Bolzens, der in Löcher einer mit dem Motor verschwenkbaren Platte einschieb- und
festlegbar ist, kennzeichnen.
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Zwei Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch
und teilweise im Schnitt dargestellt, und zwar zeigt Fig. i .die Vorderansicht der
ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Maschine mit waagerechtem Antriebsmotor
bei der Verwendung als Kettenfräse, Fig.2 die Seitenansicht der Maschine nach Fig.
i im Schnitt, Fig. 3,die Seitenansicht der Maschine nach Fig. i mit um die waagerechte
Achse um 9a° verschwenktem Antriebsmotor bei Verwendung als Astlochbohrmaschine
im Schnitt, Fig.4 die Draufsicht auf den am Motorträger angebrachten Bohrspindelsatz
in Stellung nach Fig. 3, Fig. 5 die Vorderansicht der zweiten Ausführungsform einer
Maschine gemäß der Erfindung mit außer um eine waagerechte auch um eine senkrechte
Achse verstellbarem Motor bei der Verwendung als Kettenfräse und Fig. 6 die Draufsicht
der Maschine nach Fig. 5 mit um die senkrechte Achse um 45° verstelltem Antriebsmotor
im Schnitt.
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Bei der ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschine nach
Fig. i bis 4 ist am Motorträger 2, welcher zur Befestigung an einer Wand 3 dient,
der Antriebsmotor 4 mittels Schlitten 5 an den Führungsschienen 6 verschiebbar angeordnet.
Der Schlitten 5 kann mittels dem mit dem Griff 7 versehenen Hebelmechanismus 8,
9 gegen die Wirkung der Feder io auf den Führungsschienen 6 in Richtung A (s. Fig.
2 und 3) abwärts bewegt werden. Der Begrenzung dieser Abwärtsbewegung und damit
:der Fräs- bzw. Bohrtiefen dienen die verstellbaren Doppelausschläge vi, 12, welche
in bekannter Weise für einfache und abgesetzte Fräsungen, aber auch für verschiedene
Bohrtiefen verwendet werden können. Der vordere Lagerschild 13 des Antriebsmotors
4 ist zusammen mit dem Schwenkachsenteil 14 in einem Gußstück hergestellt. Der Schwenkachsenteil
14 ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, in dem Schlitten 5 um die waagerechte
Achse 15 schwenkbar eingebaut. Der mit dem Griff 16 versehene, vorn konische Bolzen
17 dient in Zusammenwirkung mit der mit zwei um 9o° versetzten Löchern,i8 versehenen
Platte i9 der Festlegung des Motors 4 in seinen beiden um 9o° verschwenkten Stellungen.
Im Griff 7 ist die elektrische Einschaltvorrichtung des Motors 4 eingebaut, so daß
sich beim Anfassen und Verdrehen bzw. beim Loslassen desselben, 7, der Motor 4 ein-
bzw. ausschaltet. Die Verschiebe- und Festklemmvorrichtung 20, 21 dient der Befestigung
der zu bearbeitenden Holzteile und zur richtigen Einstellung derselben gegenüber
dem Werkzeug, d. h. dem Fräsen bzw. Bohrer.
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Bei der Verwendung der Maschine zum Fräsen gemäß Fig. i und ä ist
der Antriebsmotor 4 in seiner waagerechten Lage. Auf dem vorderen Lagerschild 13
ist dabei die Fräsvorrichtung 22 mittels Schrauben 23, 24 lösbar befestigt. Zwecks
Abnahme dieser Fräsvorrichtung 22 ist die Schutzkappe 25 mittels Gelenk 26 und Stiftsicherung
27 aufklappbar am Lagerschild 13 angelenkt. Die Fräsvorrichtung 22 und damit die
Fräskette 28 werden hierbei durch das Wellenende 29 des Motors 4 angetrieben.
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Bei der Verwendung der Maschine zum Bohren gemäß Fig. 3 und 4 ist
der Motor 4 um go° um -die waagerechte Achee 15 in Richtung B (s. Fig.2 und 3) nach
Abnahme der mittels Schrauben 23, 24 am Lagerschild 13 befestigten Fräsvorrichtung
22 verschwenkt und durch den in das entsprechende Loch 18 der Platteig eingreifenden,
vorn konischen Bolzen 17 festgelegt. Nach dem Einschwenken des am Motorträger 2
angelenkten Bohrs,pindelsatzes 30 in Richtung C (s. Fig. 4) kann durch Abwärtsbewegung
des Schlittens 5 mittels Hebelmechanismus 8, 9 das konisch ausgebildete Wellenende
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des Motors .4 wahlweise mit einer der Bohrspindeln 32 des Satzes
30 in Eingriff gebracht werden, wie aus Fig.3 ersichtlich ist. Bei weiterer
Abwärtsbewegung des Motors 4 wird die im Eingriff befindliche Bohrspindel 32 entgegen
der Wirkung der Feder 33 abwärts bewegt und so die Bohrlöcher in den eingespannten
und zu bearbeitenden Holzteilen angebracht.
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Die zweite Ausführungsform gemäß Fig. 5 und 6 unterscheidet sich von
der oben geschilderten hauptsächlich durch die außer um eine waagerechteAchse noch
zusätzlich um eine senkrechte Achse verstellbare Anordnung des Antriebsmotors .4.
Dies erfolgt hier beispielsweise dadurch, daß zwischen dem Schlitten 5 und -dem
Motor 4 zwei gegeneinander, beispielsweise mittels Schwalbenschwanzführung 34 um
eine Senkrechte verstellbare Platten 35, 36 angeordnet sind, wobei zur Begrenzung
der seitlichen Schwenkbewegung des Motors 4 in Richtung D (s. Fig.6) ein in einem
Schlitz 37 am Motor4 befestigter Stift 38 geführt sein kann. Dieser, 38, kann zur
Festlegung des Motors 4 in einer bestimmten Winkeleinstellung auch noch mit einem
Festklemmittel versehen sein. Um einen genügend großen seitlichen Schwenkbereich
des Motors 4 zu erhalten, ist bei der zweiten Ausführungsform der Motorträger 2
entsprechend breiter ausgebildet.