DE854114C - Elektrische Binaerziffer-Rechenmaschine - Google Patents
Elektrische Binaerziffer-RechenmaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektrische
Binärziffer-Rechenmaschinen einer Bauart, die so arbeitet, daß ein mathematisches Problem
als eine Reihe einfacher arithmetischer Operationen behandelt wird, die innerhalb der Maschine auf
Grund von in der Maschine gespeicherten Angaben nach einer ebenfalls in der Maschine gespeicherten
Anweisungstabelle, die die Reihenfolge festlegt, durchgeführt werden.
ίο Solche Maschinen haben ein Hauptspeichersystem
oder Gedächtnis, in welchem die Zahlen, die die Angaben darstellen, auf Grund deren gearbeitet
werden soll, und ebenso Zahlen, die in verschlüsselter Form die Anweisungen darstellen, welche
die Maschine der Reihe nach zu befolgen hat, gespeichert werden. Diese Zahlen werden im nachstehenden
mit Worten bezeichnet und Worte, die die Angaben darstellen, auf Grund deren gearbeitet
werden soll, werden Zahlenworte genannt, während Worte, die die Anweisungen darstellen, Anweisungsworte
genannt werden. Jedes Wort wird also aus einer Reihe von Ziffern bestehen, deren Koeffizienten
an räumlich voneinander getrennten Punkten im Speichersystem durch die Beschaffenheit oder
den Zustand einer gewissen veränderlichen Menge dargestellt werden müssen. Nachdem es eine große
Vereinfachung bedeutet, nur zwei bestimmte Zustände darstellen zu müssen, ist es üblich, in solchen
Maschinen das binäre Darstellungssystem zu verwenden, in welchem jede Zahl durch eine Kornbination
der Symbole ο oder 1 darzustellen ist. Natürlich wird die Darstellung jedes Wortes in
einem Speichersystem einen bestimmten Ort in demselben haben, der die Adresse des Wortes genannt
wird.
Die Beförderung eines Wortes von einer Adresse zur anderen schließt Vorgänge ein, die Lesen und
Schreiben genannt werden. Beim Lesen der statischen Darstellung eines Wortes in einem Speichersystem,
Ziffer um Ziffer, wird eine veränderliche Spannung erzeugt, deren Niveau zu einem bestimmten
Zeitpunkt den in diesem Zeitpunkt zu lesenden Zifferkoeffizienten darstellt. Diese veränderliche
Spannung stellt infolgedessen die Zifferkoeffizienten des zu lesenden Wortes in dynamischer
Form dar. Im binären System wird gewöhnlich einer der beiden Spannungsspiegel als Ruhe- oder
Bezugsspannungsniveau gewählt, so daß die dynamische Darstellung eines Wortes aus einem Zug
von Spannungsimpulsen besteht, wobei ein solcher Spannungsimpuls immer dann vorhanden ist, wenn
der Zifferkoeffizient von einer bestimmten Art (gewöhnlich 1) ist und wobei kein Impuls vorhanden ist, wenn er der anderen Art (gewöhnlich o)
angehört. Beim Schreibvorgang wird diese veränderliche Spannung dazu benutzt, die statische
Darstellung des Wortes in einem Speichersystem wiederherzustellen. Eine Maschine, die solche Lese-
und Schreibvorgänge verwendet, wird mit nach der Reihenmethode arbeitend bezeichnet. Bei einer·
anderen Arbeitsmethode, die als Parallelmethode bekanntgeworden ist, werden die aufgespeicherten
Ziffern gleichzeitig gelesen, wobei die sich ergebenden Spannungen, deren jede einen Zifferkoeffizienten
darstellt, gleichzeitig in einer Anzahl voneinander getrennter Leitungen, die der Anzahl
der Ziffern gleich ist, auftreten.
Maschinen dieser Art schließen außerdem ein Glied ein, das als Sammler bekannt ist und aus
einem oder mehreren Rechenkreisen besteht. Jeder derselben ist, wenn er mit zwei veränderlichen
Spannungen, deren jede die dynamische Darstellung eines Wortes ist, gespeist wird, in der Lage, Ausgangsspannungen
zu erzeugen, die dynamisch ein Ergebniswort darstellen, wobei das Ergebnis das
Resultat der Addition oder eines anderen arithmetischen Vorganges ist, der in dem Rechenkreis
auf Grund der ihm zugeführten Angaben durchgeführt wird. Der Sammler enthält außerdem ein
Speichersystem, in welches Ergebnisworte eingeschrieben und dortselbst zurückgehalten werden
können, bis sie gebraucht werden. So wird es nötig, Zahlenworte von bestimmten Adressen im Hauptspeichersystem
einer bestimmten Adresse im Sammler zuzuführen oder umgekehrt, wobei die Anweisung,
die jede solche Überführung festlegt, in einem bestimmten Anweisungswort enthalten ist.
Bestimmte Ziffern eines Anweisungswortes müssen deshalb die Adresse eines Zahlenwortes, mit
welchem gearbeitet werden soll, festlegen, während andere Ziffern die Adresse festlegen müssen, zu
welcher es gebracht werden soll. Andere Ziffern eines Anweisungswortes legen Funktionen fest, die
von Teilen der Maschine auszuführen sind, beispielsweise jenen Teilen, die die Bewegungsrichtung
zwischen dem Hauptspeichersystem und dem Sammler steuern. Um die Anweisung auszuwerten, die
in einem Anweisungswort enthalten ist, ist es nötig, zuerst Stromkreise festzulegen, die dieselbe auswählen
und es auf diese Weise möglich machen, dieselbe zu lesen; zweitens ist es nötig, diese zu
lesen und die sich ergebenden Spannungen zur Festlegung geeigneter Leitstromkreise innerhalb der
Maschine zu benutzen, um eine Ausführung der Anweisung möglich zu machen.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit Rechenmaschinen, in welchen die Speichervorrichtungen
Kathodenstrahlröhren sind, wobei die in jeder Röhre zu speichernde Anweisung auf einer
isolierenden Fläche innerhalb der Röhre in Form eines elektrischen Ladungsbildes gespeichert wird.
Ein Zifferkoeffizient eines Wortes wird von dem Ladungszustand eines gesonderten Flächenbereiches
dargestellt, wobei die auf diesen Bereichen befindlichen Ladungen von dem Kathodenstrahlbündel
erzeugt werden, welches die Fläche abtastet. Die Elektronengeschwindigkeit des Strahles ist so, daß
die Anzahl der von der Fläche ausgesandten Sekundärelektronen größer als die Anzahl der ankommenden
Primärelektronen ist, so daß ein Bereich schnell das übliche positive Gleichgewichtspotential annimmt. Dieses Gleichgewichtspotential
wird als einer der Ladungszustände, die einem Bereich gegeben werden können, benutzt und stellt
infolgedessen einen der möglichen Werte eines Zifferkoeffizienten dar. Ein anderer Ladungszustand,
der einen anderen Wert eines Zifferkoeffizienten darstellt, wird dadurch erzeugt, daß zuerst
ein Flächenbereich bis auf Gleichgewichtspotential bombardiert wird und dann auf den Strahl eingewirkt
wird, um diesen zur Aussendung weiterer Sekundärelektronen von der Fläche zu veranlassen,
die zu den positiv geladenen Teilen des Bereiches hingezogen werden, um die darauf befindliche
Ladung auf einen anderen Wert herabzusetzen. Auf diese Weise ist es möglich, die
Ziffern eines Wortes in den Speicher zu schreiben, indem der Augenblickswert der veränderlichen
Spannung, der den Koeffizienten einer bestimmten Ziffer darstellt, veranlaßt wird, auf den Strahl
einzuwirken, um einen geeigneten Ladungszustand innerhalb eines bestimmten Bereiches der Ladungs- no
fläche zu erzeugen. Mit jeder Röhre ist eine Abgreifplatte und ein Ausgangskreis verbunden, so
daß, wenn der Strahl einen bestimmten geladenen Bereich abtastet, an einem geeigneten Punkt im
Ausgangskreis eine Augenblicksspannung auftritt, die den Ladungszustand des Bereiches darstellt, so
daß es möglich ist, die in dem Speicher enthaltene Anweisung zu lesen. Diese Lesespannung kann
auch durch einen Rückkopplungskreis dazu benutzt werden, um auf den Strahl einzuwirken, so daß
dieser veranlaßt wird, den bereits innerhalb jenes Bereiches herrschenden Ladungszustand in dem abzutastenden
Bereich aufrechtzuerhalten. Auf diese Weise ist es, obwohl die Zeit des Abbaues der
Ladung von der Größenordnung 0,2 Sekunden sein kann, mittels einer solchen wiederholten Rück-
kopplung möglich, die Ladung mehr oder weniger unbeschränkt aufrechtzuerhalten.
Eine Abtastung der Zifferbereiche wird normaleriweise
in regelmäßiger und sich wiederholender Form Wort für Wort vor sich gehen, um das
Ladungsbild fortgesetzt regenerieren zu können, wobei während der ganzen Zeit Lesespannungen
erhalten werden. Es wird jedoch, um einen Zifferbereich eines bestimmten Wortes zwecks Lesung
ίο desselben unmittelbar zugänglich zu machen, oder
um an seiner Stelle ein neues Wort schreiben' zu können, eine Abänderung dieser regelmäßigen Abtastung,
die Wort für Wort erfolgt, angewandt. Die Abtastung der Zifferbereiche eines vollständigen
Wortes wird eine Zeitdauer in Anspruch nehmen, die ein Takt genannt wird. Während
jedes weiteren Taktes findet die regelmäßige Abtastung, Wort für Wort, der Oberfläche zwecks
Wiederherstellung (durch Rückkopplung) der Ladung statt; während jedes dazwischenliegenden
Taktes wird die Abtastung auf die Zifferbereiche eines zur Auslösung gewählten Wortes geschaltet.
Die Takte, während derer ein gewähltes Wort abgetastet wird, werden Auslösetakte genannt, während
die dazwischenliegenden Takte, während derer Worte in regelmäßiger Folge zwecks Rückkopplung
abgetastet werden, Abtasttakte genannt werden.
Gemäß vorliegender Erfindung wird bei einer Rechenmaschine, die ein Kathodenstrahlröhrenhauptspeicherglied
mit einer Regenerationsrückkopplungsschleife verwendet, in welchem die Rückkopplung
während Abtasttakten stattfindet und in welchem ein ausgewähltes Wort während dazwischenliegender
Auslösetakte verfügbar gemacht wird, die von einem Abtasttakt eingenommene
Zeit zur Einstellung von Leitstromkreisen innerhalb der Maschine gemäß einer Nachricht ausgenutzt,
die in einem ausgewählten Anweisungswort, das während des unmittelbar vorhergehenden
Taktes gelesen wurde, enthalten ist.
Vorzugsweise wird das ausgewählte Anweisungswort in ein Hilfskathodenstrahlröhrenspeichergeiät
während des Auslösetaktes eingeschrieben und während des nächsten Abtasttaktes aus demselben
herausgelassen, um die Leitstromkreise einzustellen. Durch diese Vorrichtungen wird eine beträchtliche
Wirtschaftlichkeit der Leitstromkreise hinsichtlich Zahl und Bauart erreicht.
Gemäß einem Kennzeichen der Erfindung wird bei einer Rechenmaschine, die so angeordnet ist,
daß sie einer Reihe aufeinanderfolgender Anweisungen gehorcht, wobei die Anweisungswörter in
fortlaufend numerierten Adressen im Kathodenstrahlröhrcnhauptspeicherglied
zurückgehalten werden, die Adressenzahl der zu befördernden Anweisungen
(die Augenblicksanweisung) in einem Steuerregister zurückgehalten, welches aus einem
Kathodenstrahlröhrenspeicherglied und einem damit verbundenen Addierglied besteht, und jede Anwei-
fio sung wird während einer Periode mehrerer aufeinanderfolgender
Takte, die im folgenden mit Satz bezeichnet wird, in folgenden Stufen befolgt: Während
des ersten Abtasttaktes wird die Adressenzahl des Augenblicksanweisungswortes aus dem Steuerregister
herausgelesen und zur Einstellung der Leitstromkreise benutzt, um das Augenblicksanweisungswort
lesbar zu machen; während des ersten Auslösetaktes wird das Augenblicksanweisungswort
gelesen und in den Hilfsspeicher eingeschrieben; während des zweiten Abtasttaktes wird das Augenblicksanweisungswort
aus dem Hilfsspeicher herausgelesen und zur Einstellung von Leitstromkreisen in Übereinstimmung mit der in ihm enthaltenen
Nachricht ausgenutzt; während des zweiten Auslösetaktes und ebenso vielen darauffolgenden
Takten, wie jeweils erforderlich sein können, wird die vorliegende Anweisung von. der Maschine befolgt,
und während des ersten Abtasttaktes des nächsten Satzes wird die Adressenzahl in dem
Steuerregister gewechselt und die neue Adressenzahl wird aus demselben herausgelesen, um die nächste
Anweisung auszuwählen.
Andere Kennzeichen der Erfindung werden aus der Betrachtung der folgenden Einzelbeschreibung
des Hauptspeichersystems, der Leitstromkreise, des Steuerregisters und des Hilfsanweisungsspeichers
einer Binär-Rechenmaschine, die nach der Reihenmethode arbeitet, ersichtlich. In dieser Beschreibung
wird nicht versucht, die ganze Maschine im einzelnen zu beschreiben; es werden nur die Teile beschrieben,
die für das Verständnis vorliegender Erfindung notwendig sind.
In den Zeichnungen bedeutet
Fig. ι bis 3 das Kathodenstrahlröhrenspeieherglied
und die dazugehörigen, in der Maschine benutzten Glieder,
Fig. 4 die in dem in Fig. 1 dargestellten Glied auftretenden Wellenformen in schematischer Form,
Fig. 5 ein Blockschema, welches die Erzeugung der verschiedenen, in der Maschine benutzten
Wellenformen darstellt,
Fig. 6 und 7 Schemen, welche die von der in Fig. 5 dargestellten Anordnung erzeugten Wellenformen
zeigen,
Fig. 8 ein Blockschema, welches die wesentliehen Teile einer Rechenmaschine zeigt,
Fig. 9 ein Schema, das die Wellenformen zeigt, die für die Übertragung einer Nachricht zwischen
dem Hauptspeicher und dem Sammler der in Fig. 8 dargestellten Maschine benutzt werden,
Fig. 10 und 11 Schaltbilder von Teilen des in
Fig. 8 gezeigten Statisators.
Da die Wirkungsweise der Maschine auf der Wirkungsweise der Kathodenstrahlspeicherglieder
basiert, die in den Haupt- und HilfsSpeichern und dem Steuerregister Anwendung finden, wird vor
allem eine Einzelbeschreibung unter Bezug auf die Fig. 1 bis 4 der Lese- und Schreibglieder eines
solchen Gliedes gegeben. Der Strahl der Kathodenstrahlröhre ι ist so angeordnet, daß er auf dem
Röhrenschirm ein Raster, ähnlich wie bei Fernsehgeräten, erzeugt, indem über die Klemmen 2
und 3 zu den X- und F-Plättenpaaren der Röhre
eine geeignete Ablenkspannung zugeführt wird. Jede Periode der den A'-Platten zugeführteil
Spannung nimmt die Zeit eines Taktes in
Anspruch, und während dieser Periode wird der Strahl veranlaßt, eine Zeile auf dem Schirm abzutasten
und den jeweils erforderlichen Rücksprung auszuführen. Die den K-Platten zugeführte Spannung
bewirkt das Abtasten von aufeinanderfolgenden Zeilen während der Abtasttakte und das Abtasten
gewählter, abzutastender Zeilen während dazwischenliegender Auslösetakte. Auf diese Weise
stellt jede Zeile auf dem Röhrenschirm durch die ίο Spannungsverteilung entlang derselben die Ziffern
eines Wortes dar. Wenn die Röhre nur eine Zeile speichern soll, wird die Ablenkspannung zur Erzeugung
von Ausschlägen in der V-Richtung weggelassen. Es wird angenommen, daß das zur Darstellung
der Zifferkoeffizienten benutzte Ladungsbildsystem das Punkt-Strich-System ist. In diesem
System wird die Ziffer ο durch Zuführung eines Impulses von 2 Mikrosekunden Dauer zu dem
Gitter 4 der Kathodenstrahlröhre 1 niedergeschrieao ben, der den Strahl für diese Zeitdauer einschaltet
und ihn veranlaßt, einen Punkt auf dem Schirm zu schreiben. Um einen Strich zu schreiben, der die
Ziffer ι darstellt, wird dieser Impuls auf 5 Mikrosekunden verlängert, wodurch infolgedessen der
»5 Strahl für diese längere Periode eingeschaltet wird.
Diese beiden Impulsarten, die fortgesetzt in einer Weise, die noch zu beschreiben sein wird, erzeugt
werden, werden jeweils Punkt- und Strichimpulse genannt. Es kann gezeigt werden, daß, wenn diese
Art des Ladungsbildes abgetastet wird, das Ausgangszeichen von der Abgreifplatte 5 einen positiven
Durchlauf enthält, wenn ein Strich von dem Strahl durchlaufen wird, daß jedoch, wenn ein
Punkt in dieser Weise wahrgenommen wird, ein negativer Durchlauf erzeugt wird.
Der in Fig. 1 dargestellte Stromkreis wird nun im einzelnen beschrieben, wobei die wesentlichen
Wellenformen in Fig. 4 gezeigt werden. Negativläufige Punktimpulse, die in Fig. 4, d, dargestellt
sind, werden, von einem Ruheniveau von -\- 5 Volt
ausgehend, über eine Punktimpulsklemme, Diode D6 und Trennröhre V3, deren Anodenspannung ansteigt,
bis bei ungefähr -J- 50 Volt die Diode D7
leitend wird, geleitet. Der entstehenden Anodenwellenform, die in Fig. 4, /, in punktierter Linie
dargestellt ist, entspricht die Kathodenspannung von V4, die sodann dem Gitter 4 des Kathodenstrahlrohrs
zugeführt wird, um eine feste Folge von Punkten zu erzeugen. Die Ausgangszeichen
werden über einen Verstärker 6 dem Gitter der Röhre V1 zugeführt. In Abhängigkeit von der Wahrnehmung
eines Striches auf dem Röhrenschirm wirken V1 und V2 so, daß sie den Punktimpuls auf
dem Gitter von V3 zu einem Strichimpuls ausdehnen. Der Verstärkerausgangsimpuls, der in Abhängigkeit
von der Wahrnehmung eines auf dem Schirm aufgezeichneten Striches erzeugt wird, ist
in Fig. 4, a, in ausgezogener Linie angegeben, während die punktierte Linie den einem Punkt entsprechenden
Ausgangsimpuls angibt. Dieser Verstärkerausgangsimpuls, der auf — 15 Volt herabgedrückt
wird, wird dem Gitter von V1 zusammen mit einer Stroboimpulswelle (Zerhackimpulswelle,
Fig. 4, b) zugeführt, die über eine Stroboimpulsklemme 8 und eine Diode D1, von einem Ruheniveau
von — 10 Volt ausgehend, zugeführt wird. V1 ist normalerweise abgeschaltet und kann nur
leiten, wenn ein positiver Verstärkerausgangsimpuls gleichzeitig mit einem positiven Stroboimpuls
auftritt, wobei die in Fig. 4, c, dargestellte Welle einen negativen Impuls enthält, der mittels
der Diode D2 von einem Ruheniveau von +50 Volt
ausgehend festgelegt und dann an der Anode von V1 erzeugt wird. Dieser Anodenspannungswelle,
die für jeden positiven Durchgang, der am Ver-Stärkerausgang bei Wahrnehmung eines Striches
auf dem Röhrenschirm erzeugt wird, gehorcht die Kathodenspannung von V2, deren obere Gitterspannungsgrenze
durch Leitendsein von D3 und D4
auf Null und deren untere Gitterspannungsgrenze auf — 15 Volt durch Leitendsein der Diode D5 gelegt
wird, wobei dieser Kathode negativläufige, von einem Ruheniveau von — 15 Volt ausgehende Strichimpulse,
die in Fig. 4, e, dargestellt sind, über eine Strichimpulsklemme 9 und Diode D5 zugeführt
werden. Die Kathodenspannung von V2 wird infolgedessen zwischen den ungefähren Grenzen -f- 3
und — 12 Volt pendeln, welche für die Erregung
des vollen Anodenstromes bzw. Nullanodenstromes ausreichend sind. Der Kondensator C1 verhindert
ein Wechseln der Gitterspannung, wenn sie nicht so gesteuert wird, daß, nachdem ein negativer Impuls
von der Anode von V1 zugeführt wird, die Gitterspannung von V2 für die Dauer des der
Anode von D5 zugeführten Strichimpulses bei — 15 Volt bleibt. Am Ende des Strichimpulses
wird die Gitterspannung auf Null gesteuert und dann auf diesem Niveau verweilen, bis ein anderer
negativer Impuls von der Anode von V1 erhalten wird.
Die Wirkung dieses Teiles des Stromkreises kann wie folgt zusammengefaßt werden. Wenn das Bild
an einer bestimmten Stelle des Röhrenschirmes ursprünglich ein Punkt war, wird von dem Verstärker
während der Stroboimpulsperiode, wenn die Stelle nochmals bombardiert wird, ein negativer
Impuls abgegeben. Weil das Steuergitter von V1
normalerweise abgeschaltet ist, hat der negative Impuls keine Wirkung, der Stromkreis der Röhren D1,
V1, V2 ist unwirksam, und ein Punkt wird nochmais
durch die Wirkung der D6 zugeführten P unktwellenform
der betrachteten Stelle zugeschrieben. Die in Fig. 4 punktierten Wellenformen zeigen
diesen Zustand. Wenn jedoch das Bild ursprünglich ein Strich war, wird von dem Verstärker ein
positiver Impuls erhalten, der V1 einschaltet. Der sich ergebende negative Impuls an der Anode von
V1 steuert die Gitterspannung von V2 auf — 15 Volt,
wo sie verweilt, bis sie mittels des Strichimpulses auf Null zurückgesteuert wird. Das Gitter von V3 lao
ist deshalb anfangs mittels des Strichimpulses gesperrt und vermittels der Kathodenspannung von
V2 für die Dauer einer Strichperiode wirkungslos mit dem Erfolg, daß das Strichbild an dem betreffenden
Punkt auf dem Röhrenschirm wiedergegeben wird. Es ist so ersichtlich, daß der Strom-
kreis der Röhren V1 bis V1 ein normales Punktbild
liefert, das in ein Strichbild durch Überlagerungssteuerung umgewandelt werden kann, die
mittels einer dem Gitterkreis der Röhre V3 zugeführten
Strichwellenform erreicht werden kann. Es ist klar, daß an einer Leseklemme io eine aus
Strichimpulsen ,bestehende Spannungswelle erscheint, wobei ein solcher Impuls immer dann auftritt,
wenn ein Strich, der die Ziffer ι darstellt, auf dem Röhrenschirm wahrgenommen wurde, und daß
kein Impuls vorhanden ist, wenn ein Punkt, der die Ziffer ο darstellt, wahrgenommen wurde. Eine
solche Spannungswelle stellt infolgedessen in dynamischer Form das zu lesende Wort dar. Wenn
man irgendein auf dem Schirm gespeichertes Wort auslöschen und an seiner Stelle ein neues Wort
schreiben will, das dynamisch von Strichimpulsen dargestellt wird und dem Gitter von V3 über eine
Schreibeklemme 11 und die Diode D7 zugeführt
wird, dann ist es nötig, den Rückkopplungskreis zu unterbrechen, und zwar durch Einführung eines
negativen Impulses der gewünschten zeitlichen Lage und Dauer über eine Löschklemme 12 zu dem
Bremsgitter von V1.
as Der in Fig. 1 dargestellte Stromkreis kann
schematisch in der in Fig. 2 gezeigten Form gezeichnet werden, in welcher das mit Leseeinheit
bezeichnete Rechteck die Röhren V1 und V2 und
die dazugehörigen Dioden darstellt, während das mit Schreibeeinheit bezeichnete Rechteck die
Röhren V3 und V1 und die dazugehörigen Dioden
der Fig. 1 darstellt. Die schematische Darstellung wird in Fig. 3 dazu benutzt, eine wichtige Abänderung
zu zeigen, in welcher der Ausgang des Lesegliedes (der Kathode von V2) anstatt mit dem
Eingang des Schreibgliedes (dem Steuergitter von V3) verbunden zu sein, mit einer Eingangsklemme eines Addiergliedes verbunden ist, während
die Schreibeeingangsklemme mit der anderen Eingangsklemme desselben verbunden ist. Wenn ein
Zug von Strichimpulsen, der eine Zahl A darstellt, dieser Schreibeeingangsklemme zugeführt
wird und ein Zug von Strichimpulsen, der eine Zahl B darstellt, die in der Röhre gespeichert ist,
dem Leseglied zugeführt wird, wobei der Löschimpulsklemme keine Spannung zugeführt wird, wird
das Addierglied einen Zug von Strichimpulsen liefern, die die Zahl A -f- B darstellen, die dann
an Stelle der Zahl B mittels des Schreibgliedes geschrieben wird. Wenn der Löschimpulsklemme
eine negative Spannung zugeführt wird, dann wird an Stelle der Zahl B die Zahl A geschrieben, da
A -)- ο = A ist. In gleicher Weise wird, wenn
A = ο ist, die Zahl B wiederhergestellt. Wohlgemerkt
stehen bei diesem Kreis zwei Leseausgänge gleichzeitig zur Verfügung, wobei einer
aus dem Leseglied die Zahl B darstellt und der andere aus dem Addierglied die Zahl A -\- B darstellt.
Die Anwendung der Auslöschröhre 80, die in Fig. ι gezeigt ist, wird im einzelnen unter Bezug auf
Fig. 11 beschrieben. Augenblicklich braucht lediglich
bemerkt zu werden, daß diese Röhre, wenn sie während Auslösetakten durch Zuführung der
geeigneten Wellenform von Klemme 45 zu ihrem Bremsgitter leitend gemacht wird, den Kathodenstrahl
auslöscht, daß jedoch diese Wirkung durch Zuführung geeigneter, negativläufiger Spannungen
zu ihrem Steuergitter von den Klemmen 81 her umgestoßen werden kann.
Eine Beschreibung der verschiedenen Steuerwellenformen, die in der Maschine benutzt werden,
wird unter Bezug auf die Fig. 5 bis 7 der Zeichnungen gegeben. Die Steuergrundwelle, von der
alle anderen Wellen abgeleitet werden, besteht aus einem Zug von Zeitzeichenimpulsen, die in Intervallen
von je 8,5 Mikrosekunden erfolgen, wobei diese Welle in Fig. 6, a, dargestellt ist. Sie wird
von einem Stromkreis 20 (Fig. 5) erzeugt, der einen Sinuswcllenoszillator üblicher Bauart enthält, auf
welchen ein Amplitudenmodler und eine kathodengesteuerte Ausgangsstufe folgt. Von dieser Grundwellenform
werden die bereits genannten Punkt-, Strich- und Stroboimpulse abgeleitet. Dieselben
haben die gleiche Grundfrequenz wie die Zeitzeichenimpulse, sie treten jedoch in Gruppen von
je zweiunddreißig aufeinanderfolgenden Impulsen auf, die durch Lücken voneinander getrennt sind,
wobei jede Lücke eine Zeitdauer beansprucht, die derjenigen, die von vier Zeitzeichenimpulsen beansprucht
wird, gleich ist. Die in Fig. 6, b, dargestellten Strichimpulse bestehen aus negativläufigen
Impulsen, von denen jeder 5 Mikro- , Sekunden andauert, und dieselben treten mit ihrer
Stirn jeweils gleichzeitig mit der Stirn eines Zeitzeichenimpulses
auf. Wie bereits erwähnt, werden diese Impulse durch ihre Anwesenheit oder Abwesenheit
in der Maschine dazu benutzt, um die Zahlen und Anweisungsworte in dynamischer Form
darzustellen. Es ist üblich, jeden Impuls innerhalb einer Gruppe von zweiunddreißig aufeinanderfolgenden
Impulsen im Rahmen der ihm zugeordneten Nummer, die seiner Lage in der Gruppe entspricht,
zu behandeln; in Fig. 6, b, sind die Impulse mit ο bis 31 numeriert. Infolgedessen wird
Strichimpuls o, der die Zifferstellung 2° eines gegebenen Wortes darstellt, wenn er vorhanden ist,
anzeigen, daß der Koeffizient dieser Ziffer 1 ist, und, wenn er fehlt, anzeigen, daß der Koeffizient ο ist.
Die in Fig. 6, c, gezeigten Punktimpulse haben eine Dauer von 2 Mikrosekunden, und auch ihre
Stirn tritt gleichzeitig mit jener eines Zeitzeichenimpulses auf. Die in Fig. 6, d, gezeigten Stroboimpulse
bestehen aus positivläufigen Impulsen von 2 Mikrosekunden Dauer, deren Stirnen in bezug auf
die Stirnen der Zeitzeichenimpulse leicht verschoben sind.
Jeder Impulszug wird mittels eines Gerätes erzeugt, das ein Umschaltglied 21 bis 23 (Fig. 5),
ein Diodenstreckenglied (Koinzidenztorglied) 24 bis 26 und einen Ausgangsverstärker mit Amplitudenmodler
27 bis 29 enthält. Die Glieder 21 und 22 werden von den Stirnen der Zeitzeichenimpulse
geschaltet und haben Rückschaltzeiten von 5 und 2 Mikrosekunden; das Glied 23 wird in
gleicher Weise geschaltet, es enthält jedoch an
der Eingangsseite eine Verzögerung. Die Diodenstrecken werden über Leitung 30 parallel mit einer
in Fig. 6, d, gezeigten Auslöschwellenform gespeist,
die für die Dauer van vier Zeitzeichenimpulsen positivläufig und für eine Dauer von zweiunddreißig
Zeitzeichenimpulsen negativläufig ist. Während des positiven Teiles dieser Wellenform sind
die Diodenstrecken gesperrt, und die negativläufigen Ausgangsimpulse von den Gegentaktgliedern werden
unterdrückt. Die negativläufigen Ausgänge aus den Diodenstrecken 24 bis 26 werden gemodelt, verstärkt
und den Ausgangsklemmen 7, 8 und 9 zugeführt, wobei das Ausgangsglied 29 die ihm zugeführten
Impulse umkehrt, so daß sie die geforderte positivläufige Polarität haben.
Die Grundzeitzeichenimpulswellenform wird außerdem den beiden Frequenzteilern 31,32 zugeführt,
die in Serie geschaltet sind und deren erster einen Ausgangsimpuls für je vier ihm zugeführte Zeitzeichenimpulse
und deren zweiter einen Ausgangsimpuls für je neun ihm zugeführte Impulse liefert.
Die Ausgangswellenform von diesen beiden Teilern ist in den Fig. 6, e, und 6, /, dargestellt. Von.
diesen beiden Wellenformen wird die in Fig. 6, g, dargestellte und obenerwähnte Auslöschwellenform
abgeleitet. Dies wird mittels eines direkt gekoppelten, fremd erregten Multivibratorgliedes 33
erreicht, das zwei stabile Zustände aufweist und das aus dem üblichen Röhrenpaar besteht, deren
Gitter und Anoden jeweils über Widerstände kreuz-' weise miteinander verbunden sind. Die Gegentaktschaltung
(fremd erregter Multivibrator) wird durch die gleichzeitige Zuführung der Ausgänge der Teiler
3 r und 32 zu einer Diodenstrecke 33° zwecks Erzeugung
eines positiven Impulses auf dem Gitter einer Röhre in einen stabilen Zustand versetzt.
Natürlich kann dies nur einmal innerhalb von sechsunddreißig Zeitzeichenimpulsen, wenn Impulse in
den Ausgängen von 31 und 32 gleichzeitig erfolgen, stattfinden. Das Gegentaktglied wird von
dem nächsten Impuls im Ausgang des Teilers 31, der dem Gitter der zweiten Röhre zugeführt wird,
in seinen anderen Zustand gebracht. Die folgenden Impulse im Ausgang des Teilers 31 können auf
das Gegentaktglied keine Schaltwirkung haben, weil dieses bis zur Ankunft des nächsten Paares gleichzeitig
erfolgender Impulse an der Diodenstrecke 33" in seinem stabilen Zustand verharrt. Die Auslöschwellenform
wird von dem Anodenkreis der zweiten Röhre des Paares abgegriffen, während eine phasengleiche Umkehrung derselben von dem
Anodenkreis der ersten Röhre abgegriffen werden kann.
Die Auslöschwellenform wird außerdem dazu benutzt, den Ablenkspannungserzeuger 34, der die
X-Ablenkspannung für alle in der Maschine benutzten
Speicherröhren erzeugt, zu steuern. Die Wellenform dieser Spannung ist in Fig. 7, b, dargestellt,
die die Auslöschwellenform in einem von Fig. 6 verschiedenen Zeitmaßstab zeigt. Der Rücksprung
findet während des positivläufigen Teiles der Auslöschwelle statt und wird von der Stirn
dieses Teiles gesteuert, während der Vorlauf von dem ausklingenden Teil derselben gesteuert wird,
der sich über eine Periode von zweiunddreißig Zeitzeichenimpulsen erstreckt. Die Auslöschwellenform
wird außerdem dem direkt gekoppelten Gegentaktglied 35 zugeführt, welches mittels der Stirn des
positivläufigen Teiles der Wellenform von einem Zustand in den anderen umgeschaltet wird. Ausgangsimpulse
werden von den Anodenkreisen beider Röhren, die zusammen das Gegentaktglied 35 bilden, abgegriffen, wovon einer die phasengleiche
Umkehrung des anderen ist, wie dies in Fig. 7, c, und 7, d, gezeigt ist. Diese Wellenform wird die
halbierte Welle genannt, und ihre jeweiligen Versionen werden mit Ha und Hs bezeichnet. Die
//«-Version (Fig. 7, d), die während der Auslösetakte
positivläufig ist, wobei ein Takt das von sechsunddreißig Zeitzeichenimpulsen beanspruchte
Zeitintervall ist, wird der Ausgangsklemme 45 zugeführt, während die //s-Version (Fig. 7, c), die
während der Abtasttakte positivläufig ist, der Ausgangsklemme 60 zugeführt wird.
Es ist außerdem erforderlich, in jedem der zweiunddreißig getrennten Drähte einen gleichzeitig
mit einem der zweiunddreißig Strichimpulse der Fig. 6, b, auftretenden Strichimpuls zu erzeugen,
so daß innerhalb der zweiunddreißig Drähte gleichzeitig mit jedem einzelnen der in Fig. 6, b, dargestellten
Impulse Strichimpulse auftreten. Diese Impulse werden p-Impulse genannt und von p0
bis p31 numeriert. In Fig. 6, h, bis 6, k, sind die
mit p0, pu p2 und ρΆι numerierten Impulse gezeigt,
wobei dieselben jeweils gleichzeitig mit den mit o, i, 2 und 31 numerierten Strichimpulsen auftreten
und wobei jeder einmal während einer Taktperiode auftritt. Diese /7-Impulse werden von dem
Stromkreis 36 (Fig. 5) erzeugt. Kurz gesagt, enthält dieser Stromkreis eine Reihe von zweiunddreißig
Umschaltgliedern, die alle über Leitung 37 mit positivläufigen Strichimpulsen gespeist
werden. Normalerweise befinden sich diese Glieder in unwirksamem Zustand und erzeugen keinen Ausgangsimpuls,
sie können jedoch durch die Zuführung einer positiven Durchgangsspannung in einen Zustand gebracht werden, in welchem sie
einen Ausgangsimpuls erzeugen, der gleichzeitig mit der Ankunft des dieser positiven Spannung
unmittelbar nachfolgenden Strichimpulses erfolgt. Das erste Umschaltglied wird von der Stirn der
positivläufigen, in Fig. 6, g, dargestellten Auslöschwellenform eingeschaltet und erzeugt den Ausgangsimpuls
p0 (Fig. 6, h), der der Klemme 70 zugeführt
wird. Die Stirn des /^-Impulses wird dazu
benutzt, die für die Einschaltung des zweiten Umschaltgliedes erforderliche positive Spannung zu erzeugen,
welch ersteres infolgedessen den der Klemme 71 zugeführten Ausg,angisimpiuls P1 (Fig. 6, /)
erzeugt. Dieser wiederum stellt das nächste Umschaltglied ein, welches den der Klemme 72 zugeführten
Ausgangsimpuls p2 (Fig. 6, /') erzeugt usw. bis zur letzten Stufe, die den der Klemme 73 zugeführten
Ausgangsimpuls psi (Fig. 6, k) erzeugt.
Es ist erforderlich, jedes Umschaltglied, sobald es seinen Ausgangsimpuls erzeugt hat, in seinen
unwirksamen Zustand zurückzuführen; dies wird durch Rückführung einer negativen Durchgangsspannung von der darauffolgenden Stufe erreicht,
wobei diese Spannung in dem Augenblick in der darauffolgenden Stufe erzeugt wird, wenn diese
Stufe von dem ihr von der vorhergehenden Stufe zugeführten Ausgangsimpuls eingestellt wird. Die
letzte Stufe wird mittels einer von der Stirn einer phasengleichcn (negativläufigen) Umkehrung der
ίο Auslöschwcllenform abgeleiteten negativen Spannung in ihren unwirksamen Zustand zurückgeführt.
Das Verfahren des Hcrauslösens von Anweisungsworten, eines nach dem anderen, aus dem Hauptspeicher
einer Maschine und der Ausnutzung derselben zur Festlegung der geforderten Leitstromkreise
in Übereinstimmung mit der darin enthaltenen Nachricht wird nun unter Bezug auf das in
Fig. 8 gezeigte Schemadiagramm der wesentlichen Teile einer Maschine beschrieben.
In bezug auf Fig. 8 enthält der Hauptspeichers
eine Anzahl von Kathodenstrahlspeichereinheiten 1, von welchen drei gezeigt sind und deren Gesamtzahl
von dem gewünschten Fassungsvermögen des Speichers abhängt. Jede Einheit arbeitet in der
unter Bezug auf Fig. 1 beschriebenen Weise und wird schematisch in der in Fig. 2 gezeigten Weise
dargestellt. Die Worte werden in parallelen Zeilen, eine unter der anderen, in jeder Röhre gespeichert,
und die X- und K-Ablenkplatten aller dieser Röhren
werden parallel betrieben; infolgedessen führen alle Röhren in dem Speicher identische Abtastvorgänge,
die sich wiederholen, durch. Jede Einheit ist mit einem Verstärker, Lese- und Schreibgliedern ausgerüstet,
die es ermöglichen, die gespeicherten Worte zu regenerieren oder abzulesen, um einen dynamischen
Ausgang ohne Löschung der Eintragung zu erzeugen, und sie gestatten ebenfalls die Schreibung
dynamischer Worte in den Speicher und die Löschung gespeicherter Worte.
Der Sammler C enthält eine Anzahl von Kathodenstrahlröhrcnspeichercinheiten
1, deren jede in der Lage ist, ein Wort in einem einzigen Zeilenbild zu
speichern, und deren jede mit einem Rückkopplungskreis, der aus einem Verstärker, Lese- und
Schreibglicdem besteht, ausgestattet ist, die innerhalb
des Rückkopplungskreises ein Rechenglied der Bauart enthalten, wie dies unter Bezug auf Fig. 3
beschrieben wurde. Um die Zeichnung zu vereinfachen, ist nur eine solche Speichereinheit und
Rechenglied (Addierkreis) angegeben.
Das Steuerregister CR enthält eine einzelne Kathodenstrahlröhrenspeichereinheit mit einer Rückkopplungsschleifc,
die aus Verstärker, Lese- und Schreibgliedern besteht, und einen in derRückkopplungsschleife
einbezogenen Addierkreis. Das Steuerregister soll nur ein einziges Wort auf einem einzigen
Zeilenbild speichern und ist der Addiereinheit in dem Sammler ähnlich. Der Speicher für die
Augenblicksanweisung PI besteht ebenfalls aus einer Kathodenstrahlröhrenspeichereinheit, die für die
Speicherung eines einzigen Wortes auf einer einzigen Zeile eingerichtet ist und die mit der normalen
Rückkopplungsschleife, die aus Verstärker, Lese- und Schreibkreisen zusammengesetzt ist, ausgestattet
ist.
Die Ziffern des in dem Steuerregister CR gespeicherten Wortes legen die Adresse in dem
Hauptspeichers des Anweisungswortes fest, welches aus diesem herausgelöst werden soll. Diese Anweisungsworte
werden der Reihe nach in dem Hauptspeicher S so gespeichert, daß bei Hinzufügung
einer Einheit zu den in dem Steuerregister gespeicherten Worten bei Beendigung einer Operation
der Maschine die Adresse der die nächste Operation festlegenden Anweisung erhalten wird.
Der diese hinzugefügte Ziffer darstellende Impuls wird bei der Beendigung einer Operation mittels
der Stcuerröhre 38 übernommen und über Leitung 39 einem Eingang des Addiergliedes des Steuerregisters
CR während des ersten Abtasttaktes zugeführt. In gleicher Weise wird die neue Adresse
abgelesen und dazu benutzt, die Leitstromkreise für die Wahl des diese Adresse aufweisenden Wortes
einzustellen, welches mit Augenblicksanweisung bezeichnet wird. Die Augenblicksanweisung wird aus
dem Hauptspeicher abgelesen und dem Speicher für die Augenblicksanweisung PI während des ersten
Auslösetaktes zugeführt. Während des zweiten Abtasttaktes wird sie von dem Speicher PI abgelesen
und für die Einstellung der Leitstromkreise für die Wahl des geeigneten Zahlenwortes im Hauptspeicher
S benutzt.
Die aus den C/^-ZV-Speichern abgelesenen Worte
werden nur während Abtasttakten mittels einer Diodenstrecke 40 verfügbar gemacht, welche von
der von Klemme 60 zugeführten //s-Version der
halbierten Wellenform gesteuert wird; die Wiederherstellung der in dem /^/-Speicher gespeicherten
Nachricht ist nicht wesentlich, da sie immer aus demselben oder demjenigen Takt, der demjenigen,
in welchen sie eingeschrieben wird, nachfolgt, herausgelesen wird. Worte werden aus dem Steuerregister
CR nur einmal abgelesen und dem Rest der Maschine über die Diodenstrecke 41, die nur
während des ersten Abtasttaktes geöffnet ist, zügeführt.
Die Lese- und Schreibeinrichtungen des Hauptspeichers S schließen beide die Auswahl einer einzigen
Adresse ein, nämlich die einer bestimmten Zeile in einer bestimmten Einheit. Jener Teil eines
Anweisungswortes, der eine Adresse in dem Hauptspeicher festlegt, soll angenommenermaßen zwölf
Ziffern enthalten, wovon sechs Ziffern die Zeilen und sechs Ziffern die Kathodenstrahlröhren festlegen.
Die Auswahl der Zeile wird mittels eines Y-Stellgliedes 42 durchgeführt, welches später be
schrieben wird und welches mittels von dem Statisator 43 hergeleiteten Potentialen in den ersten
sechs Drähten gesteuert wird. Die Auswahl der zugehörigen Röhre wird dadurch erreicht, daß der
Kathodenstrom nur in der gewählten Röhre während jeder Auslöseperiode fließt. Die Ausleuchtung
der gewünschten Röhre wird mittels Potentialen innerhalb der zweiten Gruppe dieser Drähte, die
von dem Statisator 43 zu Auslöschröhren in den Schreibkreisen der Röhren führen, in einer noch zu
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beschreibenden Weise erreicht. Der Statisator 43 besteht aus einer Anzahl paralleler Glieder oder
Stufen, deren Anzahl der Zahl der verfügbaren Ziffern gleich ist. Jede Stufe enthält eine Diodenstrecke,
welche mit Zeichen aus dem Glied 40 und außerdem mit den jener Zifferstelle zugehörigen
p-Impulsen beschickt- wird, so daß die Diodenstrecke nur während des Zeitpunktes wirksam ist,
für welchen ein bestimmter Impuls vorhanden ist. Die Ausgangsdrähte des Statisators werden infolgedessen
Potentiale aufweisen, die in statischer Form die Zifferkoeffizienten der ihnen zugeführten
Worte darstellen.
Jede Stufe des Statisators kann durch Zuführung eines zugehörigen Impulses zu derselben in
den alten Zustand zurückversetzt werden, und zwar am Ende eines _ Auslösetaktes in einer Weise, die
noch beschrieben wird. Tatsächlich hat jede Stufe des Statisators zwei Ausgangsklemmen; an einer,
dem o-Ausgang, wird eine negative Spannung entwickelt und bis zum Ende eines Auslösetaktes,
wenn der Zifferkoeffizient ο ist, beibehalten, und eine positive Spannung wird entwickelt, wenn der
Zifferkoeffizient eine 1 ist. An der anderen, dem ι-Ausgang, wird die negative Spannung entwickelt,
wenn der Zifferkoeffizient eine 1 ist, und die positive Spannung wird entwickelt, wenn er ο ist. Die
Ausgangsdrähte von dem Statisator sind mit den jeweils ihnen zugehörigen Klemmen verbunden. Das
Schreibglied, das zu jeder Einheit des Hauptspeichers gehört, hat einen1 Ausgang, an welchem
das während jedes Taktes auftretende Lesezeichen verfügbar ist, wenn die entsprechende Röhre ausgeleuchtet
ist. Alle diese Ausgänge werden einer Diodenstrecke der S-Leseröhre 44 zugeführt. Die
Leseröhre 5 wird nur während Wirktakten mittels einer halbierten Wellenform geeigneter Polarität,
die ihr von Klemme 60 zugeführt wird, wirksam gemacht, so daß jedes Ausgangswort von dieser
Röhre das aus einer einzigen ausgewählten Adresse während eines Wirktaktes abgelesene Wort darstellt.
Ein Ausgangswort aus der S-Leseröhre kann eine von zwei Bestimmungen haben. Wenn es eine
Anweisung ist, wird es direkt dem /V-Speicher zugeführt, während, wenn es eine Zahl ist, es zu
einem der Elementarrechenglieder des Sammlers C geführt wird. Die Bestimmungen in C werden durch
Auslöschen aller Kathodenstrahlröhren mit Ausnahme der gewünschten Röhre während Auslösetakten
gewählt. Dieses gewährleistet hinreichende Adressenauswahl, da jede Rechenröhre nur ein einziges
Wort aufspeichert und eine Zeilenauswahl nicht nötig ist. Die Auswahl der Röhre wird mittels1
Ziffern in bestimmten Lagen in dem Augenblicksanweisungswort gesteuert, und in dem gezeigten
Beispiel ist angenommen, daß die letzten drei Ziffern diese Funktion ausüben. Die Ausgangsdrähte
von den letzten drei Stufen des Statisators 43 sind infolgedessen mit den Auslöschröhren in
den Schreibgliedern der Einheiten innerhalb des Sammlers C verbunden. Wenn diese Stufen des
Statisators 43 betätigt werden, wird das aus dem Speicher abgelesene Wort direkt der gewählten
Bestimmungsadresse in dem Sammler zugeführt. Wenn diese Stufen unwirksam sind, weil die Be-Stimmungsziffern
keine Adresse in dem Sammler angeben, ist der Leseausgangsimpuls notwendigerweise
eine Anweisung und wird direkt dem Speicher PI vermittels der Augenblicksanweisung
zugeführt.
Diese Stufen des Statisators werden nur mittels eines Impulses wieder in den alten Zustand zurückversetzt,
der bedeutet, daß der Rechnungsgang vollständig ist und der von der Steuerröhre 38 abgeleitet
wird. Die Bestimmungsröhre des Sammlers wird infolgedessen während aller Abtast- und Auslösetakte,
die einen Elementarrechnungsgang einschließen, wenn dieser über die normale Periode
eines einzelnen Taktes hinaus ausgedehnt wird, ausgeleuchtet. Zum Unterschied von dieser Wirkungsweise
werden die ersten zwölf Stufen des Statisators, welche die S-Adressen festlegen, beim Beginn jedes
Abtasttaktes mittels eines Impulses der von der Stirn des Abtastteiles der //«-Version durch
Klemme 45 zugeführten halbierten Wellenform in den alten Zustand zurückversetzt. Die Sammlerröhren
werden normalerweise während Abtasttakten ausgeleuchtet, auch dann, wenn diese keinen Teil
einer erweiterten Rechenperiode darstellen, so daß Teilergebnisse in dem Sammler gespeichert und
regeneriert werden können.
Es wird nun der Schreibprozeß von Worten in dem Hauptspeicher S betrachtet. Worte, die während
der Tätigkeit der Maschine in den Hauptspeicher geschrieben werden, haben zum Unterschied
von Worten, welche als bestimmte Daten in die Maschine hineingegeben werden, wenn ein
Problem gestellt wird, nur eine mögliche Quelle, nämlich den Sammler C. Jener Teil eines Anweisungswortes,
der die letzten drei Statisatorstufen steuert, legt nun die Quellenadresse fest, und die
betreffende Röhre in dem Sammler wird während der bestimmenden Auslöseperiode ausgeleuchtet.
Die Ausgangsimpulse von allen den zu den Röhren gehörigen Lesegliedern im Sammler C werden zusammengenommen
und einer Diodenstrecke der C-Leseröhre 46 zugeführt, die während Abtasttakten mittels der halbierten Wellenform unwirksam gemacht
wird und deren Ausgangsimpuls infolgedessen das während eines Auslösetaktes von der
einzelnen ausgewählten Röhre des Sammlers abgelesene Wort darstellt. Der Ausgang aus der C-Leseröhre
wird parallel den Schreibgliedern aller Speichereinheiten in dem Hauptspeicher 5 zugeführt und
wird infolgedessen in die Adresse geschrieben, die mittels des dazugehörigen Teiles des Augenblicksanweisungswortes
gewählt wurde, welches die ersten sechs Stufen des Statisators zur Steuerung des
y-Einstellgliedes 42 und die zweiten sechs Stufen
zur Auswahl der zugehörigen Röhre eingestellt hat.
Es ist nun ersichtlich, daß zwei Teile eines Anweisungswortes infolgedessen Adressen in dem
Hauptspeichers und dem SammlerC für die Überführung
von Worten zwischen denselben auswählen können, wobei jede der beiden Adressen jeweils
die Quelle der Bestimmung sein kann. Überführung
von Worten in beiden Richtungen kann jedoch nur erreicht werden, wenn das Leseglied in der Rückkopplungsschleife
zusammen mit den Speichereinheiten des Hauptspeichers und dem Sammler entsprechend
eingestellt ist, und zwar entweder so, daß es das in der gewählten Adresse gespeicherte
Wort liest und es in die Maschine hinausführe oder daß es das Schreiben eines in der Maschine
zirkulierenden Wortes in die gewählte Adresse gestattet. Wie in Verbindung mit Fig. ι bis 3 bereits
erklärt, kann das Schreiben eines Wortes in eine gewählte Adresse so durchgeführt werden, daß das
eingeschriebene Wort eine vorher in die Adresse eingeschriebene Nachricht ersetzt, falls eine solche
vorhanden war, jedoch muß in diesem Fall die Rückkopplungsschleife unterbrochen werden, indem
eine Auslöschspannung dem Leseglied zugeführt wird.
Im Fall des Sammlers kann, wenn ein Rech-
ao nungsgang erfolgt, das augenblicklich eingeschriebene Wort das Ergebnis einer einfachen, zwischen
dem vom Hauptspeicher empfangenen Wort und einem bereits in der gewählten Adresse gespeicherten
Wort vorgenommenen einfachen arithmetischen
»5 Operation sein, in welchem Fall dem Leseglied
keine Löschspannung zugeführt werden darf.
Das Einstellen der Stromkreise für die beiden Wortübertragungsrichtungen fordert, daß die
Möglichkeit des Ablesens von Worten aus dem Hauptspeicher während Takten, während welcher
das Schreiben in den Speicher stattfindet, verhindert wird und ebenfalls, daß das Lesen au* dem Sammler
während Takten, in welchen Einschreiben in den Sammler verlangt wird, verhindert wird. Die
Steuerung dieser Unterdrückung wird mittels des Vorhandenseins einer o- oder 1 -Ziffer in einer bestimmten
Lage innerhalb des Augenblicksanweisungswortes oder innerhalb der Adresse der Augenblicksanweisung gesteuert. Diese Ziffer, die
Λ-Ziffer genannt wird, nimmt in dem gezeigten Beispiel die dreizehnte Zifferstellung ein, und Ausgangsdrähte
50, 55 von der entsprechenden Stufe im Statisator 43 sind mit dem S-Löschspannungserzeuger
47 und dem C-Löschspannungserzeuger 48 verbunden, die Wellen erzeugen, die von der halbierten
Wellenform abgeleitet werden und die über Leitungen 51, 52 zu den Löschklemmen der Lesekreise
des Hauptspeichers S bzw. des Sammlers C geführt werden. Der Ausgang von 48 ist außerdem
über Leitung 53 mit der Löschklemme des Lesegliedes in dem /^/-Speicher verbunden. Die Eigenart
der Löschfunktion wird unter Bezug auf das Wellenformdiagramm (Fig. 9) besser verstanden werden,
welches die Form der den Speicher- und Sammlerdiodenstrecken zugeführten Löschspannung
für die beiden Fälle des Lesens vom Speicher und Schreibens in den Rechner S-C und Lesens ton
dem Rechner und Schreibens in den Hauptspeicher C-S angibt. Ein Rechnungsgang, der in einem Satz
zwei Abtasttakte 1 und 2 umfaßt, wird dargestellt. Um ein Wort von dem Hauptspeicher abzulesen
und dem Rechner S-C zuzuführen, sind die Leseglieder von S, C und PI alle während der Abtastung
ι in Tätigkeit oder eingeschaltet, um eine Regeneration der gespeicherten Nachricht zu ermögliehen,
wobei der Leseausgang von 5 und C von der den S- und C-Leseröhren 44 und 46 zugeführten
halbierten Wellenform zurückgehalten wird, während die Adresse der Augenblicksanweisung aus
dem Steuerregister C1 abgelesen und über Diodenstrecken
41 und 48 dem Statisator 43 zugeführt j wird, um die Adresse der Augenblicksanweisung in
J dem Hauptspeicher zu wählen. Infolgedessen sind während der Abtastung 1 alle Leseglieder in Tätigkeit,
und keine Löschwelle ist, wie dies durch a und b in Fig. 9 angegeben ist, vorhanden. Während
des zweiten Taktes (Auslösung 1) wird die Augenblicksanweisung von dem S-Speicher abgelesen und
dem ^/-Speicher zugeführt, so daß die C- und P/-Leseglieder blockiert oder ausgeschaltet werden
müssen, wie dies durch die Anwesenheit der C-Löschspannung in Fig. 9, b, angegeben ist, um
ein Erhalten von Leseausgängen zu verhindern. Während des dritten Taktes (Abtastung 2) regenerieren
alle Speicher, und die Augenblicksanweisung wird aus PI abgelesen und über Diodenstrecke 48
dem Statisator 43 zugeführt; alle Leseglieder sind
infolgedessen in Tätigkeit oder eingeschaltet, und keinerlei Löschspannung ist vorhanden. Während
Abtastung 2 wird ein Lesen von S oder C mittels der den S- und C-Leseröhren zugeführten halbierten
Wellenform verhindert. Während des vierten Taktes (Auslösung 2) wird ein Wort aus dem
Hauptspeicher abgelesen und dem Sammler zugeführt. Die C-Löschspannung ist infolgedessen vorhanden,
um die C- und /J/-Leseglieder in den ausgeschalteten Zustand zu bringen. Die S-Löschspannung
fällt weg. Diese Form der Unterdrückung bei unwirksam gemachtem Leseglied während des
Schreibens setzt voraus, daß eine Rechnung nicht zwischen einer Zahl, die sich bereits in dem
Sammlerspeicher befindet, und einer Zahl, die zugeführt wird, stattfindet. Augenscheinlich muß bei
einer solchen Operation der Lesekreis wirksam sein, und es müssen einige andere Vorrichtungen gefunden
werden, die verhindern, daß der Leseausgang den Schreibgliedern des Hauptspeichers S zugeführt
wird. Dies könnte erreicht werden, indem ein dritter Spannungserzeuger vorgesehen wird, der so angeordnet
ist, daß er immer dann die C-Leseröhre 46 während des zweiten Auslösetaktes abschaltet, wenn
die während dieses Taktes auszuführende Operation eine Rechnung zwischen einer bereits in C gespeicherten
Zahl und der von C zu S zugeführten Zahl beinhaltet. In vorliegendem Beispiel könnte diese
zweite /"-Ziffer die vierzehnte Zifferstellung in dem
Augenblicksanweisungswort einnehmen. Jeder der Spannungserzeuger 47, 48, 49 muß nun über zwei
Drähte von dem Statisator 43 gespeist werden, damit die drei verschiedenen Zustände in Ausdrücken iao
verschiedener Kombinationen der Koeffizienten der beiden r-Ziffern beschrieben werden können; beispielsweise
könnte die Anordnung so sein, daß, wenn sie beide ο sind, Erzeuger 47 durch negative
Spannung auf Drähten 50 wirksam gemacht wird; wenn sie beidei 1 sind, wird Erizefuger 48 durch) negative)
Spannungen auf Drähten 55 wirksam gemacht, und wenn sie ο und 1 sind, wird Erzeuger 49 durch
negative Spannungen auf Drähten 54 wirksam gemacht. Die Erzeuger sind vorzugsweise Diodenstrecken,
wie sie in Fig. 10 gezeigt sind, die außerdem von Klemme 60 her mit der //s-Version der
halbierten Welle beschickt werden, wobei dieselbe während Auslösetakten negativläufig ist, so daß der
Ausgangsimpuls nur für die Dauer eines Auslösetaktes negativläufig sein wird.
Die Kurven c, d der Fig. 9 zeigen die Löschspannungen
für die umgekehrte Richtung der Wortübertragung C-S. Die Löschspannungen während des
ersten Abtasttaktes und für den ersten Auslösetakt sind dieselben wie in dem vorbesprochenen Fall.
Während der zweiten Abtast- und zweiten Auslösetakte sind sie umgekehrt, wobei die S-Löschspannung
während des zweiten Auslösetaktes statt der C-Löschspannung ausgeschaltet ist. Die punktierten
Linien in Fig. 9 geben die Umschaltung der zugehörigen Statisatorstufe mittels der während Abtasttakten
erscheinenden /--Ziffern an.
Die Steuerröhre 38 ist eine Diodenstrecke, die mit negativläufigen jp0-Impulsen am Anfang jedes
Taktes von der Klemme 70 her beschickt wird. Ein negativläufiger Impuls wird über Leitung 58
beim Beginn jenes Abtasttaktes, der der Beendigung einer Operation im Sammler C folgt, dem
Stromkreis 38 zugeführt; infolgedessen ist der einzige /?0-Impuls, der den Stromkreis 38 durchläuft,
derjenige, welcher der Vollendung einer Operation folgt, deren Art durch die Ziffern des im Statisator
43 festgelegten Augenblicksanweisungsworte,s beschrieben ist. Der negative Impuls in der Leitung
58 wird von jenem Rechenkreis in C geliefert, der während des vorhergehenden Auslösetaktes (oder
mehreren Takten, wenn die von der Rechnung beanspruchte Zeit gleich derjenigen ist, die von mehr als
einem Takt eingenommen wird, was gewöhnlich nicht der Fall ist) tätig war. Jeder solche Rechenkreis
wird irgendein gewisses Kennzeichen haben, wie z. B. die bekannte Zeit, die er braucht, um seine,
Rechnung durchzuführen, oder die bekannte Zeit (ein Takt), die gebraucht wird, um aus dem
Sammler zu lesen, was zur Erzeugung oder Weglassung eines solchen Impulses ausgenutzt werden
kann.
Der ^-Impuls von 38 wird über Leitung 39 einem Eingang des Addiergliedes des Steuerregisters CR
zugeführt. Die Adressenzahl N der vorher befolgten Anweisung wird in W-f~ 1 abgeändert, die Adresse
der neuen Anweisung jV —|— ι wird an Stelle N in
den C/?-Speicher geschrieben und wird gleichzeitig durch Diodenstrecke 41 aus diesem herausgelesen,
welche nur während des ersten Abtasttaktes offen ist. Dieses wird durch Zuführung einer negativläufigen Rechteckwelle zu derselben auf die Dauer
des ersten Abtasttaktes erreicht, welche von dem Gegentaktglied 59 erzeugt wird. Dieses Gegentaktglied
wird mittels eines negativläufigen p0-Impulses
auf Leitung 39 umgeschaltet und am Ende des ersten Abtasttaktes mittels des negativläufigen Abklingens
der //s-Version der von Klemme 60 zugeführten halbierten Welle in seinen alten Zustand
zurückgebracht, welche dem Gitter der zweiten Röhre des Gegentaktgliedes zugeführt wird. Es
bleibt dann in Ruhe, bis es von dem nächsten /70-Impuls auf Leitung 39 umgeschaltet wird.
Die neue Adressenzahl N -j- 1 wird während des
ersten Abtasttaktes von Diodenstrecke 41 über Diodenstrecke 40, welche mittels der //«-Version
der ihm von Klemme 45 zugeführten halbierten Welle während aller Abtasttakte offen sind, dem
Statisator 43 zugeführt, der geeignete Spannungen in den ersten zwölf Drähten festlegt, welche die
Adresse jV —j— 1 der im Hauptspeicher 5 befindlichen
Augenblicksanweisung beschreiben. Die dreizehnte Ziffer von N 4- 1 wird ο sein, so daß die
Spannung auf Leitung 50 so sein wird, daß während des nächsten Taktes (Auslösung 1) eine Löschspannung
von 48 den Lesegliedern von C und PI zugeführt wird, während von 47 den Lesegliedern
von 5 keine Löschspannung zugeführt wird. Auf diese Weise wird während des ersten Auslösetaktes
die Augenblicksanweisung von dem gewählten Leseglied von 5 gelesen und über die S-Leseröhre 44,
die während Auslösetakten mittels der /As-Wellenform
von Klemme 60 offen gehalten wird, dem Schreibglied des P/Speichers zugeführt, wo es
zwecks Bereithaltung für den nächsten Abtasttakt geschrieben wird. Während dieses Abtasttaktes
wird die Augenblicksanweisung von dem Speicher PI abgelesen und über Diodenstrecke 40 dem Statisator
43 zugeführt, um geeignete Spannungen auf allen Ausgangsdrähten festzulegen. Die Anweisung
wird in dem folgenden Takt oder den folgenden Takten befolgt, und der Kreislauf beginnt von
neuem.
Die Wirkung des Statisators 43 wird nun unter Bezug auf Fig. 10 mehr ins einzelne gehend beschrieben.
Wie bereits vorher erwähnt, enthält er so viele Stufen, als es Zifferstellungen in einem Anweisungsort
gibt, wobei die ersten sechs Stufen (mit ο bis 5 numeriert) für die Auswahl einer
bestimmten Zeile auf einer Kathodenstrahlröhre in dem Hauptspeicher S ausgenutzt werden, wobei
ferner die zweiten sechs Stufen (mit 6 bis 11 numeriert)
zur Auswahl dieser Röhre benutzt werden. Zum Zwecke der Darstellung zeigt Fig. 10 nur
Stufen 6 bis 11 und außerdem die Art, in welcher eine bestimmte Röhre (die dreiundfünfzigste Röhre)
gewählt wird. Die siebente Stufe S6 ist im Detail gezeigt, wobei die übrigen Stufen S7 bis S11 identisch
sind. Jede Stufe enthält eine Diodenstrecke und ein Gegentaktglied, und die in Fig. 10 gezeigten
Beispiele dieser Glieder können als typisch für ähnliche Glieder, auf welche in vorhergehenden
Teilen dieser Patentschrift Bezug genommen wurde, die jedoch nicht bis ins einzelne beschrieben
wurden, gelten.
Das Diodenstreckenglied besteht aus den Dioden D21 und D22, die einen gemeinsamen
Kathodenwiderstand R1 haben und zu deren Anoden, von Ruhespiegeln von ungefähr -)- 3 Volt
und -f- 5 Volt ausgehend, in negativläufigem Sinn die Impulszüge zugeführt werden, die das
Anweisungswort von Klemme 90 bzw. den Impuls p6
darstellen. Auf diese Weise werden nur dann, wenn ein Impuls von der Klemme 90, der eine 1 bedeutet,
in der siebenten Zifferstelle erscheint, beide Dioden D21 und D22 abgeschaltet sein und ein
negativer Impuls an dem gemeinsamen Kathodenpunkt infolge der Verbindung des unteren Endes
von R1 mit einer negativen Stromquelle auftreten.
Das Gegentaktglied besteht aus Pentoden V11 und
V12, deren Anoden und Bremsgitter wechselseitig
durch RC-G\ieder miteinander verbunden sind, und Dioden D33, D34, die eine positive Aufladung der
Bremsgitter verhindern und die über Hochohmwiderstände mit derselben Stromquelle negativen
Potentials wie der Widerstand R1 rückverbunden sind. Im Ruhe- oder nicht geschalteten Zustand
des Gegentaktgliedes ist Röhre V11 leitend und Röhre V12 vermittels ihres Bremsgitters ausgeschaltet.
Das Steuergitter von V12 ist jedoch nor-
ao malerweise nicht abgeschaltet und ist über einen
Hochohmwiderstand mit der positiven Hochspannungsquelle verbunden.
Wenn deshalb in der siebenten Zifferstelle ein Impuls auftritt und ein negativer Impuls an den
»5 Kathoden von D21 und D22 erscheint, ist V11 abgeschaltet,
und die Gegentaktstufe wird in den Zustand versetzt, bei welchem V12 leitend ist. Dieser
Zustand wird aufrechterhalten, bis die Ha -Version der bei Klemme 45 zugeführten und mittels 1C1, R2
unterschiedenen halbierten Wellenform einen negativen Impuls auf dem Gitter von V12 am Ende
eines Auslösetaktes erzeugt und das Gegentakt-• glied in seinen alten Zustand zurückversetzt. Dieser
Zurückversetzungsvorgang erscheint nur am Ende jedes Auslösetaktes infolge der Eigenart der halbierten
Wellenform, und die Anweisungsworte werden den Diodenstrecken nur während Abtasttakten
zugeführt, so daß das Statisatorgegentaktglied die von den zugehörigen Ziffern bezeichneten
Zustände vom Augenblick des Erscheinens dieser Ziffern an während eines Abtasttaktes bis zum
Ende des folgenden Auslösetaktes beibehält.
Es bleibt nun noch die durch den leitenden oder nichtleitenden Zustand einer bestimmten Röhre
in jedem Gegentaktglied statisierte Nachricht auszuwerten. Jede Kathodenstrahlröhre im Hauptspeicher
ist mit einer Auslöschröhre 80 (Fig. 1 und 10) verbunden, zu deren Bremsgitter die Ha-Version
der halbierten Wellenform zugeführt wird und deren Anode infolgedessen eine Rechteckwelle
liefert, die während Auslösetakten negativläufig ist und die dazu verwendet wird, die Kathodenstrahlröhre
auszulöschen. Wenn jedoch die Röhre 80 mittels ihres Steuergitters während eines Auslösetaktes
ausgeschaltet gehalten wird, wird ihre Kathodenstrahlröhre nicht ausgelöscht werden. Die
Anode jeder Röhre V11, V12 jedes Statisatorgegentaktgliedes
ist über einen Spannungsteiler R2, R3
und Rit R5 mit einer negativen Potentialquelle verbunden,
welch letztere eine Ausgangsverbindung vorsieht, die eines von zwei Potentialen, beispielsweise
-j~ 120 Volt und — ι ο Volt annimmt, je nachdem,
ob die Röhre leitend ist oder nicht. Auf diese Weise hat der Ausgangspunkt 6/0, der sich an der
Röhre V11 befindet, ein Potential von — ι ο Volt,
wenn nicht in der siebenten Zifferstelle eine 1 auftritt, wenn die Gegentaktstufe umsteuert, und das
Ausgangspunktpotential steigt auf -J-120 Volt an. In gleicher Weise werden die Ausgangspotentiale
von der anderen Seite des Gegentaktgliedes am Ausgangspunkt 6/1 -j- 120 Volt beim Auftreten einer ο
bzw. —10 Volt beim Auftreten einer 1 sein. Auf
diese Weise werden Ausgangspunkte mit dem Index /o negativ sein, wenn die Ziffer ο vorhanden
ist, und jene mit dem Index /1 negativ sein, wenn die Ziffer 1 vorhanden ist. Die Ausgangspunkte
sind mit den Spannungsteilern über kathodengesteuerte Stufen 91 verbunden. Das Steuergitter
der Röhre 80 wird über Klemmen 81 und besondere Gitterableitungen 92 mit Potentialen der zügehörigen
Ausgangspunkte der Statisatorstufen S6 bis S11 beschickt, so daß nur, wenn eine beistimmte Kombination der zweiten sechs Ziffern
in dem Anweisungswort auftritt, alle Gitterableitungen 92 der Röhre 80 mit Potentialen von
— 10 Volt rückverbunden sein werden, so daß die
Röhre abgeschaltet und die gewählte Kathodenstrahlröhre für den darauffolgenden Aktionstakt
ausgeleuchtet gehalten wird.
In dem für die Darstellung gewählten Beispiel ist vorgesehen, daß die Röhre 80 mit der dreiundfünfzigsten
Kathodenstrahlröhre verbunden ist. Wenn diese Röhre während eines Auslösetaktes gewählt werden soll, werden die zweiten sechs
Ziffern des Anweisungswortes 1,0, 1,0, 1, 1 sein j
und die sechs Gitterableitungen 92 der mit dieser Röhre verbundenen Röhre 80 werden mit den Ausgangspunkten
6/1, 7/0, 8/1, 9/0, 10/1 und 11/1,
wie dies in Fig. 10 angegeben ist, gekoppelt werden müssen.
Es wird betont, daß Vorrichtungen, ähnlich der oben beschriebenen, für die Wahl einer Kathodenstrahlröhre
in den Hauptspeicher zwecks Wahl einer Röhre im Sammler Anwendung finden können, wobei
die Diodenstrecken der letzten drei Statisatorstufen mit geeigneten p-Impulsen beschickt werden,
um jene Ziffern eines Anweisungswortes zu wählen, die für die Sammleradresse entscheidend sind. Dieselben
Diodenstreckenanordnungen können für die Auswahl der dreizehnten und vierzehnten Ziffern
Anwendung finden, die die Richtung der Wortübertragung zwischen Hauptspeicher und Sammler
festlegen. In Fig. 11 sind diese beiden Stufen des Statisators S12 und S13 und das Verfahren der
Verbindung der Ausgänge mit den drei Spannungserzeugern 47, 48 und 49 der Fig. 8 gezeigt. Wie
gezeigt, besteht jeder derselben aus einer Diodenstrecke ähnlich der in Fig. 10 gezeigten, wobei
eine Diode D10 mit der //s-Version der von
Klemme 60 zugeführten halbierten Welle und die iao anderen beiden, D11, D12, von geeigneten Aus-*
gangen der Stufen S12 und S13 beschickt werden.
Um die gewünschte-Zeile in einer in dem Hauptspeicher
S gewählten Röhre auszuwählen, werden die ersten sechs Stufen des Statisators, die den
Stufen S6 bis S11 ähnlich sind, zur Steuerung des
F-Ablenkspannungserzeugers 42 (Fig. 8) benutzt.
Die Ausgangsspannung von diesem Erzeuger, die den Y-Ablenkplatten aller Röhren in dem Hauptspeicher
5 zugeführt wird, ist so, daß sie das hintereinander erfolgende Abtasten der Zeilen 1,
2, 3 usw. während Abtasttakten, die bei dem Abtasten der gewählten Zeilen während Auslösetakten
eingeschaltet werden, ermöglichen. Ein Stromkreis zur Erzeugung einer solchen Spannung enthält eine
der Anzahl der für die Wahl einer Zeile (in diesem Fall 6) benötigten Zifferstellen entsprechende Anzahl
von Röhrenstufen, wobei die Ausgangsimpulse aus diesen Stufen zwecks Erzeugung der gewünschten
Wellenform durch geeignete Abwägungsglieder addiert werden. Zu jeder Stufe gehören
zwei Eingangsimpulse, einer, der nur während Abtasttakten wirksam ist, erzeugt die für das hintereinander
erfolgende Abtasten der Zeilen benötigte abgestufte Wellenform; der andere, der nur während
ao Auslösetakten zugeführt wird, besteht aus einer positiven oder negativen Gittervorspannung, die von
dem Ausgang eines für jede Stufe getrennten Gegentaktgliedes abgeleitet wird und durch ein
anodengesteuertes Glied dieser Röhrenstufe zugeführt wird, wobei der Wechsel zwischen einem und
dem anderen Eingangsimpuls mittels der halbierten Wellenform gesteuert wird. Die Gegentaktglieder
können mittels Schalter von Hand eingeschaltet werden, um Gittervorspannungen zu liefern, deren
Polaritäten den Zifferkoeffizienten entsprechen, die die während eines Auslösetaktes zu wählende Zeilenzahl
(Zeilennummer) darstellen. Für automatischen Betrieb werden diese Gittervorspannungen nicht von
manuell gesteuerten Gegentaktgliedern, sondern von den 0/0 bis 6/0 Ausgangsklemmen der ersten sechs
Stufen des Statisators 43 abgeleitet, welche, falls die Stufen S6 bis S11 während eines Abtasttaktes festgelegt
werden, während des nächsten Auslösetaktes in diesem Zustand bleiben und mittels der am
Ende des Auslösetaktes durch die //ß-Version der halbierten Wellenform in den alten Zustand zurückversetzt
werden.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Binärziffer-Rechenmaschine, die einen Hauptspeicher verwendet, der aus mindestens einem Kathodenstrahlröhrenspeicherglied mit Regeneratiorisrückkopplungsschleife besteht, in welchem die Rückkopplung während Abtasttakten stattfindet und in dem ein gewähltes Wort während dazwischenliegender Auslösetakte verfügbar gemacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Statisator (43) vorgesehen ist, der eine Anzahl von Steuerspannungen zur Einstellung von Leitstromkreisen innerhalb der Maschinen während der von einem Abtasttakt beanspruchten Zeit liefert, und zwar in Übereinstimmung mit einer in Form eines dynamischen Signals in einem gewählten Anweisungswort enthaltenen Nachricht, wobei ersteres während des unmittelbar vorhergehenden Auslösetaktes von dem Hauptspeicher (S) abgelesen wurde.
- 2. Binärziffer-Rechenmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Hilfsanweisungsspeicher (PI) aufweist, der ein Kathodenstrahlröhrenspeicherglied (100) mit Regenerationsrückkopplungsschleife besitzt, mit dessen Hilfe ein gewähltes Anweisungswort während des unmittelbar vorhergehenden Auslösetaktes aus dem Hauptspeicher (5) herausgelesen und in den Anweisungsspeicher (PI) geschrieben wird, und daß ferner dasselbe während des genannten Abtasttaktes in Form eines dynamischen Signals aus dem Anweisungsspeicher (PI) abgelesen und dem Statisator (43) zugeführt wird.
- 3. Binärziffer-Rechenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe ein Steuerregister (CR) enthält, das aus einem Kathodenstrahlröhrenspeicherglied (110) mit einer Rückkopplungsschleife besteht, die ein Addierglied (111) mit einschließt, ferner daß das genannte Register (CR) die reihenweise Wahl von Anweisungsworten, die von dem Hauptspeicher (S) abgelesen und während Auslösetakten dem Anweisungsspeicher (PI) zugeführt werden, bewirkt, indem es während der den genannten Auslösetakten unmittelbar vorhergehenden Abtasttakte jeweils ein Adressenwort zu dem genannten Statisator (43) liefert, welches die Adresse eines Anweisungswortes in dem Hauptspeicher (S) darstellt und worin genanntes Register (CR) dazu dient, dieses Adressenwort zu speichern, bis nach Beendigung der durch das Anweisungswort festgelegten Operation ein dem Addierglied (111) zugelieferter Impuls das Adressenwort wechselt, um ein neues Wort, welches die Adresse des nächsten Anweisungswortes in der Reihe darstellt, zu liefern.
- 4. Binärziffer-Rechenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptspeicher (S) aus einer Mehrzahl von Kathodenstrahlröhrenspeichergliedern (1) besteht, deren jedes mit einer Rückkopplungsschleife, die Lese- und Schreibglieder einschließt, ausgestattet ist, daß ferner in jedem Schreibglied eine Auslöschröhre (80) angeordnet ist, die, wenn sie leitet, die mit ihr verbundene Kathodenstrahlröhre auslöscht, daß eine mit dem Statisatorausgang (43) verbundene Steuerelektrode vorhanden ist, daß ferner eine bestimmte Kathodenstrahlröhre (1) während eines Auslösetaktes dadurch gewählt wird, daß der genannten Steuerelektrode negative Sperrspannungen zugeführt werden, die in dem Statisatorausgang (43) während des unmittelbar vorhergehenden Abtasttaktes in Übereinstimmung mit einer in genanntem Anweisungswort enthaltenen Nachricht festgelegt werden.
- 5. Binärziffer-Rechenmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese ein Kathodenstrahlröhrenwählglied besitzt, in welchem die Steuerelektrode jeder Auslöschröhre (80) mit der einen oder anderen zweier Ausgangsklemmen jeder einzelnen von η Stufen desStatisators (43), wobei η die Zahl der für die Darstellung der Anzahl der Kathodenstrahlröhren des Hauptspeichers erforderlichen Zifferstellen in der Binärzifferdarstellung ist, verbunde η ist, und ferner daß jede Stufe des genannten Statisators (43) zur Erzeugung einer negativen Spannung an einer der beiden (jedoch nicht gleichzeitig an beiden) Ausgangsklemmen zwecks Darstellung der Zifferkoeffizienten ο ίο oder 1 dient.
- 6. Binärziffer-Rechenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Sammler (C) enthält, der mindestens ein Kathodenstrahlröhrenspeicherglied (120) mit einer Rückkopplungsschleife, die ein Rechenglied (121) einschließt, besitzt, daß Löschspannungserzeuger (47, 48) vorgesehen sind, die, je nach Einstellung mittels des Statisators (43), im Verlauf von Auslösetakten Löschspannungen zur Verhinderung des Durchganges von Signalen durch die Rückkopplungsschleifen entweder einer Hauptspeicherröhre (1) oder einer Sammlerröhre (120) oder durch eine Verbindung zwischen dem Schreibglied einer Sammlerröhre (I2°) und dem Leseglied einer Hauptspeicherröhrc (1) zuführen, wobei der betreffende Löschspannungserzeuger (47,48) jeweils während eines unmittelbar vorhergehenden Abtasttaktes in Übereinstimmung mit einer in einem Anweisungswort enthaltenen Nachricht, welches dem Statisator (43) zugeführt wurde, eingestellt wird.
- 7. Binärziffer-Rechenmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Lösch-Spannungserzeuger (47, 48) vorgesehen sind, deren jeder eine Diodenstrecke, die aus drei Diodenröhren (D10, D11, D12) besteht, deren Kathoden über einen gemeinsamen Widerstand (Rk)) mit einer negativen Potentialquelle verbunden sind, enthält, wobei die Anode einer (D10) derselben mit einem Rechteckwellenerzeuger verbunden ist, der negativläufige Impulse liefert, deren jeder für die Dauer eines Auslösetaktes bestehenbleibt und wobei die Anoden der beiden anderen Dioden (D11, D12) jeweils mit einer von zwei Ausgangsklemmen (12/0, 12/1, 13/0, 13/1) einer von zwei Stufen des Statisators (43) verbunden sind, wobei jede genannter Stufen dazu dient, eine negative Spannung auf einer der beiden (nicht gleichzeitig auf beiden) Ausgangsklemmen (12/0, 12/1, 13/0, 13/1) zu erzeugen, um den Zifferkoeffizienten ο oder ι darzustellen.
- 8. Binärziffer-Rechenmaschine nach irgendeinem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Statisator (43) vorgesehen ist, der eine der Anzahl der Zifferstellen in einem Anweisungswort entsprechende Anzahl von Stufen enthält, wobei jede Stufe aus einer Diodenstrecke besteht, welche sich aus zwei Diodenröhren (D21, D22) zusammensetzt, deren Kathoden über einen gemeinsamen Widerstand (R1) mit einer negativen Potentialquelle verbunden sind und die direkt mit dem Steuergitter einer der Röhren eines direkt angekoppelten Gegentaktgliedes (V11, V12), welches phasengleiche Ausgangsstromkreise hat, verbunden sind, wobei ferner die Anode einer Diode (D21) so geschaltet ist, daß sie Zifferimpulse, die ein Anweisungswort darstellen, auf einer allen Stufen gemeinsamen Leitung (90) empfängt, ferner daß die Anode der anderen Diode (D22) so geschaltet ist, daß sie auf einer für jede Stufe getrennten Leitung (pe) einen gleichzeitig mit dem bestimmten Zifferimpuls auftretenden Impuls empfängt, der von jener Stufe gewählt werden soll, wobei die dieselbe in den alten Zustand zurückbringende Eingangselektrode des Gegentaktgliedes mit einer Quelle geeigneter negativläufiger Rückstellimpulse verbunden ist.
- 9. Bmärziffer-Rechenmaschine nach Anspruch 3 mit Sammler, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens ein Kathodenstrahlröhrenspeicherglied (120) mit einer Rückkopplungsschleife, die ein Rechenglied (121) einschließt, besitzt, ferner daß Sperrdiodenstrecken (44, 46, 40) in Leitungen vorgesehen sind, die a) die Leseglieder der (S)-Hauptspeicherschleifen mit dem (C)-Sammlerrechenglied und dem Schreibeglied der (PI) -Anweisungsspeicherschleife verbinden, b) das Leseglied der (C)-Sammlerschleife mit den Schreibgliedern der (S)-Hauptspeicherschleifen verbinden, c) das Leseglied (PI)-Anweisungsspeicherschleife mit dem Statisatoreingang (43) und d) das Leseglied der (C^?)-Steuerregisterschleife mit dem Statisatoreingang (43) verbinden, wobei die Diodenstrecken (44, 46) der Leitungen (a und b) mit einer Quelle von Rechteckwellen, die während der Auslösetakte eine solche Polarität haben, . daß sie dieselben öffnen, verbunden sind und die Diodenstrecken (40) der Leitungen (6 und c) mit einer Quelle von Rechteckwellen verbunden sind, die die phasengleiche. Umkehrung der ersterwähnten Wellen darstellen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen15432 10. $2
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