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Sandspielzeug Gegenstand der Erfindung ist ein Sandspielzeug, z. B.
in der Gestalt als eierlegendes Hühnchen od. dgl., dessen grundsätzlicher Unterschied
zu bekanntem Spielzeug der Bewegungsantriel> mittels fließenden Sandes nach Art
einer Sandmühle ist.
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Bekannt sind Spielautomaten, bei denen durch Einwurf eines Geldstückes
aus einer hinter Glas gesetzten Blechhuhnattrappe ein Ei fällt, das Süßwaren usw.
enthält. Der Antrieb der bewegten Teile muß hier von außen vom Beschauer durch Drehen
einer Kurbel oder Ziehen einer Hebelvorrichtung erfolgen.
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Weiterhin bekannt sind Spielhühner, die in ihrem Innern Zuckereier
aufnehmen, die durch einen Hebeldruck einzeln nach außen befördert werden können.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in einer bevorzugten Ausführungsform
eine verkleinerte, bewegliche Huhnattrappe aus Pappe, Naturfedern usw., die in einem
nach vorn mit einer Glasscheibe abgedeckten Holzkästchen untergebracht ist. Hinter
der Attrappe kreist eine an einem Hebel befestigte eiförmige Scheibe, die in bestimmten
Abständen am Hinterteil des Hühnchens erscheint und so den Eindruck erweckt, als
wenn das Hühnchen laufend Eier legt. Gleichlaufend mit dieser Bewegung erfolgt ein
Nicken des Kopfes. Beide Bewegungen finden ihren Ursprung in über ein Laufrad rieselndem
Sand.
Die als Ausführungsbeispiele in Abb. 3 dargestellten Bilder
als Sandspielzeug stellen dar: a) oben links: ein auf einem Nest sitzendes Huhn,
das beständig Eier legt und bei jedem Ei mit dem Kopf nickt; b) oben rechts: eine
Mühle mit Müller und Esel, wobei die Windmühlenflügel beständig kreisen, während
der Esel sich gleichsam bockend hin und her bewegt; c) unten links: das Bühnenbild
eines Kasperletheaters, in dessen Ausschnitt laufend neue Figuren ,erscheinen; d)
unten rechts: indem Ausschnitt der vofderen Begrenzungsplatte erscheinen laufend
Bilderfolgen (hier die Abenteuer eines Hasen), während darunter erklärende Verse
abgelesen werden können.
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Über vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiele als Sandspielzeug
hinaus können weitere bewegte Bilder zur Ausführung gelangen, wie z. B. Leuchtturm
mit kreisendem Scheinwerfer und schaukelndem Kahn, Christbaum mit kreisendem Stern
und sich bewegendem Weihnachtsmann, Fußballszene mit kreisendem Fußball und beinbewegendem
Spieler usw.
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Nach den Abb. i und 2 befindet sich in einem Holzkästchen 15 in einem
durch eine Trennwand 14 abgeteiltem Vorderteil eine auf einem Nest sitzende Huhnattrappe
i i. Während das Kästchen nach vorn durch eine Glasscheibe 3 offen sichtbar ist,
ist der rückwärtige Antriebsteil durch eine Holzplatte 1 verschlossen.
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Im rückwärtigen Teil befindet sich der eigentliche Antrieb. Aus einem
im Oberteil befindlichen Behälter 2 rieselt nach Art einer Sandmühle ausgesiebter
Sand durch eine Öffnung E auf ein Schaufelrad 9, das dadurch in Bewegung gesetzt
wird und die Welle 12 in Umdrehung versetzt. Mit der Welle, die in einer Querleiste
io und in der Trennwand 14 gelagert ist, ist der Hebel 13 fest verbunden, an dessen
Ende sich eine Eiattrappe befindet.
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Die auf diese Art bewegte Eiattrappe im Vorderteil des Kästchens kreist
um die Achse A zwischen Huhn- und Nestattrappe i i und Trennwand 14 und erscheint
so in rhythmischen Abständen am Hinterteil des Hühnchens.
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Mit dem Schaufelrad fest verbunden ist weiterhin ein Exzenterring
8, der ebenfalls um die Achse A kreist. Auf dem Ring liegt ein um B drehbar gelagerter
Hebel 6, der durch die Drehbewegung des Schaufelrades auf und ab bewegt wird. Der
in seiner Verlängerung gleichzeitig als Welle ausgebildete Hebel setzt so um die
Achse B den Kopf dies Hühnchens 4 uni 5 in nickende Bewegung. Ist der Sand aus dem
Behälter 2 gelaufen, so wird er durch einfaches Drehen des Kästchens entgegen dem
Uhrzeigersinn über einen Trichter 7 wieder in den Behälter befördert, und das Spiel
beginnt von neuem.
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Der Vorteil des beschriebenen Spielzeugs gegenüber jedem anderen Bewegungsspielzeug
ist der, daB das Aufziehen durch einfaches Drehen des Gegenstandes erfolgt, jedes
Aufziehen eines. Uhrwerkes oder sonstige Energiezufuhr also wegfällt. Die Wirkungsweise
ist deshalb überraschend, weil von außen kaum festgestellt werden kann, wie der
Antrieb wirklich vor sich geht.
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Mit grundsätzlich gleicher Antriebsweise, nämlich mit rieselndem Sand
auf ein Schaufelrad, können neben der Szene Eierlegendes Hühnchen auch andere bildliche
Darstellungen bewegt werden, wie die bereits erwähnten Bilder Mühle mit Esel. Kasperletheater,
Leuchtturm mit Kahn usw. .