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Zusammenlegbare Stauwand, bestehend aus einer Stoffbahn mit Stützvorrichtung
Gegenstand der Erfindung ist eine zusammenlegbare, ortsbewegliche Stauwand zum Anstauen
von Wasserläufen, gebildet durch eine wasserdichte Stoffbahn od. dgl., welche durch
eine diese talseitig hintergreifende, sich am Ufer abspannende, aus einzeln auf
dem Boden aufstehenden und bandartig miteinander verbundenen Stützgliedern bestehende
Stützvorrichtung versteift ist.
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Eine derartige Stauwand zum Einsatz, insbesondere für Feuerlöschzwecke,
ist schon bekannt und hat sich hervorragend bewährt, so daß ihre Anwendung immer
mehr geboten erscheint. Die vorliegende Erfindung bezweckt eine wesentliche zusätzliche
Vervollkommnung dieser angegebenen Stauwand, um ihre Gebrauchstüchtigkeit noch weiter
zu erhöhen mit dem Ziel, sie mit größerer Staubreite und höherer Stautiefe, besonders
auch bei schnellfließenden kräftigen Wasserläufen in einwandfreier Weise arbeitstüchtig
gebrauchen zu können. Es hat sich gezeigt, daß unter ungünstigen Verhältnissen in
den angegebenen Fällen mitunter ein flachlegendes Überschlagen der Stauwand eintreten
kann.
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Um diesem Übelstand vorzubeugen, werden mindestens einzelne der Stützglieder
der Stützvorrichtung der Stauwand gemäß der Erfindung so ausgebildet, daß sie ihrerseits
eine eigene, talseits ausladende und auf dem Boden aufsitzende Abstützung besitzen.
Hierdurch ist erreicht, daß die Stützvorrichtung an sich schon eine -so beschaffene,
stabile eigene Versteifung erhält, daß ein Umschlagen der Stauwand auch bei größter
Beanspruchung praktisch
ausgeschlossen ist. Ferner, wird dadurch
auch die Uferabspannüngerheblichentlastet und ebenso trifft dies auch zu für die
Haltezüge der Stützvorrichtung.
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Die eigene Abstrebung der einzelnen Stützglieder kann in verschiedenartiger
Weise ausgeführt werden.-Sehreinfach ist diese Abstrebung z. B. erreichbar durch
Ausbildung der Stützglieder in Form einer Dreieckstrübe. Von Vorteil ist es dabei
ferner, wenn diese Strebenanardnung eorzugsweise als geschlossenes Gelenkdreieck
mit Feststellschraube ausgeführt ist. Dadurch ist nämlich dem zusätzlich vorgesehenen
Strebenteil eine zwangsläufige Führung und Stellung gesichert, welche, abgesehen
von der dabei ermöglichten Zusammenlegbarkeit der Vorrichtung, auch ihre Bedienung
außerordentlich erleichtert. Das dabei der Sohle des Wasserlaufs anliegende horizontale
Strebenteil der Vorrichtung verhindert überdies ein versinkendes Eindrücken des
Stützgliedes und seiner Abstrebung in weichem oder schlammigem Grund. Um diese Wirkung
noch zu verbessern, ist es sogar zweckmäßig, dieses horizontal verlaufende Strebenfeil
zur Vergrößerung der Auflage flachkant liegend vorzusehen. Zweckmäßig erhält es
ein U-förmiges, nach oben offenes Querschnittsprofil, welches dann für die Zusammenlegbarkeit
der Absxrebung ebenfalls noch weitere Vorteile bietet, wie unten gezeigt ist. Die
Einzelabstrebung kann auch bei verlängerbar vorgesehenen Stützgliedern zur Anwendung
gebracht werden. In diesem Falle sind die sie bildenden Einzelteile ebenfalls entsprechend
verlängerbar ausgebildet. Sie sichern.dann überdies in ihrer durch Klemmschrauben
od. dgl. fixierten Verlängerungsstellung durch ein so geschaffenes starres Dreieck
auch die Verlängerungsstellung des einzelnen Stützgliedes.
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Nachstehend ist die Erfindung mit ihren weiteren Einzelheiten an Hand
von Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel noch näher erläutert und beschrieben.
Es zeigt Fig. i den Querschnitt durch eine eingesetzte Wasserstauwand mit Ansicht
der neuen Abstrebung für die einzelnen Stützglieder von der Seite gesehen, Fig.
2 die zusammengeklappte Stellung der Stützgliedabstrebung, Fig.3 eine Schnittansicht
nach der Schnitt-Linie 111-III in Fig. 2, Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung
der Stauwand mit der neuen Stützgliedabstrebung im Gebrauch und Fig. 5 eine der
Fig. 4 erstsprechende Darstellung mit verlängerbarer Stützvorrichtung und ebensolcher
Abstrebung.
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Fig. 4 veranschaulicht den Gebrauch einer Stauwand, auf die sich die
Erfindung bezieht. Diese Stauwand besteht aus einer Stoffbahn i aüs wasserdichtem
Material, welche :quer über den anzustauenden Wasserlauf gespannt wird, um dessen
Wasser z. B. für Lösch- oder andere Zwecke sammelnd anzuhalten. Die Wand i wird
dabei gehalten durch eine sie stützende Vorrichtung, die so beschaffen und angeordnet
ist, daß sie beim Abbau mit der Stoffbahn i zusammengewickelt werden kann.' Diese
Stützvorrichtung besteht aus einzelnen steifen Stützgliedg!e 2, die die Wand i versteifen
und ihr den nötigen stabilen Halt geben. Diese Glieder 2 sind verbunden mit zwei
sie oben und unten haltenden Ketten od. dgl. 3 und 4, welche ihrerseits mittels
Durchziehlaschen 5 od. dgl. an der Stoffwand i festgehalten sind. Die Stützglieder
2 können dabei einfach von beiden Seiten her in entsprechend ausgeführte Glieder-6
der Ketten 3 bzw. 4 eingesteckt sein, gehalten durch seitliche Stifte. Die Ketten
3 und 4 werden, wie Fig.4 zeigt, am Ufer zweckmäßig an Pfählen od`dgl. abgespannt.
Das auffließende Wasser staut sich dann an der so als Stauwand befestigten Stoffbahn
i hoch und drückt das freie Ende dieser Stoffbahn, das noch durch eingenähte Bleistücke
beschwert sein kann, gegen die Sohle des Wasserlaufs.
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Um bei Gebrauch der angegebenen Stauwand, insbesondere bei breiten
und hohen Aufstauungen und bei kräftigen Wasserläufen, ein flach legendes Umklappen
der Stauwand unmöglich zu machen, sind die Stützglieder 2 abwechslungsweise mit
eigenen besonderen Abstrebungen versehen. Diese werden gebildet durch eine zusätzliche,
talwärts schräg nach unten gehende Strebe 7, die an ihrem oberen Ende in einer U-Lasche
8 gelenkig mit dem zugehörigen Stützglied 2 verbunden ist. Am-unteren Ende steht
diese Strebe 7 mit einer an ihr angelenkten weiteren Verstrebungsschiene 9 in Verbindung,
welche an ihrem anderen Ende -mit einer verschiebbaren Bügellasche io ebenfalls
wieder am Stützglied 2 ihren Halt hat. So entsteht also ein zusätzliches Verstrebungsgelenkdreieck,
welches eine eigene Abstützung der mit ihr versehenen Stützglieder 2 gewährleistet.
Durch Festdrehen der Klemrnschraub e i i kann diese Dreieckverstrebung zu einem
starren Gebilde gemacht werden.
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Als wesentlich ist ferner noch darauf hinzuweisen, daß die Schiene
9 bei weichem Untergrund des Wasserlaufs auf dessen Boden zum Aufsitzen kommt und
dadurch verhindert, daß das mit ihr verbundene Stützglied 2 mit seiner Abstrebung
7 tiefer einsinken kann. Um diese Wirkung noch möglichst zu verbessern, ist die
Schiene 9, wie Fig. 3 erkennen läßt, mit U-Profilquerschnitt ausgeführt und, so'
angeordnet, daß ihre Flansche nach oben zeigen und sie flachkant aufliegend so eine
vergrößerte Auflagefläche schafft. Dieses U-Profil hat überdies ferner noch den
Vorteil, daß es in der zusammengelegten Stellung der Abstrebung das Strebenteil
7 in sich aufnimmt, ohne räumlich aufzutragen. Fig. 2 zeigt dies deutlich und auch,
wie zum Zwecke des Zusammenklappens die Schiene 9 mit ihrer Lasche io
an
dem Stützglied 2 hochgeschoben wird, um die drei Strebenteile 2, 7, 9 mit
geringstem Raumbedarf parallel zueinander zusammenklappen zu können. In der zusammengeklappten
Stellung der Strebenteile können diese dann durch Anziehen der Klemmschraube i i
. festgestellt werden.
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Erwähnt sei, daß aus Gewichtsersparnisgründen die Teile 2 und 7 hohl
ausgeführt sein können, wie dies Fig. 3 zu erkennen gibt.
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Oft besteht der Wunsch, die Stützvorrichtung der Stauwand verlängern
zu können. Dies läßt sich in
der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform
leicht ermöglichen. Es ist dann auch die Strebe 7 teIeskopartig verlängerbar ausgebildet
und ebenso die Schiene g. Durch Festziehen der Klemmschraube i i, 12 und 13 läßt
sich dann die gewünschte Verlängerung des Stützgliedes 2 und der Teile 7 und 9 sichern.