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Vorrichtung zum Entfernen von Ablagerungen von der Wand eines Rohres
od. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Entfernen von Ablagerungen
von den Wänden von Rohren u. dgl. und gehört zu der Sorte von Vorrichtungen, bei
denen eine drehbare Welle mit dreschflegelartigen Schlagflügeln versehen ist, die
in Abständen über die Länge der Welle angeordnet sind und sich von dieser nach verschiedenen
Richtungen hin nach außen erstrecken, wobei jeder Schlagflügel oder Flügel an seinem
äußeren Ende ein Schneid- oder Schabelement trägt, und die passend eingerichtet
sind, daß sie in einem Rohr in eine drehende und axiale Bewegung versetzt werden
können, wodurch die Schneid- oder Schabelemente der Flügel, die aus mittels eines
Kettenstückes an der Welle befestigten Prismen oder anders geformten Metallblöcken
bestehen, beim netrieb veranlaßt werden, Stöße. oder Schläge auf die Rohrwand auszuüben
und die darauf befindlichen Ablagerungen oder Niederschläge davon zu entfernen.
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Bei den bisher bekannten derartigen Vorrichtungen wurden die Ketten
mittels einer Augenschraube, deren Gewindeschaft durch die Welle geführt und mittels
einer Mutter gesichert war, an der Welle befestigt, oder bei einer anderen Ausführungsform
wurde die Kette mittels eines Splintes an der Welle gesichert. Bei einer weiteren
Bauart wurde die Kette an einem ösenartigen Ansatz befestigt, der an dem Kranz eifites
radähnlichen, an der Welle angebrachten Rahmens angenietet war.
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Die Schneidelemente wurden an den Ketten
entweder
durch 6ntn -an. dein. Sehneidelement vorgesehenen Schäkel oder durch eine Ose befestigt,
die mit dem Schneidelement aus einem Stück gebildet oder daran befestigt war.
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Derartige bisher gebaute und insbesondere -solche Vorrichtungen, bei
denen die Ketten lösbar an der Welle -befestigt sind, haben die Nachteile; daß sich
infolge der beim Betrieb auftretenden kräftigen Einwirkungen die Befestigungsmittel
losarbeiten können und der Flügel von der Welle-gelöst wird. .
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Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung der beschriebenen Art,
bei der verbesserte Befestigungsmittel für die Sicherung der Flügelketten an der
Welle und an den Schneidelementen vorgesehen sind.
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Ein weiterer Gegenstand ,der Erfindung. besteht darin, daß Mittel
vorgesehen sind, durch die zwei oder mehr solcher Vorrichtungen aneinandergefügt
werden können oder durch die die Vorrichtung mit einer Antriebsweile derart verbunden
werden kann, daß sie durch ein Rohr od. dgl. sowohl gezogen als auch hindurchgeschoben
werden kann. .
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Eine Vorrichtung zum Entfernen von Ablagerungen von den Wänden von
Rohren od. dgl. nach der F-rfindung.be4tgbt :aus, einer Welle von rechteckigem Querschnitt,
die an dem einen Ende einen Schraubzapfen und an dem anderen Ende eine entsprechende
Schraubbehrung aufweist, -wo-` durch zwei oder mehr Einzelwellen axial aneinander
schraubbar sind und die Vorrichtung mit jedem ihrer beiden Enden an eine Antriebswelle
angeschlossen werden kann. Nach der Erfindung ist weiterhin .die. Kette .eines jeden
Flügels mit ihrem innersten; U-förmig ausgebildeten Kettenglied an der Welle befestigt,
wobei die Schenkel des U an zwei gegenüberliegenden Seiten der Welle' angreifen
und mit ihr verschweißt sind, während das Kettenglied-,am' äüßerien .Flügelen:de-*eberifalls'
U-förmig gestaltet ist und die Schenkel dieses U von beiden Seiten her ein
würfelförmiges Schneidelement aus Hartmetall, wie z. B. Wolframkarbid-oder einem
anderen geeignet-rn harten Material, umgreifen und an dem Schneidelernent angeschweißt
sind, dessen Würfelkanten die Ablagerungen im Rohr weghauende Schneidkanten bilden.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der- Er---findung beispielsweise
veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i eine Seitenansicht .einer Ausführungsform
der Erfindung und Fig. 2 eine Stirnansicht nach- Fig. i.
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Die Einrichtung besteht aus einer Welle 2 von quadratischem Querschnitt,
die an einem Ende einen Schraubzapfen 3 und . am anderen Ende eine entsprechende
Schraubbohrung4 aufweist, um ähnliche Wellenstücke anzuschließen, wenn eine Welle
von größerer Länge gebraucht wird oder die Welle an eine nicht dargestellte Treibwelle
angeschlossen werden soll.
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Die Flügel bestehen aus Gliederre 5, -die in Kettenform miteinander
verbunden sind. Das Glied am inneren Ende bildet ein U, das mit seinen Schenkeln
6 - zwei entgegengesetzte Se*d-@ der Welle 2 umfaßt, wie dies in Fig. 2 dargestIt
ist, und die an die Welle angeschweißt sind, während das Glied am -äußeren Ende
des Flügels eäienfalls die Form eines U aufweist, dessen, freie Etden 7 durch
ein Einsatzstück 8 aus Hartmetall,.. Wie Wolframkarbid oder einem anderen geeigftten
Hartmetall, überbrückt werden. Die Zwischenglieder .joönnen, wie bei 9 gezeigt,
um einen rechten verdreht sein. . . -Das Einsatzstück 8 hat vorzugsweise, wie gestellt,
die Form eines Würfels, so daß6 Mhe Kanten io Schneidkanten bilden, um den Niederschlag
oder Ablagerungen von den Innenwänden eures Rohres abzuhobeln.
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Es ist klar, daß bei der Vorrichtung verschiedene Abwandlungen vorgenommen
werden können, ohne aus dem Bereich der Erfindung herauszufallen. So können z. B.
mehr als zwei Flügel in verschiedenen Lagen zueinander auf der Welle angeordnet
werden. Ferner können die Flügel- aus irgendeiner geeigneten Anzahl von Gliedeis-
beistehen. . ..
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'Beim Gebrauch wird die Vorrichtung in ein Rohr eingeführt und an
einer biegsamen Welle. oder einem sonstigen Drehmittel befestigt, das geeignet ist,
hin und her verschoben zu wem, um eine axiale Bewegung der Vorrichtung herbeizuführen.
Die Vorrichtung wird mit genügend hoher Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt, so
daß die Schlagflügel unter der Einwirkung der Zentrifugalkraft eine flügel- oder
schaufelähnliche" Stellung zur Welle einnehmen. In einem vollkommen glatten Rohr
würden die Sehneidelenmente eine reine Schabwirkung auf die inneren 'Rohrwände ausüben;
sobald aber ein Niederschlags-_belag (eine Verkrustung) vorhanden ist, wird ihre
Wirkung in eine Reihe von Stößen und Schlägen äuf-die Ablagerung und Rückpralle
von ihr zerlegt, was.-durch die biegsame Natur der Ketten veranlaßt wird: Während
weiterhin in einem glatten Rohr ..der Umlaufweg der Flügel in einer rechtwinkligen
Ebene zur Umdrehungsachse erfolgen und nur eine Kante des- Schneidelementes ruft
dem Rohr in Berührung kommen würde, werdten in einem mit Ablagerungen versehenen
Rohr die -Flügel durch das Auftreffen auf die Verkrustungen von ihren . idealen
Umdrehungsweg abgelenkt, so daß je nach dem Grad der Ablenkung und, ,dein Ablenkungsweg
der Flügel verschiedene andere Schneidkanten der Schneidelemente auf die Ablagerung
aufprallen.
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Wenn der Vorrichtung als Ganzes gleichzeitig mit der ' Drehbewegung
eine Längsbewegung .urteilt wird, sind die ausgeschwungenen Flügel, bestrebt, die
losgelösten, abgeschabten Ablag in dem Rohr vorwärts zu treiben.