DE849991C - Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem Kunstleder - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem KunstlederInfo
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- DE849991C DE849991C DEM7159A DEM0007159A DE849991C DE 849991 C DE849991 C DE 849991C DE M7159 A DEM7159 A DE M7159A DE M0007159 A DEM0007159 A DE M0007159A DE 849991 C DE849991 C DE 849991C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D06N3/00—Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
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Description
- Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem Kunstleder Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von i-nehrfarbigem Kunstleder. Sie besteht darin, daß eine der in verschiedenen Farbtönungen eingefärbten Kunstledermassen in ein flächenhaftes Gebilde mit Aussparungen übergeführt wird, die gleichzeitig oder nachträglich mit andersfarbigen Massen ausgefüllt werden.
- Es ist seit langem bekannt, Kunstleder in mehrfarbigen Ausführungen herzustellen. Die meist angewandte Herstellungsmethode besteht darin, daß man die in bekannter Weise durch Streichen, Gießen, Walzen oder Spritzen hergestellte, mehr oder minder gleichmäßig dicke und geschlossene Kunstlederschicht, welche in einer bestimmten Grundfarbe eingefärbt ist, oberflächlich in beliebigen Musterungen mit andersfarbigen Massen überzieht. Dies wird meist durch Drucken oder Spritzen oder dergestalt vorgenommen, daß man der Kunstlederschicht mittels entsprechender Prägevorrichtungen ein Narbenbild aufpreßt und sodann in die Vertiefungen oder auf die Erhöhungen des Narbens eine oder mehrere kontrastierende Farbmassen aufträgt.
- Balle Varianten der bisher geübten Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Kunstleder haben demnach das eine gemeinsam, daß eine oder mehrere farbige Massen auf die Grundmasse gestrichen, gespritzt, gedruckt oder gegossen werden. Der Mehrfarbeneffekt wird also durch teilweises Cberziehen (ler geschlossenen Grundmassenschicht des Kunstleders mit kontrastierenden Farbmasseii erreicht. Die Kontrastfarben liegen demnach über der Grundschicht und werden beim Gebrauch genau so schichtweise abgenutzt, wie sie aufgetragen wurden. Das hat zur Folge, daß die nach der bisherigen Methode hergestellten mehrfarbigen Kunstleder schon nach kurzer Zeit durch die mechanische Beanspruchung, welcher sie beim Gebrauch unterliegen, ihren mehrfarbigen Charakter an den besonders dem Abrieb ausgesetzten Teilen verlieren und dadurch unansehnlich werden.
- Um diesen Übelstand zu beseitigen, wird die geschilderte Arbeitsweise bei der Herstellung mehrfarbiger Kunstleder verlassen und die Auftragstechnik erfindungsgemäß dahingehend geändert, daß die verschiedenfarbigen Massen nicht mehr übereinander, sondern nebeneinander aufgetragen werden.
- Bei einem auf diese Weise hergestellten mehrfarbigem Kunstleder können nun nicht mehr die obersten andersfarbigen Schichten zuerst abgenutzt werden, und die verschiedenen Farben bleiben bei der Abnutzung nebeneinander erhalten. Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß man nicht mehr eine in sich geschlossene, in der Grundfarbe eingefärbte Kunstlederschicht herstellt und diese nur auf der Oberfläche vielfarbig ausgestaltet, sondern, daß man mehrere verschiedenartige Farbmassen so nebeneinander in Verbindung bringt, daß sie schließlich ein' geschlossene Fläche bilden.
- Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, diesen Erfindungsgedanken zu verwirklichen. Einige technische Möglichkeiten werden an Hand der nachfolgend beschriebenen Beispiele erläutert: Beispiel i Eine der in einem bestimmten Farbton eingefärbten überzugsmassen wird auf einer der üblichen Streichmaschinen mit Hilfe eines profilierten Streichmessers aufgetragen, wobei das Profil des Streichmessers so gestaltet ist, daß in gewünschter Weise über die Breite des Gewebes verteilte Streifen ohne Massenauftrag ausgespart werden. Die Aussparungen werden anschließend oder später mit einer andersfarbigen Masse mehr oder minder zugestrichen. Mehr als zweifarbige Effekte werden erzielt, wenn man auch beim Aufstreichen der zweiten Farbmasse ein profiliertes Streichmesser verwendet. Es kann sowohl mit feststehenden als auch mit bewegten (beispielsweise oszillierenden) profilierten Streichmessern gearbeitet werden.
- Beispiel 2 An Stelle des im ersten Beispiel gekennzeichneten profilierten Streichmessers wird ein Streichmesser mit gradliniger Schneide angewandt, welches, wie üblich, hinsichtlich des Schneidenabstandes vom Gewebe beliebig eingestellt werden kann.
- Vor diesem Streichmesser befindet sich ein profiliertes Messer, dessen Profil beliebig hoch ist. Man erreicht durch diese Kombination zweier Streichmesser, daß man Aussparungen beliebiger Höhe in bequem zu regulierender Weise erzielen kann.
- Be i sp iel 3 Die in der ersten Farbe eingefärbte Masse wird mit einem normalen Streichmesser aufgetragen und hinter dem Streichmesser mit profilierten Werkzeugen so gearbeitet, daß in der zuerst aufgetragenen Masseschicht Aussparungen entstehen, in welche andersfarbige Massen eingelegt werden können. Beispiel 4 Die aufzutragende Masse wird auf einer profilierten Walie oder einer endlosen, sich bewegenden profilierten Fläche aufgetragen und so auf die Unterlage gebracht, daß sie dieselbe nur teilweise bedeckt. Die verbleibenden leeren Stellen können dann mit einer andersfarbigen Masse ausgefüllt werden. Beispiel 5 Der Raum vor dem normal gebauten Streichmesser wird durch dünne Trennwände in Zellen aufgeteilt, in welche verschiedenfarbige Streichmassen gefüllt werden, die dadurch nebeneinander auf das Gewebe gestrichen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem Kunstleder durch Streichen, Gießen, Walzen, Spritzen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß eine der in verschiedenen Farbtönungen eingefärbten Kunstledermassen in ein flächenhaftes Gebilde mit Aussparungen übergeführt wird, die gleichzeitig oder nachträglich mit andersfarbigen Kunstledermassen ausgefüllt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM7159A DE849991C (de) | 1950-10-08 | 1950-10-08 | Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem Kunstleder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM7159A DE849991C (de) | 1950-10-08 | 1950-10-08 | Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem Kunstleder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE849991C true DE849991C (de) | 1952-09-22 |
Family
ID=7293601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM7159A Expired DE849991C (de) | 1950-10-08 | 1950-10-08 | Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigem Kunstleder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE849991C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008706B (de) * | 1954-04-20 | 1957-05-23 | J H Benecke Fa | Flaechen oder Raumgebilde bzw. Schichtstoffe kunstlederartiger Beschaffenheit mit Sprenkeleffekt |
| DE1129921B (de) * | 1956-09-10 | 1962-05-24 | Jan Spirit | Durchlaessiges Kunstleder |
| DE1267190B (de) * | 1961-03-23 | 1968-05-02 | Goeppinger Kaliko Kunstleder | Verfahren zur Herstellung eines wasserdampfdurchlaessigen und feuchtigkeitsaufsaugenden Kunstleders |
-
1950
- 1950-10-08 DE DEM7159A patent/DE849991C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008706B (de) * | 1954-04-20 | 1957-05-23 | J H Benecke Fa | Flaechen oder Raumgebilde bzw. Schichtstoffe kunstlederartiger Beschaffenheit mit Sprenkeleffekt |
| DE1129921B (de) * | 1956-09-10 | 1962-05-24 | Jan Spirit | Durchlaessiges Kunstleder |
| DE1267190B (de) * | 1961-03-23 | 1968-05-02 | Goeppinger Kaliko Kunstleder | Verfahren zur Herstellung eines wasserdampfdurchlaessigen und feuchtigkeitsaufsaugenden Kunstleders |
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