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Vorrichtung zum Abscheiden von Staub aus Gasen
Es ist bekannt, daß
in schnell rotierende Hohltrommeln eingeleitete Staubgase vom Staub durch die gesteigerte
Zentrifugalkraft der rotierenden Trommeln l)is zu höchsten \\irkungsgraden befreit
werden können. Im allgemeinen geht der Betrieb dabei intermittierend vor sich dergestalt,
daß mehrere Trommeln parallel geschaltet arbeiten, von denen dann in bestimmten
Zeiträumen jeweils eine oder zwei Trommeln zum Zwecke der Abreinigung abgeschaltet
werden. Es erfordert also diese Art der Abreinigung jeweils ein oder zwei Trommeln
in Reserve, und das bedeutet eine gewisse Verteuerung.
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In vielen ledarfsfällen jedoch kann man mit einer Trommel auskommen,
wenn dieselbe beispielsweise bei geringerem Staubanfall nur alle 4 bis X Stunden
zum Zwecke der Abreinigung ausgeschaltet zu werden braucht oder kann.
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Um die Abreinigu,ngsperioden besonders bei großem Staubanfall in
möglichst langen Zeiträumen durchführen zu können, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
der Hohltrommel einen kontinuierlich arbeiten4en Vorabscheider vorzuschalten, der
die größte Alenge des gröberenStautbes ausscheidet, worauf dann die umlaufende Hohltrommel,
welche den feinsten Reststaub niederschlägt, in großen Zeitabständen zur Abschaltung
gelangen kann.
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Es ist zweckmäßig, die Austrittsrohrleitung des Vorabscheiders und
die Absaugerohrleitung der Hohltrommel durch eine Umgebungsrohrleitung zu verlfnden,
die eine Drosselklappe enthält, um beim Ausschalten und Abreinigen der Hohltrommel
den Vorabscheider weiter in Betrieb lassen zu können.
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Der Vorabscheider kann dabei als gesonderter, feststehender oder rotierender
Fliebkraftstaubabscheider
oder als Zyklon ausgebildet sein; er kann
aber auch mit der Hohltrommel zusammengebaut sein, oder aber die Hohltrommel kann
selbst einen Teil des Vorabscheiders bilden. Weiterhin kann es zweckmäßig sein,
die Staubmenge im Vorabscheider abzutasten und die Bewegung des Tasters oder Fühlers
zur Steuerung der Hohltrommel zu benutzen.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen
dargestellt.
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Abb. 1 zeigt eine Ausführung, bei welcher das Staubgas durch den
Stutzen I zunächst in den Vorabscheider 2 gelangt, der durch Schleuse 3 den hier
ausgeschiedenen Staub fortlaufend austrägt. Der Reststaub geht durch Rohrleitung
4 in den feststehenden Vorkopf 5 und aus diesem in die beispielsweise konische,
rotierende Hohltrommel 6, welche in bestimmten Zeiträumen abgereinigt wird und durch
ihre konische Ausbildung den angelegten Staub in den Vorkopf 5 austrägt, von wo
er durch Schleuse 7 ausfällt. Die gereinigten Gase gehen aus dem feststehenden Absaugekopf
8 zum Ventilator 9.
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Zweckmäßig ist es, die Absaugerohrleitung 10 mit der Rohrleitung
4 durch eine Verbindungsrohrleitung II zu verbinden, in welcher sich eine Drosselklappe
12 befindet, die beim Ausschalten der Hohltrommel 6 geöffnet wird, so daß während
des Abreinigens der Vorabscheider 2 immer noch in Betrieb bleibt.
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Es ist anzustreben, daß der Vorabscheider und die rotierende Hohltrommel
insgesamt einen Widerstand von nicht mehr wie 40 bis 6o mm WS erbringen, so daß
der Gesamtwiderstand der Anlage noch immer erheblich unter dem vom Stoffilter bleibt,
der Ioo bis 120 mm WS beträgt.
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Nach Abb. 2 ist der Vorabscheider so ausgebildet, daß dem Gehäuse
13 durch die tangentiale Rohrleitung 14 die Staubluft zufließt, worauf sie durch
den rotierenden Konus 15 vom größten Teil ihres Staubes kontinuierlich befreit wird,
wenn der Konus stark, beispielsweise 450 geneigt ausgebildet wird. Die vorgereinigte
Luft geht durch Rohrleitung6 in den feststehenden Vorkopf x7 und durchströmt die
konisch ausgebildete rotierende Hohltrommel I8, worin der Reststaub niedergeschlagen
wirdi. Die Reinluft entweicht aus dem feststehenden Kopf 19 und Rohrleitung 20 zum
Absaugeventilator. Die rotierenden Trommeln können statt konisch auch zylindrisch
ausgebildet sein, wobei sie dann zum Zwecke der Staubaustragung mehr oder weniger
geneigt oder senkrecht angeordnet sein müssen.
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Abb. 3 zeigt eine rotierende Hohltrdmmel 2I, welche im feststehenden
Vorkopf 22 einen erweiterten Teil 23 aufweist. In diesem erweiterten Teil tritt
infolge der hier geringeren Gasgeschwindigkeit eine starke Vorabscheidung ein, die
schraffiert, 24, angegeben ist. Die weitere Staubanlage ist ebenfalls schraffiert
mit 25 in der Trommel 21 angedeutet.
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Um die Staubteilchen an die äußere Trommelwandung anzudrücken, können
auf dem tragenden Hohlkern 26 ein beliebig geneigter konischer Hohlkern 27 oder
entsprechende Scheiben oder Flügel angeordnet sein.
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Um bei Verwendung einer Trommel ein zu langes Speichern automatisch
zu verhindern, kann beispielsweise ein Fühlerstab 2S angeordnet sein, der bei stärkerer
Anhäufung von Staub dadurch im vorderen Teil der rotierenden Hohltrommel um den
Punkt 29 bewegt wird, um dadurch mit den Kontakten 30 und 3I eine Verbindung zu
erzielen, wodurch der Motor über eine Schaltung automatisch ausgeschaltet wird.
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Die Abb. 4 und 5 zeigen die speichernde Hohltrommel 32, bei welcher
zum Zwecke einer weitgehenden Vorabscheidung und Entlastung der Speichertrommel
32 die Staubgase durch den tangentialen Stutzen 33 beliebig weit um die Hohltrommel
32 herumgezogen, eingeleitet werden, so daß die Außenwand der Hohltrommel die Vorabscheidung
in den feststehenden Kopf 34 abschleudernd unterstützt. Dabei ist es zweckmäßig,
das Gehäuse 34 mit einer durch Leitbleche 35 regelbaren oeffnung36 zu versehen und
diese Leithleche so weit an die Trommel heranzuführen, daß der entsprechend kreisende
Luftstrom im Gehäuse 34 den Staub nicht wieder mitnimmt. Zu diesem Zweck können
noch weitere Leitbleche im Gehäuse 34 vorgesehen werden. Es kann außerdem ein feststehender
oder beweglicher Abstreicher 37 in dem vorderen frei gelassenen Trommelteil 381
angeordnet sein, welcher die hier sich anlegende große Staubmenge fortlaufend in
ein Gehäuse 39 abführt, so daß auch dadurch die Dauer der Speichermöglichkeit in
der Trommel 32 entsprechend unterstützt verlängert wird.
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Abb. 6 zeigt eine senkrecht angeordnete rotierende Trommel 40, bei
welcher eine weitgehende Voral,-scheidung in dem darunter angeordneten, beliebig
ausgebildeten Vorzyklon 4I, dem die Staubluft durch Stutzen 42 tangential zufließt,
erfolgt. Mit 43 ist der Antriebsmotor bezeichnet. Die Reinluft geht durch Rohrstutzen
44 ab. Die Vorabscheidung kann durch einen vorn an der Trommel 40 angeordneten entsprechend
geneigten kontinuierlich ahschleudernden Konus 45 unterstützt werden.
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Die kontinuierliche Form des Staubabscheidens kann insbesondere bei
größeren Leistungen auch so vor sich gehen, daß beispielsweise in einer oder mehreren
normalen Hohltrommeln die größte Menge des Staubes vorabgeschieden wird, wodurch
dann ein oder mehrere nachgeschaltete Trommeln als speichernde Aggregate langfristig
laufen und in entsprechend langen Zeitperioden zum Zwecke der Al)-reinigung von
Hand abgeschaltet werden können.
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Es ist auch möglich, Hohltrommeln sehr lang auszubilden, beispielsweise
6 bis S oder auch 10 m lang, um darin große Mengen Staub speichern zu können. In
diesem Falle wird zweckmäßig die lange Trommel so ausgebildet, daß sie auf der einen
Seite einen Wellenstumpf mit zwei Lagern und Antriebsscheibe erhält, während an
dem anderen Ende der Trommel ein Laufring mit zwei oder drei Laufrollenlagern angeordnet
ist, wie in Abb. 7 dargestellt. Darin bedeutet 46 die lange Hohltrommel, welche
mit Wellenstumpf 47 in den Lagern 48 gehalten und mit Antriebsscheibe 49 angetrieben
wird
Die Staubluft tritt durch Stutzen 50 in das feststehende Gehäuse
51 wandert durch die Hohltrommel 46 und geht durch Stutzen 52 gereinigt ab.
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Alit 53 ist ein Hohlkern, mit 54 ein Laufring bezeichnet. der von
zwei oder drei Laufrollen 55 als gestützt ist.
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PATENTANSPP\t CIIE I. Vorrichtung zum Abscheiden von Staub aus Gasen
mittels einer rotierenden, intermittierend betriebenen zylindrischen oder konischen
Hohltrommel, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohltrommel ein kontinuierlich arleitender
Vorabscheider vorgeschaltet ist.