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DE84952C - - Google Patents

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Publication number
DE84952C
DE84952C DENDAT84952D DE84952DA DE84952C DE 84952 C DE84952 C DE 84952C DE NDAT84952 D DENDAT84952 D DE NDAT84952D DE 84952D A DE84952D A DE 84952DA DE 84952 C DE84952 C DE 84952C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
blue
soluble
naphtols
green
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT84952D
Other languages
English (en)
Publication of DE84952C publication Critical patent/DE84952C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/49Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms
    • C07C309/50Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die in der Patentschrift Nr. 82676 beschriebene Ct1 ß3-Amidonaphtol-ß2-sulfosäure läfst sich durch Sulfirungsmittel in zwei verschiedene Amidonaphtoldisulfosäuren überführen. Die beiden Isomeren entstehen in der Regel neben einander, da jedoch die Trennung umständlich ist, wurde nach Verfahren gesucht, um die Säuren allein zu erhalten. Es zeigte sich, dafs bei der Einwirkung von rauchender Säure bei mittleren Temperaturen nur eine Säure entsteht, die folgende Constitution besitzt:
OH
und dafs diese Säure bei längerem Erhitzen auf 140 bis 1500
sich in die isomere Säure
in schwefelsaurer Lösung
NH,
SO, H
OH
SO, H
verwandelt.
Was zunächst, die Ct1 ß3-Amidonaphtol-ß2 as disulfosäure betrifft, so ergiebt sich die Stellung der eingetretenen zweiten Sulfogruppe aus dem Umstände, dafs die Säure nur eine Reihe von Azoderivaten liefert, d. h. dafs die in alkalischer Lösung gebildeten Azocombinationen identisch sind mit den in saurer Lösung gebildeten, sowie ferner aus dem Verhalten gegen Mineralsäuren; mit gröfster Leichtigkeit wird durch Kochen mit verdünnten Mineralsäuren die Disulfosäure in die Ci1 ß3-Amidonaphtol-ß2-monosulfosäure zurückverwandelt.
Wird die Ct1 ß3-Amidonaphtol-ß2 ct3-disulfosäure oder ein, Salz derselben mit Schwefelsäure erwärmt, so lagert sie sich um und es entsteht eine Säure, die zwei Reihen von Azofarben liefert, sich mit 2 Aequivalenten eines Diazokörpers vereinigen läfst, bei Erhitzen' mit verdünnten Säuren keine Sulfogruppe verliert. Es stehen sonach wahrscheinlich beide Sulfqgruppen in β-Stellung und die Säure wäre sonach als Ct1 ß3-Amidonaphtol-ß2 ß4- disulfosäure zu bezeichnen. Man verfährt beispielsweise folgendermafsen:
34 kg Ct1 ßs-amidonaphtol-ß2 ci3-disulfosaures Natron werden in 200 kg auf 1.20 bis 1300 erwärmte Schwefelsäure von 660B. eingerührt. Man steigert die Temperatur auf 140 bis .150° und hält so lange die Operation im Gang, bis eine Probe in sodaalkalischer Lösung mit Tetrazoditolyl combinirt einen rein blauen Farbstoff liefert.
. Es versteht sich, dafs die Darstellung und Umlagerung der A1 ß3 ß2 a3- Säure in einer Operation vereinigt werden kann.
Beispiel:
Man trägt 24 kg ax ß3- Amidonaphtol-ß2-monosulfosä'ure in 70 kg 66grädige Schwefelsäure bei 120 bis 1300 ein, setzt, sobald Lösung eingetreten, noch weitere 170 kg Schwefelsäure hinzu und erwärmt nun so lange auf 140 bis 1500C, bis die Sulfirung bezw. Umlagerung vollendet ist.
Die Sulfirungen werden mit Kalk abgesättigt und die Lösung des Kalksalzes bei 400C. mit Kochsalz gesättigt. Hierbei scheidet sich das neutrale Natronsalz der ax ß3-Amidonaphtolß2 ß4-disulfosäure ab. Dasselbe ist in Wasser leicht löslich. Wird seine Lösung mit Essigsäure angesäuert, so krystallisirt das in kaltem und selbst in heifsem Wasser nur schwer lösliche saure Natronsalz in Form langer, zarter Nadeln aus.
Die neutralen und sauren Lösungen der Salze fluoresciren rein grün, die alkalischen blau. Salpetrige Säure wirkt auf die OL1 ß3-Amidonaphtol - ß2 ß4 - disulfosäure ein unter Bildung einer Diazoverbindung, die in Wasser leicht löslich ist und durch Kochsalz gefällt werden kann. Mit Alkalien färbt sich dieselbe violett.
Mit Tetrazokörpern combinirt, liefert die Säure im. Gegensatz zu der oben genannten isomeren und der als Ausgangsmaterial dienenden Monosulfosäure blaue Farbstoffe; die ß-Sulfogruppe verschiebt sonach die Nuance nach blau, während der Eintritt der a-Sulfogruppe zu rothen Farbstoffen führt
Die Unterschiede zwischen der neuen Säure und den bekannten Isomeren*) ergeben sich aus folgender Tabelle. ,
Amido -
naphtol-
disulfosäure
Ist ein
Derivat des
Saures
iVa-Salz
Fluorescenz Eisen-
chlorid-
reaction
Einwirkung
von Nitrit
Farbstoff
aus
Tetrazo-
diphenyl
des Patentes
Nr. 53023
ß^Amido-
a4-naphtols
leicht
löslich
blaugrün dunkelgrün ziemlich schwer
lösliche gelbe
Diazoverbindung
schwarz
des Patentes
Nr. 62289
«!-Amido-
ct4-naphtols
leicht
löslich
sehr schwach
violett
blau desgl. violettblau
des Patentes
Nr. 73048
Ct1-AiTUdO-
ct4-naphtols
leicht
löslich
blau braun sehr leicht lös
liche gelbe
Diazoverbindung
blau
des Patentes
Nr. 75432
H1-Amido-
ctg-naphtols
leicht
löslich
grün dunkelgrün sehr leicht lös
liche orange
Diazoverbindung
schwärzlich
blau
des Patentes
Nr. 67062
Ct1-Amido-
ct4-naphtols
ziemlich
schwer
löslich
neutral:
blauroth,
alkalisch: violett
gelbbraun sehr schwer lös
liche gelbe
Diazoverbindung
blau
des Patentes
Nr. 75142
P1-AnUdO-
ß4-naphtols
schwer
löslich
blaugrün schwach
bräunlich
schwer lösliche
braunrothe
Diazoverbindung
roth
(bräunlich)
des
französischen
Patentes
Nr. 228397
Ct1-Amido-
ct4-naphtols
ziemlich
schwer
löslich
keine
Fluorescenz
grün braungelbe, sehr
leicht lösliche
Diazoverbindung
blau
des
französischen
Patentes
Nr. 237087
Ct1-AnUdO-
ct4-naphtols
sehr leicht
löslich
neutral:
blauviolett,
alkalisch:
grünblau
gelbgrün leicht lösliche
Diazoverbindung
violettblau
*) Die Säuren von Witt und von Reverdin (Ber. XXI, 3479; XXV, 1405; XXVI, 1282) sind, da sie weder Diazo- noch Azoderivate liefern, also mit der neuen Säure nicht verwechselt werden können, nicht berücksichtigt.
Atnido-
naphtol-
disulfosäure
Ist ein
Derivat des
Saures
iVa-Salz
Fluorescenz Eisen-
chlorid-
reaction
Einwirkung
von Nitrit
Farbstoff
aus
Tetrazo-
diphenyl
des
französischen
Patentes
Nr. 234938
ßt -Amido -
a3-naphtols
leicht
löslich
neutral:
violettblau
grün leicht lösliche
orangegelbe aus
salzbare
Diazoverbindung
rothviolett
des
vorliegenden
Patentes
aj-Amido-
ß3-naphtols
sehr
schwer
löslich
neutral
und alkalisch:
reingrün
grünschwarz leicht löslich,
durch Kochsalz
fällbar
blau.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von O1 ß8-Amidonaphtol - ß2 ß4- disulfosäure durch Behandlung der Ct1 ß3 - Amidonaphtol - ß2 - monosulfosäure
    (bezw. der intermediär entstehenden A1 ß3-Amidonaphtol-ß2 a3-disulfosäure) mit Schwefelsäure bei 140 bis 1500C.
DENDAT84952D Active DE84952C (de)

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DENDAT84952D Active DE84952C (de)

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