DE84649C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M7/00—Conversion of AC power input into DC power output; Conversion of DC power input into AC power output
- H02M7/42—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal
- H02M7/54—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal by dynamic converters
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- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juni 1895 ab.
Längste Dauer: 5. Oktober 1907.
In dem Haupt - Patente Nr. 78825 ist die Theorie und die Bauart eines Apparates erläutert,
, der erlaubt, Ein- oder Mehrphasenwechselströme in einen Gleichstrom umzuwandeln
und umgekehrt; dieser Apparat ist von den Erfindern Wechselzahl-und Spannungsumwandler
genannt.
Die Einrichtung, welche den Gegenstand dieses Zusatz-Patentes bildet, soll in Verbindung
mit dem vorbenannten Umwandler in dem Falle Verwendung finden, wo es sich darum handelt, einen Gleichstrom in Wechselströme
umzuwandeln. Durch die Anwendung dieser Einrichtung wird jede Erzeugung von. Funken an den Bürsten vermieden, indem
durch diese Einrichtung die Wirkungen der Selbstinduction vernichtet werden, die unter
anderen von den magnetischen Ausströmungen (fuites) herrühren.
Es sei zunächst kurz zurückgerufen, worin der Wechselzähl- und Spannungsumwandler
besteht. Angenommen, es handle sich z. B. um die Erzeugung eines Dreiphasenstromes.
Der Umwandler hat alsdann (s. Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung) drei in sich selbst geschlossene
Magnetkerne ABC. Jeder Kern trägt eine Wickelung 1, 2, 3, die dazu dient
(Sternschaltung der Stromkreise oder mit anderen Worten Verkettung der Ströme mit
Reihenschaltung' der Wickelungen vorausgesetzt), den Dreiphasenstrom aufzunehmen, der
durch die sinusoidale, d. i. die nach einem Sinusoidengesetz erfolgende Aenderung der
Kraftlinien in den Kernen erhalten wird. Diese Aenderung rührt her von der Wirkung
einer auf dieselben Kerne aufgebrachten Wickelung 4, 5, 6. Diese Wickelung wird von dem Gleichstrom durchlaufen, der umgewandelt
werden soll. Die einzelnen Spulen dieser Wickelung sind bezüglich der Windungszahl
jeder Spule und bezüglich der Wickelungsrichtung so angeordnet, daß sich die dem Durchgange
des Gleichstromes zustehende Zahl der Amperewindungen nach einem Sinusoidengesetz
ändert. Der umzuwandelnde Gleichstrom wird in die Wickelung 4, 5, 6 durch die Reiber flf2f3 ■ ■ ■ verzweigt, die auf
Ringen b1 b2 £>3 . . . schleifen. Jeder dieser
Ringe steht mit einem der Stege Z1 /2 Z3 ...
eines Stromwenders L in Verbindung, der durch die Bürsten F F1 mit der Gleichstromquelle
S verbunden ist. Die die Ringe b1 und den Stromwender L tragende Welle O O1 wird
mittelst eines kleinen Motors in Umdrehung \rersetzt, der von einem auf der Welle befestigten
Grammering G gebildet ist, dessen Abtheilungen zwischen die Stege I1 I2 . . . des
Stromwenders L geschaltet sind; dieser Ring steht unter dem Einfluß eines durch Gleichstrom
erregten Feldes H.
Bei der neuen Einrichtung, die den Gegenstand dieser Erfindung bildet, steht der Ring,
(2. Auflage, ausgegeben am ijj. Mai IQ04.)
dieses Motors nicht mehr nothwendigerweise mit dem Stromwender L und den Reibern
flf'2 ... in fester Verbindung, man kann vielmehr
einen vollständig getrennten Motor anwenden oder auch der Welle 0 O1 die erforderliche
Drehbewegung durch einen beliebigen mechanischen Antrieb ertheilen. Zwischen
die Bürsten fl f'2. . . f6 wird dann ein
kleiner synchron laufender Motor geschaltet, der z. B. folgende Bauart erhalten kann.
Dieser Motor ist in der Mitte der Fig. ι in Seitenansicht und in Fig. 2 im Querschnitt
veranschaulicht.
Um ein festes Gerippe K, das von auf einander
gestapelten und von einander isolirten Blechen gebildet ist, ist eine Wickelung nach
Art eines Grammeringes aufgebracht. Diese Wickelung ist in eben so viele einzelne Spulen
getheilt, als der Stromwender L Stege hat; jede dieser Spulen ist mit einem der Reiber
f1/'2 ... verbunden. Der so gebildete Ring
erzeugt folglich ein Drehfeld, wenn er von den regelmäßig verschobenen Strömen durchlaufen
wird, die von den Reibern herkommen. Im Innern dieses Ringes ist, concentrisch zu
ihm, ein Feldmagnet I montirt, der zwei durch einen Kern mit einander verbundene Polschuhe
M und JV aufweist. Um diesen Kern sind zwei Stromkreise gewickelt; die Wickelung
jedes dieser Stromkreise ist derart gemacht, daß in den Schuhen M und IV ungleichnamige
Pole entstehen, wenn beide Stromkreise von demselben Gleichstrom durchlaufen werden..
Die Enden dieser beiden Stromkreise sind bis an vier Reibungsringe dl d2 da <i4 (Fig. 2) geführt,
auf welchen Reiber schleifen. Der eine aus dickem Draht gebildete dieser Stromkreise
ist mit dem Stromkreise des die Bürsten FF1
speisenden Gleichstromes in Reihe geschaltet, er schließt sich bei α und β über Leiter, von
denen der eine bis F1, der andere bis S geht;
der zweite aus dünnem Draht gebildete Stromkreis ist zwischen die Bürsten F F1 im Nebenschluß
eingeschaltet j er schließt sich bei γ und d über Leiter, die von diesen Bürsten abgezweigt
sind.
Der eben beschriebene Feldmagnet ist mit einem Dämpfungsstromkreis E versehen, der
von zwei ringförmigen Wangen aus leitendem, aber nicht magnetischem Metall gebildet ist,
die durch Bolzen aus gleichem Metall verbunden sind, welche durch einen zertheilten
Eisenring hindurchgehen. Dieser Dämpfungsstromkreis ist so angeordnet, daß er den möglich
kleinsten elektrischen Widerstand darbietet.
Der Feldmagnet I dreht sich synchron mit der Welle O O1, und wenn seine Wickelungen !
passend bestimmt sind, so veranlaßt seine Drehbewegung in dem Ringanker K die Erzeugung
von gleichen, bezüglich der Energie verschobenen, d. h. dewattirten oder quadratirten
Strömen, deren Richtung der Richtung derjenigen dewattirten oder quadratirten Ströme
entgegengesetzt ist, welche in den von den auf einander folgenden Stegen des Stromwenders
abgezweigten Stromkreisen des Umwandlers umlaufen müssen.
Die Erfinder nennen den Theil des Wechselstromes, der einen Stromkreis durchdringt und
dessen Stärke in Bezug auf die auf diesen Stromkreis einwirkende elektromotorische
Kraft um ^4 Welle verschoben ist, dewattirten
oder quadratirten Strom (courant dewatte on
qiiadratique).
Unter diesen Bedingungen ist die Summe der dewattirten Ströme, welche die Stromkreise
durchlaufen, die von denselben beiden auf einander folgenden Stegen eines Stromwenders
abgezweigt sind, gleich Null. Alle Ströme, welche diese Stege durchdringen müssen, werden
also dieselbe" Phase haben, als die diese Ströme erzeugende elektromotorische Kraft;
sie werden daher aufgehoben, wenn diese Kraft vernichtet wird.
Diese Kraft wird nothwendigerweise in dem Augenblick vernichtet, wo eine Bürste auf den
beiden betrachteten Stegen schleift. In diesem Augenblick wird also der Strom, der von
einem Steg zum nächsten geht, Null sein. Es findet daher weder der Energieverlust, der
sonst der Erzeugung eines Stromes unter den Bürsten zukommt, noch Funkenbildung in dem
Augenblick statt, wo eine Bürste von einem Steg zum folgenden übergeht.
•Anstatt dem Feldmagneten des synchronen Motors zwei Pole zu geben, wie oben angenommen
wurde, kann man ihm 2 η Pole geben, indem man um den Ring K 2 η Reihen von
Wickelungen macht, die so geschaltet sind, daß sie ebenso viele regelmäßig um den Ring
angeordnete Stromkreise bilden, als der Stromwender L Stege hat.
Es ist klar, daß man den Feldmagneten / fest machen, den Ring K dagegen sich drehen
lassen kann; in diesem Falle werden die verschobenen Ströme mittelst Ringe und Reiber
herbeigeführt.
Man erhält dasselbe Ergebniß, wenn man den Ring K zwischen die Drähte χ y und \
(Fig. ι unten links) schaltet; in diesem Falle trägt der Ring nur drei Stromkreise oder drei
Reihen von 2 η Stromkreisen, je nachdem der Anker des synchronen Motors 2 oder 2 η Pole
hat. Die Wickelung des Feldmagneten wird ebenso wie im vorigen Falle gemacht und
abgezweigt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Das durch das Haupt-Patent Nr. 78825 geschützte Verfahren in Anwendung auf die Umwandlung eines Gleichstromes in Wechsel-ströme mit Hülfe des im Anspruch 4 genannten Wechselzahl- und Spannungsurnwandlers, mit der Maßgabe, daß die Drehung des Stromwenders durch einen beliebigen, von der Wickelung des Umwandlers abhängigen oder unabhängigen Motor erfolgt und daß zwischen die verschiedenen Abtheilungen der sinusoidalen Wickelung des Umwandlers oder zwischen die Stromkreise seiner anderen Wickelung ein zu einem synchronen Motor gehöriger Anker eingeschaltet ist, dessen Feldmagnet zwei Wickelungen oder zwei Reihen von Wickelungen hat, deren eine von dem umzuwandelnden Gleichstrom durchlaufen wird, während die andere zwischen die Bürsten des Stromwenders des Wechselzahl- und Spannungsumwandlers im Nebenschluß eingeschaltet ist, zum Zweck, vermöge der in dieser Wickelung erzeugten elektromotorischen Gegenkräfte die Funkenbildung am Stromwender zu verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84649C true DE84649C (de) |
Family
ID=356860
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84649D Active DE84649C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84649C (de) |
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0
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