DE846275C - Herstellung von Zementmassen fuer Giessereizwecke oder von Zementmoerteln - Google Patents
Herstellung von Zementmassen fuer Giessereizwecke oder von ZementmoertelnInfo
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- DE846275C DE846275C DEF5173A DEF0005173A DE846275C DE 846275 C DE846275 C DE 846275C DE F5173 A DEF5173 A DE F5173A DE F0005173 A DEF0005173 A DE F0005173A DE 846275 C DE846275 C DE 846275C
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- B22C1/00—Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
- B22C1/02—Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by additives for special purposes, e.g. indicators, breakdown additives
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Description
- Herstellung von Zementmassen für Gießereizwecke oder von Zementmörteln
1>el<aillttlicli wird Zement unter Verwendung von reinem Sand zu Armmassen für Giefiereizwecke oder zu Mörteln verarbeitet, d. 1l. also von Sand. der weitestgehend frei von Ton ist. Tonhaltiger Sand kann hierzu nicht verwendet werden, weil dadurch die Abbindefühigkeit und Festigkeit des Zementes leidet. Der unter Verwendung voll ton- freiem Sand verarbeitete Zement führt zu Zement- massels und -iiii;rtelii. <sie wenig bildsam und wenig standfest sind, solange der Zement noch nicht abge- 1>unden ist. Das ist nicht von l;edeutung, wenn aus der Zementmasse geformte Gegenstände nicht her- gestellt werden. Wenn z. K aus solchen Zementmassen 1#orm- kiirlrer hergestellt werden. so müssen sie ver- li:ilttiisni;il3ig lange ist der Forln bleiben, ehe eine ge11Ugen##C' #tallllte>tlgkelt erreicht ist, uln >le ohne ohne konitgehaltes des verwendeten Sandes erhält die Zementmasse Bildsamkeit und Standfestigkeit, schon ehe ein nennenswertes Abbinden des Zementes stattgefunden hat. Die Formkörper, seien dies nun Formen oder Kerne für Gießereien oder Zementgegenstände, wie Rohre, Ziegel, Bausteine od. dgl., können daher sogleich den Formen entnommen werden, ohne daß die Gefahr besteht, die Formlinge zu zerstören. Außerdem können selbst komplizierte Gegenstände, wie Formen und Kerne für die Gießerei sowie Falzziegel, Hohlsteine, od. dgl., ohne Schwierigkeiten hergestellt «erden, wobei sich selbst äußerst verwickelte Gestaltungen einwandfrei ]in Formkörper abbilden.Zerstörung des hergestellten Ki>rhers eittforinen zu können. Ida (las Alts» nden des Zemente: selltst unter Hinzufügen von an sich Warmen :\1>ldnddte- schleunigern geraunte Zeit in Anspruch nimmt. werden daher die Formen auf lange Zeit dem Prozefi der weiteren Fertigung entzogen. Dies gilt allgemein und insbesondere für die Herstellung von (;ießereifoi-itleti und -kernen für die Stahl- und Graugießerei. Vornehmlich komplizierte (@ul@stücke kühnen in Zeinentinasse hergestellt werden: dabei ist jedoch in Kauf zu nehmest. dass die blasse ver- llädtnismällg lange in den Formen WO Gelniil3 der Urfindung werdest diese Schwierig- keiten beseitigt, weile Sande mit einem (zeltalt an feinverteiltem Glaukonit verwendet werden. Die Bereitung der Zeinentinasse und die Hinforuning ist <sie gleiche wie bisher üblich. Infolge des (;1a11- - Glaukonit ist ein wasserhaltiges Silicat, das I?isenoxvclul. Tonerde, Kaliumoxyd und außerdem noch Calcium- und Magnesiumoxyd in wechselnden 1"lengen enthält. Glaukonit kommt in natürlichen Sanden vor. und seine Zusammensetzung wechselt je nach dem Vorkommen. Natürlicher glaukonitiialtiger Sand ist an sich nicht bildsam; zur Erzielung der Bildsamkeit muß das Mineralglaukonit im Sand gleichmäßig fein verteilt werden; dies geschieht zweckmäßig dadurch, daß der Sand gerieben wird, ohne dabei die Sandkörner zu zerstören. Der weiche Glaukonit wird durch dieses Verfahren zti Pulver zerrieben und verteilt sich gleichmäßig im Sand, der auf diese Weise außerordentlich plastisch wird, so daß sich in den aus diesem Sande hergestellten zementhaltigen Massen selbst bei geringem Feuchtigkeitsgehalt verwickelte Formkörper abbilden lassen.
- Es kann auch so verfahren -,verden, daß ein ton-und glaukonitfreier Sand für die Herstellung der "Zementmassen verwendet wird. Diesem Sand muß g em.i iß der Erfindung feinverteilter Glaukonit zugesetzt werden. Der hierzu benötigte Glaukonit wird aus glaukonithaltigem Sand gewonnen, indem der Sand, wie oben beschrieben, gerieben und dann der Glaukonit ausgewaschen wird. Das so erzeugte Glaukonitpulver kann dann in gewünschter Menge dem zu verwendenden Sand der Zementmasse oder <lern Zementmörtel zugefügt werden. Die plastischen Eigenschaften, die der Glaukonit dem Sand verleiht, bleiben auch in der Zementmasse erhalten und vermitteln dieser die erwähnte Fähigkeit, komplizierte Formkörper abzubilden und frühzeitig, .noch ehe die Zetnentabbindung einen nennenswerten Grad erreicht hat, so standfest zu sein, daß die Formkörper den Formen entnommen werden können. Die Abbindefiihigkeit des Zementes, die in bekannter Weise zur Erliä rtung des Formkörpers führt, wird durch den Glaukonitgehalt des Sandes nicht beeinträchtigt.
- Diese Eigenschaften sind für die Kern- und Formmachereien.von Gießereien und für die Industrien, die sich mit der Herstellung von Zementgegenständen befassen, gleichermaßen von erheblicher Bedeutung.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Zenentmassen für Gießereizwecke oder von Zementmörteln unter Verwendung von tonfreien Sand, dadurch gekennzeichnet, daß Sand mit einem Gehalt an feinverteiltem Glaukonit verwendet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in natürlichem glaukonithaltigem Sand der Glaukonit durch Reiben fein verteilt und der so aufbereitete Sand gemäß Anspruch i verarbeitet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß glaukonitfreiern Sand feinverteilter Glaukonit zugesetzt wird, der vorzugsweise aus glaukonithaltigecn Natursand gewonnen ist und der so bereitete Sand gemäß Anspruch i verarbeitet wird. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3 auf die Herstellung von Formen und Kernen für Gießereien, insbesondere Stahlgießereien. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3 auf die Herstellung von Formkörpern aus Zement, insbesondere Rohren, Ziegeln, Hohlsteinen u. dgl.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF5173A DE846275C (de) | 1950-12-08 | 1950-12-08 | Herstellung von Zementmassen fuer Giessereizwecke oder von Zementmoerteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEF5173A DE846275C (de) | 1950-12-08 | 1950-12-08 | Herstellung von Zementmassen fuer Giessereizwecke oder von Zementmoerteln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE846275C true DE846275C (de) | 1952-08-11 |
Family
ID=7084467
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF5173A Expired DE846275C (de) | 1950-12-08 | 1950-12-08 | Herstellung von Zementmassen fuer Giessereizwecke oder von Zementmoerteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE846275C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1558107B1 (de) * | 1967-05-02 | 1970-03-05 | Beilhack Dr Ing Martin | Formmasse fuer Giessereien |
-
1950
- 1950-12-08 DE DEF5173A patent/DE846275C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1558107B1 (de) * | 1967-05-02 | 1970-03-05 | Beilhack Dr Ing Martin | Formmasse fuer Giessereien |
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