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Verfahren zur Leistungsregelung von Wärmekraftanlagen
| Die F.rlinllntig bttritlt uin Verfahl rll zur ['ei>
tllll@ >- |
| regelung \-111l @@ ä@ltlek@attafll;!geil, 111 weIchen
mill- |
| destens der gri@l;erc Tcil eines gastürmigen ArheIts- |
| mittel;, vorzugsweise Luft, einen lireianuf beschreibt, |
| wobei es in mindestens einem Verdichter auf höheren |
| Druck gebracht, dann durch äußere \@':iririeztaftilir |
| erhitzt und hierauf in mindestens einer Turbine ent- |
| spannt wird. |
| Zweck der Ertimlung ist, ein Verfahren für derartige |
| @@-:irntekraftaiilagcn zti schalten, wclclles bei Leistungs- |
| änderungen eine ra#@clic Wirksamkeit des Regel- |
| vorganges cniliiglicllt und ferner die für die Regelung |
| benötigten Organe ;in slllcllen Stellen lies Kreislaufes |
| vorzusehen gl';t:tttet, wo tiefe, wenn nicht gar die |
| tiefste im l@rcislauf überli;nipt vorkommende Tempe- |
| ratur @lertsclit. Erreicht werden (lie.c vierteile gelnilj |
| der Erfindung llaclitn 11, ll;ili die Leistung abgetu'nde |
| _@rllt'It@lllatl'lllll='llz;l' 11l'1 11) 11e1' Alllage ;lllltCt.'t@'llllell |
| L:L:r_:@'ll@@-ankun@en zwischen Leerlauf und der @üci@st- |
| leistnng, die von dei gerade im Kreislauf v@lrl;anlenen |
| Arheitcinittehnenge erzeugt werden halle, geültdert |
| wird, indem ein Teil der umlaufenden Arheitsmittel- |
| menge nach mindestens teilweiser Verdichtung ohiw |
| Arbeitsleistung in der Turbine nach einer Stelle |
| niedrigeren Druckes des Kreislaufes zuriicktließt. |
| Wird bei Anwendungdieses Regelungsverfahrens liie |
| Kurzschlußstr(>mwlg z. B. vergrößert, so hat lIas zur |
| Folge, (1,ß der Druck auf der Austrittsseite' lies Ver- |
| dichters sinkt, wwas ;einerseits eine Verminderung der |
| Turbinenleistung zur Folge hat. Anderseits steigt der |
| Druck auf der Ansaugseite des Verdichters und zti- |
| sammenhängcnd damit auch der Gegendruck ain Aus- |
| tritt dur Turhille, was sich ebenfalls im pinn einer \'ei-- |
| minclening ([ei- Tiiil)iiieiileistiiiig auswirkt. .@nl@ercLelli |
wird wegen der Erhöhung des Ansaugdruckes des Verdichters die Leistungsaufnahme
des letzteren erhöht. Da sich aber die von der Anlage nach außen abgegebene Nutzleistung
jeweils als die Differenzleistung zwischen der Turbinenleistung und der Leistungsaufnahme
des Verdichters ergibt, so bewirkt die gleichzeitige Verminderung der Turbinenleistung
und Erhöhung der Leistungsaufnahme des Verdichters eine besonders rasche Senkung
der Nutzleistung der Anlage. Mit anderen Worten, es ergibt sich dann eben die erwähnte
rasche Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Regelungsverfahrens.
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In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen von Wärmekraftanlagen
veranschaulicht, an Hand welcher das Verfahren beispielsweise erläutert wird. Es
zeigt Fig. 1 eine Anlage, bei welcher eine Kurzschlußströmung von einer Stelle kurz
hinter dem Verdichter nach einer Stelle des Kreislaufes stattfinden kann, die vor
einem in die Saugleitung des Verdichters eingeschalteten Kühler gelegen ist, Fig.
2 eine Anlage, welche das Verfahren in Verbindung mit Mitteln zur Änderung des Druckpegels
im Arbeitsmittelkreislauf anzuwenden ermöglicht, und Fig. 3 eine Anlage, welche
das Verfahren sowohl in Verbindung mit Mitteln zur Änderung des Druckpegels im Arbeitsmittelkreislauf
als auch mit Mitteln zur Deckung von Undichtheitsverlusten in diesem Kreislauf anzuwenden
gestattet.
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In Fig. i bezeichnet i einen Verdichter, dem ein zu verdichtendes
Arbeitsmittel durch eine Leitung 2 zuströmt. Das in diesem Verdichter i auf einen
höheren Druck gebrachte Arbeitsmittel gelangt durch eine Leitung 3 in einen Wärmeaustauscher
4, wo es Wärme aufnimmt, und dann durch eine Leitung 5 in einen Erhitzer 6, in welchem
demselben von außen her Wärme zugeführt wird. Das auf diese Weise auf höhere Temperatur
gebrachte Arbeitsmittel strömt dann in einer Leitung 7 einer Turbine 8 zu, in der
es sich unter Leistungsabgabe an den Verdichter i und beispielsweise an einen Generator
9 entspannt, um hierauf in einer Leitung io dem Wärmeaustauscher 4 zuzuströmen.
In letzterem gibt der entspannte, heiße Teil des Arbeitsmittels Wärme an den vom
Verdichter i kommenden, verhältnismäßig kalten Teil des Arbeitsmittels ab, worauf
der erstgenannte Teil durch eine Leitung i i in einen Vorkühler 12 und aus diesem
in die Saugleitung 2 des Verdichters i gelangt, womit der Kreislauf der Anlage durchlaufen
ist.
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Hinter dem Verdichter i, in der Strömungsrichtung des Arbeitsmittels
betrachtet, zweigt von der Leitung 3 an der Stelle 13 eine Neben- oder Kurzschlußleitung
14 ab, in die ein sich selbsttätig einstellendes Ventil 15 eingebaut ist. Die Leitung
14 mündet an der Stelle 16 vor dem Kühler 12 in die Leitung ii des weiter oben beschriebenen
Kreislaufes.
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Die selbsttätige Einstellung des Ventils 15 wird jeweils durch einen
Geschwindigkeitsregler 17 der Wärmekraftanlage eingeleitet, der durch eine Stange
18 mit einem Balken i9 verbunden ist, an welchem linksseitig ein Steuerschieber
2o und rechtsseitig die Spindel 21 des Ventils 15 angelenkt sind. Der Schieber 2o
steuert den Zufluß von Drucköl aus einer Leitung 22 in eine Leitung 23, die in einen
Rauin oberhalb eines Kolbens 24 mündet. Auf diesen starr mit der Ventilspindel 21
verbundenen Kolben ä4 wirkt von unten her eine Feder 25 ein.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Regelungseinrichtung ist folgende:
Tritt in der Anlage z. B. eine Belastungssenkung ein, so hat das eine Drehzahlerhöhung
zur Folge, so daß der Drehzahlregler 17 ein Anheben des Schiebers 2o bewirkt, wobei
über dem Kolben 24 sich befindendes 01 durch Leitung 23 so lange abfließt,
bis sich der Kolben 24 und damit das Ventil 15 unter der Einwirkung der Feder 25
so weit gehoben haben, daß eine so große Menge Arbeitsmittel durch die Kurzschlußleitung
14 von der Stelle 13 nach der Stelle 16 des Kreislaufes strömen kann, daß die Leistungsabgabe
der Anlage mit dem Leistungsverbrauch wieder ins. Gleichgewicht kommt. Die Rückführung
der Steuerung geschieht in bekannter Weise über den Balken i9.
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Eine Laststeigerung hat ein Sinken der Drehzahl der Maschinen i und
8 zur Folge, was eine Bewegung des Steuerschiebers 20 nach unten bedingt und damit
einen Einlaß vön Drucköl aus der Leitung 22 in die Leitung 23, so daß der Kolben
24 und das Ventil 15 entgegen dem Druck der Feder 25 in schließendem Sinn bewegt
werden.
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Die beschriebenen Regelungsvorgänge gehen ohne Änderung des gesamten
Arbeitsmittelinhaltes im Kreislauf vor sich, welcher Inhalt bei geschlossenem Ventil
15 der von der Anlage geförderten Höchstleistung entsprechen muß. Zum Auffüllen
des Kreislaufes und zur Deckung allfälliger Undichtheitsverluste dient ein Hilfsverdichter
26, der durch eine Leitung 28 über einen Speicher 27 an der Stelle 29 an den Kreislauf
angeschlossen ist.
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Die beschriebene Regelungseinrichtung weist ein einziges Ventil 15
auf, das mit Arbeitsmittel in Berührung kommt. Der betreffende Teil des Arbeitsmittels
weist aber eine verhältnismäßig niedere Temperatur auf, denn an der Abzweigstelle
13 der Kurzschlußleitung 14 vom Kreislauf herrscht zwar nicht die tiefste, aber
immerhin noch eine so tiefe Temperatur des Kreislaufes, daß eine Gefährdung des
Regelungsventils 15 durch zu hohe Temperaturen deshalb nicht zu befürchten ist.
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Die Regelungseinrichtung läßt sich so konstruieren, daß bei der am
häufigsten vorkommenden Belastung, also bei Normallast der Anlage, das Ventil 15
gerade geschlossen ist. In einem solchen Falle wird dann nur beim Sinken der Belastung
unter die Normallast Arbeitsmittel durch die Kurzschlußleitung 14 strömen. Belastungszunahmen
über die Normallast hinaus kann die Regelung in einem solchen Falle nicht ausgleichen.
Dafür bietet eine derartige Ausbildung der Regelung den großen Vorteil, daß bei
normalem Belastungszustand gar kein Arbeitsmittel durch die Leitung 14 strömt, so
daß auch die mit einer solchen zusätzlichen Strömung sowie mit dem Durchströmen
eines Regelorgans verbundene Einbuße an Nutzeffekt ganz vermieden ist.
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Soll die Regelung dagegen sowohl eine die normale Belastung unterschreitende
als auch diese überschreitende Belastung ausgleichen können, ;o müssen
die
@crli;iltnissc so gewä hlt \\-erden, daß (las Ventil 15 auch bei der normalen Belastung
der Anlage noch eine gewisse Arbeitsinittelmenge durch die Kurzschlußleitung 14
strömen l;ißt. In einem solchen Falle strömt dann nahezu ständig ein Teil des vorn
Verdichter i auf höheren Druck gebrachten Arbeitsmittels durch die Leitung 14 nach
einer Stelle niedrigeren Druckes, ohne in der Turbine S Arbeit zli leisten. Der
Verdichter i hat also praktisch ständig eine größere Arbeitsmittelmenge umzuwälzen,
als in der Turbine 8 zur Arbeitsleistung verwertet wird. In einem solchen Falle
kann die normalerweise durch die Kurzschlußleitung ströinenclo Arbeitsinittelmenge
noch ausgenutzt werden, um nutzbringende Leistung zu erzeugen; beispielsweise kann
dieses Arbeitsmittel dazu verwendet werden, um Verdichter zum Aufladen von Speichern
anzutreiben ; auch kann es dazu dienen, im Kreislauf auftretende Leckverluste auszugleichen.
Bei hinreichender Öffnung des Ventils 15 kann sogar erreicht werden, daß die ganze
Turbinenleistung vom Verdichter i aufgezehrt wird und die Nutzleistung 'Null wird.
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Anstatt die Kurzschlußleitung von einer Stelle hinter dem Verdichter
i vom Kreislauf abzweigen zu lassen, kann sie auch bereits hinter einer der Verdichtungsstufen
des Verdichters, vorzugsweise hinter einem Zwischenkühler desselben, abzweigen.
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Die Stelle niedrigeren Druckes, an welcher das Austrittsende der Kurzschlußleitung
in den Kreislauf mündet, kann ;in irgendeiner Stelle zwischen dem Austrittsstutzen
der Turbine 8 und dem Saugstutzen des Verdichters i gelegen sein.
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Ein Regelungsverfahren der beschriebenen Art kann je nach den an die
Kraftanlage gestellten Anforderungen für sich allein oder in Verl)iildung mit anderen
Regelungsverfahren verwendet werden.
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So zeigt Fig. 2 z. B. eine Anlage, bei welcher das Verfahren nach
der Erfindung für das Ausgleichen kleinerer und über eine kürzere Zeitdauer sich
erstreckender Belastungsschwankungen zur Anwendung kommt, während für länger andauernde,
größere Laständerungen der Druckpegel im Kreislauf bz«". der Arheitsmittelinhalt
(los Kreislaufes geändert wird.
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In Fig. 2 bezeichnet 3o den Verdichter und 31 die Turbine der Anlage.
32 ist ein sich selbsttätig einstellendes Ventil, «elches eine Kurzschlußströmttng
voll Arbeitsmittel zli beeinflussen gestattet, die vom Hochdruckrahm 33 des Verdichters
3o durch einen in letzterem vorgesehenen Kanal 34 nach dem Ansaugraum 35 des Verdichters
30 auftreten kann. Ferner bezeichnet 36 ein Ventil, welches den Abfluß von
Arbeitsinittel aus (lern Kreislauf nach einem \iederdruckspeicher 37 beherrscht,
und 37; ist ein Ventil, welches den Zufluß voll Arbeitsmittel aus einem Hochdruckspeicher
3() in den KreiSlallf beherrscht. Die Kammern der \"entile 3f> und 38 sind durch
Leitungen 40 und 41 an der Stelle 42 mit dein Kreislauf (los Arbeitsmittels verbunden.
Die Ventile ,;6 und 38 werden durch einen Hebel 43 mit Nocken 44 und 45 über an
den Ventilspindeln angebrachte Anschläge 46 bzw. 47 betätigt. Die Ventile 36 und
3`i sind durch den Druck von Federn 4S ln,w. 4() belastet. Der Hebel 43 wird über
eiirr Stange So von einem Servoni(itorkolben 51 beeinflußt; der Zufluß von Drucköl
zur Ober- oder Unterseite dieses Kolbens 51 wird von einem Schieber 52 gesteuert,
welcher über ein Gestänge 53, 54 und 55 von einem Fliehkraftpendel 56 der Anlage
verstellt werden kann.
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Mit einer Leitung 57, die an den Austrittsstutzen der Turbine 31 angeschlossen
ist und einen Bestandteil des normal vom Arbeitsmittel durchlaufenen Kreislaufes
der Anlage bildet, ist eine Leitung 58 verbunden, die in den Raum unterhalb
eines Kolbens 59 mündet. Dem unterhalb dieses Kolbens 59 herrschenden Druck wird
durch die Kraft einer Feder 6o1 das Gleichgewicht gehalten. Der Kolben 59 ist an
einem um Punkt 61 drehbaren Hebel 6o angelenkt, vermittels welchem eine Bewegung
des Kolbens 59 auf eine den Schieber 52 umgebende Hülse 62 übertragen wird. Der
Servomotorkoll)en 51 ist auf der Oberseite auch noch starr mit einer Stange 63 verbunden,
die mittels einer Gabel 64 über eine um einen Punkt 65 drehbare Stange 66 das Ventil
32 betätigt, welches normalerweise durch eine Feder 67 geschlossen gehalten wird.
Mit der Stange 63 ist im weiteren noch ein Rückführgestänge 68 verbunden.
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Dem obenerwähnten Auslaßventil 36 ist ein weiteres, in der Regel kleineres
Ventil 69 parallel geschaltet, das durch eine Feder 7o normalerweise in Schließstellung
gehalten wird. Dieses Ventil 69 wird durch einen Schieber 71 gesteuert, welcher
seinerseits an dem das Ventil 32 betätigenden Balken 66 angelenkt ist. Der Schieber
71 steuert den Zufluß von Drucköl aus einer Leitung 7 2 durch eine mit von Hand
einstellbarem Drosselhahn 73 versehene Leitung 74 und eine Leitung 75 unter einen
Kolben 76 bzw. den Abfluß des Öls von dort durch Leitungen 75, 77 und 78. Der Kolben
76 wird durch eine Feder 79 nach unten gedrückt, und eine starr mit demselben verbundene
Stange 8o trägt an ihrem unteren Ende einen Mitnehmet 8i, der in einem gewissen
Bereich frei in einer mit dem Teller (los Ventils fi9 verbundenen Hülse 82 verschiebbar
ist.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen verschiedenen Einrichtungen nach
Fig. 2 ist folgende: Bei normalem Gleichgewichtszustand zwischen erzeugter und verbrauchter
Leistung sind die Ventile 36, 38 und 69 geschlossen ; Ventil 32 ist ebenfalls geschlossen
oder zumindest nahezu geschlossen. Sobald jedoch eine Entlastung der Anlage eintritt,
steigt im ersten Augenblick die Drehzahl der Maschinen 30 und 31, so daß
durch (las Fliehkraftpendel 56 die Stange 55 angehoben wird. Dies bewirkt ein Anheben
des Schiebers 52, durch welchen zufließendes Drucköl derart gesteuert wird, (laß
der Kolben 51 veranlaßt wird, sich nach unten zli bewegen. Dabei wird zunächst durch
die Abwärtsbewegung der Gabel 6.1 nur ein Öffnen des Ventils 32 bewirkt, so daß
dann ein Teil des Arbeitsmittels vom Hochdruckraum 33 des Verdichters 3o durch den
Kanal 34 unmittelbar in den Verdichteransaugraum 35 überfließen kann, also ohne
in der Turbine .Arbeit zli leisten. Bei geringer Entlastung der Anlage genügt dabei
ein kleines Öffnen des Ventils 32, lim das Leistungsgleichgewicht wieder zu erreichen.
Bei stärkerer Entlastung dagegen steigt die Drehzahl der Maschinen 3o und 31 weiter
an, so daß dann der Servoni(itiirk()lh(@n 5i so weit nach abwärts gesteuert wird,
bis
der Nocken 44 des Hebels 43 den Anschlag 46 erreicht und das Auslaßventil 36 anhebt.
Durch den damit verbundenen Auslaß von Arbeitsmittel aus dem Kreislauf wird der
Druckpegel in letzterem gesenkt, was eine Verminderung der Leistungsabgabe zur Folge
hat. Ein Auslaß von Arbeitsmittel durch das Ventil 36 findet so lange statt, bis
infolge Rückganges der Drehzahl eine Bewegung des Steuerschiebers 52 in umgekehrter
Richtung hervorgerufen und als Folge davon der Kolben 51 so weit angehoben wird,
daß das Ventil 36 wieder durch Federkraft geschlossen wird, wobei gleichzeitig das
Ventil 32 in eine nahezu geschlossene Lage zurückkehrt, was infolge der erfolgten
Aufwärtsbewegung der Gabel 64 möglich ist.
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Das zweite Auslaßventil 69 ist vorgesehen, um auch bei geringer Öffnung
des Ventils 32, also geringer Abwärtsbewegung des Kolbens 51, bei welcher der Nocken
44 des Hebels 43 den Anschlag 46 noch nicht erreicht, also das Ventil 36 noch nicht
angehoben worden ist, den Druckpegel des Kreislaufes durch Auslaß von Arbeitsmittel
durch das Ventil 69 senken zu können. Dies soll jedoch nur langsam erfolgen, d.
h. erst nachdem die der Anlage aufgezwungene Lastsenkung sich als eine über längere
Zeit andauernde erwiesen hat. Dies wird dadurch erreicht, daß schon bei geringer
Öffnung des Ventils 32 der am rechten Ende des Hebels 66 angelenkte Schieber 71
nach oben bewegt wird und dadurch den Zufluß von Drucköl über die Drosselstelle
73 und Leitung 75 in den Raum unter dem Kolben 76 freigibt, so daß sich dieser Kolben
76 mit einer mittels der Drosselstelle 73 einstellbaren Geschwindigkeit und entgegen
der von der Feder 79 ausgeübten Wirkung nach oben bewegt. Das Ventil 69 wird dabei
angehoben, sobald der Mitnehmer 81 das freie Spiel in der Hülse 82 durchlaufen hat.
Ein Arbeitsinittelauslaß durch das Ventil 69 findet dabei so lange statt. bis infolge
Nachlassens der von der Anlage abgegebenen Leistung die Drehzahl so weit sinkt,
daß das Ventil 32 wieder ganz oder nahezu ganz schließt. Der Schieber 71 wird nach
abwärts bewegt, wobei das sich unter dem Kolben 76 befindende 0I durch die Leitung
7,5 und die ungedrosselte Leitung 77 abfließen kann, wobei sowohl der Kolben
76 als auch das Ventil 69 durch die Federn 79 bzw. 70 in Schließrichtung
bewegt werden.
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Tritt bei geschlossenem Ventil 32 eine Laststeigerung ein, welche
die beim augenblicklichen Druckpegel in der Anlage mögliche Leistungsabgabe übersteigt,
so wird infolge Sinkens der Maschinendrehzahl der Servomotorkolben 51 über die in
Fig. 2 gezeigte Lage hinaus nach oben gesteuert. Das Ventil 32 bleibt dabei unbeeinflußt
in der geschlossenen Lage, während nun vom Nocken 45 des Hebels 43 über den Anschlag
47 das Einlaßventil 38 angehoben wird, womit dem Kreislauf aus dem Speicher 39 Arbeitsmittel
zugeführt, der Druckpegel im Kreislauf also erhöht wird. Eine solche Arbeitsmittelzufuhr
findet so lange statt, bis die geforderte Leistung der Anlage erreicht ist und die
Drehzahl wieder zu steigen beginnt. Die einzulassende Arbeitsmittelmenge wird dabei,
um rascher zu wirken, wie gezeigt, zweckmäßig der Hochdruckseite des Kreislaufes
zugeführt, da sie dann praktisch augenblicklich in der Turbine 31 zur Arbeitsleistung
mit herangezogen wird. Durch die Verbindungsleitung 58, die den Kreislaufdruck auf
den federbelasteten Kolben 59 überträgt, dessen Bewegung zwangsläufig eine Verschiebung
der den Steuerschieber 52 umgebenden, mit Steuerschlitzen versehenen Hülse 62 zur
Folge hat, wird in bekannter Weise eine Rückführung der Steuerung durch den Druckpegel
des Kreislaufes erreicht.
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In einer Anlage nach Fig. 2 werden somit mit Hilfe der Kurzschlußströmung
im Kanal 34 Lastschwankungen ausgeglichen, welche in einem Leitungsbereich zwischen
der dem augenblicklichen Arbeitsmittelinhalt des Kreislaufes entsprechenden Höchstleistung
und einer um einen gewissen Bruchteil unter dieser Leistung liegenden Leistung pendeln,
während größere Laständerungen in ihrem über jenen Leistungsbereich hinausgehenden
Betrag durch vorübergehende Zufuhr von Arbeitsmittel bzw. Entnahme von Arbeitsmittel
aus dem Kreislauf ausgeglichen werden.
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Werden zur Abdichtung der Welle am Turbinengehäuse gewöhnliche 1-abyrinthstopfbüchsen
verwendet, so wird, falls der Druck im Kreislauf den Atmosphärendruck übersteigt,
ständig durch diese Stopfbüchsen eine gewisse Leckmenge abfließen, die in der Regel
allerdings nur gering sein wird. Um aber trotzdem einen gewissen Druckpegel im Kreislauf
aufrechtzuerhalten, ist daher ständig eine gewisse Arbeitsmittelmenge dem Kreislauf
zuzuführen, was zweckmäßig durch ein besonderes Ventil im Niederdruckteil geschieht.
Erfolgt die Zufuhr der Arbeitsmittelmenge in dieser Weise, so läßt sich an Verdichtungsleistung
sparen; die Arbeitsmittelzufuhr zur Erhöhung des Druckpegels zwecks Steigerung der
von der Anlage abgegebenen Nutzleistung erfolgt dagegen, wie bereits erwähnt, zweckmäßig
in den Hochdruckteil des Kreislaufes, da sich dann die in einem Hochdruckbehälter
gespeicherte Energie des zuzuführenden Arbeitsmittels unmittelbar zur Leistungsabgabe
in der Turbine heranziehen läßt. Da zum Ausgleich rascher Lastsenkungen die Freigabe
einer Kurzschlußstrt3inung von Arbeitsmittel von einer Stelle höheren Druckes nach
einer solchen niedrigeren Druckes des Kreislaufes hinreicht, so genügt daher im
Falle einer längeren Belastungsabnahme für einen nachträglichen rhergang auf einen
niedrigeren Druckpegel ini Kreislauf ein Absperren der zur Deckung der Undichtheitsverluste
bestimmten Arbeitsmittelzufuhr.
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In Fig. 3 ist eine Anlage gezeigt, in «-elcher derartige Regelungen
durchführbar sind. Viele Teile dieser Figur entsprechen solchen, die bereits im
Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben wordzn sind; um daher die Beschreibung zu vereinfachen,
sind in Fig. 3 die Teile, welche solchen der Fig. 2 entsprechen, mit denselben Bezugzeichen
wie in Fig. 2 belegt.
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Bei der Anlage nach Fig. 3 beeinflußt wiederum ein ihren Maschinen
zugeordnetes Fliehkraftpendel 56 die Lage eines Servomotorkolbens 5i, von dem aus
ein Balken 43 mit den zwei Nocken 44 und 45 bewegt wird. Der Nocken 44 dient wie
im Falle der Fig. 2 zur Betätigung eines Arbeitsmittel einlassenden Ventils 38.
Dieses über den Anschlag 47 betätigte Ventil 38 beherrscht die Zufuhr von Arbeitsmittel
aus dem Druckbehälter 39 durch eine Leitung 9o in eine dein Hochdruckteil des Kreislaufes
zugehüren(le Leitung 9i.
| 1'.I11 \"o111 Nc)ckuI) .l.1 111)1r (1e11 .\11s('iil;lg .+f)
1)(-tflti,gte-, |
| Vulltil ()_ 1)(11c rrsclit clag(gell (1e11 unmittelbaren L`ber- |
| tritt von Arbeitsmittel aus der an den hlochdruckteil |
| (res Verdichte r> 3() allguschlosselleil 1_eitung c;
des |
| Kreisl;itifcs ll;ich cfel- `l.citlll1g (t4. in welcher ein |
| niedrigerer I>ruck herrscht als in (per Leitung y3, wobei |
| die hetrcften cle Kurzschlußstri@mung die Leitungen c5 |
| und oh (lttr(-litließt. 1)1e Undichtheitsverluste in (1"r |
| Anlage ((erden (furch Zufuhr von :\rl)eitsinittel a113 |
| einem 13e1);ilter 97 ansgcglichen; in letzterem herrscht |
| ein niedrigerer Druck als ]in Behälter 3c. Die Zufi:hr |
| von _\rl>eitsmitteL aus dem Behälter c; in den Krci;lail1 |
| erfolgt (11r(-11 Luit111l- ein Ventil oo, Leitung ioo |
| und einen Tuil der Leitung ()(). 1);1s Ventil
9c) ist mit |
| einem 1*"()I1)e,1l rc)r verbunden, auf (teil eine Feder
1o2 |
| ein(- (las \'(#titil co iii i)ftiien(leru Sinne zu bewegen |
| trachtende Kraft ausübt. I )er Raum über dem Kolben |
| toi ist durch e111( 1_(1t1111 iod mit (lern Rauin iiberdeln |
| Kolben 51 des Hauptservc)m()tc)rs verbunden. `fit i()4 |
| und ic)j sind Ililf,ve#rdichter bezeichnet, die in den |
| Behältern c17 n11(1 -;o die 11ö tigeri '-',l)eicllerdriicke
auf- |
| rechterhalteil. Diese Verdichter i()4 und ioj sind |
| hiutereinan<Lergesdlaltet. |
| [in I_ei>tnng,t;leirligewicht der Anlage sind die Ven- |
| tile o.2 t11)(1 ,;S geschlossen, da; Ventil ()(o ist dagegen |
| so weit offen, (1;11.i cs die zur Deckung der Stopfbüchsen- |
| verhuste iii>tig(- _\i-1)eitsiliittelinenge durchläßt. Bei |
| einer Eiltl;i<tiing (per Anlage und daraus folgendem |
| 1)reilzall]anstieg der \1;i:( 11111t n gelangt dagegen in der |
| bereit: im Zn#amnlelillalt@ finit Fig. = beschriebenen |
| \\eise 1)rllikiil über den Kolben j9 i, (per sich dann
nach |
| unten h(-wegt, so (t;113 der Kalken 43 ausschwenkt und |
| durch Nocken 44 u11(1 _1n:chlag 46 da,' Ventil 92 ent- |
| gegen der Wirkung cincr Feder anIieht, wodurch der |
| t`bertritt \,()n .\rl)eitsmittel aus (per Leitung o3 in die |
| Leitllllg cll iil)('r die r*"tirzsclllußvert)indung c)j, q2,
96 |
| frcigegebcll, (ho,' rrzcligte Nutzleistung der Anlage
also |
| verinin(lort wird. Dur über (1e111 Kolben 5i erzeugte |
| Druck pflanzt sich @@leiclizeitig durch Leitung 1o3 in |
| den Rauiu über (lein Kolben ic)i fort, so daß das Ventil |
| 0y gegcll (lic Wirkllllg cler Feder 1(Y geschlossen wird. |
| 1)1e Cudic Iitlieitsverlu ste (per .\iilage werden dann |
| nicht inchr gudeckt, s() c1(13 der firn Kreislauf herr- |
| schen(le Druckpegel :ich allin;ihlich senkt, so daß auch |
| die in der Alllage erzeugte Leistung weiter sinkt. Dies |
| (lauert so l;inge, 1)1s der Drehzahlregler 56 wieder
das |
| Schließen (1e3 Ventils c2 bewirkt hat bzw. bis der |
| Kolben ji infolge _\hfließen, des Drucköls über dem- |
| selben iii die Ausgangslage zurückgekehrt ist. Dabei ist |
| (his Ventil ()c) durch die Wirkung der Feder 102 wieder |
| angehoben @ec>r<len, so (laß es den Zufluß der für
die |
| nonii:tle Dcckiiilg der Undichtheitsvrrhiste erforder- |
| liclten .\ri>eitsluittclmenge;nis <lem Behälterermöglicht. |
| Der Ausgleich uincr Bclastungszunahine der Anlage |
| erfolgt in clcrsdl>elt, \%ic im Zusammenhang mit |
| Fig. 2 I)esdiriel)eu wor(Lrn ist, indem dann das Einlaß- |
| ventil @@ gchc)Imn wird. uni Arbeitsmittel in den Kreis- |
| lauf einzulassen : an cliesuin Regelvorgang bleibt das |
| Ventil jct unl)eteiligt. |
| Bei den .\1tl,tgell nUdt Fig. 2 und 3 wird bei Be- |
| la@tungsabnahiuen finit zeitlicher Verzögerung so viel |
| Arbeitsiiiittcl aus (lein Kreislauf entnommen, als nötig |
| ist, uni (1e11 .\rl)citszustand mit Kurzxchlußstrüniung |
| von ulner `tellc lll)llc'r-eil Druckur 11a('1 einer Stelle |
| niedrigeren T>ruekcs des Kreislaufes in einen Arhcits- |
| zustand ohne eine derartige Kurzschlußströmung, aber |
| mit verminderter Dichte des Arbeitsmittels hei gleicher |
| Leistung der Anlage überzuführen, wobei iin Falle der |
| Fig. 3 eine langsame Verminderung der Dichte des |
| Arbeitsmittelinhaltes im Kreislauf durch L-nterbinclen |
| (per zur Deckung von 1ü ndichtheit>verlusten der An- |
| 1age iiiitigen Arbeitsmittelzufuhr bewirkt wird. |